Beiträge

Vor einigen Tagen bewegte der Tod von Michael Jackson nahezu die ganze Welt. Auch ich schrieb hierzu einen beruflich geprägten Blogeintrag. Was mir jetzt nach einigen Tagen stark auffällt, findet sich vor allem in den eingehenden Kommentaren zu diesem Blogeintrag wieder. Gerade hier versuchen irgendwelche Spammer auf „Michael Jackson“ abzufahren und massiv Punkte einzuheimsen.

Und diese sind nicht die typischen Bots, von denen massive Werbung für Stimulanzverlängerungsmittel wie Viagra und Cialis betrieben wird. Nein, es sind zum Teil deutschsprachige, manuelle Kommentare, die aus dem Nichts erscheinende Michael-Jackson-Gedenk-Seiten durchprügeln wollen. Wie armseelig und widerlich doch diese Kommentarspammer sind, sich auf dem Tod eines solchen Popstars mit ihrem Werbedreck auszulassen. Was mich nun wundert ist, ob auch andere Blogger ein erhöhtes Aufkommen an „Jacko-Spam“ feststellen?

Mittlerweile erreicht man den Punkt, an dem man des Bloggens wirklich überdrüssig wird. Es treiben sich Gestalten im Netz herum, denen man niemals die Tür öffnen würde. Genauso ist es beim Bloggen. Hier ist mein Haus und mein Heim. Niemand darf ungefragt rein. Außer über Kommentare. Und die müssen authentisch sein. Daher mein Aufruf an die dunklen Gestalten des Web: Verzieht euch, ihr kleinen SEO-Blogspammer! Denn nach mehreren Jahren habt ihr jungfräulichen Mini-Agenturen und Einzelunternehmer es immer noch nicht verstanden, dass Blogger keine Linkschleudern für euren SEO-Müll sind. Blogger schreiben worüber sie gerne schreiben wollen, und wenn sie einen Dienst in einer Liste nicht aufnehmen wollen, bleibt es ihnen überlassen. Freundlich darauf hinweisen ist eine Sache, das legitimiert auch den einzelnen Kommentar. Aber über Tage und Wochen lang mittels erneuten Kommentaren es trotzdem zu versuchen, irgendwie den ollen Link in meinem Blog zu publizieren, ist einfach ein „Pfuibah“.

wir machen Promotion für die Seo**** GmbH und da wir festgestellt haben, dass Sie sich an der aktuellen (und völlig unwahren) Diskussion über das Unternehmen nicht beteiligt haben, erlauben wir uns Sie zu fragen, ob Sie auf Ihrem Blog eventuell den folgenden Text (ungekürzt oder gekürzt, wie Sie wollen) abbilden könnten. Wir wären Ihnen hierfür sehr dankbar. Wenn Sie auf Seo**** linken wollen, bitte www.seo***.de

Wunderbar ist das Satzkonstrukt „da wir festgestellt haben, dass Sie sich an der […] Diskussion nicht beteiligt haben“. Nun frage ich mich ernsthaft, ob man von mir erwartet, dass ich zu jedem Mist, der im Internet diskutiert wird, meinen eigenen Senf ablasse? Guten Morgen! Schon einmal nachgedacht?

Erstens entscheide ich selbst, welche Inhalte ich in meinem Blog publiziere. Da hilft es auch nicht, dass ihr mit eurer bemittleidenswerten Blogspammerei über die Kommentare als Spam erkannt werdet. Es wird euch auch nicht weiterbringen, mir solche werblichen Mails zu schicken. Zweitens ist und bleibt das Blog keine Werbeschleuder im Content-Bereich. Da ihr das Blog wohl per RSS abonniert habt, wisst ihr genau, dass es sich hier um euch handelt, ohne dass ich euren ganzen Firmennamen nennen muss. Den letzten Respekt habt ihr noch. Drittens möchte ich mich bei euch bedanken. Ja, vielen Dank für diese Anregung zu einem Blogeintrag. Hat mich sehr gefreut – und jetzt bitte – verzieht euch. SEO-Spam tut hier nicht Not. Eure Domains sind jetzt wirklich bei mir im Geist geblacklistet. :)

