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	<title>Mike Schnoor</title>
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	<description>Social Media, Public Relations, Marketing, Kommunikation und Medien aus Köln</description>
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		<title>Twitter und der wirklich echte Kundendialog</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 19:59:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Social Media er&#246;ffnet neue Chancen und Potenziale &#8211; ein Credo von zahlreichen Experten, selbsternannten Gurus und &#252;bermotivierten Evangelisten dieser Tage. Damit haben viele Damen und Herren im Grunde genommen Recht, nur sie legen sich unbedarft und zu schnell auf ein einziges Portal fest &#8211; Facebook. Meiner Meinung nach ist der bisherige Erfolg von Facebook, diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Social Media er&#246;ffnet neue Chancen und Potenziale &#8211; ein Credo von zahlreichen Experten, selbsternannten Gurus und &#252;bermotivierten Evangelisten dieser Tage. Damit haben viele Damen und Herren im Grunde genommen Recht, nur sie legen sich unbedarft und zu schnell auf ein einziges Portal fest &#8211; Facebook. Meiner Meinung nach ist der bisherige Erfolg von Facebook, diesem sozialen Netzwerk unter Freunden, f&#252;r die gesamte Argumentation rund um Social Media nur auf den ersten Blick hin vorteilhaft. Die vielen anderen Kan&#228;le im Social Web warten n&#228;mlich nicht nur mit den bekannterma&#223;en sehr hochgelobten markenaffinen Fans auf, sondern mit hochgradig engagierten Meinungsf&#252;hrern und echten Fachexperten.<br />
<span id="more-4000"></span><br />
W&#228;hrend Facebook f&#252;r das Marketing der non-plus-ultra Aspekt in ihrer Social Media Strategie ist, besitzt Twitter f&#252;r viele Kommunikationsverantwortlichen in deutschen Unternehmen und Organisation eine wesentlich h&#246;here Relevanz in puncto transparenter Dialogf&#228;higkeit und aktiver Kommunikation. Das gro&#223;e Manko von diesem Dialog liegt noch in der fehlenden maximal zu erreichenden kritischen Masse. Kritisch sind die Nutzer auf jeden Fall, aber vom Massenmarkt ist Twitter in Deutschland derzeit leider noch entfernt. Im internationalen Vergleich gilt Deutschland beim Einsatz von Twitter in jedweder Form als eines der unterentwickelten L&#228;nder &#252;berhaupt. <strong>&#220;ber kurz oder lang wird sich dies jedoch &#228;ndern.</strong> Andernorts nutzen wesentlich mehr Menschen in der Bev&#246;lkerung Twitter zur Kommunikation untereinander und mit Unternehmen. Bei uns ist es vielmehr eine elit&#228;re, durchaus kleine Gruppe, bei denen Twitter die Herzen im Sturm erobert hat. </p>
<h3>Mit Twitter im Epizentrum vom kommunikativen Austausch</h3>
<p>Fachexperten und so manche &#8220;Nicht-Experten&#8221; sch&#228;tzen den schnellen und einfachen Weg, um &#252;ber Twitter ihre Botschaften abzuschicken und damit die Meinung anderer Nutzer und nat&#252;rlich von Kunden zu bilden. Zugleich sind zahlreiche Journalisten von f&#252;hrenden deutschen Medienh&#228;usern oder verschiedenen Fach- und Branchenmedien  bei Twitter hochgradig aktiv. F&#252;r sie dient Twitter als Themenseismograph, zur Recherche, zur Identifikation von Informationsquellen und zur Kontaktaufnahme mit verschiedenen Experten. <strong>Nicht von ungef&#228;hr sch&#228;tzen PR-Leute &#252;ber Twitter den direkten Draht zu Journalisten und anderen Kommunikatoren.</strong> Nat&#252;rlich spielen die Journalisten eine wichtige Rolle in der gesamten Kommunikationsstrategie, aber wenn wir die PR-Brille absetzen, steht in der Regel der Kunde im Epizentrum des textlich verbalkritischen Austausches in sozialen Netzwerken. </p>
<p>Leider scheinen manche Unternehmen diesen Aspekt insbesondere bei Twitter unter den Tisch kehren zu wollen oder schlichtweg zu vergessen. Jedoch sind die Kunden permanent im Social Web pr&#228;sent und k&#246;nnen, ja sie d&#252;rfen nicht einfach ignoriert werden. Als kleine goldene Regel gilt: <strong>Wenn Kunden mit der Marke bei Twitter in den Dialog treten, erwarten sie eine schnelle Reaktion in Form von Kontaktaufnahme.</strong> Dabei ist es nahezu egal, ob dies als Best&#228;tigung, Problemfindung und L&#246;sung oder einfach nur ein freundliches Wort bei &#252;belster Kritik ist &#8211; sowie manches Mal auch ein illustrer Plausch. Auf Seiten der Kunden existiert heutzutage eine so unglaublich hohe Erwartungshaltung, die viele Unternehmen bislang einfach gar nicht oder nur &#228;u&#223;erst ungerecht erf&#252;llen k&#246;nnen. </p>
<p><a href="http://twitter.com/mikeschnoor"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2012/03/twitterdialog.jpg" title="Beispielhafter Dialog auf Twitter" width="660" height="353" /></a></p>
<h3>Dialog bei Twitter fordert den Kundenservice</h3>
<p>Der Kunde ist K&#246;nig. Das gute alte Credo scheint nur in wenigen K&#246;pfen auf Widerhall zu sto&#223;en. Der Kunde z&#228;hlt in den Augen vieler Unternehmen leider nur daf&#252;r, um Absatz zu generieren. Scheffeln wir Geld, machen wir Kohle, setzen wir um und bereichern uns. Entschuldigung, aber die Marke und damit das Unternehmen m&#252;ssen jeden Kunden insbesondere bei Twitter als wertvollen Kommunikatoren verstehen. Schlie&#223;lich sind wir als zahlender Social Mob entsprechend stark daran interessiert, eine L&#246;sung seitens der Unternehmen f&#252;r unsere Bed&#252;rfnisse zu erhalten. Der Faktor Zeit spielt wie eingangs erw&#228;hnt in gro&#223;e Rolle. <strong>Nur wenige Minuten, vielleicht maximal wenige Stunden sollten bei Twitter vergehen, bis die Reaktion seitens des Unternehmens den fragenden und hilfesuchenden Kunden erreicht.</strong> Gewiss kann eine Reaktion, je komplexer die Anfrage ist, auch etwas l&#228;nger in Anspruch nehmen, aber in der Wahrnehmung muss dem Kunden bei Twitter durch die Dialogaufnahme oder Reaktion des Unternehmens signalisiert werden, dass die Nutzer als Dialogpartner gesch&#228;tzt werden. Ohne ein solches grundlegende Verst&#228;ndnis f&#252;r das notwendige Dialogpotenzial in digitalen R&#228;umen wird in Zukunft die Kommunikation von Unternehmen und Organisationen bei Twitter nicht funktionieren.</p>
<p>F&#252;r mich als aktiver Nutzer von Twitter und manches Mal intensiv am Kundenservice interessierter Nutzer zeigt sich, dass Kommunikation &#252;ber Twitter der wirklich richtige Weg ist. <strong>Facebook hingegen bleibt meines Erachtens nach eine Spielerei.</strong> Dort wird keine dauerhafte Kundenbindung oder nur sehr geringe Aussichten auf kritische Probleml&#246;sungen in der Kommunikationsstrategie verfolgt. Die Mehrheit der Fans interessiert sich zudem nicht daf&#252;r, was die Marke bei Facebook kommuniziert, sondern folgt dem Markennamen nur, weil  irgendwann ein &#8220;Gef&#228;llt mir&#8221; aktiviert wurde. Die Ausblendungen aus der Timeline haben anhand mancher Studienergebnisse ein dramatisches Niveau. Zudem ist die Kommunikation bei Facebook hochrangig unpers&#246;nlich. Selten wird auf einzelne Anfragen eingegangen. Vielmehr erfreuen sich die Unternehmen daran, dass ganz viele Menschen sie liken oder ihre Links teilen.</p>
<h3>Professionelle Dienstleistung auf Twitter</h3>
