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	<title>Mike Schnoor &#187; Journalismus</title>
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	<description>Social Media, Public Relations, Marketing, Kommunikation und Medien aus Köln</description>
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		<title>Mit einem Super-Mega-Derby-Symbolfoto zur Bilderklickstrecke bei 1LIVE</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 17:56:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Fotos schaffen Anreize, selbst wenn das Foto nicht immer zum Inhalt eines Textes passt. Konsequent und durchg&#228;ngig nutzen Journalisten ihr eigenes, bereitgestelltes oder recherchiertes Bildmaterial, um manch lange Texte mit einem attraktiven Blickfang auszustatten. Wer kennt sie bitte nicht, die Symbolfotos? Sie pflastern unseren medialen Alltag und sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Fotos schaffen Anreize, selbst wenn das Foto nicht immer zum Inhalt eines Textes passt. Konsequent und durchg&#228;ngig nutzen Journalisten ihr eigenes, bereitgestelltes oder recherchiertes Bildmaterial, um manch lange Texte mit einem attraktiven Blickfang auszustatten. Wer kennt sie bitte nicht, die Symbolfotos? Sie pflastern unseren medialen Alltag und sind kaum wegzudenken. Heute prangert(e) auf der <a href="http://www.einslive.de/">Startseite von 1LIVE</a> ein Aufmacher mit dem Titel &#8220;<em>Rivalen unter sich</em>&#8221; mit einem Untertitel, der auf das aktuelle Geschehen beim Fu&#223;ball deutet. Was zeigt jedoch das verwendete Bildmaterial? Ganz klar eine der bekanntesten Filmszenen aus  &#8220;<strong>Star Wars &#8211; Episode V: The Empire Strikes Back</strong>&#8220;.<br />
<span id="more-3889"></span><br />
So offenbarte Darth Vader im besagten Kultfilm seinem Sohn die uneheliche Vaterschaft, als er Luke Skywalker seine metallische Hand am Abgrund reicht. Doch bitte was hat dieser emotionale Moment der Filmgeschichte, der durchaus eine hohe Symbolkraft besitzt, mit den aktuellen Geschicken der Fu&#223;ballvereine zu tun? Ja, Fu&#223;ball und Darth Vader &#8211; so mancher Verein h&#228;tte gerne etwas mehr Macht. Das Symbolfoto wirkt, zieht aber derbe am Derby vorbei. Die Online-Redaktion von 1LIVE hat zumindest im Kontext der sich hinter dem Aufmacher findenden Bilderstrecke die inhaltliche Wahrheit gerade ger&#252;ckt. Der Aufmacher leitet nicht zu einem Artikel &#252;ber ein Fu&#223;ball-Derby, sondern stellt bekannte Gegens&#228;tze in den Vordergrund &#8211; Alpha und Omega, Schwarz und Wei&#223;, Gut und B&#246;se. Aber wird das dem Leser sofort klar, wenn es dort so sch&#246;n im Aufmacher hei&#223;t: &#8220;Derby-Zeit in der Bundesliga &#8211; aber auch fernab der Fu&#223;ballstadien gibt es Rivalen, die in einem besonderen Konkurrenzkampf stehen&#8221;? Ich finde irgendwie kommt man nicht sofort zu dem (Trug-)Schluss, dass sich hinter dem Link eine ziemlich dr&#246;ge Bilderstrecke versteckt.</p>
<p><a href="http://mikeschnoor.com/upload/2011/11/symbolfoto.jpg"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/11/symbolfoto.jpg" alt="" title="symbolfoto" width="660" height="573" class="alignnone size-full wp-image-3891" /></a></p>
<h3>Symbolfotos im Einklang mit dem Artikel</h3>
<p>Wer sich noch keinen Reim daraus machen kann, wie ein Symbolfoto sich in seiner Wirkung rein faktisch entfalten kann, findet eine plakativ einfache Erkl&#228;rung &#252;ber Symbolfotos in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Symbolfoto">Wikipedia</a>:</p>
<blockquote><p><em>Als Symbolfotos bezeichnet man in Printmedien und im Fernsehen zu Texten bzw. Gesprochenem dargebotene Fotografien, die nicht den tats&#228;chlich dokumentierten Sachverhalt darstellen, sondern aus einem davon unabh&#228;ngigen Zusammenhang stammen.</em></p></blockquote>
<p>Bilderstrecken und Symbolfotos &#8211; eine Gretchenfrage im Journalismus. Muss diese ber&#252;hmte Szene aus Star Wars als plumpes Lockmittel dienen? Ganz interessant ist dabei die wichtige Anforderung des <a href="http://www.presserat.info/inhalt/der-pressekodex/einfuehrung.html">Pressekodex</a> gem&#228;&#223; des <a href="http://www.presserat.info/">Deutschen Presserats</a> unter Ziffer 2:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Symbolfotos m&#252;ssen als solche kenntlich sein oder erkennbar gemacht werden. [...] Kann eine Illustration, insbesondere eine Fotografie, beim fl&#252;chtigen Lesen als dokumentarische Abbildung aufgefasst werden, obwohl es sich um ein Symbolfoto handelt, so ist eine entsprechende Klarstellung geboten. So sind [...] deutlich wahrnehmbar in Bildlegende bzw. Bezugstext als solche erkennbar zu machen.&#8221;</em></p></blockquote>
<h3>Erwartungshaltung der Nutzer vs. krude Online-Mechanismen</h3>
<p>Derby und Rivalen? Na klar, ich habe explizit einen Sportartikel erwartet, aber keine Bilderstrecke zur Steigerung der Zugriffsraten und damit zur Besch&#246;nigung mancher Verkaufsstatistiken und Rankings hinsichtlich der Verweildauer der Seitenbesucher. Zwar ist dies <strong>kein optimales Aush&#228;ngeschild f&#252;r Journalismus</strong>, doch ein immer gerne genutztes Mittel von Medienh&#228;usern, um sich reichweitenstark im Konkurrenzvergleich bei den &#8220;<a href="http://www.agof.de">AGOF internet facts</a>&#8221; aufzustellen. Jedoch ist der Aufmacher in genau diesem textlichen Zusammenhang zu einem Fu&#223;ball-Derby definitiv nicht das richtige Mittel &#8211; oder umgekehrt. </p>
<p>Schade, dass auch bei einem Angebot der <strong>&#246;ffentlich-rechtlichen Sender genau diese Denkweise besticht</strong>, wie sie in manchen Online-Redaktionen der privaten Wirtschaft ausgelebt wird. Das geht auch ohne Symbolfoto oder zumindest mit einer passenden textlichen Aufmachung. Vielleicht mag dies jedoch zu viel verlangt sein f&#252;r einen ganz normalen Freitag.</p>
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		<title>Handelsblatt vs. Tagesschau: Nur eine Sekunde z&#228;hlt!</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 15:43:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Handelsblatt hat sich erneut eine optische Erfrischung genehmigt. Seit kurzem steht das neue Layout, das noch ein wenig breiter wirkt als bisher. Diesen Vorteil verdanken wir Nutzer unseren Flatscreens mit ultra-modernen 16:9- oder 16:10-Aufl&#246;sungen. Doch auch wird mit dem Relaunch inhaltlich deutlich mehr geboten. Ein echter Hingucker ist dabei das WebTV-Format vom Handelsblatt. Dieses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Handelsblatt hat sich erneut eine optische Erfrischung genehmigt. Seit kurzem steht das neue Layout, das noch ein wenig breiter wirkt als bisher. Diesen Vorteil verdanken wir Nutzer unseren Flatscreens mit ultra-modernen 16:9- oder 16:10-Aufl&#246;sungen. Doch auch wird mit dem Relaunch <a href="http://www.handelsblatt.com/kontakt-hilfe/handelsblatt-online-in-neuem-design/3747108.html">inhaltlich deutlich mehr</a> geboten.<br />
<span id="more-3502"></span><br />
<strong>Ein echter Hingucker ist dabei das WebTV-Format vom Handelsblatt.</strong> Dieses knackige Nachrichtenmagazin hei&#223;t eigentlich &#8220;<a href="http://www.handelsblatt.com/video/handelsblatt-in-99-sekunden/">Handelsblatt in 99 Sekunden</a>&#8220;. Am gezeigten Inhalt gibt es nichts zu beanstanden: Verdaulich, gut, kompakt &#8211; warum auch nicht. Den medienaffinen Nutzern wird jedoch seit l&#228;ngerer Zeit mit einer ganzen Sekunde mehr die &#8220;Tagesschau in 100 Sekunden&#8221; von den &#246;ffentlich-rechtlichen Sendeanstalten bekannt sein. Konkurrenz belebt das Gesch&#228;ft, schlie&#223;lich dreht sich im Web auch alles um Leistung.</p>
<p><strong>Apropos Leistung, die wirklich nur einem guten Beobachter auff&#228;llt:</strong> Das am&#252;sante Randdetail am ganzen Produktstart findet sich nicht im Inhalt der Nachrichtenformate, sondern im Seitentitel der Handelsblatt-HTML-Konstrukte. Dort hei&#223;t es, wie so sch&#246;n im Screenshot festgehalten, sogar f&#252;r die eigenen 99 Sekunden vollmundig &#8220;Tagesschau in 100 Sekunden &#8211; Video &#8211; Handelsblatt Online&#8221;. </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/02/handelsbaltt.jpg" class="center"></p>
