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Ich bin Frank Westphal sehr dankbar für seinen kostenlosen Service, den er einem mit Rivva ermöglicht. Immer öfter stelle ich fest, dass zumindest über eine 56k-Modem-Verbindung keine der größeren Webseiten bzw. Newsservices funktionieren. Nur Rivva läuft und läuft und läuft – während viele andere Anbieter wie auch Technorati sich eher spärlich öffnen lassen. Vielleicht liegt das auch am aktuellen Dial-Up Provider, aber durch die Zusammenstellung der relevanten Inhalte der deutschen Blogosphäre ist man immer im Bilde. Rivva – Praktisch für unterwegs!

On the River? Check! Ich weiß wirklich nicht, ob man einen echten Unterschied mit der neuen Version von Rivva erkennen kann, aber Frank Westphal hat dazu einiges in dem Rivva Blog angekündigt.

Dass ich den Dienst sehr schätze, ist ja allgemein bekannt. Was ich aber umso spannender finde, ist die vertikale Ausrichtung mit dem ersten Beispiel zu Rails. Die Suche nach bestimmten Begriffen/Tags wäre dank Rivva eine optisch und technische Alternative zu Technorati – auch zwecks Blogmonitoring.

Das Internet verändert sicht zunehmend in ein eigenständiges Medium. Auch die Konsumenten von Informationen, Nachrichten und Wissen sind darauf angewiesen, dass die täglich genutzten Nachrichtenportale immer up-to-date sind. Dass die Aktualität der Nachrichtenlage dabei in den meisten Fällen von sich überzeugt, versteht sich von selbst. Vor zahlreichen Wochen konnte ich bereits einen schönen Vergleich der Nachrichtenseiten über die sichtbaren Formen der Anzeigen bzw. Werbemaßnahmen liefern – heute verwerte ich gelieferten Inhalt. Denn es ist ein brisantes Thema, was sich in dem hier veröffentlichten PDF aufzeigen wird: Die Webzwonulligkeit der deutschen Nachrichtenportale – die teilweise auf den Internetseiten mangelnd oder schlichtweg nicht vorhanden ist.

Zusammengetragen wurden diese Informationen durch akribisches Austesten, Ausprobieren und mühsames Zusammenschreiben bereits vor etlichen Wochen von Armin „Farlion“ Meier und ich schlimmer Finger hatte bis zu diesem Wochenende keine Zeit dazu gehabt, alle diese wertvollen und aufschlussreichen Daten zu veröffentlichen. Schande über mein Haupt, aber ich gelobe Besserung und werde das PDF um die gängigen Magazine und Zeitschriften für die Themen „Marketing und Werbung“ und „Computer & IT“ nachtragen, die es im deutschsprachigen Internet zu finden gibt.

Viel Spaß beim Lesen, und vielen Dank an den Farlion! [PDF Download]

Das ist eine Ankündigung von Twitter passend zum Tageswechsel:

We’ll be doing database work from 11:30PM to 1:00AM PST tonight. That should give you time to come up with your BEST UPDATE EVER.

Da bin ich aber äußerst gespannt was sich die Macher des in weiten Teilen kostenlosen Nachrichtensystems ausgedacht hatten…

Eine der größten deutschen Zeitungen hat sich ein Facelifting im Internet gegönnt. Die ZEIT erstrahlt in neuem Glanz. Der ganze Hintergrund und damit die ganze Wahrheit liest sich im Blog der Redaktion – und das sogar in wahrlich gewaltigen Ausmaß. Viel Erfolg mit dem „zeitgemäßen“ Auftritt… mit Kommentaren und im Blog auch mit Trackbacks! ;)

Seit wenigen Stunden erlebt der Focus einen durchaus gelungenen Relaunch – aufgeräumt, intuitiv bedienbar, webbig. Bei Peter Turi gibt es schon einige positive Punkte, denen ich mich nur anschließen möchte. Jedoch fällt mittlerweile auf, dass sich die deutschen Nachrichtenseite bzw. Nachrichtenportale zunehmend ähneln. Auch im Design Tagebuch ist man darauf aufmerksam geworden.

Heute schmiede ich den einen Ring – als großen Rundumschlag durch die geläufigsten Nachrichtenseiten von Deutschland in einer optischen Nebeneinanderstellung. Einerseits war das Thema von Werbung in Blogs und Mainstream-Medien in den vergangenen Tagen hin und her geschoben worden, andererseits ist für mich die fatale Ähnlichkeit von einigen Anbietern am Markt das Zeichen für die fehlende Individualität der Dienste. Wichtig bei diesem Kuriositätenkabinett ist für mich der sichtbare Bereich in 1000 Pixeln Breite auf einer 1280x1024er Auflösung. Die Wahl der Titel fiel dabei primär auf meine persönlichen Präferenzen – wir können gerne ergänzen.

