Mike Schnoor
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Facebook – Deutsches Fratzenbuch

Social Media

Am Montag kam es ganz frisch auf den Tisch: Facebook gibt es auch auf Deutsch. Doch was taugt es eigentlich, das altbewährte Kontaktnetzwerk auch in einer anderen Sprache zu nutzen? Nicht viel, denn nahezu alle Applikationen sind auf Englisch und nicht eingedeutscht. Es fehlt mir einfach der Mehrwert, die Spracheinstellung trotz der dicken Aufforderung in meinem Newsfeed bei Facebook zu ändern.

Natürlich sind insbesondere nicht-englischsprechende Mitglieder von der Tatsache berührt, sich als vollkommen eingegliederte Zielgruppe innerhalb von Facebook zu bewegen. Doch auch die Gruppen sind neben den Applikationen immer noch in Englisch – und da wird sich nicht viel tun, außer man startet Gegengruppierungen… aber dann hat man genau das erreicht, was viele Nutzer bei der Migration von studiVZ und meinVZ bereits auffiel. Es entsteht ein sprachliches Wirrwarr, durch das man im Grunde genommen nicht mehr durchblicken kann.

Suche ich später die Applikationen und Gruppen in Deutsch, in Englisch, in Spanisch, oder alle zusammen? Daher sage ich: Besser auf Englisch bleiben. Wer braucht schon ein deutsches Facebook mit englischen Gruppen und Applikationen als Social Network? Solange dort eine zu starke inhaltliche Diskrepanz zwischen Nutzerinteressen und Übersetzung ist, hält mich das von der Benutzung ab… :)

6. März 2008/von Mike Schnoor
Schlagworte: Applikation, Facebook, Gruppe, meinVZ, Social Media, Social Network, Sprache, StudiVZ, Web 2.0
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-03-06 09:37:042026-06-06 12:46:52Facebook – Deutsches Fratzenbuch
4 Kommentare
  1. Pepino sagte:
    7. März 2008 um 13:14

    hmmm, von Facebook habe ich schon gehört, aber welchen Nutzen hat es?
    Das hat sich mir bisher noch nicht erschlossen.

  2. Michael sagte:
    7. März 2008 um 14:01

    Sowas kommt bei Software(zu) häufig vor. Da wird nicht ordentlich designt und wenn Projekt oder COde dann wachsen muss man Verrenkungen anstellen anstellen, damit es den neuen Anforderungen genügt.

  3. Mike Schnoor sagte:
    7. März 2008 um 15:13

    @Pepino – Facebook hat nur einen Nutzen für die, die auch Facebook nutzen wollen. Es ist genauso wie mit dem Radio. Es hat nur einen Nutzen für die, die es hören wollen… naja, so circa. :D

    @Michael – Ich wette, dass die meisten gut laufenden Applikationen es sehr schwer haben werden, in die jeweiligen Sprachen zu migrieren – zumindest kurzfristig wird bei Facebook alles beim Alten bleiben, sobald man das Funtainment dort nutzen will. Abwarten, Tee trinken…

  4. mjays sagte:
    21. März 2008 um 01:43

    Prinzipiell sollte es kein Problem sein, die Spracheinstellung mittels Facebook-API an eine Applikation zu senden, sodass diese diesen Umstand umsetzen kann und entsprechend die Sprache wechselt.
    Dies würde zwar den Programmieraufwand der jeweiligen Apps oder Widgets erhöhen, sollte aber gerade für professioneller Applikationen wie Last.Fm, Twitter oder ähnliches interessant und umsetzbar sein.
    Dies hängt jedoch von der Größe des jeweiligen Sprachmarktes ab – und hier wird Facebook aller voraussicht nach nicht so bald die entsprechenden Nutzerzahlen vorweisen können.

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Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

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