<p>Ok, das kann jedem passieren, wenn ein Konzept oder ein Prototyp bis zur Live-Schalte umgesetzt wird. Ich bin ja auch kein Ankreider oder w&#252;rde jemals mit Stefan Niggemeier und seinen medialen <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/titelseiten-richtig-lesen/">Aufdeckungen</a> gleich ziehen wollen, aber dieses kleine Randdetail hat es schon auf am&#252;sante Weise in sich! M&#246;gen die Worte, nein vielmehr m&#246;ge der Seitentitel f&#252;r sich sprechen. :)</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Am Mittag des folgenden Tages war der Seitentitel kurzerhand angepasst. Nun findet sich dort auch wirklich &#8220;Handelsblatt in 99 Sekunden&#8221;. :)</p>
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		<title>Der Fall Bloggergate und die Schleichwerbung &#8211; und sonst?</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jan 2011 08:21:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es fiel ein Sack Reis um. Nicht in China, sondern diesmal in Deutschland. Wahrscheinlich von der Laderampe irgendeines El-Kawehs, dessen Frachtpakete nicht mehr nach &#196;gypten transportiert werden d&#252;rfen. So regen sich unz&#228;hlige Menschen dar&#252;ber auf, dass einige wenige Menschen sich eine kleine goldene Nase verdienen wollen: Einen handfesten Skandal wollte netbooknews.de-Blogger Sascha Pallenberg aufkl&#228;ren. Dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es fiel ein Sack Reis um. Nicht in China, sondern diesmal in Deutschland. Wahrscheinlich von der Laderampe irgendeines El-Kawehs, dessen Frachtpakete nicht mehr nach &#196;gypten transportiert werden d&#252;rfen. So regen sich unz&#228;hlige Menschen dar&#252;ber auf, dass einige wenige Menschen sich eine kleine goldene Nase verdienen wollen: Einen handfesten Skandal wollte netbooknews.de-Blogger <a href="http://www.netbooknews.de/32977/basicthinking-onlinekosten-gmbh-und-der-keyword-spam/">Sascha Pallenberg</a> aufkl&#228;ren. Dem Autoren wurden vertrauliche Informationen zugespielt, dass rund 100 Blogs f&#252;r einen Artikel mit Link auf ein bestimmtes Online-Angebot ganze f&#252;nfzig bis siebzig Euro pro Kopf verdient haben sollten.<br />
<span id="more-3496"></span><br />
Die Blogger erhielten ein kleines monet&#228;res Zubrot, die Gegenseite hingegen erhielt durch diese bezahlte Linkplatzierung ein h&#246;heres Ranking in entsprechend relevanten Suchmaschinen. Nachdem sich die Berichte h&#228;uften und immer wieder das Thema &#8220;Bloggergate&#8221; mit dem potenziell <a href="http://t3n.de/news/bloggergate-keyword-spam-blogs-basic-thinking-zentrum-294758/">aufkl&#228;rerischen Stunt</a> von Sascha Pallenberg die Runde zog, stellt man mittlerweile auch absolute Ern&#252;chterung fest. Der Einkauf von Links ist nicht neu, das Prinzip ist Alltag im Online-Business. Zwar ist das <a href="http://spreerecht.de/abmahnung/2011-01/verschleiert-viral-und-illegal-zur-rechtswidrigkeit-von-schleichwerbung">augenscheinliche Verstecken</a> dieser Links innerhalb von Content-Bereichen sehr verp&#246;nt, aber wen k&#252;mmert es &#252;berhaupt bis auf <a href="http://www.netbooknews.de/33031/einige-persoenliche-anmerkungen-zu-bloggergate/">die erregten Gem&#252;ter</a>, die Suchmaschinenanbieter und wiederum die <a href="http://www.robertbasic.de/2011/01/bloggergate-transparenz-und-gesamtwirkung/">Finanz&#228;mter</a>? Google wird kurzerhand die <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/basicthinking-steckt-hinter-blog-sumpf_100032897.html">Betreiber der Seiten</a> abstrafen und damit wird&#8217;s auf Dauer gut sein. </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/01/netbooknews.png" class="center"></p>
<p>Aber jeder schreibt sich jetzt die Finger wund: So gibt es Artikel mit spektakul&#228;ren Begriffen wie <a href="http://carta.info/37538/schleichwerbesumpf-in-der-blogger-szene/">Schleichwerbesumpf</a>, <a href="http://seo.de/5100/bloggergate-von-einem-der-auszog-einen-tsunami-zu-saen-und-der-ein-laues-luftchen-erntete/">Tsunami f&#252;r SEOler</a>, <a href="http://meedia.de/details-topstory/article/schleichwerbesumpf-in-der-blogger-szene_100032816.html?tx_ttnews[backPid]=911&#038;cHash=7eaf86ab56">Imageproblem f&#252;r Blogger</a>, <a href="http://www.amypink.com/2011/01/scandal-on-the-net-mobbed-up-blogs/">Knebelvertr&#228;gen</a> oder <a href="http://www.taz.de/1/netz/netzoekonomie/artikel/1/webspam-oder-kooperation/">Webspam</a>. Immerhin kann ich erfreut erkl&#228;ren, dass mein Blog auch Werbepl&#228;tze anbietet. Wer mag, darf die gerne anmieten, muss aber damit leben, dass dort &#8220;Werbung&#8221; dr&#252;ber steht. Damit w&#228;re der <a href="http://lumma.de/2011/01/27/bloggergate-was-sind-die-konsequenzen/">Trennung</a> von redaktioneller und vermarkteter Bereiche alles abverlangt, was man in Kleinbloghausen erwarten darf. Und das ist gut so. Doch auf der anderen Seite ist die Tatsache, dass zahlreiche Diskussionen und <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,742174,00.html">Ver&#246;ffentlichungen</a> zum Schleichwerbung-Skandal der deutschen Blogosph&#228;re herauskommen, gewiss von Vorteil f&#252;r die gesamte Szene. <strong>Wie jetzt, der Sumpf hat einen Vorteil?</strong></p>
<p>Gewiss muss man daf&#252;r den ganzen Spa&#223; einmal nicht aus Sicht der vermeintlich geprellten Blogbetreiber oder f&#252;r Recht und Ordnung einstehenden Kritiker betrachten. Die Gewinner sind ganz andere: <strong>Schlie&#223;lich erfreuen sich der Anbieter Onlinekosten.de und der Initiator Pallenberg derzeit einer erh&#246;hten Aufmerksamkeit</strong>. </p>
<p><strong>Wie hei&#223;t es noch so sch&#246;n?</strong> Die Medienpsychologie spricht typischerweise von &#8220;bad news are good news&#8221; &#8211; auch schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten. <strong>Die Blogger stehen dabei auf der Seite der Verlierer</strong>. Hingegen k&#246;nnen sich die etablierten Medien damit r&#252;hmen, frei von Schleichwerbung zu sein. Auf Dauer kann sich das ganze Thema wiederum positiv auf das Seitenranking auswirken, aber im Kern springen alle gr&#246;&#223;eren Medien jetzt auf den &#252;ber die Blogosph&#228;re gestarteten Zug auf und berichten intensiv zu dem Fall. Das initiale Wordgefecht zum vermeintlichen Skandal ist geradezu einladend, um einer breiten Masse erneut und eindrucksvoll zu zeigen, dass Blogger einfach keine journalistischen Medien sind. Dort trennt man schlie&#223;lich seit Jahr und Tag den redaktionellen Teil von werblichen Inhalten. </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/01/basic.png" class="center"></p>
<p>Wie bereits erw&#228;hnt &#8211; <strong>im Zentrum dieser ausf&#252;hrlichen Berichte stehen Pallenberg sowie die Betreiber von &#8220;Basic Thinking&#8221; und Onlinekosten.de</strong>. Was k&#228;me besser als proaktive Kommunikation zu dem Thema? Anstatt wie andere Unternehmen mit der juristischen Keule zu schwingen und die Journalisten zu ignorieren, gibt Onlinekosten entsprechende Interviews. In diesem Fall reagieren die Anbieter von Onlinekosten ziemlich clever. Auf der eigenen Seite kommt das Thema &#8220;Bloggergate&#8221; als eigene Stellungnahme nicht zur Diskussion, daf&#252;r schenkt man reichweitenstarken Medien die notwendigen Informationen, um das Thema zu besetzen. Zudem berichten die <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,741957,00.html">etablierten Medien</a> davon, dass der vermeintliche Skandal dem Initiator und seinem eigenen Blog wiederum eine hohe Aufmerksamkeit entgegen brachte. </p>
<p>Nicht ohne Grund darf &#8220;netbooknews.de&#8221; als Konkurrenzangebot zu &#8220;Basic Thinking&#8221; gewertet werden, und laut Spiegel Online plane Pallenberg mit dem noch geheimen Projekt &#8220;Techlounge&#8221; ein deutsches Konkurrenzangebot zum bekannten Branchenprimus <a href="http://www.techcrunch.com">Techcrunch</a>. K&#246;nnte dieser Tsunami-Skandal eine gewaltige Farce sein? Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. <strong>Public Relations bedeutet nicht nur &#214;ffentlichkeitsarbeit, sondern auch Meinungsbildung und im Idealfall die Gewinnung von F&#252;rsprechern.</strong> Ob diese Aktion letztendlich dem bevorstehenden Start dieses Projektes zu Gute tr&#228;gt, wird sich gewiss erst noch zeigen m&#252;ssen, doch schon jetzt ist aufgrund dieser Aufmerksamkeit das Eis d&#252;nn geworden.</p>
