Einen fulminanten Start in die Woche legt sicherlich der Bookmark-Dienstleister Mister Wong hin, wenn man die Kommentare in der Blog-Bekanntgabe von der Vorwoche liest. Wegen den Vorwürfen des Rassismus durch Sprüche wie „ping pong, king kong, Mister Wong“ ist eine internationale Expansion gefährdet, da diese Sprüche dem zumindest in den USA sehr stark verbreiteten „Ching Chong“ Problem ähnelt und letztendlich nicht die geforderte political correctness wiedergibt.

Das ursprünglich als lustig und gleichzeitig als Hommage an einen der (ehemaligen) Zeichner genutzte Maskottchen „Mr. Wong“ hat damit ausgedient. Ich mutmaße, dass damit auch ganz genau die komplette Marke „Mister Wong“ betroffen ist. Wie transportiere ich die durch das Logo umgesetzte Botschaft des asiatischen Typen, der als Identifikation für den Dienstleister selbst dient? Ein absolut spannendes Thema!

Ich habe den in der webzwonulligen Szene bekannten Christian Clawien auf einigen Veranstaltungen persönlich kennengelernt und muss gestehen, dass ich sehr gespannt darauf bin, wie mit den Merchandise-Artikeln und der gesamten Brand des Dienstleisters jetzt verfahren werden soll… denn wo auch immer der Kopf von Mr. Wong auftaucht, hat dieser Artikel ausgedient. Ob sich ein Seltenheitswert damit generieren lässt?

22 Kommentare
  1. Markus .. ein Morgenlandfahrer sagte:

    Ich hatte die aufkommende Rassismus-Diskussion, die hauptsächlich aus den USA kommt, ebenfalls verfolgt und war schon gespannt darauf, wann die Macher von Mr.Wong reagieren. Wie Du richtig schreibst will man natürlich nicht durch solche – eigentlich vollkommen unbeabsichtigte Assoziationen – einen Erfolg des Produkte und der Marke gefährden. Da ich ja aber ein böser Mensch bin, habe ich mich beim Lesen der amerikanischen Beiträge gefragt, wer die Diskussion los getreten hat. Waren da vielleicht Mitbewerber daran beteiligt, dass eine solche Diskussion in Gang kommt? Hmm, ich denke, man kann einen (hier) negativen Hype auch ‚machen‘. Allerdings habe ich für solche Spekulationen keinerlei Indiz. Insofern bin ich – wie Du auch – einfach gespannt, was sich die Leute um Christian Clawien einfallen lassen werden.

  2. horst sagte:

    Da ich ja aber ein böser Mensch bin, habe ich mich beim Lesen der amerikanischen Beiträge gefragt, wer die Diskussion los getreten hat. Waren da vielleicht Mitbewerber daran beteiligt, dass eine solche Diskussion in Gang kommt?

    der verdacht liegt nahe, da eines der initiierenden blogs von einem yahoo-mitarbeiter betrieben wird…

  3. Gilly sagte:

    Oh mann… ich glaube die Leute von 8asians brauchten einfach mal ein bischen Aufmerksamkeit… ich komme aus Berlin wo Rassismus leider ein großes Thema ist… aber wer zum Teufel hat denn was gegen Asiasten oder speziell Chinesen!?

  4. Matthias sagte:

    Na ja, erstmal abwarten. Letztlich wird nichts so heiss gegessen wie es gekocht wird.

    Und sollte das gut für Mister-Wong ausgehen, haben die doch recht viel kostenlose Publicity bekommen.

  5. Michael sagte:

    Und ich möchte in Zukunft im Ausland nicht mehr als biertrinkender Lederhosenträger dargestellt werden. Soviel Political Correctness muss sein!

  6. Peter sagte:

    Wenn man sich die Political Correctness Debatte in den USA anschaut ist der Vorwurf das Logo sei rassistisch, vor diesem Hintergrund vielleicht logisch und konsequent.
    So Paradox oder unsinnig das vielleicht für uns Europäer sein mag, in Amerika hat Political Correctness viele Teile des gesellschaftlichen und politischen Lebens negativ oder positiv beeinflusst.

    Political Correctness umfasst ein wirres Spektrum verschiedener Ideologien, Reformbewegungen und Utopien. Daher ist es auch ziemlich schwierig den Begriff exakt einzugrenzen. Denn meisten Definitionen ist gemeinsam, daß sich „Political Correctness“ mit Fragen zu Geschlecht, ethnischer oder nationaler Herkunft, Rassen und Religionszugehörigkeit und anderen persönlichen Merkmalen und Folgen für den Einzelnen auseinandersetzt.

    Ein wesentlicher Bestandteil von PC ist die Reformierung der Sprache. Ziel ist dabei, beleidigende oder diskriminierende, wie sexistische oder rassistische, Äußerungen zu vermeiden. Logos sind ja oft auch eine Form der Bildsprache. Vor diesem Hintergrund ist der Vorwurf das Logo sei rassistisch vielleicht nachvollziehbar, für uns Europäer aber schwer zu verstehen.

