Mike Schnoor
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Fake Steve Jobs enttarnt!

Blogkultur

Wie in der NYTimes zu lesen ist, wurde die geheime Identität des berüchtigten „Fake Steve“ gelüftet: Daniel Lyons, ein führender Redakteur des Forbes Magazine, hatte die größtenteils englischsprachige Blogosphäre über Monate hinweg von seiner Schreibkunst überzeugen können.

Die Sache flog letztendlich nur deswegen auf, weil über das „Fake Steve“ Thema ein ganzes Buch veröffentlicht wird. Das Manuskript und die Information, der Autor sei ein bekannter Schreiber für eines der größeren Magazine, führte zur Enttarnung. Die Schreibstile vom Fake Steve Blog und dem öffentlichen Blog von Daniel Lyons waren dann doch zu offensichtlich. (via Turi2)

6. August 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2007-08-06 08:18:222007-08-06 08:18:22Fake Steve Jobs enttarnt!

Ich bin nicht die Nummer Eins!

Blogkultur

Auch wenn sich die halbe Blogosphäre heute Abend mit Um-die-Wette-Sektkorkenknallen beschäftigt hat, das ist mir doch alles egal! Keine Weltherrschaft, keine Nummer Eins oder mit dem Finger auf andere zeigen!

Und ja, darauf bin ich stolz, dass ich den Abend gemeinsam mit meiner Freundin verbringen durfte ohne mich um Technorati zu scheren. Ja, ich hatte es bemerkt, aber der Familiensegen sollte heute mal richtig hängen! Dafür verabscheue ich zur Zeit die halbe Nachbarschaft, die sich fröhlich einige Liter Bier und Wein hinter die Binde gekippt hat und gröhlend auf dem Hof klatscht und lacht… ach ja, es gibt so viele kleine Dinge im Leben… da spiele ich doch lieber die zweite Geige! Ob ein Eimer kaltes Wasser bei den Nachbarn hilft? :)

4. August 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2007-08-04 23:08:112007-08-04 23:08:11Ich bin nicht die Nummer Eins!

Viralspots vom „Stufz“

Marketing

„Dicke Kinder sind schwerer zu entführen“, „Geile Frauen scheißen nicht“ und „Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg“ – mit diesen abgrundtiefen Titeln hatte man ja versucht eine neue Aufmerksamkeitswelle auf das StudiVZ zu lenken. Von den vielbeschworenen Viralspots habe ich keines im Netz herausfischen können.

Nun reden wir doch einmal Tacheles: Wer hat die gesehen bzw. wer hat eine Quelle dazu? Ich finde den Mist nicht mal ansatzweise auch nur im Netz. StudiVZ hin oder her – es ist doch alles nur noch Stuss… mit dem Stufz!

4. August 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2007-08-04 14:34:152007-08-04 14:34:59Viralspots vom „Stufz“

Blogperlen – Denkansatz zur Verbesserung

Social Media

Eine gute Idee! Wirklich, es gefällt mir sehr was Robert und Eric mit Lieblnk.de auf die Beine gestellt haben. Da bereits sehr viel Lob in den entsprechenden Kommentaren ausgeschüttet wurde und die Funktionen schon sehr gut sind, bleibt mir eigentlich nur noch eines übrig: Der nachdenkliche Kommentar.

Eines finde ich an den selbstgepflegten Listen schon wieder irritierend – den Mitmachfaktor. Da auch ich einen Hang zur Selbstdarstellung besitze und diesen manchmal schamlos ausnutze – sei es unter der Dusche mit dem Duschkopf als Mikrophon oder hinter der Bar als Barkeeper der Extravaganza – naja, es geht um Blogperlen und um zum Thema zurückzukeheren… sobald wir alle als Menschen unsere Finger bei diesen Listen aktiv mit im Spiel haben und kein reiner Algorithmus die „Blogperlen“ beurteilt und auswertet (z.B. wie bei Rivva), sehe ich einfach die Gefahr darin, dass irgendwer sich wieder 20 extra Accounts anlegt und sich selbst (oder andere sich sogar gegenseitig) in die Charts pusht. Das bekannte „Digg“-Problem lässt sich ja nicht gänzlich durch Moderatoren eindämmen.