<p>Abschlie&#223;end frage ich meine Leser, ob Euch der kleine dezente Hinweis auf &#196;gypten am Anfang des Artikels aufgefallen ist? <strong>Viel dramatischer als ein paar SEO-Links wirkt sich doch die staatliche Abkopplung vom Internet in &#196;gypten aus!</strong> &#220;ber diesen <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,742101,00.html">politischen Skandal</a> und seine Auswirkungen auf Demokratie, Freiheit und Menschenleben sollte lieber eine Diskussion in den Blogs und Medien gef&#252;hrt werden. &#220;ber dieses Thema k&#246;nnten sich die deutschen Blogger auf internationalem Parkett behaupten und solidarisieren &#8211; aber scheinbar haben sie daran kein Interesse.</p>
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		<title>Journalismus vs. Dschungelcamp PR</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jan 2011 09:56:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In diesen Tagen werden sich so manche Menschen auf der S&#252;dhalbkugel fragen, ob sie nicht einfach doch laut br&#252;llen sollten: &#8220;Ich bin ein Star &#8211; Holt mich hier raus!&#8221; Schon w&#228;re die Tortur vorbei. Keine ekeligen Tiere und Insekten im Mund, kein Schleim und oder K&#228;nguruh-Eier zum Fr&#252;hst&#252;ck. Wenn aber die Gage aller Wahrscheinlichkeit nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesen Tagen werden sich so manche Menschen auf der S&#252;dhalbkugel fragen, ob sie nicht einfach doch laut br&#252;llen sollten: <strong>&#8220;Ich bin ein Star &#8211; Holt mich hier raus!&#8221; Schon w&#228;re die Tortur vorbei.</strong> Keine ekeligen Tiere und Insekten im Mund, kein Schleim und oder K&#228;nguruh-Eier zum Fr&#252;hst&#252;ck. Wenn aber die Gage aller Wahrscheinlichkeit nach erfolgsbasiert bezahlt wird, bleibt der Protagonist ein wenig l&#228;nger dabei und freut sich, nicht zu den Leidtragenden zu z&#228;hlen, die als auserw&#228;hlte Pr&#252;flingen sich zur Volksbelustigung begeben m&#252;ssen. Immerhin m&#252;ssen <a href="http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,740027,00.html">andere Prominente</a> sich nicht auf dieser B&#252;hne zur Schau stellen.</p>
<p>Dieser im Volksmund als &#8220;Dschungelcamp&#8221; bezeichnete TV-Event hat sich in den letzten Jahren zu einem der Erfolgsformate von RTL entwickelt. Scheinbar redet jeder dar&#252;ber und schaut sich gerne an, wenn sich am Anfang des Jahres eine Schar von auserw&#228;hlten Z-Promis mit Palmenwedeln in der &#214;ffentlichkeit zeigen. Ihr pers&#246;nlicher Seelenstriptease ist einfach zu perfekt inszeniert, als dass sich das Massenpublikum abwenden kann. <strong>Schadenfreude schadet bekanntlich dem TV-Zuschauer nie.</strong></p>
<p>Aufgrund der Zeitverschiebung von Australien zu Deutschland l&#228;uft das Dschungelcamp bei uns erst ab 22.15 Uhr im deutschen Fernsehen. Wer zu der Zeit lieber schl&#228;ft oder ein gutes Buch liest, also den irren Quatsch in der Flimmerkiste verpasst hat, muss sich in unserer Gesellschaft am Tage darauf f&#252;r ein Gespr&#228;ch mit den Arbeitskollegen oder so manchen Bekannten wappnen. <strong>Wie kann man das besser erledigen als durch die Berichterstattung in digitalen und gedruckten Medien?</strong> Dort steht doch immer das drin, was man wissen m&#246;chte. Der Spiegel zeigt das Spiegelbild der Gesellschaft, die Bild bildet die Gesellschaft, die Welt zeigt das Weltgeschehen und der Express ist einfach nur schnell. Entgegen der Erwartungshaltung in den K&#246;pfen vieler Leser, dass eine Nachricht direkt aus erster Quelle in die Medien gelangt, bescheinigt die Realit&#228;t jedoch etwas anderes. Die meisten Redaktionen nutzen f&#252;r viele Berichte ihre eigenen Informationskan&#228;le, um die Medien mit aktuellen Nachrichten zu bef&#252;llen. Schlie&#223;lich wird vor Ort in Downunder wohl kaum einer der hauseigenen Redakteure sitzen, um exklusive Berichte mit direkten Insiderinformationen f&#252;r das Blatt zu entwickeln. Neben den wenigen eigenen Geschichten liefern letztendlich Nachrichtenagenturen, Pressestellen, Insider und Branchenkenner den Journalisten die eigentlichen Informationen. Selbstverst&#228;ndlich kommt dabei eine Pressemeldung zu einem zeitlich und r&#228;umlich so weit entfernten TV-Event wie das Dschungelcamp mehr recht als schlecht.</p>
<p><a href="http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/ich-bin-ein-star.html"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/01/camp.jpg" alt="Screenshot von RTL.de zur Themenseite vom Dschungelcamp" title="Screenshot von RTL.de zur Themenseite vom Dschungelcamp" class="center"></a></p>
<p>Bereits am Wochenende fiel mir <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/dschungel-journalismus-aus-erster-hand/">ein kritischer Artikel von Stefan Niggemeier</a> auf, der sich mit einem kurzen, aber damit provokanten Artikel an diesem mittlerweile <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/schneewitschen-und-die-weltde-zwerge/">typischen Verhalten</a> von Redaktionen auseinander setzt. Gewiss ist die Kritik berechtigt, zumal die Pressemeldung von RTL neben einem redaktionellen Artikel der Welt wie eine 1:1-Kopie wirkt. <strong>Ein journalistischer Klon und ein voller Erfolg f&#252;r die PR,</strong> und damit ein gutes Ergebnis f&#252;r die PR-Abteilung von RTL. Dem Leser seines Blogartikels wird dabei jedoch nur <a href="http://www.express.de/news/promi-show/dschungel-camp/indira---mathieu-beim-dschungel-zahnarzt/-/2406/5599996/-/index.html">der plakative Aspekt</a> des leicht umgeschriebenen Kopierens vorgezeigt, w&#228;hrend die Hintergr&#252;nde f&#252;r eine solche PR-Berichterstattung im Verborgenen bleiben. Zugegeben, man muss nicht alles erl&#228;utern, daher versuche ich mich einfach jetzt daran. :)</p>
<p><strong>Warum kopieren Redaktionen teilweise direkt Pressemitteilungen?</strong><br />
Die Medienwelt hat durch die Digitalisierung eine starke Ver&#228;nderung s&#228;mtlicher Bedingungen im Journalismus erlebt. Vor zehn Jahren war es kein Thema, beispielsweise f&#252;r einige Stunden zur Recherche als Lokalredakteur am Ort des Geschehens sein. Oder man sprach direkt mit den Unternehmen, um an Daten, Fakten und Zahlen zu gelangen. Heute muss respektiert werden, dass die Redaktionen jetzt unter einem enormen Zeitdruck und Konkurrenzdruck leiden. Der <a href="http://www.welt.de/fernsehen/specials/dschungelcamp/article12156015/Dschungelcamp-startet-mit-Brechreiz-Pruefung.html">fragliche Artikel</a> wurde wohl weniger aus journalistischen Gr&#252;nden zur Meinungsbildung, sondern eher aufgrund der thematischen Relevanz im Zielpublikum eingefordert. Nat&#252;rlich nimmt ein Journalist in diesem Fall dankbar einen PR-Text auf, wenn solche detaillierten Schilderungen des mitunter ekeligen Geschehens mundgerecht aufbereitet sind. Damit wird leicht erreicht, dass sich der K&#228;ufer des Printerzeugnisses &#252;ber solche Themen zur Informationsabdeckung schnell erquicken kann. Andererseits bleibt am Ende des Tages wesentlich mehr Arbeitszeit &#252;brig, die f&#252;r relevante und investigative Geschichten genutzt werden kann. So hat der Leser noch mehr Vorteile beim Kauf eines solchen Printtitels respektive beim Lesekonsum des jeweiligen Online-Mediums. </p>
<p>Zur Meinungsbildung z&#228;hlt damit auch die ansatzweise Erkl&#228;rung der Herausforderungen von Journalisten, die sich in einer schnellebigen Nachrichtenwelt gegen eine gewaltige Informationsflut behaupten m&#252;ssen. Im Grunde genommen ist der kritische Bericht von Stefan Niggemeier sehr wertvoll f&#252;r die Medienlandschaft, unterschl&#228;gt jedoch die wom&#246;glich wahren Hintergr&#252;nde. Man sollte sich daran erinnern, dass Journalismus in der westlichen Welt von Anzeigen bei m&#246;glichst hohen Auflagen und Abverk&#228;ufen lebt. <strong>Je unattraktiver eine Publikation, desto eher besteht die Chance des Zeitungssterbens.</strong> Dies f&#252;hrt wiederum zu Entlassungen in den Redaktionen und angeschlossenen Abteilungen bis hin zur Einstellung des Printtitels. Darunter leidet zudem die unabh&#228;ngige Berichterstattung und Medienvielfalt. <strong>Aber diese Br&#252;cke vom PR-Text in einem redaktionellen Medium zu schlagen w&#228;re vielleicht genauso plakativ &#252;berzogen, wie die Kritik an dem Vorgehen insgesamt.</strong></p>
<p><strong>Und wenn wir bei plakativen Darstellungen sind:</strong> Falls zudem wirklich jemand daran glaubt, dass die Journalisten &#252;berhaupt Lust oder gar entsprechend Zeit h&#228;tten, sich diese Pr&#252;fungen im Fernsehen selbst anzusehen, sollte seinen eigenen Medienkonsum hinterfragen. Im Prinzip sollte sich auch jeder fragen, ob alles <a href="http://www.youtube.com/watch?v=tSTJbY96nUE">in dem Dschungel wirklich der Wahrheit</a> entspricht, aber der Zuschauer liebt solche Sendungen und schaltet ein. &#8220;That&#8217;s entertainment, baby!&#8221; :)</p>