    Hier hätte die Geschäftsführung von Mister Wong (construktiv GmbH) nicht nur aus dem Blickwinkel des Marketing den amerikanischen Markt sehen sollen. Märkte lassen sich halt nicht immer nur in Zahlen messen.

  7. tboley sagte:

    Ich für meinen Teil bedaure, dass Mr. Wong sein Logo verschwinden lässt, denn es hatte einen sehr hohen Sympathiewert und war ein Teil dessen, was die Marke ausgemacht hat.

    @Peter: PC wird in den USA aber auch teilweise als Waffe missbraucht, das sollte nicht verschwiegen werden. Sicher, es ist erforderlich, Diskriminierung wo immer sie auftaucht entschieden entgegen zu treten. Es darf aber nicht dazu führen, dass dadurch unnötige Denkverbote entstehen oder Sprache vergewaltigt wird. (z.B. History und Herstory).

  8. OliverG sagte:

    Ich muss zwar zugeben, dass ich die Marke ie ganz begriffen habe, warum ein Chinese (oder sowas) in mittelerem Alter mir das Netz strukturieren soll. Ich verstehe auch, dass Leute, die in nem Land leben, wo sie faktisch diskriminiert werden, da sensitiv(er) sind.

    In der Tat ist aber jetzt der ganze Name des Dienstes betroffen auch, wie man mir sagte, wenn „Wong“ ein name ist, den es in China gar nicht gibt. (Wong ist ja wohl eh im Exil in USA ider GB, sonst hieße er ja nicht ‚Mister‘.)

    In meinem Blog habe ich satirisch angemerkt, dass die ganzen Ratings aus 2.0-Pages ja mit GELBEN FÜNFzackigen Sternen gemacht werden. Also: Satanistischen Antisemistismus propagieren. Wann wird das endlich abgestellt?

  9. ToCa sagte:

    EDIT by Admin: Spammste mich dicht? Hier warten einige fröhliche Blacklistserver auf deine Domain… :)

    Hi ebenso wie auf Mister wongs Seite ist nun auch hier der Link der zum einig Wahren und unglaublich Witzigen Praktikantenstadel führt!!

    www punkt praktikanten-stadel punkt de

    Jeder Tag der neue Wahnsinn

    Jeder Klick ist es Wert

Trackbacks & Pingbacks

  1. elek·tri·sch·au » Blog Archive » Mitmachlogos sagt:

    […] der Suche nach neuen Logos sind derzeit einige Internetdienste. Mister Wong sucht nach dem Pseudoskandal um Diskriminierung in den USA einen neuen visuellen Anker und auch Spreadshirt hat sich für […]

  2. […] wenn ich das alte Logo irgendwie noch charmant finde, ist die Idee sehr loblich, nach dem schnell abgekratzten Kopf von Mr. Wong einen neuen Logocontest […]

  3. Der clevere Mister Wong » Ranking Konzept - SEO News sagt:

    […] wenn Mister Wong tot ist, hat er noch gute Ideen: Designer weltweit wurden aufgefordert am Wettbewerb um das neue Logo […]

  4. […] Impressum « Mister Wong hat den Kopf im Logo abgekratzt […]

  5. […] “Mister Wong hat den Kopf im Logo abgekratzt“, schrieb der Sichelputzer. Und tatsächlich wurde das Wong-Logo fast über Nacht auf (s)einen Schriftzug mit rotem Sternchen reduziert. […]

  6. […] ist Mr. Wong wegen der von den 8asians gemachten Rassismus Vorwürfen eingeknickt und hat den Kopf im Logo abgekratzt. Ich habe nichts gegen Minderheiten oder Ausländer, aber alles und jedes so zu verdrehen, dass […]

  7. Arkion.DE » Blog Archiv » Mr. Wong ist tot… sagt:

    […] Wong ist tot… Mußte ich heute hier oder hier und auch dort und fast überall im Netz lesen. Der sympathische Asiate im grauen Kittel war einigen […]

  8. CS Internet Blog sagt:

    Mister Wong – Der rassistische Social Bookmarkservice?…

    Die Darstellung “Mister Wongs” ist rassistisch?! Die Verbildlichung unseres asiatischen Bookmarkverwalters Mister Wong finden einige Amerikaner rassistisch. Daher wurde nun das Abbild Mister Wongs im Logo der Social Bookmarkplattform entfer…

  9. […] in den Medien (z.B. spiegel.de) und bei vielen Bloggern (bloglike, stfn, dimension2k, thl-online, sichelputzer und viele andere) zu lesen war, wurden nach der Freischaltung der US-Beta von Mr. Wong in Amerika […]

  10. […] MikeSchnoor.com weitere Artikel: « Trackback || Trackback-URL Artikelstatistik: · Gelesen: 3 […]

  11. […] Mister Wong lacht nicht mehr @ spiegel.de Mister Wong rassistisch? @ Frank Helmschott Mister Wong ha… Mister Wong: Not Racist @ mashable […]

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