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Vor einigen Tagen bewegte der Tod von Michael Jackson nahezu die ganze Welt. Auch ich schrieb hierzu einen beruflich geprägten Blogeintrag. Was mir jetzt nach einigen Tagen stark auffällt, findet sich vor allem in den eingehenden Kommentaren zu diesem Blogeintrag wieder. Gerade hier versuchen irgendwelche Spammer auf „Michael Jackson“ abzufahren und massiv Punkte einzuheimsen.

Und diese sind nicht die typischen Bots, von denen massive Werbung für Stimulanzverlängerungsmittel wie Viagra und Cialis betrieben wird. Nein, es sind zum Teil deutschsprachige, manuelle Kommentare, die aus dem Nichts erscheinende Michael-Jackson-Gedenk-Seiten durchprügeln wollen. Wie armseelig und widerlich doch diese Kommentarspammer sind, sich auf dem Tod eines solchen Popstars mit ihrem Werbedreck auszulassen. Was mich nun wundert ist, ob auch andere Blogger ein erhöhtes Aufkommen an „Jacko-Spam“ feststellen?

Wenn die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (kurz: IVW) zur Verbreitung von gut gemeinten Informationen für ihre Mitgliedsunternehmen zur E-Mail greift, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Oder doch? Digitale Urtümlichkeiten im Zeitalter von E-Mails erlebt man ja nahezu jeden Tag.

In diesen Genuss kommt an diesem Nachmittag jetzt die halbe deutsche Internetwirtschaft. Sämtliche Mail-Adressen finden sich nicht als Blind Carbon Copy (BCC) versteckt, sondern im direkt einlesbaren CC-Feld der Mail wieder. Die Antworten der angeschriebenen Herrschaften reichen von „Vielen Dank“, mit womöglich ironischer Sichtweise für das Bereitstellen sämtlicher E-Mail-Adressdaten, über „Belehrungen“, bei denen erklärt wird, wie man BCC nutzen soll, dennoch die Reply-All Funktion des Mailclients nutzt, bis „Stoppt den Spam!“ an alle Angespammten. Ja sind wir denn alle ein wenig bedeppert?!

Immerhin bedauert die IVW diesen Fehler in einer jüngsten Mail an die Mitglieder, und man geht davon aus, dass man die nun zur Kenntnis gekommenen E-Mail-Adressen ebenso verantwortungsvoll behandeln wird, wie man die eigenen E-Mail-Kontaktdaten respektiert wissen möchte. Dem kann ich nur beipflichten. Ich zumindest danke für meinen Teil der IVW für diese Eskapade und freue mich auf neue, besonders hochwertige Kontakte, die bei Google und bei XING erforschen werde! :)

Nachtrag: Das ungeahnte Ausmaß der Dinge eskaliert in den ziemlich widerlichen Antworten einiger unbedarft agierender IVW-Mitglieder an alle Adressaten. Wer auf die Weise sein Portal bewirbt sowie Werbung für seine Dienstleistungen und/oder Produkte macht, dem sollte man gehörig die Leviten lesen…

Schaltet doch offizielle Werbung und versucht es nicht an den Spamfiltern der Kommentarfunktion in diesem Blog hängen zu bleiben. Ihr landet in dem Fall üblicherweise in der Moderationsschleife und werdet nicht freigeschaltet. Gerne könnt ihr zu mir direkten Kontakt aufnehmen und eurer beworbenes Angebot „internet-poker dot de“ über eine gebuchte und bezahlte Werbeanzeige in diesem Blog schalten.

Sollte von eurer Seite her kein Interesse daran bestehen, bitte ich euch, euren Spambot, der mit 82.195.246.xxx scheinbar aus der Schweiz aktiv ist, nicht mehr auf meine Seiten zu lenken. Wenn ihr bei einer Agentur für SEO/SEM-Dienstleistungen seid, wurdet ihr bestimmt über die Steigerung von Reichweiten über Weblogs falsch beraten. Gerne helfe ich euch auch in dem Fall weiter. Solltet ihr dafür einen Praktikanten abgestempelt haben, der diese Sachen händisch für euch erledigt, feuert ihn sofort. Und sollte jemand in eurem Namen handeln und auf diese durchaus unorthodoxe Weise euren Namen in Weblogs schlecht reden, was ich wirklich nicht hoffe, helfe ich euch sogar gerne, um diesem Treiben ein Ende zu bereiten.