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		<title>Welt Kompakt &#8211; eine deutsche Kampfansage gegen das Zeitungssterben?</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 19:42:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Springer]]></category>
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		<description><![CDATA[Gut zwei Wochen ist es her, seitdem die Welt Kompakt einem Relaunch unterzogen wurde. Nicht nur der klassische Print-Titel konnte sich der inhaltlichen Erweiterung und Umgestaltung der Themenschwerpunkte freuen, vor allem profitierte die deutsche Verlagsbranche von diesem k&#252;hnen Stunt des Axel Springer Verlags. Wer h&#228;tte es bis vor kurzem &#252;berhaupt f&#252;r m&#246;glich empfunden, dass eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gut zwei Wochen ist es her, seitdem die Welt Kompakt einem Relaunch unterzogen wurde. Nicht nur der klassische Print-Titel konnte sich der inhaltlichen Erweiterung und Umgestaltung der Themenschwerpunkte freuen, vor allem profitierte die deutsche Verlagsbranche von diesem k&#252;hnen Stunt des Axel Springer Verlags. Wer h&#228;tte es bis vor kurzem &#252;berhaupt f&#252;r m&#246;glich empfunden, dass eine gedruckte Zeitung die Freigeister der Netzkultur und Protagonisten der Social Media, der Digitalen Clique so begeistern konnte?</p>
<p>Das schaffte die Zeitung, indem sie sich so intensiv wie im Print nur m&#246;glich mit dem Internet und Social Media auseinander setzt. Dabei wird nicht nur ein eigenes Ressort zu dem Thema auf einer Doppelseite ablichtet. Vielmehr findet eine <a href="http://www.massenpublikum.de/blog/?p=1247">Vollintegration</a> von einer jederzeit bei <a href="http://facebook.com/weltkompakt">Facebook</a> und <a href="http://twitter.com/weltkompakt">Twitter</a> ansprechbaren Redaktion auf die Beine statt. Dieser Mut, etwas Neues zu probieren und sich trotz einiger Kritiker durchzusetzen, verdient Respekt und Anerkennung. </p>
<p>Auf einmal standen Promoter an den Ecken, die die Welt Kompakt verteilten. Im Flieger nach Berlin wurde sie mir bereitwillig ausgeh&#228;ndigt. Unz&#228;hlige Plakate mit verschiedenen Motiven zum Nachdenken finden sich als Teil dieser <a href="http://www.dorten.com/case/welt-kompakt">breit angelegten Kampagne</a> auch in K&#246;ln und vielen anderen St&#228;dten wieder. Auch der Besitzer vom kleinen Tabakladen in Ehrenfeld schw&#228;rmt von der Welt Kompakt und h&#228;ndigt sie mir schon fr&#246;hlich jeden Tag aus &#8211; und weist mich darauf hin, dass die doch am Vormittag gerne schnell vergriffen ist. Wieso zum Teufel hat man seit zwei Wochen nur die Welt Kompakt im Kopf?!</p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2009/11/welt-hund.jpg" class="center"></p>
<p><strong>Vielleicht deswegen, weil es ein einzigartiger und neuer Ansatz ist, um der Medienwelt in Deutschland mehr Leben einzuhauchen.</strong> Viele deutsche Verleger lamentieren seit einiger Zeit &#246;ffentlichkeitswirksam &#252;ber die d&#252;stere Zukunft ihres Metiers. Sie haben oft die zuk&#252;nftigen Trends verschlafen oder erst viel zu sp&#228;t reagiert. Man denke nur an das Abwandern der Anzeigenkunden mit ganzen Etats nur in den Online-Werbemarkt, oder das Versagen vom Print im aussichtslosen Kampf gegen den Tod der regionalen und lokalen Kleinanzeigenm&#228;rkte. Und die Verleger verlangen jetzt mit endlosen Pl&#228;doyers nach der Einf&#252;hrung von Leistungsschutzrechten f&#252;r ihre journalistischen Erzeugnisse. Im Internet muss guter Journalismus mit fundierten Recherchen, tiefgr&#252;ndigen Inhalten und objektiv qualitativen Aussagen gesch&#252;tzt werden. Keine Frage, dahinter stehe ich immer mit einem Bein. Doch mit dem anderen Bein stehe ich weit weg auf der anderen Seite. Denn wer seinen durchaus f&#252;r den Nutzer kostenfreien Online-Content, der sich ja bereits seit Jahrzehnten mit Werbung refinanziert, am liebsten &#252;ber Paid-Content als Gesch&#228;ftsmodell zur Monetarisierung des journalistischen Produkts refinanzieren m&#246;chte, und dann auch noch an staatliche Unterst&#252;tzung denkt, der hat nicht verstanden, dass der Nutzer l&#228;ngst die Macht in den H&#228;nden h&#228;lt.</p>
<p>Wir definieren durch unser Interesse und unsere Nachfrage genau die Inhalte, die wir von den einstigen Gatekeepern in journalistischer Aufbereitung zu lesen bekommen. Und die Meinung bilden mittlerweile einzelne Leuchtt&#252;rme im Netz, die eigenst&#228;ndige Individuen und keine ganzen Redaktionen sind. Wir bilden doch unsere Meinung jeden Tag, ein redaktionell gef&#252;hrtes Medium versucht sich so nah an der idealen Meinungsbildung f&#252;r die Masse heranzuwagen, wie nur m&#246;glich ist. Der einzelne Leser hat keinen direkten Einfluss auf das Produkt, was ihn am n&#228;chsten Morgen erwartet. Leserbriefe gab es ja schon immer, doch wie ist die n&#228;chste Stufe? Der Leserreporter oder der B&#252;rgerjournalist? Ohne zu viel Kompetenz aufzugeben, muss ein Verlag umdenken und neue Strukturen zur Kommunikation auf Augenh&#246;he mit seinen Lesern etablieren. <strong>Was liegt also n&#228;her, als den Nutzer, den Leser, den H&#246;rer, den Zuschauer, den Prosumenten als Individualisten in das klassische Produkt zu integrieren? </strong></p>
<p>Ein logischer Schluss, der meiner Meinung nach bei der Welt Kompakt sehr erfolgreich umgesetzt wurde. Was habe ich mich gefreut wie ein Schneek&#246;nig, als ich einmal mit meinem Kommentar &#252;ber Twitter und ein weiteres Mal &#252;ber Facebook den Weg in die gedruckte Welt Kompakt fand? Mein Bed&#252;rfnis der Anerkennung als Leser wurde endlich von einer Redaktion befriedigt, indem ich nicht nur als fremde Meinung eines Leserbriefs dargestellt wurde, sondern als integrierter Bestandteil auf zumindest der thematischen Doppelseite zu Internet und Social Media meinen Namen fand.</p>
<p>Auch ist das <strong>Engagement vieler Redakteure und Journalisten der Welt Kompakt bei Twitter</strong> sehr reizvoll. Nicht jeder von ihnen nutzt Microblogging regelm&#228;&#223;ig, doch man findet Kontakt und Dialog mit ihnen. Etwas, was nicht nur den PRler in mir freut, sondern mich einfach begeistert. Viele andere Journalisten in Deutschland, wenn wir mal die urtypischen K&#246;pfe der Bloggerszene und diejenigen aus dem Bauch von Social Media heraus ignorieren, verstehen noch nicht einmal, dass der Dialog mit den Lesern auch au&#223;erhalb des eigenen Blattes stattfinden kann. Wow, was also will man mehr?</p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2009/11/welt-foto.jpg" class="center"></p>
<p>Eigentlich alles. Da reicht die Welt Kompakt einem den kleinen Finger, und man m&#246;chte gleich den ganzen Arm vor Begeisterung abrei&#223;en. Ja, am liebsten w&#252;rde ich selbst einen meiner Artikel, sofern sie auch einen thematischen Bezug zum Blatt oder inhaltlichen Nutzwert f&#252;r den typischen Leser bieten, in der Welt Kompakt wiederfinden. Nicht als einfache Kopie meines gebloggten Wortes, sondern als legitimierter Gastautor vielleicht. Oder als lokaler Berichterstatter f&#252;r den neuen Lokalteil &#252;ber K&#246;ln agieren. Im Prinzip m&#246;chte man als Leser doch das realisieren, wodurch einen die digitalen B&#252;rgerzeitungen im Netz bereits im Ansatz bef&#228;higte, nur in Form einer &#252;bersprungenen Barriere zwischen digitaler Kluft und gedrucktem Wort. Traumvorstellung? Wenn die Welt Kompakt, zumindest wie <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2009/11/breaking-news-welt-kompakt-relaunch-mit-social-media/">Thomas Kn&#252;wer</a> es schrieb, auch Blogartikel abdruckt (hoffentlich nur nach Nachfrage und lizenzrechtlicher Genehmigung), w&#228;re das doch mal ein interessanter Aspekt.</p>
