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Blog Werbung auch bei Web 2.0 Dienstleistern?

Blogkultur, Marketing

Ein ganz anderer Schuh – angeregt durch die (ewige) Diskussion um Werbung auf Blogs und das Einsetzen von Adblocker-Sotware möchte ich einmal die Leser und Kommentatoren des entsprechenden Beitrages zu der Thematik befragen…

Es geht hier schließlich um das Web 2.0 – wir alle stecken tiefer drin als wir vielleicht realisiert haben, aber jeder Blog Autor ist bis zum Hals oder bis zur Nasenspitze in diesem kleinen Individualismus-Egozentrismus-Zeugs versunken. Was ist also mit den Widgets/Bannern/Feeds von Qype? Ich bin ein aktiver Qype User, ich finde Qype toll, und ich binde gerne auf meiner Seite das alles per JavaScript Widget ein, was ich auch eigenständig für Qype rezensiert habe. Und das alles ohne ein Entgelt dafür zu beziehen.

Ist es nun für Euch hier auch eine Werbung, wenn man ein Widget oder Emblem wie in Affiliate-Netzwerken verbreitet? Oder verbindet ihr damit mehr wie bei einer Empfehlung unter Freunden? Oder sperrt ihr wegen einer solchen Einbindung, die evtl. wie Werbung ausschaut, den entsprechenden Qype-Host bzw. akzeptiert ihr, dass der Qype-Host in zentralen Servern der jeweiligen Adblocker-Anbietern gesperrt wird, nur weil einige wenige diese Art der Einbindung für werblich halten?

Oder Bilder / Videos von Flickr, sevenload, Youtube? Wird die Nutzung der entsprechenden Dienste als Werbung empfunden, nur weil die Blogautoren auch diese Dienste lieben und für ihre Zwecke absolut brauchbar einsetzen? Oder sind sämtliche mit einem Mehrwert verbundenen Dienste pauschalisierend freigestellt von jeglichen Bewerbungen? Aussagen bitte – ich finde die Thematik absolut spannend!

10. März 2007/von Mike Schnoor
Schlagworte: Blogs, Marketing, Social Media, Web 2.0, Weblog, Werbung
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2007-03-10 21:10:462007-03-10 21:10:46Blog Werbung auch bei Web 2.0 Dienstleistern?
3 Kommentare
  1. Frank sagte:
    10. März 2007 um 22:33

    Hi Mike,

    als Werbung direkt empfinde ich es nicht. Mich nervts nur wenn’s immer mehr Widgets im Fremddesign werden und dsas Blog in ein reines optisches Chaos ausartet. Die Integration von Qype bei dir ist ja geradezu vorbildlich. Wenn dann aber einmal das Qype-Widget im Qype-Design da ist, darunter dann womöglich ein Twitter-Widget, dann noch mybloglog und zu allem Überfluss dann noch ein Flash/Java-Chatdingens in der Sidebar sich tummeln, dann wirds einfach zu viel. In nem Adblocker haben solche Dinge allerdings meines Erachtens nichts verloren. Videos/Bilder schon gleich dreimal nicht. Letzlich ist das ja i.d.R. Content.

  2. Chris sagte:
    10. März 2007 um 22:40

    Hi Mike… :)

    Du hast vielleicht gelesen, dass ich aus Überzeugung Proxomitron nutze – perfekt um alles zu blocken, was ich nicht haben will.

    Zu Deiner Frage: Du siehts dieses Qype-Gedöns als Plattform, wo Du Tipps, Bewertungen abgibst, und sie auch von anderen liest, annimmst. Für Dich ist es keine Werbung, wenn Du sie hier einbindest.

    An mir ist der ganze Qype-Hype völlig vorbeigegangen. Ich kann mit der Plattform aber auch gar nichts anfangen. Sprich: Ich weiß, das ist ein Unternehmen, sehe die Widgets – für mich ist es profane Werbung, pure Langeweile, na dankeschön.

    Nichtsdestotrotz ist das hier Deine Plattform, und Du entscheidest, was passiert. ;-)

    Ich plädiere immer für einen fairen Umgang mit den Adblockern. Als ich vor Jahren meine erste Proxomitron-Rezension geschrieben habe, habe ich damals schon geschrieben:

    Ein Wort zum Schluß: Es gibt Seiten, die gehören zu keinem großen Konzern, die sind – meist nur um die Kosten aufzufangen – auf Werbung angewiesen. Solche Seiten surft man oft auch täglich an. Diese Seiten setze ich grundsätzlich auf Bypass – so bekomme ich dort die Werbung angezeigt, wenn sie interessiert, klicke ich drauf, und unterstütze so die Seiten, die es verdienen – ich steuere mit Proxomitron die Werbung, die angezeigt werden soll. Beim SPIEGEL z. B. kann ich sehr gut damit leben, dass ich keine Werbung sehe – beim einen oder anderen Weblog lasse ich Google AdSense durchaus durch. Use it fair Folks, so wie wir es immer von der Industrie verlangen.

    Viel getippselt, noch viel mehr per Copy & Paste eingefügt… :D

    Letztenendes muss es ein Geben und ein Nehmen sein. Auf privaten Homepages wie dieser hier oder F!XMBR, whatever lasse ich mir so gerade Werbung gefallen, die dezent daherkommt, wo nichts Flash- oder GIF-mässig am Wackeln ist, das war es dann aber. Bei größeren Seiten, wo ich weiß, da steckt Geld hinter, habe ich keine Skrupel, zu blocken.

    Allerdings habe ich auch Seiten auf der Whitelist, sprich die werden nicht geblockt, wie z. B. Sevenload. Den Service nutze ich, also gebe ich auch etwas zurück.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Die Mischung machts, auf „beiden Seiten“ – wenn man denn von Seiten sprechen kann.

  3. Tim sagte:
    11. März 2007 um 02:33

    Gibt es so wie Adblocker-Software eigentlich auch Talk-about-ads-in-blogs-blocker-Software? Das wäre mal eine wirklich sinnvolle Erfindung. Die Werbung kann ich ohne Probleme auch ohne Adblocker ausblenden – ich habe dafür ein wunderbar funktionierendes kognitives Plugin. Mit der schnellen und zuverlässigen Erkennung von Über-Werbung-Gerede hapert es damit aber noch etwas. Ich habe dafür auch noch kein Plugin für meinen Browser gefunden.

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Über mich

Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

Über mich

Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren an der Schnittstelle von Marketing, Kommunikation, Technologie und digitalen Geschäftsmodellen. Seine Themen: AI im E-Commerce, Digital Commerce, Product Experience, B2B-Marketing und die Frage, wie aus fachlicher Expertise sichtbare Marktpräsenz entsteht.

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