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Am Wochenende nahm ich mir die Zeit ein Online-Formular auszufüllen – mit der Bitte um Auskunft über meine persönlichen Versicherungsunterlagen. Die Antwort kam heute darauf durchaus prompt.

Da wir besonderen Wert auf eine persönliche und individuelle Betreuung vor Ort legen, wird Ihre Anfrage mit der Anfragenummer ********* durch eine unserer Agenturen in Ihrer Nähe bearbeitet und beantwortet.

Clever ist hierbei, dass der persönliche und individuelle Betreuer in meiner alten Heimat in Flensburg ansässig ist – und nicht, wie man vermuten könnte, hier in Köln und Umgebung. Da wünsche ich dem Versicherungsmenschen in Flensburg eine gute Reise – kommen sie mal vorbei! ;)

Und so werden wir gegen 09:27 Uhr den Zug von Greifswald nach Flensburg nehmen. Mit der Deutschen Bummelbahn AG werden wir auch über den Terrorbahnhof Kiel fahren. Das macht Laune. Die Idee, einen Mietwagen statt der 8 Stunden andauernden Tortur anzumieten, fiel einfach mal ins Wasser. Schatz, es geht los! höre ich von draußen rufen, also donnern wir gleich los in Richtung Heimat. Bis heute Abend – hoffentlich passiert nichts!

Heute früh waren wir kurz vor 7 Uhr in Richtung Greifswald gefahren. Unser roter BMW war vollgeladen mit Taschen, Kartons und Katharina’s kleinem Meerschweinchen Twinky. Es schien eine entspannte Fahrt zu werden, wir freuten uns auf beschauliche Wochen bei meiner Schwiegermama in spé. Dann passierte das, was man sich nicht wünscht: Bei 160 – 180 km/h platzte der Kühlwasserschlauch unseres Autos – und das noch inmitten eines Autobahnkreuzes nahe Lübeck. Nur mit Mühe und Not konnte ich das Auto auf den nächsten Standstreifen maneuverieren, ohne dass wir in einen Unfall gerieten.

Ca. 1 Stunde später kam dann auch der erste Gelbe Engel vom ADAC und versuchte, den geplatzten Kühlwasserschlauch wieder zu montieren. Doch auch mit wieder aufgefüllten Kühlwassertank konnte der Motor nicht mehr. Wir wurden zum ADAC Autohof abgeschleppt und durften mit einem Opel Zafira Mietwagen weiterfahren, während unser BMW in der kommenden Woche nach Flensburg verladen wird. Der grässliche Kostenfaktor kann zwischen 400 und 1500 Euro liegen, je nachdem ob nur der Schlauch und eine Zylinderkopfdichtung oder schon ein ganzer kleiner dummer Haarriss im Zylinder den Preis bestimmt. Wir sind fertig mit den Nerven… zum Glück haben wir keinen Crash erlebt und können froh sein, dass wir noch am Leben sind.

Jetzt im Moment läuft auch eine schöne Opel-Werbung im Fernsehen. Ist das jetzt ein Wink mit dem Zaunpfahl? Der Zafira war wirklich fix mit 200 Tacken auf der Autobahn unterwegs — und das ist jetzt keine schleimige Blogger-Werbung. ;)

Am Donnerstag den 15.06.2006 begingen wir nun die diesjährigen Managementtage auf dem Flensburger Campus. Auf dem diesjährigem Kongress ging es um das Thema „Visionen“. Meine Notizen vom ersten Tag bezüglich dieses Themas gestalten sich als dürftig, jedoch möchte diese nicht unerwähnt lassen. Generell würde gesagt, dass Visionen aus den Sehnsüchten der Menschen entstehen und nicht immer erfüllbar sind. Es gab Leute, die Visionen mit Innovationen gleichsetzten – ob dies aber immer der Fall ist möchte ich einfach mal in Frage stellen. Wichtig ist jedoch, dass eine Investition in Visionen unerlässlich ist – sei es nun in Form von Humankapital oder einer Finanzinvestition. Die Umsetzung selber sollte nach Möglichkeit auf individuelle Art und Weise erfolgen und die Erfüllung sollte Schritt für Schritt angegangen werden.

