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	<title>Mike Schnoor &#187; Social Media</title>
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	<description>Social Media, Public Relations, Marketing, Kommunikation und Medien aus Köln</description>
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		<title>Heineken mit einer Facebook Dating App: Ein offener Brief an Charlotte</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 19:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebe Charlotte, das &#8220;Du&#8221; ist normalerweise in der PR-Branche nicht sofort normal, aber in diesem Fall bei uns beiden sehe ich einmal dar&#252;ber hinweg. Nach dem ausf&#252;hrlichen Lesen deiner E-Mail und der beiliegenden Pressemeldung f&#228;llt mir besonders in Verbindung zu eurem Kunden Heineken auf, dass eine Facebook App zwecks Dating und &#228;hnlicher kuscheliger Momentaufnahmen, gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Charlotte,</p>
<p>das &#8220;Du&#8221; ist normalerweise in der PR-Branche nicht sofort normal, aber in diesem Fall bei uns beiden sehe ich einmal dar&#252;ber hinweg. Nach dem ausf&#252;hrlichen Lesen deiner E-Mail und der beiliegenden Pressemeldung f&#228;llt mir besonders in Verbindung zu eurem Kunden Heineken auf, dass eine Facebook App zwecks Dating und &#228;hnlicher kuscheliger Momentaufnahmen, gerade im Vorfeld zum Valentinstag von einer Brauerei irgendwie charmant, aber zugleich irritierend her&#252;berkommt. F&#252;r mich als erfahrener PR-Mensch, geb&#252;rtiger Flensburger (Pils), gl&#252;cklicher Ehemann und Vater von zwei Kindern, wirkt diese kommunikative Situation einfach nur herausfordernd. Gewiss habt ihr diese rudiment&#228;ren Basisinfos zu meiner Person nebst meinen Interessensgebieten ja bereits recherchiert&#8230;<br />
<span id="more-4058"></span></p>
<h3>Dating App mit dem Bier danach?</h3>
<p>Also &#8220;Butter bei die Fische&#8221; &#8211; reden wir doch einfach einmal Tacheles. Klar, in dem Fall deiner Pressemeldung geht es eindeutig um die Bewerbung der Facebook App &#8220;Serenade&#8221; zum Valentinstag, die zum Dating gedacht ist, aber damit auch zum &#8220;Liebe machen&#8221; einl&#228;dt. Vielleicht obliege ich nun einer Sinnest&#228;uschung, doch wenn eine App f&#252;r mehr als nur soziale Interaktion unter Freunden, quasi unter dem Vorzeichen von Dating steht, k&#246;nnte dies mit Alkohol entsprechend proaktive Kontaktaufnahmen befl&#252;geln. Schlie&#223;lich ist und bleibt Heineken ein alkoholhaltiges Getr&#228;nk. Die &#8220;freie&#8221; Variante mit nahezu 0,0 Promille z&#228;hlt in der Hinsicht nicht. </p>
<p>Gewiss, das jeweilige Objekt der Begierde namens Liebling oder Schatzi wird &#252;ber die App einen zusammengest&#252;ckelten Song gem&#228;&#223; der Vorauswahl des Nutzers auf die eigene Facebook-Wall erhalten. Soll als potenzielles Kampagnenziel dieser werblichen Aktion &#252;ber das sozialen Netzwerk quer mit PR noch am Ende vielleicht ein durch Heineken betrunkenes Liebespaar ihre Fotos dieser &#8220;<a href="https://apps.facebook.com/heinekenserenade/">Serenade</a>&#8221; im Netz teilen? Ich wei&#223; es nicht, und hoffe nicht auf das Potenzial f&#252;r mehr. <strong>Dating und Alkohol &#8211; dabei k&#246;nnen auch Kinder entstehen.</strong> Ja, und jetzt? Vielleicht danach doch das Bier mit dem Feuerzeug &#246;ffnen?</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/59247791@N08/5505367854/"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2012/02/heineken2.jpg" TITLE="Supersymbolfoto: Heineken Beer_02 by rob_rob2001 | CC Licence http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en"></a></p>
<h3>Wirkung in Reinform</h3>
<p><strong>Zumindest wirkt das Produkt in Natura wesentlich positiver</strong>. Wenn es alleine f&#252;r sich steht, ohne dieses Dating und ohne eine App. Schlie&#223;lich haben viele Mitb&#252;rger hohe Erwartungen und eine klare Wertvorstellung beim Gedanken an dieses bew&#228;hrte Volksgetr&#228;nk. Wenn schon, denn schon &#8211; dann hilft dieser unnahbar einfache Katalysator, das Produkt in Reinform, den wahren Erfolg der Blogger-PR loszutreten. </p>
<p>Wenn ich an Blogger PR denke, was eure Agentur ja auch mit dieser Kommunikationskampagne bewirken und bezwecken m&#246;chte, kommt mir vielmehr ein Kasten des kommunikativ beworbenen Gerstensafts in den Sinn. Oder zumindest ein kleines Sixpack Heineken kommt wesentlich attraktiver her&#252;ber als das reine Presseschreiben. Ein &#228;hnliches Konzept f&#252;r Social Media verfolgte k&#252;rzlich eine der gr&#246;&#223;ten Handelsketten in Europa &#8211; ein voller Erfolg auf ganzer Linie, wie <a href="http://mikeschnoor.com/2011/12/04/social-media-fur-profis-weinverkostung-von-metro-fuhrt-in-den-genusshimmel/">dieser verlinkte Artikel mit meinen Eindr&#252;cken</a> beweist. Ein folgerichtiges Paket zur Produktpromotion von Heineken h&#228;tte einen hohen Anreiz, um &#252;ber Heineken noch weit intensiver und ausf&#252;hrlicher zu schreiben. Apps kommen und gehen, aber der Geschmack bleibt h&#228;ngen &#8211; und bei Heineken k&#246;nnte man den Bogen spannen und behaupten: Bier wirkt.</p>
<h3>Warnung vor dem Phishing-Link</h3>
<p>Kollegial wie ich bin, weise ich auch gerne darauf hin, dass neben dem reinen Pressetext und den Dateianh&#228;ngen in deiner Mail ein Link zu finden war, welcher zu weiterf&#252;hrenden Hintergrundinformationen auf einem niederl&#228;ndischen Webserver mit einem Promovideo f&#252;hrte. Der Link wirkte nicht nur befremdlich, nein, von einer marktf&#252;hrenden Antiviren-Software wurde der <strong>Link auf den Presseserver als Phishing-Link identifiziert</strong>. Das kann nat&#252;rlich immer mal vorkommen. Ich hoffe, es wird mir nie passieren.</p>
<h3>Lass uns doch einfach einmal reden?</h3>
<p>Doch genug der Worte. Darf ich das Gespr&#228;ch anbieten, quasi den Dialog offerieren? Oder noch besser &#8211; ich schreibe gleich dar&#252;ber in meinem Medium, meinem Blog. Dein Schreiben h&#228;nge ich in gek&#252;rzter Fassung mit bei. Insgeheim w&#252;rde ich mich nat&#252;rlich schon daf&#252;r interessieren, wie eingangs in meinem offenen Brief hier erw&#228;hnt, weshalb ihr auf mich in eurem Verteiler-Matching f&#252;r Heineken kamt? <strong>Nicht, dass ich einem Sixpack auf dem Postwege abgeneigt w&#228;re&#8230;</strong></p>
<p>Ich freue mich! Schlie&#223;lich sind wir ja schon per Du&#8230;  ;)</p>
<p>Beste Gr&#252;&#223;e<br />
Mike</p>
<blockquote><p><strong>Am 03.02.2012 12:34, schrieb Charlotte:</strong><br />
<em>Lieber Mike Schnoor,</p>
<p>wir hatten bisher noch keinen Kontakt, ich hoffe das &#8220;Du&#8221; ist an dieser Stelle ok.<br />
Ich w&#252;rde Dir mit dieser Mail gerne ein neues Thema von unserem Kunden Heineken vorstellen bei dem ich glaube, dass es f&#252;r dein Medium interessant sein k&#246;nnte.<br />
Vielleicht st&#246;&#223;t es auf Interesse, was mich sehr freuen w&#252;rde.<br />
Ich freue ich mich sehr &#252;ber Deine R&#252;ckmeldung.</p>
<p>Viele Gr&#252;&#223;e<br />
Charlotte</em></p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Facebook und die Social-Media-Dialog-Rookies von der Deutschen Bahn</title>
		<link>http://mikeschnoor.com/2011/12/07/facebook-und-die-social-media-dialog-rookies-von-der-deutschen-bahn/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 14:16:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[F&#252;r knapp ein halbes Jahr d&#252;rfen die Kunden der Deutschen Bahn zumindest bei Twitter in die Tasten hauen. Der Konzern stellt sich Fragen, W&#252;nschen, Anregungen und so mancher Kritik im individuellen Dialog. Nun soll das Serviceangebot weiter ausgebaut werden, indem bei Facebook eine weitere Anlaufstelle geschaffen wird. Die neue Facebook-Fanpage soll am 8. Dezember live [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r knapp ein halbes Jahr d&#252;rfen die Kunden der Deutschen Bahn zumindest bei Twitter in die Tasten hauen. Der Konzern stellt sich Fragen, W&#252;nschen, Anregungen und so mancher Kritik im individuellen Dialog. Nun soll das Serviceangebot weiter ausgebaut werden, indem bei Facebook eine weitere Anlaufstelle geschaffen wird. Die neue Facebook-Fanpage soll am 8. Dezember live geschaltet werden. Zu diesem Anlass lud die Deutsche Bahn zusammen mit der PR-Agentur <a href="http://www.talkabout.de/">Talkabout</a>  zu ersten Hintergrundgespr&#228;chen nach K&#246;ln ein. Das Ergebnis m&#246;chte ich nat&#252;rlich nicht vorenthalten&#8230;<br />
<span id="more-3975"></span><br />
Ich habe mich bereits als experimentierfreudiger Bahnfan geoutet. Kein Wunder, dass ich als Lokalpatriot in K&#246;ln und vielfahrender Pendler die Informationen gen&#252;sslich aufsauge. Ein komplettes Infopaket in Form einer klassischen (downloadbaren) Pressemappe hielt <a href="http://twitter.com/talkabout">Mirko Lange</a> f&#252;r uns am vergangenen Montag bereit. Gemeinsam mit <a href="http://twitter.com/widget68">Daniel Backhaus</a>, Svea Ra&#223;mus und Jens K&#252;pper trafen wir uns zu dem unverbindlichen Abendessen, an dem neben mir auch <a href="http://twitter.com/hobbbes">Sascha H&#252;sing</a>, <a href="http://twitter.com/karrierebibel">Jochen Mai</a>, <a href="http://twitter.com/basicthinking">J&#252;rgen Vielmeier</a> und <a href="http://twitter.com/pr_doktor">Kerstin Hoffmann</a> teilnahmen.</p>
<p>W&#228;hrend des Gespr&#228;ches erfuhren wir in einem informativen Moment die Neuerungen. Das Projekt <a href="http://twitter.com/db_bahn">@DB_Bahn</a> bei Twitter scheint von Erfolg gekr&#246;nt zu sein. Demnach soll sich f&#252;r den Kundendialog insbesondere bei Facebook und dem gesamten Ausbau des Servicesangebots deutlich mehr tun:</p>
<ul>
<li>Zentrales Element des Facebook-Auftritts ist das Dialogangebot auf der Pinnwand</li>
<li>Die Bahn will damit einen weiteren einfachen und schnellen Kontaktkanal des Personenverkehrs der Deutschen Bahn im Social Web schaffen</li>
<li>Beantwortet werden Fragen zu allen Services und Angeboten des Personenverkehrs</li>
<li>User mit Fragen zu anderen Themen werden an die entsprechenden Ansprechpartner verwiesen</li>
<li>Die Pr&#228;senzen auf Facebook und Twitter werden durch das gleiche Dialogteam betreut</li>
<li><strong>Neue &#214;ffnungszeiten</strong>: Mo – Fr von 06 – 22 Uhr und Sa – So von 10 – 22 Uhr</li>
</ul>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/12/bahn_fb.png" alt="" title="bahn_fb" width="660" height="685" class="alignnone size-full wp-image-3980" /></p>
<h3>Erweitertes Angebot speziell f&#252;r Facebook</h3>
<p>Auch wird es auf der <a href="https://www.facebook.com/dbbahn">Facebook-Seite</a> diverse Ticket-Aktionen geben, die sich vom einstigen Experiment mit dem &#8220;Chefticket&#8221; unterscheiden sollen. Ferner plant die Bahn saisonale Specials und Aktionen anhand von Coupons und Gewinnspielen. F&#252;r Facebook sollen insbesondere Kundeninformation zu aktuellen Bahnthemen inklusive St&#246;rungsmeldungen bereit gestellt werden, wie man es bei Twitter im eigenen Kanal @DB_Info bereits zu gen&#252;ge kennt. Auch konzentriert man die Social Media Aktivit&#228;ten &#252;bersichtlich bei Facebook, um eine zentrale Anlaufstelle zu schaffen. Die Erweiterung der &#214;ffnungszeiten ist meiner Meinung nach die wesentliche Komponente, um das illustre Kommunikationserlebnis mit der Deutschen Bahn weiter zum Erfolg zu f&#252;hren.</p>
<h3>Was lag uns am Herzen?</h3>
<p>Wir wollten mehr erfahren und ein wenig die &#8220;Bahn zum Anfassen&#8221; erleben. Das ist auch sehr gelungen. So hatten wir uns f&#252;r die eigentlichen Mitarbeiter interessiert, die t&#228;glich unsere Anfragen abarbeiten. Der Prozess dahinter hat es in sich: Wie eine Art Fail-Safe-System nimmt ein Mitarbeiter die Anfragen bei Twitter auf und schreibt dazu eine m&#246;glichst passende Antwort, sofern eine Antwort auch von N&#246;ten ist. Daraufhin pr&#252;ft ein &#8220;Empathie&#8221;-Mitarbeiter die Tonalit&#228;t und Antwort, um noch so geringf&#252;gige Fehler zu vermeiden. Dem Kunden soll somit die m&#246;glichst optimale Antwort zuteil werden, doch in manchen F&#228;llen bei dem eingefleischten Pro-User-Kundenstamm k&#246;nnte man auch diesen empathischen Teil weglassen. Das Team hat sich schlie&#223;lich weiter entwickelt.</p>
<h3>Rookies zu echten Profis</h3>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/12/daniel_backhaus_224_168.jpg" alt="" title="daniel_backhaus_224_168" width="224" height="168" class="alignright" />&#8220;<em>Damals waren das &#8216;Social-Media-Dialog-Rookies&#8217; – und zumindest was die 140 Zeichen angeht, haben die sich zu echten Profis gemausert</em>&#8220;, deutet Daniel Backhaus, Mitinitiator des Social Media Managements bei DB Vertrieb, die Lernkurve der Mitarbeiter. Das kann ich pers&#246;nlich auch anhand meines t&#228;glichen Kommunikationsbedarfs mit @DB_Bahn best&#228;tigen. Auch Svea Ra&#223;mus, ihres Zeichens neue Teamleiterin Social Media Management bei DB Vertrieb, betont, dass  Service und Dialog bei Facebook im Prinzip wie auf Twitter als ganz klassischer Kundendialog wie im Callcenter oder im Reisezentrum stattfinden soll.</p>
<h3>Krisenfester Launchtermin?</h3>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/12/svea_rassmus_224_168.jpg" title="Svea Rassmus" width="224" height="168" class="alignleft" />Dennoch machte die Wahl des Launchtermins f&#252;r die Facebook Website w&#228;hrend des Gespr&#228;chs mehrfach die Runde. W&#228;hrend zum Start des Twitter-Kanals der offene und direkte Dialog gew&#228;hlt wurde, wird es nur wenige Tage nach dem Start bei Facebook g&#228;nzlich schwierigere Fragen zu den neuen Preisen geben. Die Preis&#228;nderung sorgte bereits im Vorfeld zur Einf&#252;hrung ab 10. Dezember zu sehr deutlicher Kritik seitens der Kunden. Ob und wie die Deutsche Bahn, dessen Team von acht auf zw&#246;lf Mitarbeiter im Bereich Social Media aufgestockt wurde, hierbei Pluspunkte sammeln kann, wird am offenen Herzen in aller &#214;ffentlichkeit bei Facebook ausdiskutiert werden.</p>
<h3>Die k&#252;mmern sich um mich</h3>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/12/maik_schwelm_224_168.jpg" title="Maik Schwelm" width="224" height="168" class="alignright" />Immerhin sieht Maik Schwelm, einer der Social Media Agents, wie die Bahn ihre speziellen Kundenkontakter und Seelenhelfer bei Twitter und k&#252;nftig bei Facebook bezeichnet, den Dialog mit uns Kunden als positives Momentum. Schwelm ist es wichtig, &#8220;<em>dass wir einen guten Draht zu unseren Kunden haben. Dass die Leute verstehen: Da sind welche, die k&#252;mmern sich um mich, mit denen kann ich ganz locker reden, und von denen bekomme ich verl&#228;ssliche Antworten.</em>&#8221; </p>
<h3>Warum auch nicht?</h3>
<p>Ich w&#228;re zutiefst entt&#228;uscht, wenn man den zahlenden Kunden nicht ernst nehmen w&#252;rde. Ich danke f&#252;r meinen Teil f&#252;r das kontinuierliche und k&#252;nftig erweiterte digitale Serviceangebot und die Insights zum Kundendialog der Deutschen Bahn. Dennoch glaube ich, dass ich eher nicht zur Zielgruppe der Bahnfans bei Facebook geh&#246;ren werde. Daf&#252;r nutze ich doch lieber Twitter, zumal mir nicht jeder in meinen Pro-Diskussion dort so einfach wie bei einer Fanpage per Kommentar mitmischen kann. Daher viel Erfolg f&#252;r den morgigen Launch! Und wer mehr wissen m&#246;chte, wird <a href="http://www.bahn.de/dbbahn/view/hintergrundinfos-facebook.shtml">hier bestens</a> bedient&#8230; :)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Social Media f&#252;r Profis: Weinverkostung von METRO f&#252;hrt in den Genusshimmel</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 19:01:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weinliebhaber finden sich im Internet relativ schnell. Sie lesen einschl&#228;gige Blogs und Foren, beteiligten sich in Communities und bewerten die eine oder andere Geschmacksnote in Online-Shops. W&#252;rden diese Weinkenner und vielleicht auch nicht ganz hundertprozentige Experten sich zu einer Weinverkostung &#252;berreden lassen, wenn diese vor der Kamera live und in Farbe via Google+ Hangout durchgef&#252;hrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weinliebhaber finden sich im Internet relativ schnell. Sie lesen einschl&#228;gige Blogs und Foren, beteiligten sich in Communities und bewerten die eine oder andere Geschmacksnote in Online-Shops. W&#252;rden diese Weinkenner und vielleicht auch nicht ganz hundertprozentige Experten sich zu einer Weinverkostung &#252;berreden lassen, wenn diese vor der Kamera live und in Farbe via Google+ Hangout durchgef&#252;hrt wird? Ich nahm vor wenigen Tagen an genau diesem Experiment der <a href="http://www.metro24.de/">METRO Cash &#038; Carry Deutschland</a> teil. Mit teils wildfremden, aber vertrauten Bekannten aus der digitalen Szene erlebte ich die Weinprobe der ganz anderen Art.<br />
