Die Unternehmen der Digitalwirtschaft blicken überwiegend optimistisch auf das erste Halbjahr. Drei Viertel der Unternehmen erwarten für diesen Zeitraum steigende Umsätze. Nur 8 Prozent rechnen mit rückläufigen Geschäften. Diese positiven Erwartungen sollen sich auf den Arbeitsmarkt auswirken, so dass sechs von zehn Unternehmen zusätzliche Stellen schaffen wollen. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Konjunkturumfrage des Bitkom.
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Die Digitale Wirtschaft gibt sich für das laufende Jahr zuversichtlich. Drei Viertel der Unternehmen (74 Prozent) erwarten in der zweiten Jahreshälfte steigende Umsätze. Nur etwa jeder zehnte Anbieter von IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik (9 Prozent) erwarten einen Umsatzrückgang. Dies geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des Digitalverbands Bitkom hervor.
Die deutschen Konsumenten bestellten im vergangenen Jahr Waren im Wert von rund 41,9 Milliarden Euro über das Internet. Damit macht Digital Commerce mit gut 85 Prozent den Löwenanteil vom gesamten Warenumsatz über Online und den klassischen Versandhandel aus. Bekleidung zählt nach wie vor zu den mit Abstand beliebtesten Produkten. Kleine Warengruppen wie Möbel und Dekoration werden zunehmend wichtiger in der Online-Konsumlandschaft. Zu den Gewinnern zählt das Mobile Einkaufen über das Smartphone, das zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Nach Berechnungen durch den Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (BEVH) wurden 49,1 Milliarden Euro im Versandhandel in umgesetzt. Davon entfallen alleine 41,9 Milliarden Euro auf den E-Commerce mit einem Anteil von rund 85 Prozent am Gesamtumsatz. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil um vier Prozentpunkte und gemessen am Warenumsatz um sieben Prozent. Für digitale Güter und Dienstleistungen, darunter Downloads, Reise- und Ticketbuchungen, gaben die Konsumenten knapp 11 Milliarden Euro aus.

Gero Furchheim, Präsident vom Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. Quelle: BEVH / Nic Hay
Warengruppen: Bestseller und Newcomer
Zur mit Abstand beliebtesten Warengruppe beim Einkauf zählt Bekleidung mit 11,9 Milliarden Euro Umsatz, gefolgt von Unterhaltungselektronik (5 Miliarden Euro) und Bücher (4,1 Milliarden Euro). Die bislang wenig für den Versandhandel affinen Branche Möbel & Dekorationsartikel konnte mit 2,5 Milliarden Euro deutliche Umsatzsteigerungen verzeichnen und somit eine breitere Konsumentenschicht überzeugen.
Nach wie vor im Trend: Mobile und Multichannel
Die Entwicklung des interaktiven Handels zeigt Verschiebungen zugunsten von Multichannelhandel und Mobile Commerce. Vornehmlich jüngere Käufergruppen setzen zunehmend das Smartphone für ihren Einkauf ein. Zudem etabliert sich der Verkauf von Verbrauchsgütern wie Lebensmitteln über das Internet bei den 14- bis 39-Jährigen. Diese Entwicklung sei nach Ansicht des BEVH noch lange nicht abgeschlossen, so dass die Versandhändler von einem weiteren Wachstumspotenzial ausgehen dürfen. Die Kundenansprache auf mehreren Kanälen macht Multichannelhändler zu klaren Gewinnern des Digital Commerce, während reine Onlinemarktplätze einen Umsatzrückgang verbuchen mussten.
Prognose: Optimistischer Blick auf 2015
Trotz des leicht geringeren Wachstums im Vergleich zu den Vorjahren rechnet der BEVH für 2015 mit einer weiteren Steigerung der Umsätze. Für den gesamten Interaktiven Handel prognostiziert der Verband ein Plus von fünf Prozent auf 51,6 Milliarden Euro. Alleine für den E-Commerce geht der BVEH von einem Wachstum in Höhe von 12 Prozent auf 46,9 Milliarden Euro aus.
Der Online-Vermarkterkreis (OVK) freut sich über ein stabilies Wachstum der Werbeumsätze für Online- und Mobile-Display-Ads in Deutschland. Nach der ersten Prognose zur dmexco mit rund 1,4 Milliarden Euro konnte das Vermarktergremium im BVDW seine Zahlen auf 1,581 Milliarden Euro für das Gesamtjahr 2014 anpassen. Der digitale Werbemarkt legt insgesamt um 6,6 Prozent zu. Mobile-Display-Werbung profitiert von einem Umsatzwachstum in Höhe von 52 Prozent und kommt auf knapp 134 Millionen Euro netto. Für das laufende Jahr 2015 geht der OVK mit einem Umsatzwachstum von 6,5 Prozent für den gesamten digitalen Display-Bereich aus.
„Der digitale Display-Werbemarkt weist für 2014 eine stabile Entwicklung aus. Digital ist unverändert das am stärksten wachsende Werbemedium, aber wir haben inzwischen eine Größenordnung erreicht, in der sich ein zweistelliges prozentuales Wachstum vorerst kaum mehr erzielen lässt. In Anbetracht des verhaltenen Gesamtwerbemarktes und der vielfältigen Herausforderungen und noch zu klärenden Themen in unserem relativ jungen Medium und Markt können wir mit dem Ergebnis des vergangenen Jahres daher sicher sehr zufrieden sein“, erklärt Paul Mudter, Vorsitzender des OVK.Mit 6,6 Prozent Netto-Wachstum im Vergleich zum Vorjahr ist das Internet erneut im intermedialen Vergleich mit TV, Radio und Print das am stärksten wachsende Werbemedium. Als Wachstumstreiber gelten das Segment Mobile und der Sektor Bewegtbild. Klassische Display-Werbung, die mehr auf Bannern, Layern und Popups basiert, sehen viele Werbetreibende nicht mehr als erfolgsversprechend. Um diesem Trend entgegen zu wirken, hat der OVK ein umfangreiches Maßnahmenpaket aufgelegt, mit dem digitale Display-Werbung in ihrer Leistungskraft weiter gestärkt werden soll.

