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Once again: StudiVZ vertuschelt Wettbewerb

Marketing, Medien

Die kreative Szene innerhalb des StudiVZ mobilisiert sich selbst. Vor wenigen Tagen wurde ein Wettbewerb in den größten Ausgaben des Verlages Holtzbrinck gestartet: das Handelsblatt, Wirtschaftswoche und die ZEIT preisen einen Werbewettbewerb aus mit Preisen für Studenten, die etwas bewegen:

Das jeweilige Werbekonzept sollte aus Vorschlägen zur Werbemittelgestaltung ebenso bestehen wie aus einer kurzen Erläuterung der crossmedialen Werbestrategie. Idealerweise lassen sich die Werbemittel auf verschiedenen Kanälen einsetzen (Audio/Podcast, Video, klassische Online-Werbung, Print). Es ist aber auch möglich, sich ausschließlich auf Online-Werbemittel zu konzentrieren. Besonderen Wert legt die Jury auf die zukunftsweisende Gestaltung sowie die mögliche Realisierung im Rahmen von innovativen Kampagnen, die potenziellen Mediakunden für die die Preise ausschreibenden Webangebote realisieren können.

Doch die Teilnahmebedingungen (siehe Werbeblogger) und die Verwertungsrechte sind zu Ungunsten der Teilnehmer ausgelegt, so dass sich das StudiVZ an den eingereichten „Werbevisionen“ ergötzen könnte und nicht die Teilnehmer selbst. Eine gewaltige Protestaktion wurde durch das Löschen der originären Gruppe im StudiVZ auf die Beine gestellt – und nahezu heimlich wird versucht die Spuren zu verwischen.

Das haut doch echt das Fass aus dem Boden, aber eigentlich kann man ja sagen: „Das ist nichts Neues im StudiVZ sondern Alltag.“ Nach desaströsen Viralclips, mislungener Sprayer-Propaganda und einer Anklage wegen unter anderem einem nicht kleinen Thema namens „Volksverhetzung“ werden die Mitglieder dieses Social Networks endlich wach. Auf die Barrikaden! Verbrennt StudiVZ-Mobile wie in Frankreich! Studenten vor! Ach, das waren noch Zeiten damals… und zum Glück für einige Beteiligten wurden die Jury-Mitglieder nicht namentlich erwähnt, obwohl ich einige der öffentlichkeitswirksamen Namedroppings von „Repräsentanten der Online-Portale und der Agenturszene“ erwartet hatte. :)

16. August 2007/von Mike Schnoor
Schlagworte: Handelsblatt, Holtzbrinck, Kommunikation, Medien, Nachwuchs, Protest, Public Relations, Studium, StudiVZ, User Generated Advertising, Verlag, Werbevisionen, Wettbewerb, WiWO, Zeit
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2007-08-16 21:49:282026-06-06 12:52:51Once again: StudiVZ vertuschelt Wettbewerb
3 Kommentare
  1. Michael sagte:
    16. August 2007 um 22:31

    Das ist wirklich peinlich! Da gibt Holtzbrinck 50 x Millionen für StudiVZ aus und dann wollen sie die Studenten mit Peanuts abspeisen und sie um die Rechte an ihren Ideen bringen.

    Warum holen die sich nicht endlich eine professionelle PR-Abteilung? Was die in letzter Zeit abziehen ist ja noch schlimmer als vor der Übernahme. Ich dachte damals wirklich es würde besser werden…

  2. Olaf sagte:
    17. August 2007 um 14:18

    Das ist echt eine absolute Dreistigkeit. Ideen zu sammeln, um das kreative Potential (welches bei manchen StudiVZ-Usern sicher vorhanden ist) abzugreifen.
    Das ist für mich schon fast ein Grund, dieser Community den Rücken zu kehren.
    Mal sehn, was sie sich als nächstes einfallen lassen…
    …evtl. die professionelle PR-Abteilung (also: Vorsicht Michael! Das war ja deine Idee ;)

  3. Hasan sagte:
    26. August 2008 um 22:37

    Die wissen wohl wie man mit wenig finanziellen Mitteln an möglichst viele kreative Ideen gelangt… durch die Mitglieder. Man muss das ganze Theater ja nicht mit machen.. und wenn studivz weiterhin selber seinem Ruf schaden, sollen die weitermachen, mein Profil dort ist sowieso auf das nötigste begrenzt

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Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

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