<span id="more-3905"></span></p>
<h3>Wein in Gesellschaft und Wirtschaft</h3>
<p>Doch einen Moment noch. Warum schreibe ich neuerdings &#252;ber Wein? Die Antwort begr&#252;nde ich zweifach. Einerseits habe ich ein ganz pers&#246;nliches Interesse an dem Thema. Nat&#252;rlich z&#228;hle ich zu den Menschen, die einen guten Tropfen, gerne einen Schluck und manches Mal nicht nur ein Glas, sondern sehr gerne eine Flasche von gutem Wein zum gemeinsamen Abendessen oder zur Verkostung genie&#223;en. Andererseits bestehen berechtigte <a href="http://www.vinexpo.com/">wirtschaftliche Interessen</a> am veredelten Traubensaft. Trotz einer &#228;u&#223;erst schlechten Ernte liegt Deutschland mit 6,9 Millionen Hektolitern im Jahr 2010 auf dem zehnten Platz der weltweit gr&#246;&#223;ten Weinerzeuger. Im Jahr 2008 konsumierten die Bundesb&#252;rger pro Kopf durchschnittlich 24,14 Liter Wein. Nach den letzten Sch&#228;tzungen soll sich allein der Umsatz der <a href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/73350/umfrage/wein-umsatz-im-deutschen-weinexport/">deutschen Weinexport</a> in 2010 auf rund 355 Millionen Euro belaufen haben. Die Deutschen sind ihren heimischen Weinen <a href="http://www.forium.de/redaktion/nur-jeder-zehnte-bundesbuerger-mag-deutschen-wein/">nicht treu</a> und nur jeder zehnte Bundesb&#252;rger mag deutschen Wein, dennoch achten die <a href="http://www.financial.de/news/wirtschaftsnachrichten/weinkonsumenten-kaufen-gunstiger-ein/">deutschen Verbraucher</a> sehr stark auf den Preis. Wein ist ein gesellschaftlicher Trend, insbesondere f&#252;r den Mittelstand ein relevanter Wirtschaftsfaktor und nicht nur wegen des Geschmacks erfreut sich Wein einer eingeschworenen Fangemeinde. </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/12/IMG_0073_660.jpg" alt="Weinverkostung mit METRO" title="Weinverkostung mit METRO" width="660" height="660" /></p>
<h3>Aufruf zur Weinverkostung per Blog</h3>
<p>Diese Liebhaber, Kenner, Experten und auch so manche Amateure gilt es im Sinne der Markenf&#252;hrung f&#252;r sich zu erobern. Ein ganz normaler Prozess, wie er jeden Tag rund um die Uhr stattfindet &#8211; durch Werbung und &#228;hnliche Aktionen. Daher empfinde ich das Social Web Experiment von der METRO ziemlich genial: Die Grundidee, einfach wildfremde Menschen zu einer Weinverkostung per Google+ Hangout einzuladen, hat definitiv Potenzial zur absoluten Fanbindung mit Kultfaktor. Im Vorfeld durften sich interessierte Teilnehmer &#252;ber das <a href="http://www.metro-genussblog.de/networks/items/show.25409">METRO Genussblog</a> f&#252;r die Weinverkostung anmelden. Dem Aufruf folgten verschiedene Akteure, indem sie einen freischaffenden Kommentar hinterlie&#223;en. Die meisten der sich dort anmeldenden Teilnehmer waren zudem  auch im Social Web und teils im Leben au&#223;erhalb der digitalen Welt untereinander bekannt, was letztendlich das Zusammengeh&#246;rigkeitsgef&#252;hl w&#228;hrend der sp&#228;teren Weinverkostung im Google+ Hangout verst&#228;rken sollte. So erhielten wir Teilnehmer ein sch&#246;nes Paket mit vier verschiedenen Weinen, jeweils zwei Rotweine und zwei Wei&#223;weine, die am darauffolgenden Montag live vor der Webcam probiert werden sollten. Als Teilnehmer und damit plakative Protagonisten erhielten wir diese Pakete nat&#252;rlich kostenfrei, und wer m&#246;chte, kann sich diese auch selbst bei <a href="http://www.metro-wein.de/">METRO-Wein.de</a> nachbestellen.</p>
<h3>Weinverkostung im Internet &#8211; geht das?</h3>
<p>Funktioniert das &#252;berhaupt, die typische Weindegustation aus k&#252;hlen Kellerr&#228;umen im kuscheligen Ambiente direkt ins Wohnzimmer von rund zwanzig verschiedenen Menschen zu projizieren? Social Web wie kann im echten Leben wirken &#8211; vielf&#228;ltig und bunt, schrill und laut, aber auch trist, &#246;de und langweilig. Gl&#252;cklicherweise entpuppte sich der Abend eher als heiteres Beisammensein mit so mancher Expertise und ungeahnten Fragen. Den Auftakt machte die Weinprobe des <strong>Riva Leone Gavi 2010</strong> gefolgt von einem <strong>Five Climates Sauvignon Blanc 2011</strong>. Der Sieger der Runde war dabei der Sauvignon Blanc aufgrund der Leichtigkeit im Geschmack und der damit verbundenen Vielseitigkeit f&#252;r den Einsatz zu diversen Gerichten. Zum Einsatz kamen Weingl&#228;ser verschiedenster Sorten, aber so manche Kuriosit&#228;t offenbarte sich dank Wassergl&#228;ser und Longdrinkgl&#228;ser, in denen degustiert wurde. Nach der ersten Verkostung dieser beiden Wei&#223;weine kamen die Roten ins Spiel. Der <strong>Pinotage von Five Climates 2011</strong> hatte das intensivste Geschmackserlebnis f&#252;r die meisten Teilnehmer, der abschlie&#223;ende <strong>Cianti Classico von Villa Brotini 2008</strong> konnte die Teilnehmer nur m&#228;&#223;ig &#252;berzeugen.</p>
<p>Doch neben der alkoholischen und geschmacklichen Vertiefung auf Zunge und Gaumen frohlockten die von METRO bereitgestellten Experten <del datetime="2011-12-07T12:10:18+00:00">Matthias Schwunk</del> <strong>Sébastien Philippe</strong> und <strong>Nils Rathjen</strong> im Videochat &#252;ber die jeweiligen Geschmacksausrichtungen und Unterschiede, die sich in klaren Linien nachempfinden lie&#223;en und dank feiner Nuancen zu einem eindeutigen Unterhaltungserlebnis entwickelten. Die Zur&#252;ckverkostung der Weine brachte g&#228;nzlich andere Gedanken in den geschmacklichen Einklang, so dass viele der Teilnehmer g&#228;nzlich unterschiedliche Empfindungen sp&#252;ren durften. Beim Blick in die Runde auf die &#252;bertragenen Bilder der anderen Teilnehmer best&#228;tigte sich dies sowohl vor der Kamera als auch auf dem Gaumen. Wer h&#228;tte auch gedacht, dass der Sommelier behaupten w&#252;rde, dass zuviel Tanninen sich so auswirken w&#252;rden &#8220;als wenn man in einen Hamster bei&#223;e&#8221;? Das direkte und <strong>unvermittelte Kommunikationserlebnis</strong> genoss ich w&#228;hrend der Weinverkostung und meine Fragen wurden prompt und zuverl&#228;ssig beantwortet, so dass ich mich als potenzieller Kunde bei METRO wohlf&#252;hlte.</p>
<h3>Unternehmen sollen die Kunden befl&#252;gelt</h3>
<p>Zwar mag der <strong>PR-Effekt dieser Aktion relativ gering ausfallen</strong>, jedoch spielt hier die pers&#246;nliche Empfindung aller Teilnehmer in ihren Berichten (wie auch in diesem Text) eine entscheidende Rolle. Nicht im Sinne einer massenhaften Breitenwirkung haben die Medien berichtet, sondern einzelne Menschen, die auch teils gut im Social Web vernetzt sind, haben die Aktion aus Leidenschaft heraus beworben. Diese <strong>hohe Authentizit&#228;t und die einhergehende Transparenz</strong> von METRO im Umgang mit noch so kleinen Zielgruppen in Social Media scheint ein herausragendes Beispiel f&#252;r intelligente Kommunikation und den ber&#252;hmten Kundendialog auf Augenh&#246;he zu sein. Davon kann sich jeder wirklich mehr Beispiele in Deutschland w&#252;nschen.</p>
<p><strong>Mein Fazit</strong>: Genau aus diesem Bauchgef&#252;hl des Wohlf&#252;hlens heraus war diese Weinverkostung eine gelungene Aktion, die einige Leser vom METRO Genussblog wohl nicht so schnell vergessen werden. Lachend, heiter und zugleich professionell entwickelte sich <strong>diese Stunde zu einem charmanten Erlebnis</strong>, von dem sich manch andere Unternehmen mehr als eine Scheibe abschneiden k&#246;nnten. Die Tatsache, dass die Teilnehmerrunde ein bekundetes Interesse an der neuen <a href="http://www.metro-genussblog.de/networks/items/show.25511">Liquor Lounge</a> im D&#252;sseldorfer METRO und auch an einem &#8220;Meet the Genie&#223;er&#8221;-Treffen mit Weinverkostung auch im wahren Leben hatten, spricht f&#252;r den positiven Effekt dieser <a href="http://www.metro-genussblog.de/networks/items/show.25536">neuen Idee einer Weinverkostung</a>. Vielen Dank!</p>
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		<title>Bewegende Zeiten: Social Media im Prozess der Umbr&#252;che</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 08:35:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit kurzem wei&#223; mindestens die halbe Social Media Szene in Deutschland: Nico Lumma verl&#228;sst Scholz &#038; Friends. Laut der offiziellen Pressemeldung sei der Job erf&#252;llt. Die Agentur h&#228;tte nunmehr eigenst&#228;ndige Teams aufgebaut, welche mit den anderen Bereichen verzahnt sind und damit keiner zentralen F&#252;hrung mehr bed&#252;rfen. Scholz &#038; Friends dankt Nico f&#252;r seinen Eifer und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit kurzem wei&#223; mindestens die halbe Social Media Szene in Deutschland: <strong>Nico Lumma</strong> verl&#228;sst Scholz &#038; Friends. Laut der <a href="http://www.s-f.com/group/de/press/releases/2154/">offiziellen Pressemeldung</a> sei der Job erf&#252;llt. Die Agentur h&#228;tte nunmehr eigenst&#228;ndige Teams aufgebaut, welche mit den anderen Bereichen verzahnt sind und damit keiner zentralen F&#252;hrung mehr bed&#252;rfen. Scholz &#038; Friends dankt Nico f&#252;r seinen Eifer und wohl manchen &#220;bermut im Kundendialog. Ganz untypisch folgt auf diese Position auch keine Neubesetzung, also brauchen sich bitte keine weiteren Bewerber in der Agentur vorstellen. Im Prinzip scheint ja alles in bester Ordnung zu sein&#8230; doch wie wirkt sich solch ein Schritt f&#252;r die anderen Pers&#246;nlichkeiten mit Social Media in ihrem Titel aus?<br />
<span id="more-3884"></span></p>
<h3>Markt f&#252;r Social Media wird sich konsolidieren</h3>
<p>Zum Ende des Jahres schwelgt alle Welt in Harmonie, schlie&#223;lich boomt Social Media wie kein anderer Bereich der digitalen Wirtschaft. &#8220;<em>Wer in diesem Feld Fu&#223; fassen will, sollte es jetzt tun</em>&#8220;, so <a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/immer-in-kontakt-social-media-manager-wissen-wie-sich-firmen-auf-facebook-twitter-und-co-etablieren-und-sind-zur-zeit-aeusserst-gefragt/5889802.html">kommentierte ich k&#252;rzlich</a> die aktuellen Jobaussichten in diesem Segment. Und damit d&#252;rfte ich nicht so ganz Unrecht haben. Wegen der aktuell hohen Nachfrage am Markt finden auf Social Media spezialisierte Berater und die etablierten Agenturen derzeit einen gesunden N&#228;hrboden: Viele Kunden fordern immer st&#228;rker das Fachwissen von Social Media ein. </p>
<p>W&#228;hrend vor wenigen Jahren noch Wissensl&#252;cken im Bereich Social Media herrschen mochten, verst&#228;rken sich aber jetzt immer mehr <strong>Interaktiv- und Kreativagenturen mit frischem Humankapital und bauen so ihre eigenen Social-Media-Kompetenzen auf</strong>. Auch die meisten PR-Agenturen ziehen mit kreativen Neuzug&#228;ngen und Spezialisten nach. Schlie&#223;lich verwischt Social Media nicht nur in der Au&#223;enbetrachtung, sondern innerhalb einer Organisation die klassischen Grenzen von &#214;ffentlichkeitsarbeit, Marketing, Vertrieb, CRM oder Personalmarketing. Nicht ohne Grund schicken die Unternehmen ihre Mitarbeiter zu konkreten Weiterbildungsma&#223;nahmen, wie den Fachwirt Social Media an der <a href="http://www.dda-online.de/">Dialog Akademie (DDA)</a>, an der ich selbst auch als Dozent t&#228;tig bin, um die Organisation mit dem neu erworbenen Fachwissen direkt zu st&#228;rken. Ihr ganzheitlich strategischer Ansatz &#252;ber diese internen Schl&#252;sselpersonen f&#252;hrt letztlich zu einer Kompetenzverdichtung, indem gemeinsam mit externen Beratern und etablierten Agenturen gew&#252;nschte Strategie entwickelt und zum Erfolg gef&#252;hrt wird. </p>
<p>Dies ist jedoch nur einer von vielen m&#246;glichen Wegen, um eine Strategie f&#252;r Social Media umzusetzen. Fest steht, dass sich der Markt f&#252;r Social Media konsolidieren wird. Im kommenden Jahr erfahren wir eine Marktbereinigung um zahlreiche Individuen, die heute noch als meist selbsternannte Social Media Experten die Trommel f&#252;r ihre Beratungst&#228;tigkeit schlagen. Dies wird sich auch quer durch die Bank ziehen und selbst in den Unternehmen die Funktionalit&#228;t einer ausschlie&#223;lich auf Social Media spezialisierten F&#252;hrungsposition hinterfragen. </p>
<h3>Social Media wird zur Normalit&#228;t im Agenturgesch&#228;ft</h3>
<p>Die fetten Jahre f&#252;r Einzelk&#228;mpfer und Vorreiter sind langsam aber sicher vorbei. Zahlreiche Agenturen besch&#228;ftigen nicht nur einen Social Media Experten, sondern zehren von verschiedenen kreativen K&#246;pfen, die Praxis und Theorie miteinander kombinieren. Die Unternehmen erkennen darin klare Vorteile. Zugleich wird durch die medial plakativ inszenierte Ver&#228;nderung bei Scholz &#038; Friends und auch im Unterton des gesamten Marktes ein klares Signal deutlich: Social Media wird zur Normalit&#228;t im Agenturgesch&#228;ft. &#8220;<em>Nicht alle etablierten Agenturen setzen auf eigene Social-Media-Teams, aber fast alle Interaktiv-Agenturen. Daher kann man nicht sagen, dass prinzipiell alle Social-Media-Spezialagenturen vom Markt verschwinden werden &#8211; aber die meisten werden von den etablierten Interaktiv-Agenturen mit ihren eigenen Teams verdr&#228;ngt</em>&#8220;, betonte <strong>Marco Zingler</strong>, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer von denkwerk, gegen&#252;ber der <a href="http://www.wuv.de/nachrichten/digital/die_meisten_social_media_agenturen_werden_verdraengt/social_media_markt_wer_macht_das_geschaeft/marco_zingler_geschaeftsfuehrer_denkwerk">Werben &#038; Verkaufen</a>.</p>
<p>Die k&#252;nftigen <strong>L&#246;sungsans&#228;tze im Bereich Social Media</strong> bestechen nicht durch innovative Neuerungen oder die Einf&#252;hrung von Social Media, sondern durch <strong>kreative Umwege und genau die Denkweisen f&#252;r die Markenf&#252;hrung</strong>, die in den meisten deutschen Unternehmen sich bislang nie in ihren alten Strukturen durch- und umsetzen konnten. Damit meine ich nicht die klassisch verstaubte One-Voice-Policy in der PR, sondern insgesamt die teilweise nicht existente Online-Pr&#228;senz und Dialogf&#228;higkeit von Marken, Produkten und Dienstleistungen. Ob man wie <a href="http://lumma.de/2011/11/23/gute-freunde-sind-nie-allein/">Nico Lumma schrieb</a> das Wissen &#252;ber Markenf&#252;hrung durch drei Jahre bei einer Agentur und aus vier Staffeln Mad Men lernen kann, m&#246;chte ich nicht beurteilen. Jedoch hilft Social Media hier sehr viel, um eine attraktive Wahrnehmung nahe der Zielgruppe auszul&#246;sen. Die Agenturen mussten in den letzten Jahren mit Positionen wie Head of Social Media oder Director Social Media die Mangelerscheinung und damit die L&#252;cke in ihren Strukturen f&#252;llen. Doch der Wissensvorsprung der einzelnen Vorreiter sollte sp&#228;testens im kommenden Jahr von den meisten Dienstleistern und ihren Mitarbeiterst&#228;mmen aufgeholt sein. Braucht ein Unternehmen dann noch den einzelnen Denker, der zentral Social Media steuert und verwaltet?</p>
<h3>Social Media Experten als Individualisten</h3>
<p>Ich glaube schon, dass Social Media in einer Organisation fest verankert werden muss. Daher auch mein Appell: <strong>Der Bedarf f&#252;r Social Media Manager besteht definitiv</strong>. Entweder als eine klare F&#252;hrungsposition im Unternehmen oder in einer der Gesch&#228;ftsf&#252;hrung unterstellten Stabsstelle, alternativ in einer fachbereichs&#252;bergreifenden Konstellation oder Teil einzelner Teams und Fachbereiche. Wer m&#246;chte nicht einer der 20.000 gesuchten Fachkr&#228;fte sein, die wir in der digitalen Wirtschaft suchen, aber teils noch nicht gefunden haben? </p>
<p>Die ersten beiden Varianten werden vielmehr in Unternehmen ihren Zuspruch finden, die letztere Form kann sich insbesondere in Agenturen sehen lassen. Der Social Media Manager kann im Unternehmen als Schnittstelle die verschiedenen Aufgaben von Public Relations oder Marketing &#252;ber vertriebsorientierten und kundendialogf&#246;rdernden Ma&#223;nahmen bis zu Human Resources erf&#252;llen. Viele Unternehmen und Organisationen erwarten dies, in Agenturen hingegen arbeiten einzelne Teams gemeinsam an den Auftr&#228;gen ihrer Kunden. Ob dort der Social Media Experte als &#252;bergreifendes Organ k&#252;nftig eine sinnvolle Strategie ist, zeigt sich an den Ver&#228;nderungen bei Scholz &#038; Friends. Man muss sich nur noch jetzt daf&#252;r oder auch dagegen entscheiden, Social Media durch eine F&#252;hrungsposition zu besetzen oder nicht, aber lange abzuwarten w&#228;re ein klarer Fehlschritt. Scholz &#038; Friends hat das Kapitel der Einzelk&#228;mpfer nach dem Aufbau der einzelnen Teams und dem Erleben und Ausleben von Social Media in der gesamten Agentur scheinbar f&#252;r sich abgeschlossen.</p>
