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Todd Tran, Global SVP of Programmatic and Mobile bei Teads. Quelle: Unternehmen.

Programmatische Werbung wird noch oft missverstanden, obwohl die Technologie schon länger im Markt ist. Jetzt, da zunehmend auch Video-Werbung und insbesondere Premium-Video darüber gebucht wird, ist es an der Zeit, alle offenen Fragen zu beantworten. Zwar soll programmatische Video-Werbung rasant wachsen, aber für viele Marketingentscheider scheint das ganze Thema immer noch für Verwirrung zu sorgen. Todd Tran, Head of Mobile and Programmatic bei Teads, beantwortet im Interview mit #DigiBuzz die zehn wichtigsten Fragen zu automatisierten Online-Videowerbung und zeigt, wie Bewegtbildwerbung effektiv für Branding eingesetzt werden kann.

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Fernsehen sei ein Ankerpunkt unserer Gesellschaft. Doch durch digitale Services und Kommunikationsangebote verliert der gemeinsame Flimmerabend immer mehr an Bedeutung. Über das Koblenzer Startup „Viewple“ sollen sich die Zuschauer mit anderen Nutzern über das TV-Geschehen in Echtzeit oder zeitversetzt beim Konsum von Video on Demand austauschen. Beginnt jetzt endlich doch die Ära von Social TV und wie können die generierten Daten verwendet werden?

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Paukenschlag in der deutschen Medienwelt: Stefan Raab hört auf. Eine lebende Legende verabschiedet sich zum Ende des Jahres vom Bildschirm. Keine Wok-WM, keine Autoball-WM, kein Schlag den Raab. Nicht mehr lange, und die schönsten Werbeinseln im TV-Programm gehen damit flöten. Können Werbetreibenden den Verlust kompensieren? Keine Sorge, noch könnt ihr Eure Kunden erreichen. Wenn Ihr wissen wollt, wie das funktionieren kann, lest ganz schnell weiter.

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Symbolbild: AGF, YouTube und OWM gehen gemeinsame Wege. Quelle: Unternehmen

In den Reichweiten der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) fließen künftig die Ergebnisse von YouTube ein. Dieser längst überfällige Schritt in der Digitalisierung einer alten Medienwelt soll konvergente Netto-Reichweiten für TV und Online-Video unter Einbeziehung von YouTube und anderen Online-Bewegtbild-Anbietern ausweisen.

Seit Jahren haben sich Videoportale darum bemüht, die Aufmerksamkeit der AGF zu erhaschen. Lange Zeit wurde gemauert und abgeblockt, damit die klassischen Geschäftsmodelle rund um die Einschaltquote ihr Silodenken für die digitale Infrastruktur von reinen Online-Services öffnen. Nach fast einer Dekade wächst der Druck auf die Gremiensitzer, denn die Werbebranche investiert fleißig in Bewegtbildwerbung. Zudem steigt die Relevanz von Online-Video in der Mediennutzung aufgrund der weiteren Verbreitung von verschiedenen Screens und mobilen Endgeräten deutlich. Hinzu diversifiziert sich der Bewegtbildmarkt zunehmend, weil neben den Contentangeboten der linearen TV-Anbieter immer mehr Videoportale und Streaming-Kanäle in den Markt eintreten. Angesichts dieser ständig wachsenden Vielfalt drängte die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) auf einen einheitlichen crossmedialen Standard zur Leistungsbemessung.

Uwe Storch, Vertreter der OWM im AGF-Vorstand, sei die Integration der Bewegtbildmessung in das AGF-System für die Werbetreibenden in der heutigen Kampagnenplanung unumgänglich. Strukturen, Partner und Methoden müssen sich ändern, „damit es so bleibt, wie es ist, also die AGF als JIC, Joint Industry Committee, einen gemeinsamen Bewegtbild-Standard gewährleistet. Über diese wegweisende Zusammenarbeit konnte hiermit die notwendige Grundlage geschaffen werden.“

„Ein wesentlicher Pfeiler der Integration von YouTube ist, dass das Forschungssystem, das im bewährten Konsens unter einem gemeinsamen Dach der Marktpartner aus Medien und Werbewirtschaft weiterentwickelt wird, damit auch im Segment der Online-Bewegtbildnutzung eine breite Marktabdeckung für unsere Datennutzer liefert“, betont die AGF-Vorstandsvorsitzende Karin Hollerbach-Zenz.