<p>Faszinierend und dabei sehr positiv treten die Serviceteams der Deutschen Bahn unter <a href="http://twitter.com/db_bahn">@DB_Bahn</a> oder der Deutschen Telekom mit <a href="http://twitter.com/telekom_hilft">@telekom_hilft</a> bei Twitter in Szene. Professionelle Dienstleistung beinhaltet hier die Probleml&#246;sung in k&#252;rzester Zeit. Alle Nutzer werden wie jeder andere Kunde per Telefon oder auf postalischem Wege gleich behandelt. Vorz&#252;ge gibt es eigentlich keine. Aber die Wahrnehmung und Dialogf&#228;higkeit ist durchaus aktiver, individueller und damit attraktiver als die klassischen Formen des Kundendialogs. Zudem wird mit manch Witz und sogar mit einem freundlichen und unaufdringlichen Ma&#223; an Ironie bei gewissen Bestandskunden sogar ein wenig geplauscht. Dieses modifizierte Verhalten des Kundenservice beeinflusst zugleich das gesamte Empfinden f&#252;r eine Marke auf positive und charmante Weise, wie es die Konzerne in der &#246;ffentlichen Wahrnehmung so dringend brauchen. Ich bin froh, dass Twitter mir das Gef&#252;hl gibt, dass meine Anliegen &#252;ber diesen Kanal schnell Geh&#246;r finden, und dass mir meist ein informativer Mehrwert geboten wird. Danke!</p>
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		<title>Kann das Leistungsschutzrecht neue Probleme f&#252;r Presseportale bringen?</title>
		<link>http://mikeschnoor.com/2012/03/19/kann-das-leistungsschutzrecht-neue-probleme-fur-presseportale-bringen/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 09:08:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Faszination f&#252;r die Medienwelt beinhaltet keineswegs, dass man seine Seele an jemanden verkauft oder gar intimste Details preisgibt. Unl&#228;ngst hat sich weit &#252;ber Fachkreise hinaus die Erkenntnis verbreitet, dass die traditionellen Medienh&#228;user mit starkem Andrang versuchen, ihre digitalen Gesch&#228;ftsfelder zu Geld zu machen. Das Zauberwort namens &#8220;Monetarisierung&#8221; kann &#252;ber verschiedene Mittel und Wege erreicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Faszination f&#252;r die Medienwelt beinhaltet keineswegs, dass man seine Seele an jemanden verkauft oder gar intimste Details preisgibt. Unl&#228;ngst hat sich weit &#252;ber Fachkreise hinaus die Erkenntnis verbreitet, dass die traditionellen Medienh&#228;user mit starkem Andrang versuchen, ihre digitalen Gesch&#228;ftsfelder zu Geld zu machen. Das Zauberwort namens &#8220;Monetarisierung&#8221; kann &#252;ber verschiedene Mittel und Wege erreicht werden. K&#252;nftig soll dies auch &#252;ber das Leistungsschutzrecht definiert werden. Doch was bedeutet dies f&#252;r Verlage, wenn sie einige ihrer ausgew&#228;hlten Texte als Pressemitteilung verbreiten wollen?<br />
<span id="more-3466"></span><br />
Neben bekannten Ritualen des Paid-Content, der ganz klassischen Bezahlschranke, oder gar dem Wunsch eines Leistungsschutzrechts bei der auszugsweisen Einblendung von Verlagscontent erfolgt die Monetarisierung der redaktionellen Inhalte gerne &#252;ber Public Relations. Dabei gilt in jedem Fall zu respektieren, dass eher selten ein Online-Nutzer zum aktiven Abonnenten des passenden Printtitels konvertieren wird. <strong>Vielmehr dient diese PR f&#252;r redaktionelle Inhalte zur Erh&#246;hung der Werbeauslieferung auf der hauseigenen Website.</strong> Im Fall der Online-Ableger von Print-Erzeugnissen ein teils notwendiges &#220;bel. Zus&#228;tzlich zahlt gelungene PR in gewisser Weise auf den Mehrwert-Charakter des Journalismus ein, f&#252;r den ein Verlag einsteht &#8211; schlie&#223;lich erf&#252;llen exklusive oder hochgradig attraktive Artikel diesen Anspruch auf Seiten der Leser. Die Presse- und &#214;ffentlichkeitsarbeit sollte zumindest f&#252;r jedes gr&#246;&#223;ere Medienhaus zum guten Ton z&#228;hlen. Schlie&#223;lich erfreut es die Mitarbeiter, wenn andere Medien &#252;ber das eigene Unternehmen respektive Medium und Presseorgan berichten &#8211; und im Sinne des Qualit&#228;tsjournalismus die Quelle ordnungsgem&#228;&#223; nennen. </p>
<h3>Verlage lieben Pressearbeit &#252;ber ihre Dienstleister</h3>
<p>Mit einem interessierten Blick d&#252;rfte jeder Leser feststellen, dass <strong>Artikel der Medienh&#228;user recht h&#228;ufig &#252;ber den ber&#252;chtigten Ticker laufen</strong>. Gemeint ist dabei nicht &#252;ber die dpa als massiver Distributor der deutschen Medienlandschaft, sondern vielmehr &#252;ber die hauseigene Tochterfirma <a href="http://www.newsaktuell.de">newsaktuell/ots</a>, die vornehmlich auf den Presseversand spezialisiert ist. Alternativ wird <a href="http://www.ddpdirect.de">ddpdirect</a> von der DAPD genutzt. Auch manche freie Presseportale wie <a href="http://www.openpr.de">OpenPR</a> oder <a href="http://www.firmenpresse.de">Firmenpresse</a> werden gerne und h&#228;ufig von Verlagen zur kostenfreien Verbreitung und damit kleinen SEO-Optimierung ihres Verlagstitels genutzt. Wer genau nachschaut, findet auf diesen Portalen sehr viele Verlage oder Zeitungen mit eigenen Online-Pressef&#228;chern, die teilweise vortrefflich gepflegt werden. In regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden geben die Redaktionen, meistens die Chefredaktion oder Ressortleitung, zu eigens entwickelten Stories oder dem exklusiven Scoop der aktuellen Ausgabe eben jene kurze Pressemeldung heraus, die den Artikel und das Blatt manches Mal &#252;ber den Klee lobt. Darin enthalten ist erfahrungsgem&#228;&#223; ein kurzer Auszug oder ein vollst&#228;ndiger redaktioneller Artikel. </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2012/03/printtitel.jpg" title="Verschiedene Printtitel" width="660" height="400" /></p>
<p>Zumindest in den letzten Monaten setzten verschiedene Presseorgane auf die Verbreitung eigener Pressemitteilungen, die redaktionelle Artikel verschiedenster Bl&#228;tter proklamierten &#8211; um einige davon zu nennen: Aachener Nachrichten, Berliner Morgenpost, B&#246;rsen-Zeitung, Der Tagesspiegel, Flensburger Tageblatt, Frankfurter Neue Presse, Freie Presse (Chemnitz), Fuldaer Zeitung, General-Anzeiger, Hamburger Abendblatt, K&#246;lner Stadtanzeiger, Lausitzer Rundschau, Leipziger Volkszeitung, L&#252;becker Nachrichten, M&#228;rkische Oderzeitung, Mindener Tageblatt, Mittelbayerische Zeitung, Mitteldeutsche Zeitung, Neue Osnabr&#252;cker Zeitung, Neue Presse Hannover, Neue Westf&#228;lische (Bielefeld), Neues Deutschland, Ostsee-Zeitung, Ostth&#252;ringer Zeitung, Rheinische Post, Rhein-Neckar-Zeitung, Stuttgarter Nachrichten, S&#252;dwest Presse, Trierischer Volksfreund, Weser-Kurier, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Westdeutsche Zeitung, Westfalen-Blatt, Westfalenpost. </p>
<h3>Pressearbeit geh&#246;rt zum guten Ton f&#252;r Verlage</h3>
<p>Soweit so gut. Das kennt man, das liest man, das ignoriert man gerne manchmal. Zu besagtem guten Ton geh&#246;rt f&#252;r Verlage aber nicht nur der PR-Versand eigener Artikel hinzu. Nein, seit geraumer Zeit hat die Lobbyarbeit pro Leistungsschutzrecht einen hohen Stellenwert eingenommen. Nun soll eben jenes Leistungsschutzrecht daf&#252;r Sorge tragen, dass gewerbliche Anbieter im Netz, wie Suchmaschinenbetreiber und News-Aggregatoren, in Zukunft f&#252;r die Verbreitung von Presseerzeugnissen im Internet die Verlage mit einem Entgelt entlohnen bzw. an den dar&#252;ber generierten Einnahmen beteiligen sollen. Aber was machen dann die unz&#228;hligen Presseportale, welche ausschlie&#223;lich Pressemitteilungen als Content anbieten, zu denen selbstredend die hauseigenen Verlagsmeldungen z&#228;hlen?</p>
<p>Das Dilemma, in dem sich k&#252;nftig die Presseverantwortlichen unter den Blattmachern befinden werden, ist unausweichlich: <strong>Eine Pressemitteilung ist faktisch ein redaktioneller Beitrag mit informativem Charakter.</strong> Wer diese Informationen als Pressemitteilung versendet, ist der redaktionelle Urheber, und damit bei Verlagen der Verlag selbst. <strong>Pressemitteilungen von Verlagen unterliegen damit dem angepriesenen Leistungsschutzrecht.</strong></p>
<h3>Leistungsschutzrecht als Problem f&#252;r Betreiber von Presseportalen</h3>
