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NRW-Landesregierung stellt Digitalstrategie 2.0 vor

Digitalisierung, Mittelstand
Foto: MWIDE NRW/Susanne Kurz

Nordrhein-Westfalen hat in den vergangenen Jahren bei der digitalen Transformation eine große Aufholjagd gestartet und ist bei digitaler Infrastruktur und digitaler Verwaltung mittlerweile Vorreiter in Deutschland. Ein wichtiger Treiber hierfür ist die ressortübergreifende Digitalstrategie der Landesregierung.

Die NRW-Digitalstrategie wurde 2019 nach intensiver öffentlicher Beteiligung vorgelegt. Alle darin enthaltenen kurz-, mittel- und langfristigen Ziele befinden sich in der Umsetzung, 14 der 18 kurzfristigen Ziele wurden bereits erfolgreich umgesetzt, die anderen Ziele sind im Zeitplan. Darüber hat das federführende Digitalministerium fortlaufend berichtet und ein digital zugängliches Monitoring eingerichtet. Um der hohen Dynamik des digitalen Wandels gerecht zu werden, sah die Digitalstrategie parallel zur Umsetzung eine zeitnahe Fortschreibung vor, die in den letzten beiden Jahren unter erneuter Beteiligung von Fachleuten und der Öffentlichkeit zur Digitalstrategie 2.0 weiterentwickelt wurde.

NRW-Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart präsentierte die Fortschreibung der Digitalstrategie: „Die Digitalstrategie 2.0 zeigt: Wir meinen es ernst mit der Digitalisierung und haben nicht nur von einer Aufholjagd gesprochen, sondern sie auch mit ehrgeizigen Zielen vorangetrieben. Mit der Fortschreibung unserer Digitalstrategie halten wir das Tempo hoch und zeigen, wie Nordrhein-Westfalen in möglichst vielen Feldern digitaler Vorreiter in Deutschland werden kann.“

Die Digitalstrategie 2.0 ist das Ergebnis eines breit angelegten Beteiligungsprozesses, bei dem die Impulse und Denkanstöße vieler interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie Expertinnen und Experten aufgegriffen wurden. Aus den bisher 44 konkreten und in der Umsetzung befindlichen kurz-, mittel- und langfristigen Zielen der Digitalstrategie aus dem Jahr 2019 sind nunmehr 78 Ziele in den unterschiedlichen Handlungsfeldern der Digitalstrategie 2.0 geworden.

Digitalisierungsinitiativen für den Mittelstand

Insbesondere mit seiner KMU-Digitalisierungsinitiative wird das Land Nordrhein-Westfalen die digitale Transformation des Mittelstandes und darunter auch die technologische Innovation, z.B. im Kontext Künstlicher Intelligenz fördern. Mithilfe von Digitalisierungsgutscheinen und Digitalisierungsassistenten will das Programm „Mittelstand Innovativ & Digital (MID)“ Qualität und Innovationsgrad der geförderten Vorhaben weiter erhöhen.
Über zinsgünstige Kredite der NRW.BANK unterstützt das Land mittelständische Unternehmen auch finanziell bei Investitionen im Bereich Digitalisierung und neue Technologien (z.B. KI).

Interessierte Unternehmen können sich darüber hinaus an das Mittelstand-Digital Zentrum Rheinland wenden, um sich über die strategische Planung und die mögliche Umsetzung ihrer Digitalisierungsvorhaben auszutauschen. Bis Ende 2022 sollen mindestens 1.000 Unternehmen in Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit erhalten, durch Investitionshilfen über MID-Invest ihre Digitalisierungsstrategie voranzutreiben. Für die konkrete Bedarfsanalyse unterstützt das Team des Mittelstand-Digital Zentrum Rheinland und steht für den Austausch bereit.

Einige Beispiele für neue und verschärfte Zielsetzungen der NRW-Landesregierung:

  • Ausbau des Start-up-Ökosystems: Um Nordrhein-Westfalen zu einer der Top 10-Start-up-Regionen in Europa zu machen, soll sich die Gesamtzahl der Scale-ups bis 2025 verdoppeln. Einen wichtigen Beitrag leistet hier das kürzlich gestartete Scale-up-Programm, das bereits ab März 2022 Start-ups auf dem Weg zum Scale-up-Unternehmen unterstützt.
  • Digitale Bildungsinnovationen: Ein EdTech-Inkubator soll Gründerinnen und Gründer dabei unterstützen, den Einstieg in den Bildungssektor zu meistern.
  • Quantencomputing: Die Gründung eines Kompetenzzentrums Quantencomputing NRW in Zusammenarbeit mit den Standorten Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln, Jülich, Paderborn und Siegen soll Nordrhein-Westfalen zum Technologieführer bei Quantencomputing bis Ende 2023 machen.
  • 5G und LTE-Ausbau: Die Gesamtzahl der 5G-Erweiterungen werden auf über 10.300 erhöht, sodass bis Ende 2024 flächendeckend 5G zur Verfügung steht. Bis Ende 2022 sollen mehr als 90 Prozent der Haushalte durch mindestens einen Anbieter mit 5G versorgt sein. Auch die LTE-Versorgungsqualität wird mit weiteren 7.500 Ausbaumaßnahmen erhöht. Mithilfe des Mobilfunkpaktes sollen Funklöcher in der LTE-Versorgung bis Ende 2024 der Vergangenheit angehören.
  • Digitales Bürgeramt: Die Bürgerinnen und Bürger sollen bequem vom Sofa aus rund um die Uhr auf eine Vielzahl von digitalen Diensten der Verwaltungen zugreifen können. Unser Ziel ist es, im kommenden Jahr das „digitale Bürgeramt“ zu vollenden. Über die zentrale Plattform Serviceportal.NRW und meineverwaltung.nrw erreichen Bürgerinnen und Bürger dann mit maximal zwei Klicks alle online verfügbaren Verwaltungsdienstleistungen von Bund, Ländern und Kommunen.

Ein ständiges Monitoring begleitet die Umsetzung der Digitalstrategie und wird transparent in regelmäßigen Umsetzungsberichten auf www.digitalstrategie.nrw veröffentlicht. Auch künftig soll die Digitalstrategie regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden. Der bewährte Dialog- und Beteiligungsprozess wird hierfür auch 2022 fortgesetzt. Die Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen 2.0 ist als PDF-Dokument online verfügbar.

3. Dezember 2021/von Mike Schnoor
Schlagworte: Andreas Pinkwart, Digitalisierung, Digitalstrategie, Fördermittel, Künstliche Intelligenz, Mittelstand, Nordrhein-Westfalen, NRW, Strategie
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Über mich

Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

Über mich

Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren an der Schnittstelle von Marketing, Kommunikation, Technologie und digitalen Geschäftsmodellen. Seine Themen: AI im E-Commerce, Digital Commerce, Product Experience, B2B-Marketing und die Frage, wie aus fachlicher Expertise sichtbare Marktpräsenz entsteht.

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