Wir leben in der medialen Hölle und genießen den Information-Overflow. Täglich rauschen unzählige Nachrichten über die Ticker, die RSS-Feeds quillen über voller Informationen zu jedwedem Thema. Und immer öfter stelle ich fest: Wo andere sich bereits intensiv mit einem Thema beschäftigt haben, lasse ich bewusst die Finger von. Das resultiert in einer einfachen Frage, mit der man sich in dem Fall immer öfter konfrontiert sieht: Warum bloggst Du das nicht?
Es mag viele Gründe geben, aber warum haben wir eigentlich so viel Spaß an Weblogs? Mir fielen dazu drei spontane Ideen mit verschiedenen Ansätzen ein:
- Weblogs sind öffentlichkeitswirksame Informationsportale zur Meinungsbildung.
Unternehmen, Kommunikatoren, Multiplikatoren, Journalisten – für Pressearbeit ist ein Weblog das ultimative Spokesman-Medium. - Weblogs sind schamlose Übertreibung und Selbstbeweihräucherung der Szene.
Egomanisch getriebene Texteflüsse von medial hochgelobten Autoren, die eigentlich nur wie Du und ich im Leben stehen, sonst aber nichts vorweisen können. - Weblogs sind emotionsgeladene Textsammlungen von Freigeistern.
Wir schreiben uns als einzelne Wesen die Finger wund und teilen unsere privaten Momentaufnahmen des Lebens als Seelenstriptease im Internet mit.
Klar, das war und ist überspitzt. Aber kurz auf den Punkt gebracht: Was man liest, das lädt immer seltener zum Lesen ein. Es bringt keinen Spaß zu einer ausgelutschten Nummer noch den eigenen Senf zu verbreiten. Bloggen soll ein kommunikatives Mittel sein und natürlich auch dem Autor selbst ein wenig Freude bringen. Aber wenn schon bei Rivva in verschiedenen Blogs fünf und teilweise mehr Diskussionen mit Backlinks auf ein bestimmtes Thema aufkommen, ist man irgendwann wenig davon begeistert, eigenen und dabei bitte auch neuen Input beizusteuern. Vielleicht ist dies auch nur wieder eine der regelmäßigen Hilferufe in die Blogosphäre, doch ein paar spannendere Themen als die Artikel von den großen Nachrichtenportalen (Spon, SZ, heise) als Ideal-Standard-Thema zu verstehen. Als reger Leser von unzähligen Blogs komme ich mir manchmal vor wie der Hirsch im Walde. Röhrt man hinein, so röhrt es heraus – und Unkenrufe kommen gleichsam mit. Auch ich reihe mich manchmal in diesen Ritus mit ein, aber bei absolutem Bedarf.
Vielleicht fordere ich einfach zu viel Kreativität als möglich. Das wäre sehr schade. Vielleicht bin ich im Moment auch weniger kreativ als vorher, denn Arbeit und Familie reduzieren das persönliche Blog-Erlebnis auf ein Minimum der Gefühle. Vielleicht tut der Urlaub über den Brückentag einfach nur gut und bringt mich zur Raison.

Meine Name ist Mike Schnoor und in diesem Blog teile ich mit meinen Lesern einige persönliche Ansichten zu 
















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