Symbolbild: AGF, YouTube und OWM gehen gemeinsame Wege. Quelle: Unternehmen

Symbolbild: AGF, YouTube und OWM gehen gemeinsame Wege. Quelle: Unternehmen

Für den geplanten einheitlichen Bewegtbildstandard beabsichtigt die AGF die wichtigsten Messelemente aus diesem Bereich zusammenzuführen:

  • Das AGF-Fernsehpanel erfasst in der bewährten Qualität die lineare TV-Nutzung, live sowie zeitversetzt.
  • Für Online-Video wird die AGF ein virtuelles “Mega-Panel” installieren, das aus Daten des von Nielsen betriebenen Online-Panels sowie des Cross Media Panels der GfK besteht. Die Zusammenführung wird durch einen weiteren Dienstleister erfolgen. Mit diesem Mega-Panel stehen wichtige Informationen zu den Nutzungsüberschneidungen von TV und Online auf Computern und Mobilgeräten zur Verfügung. Das Modell ist so konzipiert, dass die künftige Einbindung weiterer externer Datenquellen, z.B. Paneldaten, möglich ist.
  • Darüber hinaus werden alle Nutzungsvorgänge der im AGF-Standard abgebildeten Angebote im Rahmen einer Vollerhebung (Zensusmessung) erfasst.

Lars Lehne, Country Director Agency bei Google Deutschland, zeigt sich zuversichtlich: „Online-Inhalte und klassisches TV werden von den Nutzern schon lange und selbstverständlich ergänzend oder parallel genutzt. Uns ist es wichtig, eine Beurteilungsgrundlage für Werbetreibende zu schaffen, die dem massiven Anstieg der Nutzung von Online-Bewegtbildinhalten gerecht wird. Und das über alle Screens hinweg.“

„Nur mit der Einbeziehung von Marktteilnehmern jenseits der TV-Sender können wir einen crossmedialen Standard schaffen, der auch zukünftig der Komplexität unseres Marktes gerecht wird, die Werbetransparenz weiter erhöht und unseren hohen forscherischen Ansprüchen genügt“, erklärt Hollerbach-Zenz. Mit der Zusammenführung aller Datenquellen soll sich nach Ansicht der AGF eine neue Qualität in der Messung crossmedialer Leistungswerte eröffnen. Bereits zum heutigen Stand seien die konkreten Maßnahmen zur technischen und methodischen Realisierung bereits eingeleitet und die formalen Beschlüsse sollen zeitnah gefasst werden.

Weil nicht nur YouTube, sondern auch andere Online-Videoportale und Streaming-Kanäle in die AGF-Reichweitenmessung einfließen sollen, endet die Durststrecke für kleinere Videoportale, die sich immer wieder mit zwei Metriken konfrontiert sahen. Einerseits die traditionellen Einschaltquoten der AGF, andererseits die AdImpressions von der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF). Dennoch wird das kräftezehrende Ringen um Aufmerksamkeit immer weitergeführt werden. Denn auch hier gilt, dass Zugeständnisse die Fronten erweichen, nachdem sie eine längere Zeit erhärtet waren.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis originäre digitale Bewegtbildinhalte eine Bühne erhalten. Die Anerkennung für die Youtube-Videos findet nicht nur in Form von Zugriffszahlen und Views statt, sondern mittlerweile fünf Jahren durch die Preisverleihung und Gala des DEUTSCHE WEBVIDEOPREIS.

