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Wird die Conference Hall der dmexco künftig gefüllt sein? Quelle: dmexco, Köln

In knapp sechs Wochen lädt die Digitalbranche zum alljährlichen Stelldichein auf der dmexco in Köln ein. Wer als Aussteller erst jetzt an die Vorbereitung für den Stand denkt, hat schon fast verloren. Doch auch Besucher sollten ihre Checkliste für die Leitmesse der Digitalen Wirtschaft frühzeitig abarbeiten. Einige unserer Tipps sind für eingefleischte dmexco-Besucher selbsterklärend, doch viele Neulinge und Erstmessegänger erhalten die notwendige Orientierungshilfe für den digitalen Ausnahmezustand am 14. und 15. September 2016 in Köln.

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Können Fachbesucher bald ohne Einsatz ihrer Ellenbogen frei und ungezwungen durch die Messehalle gehen? Quelle: dmexco, Köln

Im September lockt die dmexco wieder unzählige Marketeers und Digitalexperten in die Rheinmetropole Köln. Wer sich zeigen kann und gesehen werden möchte, wird vor Ort die digitale Produktpalette und die Marketing-Dienstleistungen des Unternehmens präsentieren. Egal ob mit einem Stand oder ohne – beim digitales Marketingmekka trifft man sich, jeder kennt sich, alle Welt spricht miteinander und netzwerkt untereinander. Doch die Zeiten haben sich ein wenig geändert: Die dmexco erhebt in diesem Jahr erstmals ein Eintrittsgeld. Steht damit das People Business der Digitalbranche vor dem Aus?
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Das Thema Digitalisierung steht als Top-Thema auf der Agenda für 2015. Neue Geschäftsbereiche werden gebildet und dafür braucht es die richtigen Spezialisten. Warum fällt traditionellen Firmen die „disruptive Innovation“ so schwer? Wächst ihnen Google, Apple & Co. über den Kopf? Schafft das Internet wirklich Geld, Banken, Einzelhandel, Zeitungen, Bücher und Verkehrsampeln ab? Was muss Deutschland unternehmen, um den Anschluss nicht zu verpassen?

digit-konferenz

Fest steht, dass für die Digitalisierung digitale Wachstumsstrategien implementiert werden müssen. Dazu bedarf es einer starken Vernetzung von IT und Business sowie dem Verständnis von Agilität durch disruptive Technologien. In den Unternehmen müssen neue Wege gefunden werden, um Kunden zu inspirieren und dadurch eine Kultur von Kollaboration und Innovation zu kreieren. Daten gelten als Treiber des Business. Um neue Wege zur Umsatzgenerierung zu identifizieren, sollten Unternehmen Expertise im Bereich Data Analytics aufbauen. So können Sie innovative und vor allem produktbegleitende digitale Services sowohl im B2C- als auch B2B-Bereich erarbeiten, die am Ende des Tages den digital-affinen Kunden begeistern müssen.

Die weiteren Antworten auf diese Fragen liefert die „DigIT – Digital Disruption & Transformation„-Konferenz in Berlin mit einem 360-Grad-Überblick zur digitalen Industrie. Am 7. und 8. Oktober 2015 diskutieren Matthias Kröner (Fidor Bank AG), Dieter May (BMW Group), Dr. Luca Graf (Swiss International Airlines) und Dr. Hardy Kietzmann (Sanofi Deutschland) aktuelle Trends, digitale Geschäftsmodelle, Produkte und Services.

Als Medienpartner unterstützt #DigiBuzz – Das Magazin für das Digital Business die neue Konferenz für Führungskräfte, Vordenker und Innovatoren.

Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Land NRW / O. Tjaden

Das Medienforum NRW 2015 diskutiert die Transformation von Fernsehen und Radio, Entertainment und Journalismus unter dem Vorzeichen der digitalen Transformation. Vom 9. Juni bis 11. Juni 2015 finden sich in Köln das Who-is-Who der Medienbranche ein, um innovative Formate, Plattformen und Technologien vorzustellen und herauszufinden, was die fortschreitende Transformation der Medien für Inhalteanbieter, Nutzer und Content-Produzenten bedeutet.