Liebes SEO-Team der DiWe Media,

hört doch bitte einfach auf, in diversen Blogs, zu denen ich administrative Zugriffsrechte habe, mit euren sinnfreien Kommentaren eure eigenen Seiten zu bewerben. Welche Blogs dies sind, verrate ich natürlich an dieser Stelle nicht. Wozu auch – es sind genügend Stellen, an denen ich eure Kommentare aus der Moderationsschleife fischen konnte. Ich markiere euch einfach bei WordPress mit „Akismet“ als Spam. Das Tool schickt damit eure URLs und E-Mail Adressen in einen zentralen Sammelpool, der auf internationaler Ebene euch in Kürze gänzlich auf verschiedenste Blacklists vollkommen automatisch reinsetzt. Dann ist es auch vorbei mit dieser Blogkommentarspammerei! Und habt ihr einen guten Clipping-Dienstleister, der auch Blogs für eure Medienbeobachtung aufnimmt? Na dann freut euch! Jetzt habt ihr meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Denn das ganze Getue ist eigentlich kaum cool genug um bei Bloggern, insbesondere den webzwonulligen Bloggern, richtig Punkte zu sammeln.

Spam. Spam. Spam. Wir lieben Spam… nein, wir hassen Spam! Seit ungefähr zwei Tagen ist das Aufkommen der unerwünschten Kommentare und Trackbacks so hoch wie nie zuvor. Zum Glück landet alles brav in der Moderationsschleife, aber das Spamfilter Plugin für WordPress „Akismet“ nimmt scheinbar nur die Hälfte der eingegangenen Spamkommentare war.

Die zu moderierenden Spamkommentare sind vom Aufbau und Inhalt identisch mit dem, was man bei einem Blick in die Akismet Spam Falle findet. Nahezu kein Unterschied, manche Kommentare sind sogar inhaltlich identisch bis auf die angegebenen Namen, E-Mails oder URLs. Dieses abstruse Phänomen kommt nicht nur bei diesem Blog, sondern auch bei anderen Weblogs vor, die auf aktueller WordPress 2.3.1 mit Akismet 2.1.2 basieren. Weiß jemand Rat und Tat, oder kann man von einem globalen Erstschlag der Spammer sprechen?

Es gibt einige Menschen, an denen sich die Geister scheiden. Irreführende Benutzernamen, die keinesfalls ein Zeichen von Authorität und Authentizität sind, versuchen in Diskussionsforen und natürlich auch in Weblogs das Geschehen, was sich dort abspielt, zu kommentieren. Dann passiert folgendes – der Kommentar wird als individuelles Geschreibse abgeschickt und man sieht ihn natürlich und erfreut sich, dass der eigene Senf dem Internet am liebsten anonym beigesteuert wurde.

Doch halt – was vergessen gewisse Leutchen wieder? Richtig – Kommentare oder Diskussionsbeiträge werden vielerorts durch zwei Sachen an der Veröffentlichung gehindert. Einerseits gibt es die Moderationskontrolle durch einen Administrator, andererseits gibt es Spamfilter, die das System vor unerwünschter Werbung schützen. Meiner Erfahrung nach sind es bis zu 90% aller nicht-veröffentlichten Kommentare, die vielmehr dem Spamfilter zum Opfer fallen. Mein persönlicher Favorit darunter ist wiederum Akismet – und ich nutze es schamlos aus, dass man alle Spamkommentare auf einmal löschen kann. Es ist mir dabei recht egal, ob jemand auf Seite 7 der gefundenen Spams doch einen echten Kommentar hinterlassen haben mag, aber einen Vorwurf zu bringen, dass ich manuell zensieren würde, finde ich absolut lächerlich. Wer von Technik nichts versteht, hat die Welt noch nicht kapeistert. Was für eine schöne Welt, in der wir mit dem Web 2.0 leben… nicht wahr? :)

Ich nehme mir die Freiheit, bei einigen Kommentaren durchaus die URL zu löschen, falls dies auf ein rein werbliches Angebot verlinkt. Ich habe in der letzten Zeit zahlreiche Kommentare erhalten, die inhaltlich kein Spam darstellten, jedoch als reine Domains zu Mittelchen für den Sport, Spielegemeinschaften und sogar Einladungslinks zu fremden Netzwerken beinhalteten.

Das irritierende daran ist, dass die Kommentatoren ja durchaus etwas sinnvolles von sich geben, nur die URLs schmecken mir einfach nicht. Ich bitte daher insbesondere bei kommentierenden Nicht-Bloggern um Verständnis für etwaige Zwangskorrekturen. :)

Mit einer thematischen Beschreibung findet sich die Webseite, um die es hier kurz geht, auch in Google: „Das Singleportal für Singles. Mit vielen Kontaktanzeigen für Dating, niveauvolle Partnersuche und Freizeitgestaltung.“ Doch Herr Hans-Jürgen F. hatte in einem Blog zu dem Thema „Denial of Service“ eine ganze Pressemeldung in einem Kommentar zu dem Eintrag von vor fast einem Jahr hinterlassen:

Dabei wurden so viele Anfragen an den Server gerichtet, dass diese zu einem Totalausfall geführt haben.
Der erste Angriff erfolgte gestern (Dienstag) Morgen und sorgte für eine Überlastung unserer Server. Der gleiche Angriff wurde nochmals Dienstagabend ausgelöst, und hält derzeit (Mittwoch) noch an. Zurzeit treibt der /die Angreifer ein Katz- und Mausspiel mit unseren Technikern.