<p>Gehen wir von dieser einen Milchm&#228;dchen-Rechnung aus, kommen damit die ganzen Presseversender und Presseportale ziemlich stark mit dem Leistungsschutzrecht in Ber&#252;hrung. M&#252;ssen nun wohl die Presseportale pro angezeigte Nachricht aus einer Verlagsredaktion bezahlen, obwohl diese ganz bewusst von den Verlagsmitarbeitern in die Portale gestellt wurde? Die Tatsache, dass Presseportale sehr oft gegen ein Entgelt den Presseversand an tausende Journalisten erm&#246;glichen, m&#252;sste bei den Verlagen f&#252;r die damit &#228;u&#223;erst gezielte Verbreitung ihrer Pressemitteilungen bzw. redaktionellen Berichte einen Anspruchsgrund im Sinne des Leistungsschutzgesetzes darstellen. </p>
<p>Vielleicht male ich ja den Teufel an die Wand, aber sobald ein solches Leistungsschutzrecht rechtm&#228;&#223;ig wird, kommen die Forderungen. Diese werden schlimmstenfalls anhand rein automatisierter Listen &#252;ber die Rechtsabteilung ausgespuckt. Die Listen k&#228;men dann &#252;ber einen Bot oder Crawler, der das Netz nach markanten Textpassagen der redaktionellen Artikel durchw&#252;hlt. Ein sch&#246;ner Super-Gau f&#252;r die Pressestellen der Verlage: <strong>Ihre eigenen Texte werden den Portalen zum Verh&#228;ngnis.</strong> Also muss seitens der Betreiber im Idealfall ein Riegel davor geschoben werden.</p>
<h3>Potenzieller L&#246;sungsansatz gegen Forderungen?</h3>
<p>W&#252;rde ich ein Presseportal betreiben, das von Verlagen zur Verbreitung ihrer hauseigenen Pressetexte genutzt wird, w&#228;re ich gut darin beraten, einen zus&#228;tzlichen Opt-In vor der Annahme des Verbreitungsauftrags f&#252;r die jeweiligen Pressemeldungen einzuf&#252;hren: &#8220;<em>Mit dem Absenden der Pressemitteilung versichere ich, dass der Betreiber des Presseportals XXX sowie von der Nutzung der Pressemitteilung seitens Dritten frei von jeglichen Anspr&#252;chen sind, die unter das Leistungsschutzrecht fallen.</em>&#8221; &#8211; oder so &#228;hnlich. Ansonsten keine Pressemitteilung von Verlagen. Zumindest als Nicht-Jurist f&#228;nde ich eine solch entsprechende Formulierung hilfreich und wegweisend, damit die Presseportalbetreiber in erster Linie und Portale mit Drittverwertung der Pressemitteilungen in zweiter Linie sowie insbesondere Journalisten und Redaktionen im Allgemeinen auch die Pressetexte der Verlage weiter nutzen d&#252;rfen &#8211; ohne in eine potenzielle Kostenfalle zu geraten und mit diesem verr&#252;ckten rein deutschen Problem des Leistungsschutzrechts in Konflikt zu geraten. Im Fall von Google kann man &#228;hnlich wie <a href="http://www.golem.de/1107/85019.html">k&#252;rzlich in Belgien</a> vorgehen, und die das Leistungsschutzrecht nutzenden Verlage konsequent aussperren. Pustekuchen mit den Forderungen, dann findet die Online-Seiten der Verlage niemand mehr wieder&#8230; ;)</p>
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		<title>XING: Fakeprofile im Stalkingmodus?</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 19:45:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
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		<description><![CDATA[XING ist ein urtypisch deutsches soziales Netzwerk. Aus einem elit&#228;ren Kreis namens openBC entwuchs XING zu einer durchaus ernstzunehmenden Networking-Plattform aus hiesigen Landen. Trotz des Aufkeimens von LinkedIn in unserem nationalen Territorium bleibt XING irgendwie noch eine der wichtigsten Anlaufstellen, wenn man einzelne Kontakte finden, evaluieren und wom&#246;glich zu seinen eigenen Kontakten machen m&#246;chte. Was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>XING ist ein urtypisch deutsches soziales Netzwerk. Aus einem elit&#228;ren Kreis namens openBC entwuchs XING zu einer durchaus ernstzunehmenden Networking-Plattform aus hiesigen Landen. Trotz des Aufkeimens von LinkedIn in unserem nationalen Territorium bleibt XING irgendwie noch eine der wichtigsten Anlaufstellen, wenn man einzelne Kontakte finden, evaluieren und wom&#246;glich zu seinen eigenen Kontakten machen m&#246;chte. Was mich daran gewaltig st&#246;rt, liegt darin begr&#252;ndet: Scheinbar wird mein Profil von diversen Fakeprofilen in regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden gecrawlt, dessen Bots meine Daten wom&#246;glich aggregieren. XING vermag dazu nicht reagieren&#8230;<br />
<span id="more-4097"></span><br />
<a href="http://mikeschnoor.de"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2012/02/xingprofile.jpg" alt="" title="xingprofile" width="660" height="315" /></a></p>
<p><strong>Ich bat XING um eine Stellungnahme</strong> zur Thematik, dass innerhalb von k&#252;rzester Zeit mein Profil von absolut neuen Nutzern, die teilweise keinen realen Lebensbezug besitzen. Dies testete ich anhand einfacher Suchabfragen in Google oder der Telefonauskunft aus. Alarmiert durch diese Nichtexistenz meiner Profilbesucher kontaktierte ich XING &#252;ber das klassische Support-Formular mit dem folgenden Schreiben und bat um Stellungnahme. Bis zu meinem Redaktionsschluss konnte oder wollte XING keine Stellungnahme zu meiner Presseanfrage abgeben. Gewiss kann so manches den Betrieb aufhalten, doch ein &#8220;Lieber Herr Schnoor, wir haben ihre Anfrage erhalten und bitten um Fristverl&#228;ngerung&#8221; w&#228;re ja nicht zu viel verlangt.</p>
<p>Nun ist meine <strong>gesetzte Frist leider verstrichen</strong>, daher ver&#246;ffentliche ich das Schreiben wie angek&#252;ndigt und hoffe, dass zumindest XING dies als Denkansto&#223; versteht, um diesen abstrusen Fall von &#8211; so wie ich es in der &#220;berschrift plakativ darstellte &#8211; Fakeprofilen im Stalkingmodus aufzukl&#228;ren. Dazu sind die Kommentare ein hervorragendes Mittel. Vielen Dank!</p>
<blockquote><p><em>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>k&#252;rzlich wurde mein XING-Profil von folgenden Personen besucht, die gro&#223;teils recht neue Profile besitzen.</p>
<ul>
<li><a href="https://www.xing.com/profile/Jonas_Meier12">Jonas Meier</a>, PR-Referent, Yellow Media GmbH, D&#252;sseldorf</li>
<li><a href="https://www.xing.com/profile/Reini_Meier">Reini Meier</a>, Head of state, Meier2012, Hafnafjyrdur/Faroer-Inseln</li>
<li><a href="https://www.xing.com/profile/Tom_Fabanane">Tom Fabanane</a>, Achterbahnenkonstrukteur, Phantasialand, K&#246;ln</li>
<li><a href="https://www.xing.com/profile/Sabine_Schulze45">Sabine Schulze</a>, Journalistin, K-Magazin, K&#246;ln</li>
<li><a href="https://www.xing.com/profile/Lili_Bensberg">Lili Bensberg</a>, Produktdesignerin, Mayr &#038; Malm, Bonn</li>
<li><a href="https://www.xing.com/profile/Ilse_Mueller19">Ilse M&#252;ller</a>, Pflegefachkraft, Ilses Pflegedienst, Grevenbroich</li>
<li><a href="https://www.xing.com/profile/Anna_Affe">Anna Affe</a>, Ressortleiter, Monkey Magazine, K&#246;ln</li>
<li><a href="https://www.xing.com/profile/Peter_Panther8">Peter Panther</a>, CEO, Business Consulter, K&#246;ln</li>
<li><a href="https://www.xing.com/profile/Rosa_Steinle">Rosa Steinle</a>, Unternehmerin, Salatbar, K&#246;ln</li>
<li><a href="https://www.xing.com/profile/Thomas_Berndt26">Thomas Berndt</a>, Designer, Total Cool, K&#246;ln</li>
<li><a href="https://www.xing.com/profile/Gwendolin_Hawil">Gwendolin Hawil</a>, Beraterin, Gwendolin Hawil, Berlin</li>
<li><a href="https://www.xing.com/profile/Jupp_Schmitz36">Jupp Schmitz</a>, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer, Metzgerei Schmitz, K&#246;ln</li>
</ul>
<p>Nach meinen erfolgten Recherchen gibt es nahezu keinen dieser Menschen bzw. deren Firmen, insbesondere ein Monkey Magazine in K&#246;ln oder die Yellow Media GmbH in D&#252;sseldorf scheinen nicht zu existieren. Auch die Salatbar in K&#246;ln weist keinen Hinweis auf eine Rosa Steinle hin. Bei der Metzgerei Schmitz in K&#246;ln f&#252;hrt zudem ein Gregor Schmitz die Gesch&#228;fte, jedoch kein Jupp Schmitz.</p>