Medienforum NRW zeigt digitale Transformation aus Nutzerperspektive

Seit seiner Neuausrichtung im Jubiläumsjahr 2013 versteht sich das Medienforum NRW als Diskussionsforum für die Herausforderungen der Informationsgesellschaft, als Treffpunkt der Medien- und Digitalbranchen und zentrale Plattform für den medien- und netzpolitischen Diskurs. Gemeinsam mit ANGA COM und Interactive Cologne und in der einmaligen Verbindung von Messe, Medienkongressen und junger digitaler Plattform entsteht ein neuartiges Branchentreffen – ein Next Level Forum für Debatte, Austausch und Vernetzung der konvergenten Medienwelt. 2015 öffnet sich das Medienforum noch stärker den Internet- und Digitalbranchen, jungen Gründern und Kreativen und vor allem auch den Fragen der digitalen Transformation des Alltags aus der Nutzerperspektive.

Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Land NRW / O. Tjaden

Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Land NRW / O. Tjaden

Konferenzprogramm und Networking in Köln

Die Eröffnungsrede hält die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft. Im Anschluss setzen Keynotes, Talks und Diskussionen, Screenings und Think Tanks neue Impulse für die Diskussion der Herausforderungen in der digitalen Moderne. Zahlreiche hochkarätige Events und Abendveranstaltungen mit Vertretern und Vertreterinnen aus Politik, Medien und Gesellschaft bieten während der gesamten Woche Gelegenheit zu Austausch und Kontaktpflege.

#DigiBuzz – Das Magazin für das Digital Business ist offizieller Medienpartner vom Medienforum NRW 2015. Das Medienforum NRW wird durchgeführt vom Mediencluster NRW in der Federführung der Film- und Medienstiftung NRW und in enger Kooperation mit dem Land NRW. Veranstaltungsorte sind die KoelnMesse (Congress Centrum Ost) sowie die IHK Köln.

Die re:publica, vor Jahren gestartet als netzpolitische Konferenz, hat sich zu einem Festival der digitalen gesellschaft entwickelt. Unter den 6.000 Teilnehmern waren auch viele Marketer und Social Media Manager in Hoodies. Ein perfektes Umfeld für Marken, um intelligent für sich zu werben.

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Carsten Fichtelmann, Tanja Emmerling und Jörg Binnenbrücker (v.l.n.r.) stehen auf dem ADVANCE Day den Startups und Gründern mit Rat und Tat zur Seite. Quelle: Unternehmen

Am heutigen Mittwoch trifft sich die Gründerszene aus NRW auf dem ADVANCE Day in Köln. Die Startup-Konferenz soll eine Anlaufstelle für junge Gründer bieten, damit sie sich von erfahrenen Unternehmern beraten lassen. Als offizieller Medienpartner sprach Mike Schnoor für #DigiBuzz – Das Magazin für das Digital Business mit Carsten Fichtelmann (CEO von Daedalic Entertainment), Dr. Tanja Emmerling (Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds) und Jörg Binnenbrücker (Managing Partner bei Capnamic Ventures) über die Gründerkultur, ihre Erwartungen an die Veranstaltung und einige Tipps, auf die junge Unternehmer achten sollten.

Wie kann man sich Synergieeffekte zwischen einem klassischen Industrie-Unternehmen und einem kleinen, jungen Startup vorstellen?

Tanja Emmerling: Synergie-Effekte können für das Startup entstehen, wenn das Industrieunternehmen einen echten Value Add für das Startup bieten kann. Das kann der Zugang zu Kunden oder der Zugang zu Fulfillment-Strukturen sein. Andersherum kann das Startup den Zugang zu neuen Kundengruppen ermöglichen, durch neue Angebote die Kundenbindung erhöhen oder einen Upsell generieren. Auch wenn es viele Anknüpfungspunkte zwischen Startups und Industrieunternehmen gibt, können nicht immer Synergien geschaffen werden. Manchmal können die Konzernanforderungen und Richtlinien die Entwicklung eines Startups behindern. Das Industrieunternehmen muss dann erste erfolgreich funktionierende Verfahrensweisen „verlernen“, um sich auf die neuen Ansätze im Startup einlassen zu können.