<p>Fast zwei Wochen brauchte ich, um mir meine Gedanken zu dem Neustart der Welt Kompakt zusammen zu reimen. Nebenbei verga&#223; ich auch das Bloggen, denn ich las sehr gerne die gedruckten Artikel, was auch meine private Freizeit limitierte. Das Thema wurde bereits sehr oft auf Twitter, in zahlreichen Blogs und in diversen Fachmagazinen der Medienbranche breit getreten. Bringt es also heute noch, eine Blattkritik zu dem Thema zu ver&#246;ffentlichen? Ohne das Kauderwelsch von vielen Kollegen zu wiederholen: Ja, man kann es sich erlauben, dazu etwas zu schreiben. Ich bin stolz auf das Produkt, was ich jeden Morgen in H&#228;nden halten darf. Als reger Leser, der selbst seine Wurzeln in der Zeitungslandschaft sieht, habe ich seit dem Relaunch der Welt Kompakt wieder unglaublichen Gefallen an der Tagespresse gefunden, nachdem ich f&#252;r fast f&#252;nf Jahre keinen Pfennig, ja keinen Cent, f&#252;r die morgendliche Zeitungslekt&#252;re ausgab. Hut ab f&#252;r das Wagnis, dem totgesagten Print neues Leben einzuhauchen und so intensiv die digitalen Kommunikationsmittel von Twitter, Facebook, Blogs und den Zeitgeist von Social Media in eine gedruckte Publikation zu integrieren. Das darf ich begeistert behaupten &#8211; und nein, von der Redaktion wurde ich nicht f&#252;r diesen Artikel geschmiert. :)</p>
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		<title>Jetzt w&#228;re Spiegel Online fast perfekt&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 06:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn ich solche Videos sehe, in denen Frau von der Leyen und manch andere Lokalpolitiker auf die Pressefreiheit &#8220;verzichten&#8221;, h&#246;rt bei mir das Verst&#228;ndnis f&#252;r solche Gebahren auf. Lest bitte eurer Grundgesetz, in dem die Pressefreiheit in Deutschland fest verankert ist. Aber egal, wenn&#8217;s einem nicht passt, braucht man sich nicht darum scheren, nicht wahr? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich <a href="http://www.spiegel.de/video/video-1017806.html">solche Videos</a> sehe, in denen Frau von der Leyen und manch andere Lokalpolitiker auf die Pressefreiheit &#8220;verzichten&#8221;, h&#246;rt bei mir das Verst&#228;ndnis f&#252;r solche Gebahren auf. Lest bitte eurer Grundgesetz, in dem die Pressefreiheit in Deutschland fest verankert ist. Aber egal, wenn&#8217;s einem nicht passt, braucht man sich nicht darum scheren, nicht wahr?</p>
<p>Daher danke ich dem Team von Spiegel TV f&#252;r diesen kostbaren Beitrag. Nun kann ich die Sendung am Sonntag um 22.25 Uhr bei RTL kaum noch erwarten.</p>
<p>Wenn die Kollegen von Spiegel Online die mittlerweile &#252;ber <a href="http://rivva.de/http://www.spiegel.de/video/video-1017806.html">570 Retweets</a> bei Rivva noch in euer neues Content-Management-System als Hinweis oder in Form eines Rankings integriert, w&#228;rt ihr wirklich einzigartig mit eurem Relaunch, der ja bereits in den einschl&#228;gigen Medien kritisiert und hochgelobt wurde. Das g&#228;be diesem Video und nat&#252;rlich jedem anderen Artikel noch eine sehr pr&#228;gende W&#252;rze.</p>
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		<title>Leistungsschutzrechte f&#252;r Qualit&#228;tsjournalismus</title>
		<link>http://mikeschnoor.com/2009/06/30/leistungsschutzrechte-fuer-qualitaetsjournalismus/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 12:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Steckt der Journalismus, ja vielmehr der Qualit&#228;tsjournalismus in Deutschland, in einer Krise? Nahezu regelm&#228;&#223;ig liest man in einschl&#228;gigen Publikationen &#252;ber dieses Thema. Was sich in unseren Landen f&#252;r den Leser, den Rezipienten und Konsumenten dieser Publikationen, langsam aber sicher zu einem Trauerspiel entwickelt, scheint unaufhaltsam zu sein. Diverse Verlagstitel k&#246;nnen sich nicht mehr mit ihren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Steckt der Journalismus, ja vielmehr der Qualit&#228;tsjournalismus in Deutschland, in einer Krise? Nahezu regelm&#228;&#223;ig liest man in einschl&#228;gigen Publikationen &#252;ber dieses Thema. Was sich in unseren Landen f&#252;r den Leser, den Rezipienten und Konsumenten dieser Publikationen, langsam aber sicher zu einem Trauerspiel entwickelt, scheint unaufhaltsam zu sein. Diverse Verlagstitel k&#246;nnen sich nicht mehr mit ihren Publikationen r&#252;hmen, im <strong>Visier stehen digitale Medien </strong>und nat&#252;rlich Social Media.</p>
<p>Wie Ulrike Langer bereits treffend <a href="http://medialdigital.de/2009/06/24/wirtschaftsprufer-rat-verlagen-konsolidieren-spezialisieren-oder-sterben-gehen/">in ihrer Analyse</a> formuliert hat, m&#252;ssen sich Verlage auf ihre Kernkompetenzen zur&#252;ckbesinnen: Lokales, Analysen und Berichte. Vor allem steht hier die Nachhaltigkeit der Publikation im Vordergrund. Die Bindung der Leser an die Nachrichten und Informationen, die aus der eigenen Feder mit qualitativer Tinte publiziert werden, ist in der Zeit des Zeitungssterbens die einzige Chance des &#220;berlebens. Austauschbare und <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/geht-sterben-7/">&#252;berall wiederzufindene Nachrichten</a> sind in der digitalen Informationswelt kaum den Aufwand wert. Qualit&#228;tsjournalismus sollte keinesfalls durch den Angriff auf die &#8220;Kostenloskultur&#8221; im Internet sein Feuer entfachen, sondern durch die Prinzipien des Journalismus gewahrt und gesichert werden. Premiumangebote sind dabei gewiss hilfreich, eine Leistungsschutzabgabe und Zugriffsverhinderung auf das journalistische Angebot jedoch w&#252;rde die eigenen <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/kein-kommentar-dafuer-viel-werbung/">Werbeeinnahmen auf den Online-Angeboten</a> der Verlage schm&#228;lern. Da kommt der Gedanke nahe, dass man den neuen <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2155">digitalen Erzfeind des Printmarktes</a> am liebsten <a href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/showRSS.php?id=85318">zur Zwangsabgabe</a> verpflichten m&#246;chte. Ich respektiere den Verleger, <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E5A9CAF508685453EB782013BE79E9C91~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Herrn Dr. Hubert Burda</a>, f&#252;r seine unerm&#252;tliche Leistung in der deutschen und internationalen Verlagslandschaft. Doch eine Aussage wie diese ist im digitalen Zeitalter sehr tiefgreifend:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Wer die Leistung anderer kommerziell nutzt, muss daf&#252;r bezahlen. Dieses &#246;konomische Grundprinzip muss auch im digitalen Zeitalter mit seiner &#8216;Link-&#214;konomie&#8217; gelten.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Nehmen wir den <strong>Casus Knacktus der Konstellation &#8220;Verlagshaus vs. Suchmaschine&#8221;</strong> auseinander. Was t&#228;te ein Verleger, wenn auf den Seiten der jeweiligen Online-Angebote der referentielle Hinweis f&#252;r die Suchmaschine hinterlegt ist, genau diese Inhalte nicht zu indizieren? Die Suchmaschine w&#252;rde diesen technischen Wunsch, dieses bindende Verlangen eines Rechteinhabers, sofort respektieren und automatisiert die Publikation des Verlages aus dem Index entfernen. &#220;ber Nacht w&#252;rde ein Verlag s&#228;mtliche Titel zumindest gesch&#252;tzt vor der &#8220;Kostenloskultur&#8221; der Suchmaschinen publizieren k&#246;nnen. Doch genau in diesem Fall w&#228;re ein Genickbruch des jeweiligen Online-Angebots unausweichlich. Werbeeinnahmen gehen gegen Null, da die Besucher &#252;ber die Suchmaschinen kurzerhand auf andere Publikationen zugreifen werden, sollten die Inhalte eines Verlagshauses aus dem Suchindex verschwinden. Anstatt also auf ein Leistungsschutzrecht f&#252;r den Qualit&#228;tsjournalismus zu setzen, spricht also schon jetzt etwas an eine Beteiligung der Suchmaschinen an den jeweiligen Werbeeinnahmen, die von den Besuchern, die &#252;ber die Suchmaschine auf die Online-Publikation kommen, generiert werden. <strong>Hier tut sich ein Teufelskreis f&#252;r die Verleger auf.</strong> Verpflichten wir Suchmaschinen wie Google mit der n&#246;tigen Portion an Lobbyismus in Deutschland zu &#252;berforderten Zwangsabgaben, oder honoriert man vielmehr den Suchgiganten an den Werbeeinnahmen, die durch den Besucherstrom von Suchmaschine zur Online-Publikation generiert werden?</p>
