Heute ist mir aufgefallen, dass einige der deutschen Blogger zahlreiche Posts über Trigami zu z.B. Plazes geschrieben haben. Schön, dass Plazes auf die Blogger setzt. Auch ist es sehr gut, dass es Dienste wie trigami gibt. Zu erkennen war das ganz klar und eindeutig lesbar mit der Zeile „Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.„.

Gut und schön, ich gönne es den Bloggern natürlich einen Profit mit dem Schreiben zu machen. Schließlich läuft hier auch beispielsweise Google AdSense im Blog und ich lese gerne Blogs mit Werbeanzeigen. Aber warum muss das bitte als aller erstes zu lesen sein, bevor man den Beitrag überhaupt lesen kann? Etikette? Ethik? Codex? Sorry, das schmeckt mir nicht. Packt es ans Ende wenn es nötig ist. Ich habe sofort bei dem Wort „trigami“ nicht weitergelesen, da mich irgendein inneres Gefühl – vielmehr ein Zwang – nicht loslassen konnte, genau in dem Fall einfach mal CRTL+W (aka CRTL+F4) zu drücken. Ich fand es sofort unspannend – schade eigentlich.

Sicherlich ist eine Kennzeichnung von bezahltem Bloggen wie in diesen Fällen notwendig, da es ja Vorwürfe der Schleichwerbung unterbinden soll. Doch empfinde ich einen Beitrag, der sich von Anfang an als Werbung darbietet, in seiner Form reichlich hässlich. Gut geschrieben, dennoch nicht ansprechend. Denkt mal darüber nach, liebes Team von trigami – am Ende macht es mehr Sinn, weil der Leser des Blogbeitrages dann auch die ganze Information konsumiert habt, die ihr versucht zu streuen… und wer vorher liest, dass es bezahlte Schreibe ist, springt auch vorher ab. Das ist natürlich immer wieder die berühmte Geschmacksfrage… aber vielleicht geht es nicht nur mir so, sondern auch vielen anderen Lesern diverser Blogs. ;)

8 Kommentare
  1. medienblogger sagte:

    Nein, nein, nein: Es muss von Anfang an klar sein, dass ab sofort Werbung kommt. Denn: viele Leser steigen vielleicht schon nach kurzem Lesen aus.

    Wer meint bezahlte Einträge schreiben zu wollen, soll das tun, aber es sollte direkt erkennbar sein. „Anzeige“ steht bei Print und Online ja auch drüber, nicht drunter. Halt Dort wo das Auge zu beginn hingeht (in der Nähe der Headline also).

  2. donvanone sagte:

    Würdest du es wirklich besser finden, wenn du erst den ganzen Artikel liest, dann erfährst, dass der bezahlt wurde und du das ganze jetzt nochmal unter viel skeptischeren Gesichtspunkten betrachten musst? Oder es dann gar nicht gelesen hättest, weil du solchen bezahlten Beiträgen prinzipiell nicht glaubst und so wertvolle Zeit vergeudet hast?
    Ich finde es so wie es ist gut, denn dann werden gleich am Anfang klare Verhältnisse geschaffen.

  3. Carsten Dobschat sagte:

    Hm, ich gebe zu die Erfahrung habe ich auch gemacht, dass ich bei Trigami-Beiträgen oft nach dem Disclaimer einfach nicht weiter lese… aber ich glaube auch, dass es fairer ist, dass der Hinweis bei einem bezahlten Beitrag am Anfang steht.

  4. BloggingTom sagte:

    Beim ersten Auftrag von trigami gab es noch keine Vorgabe darüber, wo der Disclaimer zu stehen hat, so dass ich diesen am Ende des Artikels eingefügt hatte. Das führte dann allerdings (nicht nur bei mir) zu Aussagen, dass der Disclaimer am Anfang des Artikels zu stehen habe, da man so gleich sehen könne, dass es sich um eine „Publireportage“ handelt. Insofern lustig, dass nun wieder eine Diskussion um die Umkehrung des Prinzips entsteht.

