Web 2.0 zelebrieren viele Nutzer aktiv, andere erkennen noch nicht einmal, dass sie webzwonullige Anwendungen nutzen. Eigentlich sprießen Start-Ups im Zeitalter des Web 2.0 förmlich aus dem Boden. Doch in kurzer Zeit könnte dem illustren Treiben, das bei vielen kleinen Start-Ups in den vergangenen Wochen und Monaten zu beobachten war, ein jähes Ende gesetzt werden. Deutschland wird die Auswirkungen der Finanzkrise insbesondere im Web 2.0 Segment spüren.
Andreas Göldi sieht das Ende kommen, da der Markt für frisches VC-Geld praktisch geschlossen ist. Anstatt auf kräftige Finanzspritzen zu hoffen, müssen junge Start-Ups ihre Geschäftsmodelle aufpolieren und andere Finanzquellen suchen. Umsätze kann man nur schreiben, wenn die Quellen dafür erschlossen werden können. Ich befürchte bereits, dass sich die weltweite Finanzkrise in wenigen Tagen mit einer angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt zurückmelden wird. Auch viele Start-Ups werden erleben, dass das gehoffte Wachstum ausbleibt. Zumindest sollte man die Investments abschließen.
Doch wie in der „Dotcomtod“-Phase wird es dem Web 2.0 nicht ergehen. Wer sich geschickt anstellt und ein gutes Management für ein Unternehmen aufbauen kann, zeigt nach außen, dass man eine „Blase“ abwenden kann. Das große Schlottern wird vor allem kleine auf pure Individualität aufgebaute Projekte betreffen, während die größeren etablierten Unternehmen am sich konsolidierenden Markt behaupten werden. Wie mögliche Auswege dargestellt werden, bleibt definitiv abzuwarten. Fluchen hilft wenig, denn Geld ist immer da. Man muss nur gegen die Ideenlosigkeit kämpfen.
Chef-Ego von Facebook
Public Relations, Social Media„Wer ist hier der Chef? Ich!“ – egomanisch berieselte Antworten in solcher Form sind durchaus gängig in diversen Unternehmen. Was sich laut turi2 ein gewisser Marc Zuckerberg in einem aktuellen FAZ-Interview mit der Aussage „Ich“ auf die Frage nach dem Chef des Social Networks leistet, sehe ich weitaus kritischer an, als wenn sich ein Kleinunternehmer in der Form über seinen Fünf-Mann-Betrieb äußert.
Wie jedes Unternehmen braucht Facebook einen Chef, der als Lichtgestalt das Unternehmen nach außen hin symbolisiert und seine Interessen vertritt. Doch solche plakativen Aussagen sind doch eher peinlich für eine Company, die in erster Linie auf dem reinen User-Generated-Content sein Geschäft aufbaut. Zwar ist Zuckerberg der Gründer und letztendlich Unternehmenschef, aber wenn er mit seinem Cowboy-Getue (Achtung! Imageprobleme der USA verleiten zu dieser Bezeichnung!) solche formidablen Aussagen trifft, tut es mir um die anderen Mitarbeiter leid. Schließlich braucht ein Chef seine Wasserträger, die das gesamte System, auf dem Facebook basiert, auch tragen und in jedem Detail kennen. Der Erfolg hat wirklich seinen Preis – das Ego wird intensiv gebürstet. Oder sehe ich das ein wenig zu kritisch?
Eklatanter Deutscher Fernsehpreis
MedienAm Wochenende war es soweit. Neben der erstklassigen Cologne Conference in Köln fand die davon losgelöste Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2008 statt. Das Schaulaufen der Szene wurde mit medialer Begeisterung gefeiert. Dutzende Preise wurden ihren Preisträgern überreicht. Nur einer wollte seinen Ehrenpreis nicht annehmen.
Ist es denn wirklich ein Eklat, wenn Marcel Reich-Ranicki seine Meinung offenkundig vor dem „Fachpublikum“ verkündet? Die gebotene Programmvielfalt der vergangenen Jahre ist derartig verkommen, dass man nur einige wenige positive Beispiele auszeichnen kann. Schlechte Kopien von brillianten Vorlagen des US-Fernsehens werden in deutschen TV-Produktionen verramscht. Ein abstrus gestalteter Sendeplan, der die guten US-Serienoriginale in das Nachtprogramm schickt, verhöhnt den Zuschauer. Beim Zappen findet man illustre Persönchen, die sich für Geld vor laufender Kamera entkleiden. Da kommt einem die Frage nach Hollywood in Köln-Ossendorf durchaus berechtigt vor. Zu schade, dass ich mich gegen eine eigene Live-Blogging-Session parallel zur Ausstrahlung geweigert habe. Da wären mir bestimmt so einige süffisante Sprüche eingefallen, die sich hier im Blog ausgelebt hätten… :)
Blubb, Blubb, Blase?
