Die Symbiose von PR, Social Media und Social SEO

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Suchmaschinen lieben Inhalte. Social Media vergöttert Inhalte. Was liegt näher, als unternehmenseigene Inhalte gemäß Social SEO weiter aufzubereiten? Muss das Rad neu erfunden werden? Nein, denn nicht ganz uneigennützig liefert die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit dieses Material bereits in präziser, aktueller, kompakter und redaktioneller Form. Die meisten Unternehmen übersehen einfach nur, dass diese Produkte im Sinne von Social SEO weiter und wieder verwendet werden können.

Die Präsenz in den Suchergebnissen von Suchmaschinen und Social Networks spielt für die Leistungsfähigkeit der Unternehmenskommunikation seit langer Zeit eine große Rolle. Konsequenterweise ist nahezu jede Zielgruppe mit ihren unterschiedlichen Medienaffinitäten über das Internet erreichbar. Die Online-Pressearbeit unterstützt dabei das Auffinden der digitalen Unternehmensinformationen, aber erst die enge Verzahnung von PR mit Social Media und Social SEO kann nachhaltige Mehrwerte generieren. Kurzum: Im digitalen Zeitalter lebt Public Relations bereits in einer symbiotischen Beziehung zu Social Media – und damit auch zu Social SEO.

Am Anfang einer Botschaft steht der Inhalt. Dabei ist das Umschreiben einer gelungenen Pressemitteilung nach reinen SEO-Kriterien gar nicht notwendig. Auch eine zweite alternative Fassung – eine SEO-Pressemitteilung? – gilt es bei diesem Zusammenspiel von PR, Social Media und Social SEO zu vermeiden. Schließlich ist ein guter Pressetext sowohl für Menschen als auch Maschinen lesbar und leicht verständlich. Daher gilt: Der Inhalt muss bereichert werden – was auch im Zuge einer Optimierung erfolgen kann.

Die Symbiose von PR, Social Media und Social SEO

Definitiv eignen sich als zusätzliche Inhalte in der für Social Media optimierten Pressearbeit verschiedene Formate zur Veröffentlichung: Texte, Blogeinträge, Fachartikel, Bilder, Fotos, Grafiken, Videobeiträge und Audiodaten sowie Präsentationen, Whitepaper und Studienergebnisse. Diese Formate zählen seit Jahren bereits zum klassischen Repertoire der guten Pressearbeit – und können allesamt gemäß den gängigen SEO-Kriterien optimiert und kombiniert werden.

Fünf einfache Tipps

  1. Die PR-Botschaft muss gelesen oder gehört werden! Presseinformationen sollten daher nicht versteckt sein, gar nur als PDF-Download angeboten werden. Denken Sie daran: Die Botschaft muss von den Zielgruppen gefunden werden. Veröffentlichen Sie ihre Pressemitteilungen bitte im Klartext. Ihr Newsroom muss öffentlich sein und somit auch für Suchmaschinen auffindbar sein. Die Nachrichten auf der eigenen Unternehmenswebsite gilt es mit typischen Social Sharing Buttons zu vervollständigen, denn nur so können die Leser/Nutzer die Inhalte teilen.
  2. Bieten Sie einen informativen Mehrwert: Entwickeln Sie attraktive Inhalte für ihre Pressearbeit in verschiedenen Medien und Formaten. Veröffentlichen Sie Pressefotos und Infografiken über ihre Präsenzen in Social Media, idealerweise passend zum jeweiligen Posting in Facebook oder Google+ sowie auf speziellen Plattformen wie Flickr oder Pinterest. Verbreiten Sie ihre Fachartikel, Präsentationen oder Whitepaper optional in SlidesShare.
  3. Koordinieren Sie Ihre Online-PR und Social Media Aktionen: Veröffentlichen Sie ihre Pressemitteilung über Online-Presseportale und ihre eigenen Unternehmensprofile in den bekannten Social Networks. Ob dies gleichzeitig oder in Etappen erfolgt, entscheiden Sie nach den Bedürfnissen ihrer Zielgruppen.
  4. Vertrauen Sie auf Social Media und Social SEO auch bei der PR-Arbeit: Fassen Sie sich kurz, erstellen Sie verschiedene, thematisch relevante Suchbegriffen für ihre Pressemitteilung, fügen Sie die Links zur eigenen Website ein und optional die Links auf ihre Präsenzen im Social Web. Falls ihr Content-Management-System dies nicht ermöglicht, arbeiten Sie daran.
  5. Planung ebnet den Weg zum Erfolg: Für die Steigerung von Reichweite und Sichtbarkeit sowie letztlich des Erfolgs sollten Sie die redaktionelle Kompetenz der Pressearbeit (aus-)nutzen. Arbeiten Sie mit ihrem PR-Themenplan, der Sie langfristig dabei unterstützt, auch ihre digitalen Kontakte mit aktuellen Inhalten im Social Web und in den Suchergebnissen zu informieren.

PR, Social Media und Social SEO – im Grunde genommen ist dies gar kein Hexenwerk. Vertrauen Sie einfach auf ihren Instinkt, denn diese Symbiose zum Erfolg zu bringen gelingt kinderleicht. Prüfen Sie also ihre PR-Kampagnen auf Tauglichkeit für eine unterstützende Kommunikation über Social Media und bereiten Sie zusätzliche Inhalte vor, die den Kriterien für Social SEO entsprechen. Der Rückfluss jeder PR-Aktivität sollte immer auf die eigene Unternehmensseite durch das Cross-Posting in den Social Networks kanalisiert werden. Eine Veröffentlichung von Pressemitteilungen über Presseportale kann die Reichweite der PR-Botschaft in den Suchmaschinen und ihre Sichtbarkeit erheblich steigern.