Berliner Zeitung
 
Ich sehe die BLZ als wichtige Zeitung für die Hauptstadt an. Auffällig ist hier die direkte Nutzung von Google Adsense, was bei keiner anderen von mir betrachteten Nachrichtenseite zum Einsatz kommt. Ist hier eventuell eine neue Vermarktungsstrategie nötig? Eine Sidebar, eine Navigationsbar.
http://www.berlinerzeitung.de

Financial Times Deutschland
 
Ganze zwei Werbeflächen waren heute Morgen auf der FTD eingeblendet, von denen nur einer im Bereich der Navigation auftaucht. Eigenwerbung sei erlaubt, jedoch wirkt dadurch der Aufbau undynamisch auf mich. Eine Sidebar, eine Navigationsbar.

Focus
 
Der neue Relaunch von Focus zeigt das von SpOn verinnerlichte L-Format. Vom Aufbau her stark an SpOn und SZ angelehnt – ob das nun ein gutes Zeichen ist, mag ich nicht deuten. Eine Sidebar, Navigation on top.
http://www.focus.de

Frankfurter Allgemeine Zeitung
 
Auch hier ist das klassische L-Format zu sehen. Auffällig ist der Headerbereich, der ein wenig verschoben wirkt. Störend wirken die drei Spalten. Zwei Sidebars, Navigation on top.
http://www.faz.net

Frankfurter Rundschau
 
Keine direkt sichtbare Werbung bis auf den kleinen Banner oberhalb der Seite. Oder wird wegen der Farbe alles von Douglas gesponsert? Eine Sidebar, eine Navigation.
http://www.fr-online.de

Hamburger Abendblatt
 
Herzlich willkommen zum fettesten, fiesesten LayerAd, der den gesamten Contentbereich verdunkelt. Einige der L-Formate waren so groß, dass die gesamte Breite auf über 1024 Pixel wuchs. Eine Sidebar, zwei Navigationen als Navigationsbar und on top.
http://www.abendblatt.de

Handelsblatt
 
Das Handelsblatt verstrickt sehr geschickt den Inhalt mit Werbung, dennoch wirkt es dabei weniger störend als bei anderen Versuchen, da die Farb- und Formwahl sehr gediegen ist. Eine Sidebar, zwei Navigationen als Navigationsbar und on top.
http://www.handelsblatt.com

Netzeitung
 
Eigentlich passt die Netzeitung nicht in das „Printmedium“-Schema, aber ich sehe sie dennoch als relevant an. Auch hier dominiert das L-Format und ein direkt sichtbarer Content-Ad. Anzumerken ist jedoch, dass die Netzeitung letztendlich von den Anzeigen und Sponsorings lebt. Eine Sidebar, eine Navigationsbar.
http://www.netzeitung.de

Rheinische Post
 
Bei RP-Online ist derzeit keine größere Werbung bis auf die üblichen Verdächtigen in der Sidebar. Eine Sidebar, zwei Navigationen als Navigationsbar und on top.
http://www.rp-online.de

Spiegel
 
Zwar wird das L-Format hier prominent genutzt, doch zumindest ist bei SpOn der sichtbare Contentbereich hier befreit von Werbung. Eine Sidebar, Navigation on top.
http://www.spiegel.de

Stern
 
Ist die Content-Ad beim Stern nur die eine sichtbare Werbeform oder läuft keine Kampagne im L-Format? So genau weiß ich es nicht… Eine Sidebar, Navigation on top.
http://www.stern.de

Süddeutsche Zeitung
 
Auch bei der SZ ist das L-Format dominierend nebst Werbung in der Sidebar. Irritierend ist der im zweiten Screenshot gelblich umrahmte Bereich, der ohne Klickfunktion dahinvegetiert. Eine Sidebar, Navigation on top.
http://www.sueddeutsche.de

Welt
 
Pluspunkte sind die feine Ausarbeitung der Webzwonulligkeit, jedoch ist auch hier der rechte Seitenbereich angehäuft mit Anzeigen. Eine Sidebar, eine Navigationsbar.
http://www.welt.de

