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Mit Wirkung zum 01. April 2008 tritt Christiane zu Salm in die neu geschaffene Position „Cross Media“ im Vorstand der Hubert Burda Media ein.

Insbesondere die Bereiche Internet-TV, Handy-TV und crossmediale Formate stehen unter ihrer Verantwortung. In der Zeit von 1998 bis 2001 war die 41-jährige Medienunternehmerin und -managerin als Geschäftsführerin von MTV Central Europe tätig sowie von 2001 bis 2005 Geschäftsführerin und Anteilseignerin des Privatsenders tm3, den sie in 9Live umgründete.

Vor allem die langjährige Erfahrung im Fernsehgeschäft wird meiner Meinung nach das Münchner Verlagshaus auf dem bisherigen Kurs in dem traditionellen Mediengeschäft sowie in den multimedialen Geschäftsfeldern mehr als nur unterstützen. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Handy-TV als eines der Aufgabenfelder von Frau zu Salm entwickeln wird. In der Vergangenheit konnte der Grundstein für einen möglichen Erfolg bereits durch die Schaffung des Mobile-TV-Unternehmens „Mobile 3.0“ als Joint-Venture mit der Verlagsgruppe Holtzbrinck gelegt werden.

Das Thema vom interaktiven TV-Programm ist seit Monaten in aller Munde. Die meisten Menschen sehnen sich förmlich danach, ihr eigenes Entertainment im Wohnzimmer oder auf jedem anderen Highend-Gerät abspielen zu können. In den Büroräumen meines Arbeitgebers sevenload haben wir uns auch entsprechende Gedanken zu dem Thema gemacht. Wie kann man dem User es vermitteln, dass eine Bild- und Videoplattform im Internet auch einen viel größeren Mehrwert bietet als nur lustige Clips und Videos anzusehen?

Die erste Idee war es, einzelne Sendeformate als „Special“ zu nennen – es war eine besondere Bezeichnung für herausragenden User-Generated-Content. Damals vor über einem halben Jahr, im Oktober 2006, war ich grade frisch an Bord und konnte es direkt miterleben, wie die ersten Specials von Rob Vegas schon kurz vor Ende des Sommers in Handarbeit durch die Designer und Entwickler fertiggestellt wurden. Wir ahnten damals schon, dass die Idee einer Microsite mit dem Label „Special“ einen großen Anklang finden würde – und das nicht nur bei uns auf sevenload sondern auch bei anderen Anbietern.

Der Boom der Internetvideos und ihrer Verbreitung über Social Communities ist entsprechend groß und nahezu unaufhaltsam, doch man darf sich nie zurücklehnen und sich auf den Lorbeeren ausruhen. Gerade deswegen hatte sich das Team noch einmal zusammengesetzt um einen Plan zu entwickeln, wie man am besten eine Videoplattform weiterentwickeln kann. Eine Möglichkeit, wie das funktionieren kann, habe ich dazu im sevenload Corporate Blog beschrieben, aber auch Ibo und Tom haben ihre zahlreichen Gedanken und Pläne in entsprechende Worte gefasst – was sich auch heute in ihren Blogs zeigen wird.

Der erste Start für heute sind insgesamt die 18 ersten sevenload Kanäle als Rebranding der Specials, mit welchen die User und alle Zuschauer eine einheitliche Programmstruktur nutzen können. Auch ist ein Electronic Program Guide für unser kommendes Internet-TV geplant nebst zahlreichen Erweiterungen für sevenload als Plattform. Noch ist alles in der Phase der Entwicklung, jedoch sind wir damit die ersten am Start von allen Plattformen in Deutschland, um über die Specials jetzt neue Kanäle für ein individuelles interaktives TV-Programm schmieden zu können.

Ich bin hochgradig gespannt – und freue mich auch darüber, dass wir dieses Thema zu aller erst in unseren Weblogs kommunizieren. Die offiziellen Presseinformationen werden nach dem Feiertag verbreitet werden… wir sind sehr gespannt auf die Reaktionen seitens der Blogosphäre und natürlich der klassischen Presse – und freuen uns wie immer auf ein reges Feedback. Ich bin davon genauso wie meine Kollegen bei sevenload davon überzeugt, dass dies die richtigen Schritte sind, um mit sevenload das TV-Programm der Zukunft bestreiten zu können. ;)

Warum soll ich eigentlich für meinen PC, der in unserer Informations- und Wissensgesellschaft einen unabdingbaren Faktor des alltäglichen Lebens symbolisiert, eine Gebühr zahlen? Wieso wird für das technische Gerät, was höchstwahrscheinlich viel öfter als alle anderen Geräte in sowohl privater als auch arbeitstechnischer Natur genutzt wird, bestraft werden, nachdem ich schon einen Großteil meines Geldes an Steuern hier und da an den Staat* abgegeben hab?

Wenn ich mit dem „Internet-Computer“, wie es mittlerweile so lustig im politischen Fachjargon heißt, überhaupt über meinen Internet-Anschluss in den Genuss kommen sollte, das Programm der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten zu empfangen, würde ich sogar gerne dafür bezahlen. Doch die Qualität ist leider immer noch sauschlecht. Und nebenbei habe ich besseres zu tun als den lieben langen Tag die Glotze laufen zu lassen. Wozu auch – ich habe mich seit Jahren davon innerlich schon verabschiedet, überhaupt den Fernseher in Sinne des durch den Rundfunkstaatsvertrag initiierten Grundversorgungsauftrags zu nutzen. Die Argumentation, dass man Internet-Radio hören kann, ist sicherlich ganz schön – doch wenn ich Radio hören möchte, tue ich das allerhöchstens nur während einer Autofahrt.

Ich verweigere mich der Grundversorgung durch kommerzialisierte öffentlich-rechtliche Sendeanstalten. Das was die Herrschaften so allerliebst produzieren und zusammenstellen, um mir einen von ihnen selektierten Medieninhalt zu präsentieren – das können wir mit den „Internet-Computern“ schon mittlerweile eigenständig ohne euch. ;)

* Gewiss ist jedem klar, dass der Staat den Bürger besteuert. Die Sendeanstalten stellen aber eine gebührenfinanzierte Körperschaft bzw. Anstalt des öffentlichen Rechts dar und sind natürlich nicht der Staat. Doch wenn die GEZ vor der Besteuerung abgezogen werden würde, wäre das nicht für uns Bürger günstiger, da man sich damit im Prinzip nicht plagen würde, sondern eher der Staat nur ein klein wenig sein Budget geschmählert bekommen würde?

This evening I had my most personal experience of testing our WLAN connection. I was indeed able to instantly connect to the WLAN, login to ICQ and exchange messages with my girlfriend Katharina. And all of my communication was coming from our bathroom towards our living room (bar chillout room). I’m seriously amazed. And I don’t know why, but its… wonderful! Our whole 91 m² appartment is filled with 4-7 different wireless LANs ranging from 12% to 100% (ours – of course!). This is thursday night, I’m experiencing a seriously burned brain. Time to listen to and watch some German internet TV from Ehrensenf. (Ehrensenf is an anagram of „Fernsehen“ which is German for „watching TV“ or „TV“)