Was bringen Kommentare wirklich? Eine rege Diskussion, viele zusätzliche Informationen… aber jede Menge Probleme für den jeweiligen Autor. Beim Feed-Lesen stieß ich soeben auf folgende fünf Thesen (grob übersetzt!):

1. Je mehr Kommentare man hat, desto weniger wird man verlinkt – Kommentare verschlechtern das Ranking
2. Die Leute schreiben besseres auf ihren eigenen Blogs als in den Kommentaren – mehr Qualität und Wert
3. Gewinner statt Verlierer sein – als Pseudo A-Listen Blogger
4. Das Ambiente ohne Foren-Kommentar-Trolle siegt – bessere Argumentationen
5. Spam, welcher Spam? – das Leben wird einfacher

Mehr dazu gibt es im via ProBlogger und BlogSavvy. Aber die Diskussion zu Kommentaren (und den Sinn und Zweck jener) ist wohl nie beendet, solange es die üblichen Spielkinder vom Texas Hold’em Poker oder der sinnfreien Kommunikation gibt… sobald man aber gezwungen ist, in seinem eigenen Weblog darüber zu schreiben, wird man sicherlich die anderen Autoren verlinken – wie es der gute Ton laut Nico ja verlangt.

8 Kommentare
  1. Langhoff sagte:

    es kommt wie immer drauf an.
    wenige Kommentare, wenn auch noch ein inhaltlicher Bezug zum Eintrag zu erkennen ist, sind sicherlich ein schöner Hinweis dass man gelesen wird. In manch erfolgreichen blog, im Sinne von Zugriffszahlen, sind aus den Kommentaren aber schon manchmal Heise-Foren geworden. Da lese ich die Kommentare bewußt nicht, vermiesen mir nur das blog.
    Bewertung von Kommentaren, Trick, Track; Backtrack und all die neuen Ansätze die Kommentarfunktion zu handeln, sperren wenig technikverliebte Gelegenheitsleser faktisch aus.

  2. templaterie blog sagte:

    Trackback-Bus, Kommentar-Sitzplatz und der Umzug ins Nebenzimmer

    Dieser Beitrag ist ein Beitrag, der Social impact, Trackback und den bewussten Umgang mit Moderation und Medienkompetenz streift.

  3. Robert Basic sagte:

    von den Thesen halte ich nicht besonders viel, denn die allermeisten Leser eines Blogs haben kein Blog. Wo sollen die kommentieren? Kommentare geben einem Blog die nötige Würze.

  4. Paul sagte:

    Kommt immer darauf. Zum Beispiel arten die Kommentare beim Shopblogger oft in Duskussionen aus. Inkl Trolle usw. Ich merke dann, daß ich die Kommentare gar nicht mehr lesen will.
    Bei vielen Kommentaren macht es auch keine Freude mehr, als Leser noch etwas Hochwertiges zu schreiben. Der eigene Text geht in den 30 anderen Kommentaren (die dann oft nur Disksussionantworten wie „ah..ok“ oder Smilies sind) einfach unter.

    Ich denke es kommt sehr auf die Qualität der Kommentare an. Leider kann man das nicht steuern.

  5. Gabriel Dobersch sagte:

    Ich denke es kommt sehr auf die Qualität der Kommentare an. Leider kann man das nicht steuern.

    Das sehe ich auch so, dass es auf die Qualität ankommt. Dass man es nicht steuern kann, versuchen die Jungs von Weblogsinc gerade zu widerlegen: Auf TVSquad testen sie ihr neues System (The „Star System“), Kommentare zu bewerten und loben sogar Prämien für die besten „Contributors“ aus (z.B. Link auf eigene Seite im Sidebar). „Beste“ muss hier nicht logisch zwingend „meiste“ bedeuten (auch wenn das sicherlich früher oder später mit einbezogen wird):

    Our bloggers give readers a star for every good comment they put up. That is, a constructive comment that ads to the dialogue. The blogger doesn’t have to agree with what the commentator is saying, the star is simply the reward for creating a constructive post.

    Geplant sind weitere Features, so sollen z.B. zukünftig auch negative Stars vergeben werden können und auch die User werden später Bewertungen abgeben können.

    Insgesamt führen die Incentives vermutlich zu mehr Kommentaren, aber auch zu besseren (qualitativ hochwertigeren). Nebenbeibemerkt führt es natürlich auch dazu, dass die Kommentierenden eine stärkere Bindung zum Blog aufbauen….

    Das sind in meinen Augen gute Ideen, die man auch für die deutsche Bloglandschaft adaptieren sollte. Ich denke (und hoffe) dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ein WordPress-Plugin erscheint, das sich am „Star-System“ orientiert…

  6. zenzizenzizenzic sagte:

    Und wenn man die angebliche Nutzlosigkeit konsequent weiterdenkt, dann kocht jeder nur sein eigenes Süppchen ohne direktes Feedback.
    Gibt jemand einen Kommentar ab, kann ich davon ausgehen, daß derjenige auch den Beitrag gelesen hat. Habe ich nur Besucher, die aufgrund eines hohen Rankings bei google zu mir kommen, weiss ich nie, ob die nicht doch was ganz anderes gesucht hatten und ob die meinen Eintrag überhaupt gelesen haben. Also ich bevorzuge da doch die Kommentarfunktion. Das Thema selbst im Blog aufzugreifen finde ich auch nur sinnvoll, wenn man etwas neues zum Thema beisteuert. Nur ein „ja genau“ bringt da wenig.
    @Paul
    Was ist denn an Diskussionen schlecht? Dazu bietet man doch die Kommentarfunktion an. Nur ein „ja, finde ich auch“ zu lesen, mag dein eigenes Ego streicheln, bringt aber nach dem dritten gleichartigen Kommentar nicht wirklich etwas.

  7. Sven sagte:

    der erste Punkt widerspricht sich selbst: gerade, wenn ich nicht in einer Kommentarlist mit 200 comments untergehen will schreibe ich meinen als eigenen Blogbeitrag ins eigene Blog, und natürlich verlinke ich auf den Ursprungsartikel, denn der ist der der zählt, und auch gelesenwird egal wieviele Kommentare drunterstehen.

    Ich würde da also sagen: desto eher wird man verlinkt, aber desto weniger wird ein eigener Kommentar den ich unter einen Artikel schreibe gelesen. Oder?

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