OVK-Werbestatistik für digitale Display-Werbung (Online und Mobile) 2013 bis 2014 mit Prognose für 2015. Quelle: OVK/BVDW.
„2014 war für das Segment Mobile ein gutes Jahr. Die Budgetumverteilung von Online bzw. Desktop zu Mobile hat unverändert angehalten und erstmalig ist erkennbar, dass sich die Schere zwischen Reichweitenzuwachs und Umsatzwachstum zu schließen beginnt. Ungeachtet dessen, dass Mobile inzwischen bei allen Marktteilnehmern systematisch erschlossen und Bestandteil jeder Mediaplanung und Kampagne ist, bleibt aber noch einiges zu tun: Noch nicht alle Unternehmen haben eine Mobile-Strategie, Werbeformen müssen standardisiert werden und wir brauchen viel mehr Cross-Channel-Kampagnenkonzepte“, ergänzt Oliver von Wersch, stv. Vorsitzender im OVK.
Der Markt befindet sich folgerichtig im Umbruch. Als zentrale Handlungsfelder zur Stärkung der Leistungskraft von digitaler Display-Werbung hat der OVK die Fokusthemen Werbeakzeptanz und Adblocker, Leistungs- und Wirkungsnachweise sowie die weitere Standardisierung von Werbeformen, der Werbemittelauslieferung sowie von Buchungsprozessen auf seine Agenda gesetzt. Das Vermarktergremien plant über weitere Initiativen und Maßnahmen eine nachhaltige Entwicklung von digitaler Display-Werbung unterstützen und sicherstellen zu können.

Monatliche Entwicklung der Nettowerbeinvestitionen in digitale Display-Werbung (Online und Mobile). Quelle: OVK/BVDW.
Die OVK-Zahlen basieren auf den jeweiligen Meldungen der Mitgliedsunternehmen, die als Basis für die gesamte Branche und damit die Nicht-OVK-Mitglieder hochgerechnet werden. Die Darstellung von Umsätzen aus Search- bzw. Suchmaschinenmarketing und die Werbemarktzahlen der Affiliate Netzwerke fehlen seit der Umstellung der OVK-Statistik und Prognose gänzlich. Jedoch hilft die reine Betrachtung der Nettozahlen, um die Verwässerung der OVK-Werbestatistik durch die hochgerechneten Bruttowerte zu vermeiden. Diese Trennung sorgte für mehr Marktverständnis über die Display-Umsätze bereits zur dmexco 2014. Jedoch fehlt eine gesamte Betrachtung des Digitalen Werbemarkts, zu dem nicht nur Search- und Affiliate-Advertising zählen, sondern Blog Marketing und Native Advertising als noch junge, aber wachstumsversprechende Formen von digitaler Werbung.
Traditionell steht die dmexco für die Erneuerung der Marktzahlen und Prognose für den Online-Werbemarkt. Gewachsen aus der Online Marketing Düsseldorf und seit sechs Jahren unter neuem Branding in Köln ansässig, dokumentieren die deutschen Online-Vermarkter mit stolz geschwellter Brust ihre Marktrelevanz. Die Branche konnte sich an mehreren Milliarden Bruttowerbeumsätzen erfreuen, bis sich endlich in 2014 die Werbestatistik und Prognose veränderte.
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