<p>Wie erkl&#228;ren Sie sich diese oben genannten Profile, die in k&#252;rzester Zeit mein Profil besuchen und eventuell die Informationen automatisiert crawlen? Dieses &#228;hnliche Ph&#228;nomen habe ich bereits vor geraumer Zeit beobachtet und zur damaligen Zeit um ihre Aufkl&#228;rung gebeten. Konkret erfolgte von Ihrer Seite jedoch nichts.</p>
<p>Ich bitte Sie daher um Ihre Stellungnahme, gerne auch von ihrer Pressestelle, bis zum 13. Februar 2012 um 12:00 Uhr. Ich behalte mir eine redaktionelle Ver&#246;ffentlichung dieser Thematik und des vollst&#228;ndigen Schriftverkehrs vor.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en<br />
Mike Schnoor<br />
</em></p></blockquote>
<p>Hilfe. Ich f&#252;hle mich als zahlender Kunde durch solch einen Besucheransturm in einem relativ kurzen Zeitraum in gewissen Ma&#223;e bedr&#228;ngt und bel&#228;stigt. Wie ich auch schilderte, <strong>wiederholt sich dieses Prozedere alle paar Wochen</strong> in &#228;hnlicher Weise. Zudem bleiben die jeweiligen Profile auf unbestimmte Zeit hin ungepflegt respektive ohne nennenswerte Aktualisierungen auf dem Portal. Hat sonst noch jemand ein solches Besucherverhalten bei XING anhand der hauseigenen Statistiken und Daten erlebt?  Nat&#252;rlich kann es sein, dass ich mich vollkommen t&#228;usche und bitte in dem Fall sowohl um proaktive Aufkl&#228;rung und um Nachsicht. Ich bin ja nur ein normaler Nutzer.</p>
<p><strong>Nachtrag vom 16. Februar 2012:</strong><br />
Aufgrund meines erneuten Nachfragens bei XING hat das Unternehmen reagiert. Die Antwort m&#246;chte ich in ihrer Essenz nicht vorenthalten.</p>
<blockquote><p><em>Wir haben die offensichtlichen Fake-Profile gepr&#252;ft, zeitnah sperren k&#246;nnen und m&#246;chten uns erneut f&#252;r den Hinweis bedanken.</p>
<p>Bereits seit Jahren arbeitet XING vehement mit Ma&#223;nahmen, die das Crawling von Profilen verhindern sollen. Bitte haben Sie Verst&#228;ndnis daf&#252;r, dass wir diese nicht bis ins Detail erl&#228;utern werden, da wir das Umgehen dieser Mechanismen dadurch zu transparent offenlegen w&#252;rden.<br />
</em></p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Blogparade &#252;ber Zeitungen, Zeitschriften und B&#252;cher: Lesen wir noch Gedrucktes?</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 12:23:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Neben aller Digitalit&#228;t, die uns im Alltag zwischen Apps, Clients, Downloads und sonstigen Aspekten unserer modernen Internet-Gesellschaft besch&#228;ftigt, besitzen gedruckte Werke f&#252;r viele Menschen immer noch einen unnachgiebigen Anreiz. Freimutig darf ich voller Stolz behaupten: Ja, auch ich lese gerne Gedrucktes. Zeitungen, Zeitschriften, B&#252;cher. Daher erlaube ich mir trotz meiner sehr offensichtlichen Affinit&#228;t zu digitalen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben aller Digitalit&#228;t, die uns im Alltag zwischen Apps, Clients, Downloads und sonstigen Aspekten unserer modernen Internet-Gesellschaft besch&#228;ftigt, besitzen gedruckte Werke f&#252;r viele Menschen immer noch einen unnachgiebigen Anreiz. Freimutig darf ich voller Stolz behaupten: Ja, auch ich lese gerne Gedrucktes. Zeitungen, Zeitschriften, B&#252;cher. Daher erlaube ich mir trotz meiner sehr offensichtlichen Affinit&#228;t zu digitalen Themen hier einen kleinen pers&#246;nlichen Einblick in eine Faszination Papier &#8211; ja, eine Faszination non-digital zu geben. Zugleich bitte ich die freudigen Leser, sich den Text zu Herzen zu f&#252;hren und in sich zu kehren. F&#252;r diesen Artikel rufe ich zu einer kleinen Blogparade auf und w&#252;rde mich freuen, weitere interessante Beitr&#228;ge &#252;ber Zeitungen, Zeitschriften und B&#252;cher lesen zu d&#252;rfen.<br />
<span id="more-4035"></span></p>
<h3>Lekt&#252;re der Jugend</h3>
<p>Gehen wir von den jungen Jahren aus, sog ich als kleiner Junge viele B&#252;cher inbr&#252;nstig auf. Ohne Frage waren digitale Inhalte in den fr&#252;hen 80ern bis in die 90er Jahre eher Mangelware. Also las ich, konsumierte die Inhalte aufgrund meines frisch erworbenen Wissens &#252;ber &#8211; nennen wir es einfach die Buchstabensuppe. Der Geruch und die Ger&#228;usche des Papieres zwischen meinen Fingern vermittelten einen positiven Eindruck. <strong>B&#252;cher gaben dieses Wohlf&#252;hlgef&#252;hl direkt aus dem Mandelkern.</strong> W&#228;hrend im zarten Kindesalter meine Lesebereitschaft gewiss auf einem H&#246;chststand war, ebbte diese mit dem Heranreifen &#252;ber die Jahre naturgem&#228;&#223; ab. Dies mag gewiss durch pseudowissenschaftliche, die so genannte p&#228;dagogische Lekt&#252;re w&#228;hrend der Schulzeit gelegen haben, aber auch das Medium namens Fernsehen beeinflusste ein zunehmendes Desinteresse am eigenst&#228;ndigen Lesen. </p>
<p><a href="http://mikeschnoor.com/upload/2012/02/bucher.jpg"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2012/02/bucher.jpg" width="660" height="400" class="alignnone size-full wp-image-4073" /></a></p>
<p>Doch ich beharrte zumindest auf Informationen, um den Wissensdurst des Geistes zu stillen. So entschied ich mich kurzerhand f&#252;r das meiner Meinung nach richtige Medium: <strong>An die Stelle des Buches trat konsequenterweise die Zeitung.</strong> Wie herrlich war das knisternde Papier, das leichte Spuren von frischer Druckerschw&#228;rze auf meinen Fingern hinterlie&#223;&#8230; die Zeitung konnte begeistern. Gefunden auf dem elterlichen Fr&#252;hst&#252;ckstisch oder endlich nach der Schule, erquickte ich mich am t&#228;glichen Geschehen aus der Region. Doch als erwachsener Mensch verirrten sich meine Interessen wiederum anderweitig, so dass die letzte Zeitung als regelm&#228;&#223;ige Morgen- oder Tageslekt&#252;re bis ungef&#228;hr ins Jahr 2002 hinein von mir gelesen wurde. Dieser Zeitpunkt, an dem mein <strong>kostenreduziertes Freiabonnement des alten Arbeitgebers</strong> von der Marke Zeitungsverlag auslief, markierte also eine pers&#246;nliche Wende meines Medienkonsums. </p>
<p>So war es nicht verwunderlich, dass die gedruckte Zeitung mit lokalem und regionalem Bezug recht schnell dem Online-Auftritt manche &#252;berregionalem Titel, Fachzeitungen und international bekannter Publikation weichen musste. Doch anstatt am Kiosk die jeweiligen Bl&#228;tter und Titel zu kaufen, frohlockten die Verlage mit immer besseren und schnelleren Online-Pr&#228;senzen. Die n&#228;chsten Jahre meiner selbst waren ohne Frage durch zahlreiche vom Bildschirm abh&#228;ngige Lesezyklen beeinflusst. Die <a href="http://www.spiegel.de">Online-Redaktion vom Spiegel</a> hinterlie&#223; einen professionellen Eindruck, vor allem zu der Zeit, als wir w&#228;hrend 9/11 versuchten, die Website unserer Lokalzeitung unter der Last am Laufen zu halten, dominierte Spiegel durch zumindest gef&#252;hlte Erreichbarkeit und Aktualit&#228;t. Nun, nicht immer konnte man gewinnen&#8230; ;)</p>
<p>Aber genau in diesen Jahren der Ver&#228;nderung, rund um die Jahrtausendwende, verlie&#223; mich das Interesse am gedruckten Wort. Zuerst Zeitungen und Zeitschriften.  <strong>B&#252;cher existierten f&#252;r mich letztlich nur noch im Regal und verstaubten vor sich hin.</strong> Auch einzelne Titel, die ich doch vom Zeitungskiosk gekauft hatte, vergilbten langsam aber sicher in der Ecke. Ich sammelte die Publikationen vielmehr aus Interesse anstatt zum Lesen. Was vor Jahren als Tageszeitung noch eine Begeisterung aus&#252;bte, womit wir wieder beim initialen Begriff der Faszination w&#228;ren, ebnete sich durch das aufkeimende Internet den Weg hin zu einem Konkurrenzkampf der Medien. W&#228;hrend das Fernsehen dauerhaft und m&#228;&#223;ig berichtete, das Radio noch eine Aktualit&#228;t der Stunde aufwies, verlor der gute alte Print gegen&#252;ber den Online-Medien immer st&#228;rker. Als digital affiner Mensch musste ich mich mit dem Internet als Kommunikations- und Informationsmedium auseinandersetzen. Immer st&#228;rker drang das Internet von der dunklen Nische im Arbeitszimmer in den Mittelpunkt des Informationskonsums. Spannend. Faszinierend. Verlockend. Beeinflussend. Internet. Und Zeitungen, Zeitschriften oder B&#252;cher spielten immer st&#228;rker eine Nebenrolle. </p>