Social MediaWeb 2.0 zelebrieren viele Nutzer aktiv, andere erkennen noch nicht einmal, dass sie webzwonullige Anwendungen nutzen. Eigentlich sprießen Start-Ups im Zeitalter des Web 2.0 förmlich aus dem Boden. Doch in kurzer Zeit könnte dem illustren Treiben, das bei vielen kleinen Start-Ups in den vergangenen Wochen und Monaten zu beobachten war, ein jähes Ende gesetzt werden. Deutschland wird die Auswirkungen der Finanzkrise insbesondere im Web 2.0 Segment spüren.
Andreas Göldi sieht das Ende kommen, da der Markt für frisches VC-Geld praktisch geschlossen ist. Anstatt auf kräftige Finanzspritzen zu hoffen, müssen junge Start-Ups ihre Geschäftsmodelle aufpolieren und andere Finanzquellen suchen. Umsätze kann man nur schreiben, wenn die Quellen dafür erschlossen werden können. Ich befürchte bereits, dass sich die weltweite Finanzkrise in wenigen Tagen mit einer angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt zurückmelden wird. Auch viele Start-Ups werden erleben, dass das gehoffte Wachstum ausbleibt. Zumindest sollte man die Investments abschließen.
Doch wie in der „Dotcomtod“-Phase wird es dem Web 2.0 nicht ergehen. Wer sich geschickt anstellt und ein gutes Management für ein Unternehmen aufbauen kann, zeigt nach außen, dass man eine „Blase“ abwenden kann. Das große Schlottern wird vor allem kleine auf pure Individualität aufgebaute Projekte betreffen, während die größeren etablierten Unternehmen am sich konsolidierenden Markt behaupten werden. Wie mögliche Auswege dargestellt werden, bleibt definitiv abzuwarten. Fluchen hilft wenig, denn Geld ist immer da. Man muss nur gegen die Ideenlosigkeit kämpfen.
Prestige beim Deutschen Internetpreis 2008
Social MediaInnovationstreiber Wirtschaft, Visionäres Deutschland. Aus rund 300 Anmeldungen gehen sechs Finalisten für die Vergabe des Deutschen Internetpreis 2008 hervor. Das Leitthema „Mittelstand interaktiv“ sollte dieses Jahr für die Auszeichnung der mittelständischen Innovationen gelten. Ist die Attraktivität des Konzepts und die Kreativität der mittelständischen Wirtschaft in Deutschland durch diese kurzen Projektbeschreibungen ablesbar?
Die besten drei Anwendungen werden mit 25.000, 20.000 und 15.000 Euro prämiert. Um welche prestigehaften Finalisten es sich handelt, darf jeder Leser unter www.deutscher-internetpreis.de selbst herausfinden. :)
Eine Selbstnotiz!
BlogkulturMensch, René, irgendwie hast Du mir da grade die Augen geöffnet… ich blogge im MikeSchnoor.com seit dem 22. September nicht mehr, weil viele Themen für mich bereits in dem Moment ausgelutscht sind, wenn ich die Zeit und Muße habe mich ihnen anzunehmen. Themenlosigkeit kann ich nicht beklagen, aber viele Blogger sind einfach schneller als ich. Die meisten Nachrichten konsumiere ich intensiv, möchte jedoch etwas nachhaltiges dazu beisteuern.
In der Regel bin ich tagsüber mit Arbeiten gut beschäftigt, in der Freizeit widme ich meine Aufmerksamkeit wiederum meiner geliebten Frau und meiner geliebten Tochter. Wenn ich in der Blogosphäre ein wenig Blogkultur versprühen möchte und dieses Blog nicht für tot erklären will, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, die Auszeit vom Bloggen zu beenden. Ich muss etwas daran ändern.
Twitter mit optischem Relaunch
Design, Microblogging, Social MediaSehr hübsch, was Twitter seit wenigen Stunden den Nutzern präsentiert. Das Design wurde in reine Funktionalität in der Sidebar und den eigentlichen Inhalt aufgeteilt.
Man erwartet dadurch einen gewissen Geschwindigkeitsschub, da viele Funktionen mit AJAX anstatt der üblichen eigenen Seiten abgefrühstückt werden. Dennoch wirkt der beliebte „Social Chat“ etwas langsam an diesem Morgen. Bleibt abzuwarten, ob die wiederholten Performanceprobleme von Twitter behoben werden können – oder ob nur leere Versprechungen folgen. :)
8.15 bis 19.05
MarketingMüde. Erledigt. Geschafft. Die Vorbereitungen zur OMD 2008 lassen mich auf Grundeis laufen. Kann jemand das Licht bitte ausmachen und die drei Buchstaben aus meinem Kopf streichen? :)
Der heutige Montag startete mit einem vollkommenen Arbeitstag durch. Von 8.15 Uhr bis um 19.05 Uhr genoss ich das hektische Treiben am Vor-Vorabend der Messe. Ich spiele mit dem Gedanken, morgen Abend zum Social Media Meet&Greet als Vorfeuer-Event zur Messe zu fahren oder etwas von meiner kleinen Familie zu sehen. Dann zwei Tage OMD mit allem Pi-Pa-Po. Und danach ausschlafen. Geht es auch anderen Ausstellern/Unternehmen so? Fühlt man sich dann nicht wie Darth Vader, wenn man sich zwischen Liebe und Hass zu dieser Messe entscheiden muss? Gebt mir ein Lichtschwert und ich schneide mich durch die Wände… man sieht sich – Halle 11, Stand 11G23. Oder Stand 11G11. Oder am Stand 11J24. Da gibt’s viel zu sehen von meinem Arbeitgeber… in Natura und in Persona. Egal was kommen mag – ich lasse den Laptop zu Hause und bin auf der Messe nur mit per Handy erreichbar.