<p>Aber auch der einzelne Protagonist steht pers&#246;nlich und f&#252;r seinen Arbeitgeber durch seine Bezeichnung und Position sehr stark im Rampenlicht. Agenturkunden k&#246;nnten explizit eine Betreuung von dieser Person w&#252;nschen, obwohl die personelle Resource bereits anderweitig allokiert ist. Das Auftreten in Expertenfunktion nach Au&#223;en hin mag sowohl f&#252;r Agenturen als auch Unternehmen von Interesse sein, schlie&#223;lich erhofft man sich einen Strahlkrafteffekt von der Kompetenz des Social Media Experten. Doch selbst wenn ein Social Media Experte sich selbst inszeniert, bleiben sie als mittlerweile schon fast ehemalige Early Adopter von Social Media ihrer Seele treu. Auf Twitter schrieb <strong>Raphael Brinkert</strong>, seines Zeichens als Managing Director at Jung von Matt/Fleet t&#228;tig, folgende bestechende Worte: <em>&#8220;Die wichtigsten tweets aus 3 Jahren @nico bei @scholzfriends: &#8220;Uff&#8221;, &#8220;tja&#8221;, &#8220;hach&#8221;, &#8220;hmpf&#8221;, &#8220;nur der hsv&#8221;. ;)&#8221;</em> </p>
<p><a href="http://mikeschnoor.com/upload/2011/11/lumma.png"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/11/lumma.png" alt="" title="lumma" width="660" height="260" class="alignnone size-full wp-image-3885" /></a></p>
<p>Zugegeben, das brachte auch mich zum Schmunzeln, denn wer Nico kennt, wei&#223; genau, dass sein Auftreten bei Twitter genau wie auch selbst meine eigene Pr&#228;senz sehr durch pers&#246;nliche individuelle Themen gepr&#228;gt ist. Fragt sich halt nur, was unterm Strich &#252;brig bleibt. Und damit &#252;be ich auch an mir pers&#246;nlich ein wenig Selbstkritik. Schlie&#223;lich sind Social Media Experten eindeutig eine Gruppe von Individualisten, die dem <strong>Zwang einer Titelschlacht</strong> unterliegen m&#246;gen. Da kommt der ber&#252;hmte &#8220;Schwanzl&#228;ngenvergleich&#8221; der digitalen Szene sehr schnell wieder aus der Ecke&#8230;  ;)</p>
<h3>Neue Perspektiven f&#252;r Social Media</h3>
<p><strong>Meiner Meinung nach befindet sich Social Media in einem f&#252;r den Markt sehr wichtigen Prozess voller Umbr&#252;che.</strong> Das typische &#8220;Trial and Error&#8221;-Prinzip wird auch weiterhin auf professioneller Weise von Unternehmen und Agenturen ausgelebt, um die f&#252;r sie bestm&#246;gliche Konstellation und Besetzung des Themas Social Media zu finden. Am Beispiel von Scholz &#038; Friends sieht man, dass eine solcher Prozess mehrere Jahre andauern kann. Dies schafft neue Perspektiven und Herausforderungen f&#252;r Social Media, aber auch gravierende Ver&#228;nderungen, von denen wir in 2012 noch viele weitere sehen und so manche &#220;berraschungen erleben werden.</p>
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		<title>Macht Ross Antony neuerdings Werbung f&#252;r easyJet?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 14:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor etwas mehr als einem Jahr k&#252;ndigte der deutsche PR-Rat an, st&#228;rker gegen Schleichwerbung im Internet vorzugehen. Insbesondere richtete sich die Forderung an Blogger, den Absender der kommunikativen und werblichen Ma&#223;nahmen offenzulegen. Aus aktuellem Anlass kann man bei Facebook, Twitter und MySpace oder per Video sehr gut beobachten, wie Ross Antony, zugleich Prominenter und auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor etwas mehr als einem Jahr k&#252;ndigte der deutsche PR-Rat an, st&#228;rker <a href="http://www.wuv.de/nachrichten/digital/pr_rat_will_regeln_gegen_schleichwerbung_im_internet">gegen Schleichwerbung</a> im Internet vorzugehen. Insbesondere richtete sich die Forderung an Blogger, den Absender der kommunikativen und werblichen Ma&#223;nahmen offenzulegen. Aus aktuellem Anlass kann man bei <a href="https://www.facebook.com/easyJet.Deutschland?sk=wall">Facebook</a>, Twitter und MySpace oder per <a href="https://www.facebook.com/video/video.php?v=2389850519057">Video</a> sehr gut beobachten, wie Ross Antony, zugleich Prominenter und auch Blogger, sehr aussagekr&#228;ftig f&#252;r die Fluglinie &#8220;easyJet&#8221;  als Testimonial auftritt. Darf man das? Ich fragte nach&#8230;<br />
<span id="more-3853"></span></p>
<p>Wenn jemand offiziell als Testimonial f&#252;r ein Unternehmen auftritt, spricht nichts dagegen, aber was, wenn keine offizielle Absenderkennung ersichtlich ist? Die verschiedenen Mini-Pr&#228;senzen von easyJet zeigen das Testimonial &#252;ber selbige Social Networks sehr deutlich in einem direktem Bezug zum Unternehmen, wie sich an den verschiedenen Screenshots leicht nachvollziehen l&#228;sst. Gleiches gilt auch f&#252;r das Unternehmen, welches in den einzelnen Online-Pr&#228;senzen von Ross Antony mehr oder weniger effektvoll eingebunden wird.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/easyJet.Deutschland/posts/192815460800958"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/11/screenshot_easyjet_facebook.png" alt="" title="screenshot_easyjet_facebook" width="600" height="722" class="alignnone size-medium wp-image-3866" /></a></p>
<p><a href="https://twitter.com/#!/rossantonycom/status/75863220400816128"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/11/screenshot_twitter_ross.png" alt="" title="screenshot_twitter_ross" class="alignnone size-medium wp-image-3861" /></a></p>
<p><a href="http://www.myspace.com/rossantony/blog/544137940"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/11/screenshot_ross_myspace.png" alt="" title="screenshot_ross_myspace"  class="alignnone size-medium wp-image-3862" /></a></p>
<p>Auf eine erste Frage in der offiziellen Facebook Fanpage, ob das Unternehmen mit einem Testimonial werbe oder eben nicht, wurde leicht ausweichend geantwortet. Aber als jemand, der den sehr offenen und transparenten Dialog zwischen Kunden und Unternehmen sch&#228;tzt und lebt, lies mich diese Antwort aufhorchen, so dass ich gestern freundlich um Stellungnahme bis heute Vormittag bat.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Liebes easyJet Deutschland Team, eine ganz einfache Frage wie diese l&#228;sst sich wohl beantworten. Also, ich bitte Sie freundlich bis 10.00 Uhr zum 15. November 2011 um eine offizielle Stellungnahme, warum Sie es nicht best&#228;tigen m&#246;chten, dass Ross Antony ihr offensichtliches Testimonial und scheinbar kein einfacher Fan ist. Danke.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Meine einfache Bitte, bei Facebook konkret zu antworten, wurde jedoch bisher nicht beantwortet. Obwohl Facebook der Kommunikation mit den Nutzern dient, wie sie auch vom Unternehmen bereits in der Fanpage ausgelebt wird, m&#246;chte man sich hier lieber scheinbar ausschweigen? Auf andere Kommentare in Facebook reagiert easyJet und/oder deren betreuende PR-Agentur gem&#228;&#223; der unverbindlichen &#8220;<a href="https://www.facebook.com/easyJet.Deutschland?sk=app_190435500990432">Hausregeln</a>&#8220;. Werden bewusst einzelne Anfragen zur Stellungnahme ignoriert?</p>
<p>Ich finde das h&#246;chst seltsam. Transparenz, Dialog und Authentizit&#228;t gelten als oberstes Credo der Kommunikationsbranche. Das ganze Spiel mit den Fotos des Testimonials und kleinen Hinweisen zum Unternehmen quer &#252;ber die verschiedenen Portale wirkt in der Konstellation leider wie Schleichwerbung. Geregelt wird Schleichwerbung im Wettbewerbsrecht (§§ 6 Abs.1 Nr.1 TMG, 4 Nr. 3 UWG) sowie in einzelnen Regelwerken der jeweils eingesetzten Onlineportale und Social Networks. Auch in den Nutzungsbedingungen von Facebook werden wahre Angaben gefordert und die Verschleierung von kommerzieller T&#228;tigkeit untersagt, wie ziemlich gut bei <a href="http://spreerecht.de/abmahnung/2011-01/verschleiert-viral-und-illegal-zur-rechtswidrigkeit-von-schleichwerbung">Spreerecht.de</a> insbesondere zum Bereich Social Media nachzulesen ist. Ersetzen wir alleine das Wort &#8220;Blog&#8221;, k&#246;nnte man dies analog (oder digital) f&#252;r jede &#196;u&#223;erung bei Facebook, Twitter oder MySpace werten:</p>
<blockquote><p><em>Tarnung von Werbung als objektive wissenschaftliche, journalistische oder fachliche &#196;u&#223;erung:<br />
Rechtswidrig handelt, wessen Blog [Anmerkung - hier: "<strong>Post</strong>"] den Anschein erweckt, es handelt sich um einen objektiven und unabh&#228;ngigen Beitrag, obwohl dieser tats&#228;chlich gesponsert ist und dazu dient f&#252;r ein bestimmtes Unternehmen zu werben. In diesem Fall muss ein Hinweis auf dieses Sponsoring erfolgen. Das besagt das so genannte “Trennungsgebot”, nach dem redaktionelle Inhalte klar von gesponserten und Werbeinhalten getrennt sein m&#252;ssen.&#8221;</p>
<p>[...]</p>
<p>Verschleierung beim Absatz von Waren oder Dienstleistungen:<br />
T&#228;uscht ein Unternehmer &#252;ber seine Unternehmereigenschaft und gibt vor als Privatperson zu verkaufen, so ist dies rechtswidrig. Dies kann auch unfreiwillig passieren: Selbst wenn eine Privatperson seine Auktionen als “privat” bezeichnet, kann es schnell passieren, dass der Handel [bei eBay] als gewerblich einstuft wird.</em></p></blockquote>
<p>Schon ein starkes St&#252;ck, dass Nutzern die Illusion vorgespielt wird, das betreffende Testimonial w&#252;rde als ganz normaler Fan so intensiv mit den Logos und Produkten des Unternehmens freiwillig sich in Szene setzen lassen. Wenn ein Testimonial in einer klassischen Werbung auftaucht, die als Print-Anzeige, TV-Spot oder Radio-Spot umgesetzt wird, kann beim Bundesb&#252;rger davon ausgegangen werden, dass der werbliche Charakter bewusst ist. Doch die Art und Weise, wie hier bei Facebook, wo insbesondere jugendliche Nutzer den &#8220;Star&#8221; als Testimonial erkennen, sollte unbedingt darauf hingewiesen werden, dass das Testimonial nicht einfach als Fan auftritt, sondern daf&#252;r wom&#246;glich bezahlt wird. Zudem sollten durch monet&#228;re Zuwendungen abgegoltene T&#228;tigkeiten auch angegeben werden &#8211; nicht ohne Grund wird von Bloggern, zu denen Ross Antony ja dank seines namentlich gekennzeichneten Blogs bei MySpace z&#228;hlt, vom Deutschen Rat f&#252;r Public Relations genau diese Offenlegung gefordert.</p>
<p>Unabh&#228;ngig davon hat der Deutsche PR-Rat als Zusammenschluss von DPRG, GPRA, BdP und de&#8217;ge&#8217;pol speziell f&#252;r Verst&#246;&#223;e gegen die PR-Kodizes der Branche eine eigene &#8220;<a href="http://www.drpr-online.de/statische/itemshowone.php4?id=1">Beschwerdekammer V: Internet</a>&#8221; unter dem Vorsitz von Ulrich Nies in Zusammenarbeit mit Dr. Alexander G&#252;ttler und Helmut von Stackelberg eingerichtet. Vielleicht w&#228;re dies zur Anregung mal ein Fall, mit dem man sich auseinander setzen k&#246;nnte&#8230;?</p>
<p>Der neue Artikel zum Thema seitens <a href="http://spreerecht.de/social-media-2/2011-11/schleichwerbung-auf-easyjets-facebook-fanpage-rechtliche-voraussetzungen-fuer-testimonials">RA Thomas Schwenke</a>  von Spreerecht analysiert fachlich die rechtlichen Herausforderungen zum Thema Schleichwerbung im Internet. Nat&#252;rlich bin ich kein Rechtsexperte, aber ich w&#252;nsche mir als Kommunikator deutlich mehr Transparenz von Unternehmen und/oder ihren Kommunikationsagenturen &#8211; egal ob deutsch oder international. Wenn Werbung, dann bitte richtig und ehrlich. Man kann schlie&#223;lich auch geile, ziemlich geniale Werbung machen, die im Internet wie eine Bombe einschl&#228;gt. Vielen Dank!</p>
<p><center><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/kwM8bQ7Sk-A" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center></p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Etwas mehr als einen Tag nach der Anfrage, wenige Stunden nach dem Blogpost und dem Aufspringen von zwei Journalisten aus f&#252;hrenden Fach- und Branchenmedien &#228;u&#223;erte sich easyJet Deutschland und/oder ihre PR-Agentur auf unsere Kommentare mit folgendem Statement:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Zwischen easyJet und Ross gibt es eine Kooperation, siehe auch den Link zu seiner MySpace-Seite. Ross wird von uns mit Fl&#252;gen unterst&#252;tzt, weil er ein echter Fan und Vielflieger ist. Schon vor unserer Zusammenarbeit ist Ross oft mit easyJet geflogen, da seine Pension &#252;ber Gatwick so gut zu erreichen ist. Wir entschuldigen uns, wenn die Kooperation zwischen Ross und uns bislang nicht deutlich wurde.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Wie sch&#246;n, dass der Dialog endlich funktioniert. An anderer Stelle wurde bereits offenkundig bei Facebook in den Kommentaren gefragt, ob Ross Antony ein Testimonial w&#228;re, und diese Anfrage wollte bislang offensichtlich niemand best&#228;tigen. M&#252;ssen erst Meinungsf&#252;hrer im Social Web und Journalisten direkt bei dem Unternehmen anfragen, damit Nutzer mehr wissen? Wie hatte sich easyJet denn bitte gedacht, bei Facebook transparent, authentisch und glaubw&#252;rdig aufzutreten?</p>
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		<title>Ein Bericht: Der mit der Bahn twittert&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 07:18:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hoffentlich hat jeder meiner recht rege kommenden und gehenden Follower bei Twitter mitbekommen, dass ich jeden Tag im Land unterwegs bin. Von Montag bis Freitag sitze ich t&#228;glich gut eine Stunde in einem der Z&#252;ge zwischen K&#246;ln und D&#252;sseldorf sowie den jeweiligen Stadtbahnen. Besonders in der Fr&#252;h oder zur Sto&#223;zeit gegen Feierabend erlebe ich dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hoffentlich hat jeder meiner recht rege kommenden und gehenden Follower bei Twitter mitbekommen, dass ich jeden Tag im Land unterwegs bin. Von Montag bis Freitag sitze ich t&#228;glich gut eine Stunde in einem der Z&#252;ge zwischen K&#246;ln und D&#252;sseldorf sowie den jeweiligen Stadtbahnen. Besonders in der Fr&#252;h oder zur Sto&#223;zeit gegen Feierabend erlebe ich dabei viele Dinge, finde aber kaum Zeit, um sie vollumf&#228;nglich aufzuschreiben. Anstatt Zeit zu verschwenden, schreibe ich in nur 140 Zeichen ganz direkt &#252;ber nahezu alles, was mich bei den Fahrten bewegt. Das Sch&#246;ne ist: Ich habe Mut zur L&#252;cke und lasse jeden daran teilhaben &#8211; ganz simpel und einfach bei Twitter.<br />
<span id="more-3818"></span></p>
<h3>Wie es dazu kam&#8230;</h3>
<p>Eigentlich bin ich kein Bahnfahrer, sondern ein ausgesprochen aktiver Autofahrer. Doch mit der neuen beruflichen Herausforderung in D&#252;sseldorf kam die logistische Komponente mit ins Spiel. Nach einer einfachen Berechnung aller Vor und Nachteile war das Auto im Weg und verursachte viel zu hohe Kosten. </p>
<p>Ich entschied mich, die t&#228;gliche Reiseroute direkt mit dem Schienenverkehr anzugehen. Mehr Zeit f&#252;r mich, ein wenig zur&#252;cklehnen und entspannen am fr&#252;hen Morgen, bevor es professionell ans Werk geht. Die R&#252;ckfahrt endet nicht im Stau, sondern ebenso geschmeidig mit der Bahn und den Stadtbahnen in K&#246;ln bis kurz vor die Haust&#252;r. Was ergab sich mehr, als &#252;ber das Mobiltelefon im Kontakt mit der lebendigen Au&#223;enwelt zu stehen und mich mit den Followern <a href="http://twitter.com/mikeschnoor">in meiner Timeline</a> zu unterhalten? Die ersten Tage, Wochen und Monate waren gepr&#228;gt von dem Ritual der Kommunikation, sich mit den Followern auszutauschen oder einfach nur die Timeline mitzulesen. Was soll man sonst gro&#223;artiges als Pendler machen? </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahncover.png" class="center"></p>
<h3>Ein Twitter-Experiment?</h3>
<p>Doch vor wenigen Monaten erhielt ich eine Einladung, dass ich an einem ersten Experiment der Deutschen Bahn bei Twitter teilnehmen durfte. Im Sinne des Zielgruppenmatchings hatte ich wohl die notwendigen Voraussetzungen &#8211; zugleich als digitaler Influencer im Social Web und als Vielfahrer der Bahn. Die PR-Info war insgesamt ganz gut und lockte mich an, aber brachte mich nicht dazu, die Pressemeldung im Blog zu ver&#246;ffentlichen oder mehr als nur einmal mein Lob f&#252;r den Service der Deutschen Bahn auszusprechen. Ich wollte einfach mehr erleben und ein wenig die Grenzen austesten, die der Gro&#223;konzern mit diesem Schritt in die digitalen Sph&#228;ren mit seinen Kunden wagen wollte. <strong>Nein, austesten passt nicht, vielmehr wollte ich etwas ausreizen und vorantreiben.</strong></p>
<h3>Langfristiges Engagement als wahre Herausforderung</h3>
