Wie ich es hasse! Seit heute morgen gegen 10.15 Uhr sind wir Behördengänger gewesen. Zuerst waren Katharina und ich im Bürgerbüro vom Rathaus, um für unsere Pässe die Adressänderung und unser gemeinsames Wohngeld zu beantragen. Das hatte schon fast 40 Minuten gedauert – die Formularitäten hatte Kat schon zu Hause ausgefüllt, jedoch fehlte natürlich wieder ein Sonder-Exemplar, was ich ausfüllen musste. Ich bin ja nun ein Student, der noch seinen „Zweitwohnsitz“ im Elternhaus von vor zwei Jahren nicht abgemeldet hatte, und so durfte ich dementsprechende Seiten vollkritzeln und bekunden, dass ich kein Interesse habe, in meine alte Heimat zurückzuziehen.

Warum auch? Mit 26 Jahren bin ich dabei eine kleine Familie aufzubauen, und da schlüpfe ich nicht in das kleine Kinderzimmer im weit entfernten Elternhaus zurück. Aber nichtsdestotrotz (ein schönes Wort!) gelang es uns, alles fertig zu beantragen, nur eine Kleinigkeit muss von mir noch nachgereicht werden – die Bestätigung der Krankenversicherung, dass ich das Geld selber zahle und nicht sonst jemand.

Das war aber nicht alles, weil ich zuerst zur zentralen KFZ-Zulassungsstelle fahren musste, um einen Parkausweis bzw. die Parkberechtigung zu erlangen. Jedoch ist unser Haus, die Nummer 5, nicht dafür vorgesehen, weil ja nur ab Nummer 11 die Parkplätze verteilt werden. Wie schön! Also konnte ich zum Straßen- und Tiefbauamt im Fachbereich 5 des Technischen Rathauses Flensburg weiterfahren. Dort teilte man mir mit, dass das Anwohnerparkhaus mit 70 Plätzen randvoll sei und ich bis ca. Januar 2006 warten dürfe, um in der schönen Warteliste von dem jetzigen Platz 33 auf Platz 1 zu gelangen. Das bringt doch keinen Spaß!