<p><strong>Update:</strong> <a href="http://www.heise.de/newsticker/Verleger-fordern-Schutz-vor-und-Geld-von-Suchmaschinen--/meldung/141320/">Heise</a> brachte eine entsprechende Meldung und auch andere Autoren haben mittlerweile das Thema aufgegriffen. Es liest sich einiges beim <a href="http://www.fischmarkt.de/2009/06/burdas_teilungsproblem.html">Fischmarkt</a>, <a href="http://www.davidp.de/2009/06/30/hubert-burda-das-netz-und-die-medien/">davidp</a>, <a href="http://www.internetmarketing-news.de/2009/06/30/hubert-burda-vs-google/">imm</a>, <a href="http://kaliban.de/2009/06/ach-die-verleger/">kaliban</a>, <a href="http://wortvogel.de/?p=7141">Wortvogel</a>, <a href="http://rz.koepke.net/?p=3224">Reizzentrum</a>, <a href="http://www.compyblog.de/archives/2971-fordern-geht-immer.html">Compyblog</a> und bei <a href="http://wirres.net/article/articleview/5248/1/6/">Felix</a>. Da sind wir doch mal auf den morgigen Mittwoch gespannt, was das Netz so fl&#252;stern wird&#8230;</p>
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		<title>Gibt es die Wunsch-PR mit Journalisten und Bloggern im Verteiler?</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 10:47:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eines der wichtigsten Herzst&#252;cke der Pressearbeit ist und bleibt der Verteiler. Die Wichtigkeit der individuellen Erstellung und regelm&#228;&#223;ige Pflege von Verteilern m&#252;ssen PRler sich immer wieder vor Augen f&#252;hren. Meist f&#228;llt diese Aufgabe unter den Tisch, auch ich stelle nach einigen Wochen immer wieder fest, dass die Verteilerpflege nicht au&#223;er Acht gelassen werden darf. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eines der wichtigsten <strong>Herzst&#252;cke der Pressearbeit</strong> ist und bleibt der Verteiler. Die Wichtigkeit der individuellen Erstellung und regelm&#228;&#223;ige Pflege von Verteilern m&#252;ssen PRler sich immer wieder vor Augen f&#252;hren. Meist f&#228;llt diese Aufgabe unter den Tisch, auch ich stelle nach einigen Wochen immer wieder fest, dass die Verteilerpflege nicht au&#223;er Acht gelassen werden darf. Im Prinzip ist dies ein Kardinalfehler, bei dem sich jeder am eigenen Ohr ziehen darf. Doch am Ohr ziehen ist nur eine M&#246;glichkeit, sich selbst rechtschaffend mit dem Thema auseinander zu setzen. Pressearbeit wird immer moderner, wir m&#252;ssen uns auch mit einem Verteiler besch&#228;ftigen, der mehr als nur gut ist. Er muss Journalisten und Bloggern gerecht werden. Doch kann man beide Arten strikt trennen oder m&#252;ssen die Informationen f&#252;r beide Arten der Ver&#246;ffentlichung gemischt werden?</p>
<p>Mit einem guten Verteiler erreicht die Pressearbeit seine Ziele. Alle und wirklich alle Medien sind hier vollst&#228;ndig aufgelistet, die f&#252;r die eigenen Themen der Pressearbeit in Frage kommen. Neben den zentralen Kontaktdaten sind auch Informationen &#252;ber Erscheinungsweise und Reichweite essentiell. Die vollst&#228;ndigen Kontaktdaten der einzelnen Redakteure und Journalisten runden den Verteiler &#252;ber alle Mediengattungen wie TV, Print, Online, Radio <strong>und mittlerweile Social Media</strong> ab. Social Media is the key &#8211; so sagt man zumindest. W&#228;re die Welt doch so einfach, sich nach den W&#252;nschen der einzelnen Menschen zu offenbaren, dann h&#228;tten wir ein wundersch&#246;nes Szenario f&#252;r Public Relations gefunden. Jeder potentielle Kontakt zu Journalisten, Kommunikatoren und Medien w&#252;rde sich bereitwillig dazu erkl&#228;ren, Presseinformationen regelm&#228;&#223;ig wohl dosiert per E-Mail zu empfangen. Doch wir sind hier ja nicht bei &#8220;W&#252;nsch Dir was&#8221;, denn die Realit&#228;t sieht anders aus: objektiv nachforschen, freundlich nachfragen, bewusst nachbohren, sinnvoll nachrecherchieren bis ein Verteiler up-to-date ist. Diese Arbeit f&#228;llt leicht, aber sie raubt die Zeit. Und vor allem im Umfeld von Social Media ist hier kein traditionelles Vorgehen gefragt.</p>
<p><strong>Wie k&#246;nnen Redaktionen die Public Relations Manager dieser Welt erleichtern?</strong> Einige sehr online-affine Redaktionen nutzen zentrale Sammeladressen und Verteilersysteme, um alle Redakteure mit Presseinformationen zu versorgen. Vor allem setzen kleine bis mittelgro&#223;e Online-Angebote auf diese Option. Nat&#252;rlich f&#228;llt bei zentralen Sammeladressen viel unter den Tisch, doch erleichtert diese interne Struktur der Redaktionen wiederum die regelm&#228;&#223;ige Recherche. Wenn einige Kontakte mit direkten E-Mail-Adressen die Position oder den Arbeitgeber wechseln, kommt oft eine ewige Abwesenheitsnotiz, ein Bounce oder der Hinweis, dass man die redaktionelle Arbeit auf andere Bereiche verlagert hat. Manchmal wird man noch nicht einmal benachrichtigt und stellt bei der regelm&#228;&#223;igen Pflege des Verteilers &#252;berraschend fest, dass der Kontakt seit einiger Zeit im Nirvana verschwunden war. Im schlimmsten Fall m&#246;chten Kontakte die Presseinformationen &#252;berhaupt nicht haben, weil schon gen&#252;gend Informationen &#252;ber bezahlte Verteilersysteme wie <a href="http://www.ots.de">ots/newsaktuell</a> oder <a href="http://www.press1.de">press1</a> das Postfach zum &#220;berlaufen bringen. Agenturen wie dpa oder Reuters jagen in Deutschland unz&#228;hlige Meldungen &#252;ber ihre Redaktionsterminals, internationale Kommunikations- und Presseagenturen versorgen weltweit die Journalisten mit inhaltlich interessanten, aber oftmals schlecht &#252;bersetzten Texten. Von den <a href="http://mikeschnoor.com/2008/11/02/pressemeldungen-kostenlos-veroeffentlichen/">kostenlosen Diensten</a> eine Pressemitteilung zu ver&#246;ffentlichen mal abgesehen, birgt vor allem Online-PR im Umfeld von Social Media viele Chancen und Potentiale, aber auch unglaublich viele Risiken.</p>
<p><strong>Wie war das nochmal mit den Bloggern?</strong> Wie kann man nur im Umfeld der Social Media insbesondere den individuellen Anforderungen eines Bloggers gerecht werden? Vor einiger Zeit schrieb ich in 2007 hierzu einen <a href="http://mikeschnoor.com/2007/06/25/howto-pr-mit-bloggern/">l&#228;ngeren Artikel</a>, der im Netz positiven Anklang erhielt. In der Praxis er&#252;brigte sich jedoch mittlerweile die Ansprache von Bloggern. Sind wir doch einmal ehrlich zueinander: <strong>Blogger sind keine Redakteure, sie sind einfach anders.</strong> Das ist auch gut so. Ich selbst sp&#252;re es am eigenen Leib. Ganz pers&#246;nlich reagiere ich kaum auf fremde Presseinformationen, die mir f&#252;r mein Blog zur Ver&#246;ffentlichung zugespielt werden. Ich schaue mich gegebenenfalls interessiert auf den jeweiligen Angeboten um, habe aber kaum Zeit einen Artikel zu schreiben &#8211; selbst wenn ich es wollte. Vielleicht liegt es auch an den Themen, mit denen man als Blogger versorgt wird. In der Regel sind diese den Themen der klassischen PR gleichzusetzen. Viele Pressemeldungen behandeln dar&#252;ber hinaus die Dinge, die nicht zu meinen pers&#246;nlich pr&#228;ferierten Themenfeldern passen. Social Media, Web 2.0, Public Relations, Medien, Marketing und die Blogkultur sind f&#252;r mich relevant. Andere Blogger sind vielleicht die Crème de la crème der <a href="http://deutscheblogcharts.de">Deutschen Blogcharts</a> oder <a href="http://www.lesercharts.de">Lesercharts</a>, doch selten sind sie f&#252;r PR-Themen offen &#8211; au&#223;er es handelt sich um Journalisten und Fachleute, die das jeweilige Blog betreiben.  Und ich spreche aus Erfahrung: <strong>Einen Blogger zielgerecht mit Informationen zu versorgen &#228;hnelt mittlerweile der Sysiphos-Arbeit.</strong></p>
<p>Die Branche meint immer &#246;fters zu vermelden, dass unz&#228;hlige Blogger auf hei&#223;e Informationen und Neuigkeiten wissbegierig warten. <strong>Welche Blogger sind denn so hei&#223; auf Presseinfos?</strong> Im Grunde genommen sind es doch gar nicht so viele. Meist handelt es sich um virale Aktionen, die bei Bloggern Anklang finden. &#220;ber diese Themen wird berichtet. Oder &#252;ber schmuddellige Aff&#228;ren und Schlammschlachten, die auf Kosten von anderen ausgetragen werden. Selbst ich gestehe, dass ich daran des&#246;fteren Interesse habe. Das ist auch gut so, doch einen positiven Effekt der PR-Arbeit mit Bloggern l&#228;sst sich kaum messen. Wenn man die Blogosph&#228;re analysiert, stellt man dies ern&#252;chternd fest. Au&#223;erdem kommunizieren viele Blogger nicht eindeutig, ob Sie Presseinformationen &#252;berhaupt per E-Mail erhalten m&#246;chten oder nicht. Die Kontaktaufnahme &#252;ber Verteilerlisten wird dann durch fehlende E-Mail-Adressen erschwert. Im Idealfall landet man mit seinen Pressetexten auf einer Blacklist oder wird generell bei Webmail-Providern ohne das eigene Zutun in einen Junk- oder Unbekannt-Ordner verschoben. In dem Fall liebe ich Verteiler ganz au&#223;erordentlich und komme mir manches Mal vor wie ein Spammer. Im Grunde genommen ist es nur eine Gradwanderung zwischen Spamming und dem Versand von Presseinformationen. Man schreibt eine Vielzahl von Kontakten an und hofft auf Ver&#246;ffentlichung. Blogger sind dar&#252;ber hinaus wesentlich reizempfindlicher als Journalisten.</p>
