Mike Schnoor
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E-Commerce als neues „Normal“: Branchenumsatz wächst auf rund 100 Milliarden Euro an

Digitalisierung, Mittelstand

Im zweiten Jahr der Corona-Pandemie beweist der Online-Handel sich als neue Normalität. Laut einer Analyse des E-Commerce-Verbands BEVH haben die Deutschen annähernd jeden siebten Euro für Haushaltsausgaben im Jahr 2021 für Waren im E-Commerce ausgegeben. Der Umsatz steigt somit auf rund 100 Milliarden Euro. In diesen Ergebnissen zeigt sich, dass viele Einzelhändler ihre Geschäftsprozesse digitalisiert haben. Außerdem haben verschiedene Startups den Online-Handel von Beginn ihres Gründungsvorhabens für sich entdeckt.
Oft wurde vorhergesagt, dass der elektronische Handel den stationären Handel im Laufe der Zeit überholen würde. Doch niemand konnte vorhersagen, dass dieser Wandel in nur wenigen Monaten stattfinden würde. Quarantänen, Ladenschließungen und der Verzicht darauf, sich ins Freie zu wagen, haben zu einer erheblichen Veränderung des Konsumverhaltens geführt. Wer im Gegensatz zu großen Handelsketten noch im letzten Jahr keinen Online-Shop für die eigene Boutique oder den eigenen Fachhandel besaß, war dazu gezwungen, bislang bekannte Geschäftspraktiken zu überdenken.

Denn nie zuvor haben Menschen in Deutschland so viel online eingekauft und gleichzeitig eine so hohe Zufriedenheit geäußert. Die Mehrheit der Kunden und Kundinnen, die ihre Waren und Dienstleistungen über Online-Shops und -Plattformen beziehen, zeigt sich mit 96,3 Prozent insgesamt zufrieden.

Online-Shopping in der Gesellschaft angekommen

Gerade Marken und Einzelhandelsunternehmen, welche bislang weniger auf das Online-Verhalten geachtet haben, mussten nachziehen und sich digital verändern. Wer von dem E-Commerce-Wachstum profitieren wollte, musste den Handel über alle Kanäle hinweg optimieren.

Denn der E-Commerce ist in der Breite der Gesellschaft angekommen. Dies zeigt sich in der Bestellhäufigkeit nach Altersgruppen. Seit Pandemiebeginn gilt nicht mehr, dass E-Commerce vor allem von Jüngeren genutzt wird. Laut der BEVH-Analyse sind Käufer und Käuferinnen ab 50 Jahren erneut für mindestens die Hälfte aller Kaufakte im Internet verantwortlich.

Seit mehr als einem Jahr leben die Menschen in einer sozial distanzierten und teils entfremdeten Welt. Wer im E-Commerce fesselnde digitale Erlebnisse anbieten kann, welche teils physische Erfahrungen nachahmen, kann bei Verbraucherinnen und Verbrauchern gewinnen. Die Geschäftsdynamik hat sich über das intuitive Verständnis der Menschen hinaus verändert.

Smartphones zum direkten Einkauf

Inzwischen gehört die Bestellung über mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets zur Normalität. Etwa 40 Prozent des gesamten E-Commerce-Umsatzes mit Waren im Jahr 2021 wurden mobil getätigt. Dabei kauften die 14 bis 29jährigen in zwei von drei Fällen über Smartphone oder Tablet ein.

Wer sein Einzelhandelsunternehmen jetzt mit auf die digitale Erfolgsspur führen möchte, kann auf die anbieterneutrale Unterstützung verschiedener Institutionen in NRW zählen. In der Wirtschaftsregion Köln und mittlerweile im gesamten Rheinland über das Mittelstand-Digital Zentrum Rheinland wird identifiziert, welche konkreten Veränderungsprozesse für Unternehmen bei der Digitalisierung entscheidend sind. 

31. Januar 2022/von Mike Schnoor
Schlagworte: Digitalisierung, E-Commerce, Einzelhandel, Handel, Mittelstand, Online Shopping, Online-Handel, Unternehmen
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Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

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