Social Media beflügelt die Massen und entwickelt sich von einem Buzzword zu einer eigenen Medienform. In nur wenigen Wochen wird die Online-Werbebranche auf der dmexco in Köln ihre neuesten Produkte und Vermarktungsoptionen präsentieren, ein Schwerpunkt wird auch Social Media bilden. Auch übergreifend muss sich, meiner Meinung nach außerhalb von Bloggern und Nutzern, für die neue Medienform Social Media eingesetzt werden. Noch kennen zu wenige Entscheider sich mit „Web 2.0“ und Social Media aus. In Kürze wird ihnen praktisch geholfen, um direkte Erfolge und einen positiven ROI aus dem Social Media Umfeld zu ziehen.

Der Arbeitskreis Social Media im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) veröffentlicht pünktlich zur dmexco den „Social Media Kompass“. Dieser neue Leitfaden wird insbesondere für diejenigen, die sich täglich in Social Media bewegen und über Blogs, Twitter oder Facebook austauschen, als das „Einmaleins“ verstanden werden. Ob Digital Natives oder Brand Evangelists, wir kennen uns mittlerweile sehr gut mit Social Media aus.

Für die vornehmliche Zielgruppe derjenigen, die sich über Social Media erstmalig und nachhaltig informieren wollen und für ihre tägliche Arbeit eine umfassende Lektüre zum regelmäßigen Nachschlagen brauchen, wird der „Social Media Kompass“ zu einer Standardlektüre werden.

Die Wirtschaft in kann vor allem durch diese Aufklärungsarbeit durch den Zusammenschluss im Verband und die zahlreichen Praxisbeispiele zu PR, Marketing, Kommunikation und Werbung profitieren. Persönlich freut es mich daher sehr, an dieser Publikation als Verfasser über meinen Arbeitgeber sevenload mitgewirkt zu haben. Man darf also auf die Veröffentlichung zur dmexco gespannt sein!

9 Kommentare
  1. Floyd sagte:

    Finde es erstaunlich, dass es immer und überall für alles Leitfäden zu geben scheint. „Web 2.0“ existiert aus meiner Sicht schon lange nicht mehr. Dieses Stadium haben wir überwunden. Wenn jetzt tatsächlich in Firmen Entscheider sitzen, die vom momentanen Stand der Dinge keine Ahnung haben ist das erschreckend.

    Auf der anderen Seite widerstrebt mir der Gedanke für den Bereich Social Media einen Leitfaden zu publizieren, der wie du (ich hoffe ich darf du sagen) schreibst zum „Einmaleins“ aller Nutzer dieses Bereiches werden wird. Nichts gegen Firmen die twittern, etc. Aber bei einigen Begriffen wie „buzzwords“ etc. dreht sich bei mir der Magen um.

    Unter dem Link, den du oben angibst (Der BVDW buchstabiert Social Media) steht als Beispiel der Flashmob in Hamburg. Das würde ich gerne sehen, wenn ein Flashmob vor z.B. der 5-Minuten Terrine am Regal steht. Sorry, aber da werden die Firmen eine schwere Nuss zu knacken haben. Was ich allerdings verstehen kann, dass Firmen sich diesen Bereich erschliessen wollen. Hierzu müssten diese aber aus meiner Sicht Positionen in den Unternehmen schaffen, die sich ausschliesslich diesem Thema widmen. Einen CSO (Chief Social Officer) oder sowas in der Art. Social Media einmal am Tag ist wie 1x Essen am Tag. Nicht so förderlich.

    War es nicht einmal die Stärke von Social Media sich nicht allen Regeln zu beugen und eine enge Bindung (Vernetzung) untereinander zu erschaffen und erhalten? Bin gespannt wie Firmen versuchen diese Gemeinschaft zu erstürmen. Zum Glück gibt es auch positive Beispiele. Finde nur ein Teilnehmen an sozialen Netzen auf Biegen und Brechen nicht förderlich.

    So weit so gut, lassen wir uns überraschen.

  2. Mike Schnoor sagte:

    @Floyd – Ich denke nicht, dass sich hinter dem SMK ein Rezept versteckt ala „So musst Du es machen, damit Du 10000 Follower bekommst“. Social Media bedeutet auch, viel selbst zu erlernen und eigene Erfahrungen (gute und schlechte) zu machen. Ein „nebenbei“ darf Social Media natürlich nicht sein, vielmehr sollte sich entweder eine bestehende Abteilung ganzheitlich dem Thema verschreiben oder es werden neue Bereiche geschaffen. Aber ich denke, wir alle sollte kurz noch bis zur Veröffentlichung abwarten. :)

    Flashmobs sind schwierig zu meistern für Unternehmen, da sich hier wir als Teilnehmer untereinander (sehr spontan) absprechen – für solche Prozesse brauchen Unternehmen durchaus einige Wochen, und dann ist der Flashmob alles andere als flash und mob.

    Und wer nicht möchte, der braucht auch nicht. Social Media ist ja keine Zwangsverpflichtung für Unternehmen – doch dies alles zu ignorieren oder überhaupt nichts dazu zu wissen, das wäre zumindest meiner Meinung nach ein sehr schlechtes Zeugnis.