Wenn wir im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit und Markenkommunikation mit von der Partie sein wollen, setzen wir natürlich auf diverse Zugpferde. Pressemeldung. Journalistenkontakte. Blogger. Peers. Gastkommentare. Gastbeiträge. Vorträge. Keynotes. Diskussionen. Spam. Man beachte diese Hervorhebung. Klar, wer es braucht, der spammt. Mache ich auch von Zeit zu Zeit. Das kommt ja in den besten Kreisen vor. Meist nutze ich Twitter dazu und ballere den einen oder andern Link an das „Folge-Volk“ raus.

Wovon ich jedoch offen und ehrlich jedem Kommunikator abraten möchte ist folgendes: Bitte schreibt keine Communities bzw. deren User über direkte Nachrichten an, bewerbt ein Portal bzw. einen Service damit und hofft auf hohe Abschlussquoten in Form von Registrierungen. Sowas funktioniert nicht. Der mündige User wird euch binnen weniger Sekunden als Spam outen. Für Social Media ist das nichts anderes als Social Spam. Ganz neu bei Twitter wird das als #socialspam verhashtaggt. Eine Rettung der öffentlichen Kommunikation ist in dem Fall auch kaum möglich. Die Community reagiert amüsiert, erbost und mit Abscheu. Das Kind fällt in den Brunnen und ist nicht mehr zu retten. Zwar erwirkt man mit der nötigen Portion an Transparenz und Authentizität einiges in der Kommunikation für ein Unternehmen oder für einen Kunden, doch in dem Fall von Social Spam wäre hier die Schadensbegrenzung für die Online-Reputation eines Unternehmens langsam aber sicher von Vorteil.

Drum merke: Wer etablierte Communities mit einer klaren Kaltakquise angehen möchte, wird kurzfristig auf harte Mauern stoßen, die unüberwindbar jeder Kontaktaufnahme standhalten werden. Und wer sich jetzt fragt, worum es geht, der sollte ein wenig im Netz recherchieren… also, lieber kein Social Spam in etablierten Communities veranstalten. :)

Wie viele andere Menschen setze ich auf eine strikte Trennung von privaten E-Mails und accountbezogenen Kontaktadressen. Auf letzterem Mailkonto erhielt ich in der vergangenen Nacht eine E-Mail von „WHIZKID“, einem neuen „ePaper für High Potentials und Young Professionals“. Nie gehört, nie gekannt, nie gewollt. Leicht irritiert öffnete ich auf meinem Mailkonto für ungewollte Werbung (genannt: Spam) die Mail und musste feststellen: WHIZKID ist das Resultat eines ehemaligen Angebots von Focus.

„Mit diesen Worten hat sich FOCUS-CAMPUS Ende vergangenen Jahres von Ihnen verabschiedet, um Ihnen ein völlig neues ePaper zu versprechen: WHIZKID.“

Einmal hatte ich mich bei besagtem Focus Campus im Jahr 2007 registriert, um den Zugriff auf ein PDF-Dokument zu erhalten. Beim Verlag, der Focus herausbringt, schienen meine Daten zumindest auf den ersten Blick sicher zu sein. Dem war wohl nicht so, denn jetzt war scheinbar irgendetwas zu meiner Person bei der „Xoai Media Transfer GmbH“ gespeichert. Ich habe dieser Speicherung niemals zugestimmt – wie sicherlich viele andere Menschen auch. Die meisten kümmert es wohl nicht, aber ich frage mich daher ernsthaft, ob es überhaupt erlaubt ist, meine persönlichen Daten von einer Gesellschaft in die nächste zu verkaufen und damit ein Mailing zu generieren? Gibt es unter meinen Lesern einen Rechtsexperten, der das eventuell im Detail erklären kann? Darf ein Unternehmen aus Deutschland einfach die personenbezogenen Daten in einer Übergabe an einen Dritten verkaufen, so dass dieser die Daten dann weiter verwenden kann?