Am Freitag dem 16.06.2006 ging es dann weiter mit so einigen Keynotes, welche nachfolgend in der Reihenfolge der Referenten zusammenfassend aufgeführt sind:

  • Dr. Fabian Geyer (Arbeitergeberverband SL/ FL/ Eckernförde e.V.):
    Visionen stellten für ihn einen Blick in die Zukunft dar, weisen meistens eine positive Richtung aus und stehen somit im Kontrast zu „Horrorvisionen“. Die Kombination von Visionen mit Idealismus generieren Fortschritte und sind somit der Motor der Entwicklung. Die Differenzierung, wann jemand ein Visionär ist und wann nicht fällt zuweilen nicht immer als einfach aus insbesondere in der Abgrenzung zu Krankheitsbildern. Jedoch sollte man Visionären auch eine Chance geben diese anzugehen und eventuell zu realisieren. Eine Vision ist auch ein Weitblick für dessen Durchsetzung Ausdauer und Mut nötig sind. Dabei sollte man aber die Realität nicht aus den Augen verlieren. Eine Vision gestaltet sich ebenso als ein Blick für etwas, was andere nicht sehen.
  • Claus Moldenhauer (DAK):
    Generell sprach dieser Herr davon, dass Visionen generiert, implementiert und kommuniziert werden müssen. Weiterhin erfolgt ein Vorwegnehmen zukünftiger Entwicklungen in der Gegenwart. Es war auch die Rede von Zielen und Trends, die jedoch für mich nicht mit Visionen gleichzusetzen sind und dies in Bezug auf die DAK bzw. des Gesundheitswesens allgemein. Die DAK will sich auf die Zukunft ausrichten, jedoch enthielt diese strategische Planung meiner Ansicht gewisse Dinge die in der Zukunft als selbstverständlich gelten sollten und das auch für Krankenkassen wichtig ist sich zu verändern und weiter zu entwickeln. Ansonsten ergab sich bei mir die Frage danach, wo in diesem Vortrag den nun die eigentliche Vision war? Weiterhin fand ich es sehr schade und enttäuschend, dass der gute Herr fast ausschließlich nur abgelesen hat und sich kaum auf das Publikum konzentriert hatte. Doch mit der nachfolgenden Vortragenden änderte sich das wieder.
  • Thea van De Ven (cama):
    Von dieser Dame und ihrer Vortragsweise war ich sehr positiv überrascht. Zunächst räumte sie das Rednerpult zur Seite um die Distanz zum Publikum zu minimieren und merkte dann an: „Es geht hier nicht um mich, sondern um sie…“. Ihre muntere und freie Vortragsart ließ einen dann auch gleich wieder aufhorchen und los geht es!
    Ihr Thema umfasste die Generation und die Entwicklung von Visionen in Unternehmen. Es gibt Unternehmen mit Visionen und solche die keine haben, welches oftmals klassische Familien- und Mittelstandsunternehmen darstellen. Einige Unternehmen haben aber auch Visionen, setzen diese leider aber nicht um und begehen somit den Fehler, dass sie an dem festhalten, was ist und sich nicht weiter entwickeln.
    Für Visionen braucht es das Individuum, eine kleine Gruppe und ebenso eine große Gruppe (ab ca. 30 Personen). Visionen sind in der Regel kein reiner Selbstzweck sondern Grundlage für Strategien und entsprechende Maßnahmen. Ein Fehlen von Visionen kann auch zu einer mangelnden Motivation von Mitarbeitern führen. Daher müssen sie durch Mitarbeiter mitgetragen werden um realisiert zu werden. Eine Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen gestaltet sich somit als essentiell.

