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Der Twitter-Clone Jaiku wird von Google übernommen. Per E-Mail Benachrichtigung und auf der Startseite von Jaiku ist die Ankündigung zu sehen:

Exciting news, Jaiku is joining Google!

While its too soon to comment on specific plans, we look forward to working with our new friends at Google over the coming months to expand in ways we hope you’ll find interesting and useful. Our engineers are excited to be working together and enthusiastic developers lead to great innovation. We look forward to accomplishing great things together.

In order to focus on innovation instead of scaling, we have decided to close new user sign-ups for now. But fear not! All our Jaiku services will stay running the way you are used to and you will continue to be able to invite your friends to Jaiku.

Damit verleibt sich der Gigant der Internetbranche einen weiteren kleinen Dienstleister des Web 2.0 ein. In einer extra dafür eingerichteten Hilfesektion finden sich einige zusätzliche Informationen zu der recht spärlichen Kommunikation.

Es gibt das Original und seine Klone: Twitter als erfolgreiches Hypemedium wird von Frazr und Texteln idealtypisch kopiert. Jaiku war und ist kein Klon, da Jaiku originärer als Twitter durch die ziemlich genialen RSS Implementationen her kommt. Aber man muss sich natürlich selbst sein eigenes Urteil darüber bilden.

Im Prinzip haben die „kleineren“ Dienste einen unglaublichen Vorteil: Die Geschwindigkeit und Erweiterbarkeit, wobei letztere dem Original eigentlich zugestanden werden muss – jedoch wird die Masse der User nicht unbedingt auf eine Neuerung des bestehenden Services von Twitter immer positiv reagieren, und deswegen sehe ich da die Gefahr für Twitter, dass sich andere Dienste am Markt auf die Nischen spezialisieren – oder vielleicht sogar die technische, optische und kultverdächtige Perfektion erreichen können.

Niemand soll schlecht gemacht werden, aber es grenzt schon an einen Mangel von Einfallsreichtum, dass nun wirklich innerhalb von wenigen Wochen etwas so direkt kopiert wird, nur weil man mit dem schönen Textverballern via SMS ein wenig vom Kuchen teilhaben kann. Dennoch wünsche ich den zwei Neulingen viel Erfolg – ihr werdet es brauchen.

Alle Welt redet von Twitter – auch ich kann mich da kaum verwehren. Aber weil Twitter ein paar Nachteile in Hinblick auf die Geschwindigkeit hat, suche ich natürlich auch nach Alternativen zum digitalen Exhibitionismus.

Gerade heute zeigt sich Jaiku von einer sehr positiven Seite. Es ist nicht so stark bevölkert wie Twitter, und demnach auch vergleichsweise schneller bei der Ladezeit. Also schnell gehandelt und ein Profil erstellt nur um davon überrascht zu werden, dass man seine eigenen RSS Feeds in Jaiku einpflegen kann. Das kann man bei Twitter nicht.

Doch im Prinzip ist Jaiku auch nur ein Dienstleister, bei dem man sich darüber informieren kann, was man gerade macht. Ebenfalls stehen nur 140 Zeichen zur Verfügung, man kann sein Avatar Bild und den jeweiligen Ort auswählen, von dem man gerade schreibt – und es ist genau wie twitter nur ein wenig schöner, runder und schneller. Alle Nachrichten kann man wie bei Twitter per Handy erhalten – und meiner Meinung nach ist das überzeugenste Argument für Jaiku, dass man eben die RSS-Feeds einbauen kann.