Was hilft am besten gegen Kommentar- oder Trackback-Spam? Etwa ein Plugin wie Akismet oder Spam Karma 2 zur Filterung der neuen Versuche, eine Kommunikation jenseits des guten Willens aufzubauen? Oder etwa ein Captcha-Check, bei dem der User einen lustigen Buchstabensalat auseinander friemeln muss? Vielleicht gibt es ja auch den Zeitgenossen unter uns Blog Autoren, der generell nur registrierte Benutzer innerhalb der Blogsoftware auch zum Kommentieren zulässt? Oder werden Trackbacks bei einigen Blogs per se unterbunden?

Ich glaube, das einfachste und meiner Meinung nach schönste Mittel zumindest für WordPress Blogs ist ein manuelles Update der Datenbank. Einfach mal den SQL-Query

UPDATE wp_posts SET comment_status = „closed“, ping_status = „closed“ where ID < 1000

eingeben, und schon hat man von mehreren duzend Spameinträgen pro Tag endlich ruhe. Anzumerken ist, dass die ID mit dem Wert unter 1000 natürlich nur als Beispiel für diejenige ID entspricht, ab der man alle alten Einträge aushebeln möchte. Und wer interessiert sich denn nun ernsthaft für das Gewäsch von vor drei Monaten, bei dem die Kommentare sowieso jedes Feuer ausgelutscht haben? ;)

Nachtrag
Viel schöner ist vielleicht auch die Variante, dass man den comment_status auf den Wert „registered_only“ setzt. So erlaubt man das kommentieren letztendlich den Stammlesern, wie Stefan es bei seinen Gedanken zu diesem Thema gewünscht hatte.

9 Kommentare
  1. Robert sagte:

    weiss den Namen des .-.. du ahnst es schon – WordPress Plugins nicht, das einstellbar nach x Tagen die Comments u/o TBs closed. Weist einfach den Comment/TB ab.

  2. Boris sagte:

    Ich dachte immer mal wieder genau um diese Möglichkeit herum:
    Einfach mal per direktem SQL-Befehl die Kommentarmöglichkeit für ältere Beiträge abschalten. Wohl wissend, dass wirklich keine Kommentare mehr auf Beiträge hereinkommen, die älter als ca. 3 Monate sind, blieb doch immer ein komisches Gefühl dabei. Was nun, wenn doch mal jemand?

    Inzwischen schätze ich, dass ich mir die Überlegung sparen kann, denn das Problem Kommentar- / Trackbackspam hat sich bei mir völlig erledigt.

    Akismet muss nur noch ca. einmal pro Monat einen Spamversuch einfangen, das wars. Bad Behaviour erledigt im Vorfeld täglich (bzw. meist nächtlich) ca. 100 bis manchmal mehr als 500 Zugriffsversuche von Spambots und unerwünschten Spidern, Harvestern und anderem unerwünschtem Getier. Leistet absolut effektive Schwerabrbeit, das Plugin.

    Ich überprüfe mehrmals wöchentlich die in die Datenbank geloggten blockierten Zugriffe und habe bisher keinerlei false-positives festgestellt. Manche blockierten Zugriffe scheinen auf den ersten Blick von „normalen“ Besuchern zu stammen, bei genauerem Hingucken (und etwas Beobachtungs-Erfahrung damit) entlarvten sich diese bisher aber immer als mehr oder weniger gut verschleierte Bots…

    Insoweit habe ich reichlich Ruhe vor dem Gesindel, aber das o.a. DB-Update werde ich wohl trotzdem mal machen…

  3. Michael sagte:

    He he, Robert, das gleiche schoss mir auch gerade durch den Kopf, als ich den Beitrag im Feedreader las.
    Auto shut off comments müsste es sein:

  4. Mike Schnoor sagte:

    @Robert/Michael – Das Plugin muss ich mir mal suchen… *grübel* Ich hab das irgendwo schon einmal gesehen glaube ich! DANKE! Michael’s Kommentar war noch in der Moderationsqueue… ;)

    @Boris – Mit Akismet und SK2 kommt bei mir auch nichts durch, nur die Teile liegen in der Moderationsqueue von SK2 rum, und einige Male tauchten auch false positives auf – von mir im „echten Leben“ bekannten Menschen sogar. Deswegen nervt es mich manchmal, diese Liste durchzusehen. Wohl aber auch wegen meines Urlaubs waren dutzende Spameinträge reingekommen, die ich sonst in einem kurzen Blick auf die Admin Oberfläche wohl kaum wahrnehme. Aber wenn man nur 2x pro Tag reinschaut, dann häufte es sich doch stark…

  5. Sabine sagte:

    Tja, ich glaube, ich und MovableType müssen sich wohl trennen. Selten so schlecht programmierte Blogsoftware gesehen. Hat man einmal einen Schalter gesetzt, läßt er sich nicht mehr ändern …. von SQL-Zugriffen kann ich nur träumen.
    Bei mir ist es inzwischen so weit, daß nur noch die Spams direkt veröffentlicht werden, Kommentare, die ich zu Testzwecken eingegeben habe, verschwinden im Nirwana und tauchen nicht mal in meiner Kommentarliste auf …

  6. Sabine sagte:

    Übrigens, ein Freund hat sich mal auf die Suche gemacht, ob man entsprechende Plugins auch bei MT nutzen kann … er hat nocht nichts herausgefunden und mir fällt dank mangelnder Erfahrung nichts dazu ein. Habt Ihr einen Tipp?

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Früher habe ich schon einmal über meinen peniblen Spam Protektionismus berichtet. Dazu wird entwede in der Datenbank ein wenig geschraubt oder das WordPress Theme angepasst. Wer sich aber heute immer noch fragt, warum ich definitiv einen aktuellen Trackback nicht freischalte, kann sich darüber informieren, was Trackbacks und was Trackback-Spam ist: Michael erklärt ausufernt und sogar mit Bilderchen! Ich werde ganz bestimmt nichts freischalten, nur weil jemand über das Thema XYZ berichtet, das ich hier auch behandle, aber mir keinen Backlink gewährt. Wo ist die alte Schule auf einmal geblieben? Wer zuspammt macht den schwerwiegensten Web 2.0 Committed Bullshit von allen möglichen Fehlern. [via Rob] […]

  2. […] Verwandte Artikel Spam ProtektionismusSpam im FernsehenSK2 Akismet PluginBlogspot – The Spam DomainSober my Hotmail […]

  3. […] Mike Schnoor beschreibt nun als mögliche Gegenmaßnahme, ältere Artikel für (neue) Kommentare und Trackbacks zu sperren (siehe auch http://www.mikeschnoor.com): Ich glaube, das einfachste und meiner Meinung nach schönste Mittel zumindest für WordPress Blogs ist ein manuelles Update der Datenbank. Einfach mal den SQL-Query UPDATE wp_posts SET comment_status = “closed”, ping_status = “closed” where ID < 1000 eingeben, und schon hat man von mehreren duzend Spameinträgen pro Tag endlich ruhe. Anzumerken ist, dass die ID mit dem Wert unter 1000 natürlich nur als Beispiel für diejenige ID entspricht, ab der man alle alten Einträge aushebeln möchte. Und wer interessiert sich denn nun ernsthaft für das Gewäsch von vor drei Monaten, bei dem die Kommentare sowieso jedes Feuer ausgelutscht haben? […]

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