Wie eine neue Studie im Auftrag von friendscout24 aufzeigt, ist der typische Blogger jetzt referenzierbar:

Der erwachsene Prototyp-Blogger ist männlich und trägt Dreitagebart. Er ist bis 29 Jahre alt und führt eine freischaffende Tätigkeit aus. Die körperliche Fitness zählt nicht zu seinen Prioritäten – viele der Intensivnutzer bezeichnen sich als „kaum oder untrainiert“ und „leicht übergewichtig“ bis „stattlich“. [Quelle: OpenPR]

Sorry aber ich muss gestehen – das stimmt. Zwar werde ich im nächsten Monat erst 28 Jahre alt, jedoch bin ich männlich, trage einen Dreitagebart und bin während des Bloggens in einer Extase der Gefühle, die man als „künstlerisch freischaffend“ bezeichnen könnte. Einen kleinen Bauch besitze ich auch obwohl sich meine Freundin Katharina eher dort ein Sixpack vorstellen kann.

Jetzt aber mal ernsthaft: Wie schauen die typischen Bloggerinnen aus? Etwa richtig fett, mit Warze auf der Nase und vielleicht niemals jünger als 40 Jahre alt? Nein, natürlich nicht. Was für ein unglaublicher Quatsch ist also diese Studie? Wenn nur (laut Pressemitteilung) drei Prozent aller Befragten die Tools zum täglichen Bloggen intensiv nutzen oder überhaupt Blogeinträge schreiben, dann möchte ich mal dabei hinterfragen, wie man bitteschön aus dieser traurigen Studie ein soziodemografisches Profil von dem Deutschen Blogger erstellen kann? Next time a little bit better, dear experts from friendscout24. Persönlich kann ich mich mit so einem skurilen Ergebnis einfach nicht anfreunden. ;)

12 Kommentare
  1. Rööö sagte:

    Alle Bloggerinnen, die ich kennen gelernt habe, waren jung, hübsch und hatten keine Warze. Jedenfalls keine, die auffällt.

    Aber das ist wirklich lustig…
    Ich kenne einen Blogger, der trägt einen 3-9 Tagebart, ist freischaffender Webdesigner und ist körperlich nicht wirklich fit. Aber er wird nächste Woche 36. Aber sonst passts wie Arsch auf Eimer…

    Und nein, die URL hab ich nicht gepostet… soll ich? *g*

  2. Boris sagte:

    Das ist wieder einmal ein treffendes Beispiel dafür, dass solche Typisierungen via Statistik nichts aussagen. Außer dem statistischen Ergebnis natürlich, das jedoch völlig bedeutungsfrei ist.

    Eine statistische Aussage ist eine statistische Aussage ist statistische Aussage.

  3. Mike Schnoor sagte:

    @Röö – Aber bitte!!! Zeigen.

    @Chilly – Jung ist definitiv genehmigt. Sexy kann und werde ich nicht beurteilen können/wollen. Durchtrainiert kann ich schwer beurteilen, aber du hast jedenfalls noch keine Plauze wie ich… kommt aber :D

    @Boris – Genau das stört mich daran. Die Umfrage ist unter vielen Menschen, aber bestimmt nicht unter den Blogautoren selbst gemacht worden. Dann ist das Ergebnis bestimmt eher so, dass der typische Blogger 30 Jahre alt ist, erfolgreicher Geschäftsmann oder leitender Angestellter, vielleicht sogar ein CEO oder ein Journalist, und bestimmt nicht an Knochenschwund vom Rumsitzen leidet.

  4. Sam sagte:

    Naja, sind nur so halb daneben, immerhin bin ich männlich und in einer recht selbstständigen Tätigkeit.

    Für den Rest, bin halt deutlich älter und trainierter als andere Blogger. Überrascht mich grad wenig ;)

  5. Kat sagte:

    Na ja…bis 29 Jahre bist du schon noch alt…ist vermutlich eh nur ein Durchschnittsalter, was am Ende da rausgekommen ist. Und mehr sportlich betätigen könntest du dich schon :P

  6. dfusion sagte:

    Das muss ich aber mal kräftig lachen, bis auf das Alter stimmt es, aber was zum Geier diese Eingrenzung auf den Nerd Typus wieder soll, möchte ich echt mal wissen!

    Da fehlt echt nur noch die Brille und das Pizzefress Syndrom, damit der ‚Computerfreak‘ wieder perfekt ist.

    Konzept Analysen… *tz*

    :D

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Das heißt, dass ich mich genau in die Rolle des Prototyp-Bloggers reingefressen habe. Den hat nämlich Friendscout24 im Dezember letzten Jahres ermittelt, wie ich bei Mike erfahren habe: Der erwachsene Prototyp-Blogger ist männlich und trägt Dreitagebart. Er ist bis 29 Jahre alt und führt eine freischaffende Tätigkeit aus. Die körperliche Fitness zählt nicht zu seinen Prioritäten – viele der Intensivnutzer bezeichnen sich als “kaum oder untrainiert” und “leicht übergewichtig” bis “stattlich” – (Siehe: OpenPR) […]

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