Shit happens, das passiert und ist wirklich ärgerlich. Ich wünsche euch viel Glück, aber bitte schreibt doch nicht auf gut Glück zu einem Tag/Stichwort eure Pressemeldung als Kommentar, wenn ihr um Hilfe sucht und die Meldung platzieren wollt. Dazu gibt es notfalls auch entsprechende Verteilerdienste. Denn der Kommentar wird wie Spam gewertet und übermittelt eure Domains schlimmstenfalls an die RBL Server, was unweigerlich zu einem Problem auf lange Sicht hin werden kann.

Ich mein’s mit meinen Tipps doch nur gut, aber wenn man solche Abmahnungsfälle sieht und dann noch in den Kommentaren von Bloggern rumgespammt wird – vielleicht ist das dann die ausgleichende Gerechtigkeit?

This is test-spam message, if you want stop spam on your site – just email me: stopspamme@mail.ru and your site will be immediately removed from spam-base.

Super. Ich blockiere da lieber die IP von 81.177.22.210 und sämtliche Domains, die sowieso schon im Kommentar auftauchten, mit Spam Karma für WordPress. Das ist mir weitaus lieber als dem Typen eine Mail zu schreiben – und es gibt mir eine kleine „Themenwahl“ fürs Blog! :)

Wie niedlich doch manche Kommentare sind, die ich in anderen Weblogs in der Moderationsschleife sehe. Eine besonderes Highlight des Abends ist dieser absolut freundliche, geistreiche Kommentar. Es wird sogar eine Warnung ausgesprochen:

Hallo Freunde,
Ich war in einer Poker Download und wurde voll abgezockt.
Bitte aufpassen damit euch dass nicht auch passiert.
Webmaster bitte diesen Eintrag nicht loeschen weil ich keinem wuensche was mir passiert ist.

Jo, kein Thema – ich habe den Kommentar nicht gelöscht, er wurde sowieso als Spam erkannt. Und weil das Thema mich so faszinierte – da schreibe ich doch glatt einen ganzen Blogeintrag zu und verlinke mal lieber nicht dahin. Denn wenn die so böse sind wie der Autor „#poerkdownload“ im Kommentar schreibt, dann gnade uns alles nur nicht der Google PageRank, der durch einen Link zur pokerdownload punkt blogg punkt de generiert werden würde.

Hehehe… was sich so manche Zeitgenossen denken. Eine Warnung vor dem bösen Pokerdownload – huiii! :D

Bei Stefan stieß ich soeben auf die bloße Verwunderung über unsinnige Kommentare und Trackbacks, die in sich zwar inhaltlich keine URLs auf vermeintliche Werbeangebote integriert haben, jedoch dennoch nerven. Diesen Kommentarspam bekomme ich im Dutzend pro Tag und freue mich immer wieder „Delete All“ zu selektieren.

Ist das der Versuch, irgendwelche IP- oder E-Mail-Adressen bei Akismet auf die “gute” Seite zu bringen? Oder verschluckt mein Blog einfach nur die Links (wäre mir neu)? Oder sind diese Spammer einfach zu blöd?

Nein, blöd sind diese windigen Spammer wirklich nicht. Schon wahr – neben dem Versuch von E-Mail und IP Whitelisting steckt mehr hinter Nonsense Spam. Vielmehr sehe ich solch den Grund für die Spammerei darin begründet, das Blog als Informationsmedium für Google und seine Suchmaschine, Anzeigenvermarktung und auch jeden neuen potentiellen Leser zu diskreditieren. Trashcontent wird irgendwann von den Suchmaschinen gefiltert – wir selbst machen das ja schon beim Scannen der Suchergebnisse. Und wenn man nur wegen „hot sexy chick“ oder dem Wort „porno“ gut gelistet ist, nervt es irgendeinen anderen, der durch Pornowerbebanner sein Geld macht.

Daher also „zuspammen“ und darauf setzen, dass der besserplatzierte Eintrag irgendwie durch einen Algorithmus nach hinten verdrängt wird. Spammer haben schon Köpfchen – sind dennoch nervige Zeitgenossen.