<p>Nach den &#252;blichen Zuginfos zu fragen oder im gegens&#228;tzlichen Verhaltenskodex die typischen Verbalgr&#228;tschen unter der G&#252;rtellinie zu verteilen, so wie manche Reisende es gerne machen, schloss ich grunds&#228;tzlich f&#252;r mein kleines Experiment aus. Schlie&#223;lich wollte und will ich mehr als nur ein Verhalten an den Tag legen, das wie eine Eintagsfliege ein &#228;u&#223;erst kurzes Dasein in der Belanglosigkeit fristet. </p>
<p>Mich sachlich zu verhalten und gleichzeitig herausfordernd, aber auch als Kunde provozierend genug aufzutreten &#8211; das war mir von Anfang an wichtig, sobald ich mit den Mitarbeitern der Bahn kommunizierte und von meinen Problemen und kleinen Sorgen berichtete. Diese Menschen leisten wertvolle Arbeit und bem&#252;hen sich, die Probleme ihrer Kunden in nur wenigen Zeichen zu l&#246;sen. Ich bedanke mich f&#252;r den nimmerm&#252;den Aktionismus von Torsten, Norman, Kai, Janice, Maik, Melanie, Jana und Christian im Twitter-Serviceteam von <a href="http://twitter.com/db_bahn">@DB_Bahn</a>. </p>
<p>Echte Menschen &#8211; also wagte ich doch ein wenig mehr, lehnte mich aus dem Fenster und beschloss insgeheim: <strong>Ich betreibe ein unnachgiebiges Experiment.</strong> Quasi eine Langzeitstudie im stillen K&#228;mmerlein, sprich Bahnabteil oder Gro&#223;raumwagen. Schlie&#223;lich betreibt die @DB_Bahn einen Servicekanal &#252;ber Twitter, den ich nahezu restlos, manchmal schamlos, aber immer respektvoll anschreiben kann, wenn mir irgendetwas bei meiner Pendlerreise auff&#228;llt. Was sollte mich also davon abhalten, einfach Gas zu geben und das Twitter-Serviceteam zu fordern?</p>
<h3>Spa&#223; an der Kommunikation</h3>
<p>Dieses kleine Experiment, wie ich es gerne bezeichnen m&#246;chte, besitzt f&#252;r mich sogar ein wenig mehr Tragweite, als nur rein oberfl&#228;chlich der Bahn ein paar Hinweise auf Probleme zu liefern und um L&#246;sungen zu bitten sowie den Servicecharakter des Konzerns herauszufordern. Nein, dem regen Treiben liegt auch keine statistischen Empirie zugrunde, vielmehr jedoch der emotionale Drang zu beweisen, dass zu viel Kommunikation f&#252;r ein Unternehmen nicht immer die optimale L&#246;sung darstellen muss, aber auf der anderen Seite den einzelnen Kunden gl&#252;cklich machen kann. Zweischneidiges Schwert und so.</p>
<p>Ja, ich provoziere mit Nichtigkeiten und erwarte als zahlender Kunde das <strong>Feedback, das mir schlie&#223;lich jeder Social Media Berater vom blauen Himmel quer &#252;ber den gr&#252;nen Klee lobt</strong>: hohe Aufmerksamkeit, ausgesprochene Dialogf&#228;higkeit, aktive Kommunikation und &#228;u&#223;erste Transparenz. Anfangs vereinzelt, sp&#228;ter etwas mehr, und mittlerweile im Dauertakt. Warum? Weil es mir als Kunde unglaublich Spa&#223; macht, als Premium-Bahnfan mit der Bahn zu kommunizieren. Und weil ein hoher Nutzungsgrad diese neuen Jobs von einem Twitter-Serviceteam sichern kann und das Unternehmen und die verantwortlichen Mitarbeiter in ihrem Handeln sowie ihren Entscheidungen durchaus best&#228;tigen kann. Da muss man auch fair sein und die Leistung anerkennen und die Grundnahrung liefern, um die Legitimation des geplanten Twitter-Experiments zu untermauern.</p>
<h3>Was mir gef&#228;llt, gef&#228;llt aber nicht allen&#8230;</h3>
<p>Ich kann nicht in die K&#246;pfe der Bahnmitarbeiter denken, aber manche Zeitgenossen bei Twitter, denen ich bisher und auch teils immer noch gerne folgte und folge, legten ungeahnte Reaktionen an den Tag. <strong>Nicht jeden konnte ich von meinem Vorhaben begeistern. Aber so spielt das Leben.</strong> Gemessen an meinen Followern beobachte ich teils pure Ablehnung, blankes Entsetzen oder leichten Hohn. Manchmal auch volle Zustimmung und anscheinend unterhalte ich dank meiner Diskussionen mit der Deutschen Bahn auch den einen oder anderen Follower. Hier einige Beispiele quer durch die Reihen und per Zufall auserw&#228;hlt, quasi als reaktion&#228;res Potpourri:</p>
<p><a href="http://twitter.com/#!/Pendlomator/status/106971429534318593"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_01.png" class="center"></a><br />
<a href="http://twitter.com/#!/sinnundverstand/status/108429142160187392"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_02.png" class="center"></a><br />
<a href="http://twitter.com/#!/RalphPfister/status/108454032670068737"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_03.png" class="center"></a><br />
<a href="http://twitter.com/#!/senorf/status/108446504636784640"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_04.png" class="center"></a><br />
<a href="http://twitter.com/#!/berufspolemiker/status/108480898114125824"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_05.png" class="center"></a><br />
<a href="http://twitter.com/#!/pramesan/status/108427105964015616"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_06.png" class="center"></a></p>
<h3>Experiment der Sinne</h3>
<p>Schon lustig, wie sich viele belustigen k&#246;nnen und einzelne Zeitgenossen eine leichte Feindseeligkeit entgegen bringen. Nat&#252;rlich teste ich die Schmerzgrenze derer, die mir zuh&#246;ren wollen. Keine tollen Links und wichtige Infos hole ich ans Tageslicht, die rund um PR oder Social Media anzusiedeln sind. Nein, ich nutze Social Media bei Twitter und die gesamte Kommunikation so, wie jeder wichtige Experte es verlangt: <strong>Social Media wie es mir als Kunde gef&#228;llt &#8211; ja, ich bin dabei ein Risikofaktor.</strong> </p>
<p>Mir unverst&#228;ndlich sind ablehnende Reaktionen auf mein Vorgehen seitens mancher Social Media Experten, Social Media Berater oder Social Media Manager, die wie erw&#228;hnt den gr&#252;nen Klee &#228;hnlich der G&#228;nse zur Produktion von Foie gras in sich hineinpumpen m&#252;ssen, um ihr eigenes Unternehmen oder ihre individualisierte Strategie zu inszenieren, jedoch alles andere scheinbar nicht akzeptieren k&#246;nnen oder wollen. Nun gut, es gibt Zeitgenossen, die sind einfach noch nicht reif, den Titel eines Social Media Verantwortlichen zu tragen und gleichzeitig dem Titel gerecht zu werden, aber so spielt das Leben</p>
<p>Ich finde es pers&#246;nlich nur prickelnd, dass manche wichtige Leute, die kritischen Stimmen, sich &#252;ber so banale Dinge wie die Kommunikation eines anderen, also damit w&#228;re ich gemeint, aufregen m&#252;ssen. Ich nutze Twitter f&#252;r mich, nicht f&#252;r andere. Wer mir folgt, der muss halt damit leben und zurechtkommen, wie ich twittere. Dazu z&#228;hlt auch mein Kommunikationsverhalten mit der Bahn &#8211; Social Media im Expertenmodus als Experiment der Sinne.</p>
<h3>Kommunikation im Social Web braucht viel Verst&#228;ndnis</h3>
<p>Die illustre Runde an Followern, die mich daf&#252;r kritisierte, dass ich mit der Bahn kommuniziere wie es mir gef&#228;llt, zeigt einfach nur, dass dieser Kreis allesamt nicht verstanden hat, was die Bahn wohl nahezu perfekt verstanden hat. Durch meine pers&#246;nliches Experiment, um auszutesten, ob Social Media wirklich so funktioniert, wie es immer funktionieren sollte und mir ein wenig Spa&#223; bringt, kann ich mit Fug und Recht behaupten: <strong>Die Deutsche Bahn macht bei Twitter alles richtig!</strong> </p>
<p>Die Mitarbeiter zeigen sehr gut, wie sehr sie es verstanden haben, dass ich der Kunde bin &#8211; und damit im Sinne der ganz klassischen Lehre der wahre K&#246;nig im Lande. Die ber&#252;chtigte Servicew&#252;ste in Deutschland zeigt leider viel zu oft, dass der Klassiker in der Kundenbeziehung bei weitem nicht erlebbar gemacht wird, wie man es als Kunde erwartet. Der Kunde ist K&#246;nig. So soll es sein. Bei der Deutschen Bahn bin ich trotz 140 Minuten Versp&#228;tung immer noch ein gesch&#228;tzter Kunde, der sich dann auch gerne mal aufregen darf und in den meisten F&#228;llen auch Geh&#246;r findet. </p>
<p>Kommunikation im Social Web braucht von Unternehmen her so unglaublich viel Verst&#228;ndnis, was die Bahn scheinbar mit Leichtigkeit im Twitter-Serviceteam aufbringt, aber einzelne Personen wie so manche eigenst&#228;ndig agierende Social Media Manager selbst &#252;berhaupt nicht leisten k&#246;nnen. Vielen Dank daf&#252;r und auf bald, bis ich wieder im ICE sitze, aber die Klimaanlage ausf&#228;llt, oder wenn ich den Regionalexpress nehmen muss, weil der ICE einfach nicht kommt, oder wie gestern, wenn der ICE nicht mehr so f&#228;hrt, wie ich es gewohnt bin, oder wenn der IC so &#252;berp&#252;nktlich abf&#228;hrt, dass ich selbst &#252;berrascht bin&#8230; :)</p>
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		<title>Ode an Rivva: Lebe lang und in Frieden?</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 16:02:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die deutsche Blogosph&#228;re musste in den vergangenen Monaten sehr viel Leid ertragen. Nachdem Frank Westphal das Ende von Rivva bekannt gab, schien niemand aus der Szene mehr zu wissen, welche Nachrichten die Menschen wirklich bewegten. Auch fehlte unter Bloggern aufgrund der mangelhaften und teils nicht mehr stattfindenden Verlinkung zu einzelnen Themen die wahre Vernetzung. Endlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die deutsche Blogosph&#228;re musste in den vergangenen Monaten sehr viel Leid ertragen. Nachdem Frank Westphal das <a href="http://blog.rivva.de/archives/2011/2/6/walking_and_falling/">Ende von Rivva</a> bekannt gab, schien niemand aus der Szene mehr zu wissen, welche Nachrichten die Menschen wirklich bewegten. Auch fehlte unter Bloggern aufgrund der mangelhaften und teils nicht mehr stattfindenden Verlinkung zu einzelnen Themen die wahre Vernetzung.<br />
<span id="more-3764"></span></p>
<p>Endlich erbarmte sich ein Unternehmen zu einer finanziellen Unterst&#252;tzung des wohl besten Newsaggregators in Deutschland &#8211; oh Wunder, Rivva ging dank BMWi <a href="http://blog.rivva.de/archives/2011/6/7/rivva_ist_zurueck/">wieder an den Start</a>. Den Anbietern von <a href="http://www.virato.de/">Virato</a> und <a href="http://newshype.de">Newshype</a>, den zwischenzeitlich entwickelten Co-Existenzen der Nachrichtenaggregation, prophezeite die Branche eine sehr herausfordernde Zukunft. Schlie&#223;lich war der Platzhirsch wieder unter ihnen, sie mussten sich sehr warm anziehen. Jedoch blieb die Freude &#252;ber Rivva, den hoch gesch&#228;tzten und sehr vermissten Dienst, nur von kurzer Dauer. So schrieb ich in einem Moment der Freude folgende Zeilen:</p>
<blockquote><p>Rivva, ich brauche dich. Rivva, ich nutze dich. Rivva, Du &#246;ffnest mir die Augen. Rivva, Du bist ein wertvolles Instrument. Rivva, ohne Dich ist das Internetz einfach anders. Rivva, Dein Potenzial ist unterbewertet. Rivva, Du bist Gold wert. Rivva, Du bist mein Leidensschmerz. Rivva. Einfach nur Rivva.</p></blockquote>
<p>Von den einstigen Aussagen und Tr&#228;umen nehme ich immer st&#228;rker Abstand. Was f&#252;r einige Jahre als das Tor zur deutschen Blogosph&#228;re galt, f&#252;hlte sich trotz des frischen Aufwinds unangenehm verschlossen. Mittlerweile stelle ich ern&#252;chternd fest: Wen interessiert&#8217;s, wenn ein Portal die News f&#252;r mich erzeugt? </p>
<h3>Informationsbed&#252;rfnis &#252;ber Social Services</h3>
<p>Mein pers&#246;nliches Informationsbed&#252;rfnis der deutschen Social Media Szene, von speziellen Nischenthemen und nat&#252;rlich auch allgemeinen Nachrichten beziehe ich mittlerweile &#252;ber Social Services. Eine prim&#228;re Rolle spielen dabei eindeutig <a href="http://twitter.com/mikeschnoor">Twitter</a>, <a href="http://facebook.com/mikeschnoor">Facebook</a> und das neue <a href="https://plus.google.com/109921841844747358084/">Google+</a>. </p>
<p><a href="http://rivva.de"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/07/rivva-rating.png" class="center"></a></p>
<h3>Blogs verblassen im Schatten der Empfehlungsmaschinerie</h3>
<p>Brauchen informierte und vernetzte Nutzer noch ein mundgerechtes Aufbereiten eines Informationsbreis, den wir mit unserem digitalen L&#246;ffelchen brav verputzen? Die starke Relevanz dieser Kommunikationskan&#228;le l&#228;sst sich einwandfrei bei Rivva selbst feststellen: Nur wenige Stories werden von Blogs verlinkt, hingegen sind Tweets und Likes -irgendwann bestimmt auch Plusones- das Ma&#223; aller Dinge. Insbesondere Blogs verblassen im Schatten der starken Empfehlungsmaschinerie.</p>
<p>Im sozial gef&#252;hlt-erlebten Web scheint die Sonne auch ohne Newsaggregatoren und ihre einstigen Antriebsmomente namens Weblogs, was mich nach der inhaltlichen Vielfalt aus der goldenen Zeit der Blogosph&#228;re etwas wehm&#252;tig sehen l&#228;sst. <strong>Wie beurteilt ihr diese Situation &#8211; nutzt ihr Rivva noch oder erlebt ihr ein &#228;hnliches Relevanzgef&#252;hl hinsichtlich der empfohlenen Links in euren Social Networks?</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Kick-Off f&#252;r die Deutsche Bahn bei Twitter: Ich mag @DB_Bahn :)</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 18:13:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kontinuierliche Kritik in den Medien zur wirtschaftlichen und arbeitsrechtlichen Lage, heftig schimpfende Kunden und die eine oder andere Panne bei den Z&#252;gen &#8211; dieser kleine Auszug aus dem gepfefferten Repertoire der t&#228;glichen Herausforderungen an den gr&#246;&#223;ten Schienennetzbetreiber in Deutschland wirkt eigentlich wie der Tropfen auf dem hei&#223;en Stein. Wo lange geschwiegen wurde, wird endlich miteinander [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kontinuierliche Kritik in den Medien zur wirtschaftlichen und arbeitsrechtlichen Lage, heftig schimpfende Kunden und die eine oder andere Panne bei den Z&#252;gen &#8211; dieser kleine Auszug aus dem gepfefferten Repertoire der t&#228;glichen Herausforderungen an den gr&#246;&#223;ten Schienennetzbetreiber in Deutschland wirkt eigentlich wie der Tropfen auf dem hei&#223;en Stein. Wo lange geschwiegen wurde, wird endlich miteinander kommuniziert. Seit heute ist die Deutsche Bahn bei Twitter.<br />
<span id="more-3749"></span><br />
<strong>Als Vielfahrer und Pendler habe ich hohe Erwartungen an die Deutsche Bahn als Dienstleister</strong>, der mir jeden Tag dabei hilft, von zu Hause bis an die Arbeitsst&#228;tte und wieder zur&#252;ck zu gelangen. Typische Probleme durch Versp&#228;tungen, Defekte oder Wartezeiten, aber auch pers&#246;nliche Frechheiten durch das Zugpersonal habe ich an meinem eigenen Leib seit langer Zeit erleben m&#252;ssen. Doch wohin konnte ich mich mit dem eigenen Frust richten, den wohl jeder Bahnreisende irgendwann einmal sp&#252;rt?</p>
<p>Bisher war dies nur m&#246;glich, indem ich pers&#246;nlich am Morgen und auch abends bei Twitter &#252;ber meine Bahnreisen berichte. So schreibe ich gespickt mit der Zugnummer als Hashtag zu #ICE845, mal unter dem Sammelbegriff aller Tags namens #bahn, aber auch im am&#252;santen Moment schreibe die #bahntweets einfach &#252;ber das Mobiltelefon. Bisher war die Resonanz auf Kritik oder Lob einfach nur mau, schlie&#223;lich nutzte die Deutsche Bahn den Informationskanal Twitter nur daf&#252;r, um auf die Karrierechancen im Unternehmen hinzuweisen.</p>
<p><a href="http://mikeschnoor.com/upload/2011/06/db_bahn.png"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/06/db_bahn-300x229.png" class="alignright" width="300" height="229" class="alignnone size-medium wp-image-3755" /></a>Seit heute d&#252;rfen alle Bahnreisende und auch Nicht-Bahnreisende sich mit einem schlagkr&#228;ftigen <a href="http://www.bahn.de/dbbahn/view/twitter-team.shtml">Team von zw&#246;lf Mitarbeitern</a> im fast Rundumsorglos-Betrieb bei Twitter unter <a href="http://twitter.com/DB_Bahn">@DB_Bahn</a> erfreuen. <strong>Ich habe so lange darauf gefiebert, als Kunde endlich wahrgenommen zu werden.</strong> Im Vorfeld wurde ich ebenfalls zu den Insider-Gespr&#228;chen f&#252;r ausgew&#228;hlte Bahnfahrer der Social Media Szene eingeladen, konnte jedoch aufgrund terminlicher Engp&#228;sse nicht pers&#246;nlich daran teilnehmen. Wer im Detail weitere Infos erfahren m&#246;chte, darf sich selbst den Kopf zerbrechen und den <a href="http://www.bahn.de/dbbahn/view/hintergrundinfos.shtml">Blick hinter die Kulissen</a> zum Twitter-Start der Deutschen Bahn ergattern. Der <strong>erste Tag des neuen Twitter-Kommunikationskanals der Deutschen Bahn</strong> begann f&#252;r mich auch schon wie &#252;blich &#8211; recht fr&#252;h. Daher scheute ich nicht nach einem ersten Willkommensgru&#223; meine ersten Fragen an das Serviceteam abzuschicken. Wie schnell reagiert die Bahn? Kann sie mit dem bew&#228;hrten System von @Telekom_hilft mithalten? Wie gelassen sind die Mitarbeiter, wenn man spezielle Sonderw&#252;nsche hat oder Kritik &#252;bt?</p>
