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Webzwonullige Events gibt es ja zu Hauf – vor allem die BarCamps und Kongresse machen es den Szenegängern leicht, sich mit dem dazugehörigen Networking und abendlichen Ausgehen miteinander zu einer großen Gemeinschaft zusammen zu schweißen. Andernorts scheitern wohl die Versuche derartig, als ob man in ein bodenloses Loch fallen würde…

„hier beim studivz-grillen in muenster mit tausenden angekuendigten teilnehmern sind nicht mal 50.“ [via]

Sind wir doch mal ehrlich: Wird ein Student am Donnerstag Abend zum Grillen abdüsen, wenn der üble Freitag mit Vorlesungen oder sogar Klausuren bevorsteht? Normalerweise leiden einige Studenten aufgrund der Distanz zwischen Hochschulstandort und heimischen Hafen auch unter dem Syndrom „Heimscheißen“. Eine gelungene vulgäre Polarisierung. Ich hätte einen solchen Event jedenfalls nicht am Donnerstag veranstaltet… tss!

Heute ist ein Partyabend in der Metropole am Rhein. Ich werde wohl mit Tom ein wenig auf Achse gehen – hurra die Uni brennt, denn anscheinend ist unser Ziel eine Erstsemestlerparty. Was soll ich alter Kerl da nur… Oder ich gehe doch anderen Betätigungen nach und hocke ein wenig länger im Büro… ach ne, dann doch mal ausgehen! ;)

Am heutigen Vormittag passierte für mich soetwas wie der Universitäts-GAU schlechthin: Gewisse Subjekte verhalten sich während einer Vorlesung dermaßen verantwortungslos. Das Resultat bleibt nicht lange auf der Strecke, und nur nach wenigen Minuten der Dauerbeschallung aus den letzten zwei Reihen reicht es dem Professor. Zum allerersten Mal wurde ich Zeuge, wie ein Professor die Vorlesung abbricht. Für mich war es ein schreckliches Novum. Ich hatte bisher immer gehofft, dass ich niemals in einem Kurs sitzen würde, in dem dem vortragenden Professor kein Respekt entgegen gebracht wird.

Aber viele Professoren interessiert es nicht, ob die Studenten zu hören oder nicht. Doch in dem kleinen engen Raum, in dem wir unseren Marketing-Kurs haben, fällt das Geplapper und Geschnatter der Traschweiber auf. Ich hoffe nur, dass er seine Pappenheimer kennt und denen die Klausur schön tief reinwürgt.

Die Reaktion des Professors – der Abbruch der Vorlesung – war vollkommen zu Recht gewesen. Wozu die kleinen Studis unterrichten, wenn sie eh kein Interesse zeigen und mit anderen Sachen beschäftigt sind?

Ist ein assoziales und respektloses Verhalten gegenüber einem Professor gerechtfertigt? Natürlich nicht, und mich persönlich kotzt es auch an, wenn sich Studenten wie Kleinkinder verhalten. Die Teenager-Jahre sind vorbei, wacht auf! Wir sind schließlich Management-Studenten und keine pubertierenden Teenies, die sich über das Party-Wochenende oder die Heimscheisserei zu Mama und Papa während einer Vorlesung lautstark äußern müssen. Von dem Gegacker, Geschnatter und Geläster mal abgesehen…

Schlimm ist, dass einige kleine Kinder es nicht gebacken bekommen hatten, den BWL-Kurs vom vorletzten Semester zu bestehen und ja unbedingt noch in die Vorlesung reinhuschen müssen, obwohl es auch Nachklausuren gibt? Leider hat sich der Professor des Marketingkurses breitschlagen lassen, indem er von den Studenten teilweise darum gebeten worden ist, den Kurs auf den Montag zu verlegen. Das ist schon eine nette Geste, seinen eigenen Zeitplan umzuwerfen, nur um ein paar mitunter faulen und desinteressierten Studenten das Studieren zu ermöglichen. Und leider nehmen es viel zu wenige Studenten ernst, was an der Universität Flensburg abgeht.

Leider hat der Professor damals zum Terminwechsel „JA“ gesagt – als Rechnung erhält er eine lautstarke Kindergarten Gruppe, die von Tuten und Blasen nichts verstehen und auch niemals verstehen werden. Mich kotzt das an. Schließlich wird man irgendwann mit diesem Kinderpack verglichen, wenn es heißt „Sie waren doch an der Uni Flensburg…“ – danke! Kaffeetratsch können die Kinder auch bei sich zu Hause machen… oder wenn sie eh nur Hausfrauengespräche führen, sollten sie lieber gleich ihr Studium hinschmießen. Wo nix ist, da wird auch nix werden!

Für mich selbst befürchte ich jedoch wenig Konsequenzen, zumal ich in dem Kurs aus Interesse sitze und den Schein schon erworben habe. Dennoch glaube ich, dass die Pappenheimer aus Kleinkindertal dumm in die Röhre gucken werden, wenn die Klausur ansteht. Jedenfalls wünsche ich all den assozialen Tratschtanten, Plappermäulern und Arschlöchern viel Spaß beim Nacharbeiten. Es wird für euch richtig viel Arbeit auf euch zukommen, das kann ich schon versprechen.

Ist das nicht irgendwie ein schrecklicher Gedanke? Man weiß ganz genau, wie der nächste Tag vom Ablauf aufgebaut ist. Nur was der Inhalt bringen wird, weiß man nicht. Zum Mitstaunen oder Mitleiden:

  • Aufwachen und den Tag angehen.
  • Halb verpennt zum Bus rennen… zur Uni gehen.
  • Vorlesungen mitverfolgen, mitschreiben – gehenlassen.
  • Gespräche mit dem Professor haben.
  • Nachmittags in der Innenstadt rumbummeln.
  • Kurz nach Hause düsen, essen und umziehen.
  • Zurück zur Uni und das Meeting von der Campuszeitung abhalten.
  • Zu Hause ein bisschen Doug&Carrie reinziehen.
  • Abendbrot essen.
  • Flimmern.
  • Schlafengehen und Kickoff.
  • Dazwischen irgendwie und irgendwo noch Sex sich Lieben, Kuscheln und Rumschmusen einbauen.

So schrecklich vollgeplant kann das Studienleben auch sein. Was weiß ich – ich werde das Beste daraus machen und erstmal den Lottogewinn abholen. Wir hatten angeblich am Samstag einen Dreier… wohl die üblichen 9,50 Euro. Das macht einen Reingewinn von fast 2,30 Euro – vor Steuern! Aber noch sind die Quoten ja noch nicht einsehbar, obwohl wir schon Montagabend haben. Ja ist denn heute noch Ostern? ;)