Am 13. Juni 2015 ehrt die European Web Video Academy (EWVA) in Düsseldorf wieder die herausragendsten Internetstars mit der begehrten Auszeichnung. Die Gala, die von Christian Ulmen moderiert wird, ist erstmals auch im Fernsehen zu sehen. NDR Fernsehen, WDR Fernsehen, Bayerisches Fernsehen, SWR Fernsehen und Schweizer Fernsehen übertragen die Preisverleihung live auf ihren Internetseiten und zeigen am Folgetag jeweils im Fernseh-Abendprogramm ein Best-of des Top-Events. EinsPlus überträgt die Gala der Webvideo-Stars zusätzlich live. Mit dem Preis werden die besten Clips in Kategorien wie „Gaming“, „Comedy“ und „Best Video of the Year“ gekürt.

Der DEUTSCHE WEBVIDEOPREIS möchte zusammen mit den ARD-Sendern 2015 die „alte“, lineare TV-Welt und die „neue“, digitale Internet-Welt in einer großen Show miteinander vernetzen und eine Verbindung von Fernseh- und Webstars schaffen, die es in dieser Form zuvor noch nicht gegeben hat. Die Fernsehzuschauerinnen und -zuschauer sollen verstehen, welche Talente sich bei YouTube, Vimeo & Co. bewegen. Schließlich begeistern die Youtube-Talente bereits eine ganze Generation von „Digital Natives“, gehören zu ihrem Alltag und unterhalten Millionen von Fans und Abonnenten. Aber nicht nur über die Preisverleihung selbst, sondern auch über die Nominierten sowie das Voting wird in Programmen der beteiligten ARD-Sender und SRF berichtet.

Ab dem 27. April können Zuschauer und Fans im Internet für ihre Favoriten abstimmen. Der DEUTSCHE WEBVIDEOPREIS kam allein im vergangenen Jahr über die eigene Internet-Plattform und Social-Media-Kanäle auf 60 Millionen Bruttokontakte (gemessen im Zeitraum des Votings und der Veranstaltung), die Website wurde 9,3 Millionen Mal aufgerufen und rund 1,6 Millionen Nutzer beteiligten sich über Facebook, Twitter und Google+ an der Abstimmung. Der Preis wird zum insgesamt 5. Mal verliehen.

Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer Astra Deutschland. Quelle: Astra.

Immer mehr deutsche Haushalte empfangen ihr Fernsehprogramm in High Definition. Neue TV-Geräte in Kombination mit dem digitalen Empfang über Kabel und Satellit machen es für die Verbraucher mehr als einfach. Kein Wunder, dass rund 17,6 Millionen TV-Haushalte und damit 24 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr (2013: 14,2 Mio.) auf HD-Empfang setzen. Gemessen an allen Fernsehhaushalten in Deutschland (38,8 Mio.) liegt der Anteil der HD-Haushalte bei insgesamt 45 Prozent. Mit 10 Millionen TV-Haushalten entfällt ein großer Anteil auf den Satellitenempfang, rund 6,6 Millionen HD-Haushalte nutzen versorgen sich mit Kabelfernsehen und 1 Million über das lineare Internetfernsehen IPTV.

Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle TV-Monitor 2014, für den das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag von Astra insgesamt 6.000 Haushalte in Deutschland über den Erstempfangsweg bzw. die Hauptempfangsgeräte der Haushalte befragte.

Das Satellitenfernsehen erreicht 25 Jahre nach dem Start in Deutschland mit 18,2 Millionen so viele TV-Haushalte wie nie zuvor (2013: 18,1 Mio.). Das entspricht einem Marktanteil von 47 Prozent. Dahinter folgt der Fernsehempfang via Kabel, der nach einem leichten Zuwachs jetzt 16,9 Millionen Haushalte (Marktanteil 44 Prozent) versorgt (2013: 16,85 Mio.). Das digitale Antennenfernsehen DVB-T kommt auf 2,2 Millionen Haushalte (Marktanteil 6 Prozent), das lineare Internetfernsehen IPTV auf 1,5 Millionen Haushalte (Marktanteil 4 Prozent).

Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer Astra Deutschland. Quelle: Astra.

Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer Astra Deutschland. Quelle: Astra.

„Der Satellit gewinnt weiter leicht hinzu und bleibt der führende Empfangsweg in Deutschland. Erstmals sieht die Mehrheit der TV-Haushalte mit Satellitenempfang ihre Programme in HD-Qualität. Wir sind davon überzeugt, dass der Trend hin zu besserer Bildqualität anhält“, sagt Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer Astra Deutschland.

Mit Ultra HD stehe sogar der nächste Qualitätssprung vor der Tür. Die neue Technik bietet im Vergleich zu „herkömmlichen“ HDTV eine vierfach höhere Auflösung. Während in vielen Haushalten ein HD-fähiger Fernseher vorhanden ist, muss Ultra HD erst noch in Deutschland Fuß fassen. Im letzten Jahr wurden erst 220.000 kompatible TV-Geräte verkauft. Die Verkaufszahlen sollen in 2015 auf rund 750.000 Ultra-HD-Geräte ansteigen. Laut Astra TV Monitor wissen bereits knapp 17 Millionen TV-Haushalte in Deutschland, was Ultra HD ist.

Obwohl die Nachfrage in diesem Jahr spürbar anziehen soll und der Bekanntheitsgradgrad der jungen TV-Technologie bereits relativ hoch ist, lohnt sich die Anschaffung der neuen Endgeräte erst dann, sobald die TV-Sender ein entsprechendes Ultra-HD-Programm ausstrahlen. Zwar haben einzelne Ausstrahlungen von Sportereignissen in Kooperation mit Sky bereits den Vorteil von Ultra HD auf großflächigen Fernsehbildschirmen demonstrieren können. Jedoch erfordert eine neue Technologie unbedingt die Kompabilität mit der Masse. Der Umbruch von analogem TV zu HDTV dauerte bereits einige Jahre, und noch sind die Zuschauer nicht dafür bereit, alle zwei Jahre ein neues TV-Gerät anzuschaffen, um dem neuesten Trend hinterher zu laufen. Was bei Smartphones durch das Anlernen über Mobilfunkverträge bereits gang und gäbe ist, wird sich nicht so schnell bei dem Firstscreen-Szenario wiederholen.

Im vergangenen Sommer hatten sich bereits 1.543.404 Kunden (Haushalte) sich dazu entschieden, neben den kostenfreien HD-Inhalten der öffentlich-rechtlichen Sender die kostenpflichtigen HD-Programme der Privatsender zu abonnieren. Weniger als 10 Prozent aller HD-Haushalte zeigen sich demnach zahlungsbereit für das Fernsehbild in High Definition.

Das wird Videoportale erfreuen: Der Werbeumsatz im direkten Umfeld von Videostreaming betrug in Deutschland im vergangenen Jahr rund 241 Millionen Euro. Damit wächst der Markt für Bewegtbildwerbung um 17 Prozent. Zu diesem Schluss kommt Digitalverband BITKOM anhand einer Datenauswertung durch das Marktforschungsunternehmen IHS Technology.

Als Insel betrachtet wirkt der Werbemarkt für Bewegtbild im Netz noch relativ klein, wenn Vergleiche zum traditionellen Fernsehen gezogen werden. Der BITKOM geht jedoch auch in den kommenden Jahren weiter von zweistelligen Wachstumszahlen aus und rechnet im laufenden Jahr erneut einen Anstieg um 16 Prozent auf 278 Millionen Euro. Schließlich konsumieren fast drei Viertel (73 Prozent) der Internetnutzer in Deutschland mittlerweile ihre gewünschten Videoinhalte per Streaming.