<p><H3>Intermezzo Infernale</h3>
<p>Stopp, halt, wie bitte? <strong>Ein PR-Fuzzi outet sich als Abstinenzler seines abg&#246;ttisch zu verehrenden Counterparts?</strong> Klar, wir PR-Leute leben davon, dass unsere Geschichten sich in den Medien in zumeist massenmedialer Verbreitung wiederfinden. Wer nicht die Medien liest, der nicht gewinnt? Gewiss mag nun der eine oder andere Zeitgenosse sich dar&#252;ber wundern, weshalb sich jemand wie ich, der sich <strong>hauptberuflich verantwortlich f&#252;r Presse- und &#214;ffentlichkeitsarbeit</strong> zeichnet, &#252;ber mehrere Jahre hinweg sich dem grundlegenden Medium auf Papier verschlie&#223;en mag &#8211; und dies offenkundig im Blog bekannt gibt? Tja, ganz so einfach ist es doch nicht. ..</p>
<h3>Wandel der Medienlandschaft</h3>
<p>Der Journalismus ver&#228;nderte sich und damit auch meinen Medienkonsum. Gute Geschichten, die ich zumindest w&#228;hrend meiner jungen Jahre in der Lokalpresse genoss, verkr&#252;ppelten zu maroden Berichten, die lieblos voller subjektiver Machart gestrickt wurden. Das beste Beispiel f&#252;r diese verk&#252;mmerten Ans&#228;tze lassen sich anhand der typischen Sportseiten aufzeigen. Wo fr&#252;her jeder erdenkliche Verein seinen Platz mit informativen Berichten, teils auf mehreren Seitenstrecken fand, existierten auf diesen Seiten bald nur noch ein oder zwei Texte mit sportlichen Informationen und &#252;berregionale Berichte. Die regionale Tabelle und gut war&#8217;s? Neben der personellen Reduktion der Sportredaktion war f&#252;r mich als Leser eines relativ kleinen Lokalblattes war schnell klar: <strong>Die Anmut des Schreibens fehlte den Redakteuren.</strong> Leider nicht nur im Sportteil, sondern insgesamt in der lokalen Berichterstattung. Die &#252;berregionalen Themen stammten zumeist von den Korrespondenten in der Landeshauptstadt oder waren von der dpa verfasst. An die Stelle guter Artikel r&#252;ckte die Naivit&#228;t von gesch&#228;ftsf&#252;hrenden Praktikern, welche den Endkampf gegen das digitale Zeitalter heraufbeschworen und ihren eindrucksvollen Inzest durch Ausgliederungen, Integrationen, Verkleinerungen und sonstigen Mechanismen der Hilflosigkeit in den Redaktionen aus&#252;bten. </p>
<p><strong>Das Lokalblatt verlor nicht nur seinen Anreiz, sondern die Attraktivit&#228;t.</strong> F&#252;r mich als zumindest j&#252;ngeren Leser &#8211; gemessen an den &#252;blichen Zielgruppen der regelm&#228;&#223;igen MA bin ich zumindest im unteren Teil vom Altersdurchschnitt anzusiedeln. Davon unabh&#228;ngig wurden viele Themen, die &#252;berregionalen Bezug und wirtschaftlich oder politischen Charakter besa&#223;en, bereits im Internet gespielt und waren damit am folgenden Tag nicht sofort faszinierend. Die notwendige Tiefe der Lokalpresse wurde nicht nur personell verd&#252;nnt, sondern inhaltlich abgeflacht, dass man von Nordsee zu Ostsee &#252;ber den Zeitungsteppich waten konnte &#8211; ausgemerzt mit Tristesse. </p>
<p>Nach all diesen medialen Eskapaden &#252;bt das gedruckte Wort auch heute noch eine pure Faszination auf mich aus. Zwar habe ich bewusst f&#252;r viele Jahre auf ein festes Abonnement einer t&#228;glichen Printpublikation verzichtet, jedoch sch&#228;tze ich nach wie vor die journalistische Arbeit und kaufe regelm&#228;&#223;ig den einen oder anderen Titel am Kiosk. Ja, mittlerweile wage ich wieder den Kauf einer Morgenlekt&#252;re am Zeitungskiosk. Doch nicht das Urspr&#252;ngliche im Lokalen, sondern das Wirtschaftliche steht in meinem Fokus. Ich genie&#223;e die Zeitungsartikel, bleibe aber nicht bei einem Titel. Vielmehr wechsle ich nach Gusto die Publikationen. Die Voraussetzung ist die entsprechende Titelgeschichte. Der Lead muss sitzen, um mich zum Kauf zu &#252;berzeugen. Selbstverst&#228;ndlich habe ich berufliche Gr&#252;nde, doch an meiner Wurzel erkennt man, dass ich die traditionell manifestierte Vierte Macht im Staate sehr sch&#228;tze. Dass wir im Social Web die F&#252;nfte Macht als Kollektiv von Individuen vorfinden, ist eine evolution&#228;re Errungenschaft unserer Zeit &#8211; <strong>wir sollten stolz darauf sein</strong>.</p>
<h3>Gedrucktes als Lesestoff</h3>
<p>Entferne ich mich von der t&#228;glichen Schreibe aus den Medien, anders als Zeitungen und Zeitschriften, sehe ich um mich herum wieder die B&#252;cher. Es sind mittlerweile zahlreiche B&#252;cher geworden, die verschiedene Zwecke erf&#252;llen. Was anfangs mit der Ebbe verschwand, kam nach Jahren mit einer Flut zur&#252;ck. Denn auch f&#252;r mich gilt: <strong>In meiner Familie sind B&#252;cher eine &#228;u&#223;erst begehrte Ware.</strong> In unserem Arbeitszimmer sammeln sich unz&#228;hlige Werke verschiedenster Inhalte und Stilrichtungen. Im Wohnzimmer finden sich praktische B&#252;cher mit Tipps, Rezepten und Anregungen zum Basteln. &#220;berall liegen B&#252;cher verstreut, wenn unsere zwei Zwerge ihre Interessen ausleben. Gl&#252;cklicherweise lieben unsere beiden Kinder ebenfalls ihre B&#252;cher. Nicht nur ich oder meine Frau schm&#246;kern gerne auf der Couch oder im Bett nach dem getanen Tageswerk vor uns hin. Meine wahre Leidenschaft dem Buche gegen&#252;ber entdeckte ich erst, als ich selbst Vater wurde. Wenn zwei Kinder ihre Eltern fordern, eine Geschichte erz&#228;hlt zu bekommen, helfen B&#252;cher in fast jeder Lebenslage. </p>
<p><strong>Als digitaler Asket sch&#228;tze ich wieder B&#252;cher</strong>. So manches Mal, wenn ich einen ruhigen Moment erlebe, greife ich gerne zum Buch und tauche in ferne Welten, gleite in Gedanken von mir und erlebe die Fantasie der Gedanken, welche sich um jedes noch so kleine Wort kr&#228;useln. Dem Geruch dieser Seiten, welche veraltet sind oder doch so druckfrisch, kann kein digitales Leseger&#228;t entgegen wirken. Faszination Buch als moderner Lebensinhalt. Mit dem Elterndasein genie&#223;e man die Zeit, nach einem arbeitsreichen Tag und den leider kurzen Momenten mit den eigenen Kindern, sich mit einem Buch oder einigen guten Artikeln zu entspannen. Gewiss konsumiere ich die journalistische Qualit&#228;t am Tage, daf&#252;r lehne ich mich fast jeden Abend wiederum zur&#252;ck und schm&#246;kere gerne in den Lettern einzelner kreativer Geister, die ihre Welten f&#252;r mich erlebbar machen. In angenehmen Licht getaucht, wirken die wei&#223;en Seiten in goldenen und gelben Farbt&#246;nen. Seite f&#252;r Seite, bis meine Augen m&#252;de zufallen. Dieses wundervolle Erlebnis kann nie durch ein Tablet-PC der digitalen Sph&#228;ren erf&#252;llt werden. </p>
<p><iframe width="640" height="360" src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/SKVcQnyEIT8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>B&#252;cher als Gesamtkunstwerk</h3>
<p>Von Zeitungen &#252;ber Zeitschriften als Medien und Informationen zu B&#252;chern als sinnhaftiges Erlebnis &#8211; ich genie&#223;e mittlerweile fast alles, was greifbar ist. Wenn &#252;ber 2,7 Millionen Zuschauer sich bereits dieses Video angesehen haben, sind dies meiner Meinung nach noch zu wenig. Hier wird die Faszination des Buches, des gedruckten Wortes, auf wundervolle spielerische Weise zu einem Gesamtkunstwerk erstellt. Wenn dieses Video als abschlie&#223;endes Element meines Gedankensolos auf den Leser dieser Zeilen wirkt, freut es mich. Wie ergeht es euch? Welche Emotionen verbindet ihr mit Zeitungen, Zeitschriften und B&#252;chern? <strong>Lest auch ihr noch gerne gedruckte Werke?</strong></p>