Carsten Fichtelmann: Das dürfte es doch zuhauf in Deutschland geben. Manche Prozesse und Aufgaben kann man in einer kleinen Infrastruktur, wo es kurze Wege, schnelle Abstimmungsprozesse und ein hohes Maß an Effizienz und Kreativität gibt, besser lösen. Davon profitieren dann klassische Industrie-Unternehmen.

Jörg Binnenbrücker: Klassische Industrie-Unternehmen verfügen über enorme Ressourcen insbesondere an Kapital, sind dafür aber aufgrund ihrer massiven Größe recht schwerfällig. Startups sind der Old Economy gerade in den Bereichen Innovationsfähigkeit, Tempo und Unternehmenskultur oft um Längen voraus, wobei es ihnen häufig an Cash mangelt. Die Synergieeffekte zwischen Old und New Economy liegen also auf der Hand: Multipliziere Geld mit Dynamik.

Hat die Politik in Deutschland den Trend zur Startup-Ökonomie verpasst?

Carsten Fichtelmann: Nicht komplett, aber ein großer Teil der Politik ist halt über Netzwerke mit der alten Industrie verbrüdert. Da ist es dann einfach und teilweise auch opportun, disruptive Entwicklungen zu verhindern oder zu verlangsamen.

Tanja Emmerling: Es ist noch viel zu tun. Das Image von Unternehmern muss deutlich verbessert werden. Grundfähigkeiten von unternehmerischem Handeln oder das Erlernen z. B. einer Programmiersprache muss in die Bildungspläne integriert werden. Scheitern muss voll akzeptiert sein und als Potenzial anerkannt werden. Patente und gute Erfindungen reichen nicht aus. Talente müssen auch die Macherfähigkeiten mitbringen, ihre Ideen umzusetzen.

Jörg Binnenbrücker: Aktuell sieht man zunehmend Bemühungen der Politik sich für die Startup Ökonomie stark zu machen. Frau Merkel besucht regelmäßig Startups und Herr Lindners Plädoyer des Scheiterns macht ihn fast zum YouTube-Star. Ob reine PR-Maßnahme, um dem eigenen Profil mehr Dynamik zu verpassen, ja oder nein – jede Aktivität im Bereich Start-ups bringt Deutschland nach vorne und ist nie zu spät.

Carsten Fichtelmann, Tanja Emmerling und Jörg Binnenbrücker (v.l.n.r.) stehen auf dem ADVANCE Day den Startups und Gründern mit Rat und Tat zur Seite. Quelle: Unternehmen

Carsten Fichtelmann, Tanja Emmerling und Jörg Binnenbrücker (v.l.n.r.) stehen auf dem ADVANCE Day den Startups und Gründern mit Rat und Tat zur Seite. Quelle: Unternehmen

Welche Form des Marketings und der Kommunikation ist ihrer Meinung nach der entscheidende Hebel für die Bekanntheit von Startups?

Tanja Emmerling: Das hängt entscheidend vom Geschäftsmodell ab.

Carsten Fichtelmann: Auf jeden Fall die eigene Kommunikation ohne Agenturen. Messages und Maßnahmen müssen keinem dicken Compliance Katalog folgen. Das sollten Startups auch massiv nutzen.

Jörg Binnenbrücker: Diese Frage ist nicht ultimativ zu beantworten, da die verschiedenen Marketing-Kanäle in Abhängigkeit des Geschäftsmodells sehr unterschiedlich performen.

Wie wichtig sind Veranstaltungen wie der ADVANCE Day für die Branche?

Jörg Binnenbrücker: Sehr wichtig, da sie unser Netzwerk ständig erweitern und stärken. Unsere Branche ist in Deutschland noch sehr jung und vieles findet über den direkten Kontakt statt. Veranstaltungen wie der ADVANCE Day bieten uns eine gute Plattform für den direkten Austausch untereinander. Neben Top-Speakern und spitzen Programm ist mir keine derartige Veranstaltung bekannt, die mit unverbautem Domblick dieser Art daherkommt. Für mich als Kölner ist das natürlich das höchste der Jeföhle.