Zeit
 
Bei der Zeit fällt ein mehr als nur dominanter Anzeigenbereich im Inhalt ins Auge, der den Skyscrapper ja fast verschleiert. Ganz schrill: Eine Sidebar-Navigationsbar.
http://www.zeit.de

Fazit
Allen Titeln ist eines gemeinsam: 1000 Pixel sind ein Tabu. In Zeiten von Breitbild-Flatscreens oder hochauflösenden Grafikkarten erinnert mich dieses Problem an die Zeit, die ich in einer Online-Redaktion hoch im Norden verbrachte. Wehe wenn die Webseite nicht mehr auf jedem 800×600 Redaktionsterminal zu sehen war. Neue Bildschirme braucht das Land!

Ebenfalls ist das L-Format der Liebling von Werbevermarktern für Nachrichtenseiten. Schön umschlossen hindert es zu Anfang jegliche Betrachtung der Webseite, fällt dann aber durch ineinandergreifende Flashplayer auf und zeigt eigentlich einen grellbunten Bereich, den man sowieso irgendwie mit dem geistigen Auge ausblendet.

Die Welt sticht dabei durch die Webzwonulligkeit hervor, SpOn wird oft mit dem Magazincharakter kopiert, Handelsblatt und FAZ sind bei Wirtschaftsthemen die Messlatte. Aber wie gesagt, es sollte ja nur mal ein Überblick sein – das Kuriositätenkabinett der Nachrichtenseiten.

Die gruppendynamische Plattform Newsride.org hat sich nach wenigen Monaten wie von selbst verabschiedet. Wurde etwas aufgekauft, verkauft, überkauft, übernommen oder eingeheimst? Dazu schrieb ich, dass Nachrichten, Informationen und Wissen ein unverzichtbares Allgemeingut in unserer heutigen Gesellschaft sind. Mit der Gesellschaft gilt es ein Bedürfnis zu befriedigen – den Diskussionsbedarf. Ursprünglich sollte dieser bei Newsride gefördert und gefordert werden. Ergründen wir doch in diesen nächsten zwei Absätzen ein wenig, was sich theoretisch in einem Seitenarm des Web 2.0 Flusses so zu sich getragen haben könnte.

Newsride – nein, daraus wird wohl nichts mehr! Der damals per Impressum ausgewiesene Gründer, Arash Yalpani, ist laut seinem XING Profil ein Mitarbeiter beim StudiVZ. StudiVZ? Richtig, dieses Studiverzeichnis, was ja in der Vergangenheit von mir selbst und vielen anderen „Krawallbloggern“, aber auch mittlerweile von den traditionellen Medien sehr beherzt empfangen wurde. StudiVZ gehört über eine hier nicht näher zu erläuternde Verschwägerung zu einem kleinen Imperium, zu dem auch irgendwie (hier nicht näher erläuterbar und erwähnenswert) der Digg-Clone von Webnews.de gehört. Wer hat es schon gern, wenn Mitarbeiter kreativ werden, wenn man doch selbst das große Geld machen möchte? Ich hoffe doch nicht, dass es da irgendwelche Missverständnisse zwischen Investoren und dem Jung-Gründer von Newsride gab?

Also werden die Server von Newsride auf ewig ruhen, denn sie sind ja bestimmt schon seit ein paar Tagen (wenn nicht sogar Wochen) nicht mehr erreichbar – es gibt ja jetzt Webnews.de aus gleichem Hause. So stirbt ein Web 2.0 Startup von Mitarbeitern und Angestellten ganz schnell, wenn der Brötchengeber eine eigene Tochterfirma aufbaut – und die Konkurrenz im eigenen Hause dann doch lieber mit dem Schalldämpfer ausschaltet… fast so gut wie in einem Agentenfilm, aber nur fast. Eine E-Mail Benachrichtigung mit „Sorry, der Dienst wird eingestampft!“ bekam ich übrigens nie, was vielleicht diesen Blogeintrag erspart hätte, da sich das Thema Newsride ja von selbst ad acta gelegt hätte… ;)

Nachtrag: In Rauch und Wohlgefallen aufgelöst. Belassen wir es mit der Verschwörungstheorie dabei, denn wie Arash selbst im Kommentar unten schreibt, ist das Projekt einfach so versandet. Kann in den besten Familien mal passieren… :(