<p><em>Hinweis: Die Blogparade soll von heute an bis zum 29. Februar 2012 laufen. Macht mit. Ich freue mich! ;)</em></p>
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		<title>Ich finde ACTA nicht gut!</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 18:46:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viele Menschen gingen heute auf die Stra&#223;e, um gegen ACTA zu protestieren. Ganz pers&#246;nlich muss ich gestehen: Ich finde ACTA nicht gut! Mein digitales Leben w&#252;rde in dem Moment aufh&#246;ren, wenn ACTA zugreift. Dabei geht es nicht um MP3s oder &#228;hnliches, sondern den einfachen Link, den man teilt. Den Blogeintrag, den man schreibt. Das Foto, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen gingen heute auf die Stra&#223;e, um gegen ACTA zu protestieren. Ganz pers&#246;nlich muss ich gestehen: Ich finde ACTA nicht gut! Mein digitales Leben w&#252;rde in dem Moment aufh&#246;ren, wenn ACTA zugreift. Dabei geht es nicht um MP3s oder &#228;hnliches, sondern den einfachen Link, den man teilt. Den Blogeintrag, den man schreibt. Das Foto, was man schie&#223;t. Das Video, was man aufnimmt oder sogar mit Musik remixt. ACTA hat nichts Gutes. Spread the word. Mehr muss man dazu auch nicht mehr sagen. Und wer noch nicht wei&#223;, was ACTA bedeutet, dem empfehle ich folgendes Video&#8230;<br />
<span id="more-4087"></span><br />
<iframe width="640" height="360" src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/yWqta3S9vcc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Heineken mit einer Facebook Dating App: Ein offener Brief an Charlotte</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 19:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebe Charlotte, das &#8220;Du&#8221; ist normalerweise in der PR-Branche nicht sofort normal, aber in diesem Fall bei uns beiden sehe ich einmal dar&#252;ber hinweg. Nach dem ausf&#252;hrlichen Lesen deiner E-Mail und der beiliegenden Pressemeldung f&#228;llt mir besonders in Verbindung zu eurem Kunden Heineken auf, dass eine Facebook App zwecks Dating und &#228;hnlicher kuscheliger Momentaufnahmen, gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Charlotte, das &#8220;Du&#8221; ist normalerweise in der PR-Branche nicht sofort normal, aber in diesem Fall bei uns beiden sehe ich einmal dar&#252;ber hinweg. Nach dem ausf&#252;hrlichen Lesen deiner E-Mail und der beiliegenden Pressemeldung f&#228;llt mir besonders in Verbindung zu eurem Kunden Heineken auf, dass eine Facebook App zwecks Dating und &#228;hnlicher kuscheliger Momentaufnahmen, gerade im Vorfeld zum Valentinstag von einer Brauerei irgendwie charmant, aber zugleich irritierend her&#252;berkommt. F&#252;r mich als erfahrener PR-Mensch, geb&#252;rtiger Flensburger (Pils), gl&#252;cklicher Ehemann und Vater von zwei Kindern, wirkt diese kommunikative Situation einfach nur herausfordernd. Gewiss habt ihr diese rudiment&#228;ren Basisinfos zu meiner Person nebst meinen Interessensgebieten ja bereits recherchiert&#8230;<br />
<span id="more-4058"></span></p>
<h3>Dating App mit dem Bier danach?</h3>
<p>Also &#8220;Butter bei die Fische&#8221; &#8211; reden wir doch einfach einmal Tacheles. Klar, in dem Fall deiner Pressemeldung geht es eindeutig um die Bewerbung der Facebook App &#8220;Serenade&#8221; zum Valentinstag, die zum Dating gedacht ist, aber damit auch zum &#8220;Liebe machen&#8221; einl&#228;dt. Vielleicht obliege ich nun einer Sinnest&#228;uschung, doch wenn eine App f&#252;r mehr als nur soziale Interaktion unter Freunden, quasi unter dem Vorzeichen von Dating steht, k&#246;nnte dies mit Alkohol entsprechend proaktive Kontaktaufnahmen befl&#252;geln. Schlie&#223;lich ist und bleibt Heineken ein alkoholhaltiges Getr&#228;nk. Die &#8220;freie&#8221; Variante mit nahezu 0,0 Promille z&#228;hlt in der Hinsicht nicht. </p>
<p>Gewiss, das jeweilige Objekt der Begierde namens Liebling oder Schatzi wird &#252;ber die App einen zusammengest&#252;ckelten Song gem&#228;&#223; der Vorauswahl des Nutzers auf die eigene Facebook-Wall erhalten. Soll als potenzielles Kampagnenziel dieser werblichen Aktion &#252;ber das sozialen Netzwerk quer mit PR noch am Ende vielleicht ein durch Heineken betrunkenes Liebespaar ihre Fotos dieser &#8220;<a href="https://apps.facebook.com/heinekenserenade/">Serenade</a>&#8221; im Netz teilen? Ich wei&#223; es nicht, und hoffe nicht auf das Potenzial f&#252;r mehr. <strong>Dating und Alkohol &#8211; dabei k&#246;nnen auch Kinder entstehen.</strong> Ja, und jetzt? Vielleicht danach doch das Bier mit dem Feuerzeug &#246;ffnen?</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/59247791@N08/5505367854/"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2012/02/heineken2.jpg" TITLE="Supersymbolfoto: Heineken Beer_02 by rob_rob2001 | CC Licence http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en"></a></p>
<h3>Wirkung in Reinform</h3>
<p><strong>Zumindest wirkt das Produkt in Natura wesentlich positiver</strong>. Wenn es alleine f&#252;r sich steht, ohne dieses Dating und ohne eine App. Schlie&#223;lich haben viele Mitb&#252;rger hohe Erwartungen und eine klare Wertvorstellung beim Gedanken an dieses bew&#228;hrte Volksgetr&#228;nk. Wenn schon, denn schon &#8211; dann hilft dieser unnahbar einfache Katalysator, das Produkt in Reinform, den wahren Erfolg der Blogger-PR loszutreten. </p>
<p>Wenn ich an Blogger PR denke, was eure Agentur ja auch mit dieser Kommunikationskampagne bewirken und bezwecken m&#246;chte, kommt mir vielmehr ein Kasten des kommunikativ beworbenen Gerstensafts in den Sinn. Oder zumindest ein kleines Sixpack Heineken kommt wesentlich attraktiver her&#252;ber als das reine Presseschreiben. Ein &#228;hnliches Konzept f&#252;r Social Media verfolgte k&#252;rzlich eine der gr&#246;&#223;ten Handelsketten in Europa &#8211; ein voller Erfolg auf ganzer Linie, wie <a href="http://mikeschnoor.com/2011/12/04/social-media-fur-profis-weinverkostung-von-metro-fuhrt-in-den-genusshimmel/">dieser verlinkte Artikel mit meinen Eindr&#252;cken</a> beweist. Ein folgerichtiges Paket zur Produktpromotion von Heineken h&#228;tte einen hohen Anreiz, um &#252;ber Heineken noch weit intensiver und ausf&#252;hrlicher zu schreiben. Apps kommen und gehen, aber der Geschmack bleibt h&#228;ngen &#8211; und bei Heineken k&#246;nnte man den Bogen spannen und behaupten: Bier wirkt.</p>
<h3>Warnung vor dem Phishing-Link</h3>
<p>Kollegial wie ich bin, weise ich auch gerne darauf hin, dass neben dem reinen Pressetext und den Dateianh&#228;ngen in deiner Mail ein Link zu finden war, welcher zu weiterf&#252;hrenden Hintergrundinformationen auf einem niederl&#228;ndischen Webserver mit einem Promovideo f&#252;hrte. Der Link wirkte nicht nur befremdlich, nein, von einer marktf&#252;hrenden Antiviren-Software wurde der <strong>Link auf den Presseserver als Phishing-Link identifiziert</strong>. Das kann nat&#252;rlich immer mal vorkommen. Ich hoffe, es wird mir nie passieren.</p>
<h3>Lass uns doch einfach einmal reden?</h3>
<p>Doch genug der Worte. Darf ich das Gespr&#228;ch anbieten, quasi den Dialog offerieren? Oder noch besser &#8211; ich schreibe gleich dar&#252;ber in meinem Medium, meinem Blog. Dein Schreiben h&#228;nge ich in gek&#252;rzter Fassung mit bei. Insgeheim w&#252;rde ich mich nat&#252;rlich schon daf&#252;r interessieren, wie eingangs in meinem offenen Brief hier erw&#228;hnt, weshalb ihr auf mich in eurem Verteiler-Matching f&#252;r Heineken kamt? <strong>Nicht, dass ich einem Sixpack auf dem Postwege abgeneigt w&#228;re&#8230;</strong></p>