<p>Festzuhalten bleibt, dass selbst der aktuellste Verteiler prim&#228;r dazu dienen wird, die Kontakte zu Journalisten zu erfassen und zu pflegen. Hiermit kann man seit Jahren punkten. Blogger sind dabei nicht gut aufgehoben. Blogger &#252;ber pers&#246;nliche Anschreiben oder &#252;ber Verteiler sind kaum zu erreichen. Nun frage ich mich nat&#252;rlich, ob ich der einzige im Bunde bin, der die Welt der PR im Umfeld von Social Media so sieht&#8230; was meinen denn die lieben Leser hierzu? Ist das ein wenig &#8220;Wunsch-PR&#8221;, wie ich im Titel schrieb? Oder kann man doch den Grad zwischen Public Relations und Social Media Relations wandern, und alle Seiten gleicherma&#223;en mit Presseinformationen zu bedienen? Ein Tipp am Rande noch: <strong>Old-School ist wieder in.</strong> Ich werde eine ganze Masse an potentiellen Kontakten pers&#246;nlich per Mail und/oder Telefon anfragen. Dieser Aufwand gleicht einer Sysiphos-Arbeit, die einen qualitativen Super-Verteiler im Ergebnis tragen wird. :)</p>
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		<title>Journalismus &#8211; Eine Recherche</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 09:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
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		<category><![CDATA[Recherche]]></category>

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		<description><![CDATA[Zeitmangel, Geldmangel, vielleicht die Finanzkrise&#8230; Ach, h&#246;ren wir doch auf damit, alles mit der Finanzkrise zu begr&#252;nden. Wir wissen alle, dass der Journalismus unter Druck steht. Wenn Leute wie ich im Internet ein eigenes Online-Magazin mit einem Weblog erstellen k&#246;nnen, kommen die gro&#223;en und kleinen Anbieter oft in die Bedrullie. Fachinformationen frei im Internet ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zeitmangel, Geldmangel, vielleicht die Finanzkrise&#8230; Ach, h&#246;ren wir doch auf damit, alles mit der Finanzkrise zu begr&#252;nden. Wir wissen alle, dass der Journalismus unter Druck steht. Wenn Leute wie ich im Internet ein eigenes Online-Magazin mit einem Weblog erstellen k&#246;nnen, kommen die gro&#223;en und kleinen Anbieter oft in die Bedrullie. Fachinformationen frei im Internet ohne Bindung an die Leserzielgruppen. Blogs im Aufschwung &#8211; mag man ja dann oft rufen. </p>
<p>Doch es erschreckt mich sehr, dass ich als aufmerksamer Leser von diversen (Online-)Publikationen gravierende Fehler in den Texten erkennen muss. Im Gegensatz zu anderen Zeitgenossen greife ich gerne zum Telefonh&#246;rer und lasse mich zum entsprechenden Redakteur durchstellen. Nach einem Hinweis auf den Fehler wird oftmals in kurzer Zeit korrigiert. </p>
<p>In der letzten Woche konnte ich einen ganzen Artikel aus der Mediathek einer &#246;ffentlich-rechtlichen Sendeanstalt nur durch einen Anruf entfernen lassen, der inhaltlich v&#246;llig falsch war. Online ist der Artikel selbst in einer Abwandlung nicht mehr zu sehen. Heute rief ich bei einem Online-Magazin f&#252;r elektronische Kommerzialisierung an und berichtete &#252;ber eine Fehlinterpretation eines Comscore-Rankings. Die Fehlinterpretation wurde daraufhin verschlechtert, in dem der falsche Teil belassen und der richtige Satz gek&#252;rzt wurde. Ich verliere ein wenig das Grundvertrauen in den Journalismus.</p>
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		<title>Warum wir Mails ins Netz stellen?</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 15:06:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>

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		<description><![CDATA[Angeregt durch den aktuellene Fall rund um das Problem mit seri&#246;sem Journalismus in Deutschland stelle ich mit Besorgnis fest, dass trotz der Relevanz des Blogeintrags von Peter Glaser eines irgendwie sauer aufst&#246;&#223;t. Warum ver&#246;ffentlicht Herr Glaser eigentlich die E-Mails ohne es zu anonymisieren? Klar, eine anonyme Ver&#246;ffentlichung macht die Story nicht zum Scoop des Tages. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angeregt durch den aktuellene Fall rund um das <a href="http://mikeschnoor.com/2008/08/13/die-welt-ist-ein-journalismus/">Problem mit seri&#246;sem Journalismus</a> in Deutschland stelle ich mit Besorgnis fest, dass trotz der Relevanz des <a href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?p=108">Blogeintrags von Peter Glaser</a> eines irgendwie sauer aufst&#246;&#223;t. Warum ver&#246;ffentlicht Herr Glaser eigentlich die E-Mails ohne es zu anonymisieren? Klar, eine anonyme Ver&#246;ffentlichung macht die Story nicht zum Scoop des Tages. Dennoch f&#252;hle ich mich unwohl bei dem Gedanken, dass man ohne nachzufragen die E-Mails einfach so ver&#246;ffentlicht.</p>
<p>Generell spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, dass man Spammails oder Newsletter oder sonstige Sachen im Sinne des Zitatsrechts ver&#246;ffentlicht. Ich bin selbst so einer, der ganz oft den Spam ver&#246;ffentlicht und kritisiert hat. Das in diesem Fall abgeleitete Bashing muss jedoch nicht sein und sollte selbst f&#252;r Herrn Glaser einem Fauxpas gleichkommen. Pfui. Das geh&#246;rt sich eigentlich nicht f&#252;r Blogger, sondern ist irgendwie doch ein etwas arrogantes Auftreten als Reaktion auf die urspr&#252;nglich entgegengebrachte Arroganz. Aber was soll&#8217;s &#8211; let the battle begin. Fight &#8217;til the end and cause havoc and riots within the German Blogosfear. :)</p>
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		<title>Die Welt ist ein Journalismus</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 09:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und keine Google. Selbst wenn sich Marco Dettweiler und Peter Glaser mittlerweile &#246;ffentlich gegeneinander aufstraucheln und das Thema in der Blogosph&#228;re einen H&#246;henflug erlebt, dreht sich alles doch nur um eines: Wer hat Recht? H&#228;tte ich &#8220;Die Welt ist eine Google&#8221; verwendet, w&#228;re ich sicherlich nicht als erstes auf der Suche nach einem potentiellen Zitatgeber. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und keine Google. Selbst wenn sich <a href="http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~E9A214E12792146F696DE4EE346DED356~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed">Marco Dettweiler</a> und <a href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?p=108">Peter Glaser</a> mittlerweile &#246;ffentlich gegeneinander aufstraucheln und das Thema in der Blogosph&#228;re einen H&#246;henflug erlebt, dreht sich alles doch nur um eines: Wer hat Recht? </p>
<p>H&#228;tte ich &#8220;Die Welt ist eine Google&#8221; verwendet, w&#228;re ich sicherlich nicht als erstes auf der Suche nach einem potentiellen Zitatgeber. Ber&#252;hmte Zitate ja &#8211; f&#252;r alles andere bin ich eher nicht derjenige, der beim privaten Schreiben auf die Blumen anderer Autoren pinkelt. Aber in meiner Situation w&#228;re ich sicherlich nicht so rechthaberisch wie in der E-Mail auf die Anfrage nach Zitatskonformit&#228;t. So wie es von Herrn Dettweiler r&#252;ber kam, hat er durchaus mit einer Note an Arroganz reagiert. Dennoch eine sehr spannende Lage der Nation &#8211; <strong>Die Welt ist ein Journalismus</strong>. Ist dieser Journalismus aber seri&#246;s genug, oder kl&#228;rt sich das durch das gegenseitige Bashing?</p>
<p>Immerhin gibt es f&#252;r die Stuttgarter Zeitung jetzt ein wenig Blog-PR, denn das ist ein Thema, was jeder aufgreifen will. :)</p>
