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Nach Ansicht des BDZV-Hauptgeschäftsführers Dietmar Wolff helfen digitale Technologien, das klassische Zeitungsgeschäft und damit das publizistische Angebot der Verlage zu erweitern. Wer bislang noch nicht auf E-Paper, Apps für Smartphones und Tablets, stationäre und mobile Webseiten bis zu Social-Media-Kanälen setzt, sollte seine Verlagsstrategie in Richtung digitales Denken weiterentwickeln. Ein Patentrezept bleibt der BDZV der Branche schuldig: „Jedes Unternehmen muss für sich herausfinden, was die Kunden wollen und was zur eigenen Marke passt“, orakelte Wolff im Rahmen der BDZV-Jahrespressekonferenz in Berlin.
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In vierteljährlichen Abständen informiert die Blogsuchmaschine Technorati über den Gesamtstatus der Blogosphäre. Es werden derzeit über 70 Millionen Weblogs erfasst, dazu stoßen täglich ungefähr 120.000 neue Blogs – 1,4 neue Blogs in jeder Sekunde. Das ist wirklich eine starke Entwicklung.

Leider gehören aber auch negative Entwicklungen zu der Blogosphäre. Mit ungefähr 3000-7000 täglich aufgesetzten Spamblogs stinkt der Haufen ganz gewaltig… aber man wird sie wohl nie loswerden, die Spammer.

Erfreulich ist die Frequenz, mit der sowohl wild, aber auch qualifiziert geschrieben wird. Die 1,5 Millionen Blogeinträge am Tag sprechen für sich, dass das Internet mit 17 Beiträgen pro Sekunde schon allein durch die Blogosphäre immer größer wird. Relevant dabei ist eines: Der die Positionierung der Blogs im Gegensatz zu den Medienangeboten der traditionellen Medienhäuser. Es werden dabei 22 Weblogs unter den 100 meistverlinkten Quellen im letzten Quartal 2006 angegeben, die ebenfalls auch in den Top 100 aller Weblogs zu finden sind. Weblogs festigen demnach ihren Status als wichtiger Bestandteil unserer modernen Informationskultur.

Die Deutschen spielen jedoch keine wichtige Rolle auf die Gesamtheit der Blogosphäre. Angeführt von Japanisch mit 37% und gefolgt von Englisch mit 33% als zweitgrößte Sprache teilt sich Deutsch mit nur 1% den letzten Platz mit Farsi. Das Web 2.0 ist damit auf einem globalen Siegeszug im Sinne der Informationsverbreitung über das Internet.

Ich trete ja ungerne jemandem so direkt auf die Füße, aber vorhin habe ich in der WuV Onlineausgabe im Artikel „Web 2.0-Sites mit rasantem Wachstum“ folgendes gelesen:

Interaktive Websites weisen die größten Besucherzuwächse zwischen Januar und Oktober 2006 auf. Mit 607 Prozent Reichweitenwachstum führt der Branchendienst Cylex.de die deutsche Rangliste an.

With all due respect – aber was zum Geier ist bitte Cylex.de? Bei Googleabfragen nach einigen Keywords taucht der (ziemlich Web 0.5 anmutigende) Dienstleister ab den Plätzen 20 recht häufig auf… das ist sicherlich lobenswert, aber mir sagt dennoch der Dienstleister absolut nichts. Ist durch das gute SEO Placement das rasante Wachstum erklärt? Oder liegt es daran, dass man aus einigen hundert Visits ein paar tausend Visits gemacht hat? Dann kann ich mir natürlich 607% Wachstum aus dieser Nielsen/NetRatings Analyse erklären…