    Ebenso berichtete Thea van De Ven über Zukunftskonferenzen, auf welchen Ziele und Maßnahmen noch nicht festgelegt sein dürfen. Der Ablauf ergibt sich aus 5 Schritten. Der Erste umfasst, dass zunächst ein Verständnis füreinander entwickelt wird, dass die Konferenz geplant wird, abläuft und anschließend eine Implementierung erfolgt. Die zentralen Fragen umfassen hier: wo kommen wir her (Blick auf Vergangenheit), was ist unsere Arbeit und wer hängt von unserer Leistung ab?

    Im zweiten Schritt muss das Wissen dann erweitert werden und Fragen umfassen die Marktentwicklung und zukünftige mögliche Gesetzesänderungen. Im dritten Schritt erfolgt dann die Entwicklung von Visionen und die Frage danach, wo die Organisation hin soll. Der nächste Schritt ist die Verabschiedung von Zielen und was bis wann erreicht werden sollte und welche Ziele am wichtigsten sind. Im letzten Schritt werden dann entsprechende konkrete Maßnahmen beschlossen mit der Frage danach was soll von wem bis wann getan werden. Bei einer Zukunftskonferenz muss die Geschäftsleitung dafür offen sein und auch mal los lassen können und ebenso wissen, wofür sie steht und was ihre Ziele sind.

Und dann beschritten wir die erste Pause an diesem Tag – und dem werde ich mich an diesem Punkt anschließen, nach dem hier schon der eine oder andere Fakt über das Thema verarbeitet worden ist. Da bleibt mir nur zu sagen: to be continued!

Seit heute Morgen um 8:30 Uhr sind Katharina und ich auf den Managementtagen Flensburg 2006 an unserer Universität. Persönlich spüre ich die Müdigkeit und die Erschlaffung des Geistes, wenn ich auf anstrengende Stunden voller Vorträge, Präsentationen, Workshops und weitaus erholsamere Kaffeepausen zurückblicke.

In obigen Absatz schafften es gezählte und gespürte 10 Tippfehler. Entweder ist ein Kaffee-Flash dabei, meinen Körper zu missbrauchen, oder ich klappe gleich um. Mittlerweile schreibe ich nichts mehr auf meinem Schreibblock (aus Papier), sondern habe mich ganz und gar unserem WLAN verschrieben. Wir werden später wohl ruhig und gelassen nach Hause fahren, uns frisch machen und dann abends zur abschließenden Party des Kongresses gehen. Soweit so gut, soviel dazu. Unsere Rückblicke und ein paar detailliertere Berichte folgen am Wochenende, wenn wir die Zeit haben, eben diese Rückblicke zu tätigen. Wir haben ca. 12 Seiten DIN A4 Blätter vollgeschrieben… na dann mal los! ;)

Seit Ende 2005 gibt es an der Fachhochschule Flensburg und der Universität Flensburg eine neue Community, die sich rund um den Mac dreht. Die Apple User Group Flensburg ist eine studentische Initiative, die eine im O-Ton „Intressensgemeinschaft von Mac Usern für Mac User und Interessierte“ ist. Soetwas finde ich natürlich super, zumal wir viel zu wenige Mac User am Campus Flensburg haben. Leider wurde in der Vergangenheit bei dem Programm zu den mobilen Studierenden nur auf Intel-Laptops gesetzt, die mit Windows XP Professional zum Laufen gebracht wurden.

Aber entsprechend dem Thema möchte die Gruppe natürlich Workshops und Apple-User-Treffen organisieren, die mindestens einmal pro Monat stattfinden sollen. Ein Helpdesk wird auch für die Zukunft den Mac Usern als gute Informationsquelle dienen – sobald die Programmierung dazu steht!