<p>Ich freue mich! Schlie&#223;lich sind wir ja schon per Du&#8230;  ;)</p>
<p>Beste Gr&#252;&#223;e<br />
Mike</p>
<blockquote><p><strong>Am 03.02.2012 12:34, schrieb Charlotte:</strong><br />
<em>Lieber Mike Schnoor,</p>
<p>wir hatten bisher noch keinen Kontakt, ich hoffe das &#8220;Du&#8221; ist an dieser Stelle ok.<br />
Ich w&#252;rde Dir mit dieser Mail gerne ein neues Thema von unserem Kunden Heineken vorstellen bei dem ich glaube, dass es f&#252;r dein Medium interessant sein k&#246;nnte.<br />
Vielleicht st&#246;&#223;t es auf Interesse, was mich sehr freuen w&#252;rde.<br />
Ich freue ich mich sehr &#252;ber Deine R&#252;ckmeldung.</p>
<p>Viele Gr&#252;&#223;e<br />
Charlotte</em></p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Pressemeldungen &#8211; Eine Anleitung zur kommunikativen Gr&#228;tsche</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 19:48:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
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		<description><![CDATA[Jeden Tag trudeln in meinem E-Mail-Postfach diverse Pressemitteilungen ein. Daf&#252;r habe ich mich ganz bewusst entschieden, um mich als PR-Mensch immer &#252;ber den Markt und die Wettbewerber informiert zu halten. Doch manche Texte kann und m&#246;chte ich nicht mehr lesen. Es widert mich f&#246;rmlich an. Die wahren Perlen dieser Pressemeldungen m&#246;chte ich gerne hier vorstellen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeden Tag trudeln in meinem E-Mail-Postfach diverse Pressemitteilungen ein. Daf&#252;r habe ich mich ganz bewusst entschieden, um mich als PR-Mensch immer &#252;ber den Markt und die Wettbewerber informiert zu halten. Doch manche Texte kann und m&#246;chte ich nicht mehr lesen. Es widert mich f&#246;rmlich an. Die wahren Perlen dieser Pressemeldungen m&#246;chte ich gerne hier vorstellen, auch mit einer Bastelanleitung der Marke Eigenbau zum Selbsttexten.<br />
<span id="more-4044"></span><br />
Ein wirklicher Mehrwert entsteht bei diesen Texten wohl kaum. Jeder Journalist wird bei diesen ersten S&#228;tzen den Kopf sch&#252;tteln. Gewiss muss man als PRler das eine oder andere Mal sich selbst &#252;ber den Klee loben. Auch ich neige derweil dazu, dieses Prozedere auszu&#252;ben. Doch ein solches Muster m&#246;chte ich in der Kommunikation h&#246;chst ungerne anwenden und hoffe, dass ich k&#252;nftig nicht dazu gezwungen sein muss, mein eigenes Muster anzuwenden, um Kommunikation zu betreiben.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/dm-set/3721351367/"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2012/01/argh2.jpg" TITLE="Supersymbolfoto: (190/365) ARGH! by Sarah G / dm-set | CC Licence http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en"></a></p>
<h3>Baustein 1 &#8211; Die Headline (und die Sublines)</h3>
<blockquote><p>[Firmenname] [kooperiert / fusioniert / arbeitet zusammen] mit [Firmenname]</p>
<p>[Firmenname] [lanciert / stellt vor / f&#252;hrt ein / k&#252;ndigt an] [Produktname] in [Absatzmarkt]</p></blockquote>
<p>Ok, soweit so gut, das ist und bleibt einfach. Viel kann man nicht falsch machen, wenn man den Schwerpunkt nicht auf informelle Attraktivit&#228;t der wenigen Worte setzt. <strong>Eyecatcher und geistige Filter trotzen dem Texter.</strong> Einen ge&#252;bten PR-Redundanzler wird diese Warnung ziemlich kalt lassen. Doch auf solche spektakul&#228;ren Wortfetzen  folgt das so unglaublich typische Prozedere der international agierenden Public Relations, dass mir mittlerweile sehr negativ auff&#228;llt. Ich kann es nicht mehr lesen, sehen, h&#246;ren. Woher dieser Bockmist kommen mag, sei recht einfach erkl&#228;rt: Diese Pressemeldungen entstehen in fein s&#228;uberlicher Arbeit in &#220;bersee. Amerika ist der gr&#246;&#223;te Hort, die unersch&#246;pfliche Quelle textlicher Worth&#252;lsen und verbaler Bleiw&#252;ste. Aufgepasst!</p>
<h3>Baustein 2 &#8211; Der erste Absatz</h3>
<blockquote><p>[Firmenname], [eine Firma / ein Unternehmen], [die / das] auf [wichtiges Teilsegment eines einzelnen Nischenzweiges der gesamten Wertsch&#246;pfungskette] spezialisiert ist, gibt [heute / am TT.MM.JJJJ] die [Ver&#246;ffentlichung von Produktname / Kooperation mit Unternehmensname / oder etwas sehr wichtiges] bekannt.</p>
<p>[Firmenname und Firmenname] freuen sich,  [heute / am TT.MM.JJJJ] verk&#252;nden zu d&#252;rfen, dass damit [irgendein Meilenstein erreicht wird] und [Auswirkungen f&#252;r das wichtige Teilsegment eines einzelnen Nischenzweigs noch optimaler f&#252;r die Kunden der Firmen verlaufen und damit &#228;u&#223;erst wichtige Vorteile mit sich bringen werden].</p>
<p>[Firmenname], [ein f&#252;hrendes Unternehmen / der f&#252;hrende Anbieter / der Marktf&#252;hrer] in [wichtigem Spezialgebiet f&#252;r Unternehmen], hat eine neue Version seiner [wichtige beschreibende Worth&#252;lsen, m&#246;glichst drei St&#252;ck hintereinander] [Produktname Produktversion] f&#252;r [Kunden / Unternehmen / Nutzer] vorgestellt.</p>
<p>[Firmenname], [ein f&#252;hrendes Unternehmen / der f&#252;hrende Anbieter / der Marktf&#252;hrer]  von [Technologien f&#252;r irgendeinen Zweck], mit deren [Hilfe / Einsatz] die [Kunden / Unternehmen / Nutzer / wer auch immer] die [wichtige beschreibende Worth&#252;lse oder Kunstbegriff] von [wichtiges Teilsegment eines einzelnen Nischenzweigs] [verbessern / optimieren / l&#246;sen] und [Problemfall / Nachteile] [senken / minimieren / reduzieren] k&#246;nnen, k&#252;ndigte heute die neueste Version seiner [Produktname] an.
</p></blockquote>
<p>Kommunikation gepr&#228;gt von Einheits&#252;bersetzerbrei. So m&#246;chten international aufgestellte Unternehmen offensichtlich &#252;ber internationale Presseverteilerportale und -dienste ihre Botschaften verbreiten. <strong>Schn&#246;de, langweilig, immer einheitlich.</strong> Solche Pressemeldungen sind in ihrer Grundsystematik total amerikanisiert und konform mit der Weltanschauung, in der die USA den Mittelpunkt der Erde darstellen.</p>
<h3>Baustein 3&#8230; und zum Abschluss?</h3>
<p>Man erahnt an dieser Stelle, wie solidarisch die einzelnen Passagen ineinander finden. Harmonie und Charme wird so direkt, gar unvermittelt mit weiteren Worth&#252;lsen angereichert, dass man gar keinen Zerst&#228;uber f&#252;r dieses pr&#228;gende PR-Parf&#252;m ben&#246;tigt, sondern einfach nur den Feuerwehrschlauch aufdrehen m&#246;chte. <strong>Wasser marsch! AbgesPRitzt?</strong></p>
<p>Was danach folgt, kann relativ einfach aufgesetzt werden. Zuerst ganz elit&#228;r ein Baustein zum Produkt selbst, danach ein nettes Zitat des wichtigen CxO sowie ein anreicherndes Zitat des optional erforderlichen Partners. Gerne auch &#252;ber den Partner einen relevanten Absatz, sowie &#252;ber das hauseigene Unternehmen selbst. Besondere PR-Fetischisten verschwenden dann sehr viel Zeit, noch die Marktf&#252;hrerschaft zu erkl&#228;ren. Wiederum andere PR-Zeitgenossen erw&#228;hnen gerne weitere wichtige Dinge oder stellen eine Liste &#252;ber Funktionen zusammen, die wirklich nur ein absoluter Experte verstehen wird. </p>
<p>Abgerundet wird dieses so innovative PR-Rezept, an welchem sich unz&#228;hlige &#220;bersetzer und PR-Menschen aus &#220;bersee bedienen, durch einen ganz normalen Abbinder &#8211; die Boilerplate darf nat&#252;rlich nicht fehlen. Im besten Fall wird auch hier erneut quer durch den Kakao gewatet und jedes Register gezogen, um bestm&#246;glich im Licht der Sonne zu stehen. </p>
<p>Aber nehmt euch eines zu Herzen mit euren Pressemitteilungen: Verbrennt euch bitte nicht! Ich w&#252;nsche daher meinen Lesern an dieser Stelle viel Freude und m&#246;chte zugleich ungeniert fragen: <strong>M&#252;sst ihr auch solche Texte verfassen, verbreiten und mit eurem Namen als Absender kennzeichnen?</strong></p>