Mit dem heutigen Sonntag ergibt sich endlich das Zeitfenster um ein wenig im Web herumzustöbern. Schaut man sich durch die Welt des Web 2.0 finden sich immer wieder ähnliche Systeme auf unterschiedlichen Servern, die teilweise auch übergreifend den einen mit dem anderen Service kombinieren. Die Communitylösung namens Newsride scheint mir eine gruppendynamische Plattform in den ersten Startlöchern zu sein. Es ist eine Plattform aus der Hauptstadt Berlin. Man kombiniere einige Ansätze aus bewährten Social Community Lösungen und erhält die Webseite für „News Junkies“ und politisch interessierte Personen. Nachrichten, Informationen und Wissen sind ein unverzichtbares Allgemeingut in unserer heutigen Gesellschaft – und diese zu diskutieren ist ein wesentlicher Bestandteil jedweder Aktivität im sozialen Leben.

Schön gelöst ist der Diskussionsbereich, da zu jeder News ein Diskussionsforum automatisch eröffnet wird. Die übliche Funktion des Ratings für Beiträge und das Taggen ist ebenfalls integriert. Immerhin ist die eigene Profilseite im Gegensatz zum StudiVZ zwecks Kontaktpflege auch so einstellbar, dass man nicht jedem sofort alles preisgeben möchte

Aber mit genau dem zweiten Teil als eigentlicher politischer Knackpunkt bin ich nicht ganz konform. Mich interessiert es herzlich wenig, dass ich auch politisch auf einer Nachrichtengrabberseite agieren kann. Dafür gibt es diese dol2day Community – weil jedoch Newsride noch in den Startlöchern steht, muss die entsprechend positive oder negative Bewertung dieses Teilaspektes noch ein wenig warten. Hoffentlich bleiben die Trolle aus… immerhin ist es die Kombination von Social Bookmarking und Social Networking und kein Spielplatz! [via Web2Null]

Zur Mittagszeit gab es einen Anruf bei uns von der Berliner 030 Vorwahl. Ich meldete mich am Telefon mit „Ja?“ und prompt antwortete ein Herr Scholz, dass er meine Freundin Katharina sprechen wollte. Okay, es schien ja wichtig zu sein. Also übergab ich an Katharina.

Herr Scholz entpuppte sich als ein Mitarbeiter von Sat1 und fragte sie sofort, ob nicht Torben Behmer mit ihr zusammen eine Hausarbeit (oder gleich zwei bis drei Arbeiten) geschrieben hätte. Sie bejahte die Frage verwundert. Herr Scholz erkundigte sich sogleich nach der Nummer von Torben und ob wir sie ihm herausgeben würden. In der Annahme, dass es wichtig sei gaben wir die Festnetznummer heraus – z.B. wegen eines Praktikums oder ähnlichen Aktivitäten von unserem lieben Kommilitonen – man weiß ja nie!

Eine halbe Stunde später rief ich Torben noch an und fragte, was da gewesen sei. Er meinte nur noch, dass unser Blog ein Erfolgserlebnis hätte. Der Mitarbeiter von Sat1 war daran interessiert, ob Torben ein Freund der Familie sei, welche wiederum neben der Familie wohnen sollen, wo sich Michael Jackson zur Zeit in Hamburg Niendorf aufhalten sollte. Ahja!

Wir tippen auf ein Sat1 Boulevard Magazin mit Tendenzen zum Yellowpress-Verhalten. Es ist aber sehr interessant, dass nicht Jahrbücher, die Eltern oder das Bürgerbüro einer Stadt zur Auskunft konsultiert wurde (was sicherlich nicht auszuschließen ist), sondern dass die Kontaktaufnahme über das Internet und unser MikeSchnoor.com Blog erfolgte. Was solls, wir haben herrlich gelacht.

Und Torben hat natürlich nichts über die Familie verraten und warum wohl Michael Jackson sich dort aufhalten würde. Schließlich haben die Eltern seines Bekannten ja mit der Musikbranche zu tun – und Michael Jackson ist ja ein mehr oder minder passabler Musiker. Das wäre ja so, als ob man sich fragt, warum Dieter Bohlen mit Mike Leon Grosch von den DSDS Superstars in der Kantine zu essen geht.

Seine sterblichen Überreste konnten nur noch tot aus der Halle geborgen werden„, sagt Katrin Sandmann. Was denken sich eigentlich Reporter bei ProSieben, wenn sie obige Sätze in die Kamera sagen?

Gleich danach schallert der Nachrichtensprecher vor der kamera, dass Frau Merkel auch beim „Ausbesuch“ ist – verstehe vollkommen. Ob da noch mehr kommt, bis Catch me if you can anläuft?