Fest steht: Unternehmen liefern bereits qualitativ hochwertige Informationen. Alles muss nur sinnvoll verarbeitet und verwaltet werden, um kommunikative Erfolge zu erzielen. Die logisch verknüpfte Veröffentlichung über Presseportale und Social Media füllen die Suchmaschinen mit den Presseinformationen, so dass die Reichweite und Sichtbarkeit der PR-Botschaften steigen kann.

Natürlich gibt es darüber hinaus noch wesentlich spannendere Dinge in der Pressearbeit, als dass die PR-Botschaften durch den digitalen Äther im Social Web rauschen. Die klassischen Medien von Print über Radio bis zum TV gelten immer noch als angesagte Ziele für die PR. Doch das Netz gewinnt immer stärker an Bedeutung. Man muss also nur wollen – aber leider sind viele Unternehmen immer noch nicht in der Lage, diesen Schritt in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit endlich zu wagen. Als klares Problemfeld lässt sich das fehlende Eigeninteresse an der Kommunikation identifizieren. Daran kann man jedoch arbeiten, sofern man möchte. Man sollte jedoch immer daran denken: Der Journalist könnte nur eine Suchabfrage entfernt sein. :)

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. 6. Schaffen Sie Klarheit über die Nutzung Ihrer Inhalte: Stellen Sie Ihre Inhalte unter eine Creative Commons Lizenz. Schließlich wollen Sie, dass Ihre Inhalte und Botschaften weiterverbreitet werden. Mit einer passenden CC-Lizenz sorgen Sie nicht nur bei Profis (beispielsweise Journalisten) sondern auch bei anderen Teilnehmern und Nutzern der Social Media-Welt für Klarheit, wie Ihre Inhalte einfach und rechtlich unbedenklich weiter und wiederverwendet werden können. Stellen Sie beispielsweise Ihr Fotomaterial zur Mitteilung über Ihr neues Produkt unter CC-Lizenz zur Verfügung, am Besten sogar mit einem Embed-Code. Damit erleichtern Sie es auch Blogs oder Foren, über Ihre Inhalte und Ihre Botschaft zu berichten.

    Was meinst du dazu?

  2. Pingback: Perlen der Woche (weekly) » punktefrau

  3. Bei den viel geliebten Presseportalen sollte man halt wissen, dass dies bei gleicher PM immer wieder Duplicate Content (DC) ist. Deshalb sollte man zumindest auf der eigenen Seite mit einem rel=canonical sich als Quelle outen und sich darüber bewusst sein, dass es zwar nicht schädlich auf Presseportale Meldungen zu distribuieren, aber ranking-mäßig wird es bei Google wegen DC selten etwas bringen.

  4. @Frank – Das würde ich so nicht unterschreiben. Nicht alles soll und darf als CC-Lizenz veröffentlicht werden. Pressemeldungen an sich sind explizit dafür gedacht, verbreitet zu werden – ganz im Sinne des Unternehmens. Andere Materialien wie Bilder oder Videos – nun, das ist gewiss Ansichtssache. Es ist ja auch allgemein bekannt, dass Unternehmen den Journalisten (oder Bloggern) das Material explizit zur Veröffentlichung bereitstellen…

    @Harald – Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch, aber wer stellt immer wieder die gleiche PM mehrfach in ein einziges Presseportal ein? Zwar stelle ich die gleiche PM auf mehreren Portalen ein, aber niemals mehrfach in einem Pressefach… ?!

  5. @Mike
    “Zwar stelle ich die >>> gleiche PM auf mehreren Portalen <<<>> gleiche PM auf mehreren Portalen <<<. Klar, muss man so machen, kann ja schlecht ne PM 100x umschreiben. Nun jubeln viele wie toll das sei – quasi Backlinks frei Haus. OK, es gibt ein paar Backlinks, aber sind alle DO FOLLOW gesetzt? Oft nicht. Aber das wirklich Entscheidende: Sobald Google merkt, dass ein und derselbe Inhalt auf verschiedenen Domains IDENTISCH ist rankt er diesen (diese) Texte viel weiter hinten. Die Chance mit Duplicate Content echt gefunden zu werden ist gering.

    Ja, der Text ist indexiert. Aber – die Texte werden "abgewertet", weil schlicht Duplikate und lt. Google "wenig Mehrwert für den user". Mehr dazu bei Google: http://support.google.com/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=66359 und das ist noch lange nicht die komplette Version.

  6. Ich finde auch diesen Abschnitt etwas irreführend “erstellen Sie verschiedene, thematisch relevante Suchbegriffen für ihre Pressemitteilung”. Ich kenne kein PR-Portal, bei dem das einen Sinn machen würde. Denn ohne die Angabe/Platzierung von Metas, bringt eine Keyworddichte in einer PR-Meldung gar nichts. Und genau deshalb ranken PR-Meldungen eher durch Zufall, als durch Planung.

  7. @Marc – Durchaus helfen Keywords, aber wie ich auch den Hinweis gab: Im eigenen “Content-Management-System”. Stichwörter, Tags, Suchbegriffe – diese eignen sich natürlich insbesondere im eigenen Online-Auftritt bzw. im eigenen Newsroom, nicht explizit in externen Presseportalen, weil wie richtig angemerkt gar keine bzw. selten eine Funktion dafür hinterlegt ist.

    @Harald – Alles muss in Maßen erfolgen. Ok, ich kenne manche PRler, die ihre Meldung auf 20 freien Presseportalen verbreiten. Das hilft natürlich nicht, denn statt Massendistribution kommt es meiner Meinung vielmehr darauf an, in einigen gut gerankten Portalen zu stehen und nicht in jedem Portal, das nur so vor Anzeigen/Werbeplätzen strotzt.

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