Carsten Fichtelmann: Vernetzung und Wissenstransfer waren immer wichtig und werden immer wichtiger. Die Räder drehen sich einfach schneller heutzutage.

Tanja Emmerling: Sehr wichtig, um Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen – und der besondere Fokus auf die Schnittstelle zwischen Content und Technologie.

Welchen Tipp geben Sie Gründern mit auf den Weg?

Carsten Fichtelmann: Geld sparen, immer mit dem Schlimmsten rechnen und so lange es irgendwie geht durchhalten.

Tanja Emmerling: So früh wie möglich Kundenfeedback einholen und auch bei der Wahl des Investors eine Due Diligence machen.

Jörg Binnenbrücker: Frei nach Jedi-Meister Yoda: „Do or do not. There is no try.” Diese Weisheit hängt in unserem Pitching-Room und bringt das Fundament sehr guter Gründer auf den Punkt: 100 Prozent Glaube und Einsatz an bzw. für das eigene Modell – immer und überall. Halbgare Versuche sind meiner Meinung nach spätestens mittelbar zum Scheitern verurteilt.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal zu einem Kaffee oder auf ein Bier verabreden?

Jörg Binnenbrücker: Auf ein Kölsch mit MJ – obwohl er gar nicht trinkt, in der Hoffnung, beim anschließenden 1-gegen-1 auch nur einmal den Ball zu berühren.

Carsten Fichtelmann: Kaffee und eventuell sogar eine Menthol-Zigarette mit Helmut Schmidt – obwohl ich gar nicht rauche – das wäre interessant.

Anastasia Ziegler, Geschäftsführerin Mediencluster NRW. Quelle: Unternehmen.

Nur noch wenige Wochen verbleiben, bis die Gründerkultur der Digital- und Medienbranche sich in Köln zum „ADVANCE Day“ trifft. Am 25. März 2015 findet die Startup-Konferenz mit einem neuen inhaltlichen Konzept in der Rheinmetropole statt. Mit diesem Schritt möchte das Mediencluster NRW die Gründer und Startups in allen Entwicklungsstufen adressieren. Unter dem Motto „Forward is now.“ erwartet die Konferenzteilnehmer ein kompaktes Programm mit Keynotes und Talks auf hohem fachlichen Niveau mit zahlreichen hochkarätigen Referenten aus dem In- und Ausland. Der Branchentreffpunkt summiert die Themen Digital, Media, Tech und Entrepreneurship.

Als Speaker konnten der bekannte Szenegesichter der Startupbranche gewonnen werden, darunter der dänische Serial-Entrepreneur und Venture Capitalist Morten Lund (Co-Gründer von Skype), Heiko Hubertz (Gründer von WHOW Games & Bigpoint), „Industry Pitch Master“ Ben Hall (Founder & CEO von Chalkboard), Christoph Krachten (Gründer und Präsident von Mediakraft und Vorstand Digitale Köpfe e.V. ), Jörg Binnenbrücker (Founding Partner bei Capnamic Ventures), Ronald Horstmann (CEO von Studio71), Carsten Fichtelmann (Founder & CEO von Deadelic Entertainment) und der Beauftragte für Digitale Wirtschaft in NRW, Prof. Dr. Tobias Kollmann (Universität Duisburg-Essen).

Anastasia Ziegler, Geschäftsführerin Mediencluster NRW. Quelle: Unternehmen.

Anastasia Ziegler, Geschäftsführerin Mediencluster NRW. Quelle: Unternehmen.

„Indem wir die Fragestellungen der Gründer kompakt und konzentriert beantworten, ermöglichen wir einen intensiven Wissenstransfer und darüber hinaus auch einen hohen Grad an Vernetzung“, sagt Anastasia Ziegler, Geschäftsführerin Mediencluster NRW. Dies soll insbesondere durch die individuellen Coaching Sessions mit erfahrenen Gründern, Investoren und renommierten Branchenexperten erreicht werden. Hier können bis zu 20 Startups sich in über 40 Workshops und Einzelcoachings zu ausgewählten Themen beraten lassen. Acht Startups erhalten die Chance, vor einer kompetenten Fachjury und dem versammelten Publikum ihre Geschäftsidee zu präsentieren.