Die Zusendung des Passwortes kommt auch noch über einen weiteren Server – www-data@hcmg120205.tuxtools.net sendet mir ganz fein mein altes Passwort im Klartext zu. Diesen ungewollten Zugang bei WHIZKID habe ich gelöscht, die Bestätigung lässt vom Text her sehr zu wünschen übrig (XXX = geschwärzte Daten):

Hallo XXX,
Ihre Mitgliedschaft bei User wurde beendet.
Ihr Konto XXX und die Adresse XXX@XXX.XXX wurden wie gewünscht aus unserer Datenbank gelöscht.
Wenn Sie möchten, können Sie immer noch die öffentlich zugänglichen Seiten von User anschauen.

Schön, dass die Mitgliedschaft bei User beendet wurde. Was auch immer das heißen mag. Immerhin habt ihr jetzt im Internet damit eure fünf Minuten Aufmerksamkeit erhalten. Ich erwarte daher, nie wieder etwas von euch und euren gekauften Mailings zu hören. Und es ist wirklich peinlich, dass die Daten von Focus Campus einfach so weitergegeben wurden. Deals, die die Welt nicht braucht. Datenschutz wird groß geschrieben.

Liebes SEO-Team der DiWe Media,

hört doch bitte einfach auf, in diversen Blogs, zu denen ich administrative Zugriffsrechte habe, mit euren sinnfreien Kommentaren eure eigenen Seiten zu bewerben. Welche Blogs dies sind, verrate ich natürlich an dieser Stelle nicht. Wozu auch – es sind genügend Stellen, an denen ich eure Kommentare aus der Moderationsschleife fischen konnte. Ich markiere euch einfach bei WordPress mit „Akismet“ als Spam. Das Tool schickt damit eure URLs und E-Mail Adressen in einen zentralen Sammelpool, der auf internationaler Ebene euch in Kürze gänzlich auf verschiedenste Blacklists vollkommen automatisch reinsetzt. Dann ist es auch vorbei mit dieser Blogkommentarspammerei! Und habt ihr einen guten Clipping-Dienstleister, der auch Blogs für eure Medienbeobachtung aufnimmt? Na dann freut euch! Jetzt habt ihr meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Denn das ganze Getue ist eigentlich kaum cool genug um bei Bloggern, insbesondere den webzwonulligen Bloggern, richtig Punkte zu sammeln.

Angeregt durch den aktuellene Fall rund um das Problem mit seriösem Journalismus in Deutschland stelle ich mit Besorgnis fest, dass trotz der Relevanz des Blogeintrags von Peter Glaser eines irgendwie sauer aufstößt. Warum veröffentlicht Herr Glaser eigentlich die E-Mails ohne es zu anonymisieren? Klar, eine anonyme Veröffentlichung macht die Story nicht zum Scoop des Tages. Dennoch fühle ich mich unwohl bei dem Gedanken, dass man ohne nachzufragen die E-Mails einfach so veröffentlicht.

Generell spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, dass man Spammails oder Newsletter oder sonstige Sachen im Sinne des Zitatsrechts veröffentlicht. Ich bin selbst so einer, der ganz oft den Spam veröffentlicht und kritisiert hat. Das in diesem Fall abgeleitete Bashing muss jedoch nicht sein und sollte selbst für Herrn Glaser einem Fauxpas gleichkommen. Pfui. Das gehört sich eigentlich nicht für Blogger, sondern ist irgendwie doch ein etwas arrogantes Auftreten als Reaktion auf die ursprünglich entgegengebrachte Arroganz. Aber was soll’s – let the battle begin. Fight ‚til the end and cause havoc and riots within the German Blogosfear. :)