<p><strong>Das schlichtweg positive Fazit nach zwei Fahrten und einigen Fragen zwischendurch:</strong> Fast jedes Mal wurde mir direkt geholfen oder zumindest unter Bedauern ausgedr&#252;ckt, dass meine Anfrage nicht bearbeitet werden k&#246;nne. Manches Mal waren meine W&#252;nsche einfach zu speziell, so dass mir anhand des &#252;blichen Ticket- und Tarifsystems der Bahn keine individuelle L&#246;sung geboten werden konnte. Am Ende des Tages stelle ich fest, dass der Start der Deutschen Bahn bei Twitter sehr gut gelungen ist. Gewiss kann nicht immer prompt geholfen werden und auch einzelne Anfragen zu verschiedenen <a href="http://www.bahn.de/dbbahn/view/service-hinweise.shtml">Servicethemen</a> verloren sich im digitalen Nirvana, aber schlie&#223;lich muss sich auch nach einer ersten Testphase der Betrieb einspielen. Warten wir also ab, wie der Twitter-Service bei der Deutschen Bahn ausgebaut wird, und wie auch mit herber Kritik im Sinne des Krisenmanagements dort umgegangen wird. Schlie&#223;lich ist es von den Temperaturen hochsommerlich und die Klimaanlagen fallen wieder in den Z&#252;gen aus&#8230; und jenseits der 40 Grad in der prallen Sonne mit &#252;ber 200 km/h h&#246;rt der Spa&#223; bekanntlich f&#252;r jeden Fahrgast auf. Auch wirkt zumindest die Servicezeit von 6 bis 20 Uhr etwas befremdlich, weil schlie&#223;lich viele Probleme auch nach &#8220;Dienstschluss&#8221; aufkeimen, bei denen der Kunde sicherlich auf einen digitalen Supportkanal nicht verzichten m&#246;chte.</p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/06/db-bahn-tweets.png" class="center"></p>
<p>Doch auf meiner kurzen Strecke von K&#246;ln nach D&#252;sseldorf habe ich zumindest heute nur wenige Probleme erleben m&#252;ssen, die aber bereits durch das <strong>positive Kommunikationsverhalten der Service-Mitarbeiter in Twitter</strong> gut abgefedert wurden. Ich zumindest bin f&#252;r meinen Teil von dem neuen Angebot begeistert &#8211; ich mag @DB_Bahn und fahre gerne in den Z&#252;gen, w&#252;nschte mir jedoch noch etwas mehr von besonderen Angeboten und Services f&#252;r die Twitter-Nutzer. Schlie&#223;lich freut man sich &#252;ber jeden Bonus, der einem den Status &#8220;Kunde = K&#246;nig&#8221; schmackhaft macht! :)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>XING Relaunch 2011 &#8211; Gewollt gekonnte PR mit aller Gewalt?</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 19:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach langer Zeit der Stille und manch kritischen Stimmen offenbart XING auf der morgen stattfindenden next11 sein neues Gewand. Das bekannte Businessportal wurde einem grundlegenden Relaunch unterzogen und schaut wirklich anders aus: Kurzum &#8211; ich finde den Relaunch durchaus attraktiv gestaltet. Aufgrund der Aktualit&#228;t dieses Themas, welches schlichtweg in diesen Minuten durch das Webgeistert und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach langer Zeit der Stille und manch <a href="http://mikeschnoor.com/2011/03/08/eignet-sich-das-neue-xing-noch-als-business-netzwerk/">kritischen Stimmen</a> offenbart XING auf der morgen stattfindenden <a href="http://www.next-conference.eu">next11</a> sein neues Gewand. Das bekannte Businessportal wurde einem grundlegenden Relaunch unterzogen und schaut wirklich anders aus:</p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/05/xing-startseite.jpg" class="center"></p>
<p>Kurzum &#8211; ich finde den Relaunch durchaus attraktiv gestaltet. Aufgrund der Aktualit&#228;t dieses Themas, welches schlichtweg in diesen Minuten durch das Webgeistert und nat&#252;rlich morgen zur next11 offiziell pr&#228;sentiert werden soll, k&#246;nnen die folgenden Informationen &#252;ber den Relaunch einige werbliche &#196;u&#223;erungen von XING beinhalten, aber sie bieten durchaus interessante Punkte, die ich gerne &#246;ffentlich vorstellen m&#246;chte.<br />
<span id="more-3720"></span></p>
<h3>Klar und intuitiv</h3>
<p>Dank der neuen Seitenstruktur auf XING sollen Nutzer auf einen Blick sehen, was sie weiterbringt – von den relevanten Inhalten bis zu den passenden Handlungsm&#246;glichkeiten. Da die Seitenstruktur auf ganz XING identisch ist, soll man sich &#252;berall intuitiv zurecht finden. Dar&#252;ber hinaus soll eine neue schlanke Navigation den direkten Einstieg in die verschiedenen Themenbereiche erleichtern. Ob dies nat&#252;rlich f&#252;r altgediente XING-Poweruser funktioniert, bleibt wirklich abzuwarten. Die g&#228;ngige Erfahrung zeigt, dass bei fast jedem Relaunch eines Portals die neuen &#196;nderungen viele langj&#228;hrige Nutzer nicht begeistern konnten.</p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/05/xing-profil.jpg" class="center"></p>
<p><strong>Neue Seitenstruktur und vereinfachte Navigation: Schneller das Wesentliche sehen</strong><br />
„In der neuen Struktur haben wir darauf geachtet, dass Funktionalit&#228;t sich immer dort befindet, wo Nutzer sie am ehesten suchen und brauchen. Wir haben XING komplett um die Ziele unserer Mitglieder herum strukturiert und dazu eine neue, klare und einfach verst&#228;ndliche Architektur entwickelt, die sich auf allen Bereichen von XING wiederfindet“, sagt Shannon Bain, Principal Designer bei XING.</p>
<h3>Alles Wichtige immer zur Hand!</h3>
<p>Warum in die Ferne klicken, wenn „Ihr XING“ ab sofort so nah liegt? Mit der „XING-Leiste“ haben Nutzer von jeder XING-Seite direkten Zugriff auf pers&#246;nliche Inhalte: Das eigene Profil, die Nachrichten oder Gruppen. Nutzer sollen au&#223;erdem sofort sehen, wenn neue Mitteilungen wie Nachrichten oder Kontaktanfragen eingegangen sind. Man erkennt hier den neuen Schwerpunkt im Kommunikationsverhalten des Systems.</p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/05/xing-gruppen.jpg" class="center"></p>
<p><strong>Die „XING-Leiste“: Der direkte Zugriff auf „Ihr XING“!</strong><br />
„Wir wissen, wie wichtig es unseren Mitgliedern ist, direkt auf Ihre Inhalte zugreifen zu k&#246;nnen. Die XING-Leiste erm&#246;glicht dar&#252;ber hinaus auch das direkte Beantworten von Mitteilungen und Kontaktanfragen – ohne die Seite verlassen zu m&#252;ssen, auf der Sie sich gerade befinden“, erkl&#228;rt S&#246;nke K&#252;hl, Senior Visual Designer &#8211; User Experience bei XING.</p>
<h3>N&#228;her am Netzwerk</h3>
<p>Lebendiges Netzwerken lebt vom Austausch von Gedanken, Neuigkeiten und Informationen. Deswegen steht “Neues aus Ihrem Netzwerk“ jetzt &#252;berall im Zentrum von XING. Die Eintr&#228;ge werden thematisch gefiltert, je nachdem, in welchem Bereich von XING der Nutzer sich befindet. Auf der Gruppenstartseite werden alle Neuigkeiten aus den Gruppen gezeigt. Neue Impulse erhalten die Nutzer zus&#228;tzlich mit den intelligenten XING-Empfehlungen, z.B. zu interessanten Jobangeboten. Die relevantesten Empfehlungen werden  jetzt direkt in den „Neuigkeiten“ angezeigt. Was macht man nur, wenn man XING nicht zur Jobsuche nutzen m&#246;chte, sondern als alternatives Adressbuch und Kontaktdatenbank? </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/05/xing-jobs.jpg" class="center"></p>
<p><strong>„Neuigkeiten“ im Fokus: Noch n&#228;her an Ihrem Netzwerk!</strong><br />
„Das neue XING stellt Sie und Ihr Netzwerk in allen Bereichen in den Mittelpunkt: So k&#246;nnen Sie st&#228;rker am eigenen Netzwerk teilhaben und wertvolle Informationen und Anregungen erhalten. Wir erg&#228;nzen dies durch interessante Empfehlungen au&#223;erhalb Ihres Netzwerks und unterst&#252;tzen Sie so dabei, neue Potenziale zu entdecken&#8221;, so Bj&#246;rn Waide, Senior Product Manager bei XING.</p>
<h3>Der Relaunch leakt&#8230;</h3>
<p>Doch genug der Fakten zum Relaunch. Schauen wir uns doch an, was am heutigen Abend passiert ist. Per Zufall habe ich bemerkt, dass ein Kommentar irgendwo in einer Gruppe bei XING auf eine Webseite verwies, die den Relaunch von XING in allen Details enth&#252;llte. Ich war begeistert und irritiert. Zu diesem Zeitpunkt, gegen kurz nach 20 Uhr heute, fand ich rein gar nichts zu dem Thema im Netz. Erst im Nachhinein, als ich diesen Artikel fertig stellte, konnte ich zumindest einen Bericht bei <a href="http://thenextweb.com/industry/2011/05/16/xing-redesign-looks-a-lot-like-facebook/">thenextweb</a> sehen, der von einem ersten Leak am heutigen Nachmittag bei der <a href="http://www.internetworld.de">Internet World Business</a> berichtete. Auch <a href="http://t3n.de/news/neue-xing-befreiungsschlag-fehlschlag-diskutier-mit-310030/">t3n</a> schreibt &#252;ber den Relaunch, w&#228;hrend andere Medien sich ausschweigen. Aber dies mag gewisse Gr&#252;nde und Praktiken der PR haben, die auch ich anwenden muss, manchmal anwenden kann.</p>
<p><strong>Was mir auff&#228;llt?</strong><br />
Irritation und Resignation paaren sich an diesem Abend. Insgesamt finde ich das beschriebene Vorgehen von XING, den Relaunch bei der next11 vorstellen zu wollen, entgegen der bisherigen Wahrnehmung von XING als relevanten Teil der deutschen Startup-to-IPO-Szene jetzt sehr klassisch angehaucht. Under Embargo, exklusive Previews, ein wenig Selbstbeweihr&#228;ucherung&#8230; nun, die Tatsache, dass s&#228;mtliche Informationen bereits im Vorfeld im Netz frei verf&#252;gbar sind, wirkt einfach befremdlich entgegen eines Embargos. Auch die Berichte von den sogenannten XING Ambassadors &#252;ber eine Einladung zum Preview irritieren vor dem Hintergrund, dass der Bericht bei der IWB scheinbar doch nicht mehr online ist. Aber wer sich selbst ein Bild vom neuen XING machen m&#246;chte, dem empfehle ich derweil die <a href="http://whatsnew.xing.com/">(noch geheime) ganz offizielle Vorstellungsseite</a> bei XING. Denn in diesen Minuten wird fleissig dar&#252;ber <a href="http://search.twitter.com/search?q=xing">getwittert</a>! <strong>Ist dieses Vorgehen nun gewollt gekonnte PR mit aller Gewalt?</strong></p>
<p>Sehr schnell, sehr unausweichlich. Was haben wir alle vom neuen XING bis auf die Story, dass alles neu der Mai, nun, der Juni macht? Vielleicht bin ich pers&#246;nlich immer noch ein wenig zu stark von der einstigen Kommunikation seitens XING begeistert: Freunde, Familienangeh&#246;rige und Blogger wurden einst zum Betatest des ersten echten Launches von XING eingeladen.</p>
<p>Vielleicht ist dieser Schritt auch ein <strong>symbolisches Zeichen des Erwachsenwerdens</strong> von XING &#8211; von einem Startup zum b&#246;rsennotierten Unternehmen, das sich stark gegen die &#220;bermacht von LinkedIn auf dem internationalen Parkett abgrenzen muss und die mittlerweile sozialnervigen Aspekte von Facebook zu integrieren sucht. Ich hoffe sehr, dass XING mit dem Relaunch einen Erfolg feiern wird. Deutschland braucht dieses Gef&#252;hl dringend. Denn das einstige Vorzeige-Startup sieht sich mit starken Konkurrenten konfrontiert. Nach Informationen von <a href="http://holgerschmidt.posterous.com/das-neue-xing">Holger Schmidt</a> hat XING rund 4,7 Millionen Nutzer in Deutschland, &#214;sterreich und der Schweiz. Dagegen positioniert sich Facebook in Deutschland mit ungef&#228;hr 18,4 Millionen Nutzern und Linkedin w&#228;chst insgesamt schneller als Xing.</p>
<p><strong>Wie seht ihr das? Hat XING mit dem Relaunch ab Juni 2011 gen&#252;gend Potenzial, um dem Abstiegskampf in der Zahlenschlacht um Nutzer auf internationaler Ebene entgegen zu wirken?</strong></p>
<p><strong>Das Promotion-Video zum Relaunch</strong><br />
Am Morgen nach dem Bekanntwerden der Story ver&#246;ffentlichte XING ein offizielles Promotion-Video <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GI8FnQ1tXiw">bei YouTube</a>, was in etwas mehr als zwei Minuten die Neuerungen am System erkl&#228;rt. Auch der <a href="http://www.internetworld.de/Nachrichten/Medien/Social-Media/Neue-Seitenarchitektur-fuer-Xing-Kontakte-im-Mittelpunkt-56934.html">Artikel bei Internetworld.de</a> ist endlich wieder verf&#252;gbar.</p>
<p><object width="640" height="390"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/GI8FnQ1tXiw?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/GI8FnQ1tXiw?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="390" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Unternehmen in Social Media &#8211; 10 gro&#223;e Schritte f&#252;r Durchstarter</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 19:37:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viele Unternehmen erkennen das Potenzial von Social Media und dessen Relevanz als Wirtschaftsfaktor. Sie schicken mittlerweile einzelne Mitarbeiter auf spezielle Fortbildungskurse, um sich durch das vermittelte Wissen die notwendigen Fachkenntnisse einzuverleiben. Fast im gleichen Atemzug mobilisiert entweder jemand aus dem Marketing- oder PR-Bereich die pers&#246;nlichen Kr&#228;fte und legt einen Firmenaccount bei Twitter oder Facebook an. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Unternehmen erkennen das Potenzial von Social Media und dessen Relevanz als Wirtschaftsfaktor. Sie schicken mittlerweile einzelne Mitarbeiter auf spezielle Fortbildungskurse, um sich durch das vermittelte Wissen die notwendigen Fachkenntnisse einzuverleiben. Fast im gleichen Atemzug mobilisiert entweder jemand aus dem Marketing- oder PR-Bereich die pers&#246;nlichen Kr&#228;fte und legt einen Firmenaccount bei Twitter oder Facebook an. Die erste Euphorie &#252;ber die neuen Pr&#228;senzen legt sich jedoch genau dann, wenn sich absolute Ern&#252;chterung breit macht. Damit dies nicht vorkommt, m&#246;chte ich aus meiner Erfahrung und auch aufgrund meiner spontanen Lehrt&#228;tigkeit f&#252;r Social Media und Public Relations <strong>einen Denkansto&#223; f&#252;r (angehende) Social Media Manager anhand dieser zehn Schritte vorstellen, die ich pers&#246;nlich als Grundvoraussetzung f&#252;r den erfolgreichen Start von Social Media in einem Unternehmen erachte.</strong><br />
<span id="more-3620"></span><br />
Selbstverst&#228;ndlich tritt dieser gl&#252;cklose Moment der Ern&#252;chterung genau dann in Erscheinung, wenn die hierarchisch h&#246;her angesiedelten Vorgesetzten respektive <strong>wenn &#8220;das Management&#8221;  die Bestrebungen in Social Media hinterfragt</strong>: Wie integrieren wir Social Media in unsere Kommunikationsstrategie? Wie finden und erreichen wir unsere Zielgruppe? Und womit fangen wir am besten an? Welche Ergebnisse lassen sich ableiten? Wie messen Sie den Erfolg? Welche KPIs setzen Sie dabei an und wie definiert sich der ROI aus Social Media?</p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/03/black-social-buttons-300x156.jpg" class="alignright">Solche Momente entwickeln sich f&#252;r jeden strebsamen Denker zu &#228;u&#223;erst hartem Tobak. Sp&#228;testens bei diesen ernsthaften R&#252;ckfragen blinzeln die Verantwortlichen mit den Augen und sind davon irritiert, dass die ersten Bestrebungen von Social Media f&#252;r das Unternehmen gewiss ein kleines Pfl&#228;nzchen, aber noch lange keinen standfesten Baum mit zahlreichen Wurzeln und Ver&#228;stelungen hervorbrachte. </p>
<p>Der Boden im magischen Reich von Social Media ist trotz aller Fruchtbarkeit f&#252;r das Saatgut sehr hart. Doch mit den richtigen Werkzeugen und der dazu passenden Herangehensweise l&#228;sst sich das Feld schon pfl&#252;gen. </p>
<h3>1. &#220;berpr&#252;fen Sie die mediale Fitness und testen Sie die Bereitschaft Ihrer Mitarbeiter f&#252;r Social Media.</h3>
<p>Wer Social Media f&#252;r ein Unternehmen als kommunikatives Element einsetzen m&#246;chte, und auf einen positiven Effekt hofft, wird als Einzelk&#228;mpfer niemals erfolgreich sein. Bereits die Tatsache, dass <strong>Social Media als Infrastruktur f&#252;r unz&#228;hlige Anwendungsszenarien</strong> in nahezu allen Fachbereichen dient, erfordert viel Zusammenarbeit und Interesse. Medienmuffel im Unternehmen m&#252;ssen erkennen und verstehen, dass die potenziellen Kunden sich &#252;ber das Internet nicht nur informieren, sondern aktiv austauschen und untereinander beraten. Falsche Informationen oder gar ein absolutes Desinteresse sind fehl am Platz. Eine Bringschuld seitens der Mitarbeiter existiert nicht, aber die notwendige Holschuld f&#252;r den Social Media Manager muss von den Mitarbeitern im Unternehmen verstanden werden.</p>
<h3>2. Planen Sie entsprechende Personalressourcen und ein Budget f&#252;r Social Media Aktivit&#228;ten ein.</h3>
