Mein lieber Kommilitone Pascal beklagte letztens, dass ich anscheinend in seinem WLAN rumspuken würde. Er rief mich spontan an und fragte, ob ich bei ihm rumsurfen würde. Ich war zur Zeit im Internet, was sich durch den schönen Verbindungsnachweis der Versatel einfachst nachweisen läßt, aber während ich bei mir rumsurfte war der Laptop dabei, die Verbindung zu WLAN Netzen aufzubauen.

Das liegt natürlich nur daran, dass ich bei einem Gruppentreffen den WEP-Key erhalten hatte. Weil Katharina und ich nun genau gegenüber von ihm und seiner Freundin wohnen, kommt es vor, dass sich meiner und Katharina’s Laptop versuchen in bekannte Netze einzuklinken. Das funktioniert auch mitunter, jedoch fällt es für uns nicht ins Gewicht, da wir mit unserem ISDN Anschluss weitaus schneller sind als mit der „schlechten Verbindung“, die möglicherweise über WLAN aufgebaut wird. Wir werden sowieso von ca. 5-7 WLAN Netzen über Tag und Nacht zugemüllt.

Kurz und gut, für Pascal bedeutete dies aber wohl, dass sobald sich einer unserer Rechner in sein Netzwerk einklinken versuchte, dies Probleme verursachte. Weil die Laptops mit der niedrigsten Geschwindigkeit sofern möglich eine Verbindung für wenige Minuten oder gar Sekunden aufbauen konnten, wirkte sich dies auf die Geschwindigkeit aller am im WLAN verbundenen Rechner aus.

Es gibt laut Golem schon sehr lange „ein Netzwerkarchitektur-Problem von Datenfunknetzen, das zumindest bei den immer verbreiteteren 11-Mbps-WLAN-Netzen nach IEEE-802.11b-Standard auftritt. Dabei werden alle aufgebauten Verbindungen auch bei hervorragender Signalqualität automatisch auf die Geschwindigkeit des am langsamsten angebundenen WLAN-Netzwerkteilnehmers abgesenkt.“ Wie schön, dass ich mich mit solchen Sachen nicht wirklich auskenne und nur Plug’n’Play User bin.

Demnach tut es mir leid, dass ich durch den sich eigenwillig verhaltenden Laptop wohl das Surfgetue von Pascal beeinträchtigt habe. Jedoch liegt es nicht in meiner minütlichen Beobachtung, was der blöde Laptop so alles automatisch macht, und es ist mir auch ehrlich ziemlich egal. Jeder ist seines Glückes Schmied, und ich gehe davon aus, dass man sein WLAN Key und/oder Passwort entsprechend jede Woche ändert – so wie es sich gehört. Wer das nicht tut, bekommt wohl über kurz oder lang solch ein dummes Problem wie mein Kommilitone. ;)