Vielleicht sollte man daher um direkt das Problem zu bekämpfen jeden Teilnehmer in diesen Voting-Mechanismen komplett öffentlich darstellen mit ganzem Namen, keine Nicknames, damit man die jeweiligen Präferenzen der Menschen dahinter auch nachvollziehen kann und einen Manipulationsversuch schon im Keim ersticken kann. Ich hätte nichts dagegen bei Lieblnk als „Mike Schnoor“ dort gezeigt zu werden, als dass es wieder ein Nickname ist, den letztendlich keiner zuordnen kann. Wenn Menschen dort abstimmen, sollen sie auch mit ihrem Namen offen handtieren.

Ein Blogeintrag mit 15 Perlenpunkten sagt selten aus, wer den nun geperlt hat. :)

4. August 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2007-08-04 09:52:412007-08-04 09:52:41Blogperlen – Denkansatz zur Verbesserung

Jonet-Tag: Wo sind die Leute?

Events

Wer: Es werden Kreative aus der Werbung, Beflügelte aus den Agenturen, Intelligente aus der Vermarktung, Vordenker aus dem Videobereich und überhaupt diejenigen gesucht, die auch die Lust und Zeit haben sich gemeinsam auf dem jonet-Tag in Hamburg zu treffen.

Was: Das Thema wird die Zukunft der neuen und alten Medien sein.

Wo: In Hamburg findet der Event statt, aber auch im Jonet-Tag Mediacamp funktioniert alles online.

Wann: Am 08. September 2007 findet der Event statt.

Jedenfalls freut sich Falk total auf diesen Event, auf dem erst an die 50 Teilnehmer sind! Ich habe mich erneut angemeldet, weil die ehemalige Anmeldeliste sich verabschiedet hat und der Registrierungsprozess nur über die neue Seite funktioniert. :)

4. August 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2007-08-04 09:31:002013-11-20 07:53:00Jonet-Tag: Wo sind die Leute?

Hagebau Markt mit viralen Werbevideos

Marketing, Videos

Ich kenne es nicht aus dem Fernsehen, aber der prominente Komiker Mike Krüger ist scheinbar mit dem Markenzeichen der Nase auf den Hagebau Markt gekommen. Mit dem nötigen Gespühr zeigen die Werbespots nichts anderes als das, was uns allen im Blut liegt: Das Heimwerken!

Nicht schlecht, Herr Specht. Der Hagebau Markt geht in die virale Werbeoffensive… mit eins, zwei, drei, nein sogar vier Spots! Und ich bekomme das sogar erst über andere Weblogs mit und nicht direkt aus dem Büro. So ist das halt, wenn man mal einen Tag lang in Deutschland umher reist… :)

Ich bezeichne das zumindest als viral, da ich noch keinen dieser Spots im Fernsehen betrachten konnte. Zumindest wird hier bei Hagebau auch der Humor groß geschrieben und keine Eskapade wie von StudiVZ ausgelebt. So macht man es dann richtig oder zumindest wesentlich besser als die Studententruppe. :)

Nachtrag: Ok, die Spots sind doch älter… zumindest ich habe sie das erste Mal gestern im Netz gesehen!

3. August 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2007-08-03 22:30:002026-06-06 12:44:20Hagebau Markt mit viralen Werbevideos

Mister Wong im Logocontest

Marketing

Auch wenn ich das alte Logo irgendwie noch charmant finde, ist die Idee sehr loblich, nach dem schnell abgekratzten Kopf von Mr. Wong einen neuen Logocontest auszuschreiben.

Mit Preisen im Wert von insgesamt 12.000 US Dollar wird international beworben. In Deutschland erfährt der Bloguser davon erstmal gar nichts. Warum eigentlich nicht?