<p>&#8220;Social Media kostet nichts. Alle Tools sind doch umsonst!&#8221; Wer es &#252;berhaupt wagt, diese Behauptung laut auszusprechen, dem geh&#246;rt eindeutig der Kopf gewaschen. Nat&#252;rlich kostet die Anmeldung in einem Service wie Facebook kein Geld, aber <strong>die gesamte Arbeitszeit f&#252;r Social Media gilt es am Ende des Tages als Kosten zu berechnen</strong>. Genau durch den Einsatz der Mitarbeiter entstehen nicht zu untersch&#228;tzende Kosten. W&#228;hrend ein sehr kleiner Kundenservice &#252;ber Twitter noch eine &#252;berschaubare Reaktionszeit erfordert, setzen gro&#223;e Unternehmen auf kontinuierliche Aufmerksamkeit mit eigenen Supportteams nur f&#252;r diese Kommunikationskan&#228;le. Aber auch im Sinne von werblich-&#252;berzeugender Kommunikation in Social Media gibt es Kosten. Selbstverst&#228;ndlich werden am Anfang die Fans bei Facebook nur bis zu einem bestimmten Grad gesteigert, bis die Engagement-Ads und andere Promotion-Ma&#223;nahmen die Fan-Zahlen in die H&#246;he schie&#223;en lassen. Gleichzeitig erfordert jede Aktivit&#228;t ein Reporting, schlie&#223;lich lebt das Management von positiv stimmendem Zahlenmaterial. Wer jetzt immer noch davon &#252;berzeugt ist, Social Media sei umsonst, braucht nicht weiterzulesen.</p>
<h3>3. Identifizieren Sie einen verantwortlichen Mitarbeiter f&#252;r Social Media Aktivit&#228;ten und &#252;berzeugen Sie gemeinsam andere Mitarbeiter.</h3>
<p>Wer k&#246;nnte wohl der ideale Ansprechpartner f&#252;r Social Media sein? Social Media ist neu und l&#228;stig, wir kennen das eigentlich nicht, aber der hippe Praktikant kann das als Projekt f&#252;r seine sechsmonatige Zeit bei uns &#252;bernehmen. Ok, STOP! Dieser ausgemachte Bl&#246;dsinn darf niemals zur Regel werden. Jahrelang lief die Kommunikation nur &#252;ber eine oder sehr wenige Personen, die (hoffentlich) kompetent darin waren, mit Au&#223;enstehenden zu kommunizieren. Einerseits gilt zu beachten: <strong>Social Media muss eine F&#252;hrungsaufgabe sein</strong>, weil selbst ein unbedachter Tweet f&#252;r potenziell Millionen Follower eine direkte Beleidigung bedeuten kann. Andererseits bedeutet Verantwortung zu &#252;bernehmen sinngem&#228;&#223; verantwortlich und nachhaltig zu handeln. Die passende Aufgabe darf selbstverst&#228;ndlich von anderen Mitarbeiten als aus der h&#246;chsten F&#252;hrungsriege &#252;bernommen werden. Wie bereits oben erw&#228;hnt muss diese Person sowohl &#252;berzeugend auftreten k&#246;nnen und eine modern behaftete Weisungsbefugnis innehaben. Gewiss h&#246;rt sich das b&#252;rokratisch an, aber ein Marketingleiter wird sich selten von einem Praktikanten den Takt geben lassen. (Hinweis: Praktikanten sind nach meiner Meinung wie jeder andere Mitarbeiter die einzelnen Wassertr&#228;ger des Unternehmens, werden aber viel zu selten au&#223;er in modernen Unternehmenskulturen respektiert.)</p>
<h3>4. Legen Sie die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Abteilungen fest und r&#228;umen Sie Social Media in der internen Unternehmensstruktur einen Platz ein.</h3>
<p>Die interne Kommunikation spielt eine gewaltige Rolle, wenn sich das frisch eingef&#252;hrte Grundrauschen von Social Media zu einer unternehmensweiten Erfolgsstory entwickeln soll. Jeder Mitarbeiter muss sich als eines der vielen Zahnr&#228;dchen sehen. <strong>Ego-Stories oder eine One-Man-Show sind definitiv fehl am Platz.</strong> Dennoch sollte nach der oben erw&#228;hnten strategischen Weisungsbefugnis, obwohl ich dieses Wort als Teil einer zeitgem&#228;&#223;en Unternehmenskultur nicht gerne wiedersehe, auch der gesamte Funke von Social Media zu den Abteilungen &#252;berspringen. Eine kommunikative Hierarchie ist sinnvoll, aber bei Social Media flie&#223;en viele Str&#246;me zusammen, die voneinander abh&#228;ngig sind und oft das gleiche Ziel verfolgen: Das Unternehmen auf Erfolgskurs halten oder bringen. Mitarbeiter sollten Social Media nutzen, um sich weiterzubilden, zu informieren, untereinander zu kommunizieren, und auch nach R&#252;cksprache oder anhand von einfachen und verst&#228;ndlichen Regeln das Unternehmen nach au&#223;en hin zu vertreten. Die altbackenen und gleichzeitig destruktiven Elemente wie &#8220;privates Surfen ist verboten&#8221; oder  &#8220;Internet nur nach Absprache&#8221; sollten modernisiert werden. Bereits die Artikel aus Blogs zu lesen, die &#252;blicherweise kein direktes Nachrichtenmedium oder eine klassische Fachpublikation darstellen, kann weiterbildend sein, die Kreativit&#228;t f&#246;rdern und dem Mitarbeiter eine kurze geistige Pause geben.</p>
<h3>5. Definieren Sie eine ganzheitliche Social Media Strategie, die fach&#252;bergreifend gelebt wird &#8211; gemeinsam mit Marketing, PR, Sales/Vertrieb, Kundensupport/CRM und Personalmarketing/HR.</h3>
<p>Durch die Verschiebung der &#8220;One-Voice-Policy&#8221; zum &#8220;Many-to-many&#8221;-Prinzip dr&#228;ngt  die Kommunikation eines Unternehmens mit gewaltiger Kraft nach Au&#223;en. Jeder Fachbereich hat seine Berechtigung, im Social Web zu Wort zu kommen. Die verschiedenen Anwendungsszenarien sollten gemeinsam durch die f&#252;r Social Media verantwortlichen Personen inhaltlich besprochen und entwickelt werden. Das Ergebnis als Grundlage f&#252;r eine Social Media Strategie muss in die Unternehmensstrategie mit den Unternehmenszielen wie ein zweites Fundament oder ein Ger&#252;st um das Unternehmen fest verbunden werden. Das generelle Problem liegt in der Natur von jedem Unternehmen: <strong>Eine Strategie kann von Unternehmen A nicht auf Unternehmen B angewendet werden.</strong> Wenn im Internet zwar das Prinzip einer  &#8220;Copycat&#8221; bei Gesch&#228;ftsmodellen f&#252;r viele Portale funktioniert, l&#228;sst sich selbst bei fast identischen Unternehmen nur selten eine identische Strategie finden. </p>
<h3>6. Entwickeln Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern eine Social Media Richtlinie und einen Krisenplan.</h3>
<p>F&#252;r die Frage nach den Social Media Richtlinien finden sich bereits an dieser Stelle einige <a href="http://mikeschnoor.com/2010/03/30/die-zeit-ist-reif-fuer-social-media-richtlinien/">relevante Informationen</a>, daher m&#246;chte ich auf die Krisen eingehen, mit denen sich Unternehmen dank des Social Web konfrontiert sehen m&#252;ssen. Was passiert wenn ein negativer Blogeintrag geschrieben wird? Wie reagiere ich auf einen kritischen Tweet, den hunderttausend Follower lesen? Wie unterdr&#252;cke ich negative Stimmungsmache von Einzelpersonen? Ganz ehrlich: F&#252;r jeden Kommunikator sind solche Fragen essenziell, weil sie in k&#252;rzester Zeit direkten Einfluss auf unterschiedliche Faktoren haben, die f&#252;r das Unternehmen kritisch relevant sind. Dazu z&#228;hlt alles, was die Reputation, die Ums&#228;tze oder die Motivation im Unternehmen angreift, aber selbst klitzekleine Themen bed&#252;rfen einer hohen Aufmerksamkeit. <strong>Kritik und Krisen sind eng miteinander verbunden und d&#252;rfen nicht unter den Tisch gekehrt werden.</strong> Alle erdenklichen Situationen k&#246;nnen selbst mit dem besten Krisenplan nicht in vollem Umfang und allen Auswirkungen abgebildet werden, genauso wie in Social Media nichts in Stein gemei&#223;elt ist. Wer jedoch ohne erste Handlungsempfehlungen sich im Social Web zeigt, wird &#252;ber kurz oder lang auf die Nase fallen. Gleiches gilt f&#252;r jedes Unternehmen, das sich komplett aus Social Media heraus h&#228;lt, aber dennoch durch seine Kunden und Nutzer &#252;ber Social Media angreifbar wird.</p>
<h3>7. W&#228;hlen Sie die geeigneten Social Media Kan&#228;le zur Kommunikation f&#252;r Ihr Unternehmen aus – man muss nicht &#252;berall Pr&#228;senz zeigen.</h3>
<p>Wie oft kann ich immer nur den Grundsatz wiederholen: Social Media ist mehr als nur Facebook. Gewiss bietet dieses Social Network umfassende Optionen, um ein Unternehmen sehr vielf&#228;ltig auftreten zu lassen. Aber der ganzheitliche Gedanke einer Strategie, f&#252;r die es selbstredend keine allgemeing&#252;ltige Formel gibt, erfordert das Verst&#228;ndnis von einzelnen Anwendungen und Social Networks, die neben dem Facebook-Universum existieren. In erster Linie finden sich Twitter, YouTube oder Flickr als  kommunikativ geladene Einsatzgebiete in einer Strategie wieder, aber in vielen F&#228;llen k&#246;nnen sich Unternehmen in Bewertungsportalen wie Qype oder Kununu profilieren. Insbesondere hier gilt die Maxime, dass die dort ver&#246;ffentlichten Inhalte nahezu ausschlie&#223;liche Bewertungen von externen Personenkreisen sein sollten. Wer sich selbst in den Himmel lobt, der f&#228;llt schnell tief und landet hart. Jedes Unternehmen darf die get&#228;tigten Aussagen kommentieren, falls die Bewertungen in den Keller rutschen. Aber wenn die Anzahl der schlechten Bewertungen eindeutig &#252;berwiegt, sollte das Unternehmen lieber nachdenken statt &#252;ber &#8220;Das stimmt so nicht&#8221;-Kommentare zu handeln. Die Entscheidung, eine Pr&#228;senz f&#252;r das Unternehmen aufzubauen, erfordert immer ein hohes Arbeitspensum ausschlie&#223;lich f&#252;r Social Media. Wie eingangs erw&#228;hnt, ist der Kostenfaktor nicht zu untersch&#228;tzen. Dennoch sollten Unternehmen weise entscheiden, in welchen Portalen sie vertreten sind. <strong>Gut Ding will Weile haben &#8211; eine Omnipr&#228;senz auf jedem Netzwerk und in allen erdenklichen Portalen kann besonders am Anfang zu viel sein.</strong> Zu viele Pr&#228;senzen in einer fr&#252;hen Phase beinhaltet die Zersplitterung von Nutzern, Kunden und Multiplikatoren auf viele unterschiedliche Angebote des Unternehmens. Es w&#228;re fatal, wenn der Kundensupport nicht in einem echten Twitter-Support-Account, sondern neben dem Trouble-Ticket-System, E-Mails und Anrufen auch noch parallel auf drei Facebook-Pages und vier Twitter-Accounts die Anfragen bearbeiten muss. Ein sichtbarer Hinweis auf &#8220;Support unter &#8230;&#8221; wirkt wahre Wunder.   </p>
<h3>8. F&#252;hren und &#252;berwachen Sie die &#246;ffentlichen Dialoge im Internet durch aktives Engagement und Social Media Monitoring.</h3>
<p>Selbstverst&#228;ndlich darf ein Beitrag von Dritten durch das Unternehmen kommentiert werden. Je nach Inhalt der Beitr&#228;ge erfreut diese Reaktion die einen, aber die anderen bringt es auf die Palme. Man darf sich einfach nicht verzetteln, und manches Mal ist es auch von Vorteil, nur zuzuh&#246;ren statt aktiv zu antworten. In der Regel versanden vor allem Probleme nach nur wenigen Tagen und Wochen im endlosen Stream. Und falls man in Google schlecht positioniert ist, helfen SEO-Tricks ziemlich eindeutige Ergebnisse auf die Hinterbank zu verlagern. Doch egal ob man nur zuh&#246;ren und zuschauen oder direkt mitmischen m&#246;chte: <strong>Ohne eigenes Monitoring l&#228;uft nichts.</strong> Wie aus der klassischen Pressearbeit als Clippings bekannt, existieren auch f&#252;r Social Media entsprechende L&#246;sungen. Ich rate am Anfang dazu, sich auf kostenlose Tools zu verlassen, um ein Gef&#252;hl f&#252;r die H&#228;ufigkeit von Erw&#228;hnungen des Unternehmens und seiner Produkte bzw. Dienstleistungen in Erfahrung zu bringen. Dieser Schritt des Monitorings ist unabh&#228;ngig davon, ob das Unternehmen nur eine geringe Pr&#228;senz im Social Web hat oder bereits auf voller Fahrt ist. Je intensiver und gr&#246;&#223;er die Resonanz, je aktiver das eigene Engagement und je mehr Mitarbeiter des Unternehmens auch eigenst&#228;ndig anhand der Social Media Richtlinien kommunizieren, desto wahrscheinlicher ist der Bedarf f&#252;r professionelle Enterprise-Solutions im Bereich Monitoring. Das Unternehmen muss durch die verantwortlichen Social Media Manager diese Tools und Services auf Herz und Nieren pr&#252;fen, da sie sich in k&#252;rzester Zeit zu einer Kostenfalle f&#252;r das gesamte Budget entwickeln k&#246;nnen. </p>
<h3>9. Definieren Sie Inhalte und einen Redaktionsplan f&#252;r die Kommunikation in Social Media.</h3>
<p>Wie langweilig w&#228;re Social Media, wenn niemand etwas zu sagen hat? Stellen Sie sich einfach vor, dass dieses Blog keinen Inhalt h&#228;tte? W&#252;rden Sie dann &#252;berhaupt noch Lust haben, den RSS Feed zu abonnieren, diesen Beitrag bei Twitter zu empfehlen und bei Facebook zu teilen &#8211; oder regelm&#228;&#223;ig f&#252;r neue Blogeintr&#228;ge wiederzukehren? Gleiche Problemstellung gilt f&#252;r Twitter und Facebook. <strong>Ohne interessante und regelm&#228;&#223;ige Informationen braucht niemand etwas gerne m&#246;gen oder empfehlen.</strong> Ein umfassender Redaktionsplan f&#252;r die verschiedenen Social Media Aktivit&#228;ten des Unternehmens ist keine K&#252;r wie beim Eiskunstlauf, sondern absolute Pflichterf&#252;llung f&#252;r die individuellen strategischen Ziele. Die Inhalte selbst m&#252;ssen das Interesse der Nutzer wecken, ihre Fans gl&#252;cklich machen und Kunden im Idealfall zum Kauf anregen. </p>
<h3>10. Treffen Sie geeignete Ma&#223;nahmen, um Ihr Unternehmen mit seinen Social Media Pr&#228;senzen bekannt zu machen.</h3>
<p>Dort wo sich Nutzer und Kunden zuhause f&#252;hlen, vermittelt ein Unternehmen genau dann eine gewisse N&#228;he und Greifbarkeit, wenn es mit eigenen Pr&#228;senzen in Social Media vertreten ist. Gezielte Promotion zur Bekanntmachung dieser Angebote ist das A und O. Die Integration aller Social Media Pr&#228;senzen in der hauseigenen Homepage steigert die eigene Vernetzung und signalisiert jedem, der zuerst &#252;ber Google auf das Unternehmen trifft, dass auch wie gefordert das Unternehmen  greifbar wird. Sogar die Cross-Promotion der Pr&#228;senzen &#252;ber klassische Werbeanzeigen und TV-Spots bringt diese zus&#228;tzliche Botschaft gezielt in die K&#246;pfe der Rezipienten. Getreu nach dem Prinzip &#8220;Mut zur L&#252;cke&#8221; erfordert Social Media gen&#252;gend Mut zur ganzheitlichen Kommunikation. Als Behauptung gegen&#252;ber der Konkurrenz, die vielleicht die Bewerbung der Social Media Pr&#228;senzen verschlafen hat, l&#228;sst sich dar&#252;ber hinaus auch ein Zusammengeh&#246;rigkeitsgef&#252;hl bei den Nutzern erwecken. </p>
<p><BR></p>
<h3>Fazit: Social Media muss im Unternehmen fest verankert sein.</h3>
<p>Ansonsten werden wirklich gar keine positiven Effekte erzielt, egal wie hart und intensiv man sich mit Social Media auseinandersetzt. Gewiss wird jedes Unternehmen eine andere Kultur mit sich bringen und viele unterschiedliche Faktoren beeinflussen jedwede strategische Entscheidung. Der Wille und die Bereitschaft f&#252;r Social Media muss vom Unternehmen her gelebt und auch in allen Aspekten nach au&#223;en durch N&#228;he zum Unternehmen erlebbar werden. Ein gesundes Ma&#223; an Ratio und das Selbstverst&#228;ndnis eines fachbereichs&#252;bergreifenden Ansatzes von Social Media k&#246;nnen den Erfolg befl&#252;geln. </p>
<p>Ansonsten wird jeder f&#252;r Social Media verantwortliche Mitarbeiter sich mit der Frage im Unternehmen konfrontiert sehen m&#252;ssen: &#8220;Was bringt uns &#252;berhaupt Social Media?&#8221; Wer sich an diesen 10 Schritte f&#252;r Durchstarter orientiert und dabei vieles richtig macht, wird darauf aus dem t&#228;glichen &#8220;Doing&#8221; heraus zumindest eine gute Antwort parat haben. :)</p>
<p>Foto: <a href="http://webtreats.mysitemyway.com/108-glossy-black-comment-bubble-social-networking-icons/">Webtreats</a></p>
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		<title>Online-Reputation: Das Ich als individuelle Markenwahrnehmung</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 09:04:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Reputation, Baby! That&#8217;s the name of our new love. We&#8217;ve got to push forward and rebrand personality.&#8221; Einige findige Leser werden gewiss die Augenbrauen heben, vielleicht nach kurzer Zeit wieder senken: Dieses Blog weht ab sofort unter einer neuen Fahne. Ohne auf die Pauke zu hauen, bleibt die Blechtrommel aber sch&#246;n im Dorfe: Zurzeit befinde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Reputation, Baby! That&#8217;s the name of our new love. We&#8217;ve got to push forward and rebrand personality.&#8221; Einige findige Leser werden gewiss die Augenbrauen heben, vielleicht nach kurzer Zeit wieder senken: Dieses Blog weht ab sofort unter einer neuen Fahne. Ohne auf die Pauke zu hauen, bleibt die Blechtrommel aber sch&#246;n im Dorfe: <strong>Zurzeit befinde ich mich pers&#246;nlich in einem pers&#246;nlichen &#8220;Re-Branding&#8221;-Prozess.</strong><br />
<span id="more-3516"></span><br />
Blicken wir kurz im Zeitraffer zur&#252;ck, um von den Anf&#228;ngen meiner digitalen Aktivit&#228;ten bis zum heutigen Tage zu gelangen. Schon seit 1997 tummelte ich mich im Internet aus Wissensdurst und weil diese Infrastruktur alle damals bekannten Medien vereinte. Meine damaligen Projekte umfassten diverse Produkt-Entwicklungen rein technischer und redaktioneller Natur, aber nach dem Ende des nuklearen Winters, dem Resultat der Dotcomtod-Phase, konzentrierte ich mein Interesse immer st&#228;rker auf die typischen Aspekte des Internets: Marketing, Public Relations und Kommunikation, Medien und Management. Seit 2003 trug ich daraufhin einen kleinen Teil zur Pr&#228;gung des deutschsprachigen Internets mit meinem eigenen Blog bei. Zuerst erfolgte alles unter dem Pseudonym &#8220;Sichelputzer&#8221;, was mir zugleich als Domainname f&#252;r mein eigenes Blog dienlich war, doch mit der Zeit trat ich immer st&#228;rker als echter, authentischer Mensch auf. Irgendwann im Jahr 2006 entschloss ich mich unter meinem vollen Namen im Netz pr&#228;sent zu sein, doch meist fand sich dies nur in den Biografien oder &#8220;About me&#8221;-Bereichen verschiedener Portale. Die Nutzernamen w&#228;hlte ich aus Gewohnheit immer nach den Pseudonymen bis ungef&#228;hr Mitte 2008.</p>
