Ich lese sie nahezu täglich, ich abonniere gerne die Feeds. Und schnell wie der Blitz sind sie allemal. Von wem ist hier wohl die Rede? Natürlich von der Netzeitung, die „online only Zeitung“ der Deutschen.

Trotzdessen wünsche ich mir ein wenig mehr von den Machern des virtuellen Blattes. Mehr? In der heutigen Zeit, wo man doch eigentlich alles und jeden kaufen kann? Und dann noch umsonst? Gewiss, ja, ich fordere. Denn die einen vom Heinz Heise Verlag haben es den Lesern gestattet, mit Kommentaren wilde Diskussionen mitzugestalten. Und die anderen vom Menschen erschaffenen Golem ließen es sogar zu, dass die wilden Horden sich untereinander nicht nur austauschen, sondern sogar zu den Machwerken ihre eigenen Referenzen setzen konnten. Warum sollte nicht genauso die Netzeitung allen kleinen Pseudo-Journallien, ihren eigenen Lesern also, erlauben, die Synthese von Content und Communication zu vollziehen? Im mittlerweile inter-mediären Zeitalter des Social Networkings ist solch vielfältige Nutzung dieses spezifischen Mediums Internet doch nicht nur hypothetisch machbar, sondern auch erfolgbringend durchsetzungsfähig.

Meine Forderung des Wochenendes an die Netzeitung: Lebt mit, kommt mit, und schließt den Kreis der Verdammnis. Ermöglicht es euren Lesern, in wilden Diskussionen auf der Basis eurer Nachrichten auch eigenes zu unternehmen. Als „online only Zeitung“ habt ihr genau den Vorteil noch nicht genutzt, den sich selbst die großen Printmedien wie beispielsweise SpOn geleistet haben. Also, liebe Netzeitung, wenn ihr den Hype nicht verpassen wollt und den Weg zum Social Networking auch bei euch ebnen wollt, seid ihr mit Kommentaren und Trackbacks auf dem richtigen Weg!