Bei allem Respekt für Start Ups und diejenigen, die sicherlich miteinander kommunizieren wollen, aber vielleicht nicht unbedingt die Sachlage richtig einschätzen können, möchte ich eines klarstellen: So geht das nicht! Ich verifiziere hier nichts, sondern zeige nur das auf, was vor wenigen Minuten hier in meinem Blog gemacht wurde. Dazu muss man offene Worte finden und ich hoffe, dass ich das möglichst neutral gehalten habe, wenn ich ein paar offene Fragen stelle.

Habt ihr bei Yumondo denn vollkommen den Verstand verloren? Habt ihr denn gar nichts gelernt? Kennt ihr PR mit Bloggern? Ist es notwendig, dass ihr in meinem Weblog wie folgt kommentiert?

pit schultz Jul 5th, 2007 at 12:41

Oh toll, hätte auch gerne ein Iphone ohne Vertragsbindung! Wuerde dann erstmal das N95 bevorzugen, das hat auch GPS drin und eine funktionierende Navi von gate5. Yumondo.com ist nicht nur auf Deutschland berschränkt und noch in der closed Beta, hat bereits viele User, bietet Events, Things und einiges mehr. Ob einem die lebhafte Community gefaellt, von Anspruch und Geschmack, kann man ja selbst rausfinden, wenn man sich zur Beta anmeldet. In Berlin ist der Wettlauf um die spannensten Einträge bereits recht weit gekommen. Natürlich mit voller privacy, ohne veröffentlichung von Realnamen und Anschrift…
*****o.com/public/signup code: ***

Das ist Kommentarspam. So etwas ist nicht erlaubt. Da ihr eure Daten selbst veröffentlicht habt, müsst ihr auch damit leben, dass diese Sache ganz groß rauskommt. Informiert euch gefälligst darüber, bei wem ihr rumspammt. Spam ist hier nämlich nicht geduldet, ebenfalls sind werbliche Kommentare keinesfalls erlaubt. Ich nehme das nicht auf die leichte Schippe. Was hat euer Kommentar bitte mit meinem eigentlichen Blogeintrag zu Townster zu tun? Nur, dass Townster ein iPhone verschenkt, ihr aber ein N95 bevorzugt und dann einfach über eure eigene noch-im-beta-gehaltene Community schreibt? Weg mit euch – ihr habt ab sofort Blogverbot! Ich fühle mich grade wie ein Don S.

Nachtrag: Die Sache klärt sich schleppend auf. Der Kommentar war als Aufforderung gemeint, sich Yumondo anzuschauen. Bei einer Beta-Version hinter verschlossenen Türen ist das ja immer so eine Sache. Doch ein Betacode ist üblicherweise nur einmal verwendbar, so dass die Absicht, einen Invite-Code im Kommentar zu hinterlassen, recht undurchdacht ist. Wenn man mir persönlich so einen Code zukommen lassen will, schickt man den doch in der Regel privat… oder nicht?

Ganz nebenbei: Es steht sogar unter dem Kommentarformular ein Hinweis zu Kommentaren mit werblichem Charakter, und der obige Kommentar ist definitiv von werblichen Charakter, wenn er sogar zu einem Beitrag über einen direkten, vielleicht doch nur indirekten Konkurrenten mit sehr eindeutigem Hinweis auf das eigene Angebot hin abgegeben wurde.

8 Kommentare
  1. Boris sagte:

    So ist es richtig!
    Sonst reißt das nämlich bei den ganzen Neu-Startupchen ein: erst ein paar unverbindliche Alibizeilen zum Thema zu faken, um dann die eigentliche Reklamebotschaft nebst Link in den Kommentar zu spammen.

  2. Peter Turi sagte:

    Warum gleich so uncool?

    Nehmt Ihr Euch und Eure Blogs nicht ein bisschen zu wichtig, wenn Ihr so ausfallend werdet, nur weil ein Leser auf etwas hinweist?

    Es ist nunmal eine Begleiterscheinung der freien Rede, dass es vorkommen kann, dass jemand auf sich und sein Anliegen hinweisen will – wollt Ihr dafür die Todesstrafe wieder einführen?

  3. Igor sagte:

    Ach, auf etwas hinweist. Verstehe. Also so wirbt Herr Turi. Na, dann wissen wir ja bescheid, warum sie so erfolgreich sind.

  4. Boris sagte:

    Spam nervt. Und deutet klar darauf hin, dass da jemand sein (unaufgefordert beworbenes) „Ding“ ein ganz großes bisschen zu wichtig nimmt. Das ist der Punkt, und deswegen mag die Reaktion völlig verständlich so uncool sein wie beklagt. Und unerwünschte Reklame in Kommentaren hat übrigens nichts, aber auch gar nichts mit freier Rede zu tun.

    Also, warum gleich so uncool? ;-)

  5. Tommy sagte:

    Ich gebe Mike vollkommen recht.
    Das war schon eine Stupid-PR.

    Mich nerven eh schon die vielen
    Werbe-Spams, PR-Spams,
    aber auch die vielfachen Google-Adwords-Anzeigen
    in vielen Blogs.
    Abgesehen von den Affilates.

    Daher bleibt mein Blog werbefrei.
    Das wäre doch eh mal eine gute Idee:
    Ein Siegel für werbefreie Blogs und Blogger ;-)

    Tommy

  6. Mike Schnoor sagte:

    Ich habe nichts gegen Werbung – nur unverlangte und damit zumeist unerwünschte Werbung ist problematisch.

    Eine Anfrage, die man per Mail erhält, ob man über etwas berichten möchte – das finde ich legitim. Man kann immer nein sagen. Aber ins Blaue hineinschießen ist ein ganz anderer Schuh… denn Blogger sind größtenteils Privatmenschen, was bei dem Berufsstand des Journalisten ja eher weniger der Fall ist mit Presseinformationen, da dies ja 1:1 harmoniert (zumindest harmonieren sollte).

Trackbacks & Pingbacks

  1. Memento Diem - » Man könnte meinen ... sagt:

    […] von Kommentar-Spam zu bewerben. Wissen sie aber offensichtlich nicht immer, wie man im Fall von Sichelputzer vs. Yumondo sieht. Was sehr doof, wenn man bedenkt, in welcher Branche die sich […]

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