<p>Nach fast acht Jahren muss diese Phase der digitalen Spitznamen jetzt auch beendet werden. Der Entschluss zu dieser Ver&#228;nderung stand bereits seit einigen Wochen fest und wurde durch die Tatsache befeuert, dass viele andere Leser meines Blogs mich als &#8220;Sichelputzer&#8221; und nicht als Person wahrnehmen konnten. Ab sofort verabschiede ich mich von diesem illustren Nicknamen &#8211; auch in meinem Blog. <strong>Mein Name ist Mike Schnoor und ich pr&#228;sentiere mich als authentische Person im Sinne der Markenwahrnehmung von einem Individuum.</strong> Der gleiche Wechselgedanke gilt f&#252;r viele Benutzerkonten in diversen Onlineportalen. Sofern m&#246;glich werde ich dort wie bereits bei <a href="http://twitter.com/mikeschnoor">Twitter</a> mit meinem vollen Namen auftreten. </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/03/msrelaunch.png" class="center"></p>
<p>Wir alle reden in unseren eigenen Expertendiskussionen konsequent davon, dass wir anderen Menschen den Ratschlag geben, sich authentisch und glaubw&#252;rdig im Internet zu pr&#228;sentieren. Warum sollte man f&#252;r sich selbst diesen Schritt nicht in gleicher Konsequenz durchziehen? <strong>Das Individuum im Sinne der pers&#246;nlichen Online-Reputation muss geachtet, aufgewertet und erlebbar werden.</strong> Ich pers&#246;nlich kann es nur jedem w&#228;rmstens empfehlen, sich Gedanken &#252;ber das pers&#246;nliche Re-Branding zu machen. Potenzielle Kandidaten sind definitiv alle, die eine kuriose Domain f&#252;r sein Blog nutzen, welche nicht selbst eine wesentliche Markenidentit&#228;t wie z.B. <a href="http://karrierebibel.de">Jochen Mai mit karrierebibel.de</a> oder <a href="http://pr-blogger.de">PR-Blogger Klaus Eck</a> ausstrahlt. Im Grunde genommen bin ich sehr froh dar&#252;ber, mich von diesen Altlasten der spa&#223;igen Namenswahl zu entlasten und hoffe, dass auch meine Leser diesen Schritt begr&#252;&#223;en werden.</p>
<p><strong>Technischer Hintergrund zum Relaunch</strong><br />
Der Umzug meiner Domain war relativ unproblematisch, weil ich bei meinem Hoster &#8220;<a href="http://hosteurope.de">Host Europe</a>&#8221; beide Domains angemeldet habe und dementsprechend nur die Redirects anpassen musste. Neben <a href="http://bueltge.de/wordpress-blog-neuen-domain/712/">dieser guten Anleitung</a> nutzte ich als Hilfestellung auch das <a href="http://bueltge.de/wp-suchen-und-ersetzen-de-plugin/114/">Search&#038;Replace-Plugin</a> f&#252;r WordPress, um diverse Texte innerhalb der Datenbank kurz anzupassen. Nachdem das Theme fertig gestaltet und in HTML/CSS/PHP erstellt wurde, dauerte dieser gesamte Prozess nur ca. 15 Minuten. Falls ein findiger Leser auf das eine oder andere Problem st&#246;&#223;t, freue ich mich auf einen Hinweis in den Kommentaren.</p>
<p>Unter dieser Pr&#228;misse &#228;nderte ich zus&#228;tzlich das gesamte Layout dieses Blogs und entwickelte ein eigenes, g&#228;nzlich neues Theme. Die einzige Herausforderung liegt jetzt noch in der Erstellung einer neuen Facebook-Fanpage, weil der Name der aktuellen Fanpage sich mittlerweile nicht mehr &#228;ndern l&#228;sst. Ich bin zudem sehr gespannt auf die Ergebnisse in Google, da meine Pr&#228;senz in den Suchmaschinen bisher sehr stark &#252;ber die alte sichelputzer.de Domain dominierte. Doch auch hier hei&#223;t es &#8220;abwarten und Tee trinken&#8221;. Zudem fehlen durch die neue Domain MikeSchnoor.com noch s&#228;mtliche Daten in den Sharing-Buttons von Facebook und Twitter, die &#252;ber die hauseigenen APIs auf die URLs pr&#252;fen. Eine neue Domain, ergo eine neue URL, reduziert den messbaren Sharing-Faktor in Social Networks dramatisch. Daher das heutige Motto: <strong>Sharing is caring!</strong> :)</p>
<p><strong>Wie denken meine Leser dar&#252;ber?</strong> War meine Entscheidung richtig, mich vollst&#228;ndig von diesem Pseudonym insbesondere hier im Blog zu befreien? Oder liege ich total falsch und h&#228;tte meine alte Markenidentit&#228;t der &#8220;Sichelputzer.de&#8221;-Domain nicht auf die Waagschale legen sollen?</p>
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		<title>Online-Werbemarkt mit 5,4 Milliarden Euro zweitst&#228;rkstes Werbemedium im Mediamix</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Feb 2011 11:50:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die digitale Wirtschaft erlebt einen bisher ungebremsten H&#246;henflug. Die gesamte Werbewelt scheint verz&#252;ckt vom Internet zu sein, schlie&#223;lich lassen sich hier die Nutzer direkt &#252;ber selektive Werbung und Targeting ansprechen. Andere Werbemedien m&#252;ssen immer noch auf die Zielgruppen-Pauschalisierung der Werbeanzeigen und Werbespots setzen m&#252;ssen, um Leser und Zuschauer &#252;ber die Massenmedienkonformit&#228;t zu erreichen. Der Online-Vermarkter-Kreis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bvdw.org"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/02/bvdw.png" class="alignright"></a>Die digitale Wirtschaft erlebt einen bisher ungebremsten H&#246;henflug. Die gesamte Werbewelt scheint verz&#252;ckt vom Internet zu sein, schlie&#223;lich lassen sich hier die Nutzer direkt &#252;ber selektive Werbung und Targeting ansprechen. Andere Werbemedien m&#252;ssen immer noch auf die Zielgruppen-Pauschalisierung der Werbeanzeigen und Werbespots setzen m&#252;ssen, um Leser und Zuschauer &#252;ber die Massenmedienkonformit&#228;t zu erreichen. Der Online-Vermarkter-Kreis im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. legt mit dem aktuellen OVK-Report frische Zahlen f&#252;r das Internet als Werbemedium auf den Tisch.<br />
<span id="more-3517"></span><br />
Mit insgesamt &#252;ber 5,4 Milliarden Euro entwickelte sich der Online-Werbemarkt zum zweitwichtigsten Werbemedium im Jahr 2010 &#8211; in diesem Fall nach TV, aber noch vor dem Zeitungsmarkt. <strong>Der gesamte Marktanteil von Online-Werbung am Mediamix betr&#228;gt 19,2 Prozent.</strong> Das gesamte Wachstum betr&#228;gt 26 Prozent im Vergleich von 2010 zu 2009. M&#246;gliche Gr&#252;nde hierf&#252;r liegen in den Problemen der alten Medien, die jeder gute Mediaplaner mittlerweile erkannt hat. Fernsehen, Zeitung und Radio performen nicht mehr optimal. Der Weg vom Rezipienten bis zum Produktkauf oder Buchung einer Dienstleistung kann im Internet viel transparenter und direkter nachvollzogen werden.</p>
<p>Die klassischen Formen der Online-Werbung sollen dabei als Wachstumstreiber des letzten Jahres gelten. Display-Advertising und performance-basierte Werbung lassen sich schlie&#223;lich &#252;berall buchen. Aber bereits vor wenigen Wochen prognostizierte eine <a href="http://www.bvdw.org/medien/bvdw-digitale-wirtschaft-auch-2011-auf-deutlichem-wachstumskurs?media=2639">BVDW-Umfrage</a> wiederum <a href="http://mikeschnoor.com/2011/01/20/online-markt-boomt-internet-und-mobile-auf-wachstumskurs-in-2011/">eine hohe Erwartung</a> an das <strong>Wachstum des gesamten Online-Werbemarkts mit dem Schwerpunkt auf Online-Video und Social Media</strong>. Obwohl diese zwei Bereiche in der Erwartung der Marktteilnehmer auf Wachstumskurs eingenordet wurden, finden sich anhand dieses Jahresr&#252;ckblicks f&#252;r 2010 zu Social Media und Online-Video nur m&#228;&#223;ige T&#246;ne, denen ich kurzerhand nachgehen m&#246;chte.</p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/02/ovk-report2.png" class="center"></p>
<p>Im aktuellen <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2011/02/28/online-werbung-legt-um-26-prozent-in-deutschland-zu.aspx">Bericht von Holger Schmidt</a> liest sich die Behauptung, dass sich das &#8220;limitierte Angebot an vermarktbaren Videos&#8221; wie eine Wachstumsbremse am Marktsegment f&#252;r Online-Videos auswirke. Die angebotenen Umfelder w&#252;rden den Werbekunden scheinbar nicht schmecken. In diesem Fall vermute ich, dass hier gewiss rein nutzergenerierte Inhalte gemeint waren und kaum Videoangebote mit Premium-Inhalten. Verschiedene Vermarkter setzen Bewegtbild auch nur als Teil von Display-Ads ein, die sich entweder im textsensitiven Umfeld einer Nachrichtenseite finden oder als Overlay-Ad mit wegklickbarem Videoplayer gebucht werden. Das ist jedoch <strong>kein Video-Advertising in H&#246;chstleistung</strong>, sondern nur ein vehementer Versuch einiger Vermarkter, um h&#246;herpreisige TKPs f&#252;r alte Werbeformate im neuen Look &#038; Feel anzubieten.</p>
<p>Andererseits soll Online-Video laut den <a href="http://www.wuv.de/nachrichten/digital/ovk_report_display_treibt_online_werbemarkt_ueber_die_fuenf_milliarden_grenze">Recherchen der W&#038;V</a>  wiederum in der Rolle des Wachstums-Motors im Spiel sein und kein Problem in der Vermarktung bedeuten. Zudem verzeichnen Pre-Roll-Ads ein starkes Wachstum von 118,1 Prozent noch vor klassischen Display-Ad-Formaten. Insgesamt betrachtet finden sich hier leicht widerspr&#252;chliche Behauptungen, doch aufgrund der Zuordnung von Online-Video als Teil von Display-Ads entsteht ein g&#228;nzlich falsches Bild vom Markt.</p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/02/ovk-report.png" class="center"></p>
<p><strong>Blickt man &#252;ber den Tellerrand, steht der deutsche Online-Werbemarkt im Bereich Online-Video vor einer wichtigen Differenzierung.</strong> Die oben beschriebenen Display-Ads mit integrierten Videoplayern, die nur Werbung ausspielen und keinen echten Video-Content, besitzen das Potenzial zum Verramschen der Werbeform. Sie werden vornehmlich auf Online-Angeboten platziert, die sich nicht mit Video, sondern im Kerngesch&#228;ft mit textlichen Informationen und Nachrichten um die Nutzer buhlen. Die Gewinner von dieser Differenzierung werden echte Videoportale sein. Ihre buchbaren Umfelder entwickeln sich hier weitaus positiver, was sich auf die immer st&#228;rkeren Anteile an Premium-Inhalten, also TV-Produktionen oder speziellen Nischenformaten, die keinen Sendeplatz im Fernsehen ergattern konnten, zur&#252;ckf&#252;hren l&#228;sst. Wenn das Content-Angebot als Umfeld stimmt, wirkt sich dies auch auf die Werbeeinnahmen aus. Der Vorteil von Videoportalen gegen&#252;ber Nachrichtenportalen liegt auch in der Erwartungshaltung der Nutzer. Bei ersteren verlangen sie Videoinhalte, so dass eine Videowerbung in Kauf genommen wird. Im Fall der Nachrichtenportale wirken Overlays mit Videoplayern nur zur Werbung einfach unvorteilhaft. Vor allem profitiert der Bereich Online-Video in der eingangs erw&#228;hnten Differenzierung durch nicht abschaltbare und nicht durch einen Klick &#252;berspringbare Video-Ads. Gleichzeitig wird die Frage nach den buchbaren Umfeldern und genau der eigentlichen Werbeform, einem echten Video-Ad vs. dem mutierten Display-Ad als Content- oder Layer-Werbeformat, seitens der Vermarkter relevant.</p>
<p><strong>Eine generelle Herausforderung f&#252;r die k&#252;nftige Marktentwicklung liegt im Bereich Social Media.</strong> Egal ob einfach nutzergenerierte oder durchaus hochwertige Inhalte in sozialen Netzwerken &#8211; nahezu die gesamte Breite des Spektrums an buchbaren Inventar wird nahezu nicht erfasst. Nur wenige deutsche Portalanbieter lassen sich &#252;ber IVW/AGOF erfassen und flie&#223;en damit in das TOP-Planungstool der Mediaplaner ein. Die internationalen Player legitimieren ihre Existenz durch allgemeine Gr&#246;&#223;e, die sie entweder gar nicht oder nur verhalten f&#252;r den deutschen Markt &#252;ber IVW/AGOF kenntlich machen. Zudem liegt der Hund im alten Kategorisierungssystem begraben. Unique User, Visits und die bereits verabschiedeten PageImpressions zeigen keine Aktivit&#228;t und Kausalit&#228;t der Nutzer auf, obwohl es mittlerweile diverse Mittel und Wege zur Messung dieser Informationen gibt. Auf die in Social Media gef&#252;hrten Kommunikationsformen gibt es Spezialanwendungen, die unglaublich genaue Analysen &#252;ber die Nutzer und damit Werbebuchungsoptionen liefern k&#246;nnen. Doch die Mediaplaner in Deutschland sind noch nicht an dem Punkt angekommen, den Werbekunden anhand solcher Tools die Mediaplanung aufzuzeigen. Im Grunde genommen muss das Potenzial von Social Media ausgesch&#246;pft und nicht Behauptungen aufgestellt werden, dass trotz des starken Wachstums im Social-Media-Bereich f&#252;r Traffic und Reichweite deutlich geringere TKP erzielt werden w&#252;rden, als in klassischen Umfeldern wie Automobil oder Finanzen. Viele Werbem&#246;glichkeiten in Social Media kehren dem typischen TKP den R&#252;cken und man unterh&#228;lt sich vorwiegend &#252;ber Performance. <strong>Die deutschen Werber sind wohl noch nicht soweit.</strong></p>
<p>Festzuhalten bleibt: <strong>Social Media und Online-Video sind die heimlichen Gewinner des Online-Werbemarktes.</strong> Hierzu m&#252;ssen zwei wesentliche Herausforderungen gel&#246;st werden. Erstens wird Social Media nicht umfassend f&#252;r die Zahlenaufbereitung und den deutschen Markt gemessen, zweitens wird Online-Video durch diverse Mischformen an Display-Ads nicht eindeutig in der Betrachtung positioniert. Wenn man der obigen Umfrage vertrauen darf, erwartet die Werbewirtschaft den Durchmarsch dieser zwei Zugpferde als relevante Treiber f&#252;r den Online-Werbemarkt in genau diesem Jahr. Vielleicht auch nur, weil die klassischen Werbeformen am H&#246;hepunkt angekommen sind, und man sich alternative L&#246;sungen in Social Media und Online-Video erhofft.</p>
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		<title>Die &#246;ffentliche Abrechnung von echten Helden!</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 11:41:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Werbeagentur Jung von Matt und die &#8220;BILD&#8221;-Zeitung machen heute mit der erfolgreichen deutschen Band &#8220;Wir sind Helden&#8221; gemeinsame Schlagzeilen. In einem fast harmlosen Schreiben richtet sich die eine Seite an die prominenten K&#252;nstler. Die Werbekampagne der Zeitung solle von den Helden als Testimonials unterst&#252;tzt werden. Schlie&#223;lich konnten andere Prominente bereits f&#252;r die Werbeaktion gewonnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Werbeagentur Jung von Matt und die &#8220;BILD&#8221;-Zeitung machen heute mit der erfolgreichen deutschen Band &#8220;Wir sind Helden&#8221; gemeinsame Schlagzeilen. In einem fast harmlosen Schreiben richtet sich die eine Seite an die prominenten K&#252;nstler. Die <a href="http://www.fontblog.de/nichtlesen-14-eilmeldung-update">Werbekampagne der Zeitung</a> solle von den Helden als Testimonials unterst&#252;tzt werden. Schlie&#223;lich konnten andere Prominente bereits f&#252;r die Werbeaktion gewonnen werden. F&#252;r alle beteiligten Protagonisten entrichtet die &#8220;BILD&#8221;-Zeitung einen entsprechenden Obolus in H&#246;he von 10.000 Euro an von den K&#252;nstlern ausgew&#228;hlte gemeinn&#252;tzige Organisationen.<br />
<span id="more-3513"></span><br />
<strong>Von der Grundidee wirkt die kooperative Werbeaktion nicht verkehrt, oder?</strong> Wie jedoch eine <a href="http://off-the-record.de/2011/02/25/ich-glaube-es-hackt-wie-wir-sind-helden-der-bild-und-jung-von-matt-saures-gibt/">klare Absage erteilt</a> wird, demonstriert &#8220;Wir sind Helden&#8221;-Frontfrau Judith Holofernes <a href="http://www.wirsindhelden.de/2011/02/1069/">in ihrem offenen Brief</a> und rechnet gleichzeitig mit den beteiligten Unternehmen ab. Die einst als &#8220;Klow&#228;nde des Internets&#8221; bezeichneten Blogs, zu denen auch die Online-Publikation der Helden z&#228;hlen darf, besitzen eine geh&#246;rige Portion von Einfluss und Macht. Sie erreichen wie die Massenmedien innerhalb von k&#252;rzester Zeit die Menschen. In der Treue sind diese Zielgruppen jedoch wesentlich emotionaler mit den Aussagen der Band verbunden: F&#252;r die Fans der Helden vermittelt dieser offene Brief die gewollte Aufkl&#228;rung pur.</p>
<p><a href="http://www.wirsindhelden.de/2011/02/1069/"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/02/wsh.png" class="center"></a></p>
