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970 Millionen US Dollar: Amazon kauft Videoportal Twitch

Digital Business, Startups
Jeff Bezos, Gründer und CEO von Amazon.com. Quelle: Amazon

Amazon investiert rund 970 Millionen US-Dollar in die Video-Website Twitch. Das vor allem in den USA bekannte Bewegtbildportal nutzen Gamer, um Videomitschnitte ihrer Spiele zu veröffentlichen. Dieser Kauf hat nicht nur für die weitere Entwicklung und Positionierung von Amazon eine große Bedeutung, sondern verdeutlicht die Relevanz der Gamesbranche und ihrer angedockten Wertschöpfungsketten.

Im vergangenen Monat kam Twitch auf rund 55 Millionen Unique Visitor, die in diesem Zeitraum mehr als 15 Milliarden Minuten Videoinhalte konsumierten. Über eine Million Nutzer laden ihre Videos auf das Portal hoch, zu denen sowohl individuelle Spieler, Profi-Gamer, Publisher-Firmen, Entwickler, Medienhäuser, Gaming-Conventions und E-Sport Organisationen zählen.

Jeff Bezos, Gründer und CEO von Amazon.com. Quelle: Amazon

Jeff Bezos, Gründer und CEO von Amazon.com. Quelle: Amazon

„Spiele zu senden und zu schauen ist ein globales Phänomen und Twitch hat eine Plattform entwickelt, die Millionen von Menschen zusammenbringt, die Milliarden an Videominuten dieser Spiele jeden Monat sehen – angefangen bei The International über den Weltrekord bei Mario bis hin zu Gaming-Konferenzen wie die E3. Und erstaunlicherweise ist Twitch erst drei Jahre alt. Wie Twitch versetzen wir uns in unsere Kunden hinein und möchten anders denken. Wir freuen uns darauf, von ihnen zu lernen und ihnen zu helfen, sich sogar noch schneller bewegen, um neue Dienstleistungen für die Gaming-Community aufzubauen“, erklärte Jeff Bezos, Gründer und CEO von Amazon.com.

Twitch startete im Juni 2011 als reines Nischenangebot für Live-Videos von Spielen und entwickelte eine hohe Popularität bei jungen Nutzern. Mit diesem Deal, der nach allen kartellrechtlichen Prüfungen im zweiten Halbjahr 2014 abgeschlossen werden soll, positioniert sich Amazon immer näher am Konkurrenten Google.

Die Spieleindustrie dürfte diesen Deal genau beobachten, schließlich kann sie dadurch mit ihrer Bekanntheit profitieren. Nicht nur die E3 in den USA, sondern auch die Gamescom in Köln zählen zu den festen Großereignissen, bei denen sich hunderttausende Spieler und Spielbegeisterte zusammenfinden. Mittlerweile zählt es bei vielen Gamern zum guten Ton, ihr Können und ihre Erfahrung mit Spielen in Videos aufzuzeichnen und mit anderen Nutzern öffentlich zu teilen. In großen E-Sport-Ligen treten Spieler gegeneinander an, um nicht nur Ruhm und Ehre auf einem digitalen Schlachtfeld einzuheimsen, sondern hochdotierte Preisgelder zu kassieren.

26. August 2014/von Mike Schnoor
Schlagworte: Amazon, Digital Business, games, Investment, Jeff Bezos, Spieleindustrie, Startup, Twitch
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