Schön daran ist, dass die lieben Kommilitonen gleich WordPress eingesetzt haben, um das Portal bzw. die Newsseite zu launchen. Wenn jetzt noch die Postingfrequenz ein wenig steigt, avanciert sich die Apple User Group Flensburg bestimmt zum Renner der Region in Sachen Mac und Co. Geschrieben wird das Blog zur Apple User Group von Lars-Helge Rüter, Ralf Ohlenbostel, Kai Gerlitz und Oliver Wendt. Ich hoffe nur, dass ich mir auch irgendwann in naher Zukunft einen Mac leisten kann, so dass ich dieser Gruppe auch legitimiert beitreten darf! ;)

Da freut man sich doch, wenn man von einigen Blog-Kollegen verlinkt wird. Aber dann heißt es noch, man sei Skandal Blogger. Skandal? Wie jetzt? Genaueres weiß anscheinend Robert:

virales Marketing, Produktgeblogge underground hoch Zehn… da wühlt man unschuldig in den Fotoarchiven der Familie Schnoor Sichelputzers und entdeckt skandalöse Alkoholexzesse… ich sag nur “dont drink and blog”… schau mal, wie seelig die dabei sind .-))) Norddeutsche!

Sind wir das Skandal Blog von Flensburg, nur weil wir ein paar „Partybilder“ bzw. „Mische dich unter das Volk und trinke etwas“ Bilder bei uns veröffentlicht haben? Heißa! Ist Flensburg durch die Flensburger Brauerei oder durch die Gasthausbrauerei Hansens so sehr geprägt? Das Bier fließt zumindest… und nebenbei denke ich, dass die „Fischköppe“ immer noch an der Nordseeküste sind, und nicht hier bei uns an der schönen Ostsee! Basta! :)

Ob sie nur kurzfristig für den kommenden Sommer aus dem Boden gestampft wurde – Verzeihung, in das Wasser gelegt wurde? Seit einigen Tagen zieren pralle Bikini-Luder den Flensburger Hafen, während sie sich auf den heißen Yachten räkeln.

Jedenfalls könnte man es meinen, wenn man die neue Errungenschaft unserer Stadt in Augenschein nimmt: Betonliegeplätze für Schmalspur-Kapitäne und ihre Segelschiffchen. Sowas hässliches habe ich selten erlebt, und musste davon natürlich auch einen Fotobeweis tätigen. Weiß jemand der Flensburger Blogger, worum es sich dabei genau dreht? Oder ist das doch eine permanente Einrichtung…

Schon gestern stießen wir auf die Meldung darüber im Datenschutzkontor – der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) lässt bloggen. Seit kurzem findet sich unter der Subdomain blogs.shz.de der jüngste Versuch eines Verlages, sich mit Web 2.0 zu beschäftigen. Dass diese Blog-Versuche von Zeitungsverlagen natürlich schiefgehen kann, haben wir schon bei den Geschichten über die Blogs von der Freundin oder der Süddeutschen Zeitung gehört. Zu diesem Beispiel, was sich der sh:z mit seinen Leserblogs leistet, möchten wir hier eine konstruktive, jedoch immer noch kritische Beobachtung verfassen:

Gemäß dem Web 2.0?
Wie wir auf der vorbildlichen Veranstaltung „Next10Years“ bei SinnerSchrader hören durften, sollen sich Unternehmen dem neuen Medium Internet und dem Schlagwort „Web 2.0“ annehmen und versuchen, es in ihre strategische Planung einzubinden. Wie dies exakt zu geschehen hat, hatte man jedoch auf dem Kongress mit der Vorstellung der zumeist etablierten Geschäftsmodelle belassen. Vielleicht war das auch ganz gut so, denn sonst würden sich einige Unternehmen sofort drauf losstürzen und einen PR-Gau erleben.

Ein generelles Fazit für ein Unternehmen, was sich im Web 2.0 bewegen möchte, lässt sich dennoch wie folgt kurz beschreiben: Sei ehrlich, sei Du selbst, sei das Unternehmen, und sei derjenige, der für und mit dem Unternehmen schreibt. Mache nicht die Fehler, die in den letzten 10 Jahren von Unternehmen gemacht wurden, wenn sie mit ihren Kunden und Usern in Verbindung traten. Warte nicht zwei Wochen bis zu einer Stellungnahme, sondern agiere direkt und freundlich, auch wenn jemand fremdes den Teufel an die Wand malt. Und bitte bleibe dir selbst treu, also lass dein Kerngeschäft in deinem eigenen Web 2.0 weiterleben.