<p>Ob dies ein Fall f&#252;r einen eskalierenden Social Media PR-Gau ist, wage ich zum aktuellen Zeitpunkt noch zu bezweifeln. Gewiss steht eine Seite sehr deutlich in der Kritik, aber das faszinierende Element an der gesamten Aufregung des heutigen Morgens bleibt die Tatsache, dass jeder der Beteiligten eine geh&#246;rige Portion Aufmerksamkeit erh&#228;lt. Alle genannten Unternehmen und Personen scheinen an der digitalen Massenhysterie zu profitieren. Einerseits wird die &#8220;BILD&#8221;-Zeitung quer durch <a href="http://www.bildblog.de/28264/wir-sind-helden-wollen-nicht-fuer-bild-werben/">alle Medien</a> genannt werden, schlie&#223;lich ist die Werbekampagne seit langer Zeit pr&#228;sent. Die Fachpresse wird vornehmlich der Agentur Jung von Matt &#228;u&#223;erste Aufmerksamkeit bescheren. </p>
<p>Zu guter Letzt profitieren auch die Helden ungemein von dem Aktionismus ihrer Frontfrau und rasseln von Twitter &#252;ber Facebook bis durch die guten alten Blogs durch. Das entscheidende Indiz f&#252;r diese Erwartungshaltung findet sich letztlich in der eindeutigen Absenderkennung wieder. Sie sind nicht nur Helden vom Namen her, vielmehr machen sie sich zu echten Helden in den Herzen ihrer Fans und als Antagonisten der etablierten Kreise in der Medienlandschaft. Kein Fremdsch&#228;men, keine H&#228;me, kein Neid. Vielleicht eher der Mut seitens der K&#252;nstler, ein reaktives Antwortschreiben zu verbreiten, befl&#252;gelt die K&#246;pfe und regt ihre Geister zur weiteren &#246;ffentlichen Diskussion ein.</p>
<p>Insgesamt 165 Kommentare finden sich zu der Absage, unz&#228;hlige Postings bei Facebook und un&#252;berschaubare Tweets zu <a href="http://search.twitter.com/search?q=holofernes">#Holofernes</a> sprechen B&#228;nde. <strong>Und was sagt Jung von Matt dazu?</strong> Im <a href="http://twitter.com/Bewegungsmelder">Bewegungsmelder</a> findet bisher noch sich nichts&#8230; aber ich bin mir sicher, dass ganz typisch f&#252;r Social Media zumindest ein wenig zugeh&#246;rt wird. :) </p>
<p>Die am&#252;sante Note dieser Aktion liegt in der Art und Weise, wie sich die Band positioniert. Die durchaus h&#246;flich formulierte Anfrage von Jung von Matt wird &#246;ffentlich zerrissen. Der Kurs steht auf gef&#228;lliger Provokation. Macht dies die K&#252;nstler nun zu dem, was sie sein wollen, oder stellen sie sich durch die direkten Worte selbst in der &#214;ffentlichkeit blo&#223;?</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Ob es eine offizielle Reaktion oder vielleicht doch eine emotionale Reaktion ist &#8211; seitens <a href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/108923-wir-sind-helden-legen-sich-mit-der-bild-an-ich-glaube-es-hackt.html">Jung von Matt</a> scheint es eine &#196;u&#223;erung zu geben, die in einem <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/520439/3/1#texttitel">Kommentar bei jetzt.de</a> zu dem provokativen Schreiben j&#252;ngst ver&#246;ffentlicht wurde. Im Anschluss stellt sich jedoch heraus: Pustekuchen, die <a href="http://twitter.com/off_the_record/status/41107145751658496">Antwort auf die Antwort</a> war ein Fake, wie Jung von Matt selbst best&#228;tigte. :)</p>
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		<title>Update-Marathon f&#252;r ein neues Profilbild</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 08:43:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sobald wir ein soziales Netzwerk oder einen beliebigen Online-Service nutzen wollen, kommen wir nicht mehr drum herum und m&#252;ssen uns bei dem Anbieter registrieren. Das Ergebnis des Anmeldeprozesses findet sich &#252;blicherweise in einem Online-Profil wieder, das einen kleinen Teil unserer pers&#246;nlichen Daten speichert. Dazu z&#228;hlt neben Namen und E-Mail-Adresse auch das typische Profilfoto. Schlie&#223;lich sollen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sobald wir ein soziales Netzwerk oder einen beliebigen Online-Service nutzen wollen, kommen wir nicht mehr drum herum und m&#252;ssen uns bei dem Anbieter registrieren. Das Ergebnis des Anmeldeprozesses findet sich &#252;blicherweise in einem Online-Profil wieder, das einen kleinen Teil unserer pers&#246;nlichen Daten speichert. Dazu z&#228;hlt neben Namen und E-Mail-Adresse auch das typische Profilfoto. <strong>Schlie&#223;lich sollen die Benutzer in den diversen Communities auch von potenziellen Freunden erkannt werden.</strong> Das ist normal, f&#252;r viele Menschen geh&#246;rt dies zum Alltag dazu, und sie wehren sich auch nicht gegen diese Anforderungen und Zw&#228;nge. Durch die ewigen Dauerbrenner Facebook, Twitter, Xing oder LinkedIn stieg die Akzeptanz f&#252;r die Bereitschaft, Daten in den Netzwerken zu hinterlegen, dramatisch an.<br />
<span id="more-3507"></span><br />
Genau von diesen Profilen haben wir wie viele? Ein oder zwei, vielleicht f&#252;nf St&#252;ck? Nein, es sind weitaus mehr Profile im Netz als uns lieb ist. <strong>Wir erleben immer st&#228;rker die Auswirkungen vom kleinen Teufelskreis der digitalen Existenz.</strong> Die traurige Wahrheit weist auf unz&#228;hlige Profile hin, von denen viele nicht regelm&#228;&#223;ig und aktiv gepflegt werden. Profilleichen sind h&#228;sslich und st&#246;ren im Gesamtbild der sozialen Kontaktfreudigkeit untereinander. </p>
<p><strong>Ja, Social Media beinhaltet eine ganze Menge Arbeit f&#252;r jeden Nutzer.</strong> Wenn wir schon &#252;berall unsere digitalen Fu&#223;spuren im Netz hinterlassen, braucht die regelm&#228;&#223;ige Pflege dieser Profile auf lange Sicht hin eben viel Zeit. Auch ich pers&#246;nlich musste erfahren, dass eine grundlegende &#220;berholung meiner diversen Online-Pr&#228;senzen kein Zuckerschlecken ist.</p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/02/profilupdate.png" class="center"></p>
<p>F&#252;r etwas mehr als zwei Jahre pr&#228;sentierte ich der digitalen Welt ein Foto von mir, das mittlerweile sehr veraltet ist. Davor gab es ein anderes, und davor wieder ein anderes&#8230; ein altbew&#228;hrtes Prinzip von Kontinuit&#228;t und Aktualit&#228;t. Am vergangenen Wochenende entschloss ich mich endlich dazu, <strong>ein neues Profilfoto im Internet zu pr&#228;sentieren</strong>. Das pers&#246;nliche Foto eignet sich f&#252;r das Selbstmarketing im Netz eben am besten, als nur ein Standardbild (Facebook) oder ein kleines Ei (Twitter) zum Schaubild der digitalen Identit&#228;t zu k&#252;ren. Die pers&#246;nliche Online-Reputation h&#228;ngt letztlich auch von einem aktuellen optischen Eindruck ab, und wenn man Pr&#228;senz zeigt, soll man sich nicht scheuen auch Gesicht zu zeigen. Vom Ansatz her ist also die Auswechslung eines Fotos ein sehr einfaches Konzept, doch <strong>aufgrund der verschiedenen Profile in Social Media zog sich das Schauspiel &#252;ber drei Akte hinweg</strong>. Dieser Update-Marathon f&#252;r ein neues Profilbild dauerte gut und gerne zwei Stunden.</p>
<p>Die Ver&#228;nderungen umfassten nicht nur das eigene Blog, sondern selbstverst&#228;ndlich Kommunikations- und Informationsdienste wie <a href="http://twitter.com/MikeSchnoor">Twitter</a>, verschiedene private und berufliche Kontaktnetzwerke wie <a href="http://www.facebook.com/mikeschnoor">Facebook</a>, <a href="https://www.xing.com/profile/Mike_Schnoor">XING</a>, <a href="http://de.linkedin.com/in/mikeschnoor">LinkedIn</a>, <a href="http://www.crunchbase.com/person/mike-schnoor">Crunchbase</a>, aber auch Unterhaltungsportale wie <a href="http://www.flickr.com/people/sichelputzer/">Flickr</a>, <a href="http://www.lastfm.de/user/Sichelputzer">last.fm</a> oder das Bewertungsportal <a href="http://www.qype.com/people/Sichelputzer">Qype</a>. In meinem Fall besa&#223; ich noch ein Profil bei Friendfeed, Mr. Wong und Oneview, die ich jedoch nicht zu meinem pers&#246;nlichen Reputations-Space sehe. Zudem mussten verschiedene Accounts bei <a href="http://gravatar.com">Gravatar</a> zwecks der typischen Kommentarfunktion f&#252;r Blogs mit neuem Bildmaterial versorgt werden. Einige Businesstools wie <a href="http://www.doodle.com">Doodle</a> und <a href="http://www.dopplr.com/traveller/Sichelputzer">Dopplr</a>, aber auch das interessante Frage- und Antwortportal <a href="http://www.quora.com/Mike-Schnoor">Quora</a> raubten durch immer wieder die gleiche Aktualisierung der Profilbilder am Schluss wiederum Zeit und Nerven.</p>
<p>Als alternative L&#246;sung bietet sich nat&#252;rlich an, komplett auf das eigene Gesicht in den zahlreichen Social Networks zu verzichten. So umgeht man zwar den Aufwand, das Profil insgesamt aktuell zu halten. Im Gesch&#228;ftsleben ist ein solcher Ansatz mittlerweile undenkbar, im privaten Umfeld kann je nach der Kontaktst&#228;rke zu einzelnen Personen ein leeres Profilfoto immer wieder funktionieren. Doch m&#246;chte man das wirklich? <strong>W&#228;ren wir alle wirklich gl&#252;cklicher, wenn wir uns doch wieder hinter Pseudonymen, Comic-Fotos oder nichtssagenden Profilen verstecken k&#246;nnten?</strong> Nein, ich glaube nicht, dass wir davon einen Vorteil in der Zukunft h&#228;tten. Profile ohne Profilfotos der Menschen &#8211; diese Idee k&#228;me einem gewaltigen R&#252;ckschritt im Social Web gleich. </p>
<p>Welche Erfahrungen haben meine Leser mit dem Wechsel eines Profilfotos gemacht? Hattet ihr einen hohen Aufwand oder habt ihr das alles locker aus dem &#196;rmel gesch&#252;ttelt? :)</p>
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		<title>Ausgesperrt bei Facebook: Sind wir wirklich Freunde?</title>
		<link>http://mikeschnoor.com/2011/02/21/ausgesperrt-bei-facebook-sind-wir-wirklich-freunde/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 10:35:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dialog, Offenheit, Transparenz, Authentizit&#228;t, Glaubw&#252;rdigkeit &#8211; in Expertenkreisen schlagen wir gerne mit diesen Worth&#252;lsen um uns, sobald es sich um Social Media dreht. In der Regel richten wir dabei diese Forderungen an Marken, Produkte, Dienstleistungen, Unternehmen und Organisationen. Dreht sich die gesamte Diskussion um die eigene Karriere oder um die Positionierung als fachlichen Experten, fordern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dialog, Offenheit, Transparenz, Authentizit&#228;t, Glaubw&#252;rdigkeit &#8211; in Expertenkreisen schlagen wir gerne mit diesen Worth&#252;lsen um uns, sobald es sich um Social Media dreht. In der Regel richten wir dabei diese Forderungen an Marken, Produkte, Dienstleistungen, Unternehmen und Organisationen. Dreht sich die gesamte Diskussion um die eigene Karriere oder um die Positionierung als fachlichen Experten, <strong>fordern wir auch immer wieder von Einzelpersonen, dass sie sich diesem Lebensstil 2.0 unterwerfen sollten</strong>. Schlie&#223;lich leben wir in einer leistungsorientierten Gesellschaft, in der man auch seine digitalen Visitenkarten mit Sch&#246;nschrift abgeben muss.<br />
<span id="more-3505"></span><br />
Im Sinne der eigenen Online-Reputation pr&#228;sentieren sich mittlerweile viele Menschen mit diversen Profilen in Social Media, aber nicht jeder schwimmt mit dem Strom. F&#252;r meinen Teil schwimme ich nahezu gradlinig mit den anderen Fischen im Wasser, dem &#8220;Expertentum&#8221; sei Dank, aber versuche zugleich immer einen individuellen Schwimmstil an den Tag zu legen. So auch bei meiner pers&#246;nlichen Pr&#228;senz in Facebook. </p>
<p><strong>Social Networks sind ein wichtiger Teil dieser gewaltigen &#8220;Online-Reputations-Maschinerie&#8221; mit Social Media</strong>, bei der sich mittlerweile nur bei Facebook &#252;ber <a href="http://www.facebookbiz.de/artikel/facebook-nutzerzahlen-2011">14 Millionen Nutzer</a> allein aus Deutschland angemeldet haben. Auch ich nutze Facebook seit Jahren als digitales Momentum meiner selbst, aber vor ungef&#228;hr zwei Wochen hat sich mein dortiges Nutzungsverhalten in meinem ganz <a href="http://www.facebook.com/mikeschnoor">privaten Profil</a> grundlegend ver&#228;ndert. Fr&#252;her waren bei mir alle <a href="http://www.facebook.com/mikeschnoor">Profil-Informationen</a> f&#252;r jeden Nutzer sichtbar, was auch die Durchsuchbarkeit &#252;ber Google mit einschloss.</p>
<p>Jetzt habe ich die Einstellungen der Privatsph&#228;re explizit scharf geschaltet, <strong>damit nicht jeder alles auf den ersten Blick sieht</strong>. Entgegen mancher Individualisten, die gerne ihre Facebook-Profile in diverse Gruppen einteilen und denen wiederum nur bedingte Sichtrechte zuweisen, lasse ich die meisten meiner Kontakte meine Pinnwand lesen. Nur wenige d&#252;rfen nichts sehen, aber das liegt in der Regel daran, dass sie mir auch nichts zeigen &#8211; nach dem Motto &#8220;Gleiches mit Gleichem vergelten&#8221;.  </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/02/freunde.png" class="center"></p>
<p>Den Grund f&#252;r meinen Wechsel kann ich nicht genau nachvollziehen, aber es wirkte wie ein Impuls &#228;hnlich des typischen Bauchgef&#252;hls, auf das man bekannterma&#223;en h&#246;ren sollte. Und einiges hat sich auch f&#252;r mich bei Facebook ver&#228;ndert: <strong>Fr&#252;her erhielt ich ungef&#228;hr f&#252;nfzig &#8220;Freundschaftsanfragen&#8221; im Monat von Facebook-Nutzern</strong>. Die meisten von ihnen kannte ich nicht, so dass ich diese Personen nie f&#252;r mein Profil freigeschaltet habe. Von &#8220;Freunden&#8221; zu sprechen stellt sich generell bei sozialen Netzwerken immer wieder schwierig heraus. Wer von Kontakten ausgeht, w&#228;hlt im Prinzip den richtigen Weg. In der Regel hatten diese Kontakte vielleicht nur ein bis zehn &#252;bereinstimmende Kontakte mit mir, was f&#252;r mich jedoch nicht als &#8220;Daumen-nach-oben&#8221;-Kriterium f&#252;r eine &#8220;Freundschaftsbest&#228;tigung&#8221; bei Facebook z&#228;hlt. Vielmehr wurde mein Profil &#252;ber die ausgekl&#252;gelten Mechanismen von Facebook den kontakts&#252;chtigen Nutzern einfach nur vorgeschlagen. Die Umstellung meines Profils ergab zus&#228;tzlich eine radikale Wendung f&#252;r alle mir unbekannten Nutzer. </p>
<p><strong>Wer &#252;berhaupt nicht ein Teil meines Kontaktkreises ist, findet mittlerweile g&#228;hnende Leere auf meinem Profil.</strong> Was f&#252;r ein vollmundiger Wechsel &#8211; w&#228;hrend ich fr&#252;her noch von der unabdingbaren Offenheit in Facebook proklamierte, erweist sich mittlerweile zu viel Transparenz einfach nur als l&#228;stiges Hindernis. Zu viel preiszugeben lockt viele Leute an, mit denen man <a href="http://mikeschnoor.com/2010/08/16/wenn-networking-ploetzlich-peinlich-wird/">nicht viel gemeinsam</a> hat. Der einzige Hinweis, den ich jetzt neben einigen Informationsh&#228;ppchen den unbekannten Profil-Besuchern gebe, findet sich unterhalb meines eigenen Profilbilds wieder. In dieser Grafik integrierte ich kurzerhand den folgenden Hinweistext, damit jeder potenzielle &#8220;Freundschaftsanfrager&#8221; sich selbst ausrechnen kann, ob wir zu echten Kontakten bei Facebook werden &#8211; oder halt nicht.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Auf dieses rein private Profil bei Facebook lasse ich nur Kontakte, die ich mindestens einmal im Leben pers&#246;nlich kennengelernt habe.<br />
Wer mehr erfahren m&#246;chte, darf mir bei Twitter @MikeSchnoor folgen oder mein Weblog unter www.mikeschnoor.com lesen.<br />
Offizielle Kontaktanfragen d&#252;rfen sehr gerne auch &#252;ber XING via www.mikeschnoor.de oder &#252;ber LinkedIn erfolgen. :)&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Mit anderen Worten: Bitte weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen! <strong>Gehe ich damit vielleicht einen Schritt zu weit?</strong> Ich glaube nicht, dass eine solche Aufforderung falsch sein kann. Seitdem ich die &#196;nderungen in den Privatsph&#228;re-Einstellungen von Facebook aktiviert habe, halten sich zwar die Freundschaftsanfragen in Grenzen, doch das war im Grunde genommen mit der Aktion beabsichtigt. Nur noch echte Freunde, Schulkameraden, Kommilitonen, Kollegen oder Gesch&#228;ftskontakte, die ich wirklich als reale Personen kenne, suchen den Kontakt zu mir &#252;ber Facebook. Alle anderen &#8220;Mitleser&#8221; bleiben wie durch ein Wunder von meinem Profil fern &#8211; und gehen wohl oder &#252;bel <a href="http://twitter.com/MikeSchnoor">zu Twitter</a>, wo sie nahezu alle Informationen meiner Statusmeldungen &#246;ffentlich finden, besuchen die Business-Profile bei <a href="https://www.xing.com/profile/Mike_Schnoor">XING</a> oder <a href="http://de.linkedin.com/in/mikeschnoor">LinkedIn</a> &#8211; oder sie lesen vielleicht diesen Blogeintrag. In Summe ein wirklich interessantes Experiment, was mir eindeutig bei Facebook den R&#252;cken von der typischen Frage freih&#228;lt: <strong>&#8220;Kenne ich Dich? Wer ist dieser neue Kontakt denn &#252;berhaupt?&#8221;</strong></p>
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