Seit einiger Zeit erhalte ich Newsletter auf meine „Spam-Catch-All“ E-Mail Adresse, die ich üblicherweise nur in persönlichen Kommentaren auf Weblogs hinterlasse oder zur Registrierung von Benutzerkonten in diversen Webdienstleistern. Niemand kennt diese Adresse, ich habe sie nie zur freien „Schick‘ mir mal ’ne Mail“-Nutzung freigestellt. Ich wundere mich insbesondere über diese Anbieter – laut Angabe des aktuellen Newsletters – und frage mich, woher denn meine E-Mail Adresse für den Newsletter stammt, ohne dass ich jemals eingewilligt hatte, diese Form der „Raucher-News“ zu erhalten:

  • Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH ist eingetragen im Handelsregister des AG Hamburg unter HRB 5153, und hat ihren Sitz in Max-Born-Strasse 4, 22761 Hamburg
  • Imperial Tobacco Holdings International B.V. Niederlassung Deutschland ist eingetragen im Handelsregister des AG Hamburg unter HRB 95421 und hat ihren Sitz in Max-Born-Strasse 4, 22761 Hamburg.

Generell interessiert mich der Newsletter für Raucher überhaupt nicht. Rauchen und Passiv-Rauchen ist sowieso ein gesellschaftliches Ärgernis. Auch die leicht süffige Propagandamission, in der die Zigarettenindustrie per E-Mail versucht, gegen Nichtraucher mobil zu machen und dem jüngst dieses Jahr in Kraft getretenen „Anti-Raucher-Gesetz“ Paroli zu bieten, wirkt absolut störend auf das seelische Wohlbefinden meiner E-Mail Box, die wirklich nur für SPAM oder Registrierungsmails gedacht ist. Geht doch dahin, wo der Tabak wächst! Aber ich befürchte, dass sich hierfür auch niemand interessieren wird – ist ja nur ein Blogger, der sich aufregt. Oder? :)

Na, wird einem nicht bei dieser Anrede richtig warm um’s Herz? „Hallo Mike mein Freund!“ wird gleich in einer E-Mail an mich geschrieben, und da Du lieber Absender noch nicht mein Freund bist, freue ich mich hier zu sagen: No thank you for that Spam. So macht man das nicht, also bitte einmal neu, von vorne, und hey – you love the bloggers, then live with their echo.

Daher eine ganz große Bitte für alle, die hier Mitlesen, wie es einige Zeitgenossen ja laut der selbstversendeten E-Mails tun: Sendet keinen Spam an die Blogger bzw. an ihre E-Mail Adressen. Dafür kann gerne von vornherein „SPAM:“ im Betreff verwendet werden, denn das geht sowieso in die Tonne, weil es nicht gelesen wird. Besonders ist dieser typische Blogmailspam sehr zielgerichtet, zumal es hier keine so genannten „Tagebuchleser“ gibt. Und auch keine Tagebuchautoren. Das ist ja fast wie eine Beavis & Butthead Kommunikation. Oder ganz anders gesagt: Solche unverlangt versendeten E-Mails reichen manche Menschen gerne mal auch woanders ein…

Spam. Spam. Spam. Wir lieben Spam… nein, wir hassen Spam! Seit ungefähr zwei Tagen ist das Aufkommen der unerwünschten Kommentare und Trackbacks so hoch wie nie zuvor. Zum Glück landet alles brav in der Moderationsschleife, aber das Spamfilter Plugin für WordPress „Akismet“ nimmt scheinbar nur die Hälfte der eingegangenen Spamkommentare war.

Die zu moderierenden Spamkommentare sind vom Aufbau und Inhalt identisch mit dem, was man bei einem Blick in die Akismet Spam Falle findet. Nahezu kein Unterschied, manche Kommentare sind sogar inhaltlich identisch bis auf die angegebenen Namen, E-Mails oder URLs. Dieses abstruse Phänomen kommt nicht nur bei diesem Blog, sondern auch bei anderen Weblogs vor, die auf aktueller WordPress 2.3.1 mit Akismet 2.1.2 basieren. Weiß jemand Rat und Tat, oder kann man von einem globalen Erstschlag der Spammer sprechen?