OMD 2008 – Let’s do some Interviews!
Events, MarketingNächste Woche geht es los: Die Online Marketing Düsseldorf 2008 steht vor der Tür. Natürlich werde ich als Besucher auf der Messe auch präsent sein – aber diesmal biete ich auch eine Zusatzleistung an.
Mein Arbeitgeber wird diesmal mit verschiedenen Kamerateams an den Start gehen, die in zahlreichen Etappen verschiedene Gesprächspartner in kurzen Interviews aufnehmen werden. Als kleines Experiment mache ich daher hier im Blog einen Aufruf.
Ich biete noch einige der wenigen freien Gesprächsmomente an – kostenlos! Wer sein Gesicht vor der Kamera zeigen möchte, zu diversen Themen wie „Online Marketing“, „Advertisement 2.0“, „Social Media“, „Web 2.0“, „Viral Marketing“, „Guerilla Marketing“, „E-Mail Marketing“, „Public Relations“ und weiteren absolut abgedrehten Buzzwords ein paar knackige Statements abgeben möchte und dabei vielleicht alles ganz dezent rund um ein aktuelles Produkt oder eine Dienstleistung umschmeicheln möchte, sollte sich direkt bei mir bis spätestens zum kommenden Freitag melden. First come, first served. :)
Haben wir Spaß an deutschen Weblogs?
BlogkulturJeden Tag nutzen wir das Internet um uns mit einer unglaublichen Selbstinszenierung auf digitaler Ebene zu kommunikativen Ergüssen zu bringen. Weblogs beflügeln unser Leben. Auch dieses Blog gehört irgendwie dazu, schließlich bringt MikeSchnoor.com laut aktuellem Artikel der Wirtschaftswoche bis zu 12% der insgesamten StartUp-Buzz Diskussionen in Deutschland hervor. Immerhin nutzen Unternehmen, Kommunikatoren, Multiplikatoren und manche Journalisten für die Kommunikation und Pressearbeit ein Weblog als das ultimative Spokesman-Medium. Ebenfalls dienen Blogs zur Marketingpromotion und enden dabei vielerorts als Fehlversuche oder gleich als tote Zombieportale. Frustration folgt dabei der anfänglichen Euphorie. Daher frage ich mich wirklich: Warum haben wir eigentlich so viel Spaß an Weblogs?
Was trifft eigentlich auf die Mehrzahl der Blogs zu? Öfters liest man auch bei Spiegel Online von „in amerikanischen Blogs wird derzeit diskutiert“ – super! Warum nicht die Diskussionen der deutschen Blogger thematisieren, die sich nicht unbedingt auf die angebliche Fettproblematik von Eva Longoria stürzen und andere „nationale“ Themen ansprechen? Aber die in aller Hinsicht nach wichtigste Frage liegt auf der Hand: Warum haben wir unseren Spaß an Weblogs und die Allgemeinheit nicht? Deutschlands Blogkultur ist nach der Sommerpause (und nach meinem persönlichen Urlaub) am Tiefpunkt angelangt. :)
Wenn man sich die Artikel der amerikanischen Blogger dann anschaut, sieht man oft, dass es sich eher nicht um eine auf die eigene Situation eines Bloggers dreht, sondern um einen leider vom „Ich“ distanzierten Artikel handelt. Vielleicht möchten deswegen viele deutsche Journalisten, die sicherlich das Bloggen für sich entdecken, vielmehr auf die amerikanischen Blogger achten als auf uns daheimgebliebene kleine Subkultur der weltweiten Blogosphäre…
Back in Town
BlogkulturDer Urlaub ist vorbei. Köln hat mich wieder. Die Zeit an der Ostsee war wirklich wunderbar. Wie schön es dann doch wieder ist, einen geregelten Arbeitsalltag genießen zu dürfen. Ich ertrinke in der Aufholjagd nach allem, was während meiner Urlaubszeit angefallen ist. Struktur, Zeitmanagement und Organisation sind die tugendhaften Werte, die am Tag nach dem Urlaub zählen.
Aber die Zeit ohne das Internet und den täglichen Drang zur Selbstinszenierung mit Web 2.0 und den Medien tat richtig gut. Ich habe das Gefühl (und es manifestiert sich immer stärker), dass ich das ganze Bimbamborium rund um die Blogkultur in Deutschland auch nur dann brauche, wenn ich mich intensiv mit den Medien beschäftige. Abstinenz hilft den kühlen Kopf und den Überblick zu bewahren. :)