Doch angesichts der Entwicklung, die zu diesem Schritt führte, möchte ich vor einer Sache jeden Logodesigner da draußen warnen: Nehmt nicht den roten kleinen Stern vom aktuellen Mister Wong Logo und positioniert den als Eyecatcher im Logo, denn sonst:

Der fünfzackige Rote Stern wird als Symbol für die kommunistische Weltanschauung wahrgenommen und soll die Hand des befreiten Menschen der klassenlosen Gesellschaft darstellen, wird aber auch als Vereinigung der fünf zivilisierten Kontinente gedeutet; er soll auch die Hand der werktätigen Bevölkerung symbolisieren. Heute ist der rote Stern auch das allgemeine Zeichen für radikalere linke Vorstellungen, z.B. kommt er im Logo der RAF vor. Seine Verwendung in Zusammenhang mit staatlichen Behörden und offiziellen Wahrzeichen eines Landes hatte meist den Zweck, die Vorherrschaft der sozialistischen Idee zu betonen. (Quelle)

Ja, denn sonst könnte jeglicher Logoentwurf nach hinten losgehen, wenn Mister Wong sein potentiell neues Emblem im glorifizierten Kommunismus der Öffentlichkeit vorstellt. Wäre ja auch absolut untragbar, dass Mister Wong nach den Vorwürfen des Rassismus nun auch noch als Social Bookmarking Dienstleister den Kommunismus im Logo wiederentdeckt. Vielleicht sollte man das auch nicht als favicon.ico nutzen… :)

Und nein – das ist kein Bashen, aber wenn ihr wegen dem I18N Geblabber von 8asians so reagieren müsst, bitte ich daher freundlichst um Entfernung dieses roten Sterns als tragendes Symbol. Auch Oliver Gassner sieht es mit dem Stern ähnlich.

3. August 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2007-08-03 08:19:052013-11-20 07:56:14Mister Wong im Logocontest

Nachgebloggt: StudiVZ Spots

Marketing

Das in der webzwonulligen Szene bekannte StudiVZ besticht im Moment mit drei Viralspots im Netz. Wie man sich seine Meinung auch bilden mag, das Internet hat selbst seine eigene Meinung zu soetwas und es wurde sogar von „Unsittlich, ekelerregend, abstoßend“ in einem Beitrag bei off-the-record geschrieben. Letztendlich ist es nur eine neue PR-Aktion, die über kurz oder lang ihren Anklang finden wird. Dort in dem ursprünglich süffisanten Beitrag zu dem Thema stand so einiges, doch jetzt liest sich ein entsprechendes Update wie folgt:

Sorry, sorry. Bis vor kurzem stand an dieser STelle eine wirklich gute Geschichte über StudiVZ plus Spots. Doch nun gibt es derzeit diverse (juristische) Bedenkenträger. Wir checken das – morgen früh wird es bestimmt sowohl Spots als auch Text von Olaf zu sehen/lesen geben.

Verständlich. Man will sich ja nicht mit dem neuen Geschäftsführer von StudivZ persönlich anlegen. Aber auch Patrick hat das Thema entdeckt und haut daher richtig auf den Putz:

Platt, dumm, unlustig und menschenverachtend. Das hat für mich nichts mit Rebellentum, Satire, Kunst oder sonst irgendwie etwas zu tun. Aimaq Rapp Stolle Interactive beweisen ihren üblen Geschmack mit dieser Reihe von Viralspots für StudiVZ (nein ich werde sie nicht direkt einbetten) und ich hoffe schwer, dass es dafür höchstens einen Nagel zu ihrem Sarg gibt.

Ich selbst konnte noch nicht in den Genuß eines dieser Videos kommen, frage mich jedoch auch, ob ich das will… es ist immer wieder die Frage nach dem guten Geschmack – und bei einigen Herrschaften aus der Werbebranche scheint dieser ja mittlerweile flöten gegangen zu sein. Den Aussagen der geschätzen Blogkollegen jedoch vertraue ich umso mehr, als dass ich mich letztendlich von abstrusen Spots selbst überzeugen möchte.