„Unser weiterentwickeltes Konzept für den ADVANCE Day lässt junge Gründer mit Investoren und Unternehmen aus der Medienindustrie und Digitalwirtschaft auf Augenhöhe zusammentreffen“, schlussfolgert Anastasia Ziegler. Mit diesem Ansatz möchte das Mediencluster NRW das Wachstum von Startups fördern und die dynamische Entwicklung des Medien- und Digitalstandorts Nordrhein-Westfalens vorantreiben.

Der „ADVANCE Day“ wird durch das Mediencluster NRW veranstaltet und findet im Solution Space statt, dem neuen Innovationshaus am Kölner Dom. Interessierte Startups und Gründer können sich für die kostenlose Konferenz und Coachings ab sofort anmelden.

Die Besucher der letzten CMC. Quelle: Contilla.

Content Marketing zählt zu den schönsten Buzzwörtern des vergangenen Jahres. Unter der Haube steckt natürlich viel Wrumms, denn zahlreiche Agenturen, Berater und Unternehmen sprechen fast ausschließlich von den Inhalten, die Kunden und Nutzer begeistern sollen. Zu diesem Themenstrang der Digitalen Wirtschaft findet am 4. und 5. März in Köln die Content Marketing Conference statt, auf der renommierte Experten ihre Best-Practice-Cases vorstellen. Dabei tauschen sie sich über die wichtigsten Faktoren für die Erarbeitung und Umsetzung einer Content-Marketing-Strategie aus. Zusätzlich erhalten Besucher einen Einblick in Native Advertising und Paid Media sowie deren Zusammenspiel mit Content Marketing. Gepaart mit Strategieentwicklung, SEO im Content Marketing und Corporate Blogs trifft sich hier die Digitalbranche zum Happening am Rhein.

Die Besucher der letzten CMC. Quelle: Contilla.

Die Besucher der letzten CMC. Quelle: Contilla.

„Content-Marketing als Kommunikationsdisziplin als auch die Dienstleistungen und Tools haben sich in den letzten zwei, drei Jahren mannigfaltig weiterentwickelt: Vom Marketing-Hype zu der meistfokussierten Maßnahme im Online-Marketing-Mix. Im März 2015 wollen wir wieder die Plattform für die Branche stellen, die einen Überblick über den Status Quo verschafft und zukünftige Trends setzt“, so René Kühn, Initiator der CMC und Geschäftsführer beim Veranstalter Contilla.

Insgesamt 15 Vorträge und 6 Workshops laden zu Diskussionen ein. Auf der Bühne sorgen Andreas Neef (L’Oréal), Will Hayward (BuzzFeed), Thomas Knüwer (kpunktnull), Thomas Berger (Toyota), Michael Göntgens (Lufthansa), Svea Raßmus (Deutsche Bahn), Daniel Holm (Outbrain), Jürgen Schmidt (Contented Technologies GmbH), Jan Kutschera (PR – Popularity Reference GmbH) und Christian Herr (iq digital) für genügend Zündstoff. Darüber hinaus gibt es das bekannte Speednetworking, einen Expobereich für Aussteller und eine Networkparty. Weiterführende Informationen und Tickets gibt es auf der offiziellen Veranstaltungsseite.

Am 14. August 2014 findet mit dem King Content Day in Köln erstmals eine neue Konferenz für die Medien- und Digitalbranche statt. Im Mittelpunkt stehen Inhalte und Strategien, mit denen die Contentwirtschaft ein Teil der digitalen Wertschöpfungskette werden kann. Als Medienpartner des King Content Day unterhielt sich #DigiBuzz – Das Magazin für das Digital Business mit Christian Tembrink, Online-Marketing-Stratege und Geschäftsführer der 21-köpfigen Online-Marketing-Agentur netspirits und Referent auf dem King Content Day, über die Entwicklung und den Einsatz der richtigen Content-Strategie. Für ihn steht fest, dass im Online-Segment nicht nur viel Bewegung steckt, sondern dass sich die Akteure aufgrund der vielen Veränderungen nicht auf die faule Haut legen dürfen.