  3. Joachim Heinz sagte:

    @Floyd
    Der Weg von Social Media in Unternehmen ist eine C-Level Aufgabe, wenn der Sinn darin sein soll, die Geschäftsziele mit Social Media maximal zu unterstützen, deswegen sage ich, daß es Chief Social Media Officers (CSMO) geben wird in jedem Unternehmen, in dem die GF die Materie durchdrungen hat. Karen Shelton schrieb mal in Ihrem Blog, daß diese CSMOs rar sein werden, da man Managementwissen mit Social Media Wissen braucht, „you can pay them in silver, gold and porsches“.

  4. Floyd sagte:

    Schön, dass wir uns hier austauschen können. Mike, ich stehe voll auf deiner Seite, dass es für Social Media kein Rezept gibt, keine To Do´s die auf einer Liste stehen und abgearbeitet werden können. Der Weg ist das Ziel. Deswegen lasse ich mich gerne überraschen, was in dem Leitfaden stehen wird. Gar nichts zu wissen ist immer ein schlechtes Zeugnis, jedoch fehlt aus meiner Sicht vielen Unternehmen der Mut diesen Schritt zu wagen. Aus welchen Gründen auch immer. Kann ich auch als Privatperson diesen Leitfaden bestellen? Auf den Inhalt bin ich sehr gespannt.

    @Joachim
    Da bin ich voll und ganz deiner Meinung. CSMOs wird es geben (gibt es ja bei einigen Unternehmen bereits), vor allem bei denen, die selbst einen Social Media Service anbieten:-)

    Das alles ist ein sehr spannendes Gebiet, was mich eben wundert ist, dass das Thema ja absolut nichts „Neues“ ist, sondern vielmehr seit Jahren genutzt wird.

    Vielen Dank für Eure Kommentare, so macht das Spaß.

  5. Mike Schnoor sagte:

    @Floyd – Dafür ist das Blog auch da – schließlich ist für mich das Feedback und der Dialog mit meinen Lesern wichtig. Sonst wäre ich auch nicht der richtige Co-Autor für einen Social Media Kompass. :)

    Ich kann derzeit nicht genau sagen, ob mit der Lektüre ein monetäres Ziel hinsichtlich Vertrieb im Buchhandel betrieben wird. Dennoch kannst Du auf der dmexco am BVDW Stand und auch an unserem Stand von sevenload ein Exemplar erhalten – soweit ich weiß wird das auch kostenfrei sein. :)

    @Joachim – Schön gesagt, aber es gibt auch genügend schwarze Schafe, die sich von heute auf morgen als „Social Media Experte“ schimpfen und erst seit einer Woche ein Blog haben, rumtwittern und ihre Accounts bei Xing, LinkedIn und Facebook pimpen. Ich hoffe nicht, dass diese „Kollegen“ sich ausbreiten… denn dann ist das „silver, gold and porsches“ Prinzip allen Vorurteilen ausgesetzt.

  6. Floyd sagte:

    Leider werde ich nicht auf der Messe sein:-( Könntest du mir so ein tolles Exemplar sichern? Porto geht natürlich auf mich:-) Würde mich einfach mal interessieren, was man da so schreibt in einem Leitfaden:-)

    Falls nicht, auch nicht so dramatisch, werde es schon irgendwann in den Händen halten. Bis dahin wünsche ich dir viel Spaß und einen wunderbaren Tag.

  7. AndreasK sagte:

    @Floyd: „Wenn jetzt tatsächlich in Firmen Entscheider sitzen, die vom momentanen Stand der Dinge keine Ahnung haben ist das erschreckend.“

    Kommt auf die Firma an ;o) Mein Dad führt einen kleinen, aber hoch exquisiten Garten- und Landschaftsbau-Betrieb im südlichen Westfalen ganz ohne Follower, Facebook-Freunde und Xing-Profil. Und zwar erfolgreich ;o)

  8. Lilli sagte:

    Natürlich gibt es sehr viele Firmen, die das Web immer noch nicht beachten. Quelle ist sicher auch ein wenig daran untergegangen. Und Jack Wolfskin hat sich erst langsam zum Shop bewegen können. Dabei sieht ihre Homepage aus wie die von Arcterix.
    Die Tatze von der TAZ, die Logoplätze von Nike, die Designs vermutlich auch mal bei den Abgemahnten an(b)geschaut, die Webside wie die Konkurrenz – Wenn man die Energie auf das Beobachten der Anderen verschwenden muss, kann man doch gar nicht eigene Ideen haben!
    Jack macht nichts wirklich online. Facebook Fanseite von irgend einem Kunden. Sonst? Fühlt man sich groß, lässt seinen besten Freund Nideggen die Musik für den Werbespot machen und glaub an Werbung im Stadion. Und verkauft sich selbst mehr als Franchise System. Sägt der Online Shop nicht genau den eigenen Shopbetreibern die Kunden ab?
    Also alles extrem auf Web zugeschnitten. [Scherz!!!!!!]

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Konsequenz daraus werde ich freischaffend ein kostenloses Freiexemplar des Social Media Kompass an Jack Wolfskin senden. Wer selbst ein Exemplar dieser 110 Seiten zu Social Media für […]

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.