Daraus folgt ein mehr oder minder gewichtiges Ergebnis: Halte die Feder in der Hand, und zeige deine Präsenz, auch wenn sich jemand negativ über dich und dein Treiben äußert.

Warum jedoch lässt der sh:z seine Leser bloggen, und setzt nicht seine eigene Manpower ein – wie beispielsweise das Handelsblatt in seiner Vorreiterrolle durch Thomas Knüwer personifiziert ist? Anscheinend werden so für den Verlag direkt einfach und kostenlos neue Inhalte produziert. Oder vielleicht ist sich noch niemand richtig beim sh:z darüber bewußt geworden, dass das unternehmerische Bloggen keine Selbstverständlichkeit ist.

Hier möge sicherlich der eine oder andere unserer Leser glauben, dass das „Leserblogging“ vom sh:z natürlich aussagt, dass die Leser der Zeitungen ihre eigenen Nachrichten für ihre eigene Tageszeitung schreiben. Das ist ja ganz klar total Web-2.0-mäßig und super trendy. Doch warum bitte sehr können die das nicht auch auf twoday.net, blogg.de oder sonstwo anders? Wozu auf den sh:z Leserblogs?

Und so lesen sich die bisherigen Beiträge in den Leserblogs des sh:z ähnlich dem Prinzip der Blog-Redaktion der Freundin: Das Treiben wirkt ein wenig gekünzelt und moderiert – als ob bezahlte Community Moderatoren die Diskussion eines schlafenden Webboards/Forums anheizen.


Inhalte und Aufbau
Interessant ist die Einordnung der einzelnen Rubriken: Es riecht nach dem klassischen Web-Katalog von Yahoo oder einem Nachrichtenportal. Darauf ist eine weitere Rubrizierung durch die einzelnen Regionen, in denen die Zeitungen des sh:z erscheinen, als zweite Kategorie-Übersicht gedacht. Schön ist das wiederum nicht, da durch diese starke Vorgabe eine Eigendynamik der einzelnen Blogs, die übrigens auf der Startseite zentral syndiziert werden, kaum möglich. Ich habe mir natürlich keinen eigenen Account gemacht um das wiederum zu testen, ob ich auch eine „Peter Pan“ Rubrik anlegen kann oder doch lieber „Köln“ als Region.


Rechtmäßige Kontrolle
Darüber hinaus ist das ganze Bloggen laut den AGBs, die man für die Anmeldung akzeptieren muss, auch noch ein wenig heikel. Man versucht die Autoren, die ja kostenlos und umsonst die neuen Inhalte produzieren, mit einer kleinen Gemeinheit zu binden – ähnlich nach dem Tolkienschen „Ring-Prinzip“.

Urheberrechte und ähnliche Schutzrechte Dritter sind zu beachten. Das Mitglied haftet in vollem Umfang für die von ihm eingestellten Inhalte, Texte, Hyperlinks und Bilder. Die sh:z übernimmt keine Haftung für die innerhalb der Weblogs bereitgestellten Inhalte und Informationen.

Da ist jemand mit einer großen weißen Weste am Start. Bei allem Respekt, warum sollte seit neuestem der Autor eines Eintrages für den Inhalt in der Form haftbar gemacht sein, während sich der Betreiber der Plattform galant im Impressum distanzieren darf? Bei mir darf ich mich jederzeit für die Inhalte von externen Links distanzieren. Ist also keine übergreifende rechtliche Regelung anstrebenswert, so dass der Verlag und seine kostenlosen Contentlieferanten eine saubere Regelung mit gemeinsamer Partizipation aufrecht erhalten können?

Für Inhalte externer Links und fremde Inhalte übernimmt www.shz.de keine Verantwortung.