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„Videostreaming entwickelt sich zu einem lukrativen Markt mit hochwertigen Inhalten, innovativen Erlösmodellen und eigenen Werbeformaten“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Damit hat der BITKOM durchaus Recht, jedoch stellt sich die Frage, welche Werbeformen genau für die Berechnung der Vorjahreswerte und der aktuellen Prognostik zugrunde gelegt wurden. Wurden ausschließlich die Netto-Werbeinvestitionen, also ohne jegliche Vermarkter- und Mediaagenturrabatte berücksichtigt? Oder flossen die Bruttowerte nach Preistabelle direkt in die Bewertung ein?

Bereits ähnliche Wachstumswerte bezifferte der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) schon vor rund einem Jahr anhand des bekannten Jahresvergleichs im OVK-Report. Damals konnten die Bruttoinvestitionen in Bewegtbildformate um 28 Prozent von 2012 zu 2013 steigen. Nach der OVK-Werbestatistik aus dem letzten September wurden sogar insgesamt 121 Millionen Euro brutto mit Pre-Roll-Video-Ads allein in den ersten Monaten in 2014 umgesetzt.

Das Ranking der Top-10-Online-Werbeformen

Das Ranking der Top-10-Online-Werbeformen

Hinzu gesellen sich im Segment der InStream-Ads noch Mid-Rolls und Post-Rolls sowie die volle Bandbreite von InPage-Advertising, die nicht nur innerhalb des direkten Umfelds nahe der Videoplayer, sondern in jedwedem Content-Bereich ausgesteuert werden können.

Hilfreich für die Einordnung von Digital Advertising, speziell für Bewegtbild-Werbung, wäre die exakte Klassifizierung und direkte statistische Auswertung der Werbemaßnahmen und Umfelder. Ein kleiner Kraftakt, der die Transparenz am Bewegtbildmarkt jedoch immens erhöhen könnte. Obendrein wäre eine Segmentierung der Inhalte nach den Portalen interessant, auf denen Videos konsumiert werden. Dazu zählen nicht nur YouTube, Telekom, MyVideo & Co., sondern die verschiedenen Anbieter von erotischen und pornografischen Videos. Dies scheinen sämtliche Statistiken und Prognosen gerne auszublenden, obwohl die etwas schlüpfrigeren Videoportale sich mit sehr viel einschlägiger Umfeldwerbung refinanzieren.

Henning Ehlert. Geschäftsführer von JOM. Quelle: Unternehmen

Der Online-Vertriebskanal der Spielwarenhersteller konnte im vergangenen Jahr um rund 10 Prozent zulegen, dennoch bleiben die Online-Werbeaktivitäten weiterhin auf niedrigem Niveau. Sie nutzen die Chancen und das Potenzial der Online-Kommunikation für ihren Vertrieb nur unzureichend aus. Ein Großteil der Hersteller versäumte entsprechende Kampagnen in Digital Advertising und insbesondere Online Bewegtbild zu buchen. Damit bleibt die Branche ihrer klassischen Kommunikationsstrategie leider treu. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung der Agentur JOM, welche die Hersteller zu ihren Werbemaßnahmen befragte.
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Netflix hat mit riesigem Medien-Trara den deutschen Markt für Streaming-Dienste betreten. Egal, welche Streaming-Anbieter sich am Ende durchsetzen, eins ist klar: TV-Werbung wird an Bedeutung verlieren. Marken müssen über eine Positionierung jenseits klassischer Maßnahmen nachdenken.

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Google Chromecast wird als notwendige Evolution in der Medienwelt verstanden, damit vor allem junge Zuschauer und Nutzer der digitalen Mediatheken zurück zum primären Fernsehbildschirm geführt werden. Bereits zur Markteinführung in Deutschland teilte das ZDF mit, man wolle das neue Hardware-Angebot des Suchmaschinengiganten prüfen, um die eigenen Digitalangebote auf den Fernsehbildschirm zurückzuspielen.

