Unsere Tochter ist putzmunter – so richtig sichelputzerisch ist sie ständig dabei, das gute Futter und den notwendigen Schlaf zu genießen. Voll wie der Papa, aber auch voll wie die Mama – so wie sie es schreibt. Ich hatte ernsthaft überlegt, für unsere kleine Tochter eine eigene Bloginstallation aufzusetzen und dort als Papa -respektive Mama- den einen oder anderen Eintrag zu verfassen. Komisches Gefühl irgendwie – denn überzeugen konnte ich mich davon nicht. Immer wollen die Leute so viel rumbloggen was das Zeug hält, aber was ist das Ziel dahinter, wenn ich ein Baby Blog betreiben würde? Hätte meine Tochter dann schon das ideale Google Karma, wenn sie in der Schule ist?

Ich weiß es nicht – eine exhibitionistische Veranlagung zum permanenten Seelenstripteas mit Coming-Out haben wir ja alle, wenn wir ein Blog betreiben und regelmäßig über uns selbst schreiben. Doch für einen so kleinen Zwerg, ist das notwendig? Braucht die Welt – brauchen die Leser ein solches Informationsmedium, in dem Abhandlungen zum Thema Muttermilch, Gewicht, Rülpsen und Pupsen sowie dem Windelwechseln regelmäßig in schillernden Beiträgen zusammengefasst werden? Ich kann mir die Frage wirklich nicht beantworten… daher gibt es auch trotz Anfragen kein Baby Blog von meiner Seite her. Das wäre ja auch keine echte Blogkultur, denn ich würde ja nur als Ghostwriter für meine noch unzulängliche Tochter schreiben. Das bringt doch keinen Spaß! Eine Ausnahme wäre es, wenn wir sie auf die Tastatur setzen und hoch und runter hieven, damit sie wirre Zeichen in den Texteditor drückt… spannend, vielleicht doch nicht. Babies sollten nicht bloggen!

Was ich aber machen möchte ist eines: Danke sagen. Vielen Dank an alle Freunde, Bekannte, Verwandte und auch eigentlich ganz fremde Menschen, die uns mit Glückwünschen, Karten und Geschenken beglückt haben. Wir wissen, wer es alles war und es hat uns sehr viel bedeutet. Vielen Dank! Und wenn unser Töchterlein ein wenig älter ist, wenn Papa es schafft die Fotos zu bestellen, schicken wir vielleicht auch mal ein wenig etwas Fotomaterial von Ciana Ayleen umher! :)

4 Kommentare
  1. Michael sagte:

    Früher hat man ein Babyalbum angelegt, Bilder reingeklebt und noch etwas dazu geschrieben. Warum nicht heute einen Blog? Derselbe Gedanke nur ein anderes Hilfsmittel. Ob man das öffentlich machen sollte … muss wohl jeder selbst wissen.

  2. Mike Schnoor sagte:

    Intern, privat, ganz für die Familie – das ist definitiv ein anderes Thema und bleibt jedem selbst überlassen. Aber öffentlich über das kleine Wesen zu schreiben? Genau das ist halt das Problem mit dem Internet… wenn es öffentlich ist, ist es nachhaltig für die Ewigkeit. Und wer weiß, ob die Kleine es in 15 Jahren schätzt, überhaupt von Papa und Mama mit Blogeinträgen gefüttert worden zu sein…

  3. Alex sagte:

    Stimmt Babys sollten nicht bloggen. Schlimm genug, dass es alberne Frauchen gibt, die im Namen ihrer Hunde bloggen. ;o))

  4. Michael sagte:

    Ich würde den Blgo einfach auf einem Webspace mit .htaccess-Schutz aufsetzen. Hätte auch den Vorteil, dass man anderen Zutritt gewähren kann, alle anderen bleiben draussen.

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.