Gewiss ist eine rechtliche Absicherung für den Verlag sinnvoll, zumal die Inhalte ja angeblich nicht von hauseigenen Redakteuren verfasst zu sein scheinen (sollen). Was passiert also, wenn mich irgendeiner der User bei den sh:z Leserblogs zitiert? Eiskalt den Autor verklagen? Oder doch dem Verlag eine Rechnung pro einzelnen zitierten Buchstaben schicken? ;) Naja… das wäre sicherlich übertrieben. Und natürlich ist die Haftung für die Beiträge bei gewissen rechtlichen Formalitäten notwendig, wobei das durch die übliche Floskel über die pornographischen oder rechtsradikalen Inhalte schon im Vorfeld abgesegnet sein dürfte. Aber mal schaun. Vielleicht wird das ja noch geändert.

Technisches
Betrieben wird das sh:z-Blogging wohl von 21publish und einem Hamburger Medienunternehmen genannt Boogie Medien. Amüsant daran ist die etwas andere Darstellung des Leserblogs seitens des Medienunternehmens vom 09. Mai:

In dem moderierten Themenblog können die Leser der sh:z künftig zu verschiedenen Themen eigene Beiträge, Fotos etc. veröffentlichen. Das Blogportal soll für die Menschen in der Region eine zentrale Anlaufstelle sein, sich mit lokalen Themen auseinanderzusetzen und sich untereinander zu vernetzen.

Der Begriff ist schön: Moderiertes Themenblog. Das geht runter wie Öl. Doch für ein mittelgroßes Verlagshaus wie den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag erwarte ich etwas mehr als ein Themenportal. Ein Unternehmen und die Personen dahinter müssen sich Gedanken machen, wie sie selbst bloggen und das Unternehmen präsentieren können. Dazu gehört es, dass sich beispielsweise die Geschäftsführung, die Chefredaktion, die Leiter der Anzeigenabteilung, des Marketings und Vertriebs, und vielleicht sogar bis auf die Ebene der Lokalredaktion in einem Blog zentral wiederfinden. Gute Beispiele für so eine Unternehmenskommunikation finden sich bei dem Fischmarkt oder beim Blog von Frosta wieder. Warum aber nicht bei einem Zeitungsverlag die eigene Mannschaft schreiben lassen, und stattdessen irgendwelche Leser in Form von Community-Managern in die Blogs lassen? Vielleicht ist mir soetwas unverständlich, vielleicht ist der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag auch nur ein Fall für sich.

Fazit
Viel braucht nicht mehr gesagt werden. Die hoffentlich konstruktive Kritik und Beobachtung des sh:z Leserblogs wird seine Zuhörer finden. Ob diese natürlich in erster Linie festgestellten Probleme auch in dem Verlag seinen Zuhörer finden werden, und ob entsprechende Änderungen gemacht werden, bleibt ebenfalls zu hoffen. Persönlich glaube ich an die positiven Effekte einer gelungenen Unternehmenskommunikation mittels Blogs und Web 2.0. Ich freue mich auf einen offenen Dialog, den ich hiermit auch begonnen habe, und begrüße vielleicht auch jemandem vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag hier in der Diskussion.

Vorigen Dienstag waren Katharina und ich im Restaurant Viva Flensburg zu Abend essen. Nachdem wir endlich nach zwei Versuchen einen Tisch reservieren konnten, genossen wir das schöne Ambiente der mexikanischen Taparia mit ein paar leckeren Speisen.

  • Plata de Tapas (grande)
  • Patatas con Maiz
  • Quesadilla
  • Jalapenos Rojos
  • Campo de Casa – Vino Rojo de Chile

Oder zu gut-deutsch für alle nicht-spanischsprechenden Menschen: Serviert wurde ein großer Tapasteller, gebackene Kartoffeln im Maismantel, ein Käsetortilla, Jalapeno Poppers und ein Chilenischer Rotwein. Um in dieser schönen Atmosphäre diesen Abend nicht zu vergessen, machten wir noch fluchs ein paar Bilder, bevor wir uns in das Vergnügen stürzten.