Christian Tembrink, Geschäftsführer. Quelle: netspirits

Christian Tembrink, Geschäftsführer. Quelle: netspirits

Christian, Organisationen brauchen Strategien für ihre Inhalte im Web. Was macht für dich eine digitale Strategie im Kern aus?

Christian Tembrink: Eine gute digitale Strategie beschreibt Maßnahmen, die klare Ziele verfolgen. Genau hier liegen oft schon Stolpersteine für Unternehmen verborgen. Es gilt Haupt- und Unterziele zu definieren, Meilensteine festzulegen und vor allen Dingen KPIs zu identifizieren, die die Zielerreichung messen. Häufig wird hier in der Praxis „einfach drauf los getextet“ und geschaut, was dabei herauskommt. Das ist nicht der richtige Weg.

Oftmals fehlt nämlich die nötige Zieldefinition, was die einzelnen Kanäle im Rahmen einer Content-Strategie zur Zielerreichung beitragen können und sollen. Insbesondere beim Content Marketing fehlt Unternehmen oft ein klar messbares Ziel, was die Maßnahmen erreichen sollen. Und das obwohl die neusten Tracking-Tools allen voran die des neuen Universal Analytics super Möglichkeiten bieten, den Erfolg von Content-Marketing transparent zu messen.

Sind Ziele da, ist eine saubere Implementierung von Web-Analytics und einem Standard Reporting der nächste Schritt. Auch das wird meist unterschätzt, denn mit dem einfach Einbinden des Trackings Codes ist es schon lange nicht mehr getan! Calltracking, Cross Device Analyse und crossmediale Analyse der Customer Touch Points und zugehörige Attributionsmodelle wollen vorher durchdacht sein!

Sind diese Basics erledigt, sind weitere Vorarbeiten nötig: Bei der digital Strategie müssen vor allem die Bedürfnisse und Interessen der Zielgruppe im Zentrum stehen. An wen richten sich meine Inhalte? Welche Sprache ist für meine Zielgruppe passend wie Slang oder Fachchinesisch, nimmt die Zielgruppe Inhalte lieber über Text, Bild, Video, Tutorials, Newsletter, Facebook oder PDF auf? Wo recherchiert meine Zielgruppe bzw. wo treibt sich sich im Netz herum? Welche Onliner, Plattformen, Webseiten usw. sind Vorbild für die Zielgruppe? Wem vertraut die Zielgruppe? Fragen über Fragen, die heutzutage nur allzu oft übergangen werden.

Welche Schwierigkeiten der traditionellen Werbung spielt dem Content Marketing in die Hände?

Christian Tembrink: Traditionelle Werbung und deren Erfolg ist immer noch schwer messbar. Content Marketing: Sehr gut messbar – denn die Reaktionen darauf werden sichtbar in Form von Likes, Shares und Comments! Sowohl bei Off- als auch Online Werbung findet derzeit ein Wandel statt: Weg von Produkt-Kommunikation, hin zu Storytelling und Mehrwert-Kommunikation für den Kunden. Das gute bei Content Marketing: Hier kann die Zielgruppe direkt mit der Story des Unternehmens interagieren. Der Konsument wird zum Prosument, der hilft, guten Content weiter zu teilen bzw. diesen mit eigenen Erfahrungen und Wissen anzureichern. Das ist ein mächtiger Hebel, der durch fehlende Interaktionselemente in den klassischen Medien nur Online funktioniert.

Christian Tembrink, Geschäftsführer. Quelle: netspirits

Christian Tembrink, Geschäftsführer. Quelle: netspirits

Wie aufwändig ist die Entwicklung einer Content-Strategie? Wer sollte bei der Erstellung beteiligt sein?

Christian Tembrink: Eine Content-Strategie ist weit mehr als das Zusammenstellen eines Redaktionsplans. Daher steht gerade zum Start einer Content-Strategie-Entwicklung eine intensive Arbeitsphase an. Bis die eigene Content-Strategie steht, wollen die USPs des Unternehmens ganz klar erarbeitet werden – und zwar präzise und greifbar. Auch die Zielgruppen sollten so konkret wie möglich definiert werden. Diese beiden Schritte fordern Zeit und Beteiligung der Entscheider. Dazu gehören je nach Unternehmensgröße die Internet- und Marketingabteilung, die Unternehmenskommunikation und PR, Vertrieb und oftmals auch die Geschäftsführung dazu.