1. August 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2007-08-01 23:19:272026-06-06 12:51:44Nachgebloggt: StudiVZ Spots

Gewongte Gedanken

Marketing

Es gibt Feinheiten zu beachten, wenn man international expandieren möchte. Bestes Beispiel ist die damalige Eröffnung von Disneyland Paris. Die Walt-Disney Gruppe hatte versucht, ihre amerikanischen Vorbilder in Europa als nahezu identische Kopie aufzubauen – sie scheiterten jedoch an den Feinheiten, durch die der europäische Markt besticht.

Nur um ein Beispiel heraus zu picken: Der Europäer trinkt gerne Wein oder Bier zum Essen, was jedoch durch die amerikanische Ideologie nicht im Park gestattet war. Also hatten die Besucher keinen Anreiz gefunden, sich in den durchaus hochpreisigen Restaurants und Buden des Parkes ein Essen zu kaufen und dazu eine Cola zu schlabbern. Dafür habe ich auch die entsprechenden Quellen, die aber so alt sind, dass ich sie nur in Druckform vorliegen habe. :)

Jedoch ist bei der Internationalisierung immer die eigentliche Lokalisierung einer Marke oder eines Dienstes wichtig – und damit auch ihre Strapatzierung und Anpassungsfähigkeit auf eventuelle Unannehmlichkeiten. Im jüngsten Fall um die radikalen Änderungen an „Mister Wong„, einem deutschen Social Bookmarking Dienstleister, sieht man sehr genau, dass ähnlich wie im Fall von Disney die lokalen Bedingungen nicht beachtet wurden. Das Resultat zog daher die Trennung des asiatischen Kopfes vom Logo mit sich. Doch für mich hatte dieses Logo gerade seinen individuellen Charme für den Namen gegeben – das ist passé.

Zwar konnte Disney es mit Paris nicht hinnehmen, dass der Park nicht gut besucht wurde und die Zahlen weiter ins Rote rutschten, jedoch dauerte die Rettungs- und Reanimationsphase für Disneyland Paris fast 10 Jahre, nachdem entsprechende Identifikationsprozesse und ein allgemeines Umdenken stattfand. Die Internationalisierung von Mister Wong dagegen erfolgt mit schnellen radikalen Schnitten. Vielleicht leben wir im Web 2.0, das berühmt und berüchtigt für seine Schnelllebigkeit und Kreativität ist, aber damit auch für seine Absurditäten und Unlogik. Kräht ein Hahn auf dem Mist, heißt das nicht, dass ein ganzes Land kräht oder sich damit identifizieren kann. Zwar ging das beim Fall „Flickr Zensur“ sehr schnell, aber ein klares Statement seitens Mister Wong hätte genügt um der Argumentation von 8asians, die ja scheinbar zu der Yahoo-Clique gehören und damit auch im amerikanischen Platzhirsch del.icio.us verstrickt sind, sämtlichen Wind aus den Segeln zu nehmen. Wie in den Kommentaren erwähnt, möchten Deutsche im Ausland auch nicht als biersaufende dicke Lederhosenträger gezeigt werden – aber es wird weiterhin praktiziert und dabei auf jegliche political correctness geschissen. Minderheitsprobleme bestehen in jedem Land, und man muss sich darüber im Klaren sein, dass irgendwas irgendwen immer stört. Wir leben hier in einem globalen Dorf, in dem jeder die Erwartungshaltung hat, dass er/sie im Recht sei und alle anderen sich fügen müssten.

Ich hätte mir gewünscht, dass Mister Wong in diesem Fall die Lederhosen angehabt hätte und nicht klein beigegeben hätte. Schwanzeinkneifen auf Kosten der User ist scheiße. Dennoch bringt dies wunderbare Pressereaktionen, was ja niemandem zu verübeln ist.

1. August 2007/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2007-08-01 08:14:532007-08-01 08:14:53Gewongte Gedanken
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Über mich

Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

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