    Aus Lesersicht ist die Ankündigung zu Beginn sicherlich gut, da damit bereits von Anfang an klar ist, worum es sich beim nachfolgenden Beitrag handelt. Allerdings denke ich (und das wär dann aus „Inserentensicht“ schlecht), dass ein Artikel mit „vorauseilendem“ Disclaimer eher schlechter bzw. misstrauischer gelesen wird…

  5. Mike Schnoor sagte:

    Eine definitiv kontroverse Diskussion. Für und Wider sind je nach Lust und Laune der Leser präsent. Was ich oben vergessen hatte war, dass ein Teil der trigami Blogeinträge auffielen, weil in gekürzten RSS Feeds auch nur von trigami geredet wurde, aber nicht von dem Produkt bzw. dem Dienstleister selbst. Und wenn subjektiv empfundene 50% eines „gekürzten Beitrages“ der Hinweis selbst ist, was motiviert dann noch zum öffnen des eigentlichen (langen) Blogeintrages?

    Natürlich muss Werbung gekennzeichnet sein, jedoch geht es dezenter. Bildchen „Anzeige“ oben reinklatschen hilft genauso gut, da es ja seit Jahren in Zeitungen und Zeitschriften so läuft. In Blogs die große Alarmkelle raushängen und dann noch eine Glocke schlagen, nur weil man für das Schreiben bezahlt wird… das geht wirklich dezenter finde ich.

  6. Teddykrieger sagte:

    Eine Kennzeichnungspflicht für Werbung halte ich für ausgesprochen sinnvoll. Dies trifft sowohl die klassischen Anzeigen ala Adsense & Co, als auch für bezahlte Beiträge. Bei den letzteren kommt jedoch oft der schale Beigeschmack auf, den Inhalt könne m,an sich ebenso gut schenken, da bezahlte Beiträge bestimmt nicht kritisch oder objektiv sein würden. Das gegenteil ist oft genug der Fall.

    Noch immer lehnen viele Leser und Blogger solche Kampagnen ab, kleistern aber gleichzeitig ihre eigenen Blogs mit Werbung zu und finden da sei doch nichts schlimmes daran. Da wird mit zweierlei Maß gemessen und so kommen Kampagnen, wie Trigmai nur langsam voran.

    Während es zum Beispiel supercool ist für trnd zu schreiben, obwohl auch dies letztlich eine Mundpropaganda und damit reine Werbung ist, würde niemand darauf dringen, dieses als solche zu kennzeichnen.

    Auch in einigen Specials bei Sevenload kommt erst beim genaueren Hinsehen die Frage auf, ob hier Werbung oder reine Inhalte vermittelt werden. Eine klare Kennzeichnung ist also in jedem Fall wünschenswert, die von Trigami schießt allerdings schon leicht übers Ziel hinaus.

  7. Remo Uherek sagte:

    Hallo Mike

    Vielen Dank für Deine Gedanken. Wir haben uns absichtlich für eine sehr klare Kennzeichnung entschieden, da wir uns ausdrücklich von Schleichwerbung distanzieren wollen. Wir müssen transparent sein und Vertrauen schaffen, wenn wir diesen Marketingkanal etablieren wollen. Die aktuelle Kennzeichnung ist sicherlich recht penetrant und nicht perfekt – wir werden in den nächsten Monaten weiterhin herumexperimentieren. In den nächsten Jahren wird sich dann hoffentlich ein Standard herauskristallisieren, der für alle Anspruchsgruppen akzeptabel ist.

    Dass Leser kritisch sind, wenn sie einen bezahlten Eintrag lesen, ist im Zeitalter von penetranter und unglaubwürdiger Werbung völlig verständlich. Unser Modell wird nur funktionieren, wenn der Content der Beiträge wirklich gut ist. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich die Blogger ausserordentlich viel Mühe beim Schreiben bezahlter Einträge machen (weil sie für ihre investierte Zeit vergütet werden) – was sich sehr positiv auf die Qualität dieser Beiträge auswirkt.

    Gruss, Remo

    PS: @Dominik: Klar :-)

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