Sind Ziele, KPIs, USPs und Zielgruppen festgezurrt, kommt der spaßige Teil der Arbeit: Es gilt Themencluster bzw. mehrere Säulen zu identifizieren, auf denen die künftige Content-Erstellung in Text, Bild, Ton, Video oder PDFs aufbauen wird. Aus den Säulen werden dann konkrete Unterthemen abgeleitet. Das ist immer mit detaillierter Analyse verbunden, wie das für die Zielgruppe optimal geschehen muss. Diese werden in einen Redaktionsplan überführt. Jetzt noch die operativen Prozesse bauen – fertig!

Wie kann ich mich als Unternehmen für gute Inhalte inspirieren lassen und herausfinden, welche Inhalte passen und gleichzeitig die Nutzer begeistern?

Christian Tembrink: Dazu ist erst einmal eine intensive Vorarbeit nötig. Denn es gilt ja eben nicht „abzukupfern“ sondern auf Basis der Unternehmens USPs, der vertrieblichen Ausrichtung und Interessen der Zielgruppe neue hilfreiche und unterhaltende Inhalte zu konzipieren. Grundsätzlich wichtiges Element ist, dass wichtige Online Multiplikatoren möglichst in die Content-Erstellung mit involviert werden. Das erleichtert das nachgelagerte Seeding der Stories, da die Multiplikatoren in der Regel gerne bereit sind, Inhalte an denen Sie mitgewirkt haben, in Ihren Kanälen weiter zu verbreiten. Um diese zu finden gibt´s ein paar tolle Tools und Mechaniken, die ich gern auf Rückfrage weiter gebe.

Wie sollte mittels Monitoring die eigene Content-Strategie adaptiert werden?

Christian Tembrink: Zuerst Haupt- und Unterziele definieren, dann messbare Indikatoren festlegen, wie Zielerreichung gemessen werden kann, zuletzt Web Analyse Tools sauber kalibrieren und loslegen. Ergebnisse auswerten, Maßnahmen gegebenenfalls anpassen, hier spielt auch Conversionrate-Optimierung mit hinein, und erneut messen. Es ist also ein stetig im Wandel befindlicher Prozess, der zwar gewissen Abläufen und Regeln folgt, aber erst durch die Interaktion mit der Zielgruppe sowie den Analyse-Erkenntnissen richtig zum Leben erweckt wird. Fazit: Die Zukunft im Online-Bereich ist also nichts für Faulpelze!

Die Werbebranche hat erkannt, dass Bewegtbild-Inhalte eindeutig zur digitalen Zukunft zählen. Wie sollten Unternehmen insbesondere digitales Bewegtbild in ihrer Content-Strategie einsetzen?

Christian Tembrink: Online Bewegtbild ist ein mächtiges Instrument. Welche Maßnahmen wie in die Content-Strategie einfließen, ist im Rahmen der Content-Marketing-Strategie-Entwicklung zu definieren. Hier gibt es keine Standard-Antwort a la „Jeder muss vier Videos pro Monat online stellen“. Was für ein Unternehmen Sinn macht, ist immer Ergebnis einer einmalig sauber definierten Strategie, dem zugehörigen Redaktionsplänen sowie den dazu passend aufgebauten internen Content-Produktionsprozessen.

Lieber Christian, vielen Dank für unser Gespräch und bis bald auf dem King Content Day!

Am 14. August 2014 lädt der King Content Day in Köln erstmals zu einer neuen Konferenz für die Medien- und Digitalbranche ein. Den Schwerpunkt bilden die drei Zukunftsthemen Digitales Bewegtbild, Digitale Geschäftsmodelle und Digitale Erlebniswelten. Einen ganzen Nachmittag lang zeigen die Experten der Contentwirtschaft in ihren Vorträgen lehrreiche und unterhaltsame Beispiele, wie die Contentwirtschaft die digitalen Ebene der Wertschöpfungskette zu nutzen machen kann.
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