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		<title>Der Spiegel mit Blogneurose</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 19:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Gut Ding will Weile haben. Nach Jahren wird in einem der deutschen Vorzeige-Zeitschriftentitel &#252;ber Blogger auf mehreren Seiten geschrieben. Nicht &#252;ber den Internet-Artikel, sondern direkt durch den Kauf der Zeitschrift stie&#223; ich auf das j&#252;ngste Machwerk unserer deutschen Medienlandschaft. Es hat mich jedoch nicht &#252;berzeugt. Anstatt sich mit der Ver&#228;nderung der Medienlandschaft auseinander zu setzen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gut Ding will Weile haben. Nach Jahren wird in einem der deutschen Vorzeige-Zeitschriftentitel &#252;ber Blogger auf mehreren Seiten geschrieben. Nicht &#252;ber den <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,567038,00.html">Internet-Artikel</a>, sondern direkt durch den Kauf der Zeitschrift stie&#223; ich auf das j&#252;ngste Machwerk unserer deutschen Medienlandschaft. Es hat mich jedoch nicht &#252;berzeugt. Anstatt sich mit der Ver&#228;nderung der Medienlandschaft auseinander zu setzen, wird vielmehr der Blogger als individualistisches Ego dargestellt. Was in den USA aufgrund einer unertr&#228;glich genialen Auffasungsmentalit&#228;t der digitalen Bohéme funktioniert, ist und bleibt ein Problem der Blogkultur in Deutschland.</p>
<p>Wir schaffen es in unseren Breiten nicht, &#252;ber den Tellerrand zu blicken und unsere medialen Momentaufnahmen in stilistische Erg&#252;sse zu wandeln. Insbesondere die Banalisierung der Inhalte ist ein deutsches Ph&#228;nomen, was sich die amerikanische Blogosph&#228;re bisher auf ihrem Erfolgskurs nicht angetan hat. Die Meinungsfreiheit ist dr&#252;ben einfach h&#246;her gesch&#228;tzt und hier nur bei Bedr&#228;ngnis ein Leuchtturm im d&#252;steren Fahrwasser. <strong>Kein Wunder also, wenn hier kein Schwein die Blogs verfolgt</strong> &#8211; mit Ausnahme von Bloggern, Journalisten und medienaffinen Denkern. Wir haben keine Nicht-Geeky und Nicht-Bloggy Leser, die regelm&#228;&#223;ig tagt&#228;glich durch einen Blogger auf dem Laufenden gehalten werden wollen. Nur unsereins befl&#252;gelt sich selbst durch den Exzess der Blogkultur.</p>
<p>Erst k&#252;rzlich stellte ich fremden Menschen in der U-Bahn die Frage nach dem Bildblog. Keiner kannte es. Spreeblick? Fehlanzeige. Spiegelfechter &#8211; w&#228;re das eine neue Sportart? Der Vollst&#228;ndigkeit halber: Robert Basic kannte auch niemand &#8211; mich selbst konnte auch keiner so richtig zuordnen. Was den deutschen Blogs fehlt sind nicht eigene Themen, politische Eskapaden oder versch&#228;rfte Meinungsbildung und journalistische Recherche, sondern nur eines: <strong>Die Leser m&#252;ssen her!</strong></p>
<p>Und solange sich die deutschen Onlinenutzer nicht um die durchaus pers&#246;nlichen Belange ihrer Mitmenschen &#252;ber Weblogs annehmen, wird auch nicht viel passieren, als dass ein paar tausend Leser (gemessen an Unique Usern im Monat) durch die Blogosph&#228;re rauschen. Meine Mutter, meine Tante, meine Gro&#223;mutter, meine Cousine, mein Cousin &#8211; zwar sind einige davon nicht im Internet, aber selbst diejenigen, die sich im Netz tummeln, nutzen doch eher StudiVZ anstatt sich mit Blogs zu besch&#228;ftigen.</p>
<p><strong>Nachtrag vom 22. Juli 2008</strong>: Der Ehre halber muss ich nach Lesen dieses <a href="http://www.kubitz.net/web-20/na-ja-seien-wir-ehrlich-der-spiegel-hat-recht/">Artikels von Olaf</a> festhalten, dass meine Ehefrau nat&#252;rlich hochgradig netzaffin ist. Au&#223;erdem hat meine Tochter schon eine eigene Domain. Einige weitere Leseperlen m&#246;chte ich nat&#252;rlich zum SPIEGEL-Thema auch verlinken: <a href="http://www.coffeeandtv.de/2008/07/20/selbstbezogen-und-unprofessionell/">Lukas Heinser</a>, <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/07/21/es-ist-die-methode-nicht-der-inhalt/">Sven Ke&#223;en</a>, <a href="http://www.kubitz.net/web-20/na-ja-seien-wir-ehrlich-der-spiegel-hat-recht/">Erich Kubitz</a>, <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/374/beta-journalisten-und-beta-blogger">Jens Berger</a> oder <a href="http://blog.netplanet.org/2008/07/21/der-arme-alte-mann-wieder/">Besim Karadeniz</a> &#8211; um nur einige Beispiele zu nennen. :)</p>
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		<item>
		<title>Blogger sind &#8220;Ich&#8221;-bezogen</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Apr 2008 10:21:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Ich]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Unterschied von Weblogs und journalistischen Kommentaren in Zeitungen und Zeitschriften besch&#228;ftigte 17 Studierende der International School of Management (ISM) in einer aktuellen Studie. F&#252;r die Forschung wurden 1.000 Texte aus 500 Blogs und 500 journalistischen Kommentaren ausgewertet. Das Ergebnis entspricht genau dem, was ich bereits seit langem an mir selbst erkenne: Blogger sind &#8220;Ich&#8221;-bezogen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Unterschied von Weblogs und journalistischen Kommentaren in Zeitungen und Zeitschriften besch&#228;ftigte 17 Studierende der International School of Management (ISM) in einer <a href="http://www.presseportal.de/pm/70776">aktuellen Studie</a>. F&#252;r die Forschung wurden 1.000 Texte aus 500 Blogs und 500 journalistischen Kommentaren ausgewertet. Das Ergebnis entspricht genau dem, was ich bereits seit langem an mir selbst erkenne: Blogger sind &#8220;Ich&#8221;-bezogen, w&#228;hrend der Journalist gem&#228;&#223; der gelernten und/oder einstudierten Schreibweise auf diese Begrifflichkeit der Sprache verzichtet und sich nicht mit seinen Texten in den Mittelpunkt bringt. Der Journalist ist kein Repr&#228;sentant f&#252;r die eigene Meinung, sondern f&#252;r die Meinungsbildung zust&#228;ndig &#8211; w&#228;hrend Blogger meiner Meinung nach (!) beides zur Schau stellen.</p>
<p>Meine Kritik an der Studie liegt darin begr&#252;ndet, dass die ausgewerteten Texte &#252;ber das Ranking der &#8220;Deutschen Blogcharts&#8221; von Oktober 2007 ermittelt wurden und damit auch nur die &#8220;Spitzenpl&#228;tze&#8221; der Rangliste erfasst wurde. Die Masse schreibt eindeutig anders als die in den DBC&#8217;s vertretenen professionelle Autoren, Journalisten mit Weblogs, , Kommunikatoren und Multiplikatoren aus g&#228;ngigen Marketing- und PR-Szenen sowie wichtige Fachkundige, einige Fachsimpler und manche Fachidioten. Die Deutschen Blogcharts spiegeln dementsprechend nicht die Masse der Blogger wider, sondern nur die &#8220;Creme de la Creme&#8221; der deutschen Blogosph&#228;re.</p>
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		<title>TV-Relaunch: Sat.1 Nachrichten</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 12:24:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aus den &#8220;Sat.1 News&#8221; werden die &#8220;Sat.1 Nachrichten&#8221; mit neuem Sendeplatz und neuer Ausrichtung. Peter Limbourg pr&#228;sentiert das neue Nachrichtenformat als Anchorman k&#252;nftig von Montag bis Freitag zwischen 20:00 und 20:15 Uhr. Setzt Sat.1 nach der Abkehr vom Journalismus wieder auf Inhalte und auf ein konkurrierendes Format zu der Tagesschau?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus den &#8220;Sat.1 News&#8221; werden die &#8220;Sat.1 Nachrichten&#8221; mit neuem Sendeplatz und neuer Ausrichtung. Peter Limbourg pr&#228;sentiert das neue Nachrichtenformat als Anchorman k&#252;nftig von Montag bis Freitag zwischen 20:00 und 20:15 Uhr. Setzt Sat.1 nach der <a href="http://mikeschnoor.com/2007/07/16/nachrichtenwertigkeit-von-sat1/">Abkehr vom Journalismus</a> wieder auf Inhalte und auf ein konkurrierendes Format zu der Tagesschau?</p>
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		<title>CeBIT 2008 Treffen</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Feb 2008 20:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich w&#228;hle den direkten Weg: Am 05. und 06 M&#228;rz bin ich auf der CeBIT in Hannover und w&#252;rde mich freuen, wenn ich mich ganz unkompliziert mit einigen Bloggerkollegen, Medienbegeisterten, PRlern und Journalisten treffen kann. Wer hat Lust auf einen kleinen Plausch? Mailt mich an, schreibt Kommentare hier im Blog &#8211; und dann versuche ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich w&#228;hle den direkten Weg: Am 05. und 06 M&#228;rz bin ich auf der CeBIT in Hannover und w&#252;rde mich freuen, wenn ich mich ganz unkompliziert mit einigen Bloggerkollegen, Medienbegeisterten, PRlern und Journalisten treffen kann. Wer hat Lust auf einen kleinen Plausch? Mailt mich an, schreibt Kommentare hier im Blog &#8211; und dann versuche ich mal ein wenig im Terminkalender zu planen. Nun muss ich nur noch am Montag abkl&#228;ren, wie genau die Reise ablaufen wird&#8230; das wird ein Spa&#223;, aber ich freue mich! :)</p>
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