Jetzt lässt sich die ZDF-Mediathek ganz offiziell mit Google Chromecast nutzen. Zuvor konnten Nutzer nur diesen Weg über Apps von Drittanbietern gehen. Neben dem ZDF unterstützen bereits Arte, Clipfish und Maxdome die Übertragung zu Google Chromecast, andere Bewegtbildanbieter planen mitzuziehen. Für Sky und Netflix wird erwartet, dass sie ebenfalls Google Chromecast unterstützen. Nur Amazon scheint sich aufgrund der Konstellation mit dem zu Chromecast inkompatiblen Microsoft Silverlight Plugin, über das das Filmangebot von „Amazon Prime Instant“ abgespielt wird, und dank der bevorstehenden Markteinführung der eigenen „Fire TV“-Streaming-Box mit einer Entscheidung für mehr Nutzerkomfort zu hadern.

Zum Start der überarbeiteten App zur Nutzung der ZDF-Mediathek sprach #DigiBuzz – Das Magazin für das Digital Business dazu mit Holger Meier, in der Hauptredaktion Neue Medien (Entwicklung und Strategie) verantwortlich für die Entwicklung der mobilen Angebote.

Holger Meier. Foto: ZDF

Holger Meier. Foto: ZDF

Herr Meier, die deutschen Fernsehsender zeigen sich bislang noch zurückhaltend, wenn es um eine Chromecast-Unterstützung für ihre Mediatheken geht. Was hat das ZDF dazu bewogen, seit heute Google Chromecast selbst in der Mediathek zu unterstützen?

Holger Meier: Die Chromecast-Erweiterung ist eine sinnvolle Ergänzung innerhalb der immer größer werdenden Android-Nutzergemeinde. Das Streamen von Inhalten auf TV-Geräte finden wir naturgemäß gut – und es funktionierte ja schon vorher mit iOS-Geräten auf Basis von Airplay. Deshalb ist es natürlich richtig, über den Chromecast-Weg auch unseren Android–Nutzern diese Funktion zu ermöglichen. Die Chromecast-Unterstützung findet sich übrigens in beiden Apps: ZDFmediathek und ZDFheute.

Laut einiger Medienberichte sollte die Unterstützung ursprünglich bereits zu Ostern verfügbar sein. Was hat den Prozess in die Länge gezogen?

Holger Meier: Die Verschiebung hat zum einen mit Priorisierung zu tun. Die Vorbereitung der Mediatheks-App auf die WM war sehr wichtig und aufwändig. Da unsere Kollegen damit gut zu tun hatten, ist Chromecast in der Prio-Liste nach hinten gerutscht. Aber der Erfolg hat uns ja hier Recht gegeben. Außerdem ist es wie in vielen Projekten: aus den anfänglichen „paar Zeilen Code“, die es angeblich für die Integration braucht, sind etwas mehr geworden.

Werden eigentlich alle Inhalte der ZDF-Mediathek für die Übertragung mit Chromecast freigeschaltet oder gibt es Einschränkungen?

Holger Meier: Es gibt keine Einschränkungen, bei der Airplay-Nutzung haben wir auch keine.

Der Fernsehbildschirm wird mittels Chromecast für ein klassisches Second Screen Erlebnis mit Inhalten aus der eigenen Mediathek verwendet. Wie verändert sich künftig das Selbstverständnis des ZDF als TV-Sendeanstalt?

Holger Meier: Am Grundverständnis ändert sich nichts, das ZDF ist und bleibt Anbieter von hochwertigem Bewegtbild. Dass Fernsehen nicht mehr unbedingt ein TV-Gerät braucht, wissen wir. Deshalb sind ZDF-Inhalte auch auf allen relevanten Geräteplattformen zu empfangen.

Bislang wird die Nutzung der Inhalte aus Mediatheken nicht für die Einschaltquote berücksichtigt. Wäre es denn nicht an der Zeit, ein neues Messverfahren einzuführen, dass der Vielzahl an digitalen Möglichkeiten wie Smart-TVs, Mediatheken, Apps und Streams gerecht wird?

Holger Meier: Das Verfahren gibt es im Grundsatz schon und wird von allen TV-Senden unterstützt und fortentwickelt.

Herr Meier, vielen Dank für das Gespräch!