<p><strong>Abschlie&#223;ender Hinweis:</strong> Insgeheim m&#246;chte ich betonen, dass mich der Beitrag von <a href="http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2012/01/10/jahr-der-ungewoehnlichen-formulierung/">Kerstin Hoffmann</a> zu den ungew&#246;hnlichen Formulierungen, die man irgendwie nicht mehr in diesem Jahr sehen m&#246;chte, durchaus zum Nachdenken brachte. Auch bitte ich die jeweiligen Branchenvertreter um Nachsicht, aber irgendwer, wenn nicht gar ich selbst als PR-Mensch, musste mal den Mut besitzen, sich dar&#252;ber auszulassen. Danke!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>How I met my Twitter: Verdammt, diesen Typen gibt&#8217;s ja wirklich?</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 09:37:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Blogparaden haben einen hohen Linkfaktor, der irgendwie eine nerdy Eigenschaft der deutschen Blogosph&#228;re ist. &#220;blicherweise st&#246;re ich mich sehr an den teils irref&#252;hrenden, nichtssagenden Themen, zu denen gebloggt werden soll. Doch die grunds&#228;tzliche Idee zu beschreiben, welchen Stellenwert das pers&#246;nliche Treffen im echten Leben mit sich bringt, hatte eine charmante Unternote. Es besch&#228;ftigt und erfreut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Blogparaden haben einen hohen Linkfaktor, der irgendwie eine nerdy Eigenschaft der deutschen Blogosph&#228;re ist. &#220;blicherweise st&#246;re ich mich sehr an den teils irref&#252;hrenden, nichtssagenden Themen, zu denen gebloggt werden soll. Doch die grunds&#228;tzliche Idee zu beschreiben, welchen Stellenwert das pers&#246;nliche Treffen im echten Leben mit sich bringt, hatte eine charmante Unternote. Es besch&#228;ftigt und erfreut mich sehr, Menschen hautnah kennen zu lernen und sich mit ihnen direkt auszutauschen, anstatt nur per Twitter, Facebook oder Google+ einige kurze Zeilen zu schreiben. Ich nehme die aktuelle <a href="http://www.punktefrau.de/blog/2011/12/02/how-i-met-my-twitter/">Blogparade von Christine Heller</a> sehr gerne war: <strong>How I met my Twitter&#8230;</strong><br />
<span id="more-3967"></span><br />
Wenn sich mir unverhofft die Menschen pers&#246;nlich vorstellen oder ich mich selbst vorstelle, beschleicht mich dabei das Gef&#252;hl, dass in ihren Geistern ein pr&#228;gender Gedanke kursiert: &#8220;<em>Verdammt, diesen Typen gibt&#8217;s ja wirklich?</em>&#8221; Nat&#252;rlich bin ich im Netz kein Schatten meiner selbst, denn meine Maxime lebe ich aus: Dieser Mensch ist echt. Quasi zum anfassen.</p>
<p>Christine Heller stellte dazu vor einigen Wochen bei Twitter und in ihrem Blog eine These auf, die wir alle noch bis zum Ende des Jahres erg&#228;nzen d&#252;rfen: &#8220;<em>Trotz der digitalen Vernetzung lege ich Wert auf pers&#246;nliche Treffen mit Followern, weil&#8230;</em>&#8221; &#8211; ja, weshalb denn? Meine pers&#246;nliche Antwort erg&#228;nzte sich darauf, vielleicht ein wenig harmonisch idealistisch gedacht, denn das pers&#246;nliche Treffen hat einen hohen Wert, weil &#8220;<em>sich gegenseitig anzulachen viel sch&#246;ner ist, als sich rein textlich Smileys oder ein LOL an den Kopf zu werfen.</em>&#8221; Realit&#228;t trifft Digitalit&#228;t viel zu selten, manchmal viel zu oft. Ich finde das Gespr&#228;ch und den Austausch au&#223;erhalb der virtuellen Sph&#228;ren viel intensiver und interessanter, als dass man sich nur auf textlicher Ebene unterh&#228;lt. Daher blicke ich mit Freude auf verschiedene Momente der letzten Wochen, Monate und Jahre zur&#252;ck, bei denen ich die Menschen pers&#246;nlich kennenlernen und erleben dufte.</p>
<h3>Wehret den Anf&#228;ngen!</h3>
<p>Vor Jahren machten wir den Anfang auf der <strong>next10years</strong>. Auf eine pers&#246;nliche Einladung folgend, entwickelten sich interessante Gespr&#228;che mit manch bekannten Gesichtern des heutigen Social Web, verschiedenen Agenturhasen, Medienmachern und Bloggern. In der damals noch recht unterentwickelten Social Web Szene war dieses Momentum ein Novum, doch nur wenig sp&#228;ter folgten verschiedene Veranstaltungen wie die <strong>re:publica</strong>, diverse <strong>BarCamps</strong>, der <strong>Twittwoch</strong> und &#228;hnliche Networking-Events und allumfassend nat&#252;rlich auch die <strong>dmexco</strong> in K&#246;ln. Das Leben der digitalen Gesellschaft sprudelt seitdem immer wieder neue Ideen und kreative Impulse. Auch steckt diese neue digitale Bohéme einzelne R&#252;ckschl&#228;ge weg wie nie zu vor &#8211; man m&#246;ge an die scheussliche Dotcomtod-Phase denken. Anstatt wie knallende Sektkorken umher zu hopsen, verh&#228;lt sich der Gro&#223;teil der Branche gesittet und anst&#228;ndig, so dass diese Branchentreffen in gesunden Ma&#223;en ablaufen.</p>
<p>Knapp ein Jahr sp&#228;ter wurde ich neben meinem seit 2003 anhaltenden Bloggen und den verschiedenen Network-Events auf Twitter aufmerksam und legte am 11. M&#228;rz 2007 um 13:08 Uhr meinen Twitteraccount an. Damals noch vom virtuellen Pseudonym &#8220;Sichelputzer&#8221; getrieben, nunmehr auf <a href="http://twitter.com/MikeSchnoor">@MikeSchnoor</a> eingenordet, blicke ich mittlerweile auf &#252;ber 15.500 Tweets aus meinem Leben zur&#252;ck. Eine Mischung aus professionellen und privaten Interessen, denen man folgen kann, aber nicht folgen muss. Im Alltag komme ich ohne Twitter nicht &#252;ber die Runden, denn hier werden Informationen ausgetauscht und ich erhalte schnell Hinweise auf Fragen oder finde Informationen, die mir das digitale Leben erleichtern.</p>
<h3>Virtueller Austausch wird Realit&#228;t</h3>
<p>Das ganze Treiben w&#228;re nicht m&#246;glich ohne genau diejenigen Follower, die mir vertrauen und denen ich wiederum vertraue. Meine Timeline besteht aus den f&#252;r mich interessanten Pers&#246;nlichkeiten des Social Web und nicht aus Menschen, denen man empfehlenswerterweise folgen sollte. Doch genau diese Individuen erhellen meinen Alltag auch dann, wenn ich nicht direkt bei Twitter bin. Gerade in den Ballungszentren K&#246;ln und D&#252;sseldorf hat sich eine sehr entspannte Nutzerschaft gebildet, die auch regelm&#228;&#223;ig ein gemeinsames Treffen, Tweetup, Twittagessen oder sonstigen Event vor Ort zelebrieren kann und m&#246;chte: <a href="http://twitter.com/bindermichi">@bindermichi</a>, <a href="http://twitter.com/boydroid">@boydroid</a>, <a href="http://twitter.com/buecherkinder">@buecherkinder</a>, <a href="http://twitter.com/carmenhi">@carmenhi</a>, <a href="http://twitter.com/dccf">@dccf</a>, <a href="http://twitter.com/diemelanie">@diemelanie</a>, <a href="http://twitter.com/dingler_g4">@dingler_g4</a>, <a href="http://twitter.com/ennome">@ennome</a>, <a href="http://twitter.com/hirnrinde">@hirnrinde</a>, <a href="http://twitter.com/hobbbes">@hobbbes</a>, <a href="http://twitter.com/johanneslenz">@johanneslenz</a>, <a href="http://twitter.com/karrierebibel">@karrierebibel</a>, <a href="http://twitter.com/michaelabrandl">@michaelabrandl</a>, <a href="http://twitter.com/mika73">@mika73</a>, <a href="http://twitter.com/nerotunes">@nerotunes</a>, <a href="http://twitter.com/platypusman">@platypusman</a>, <a href="http://twitter.com/pr_doktor">@pr_doktor</a>, <a href="http://twitter.com/punktefrau">@punktefrau</a>, <a href="http://twitter.com/queenofwhatever">@queenofwhatever</a>, <a href="http://twitter.com/sinnundverstand">@sinnundverstand</a>, <a href="http://twitter.com/sixtus">@sixtus</a>, <a href="http://twitter.com/talkabout">@talkabout</a>, <a href="http://twitter.com/videopunk">@videopunk</a>, <a href="http://twitter.com/widget68">@widget68</a></p>
<p>Diese kleine Liste stellt zwar nur eine kleine Auswahl von allen, aber im R&#252;ckblick auf die letzten Wochen dieses Jahres danke ich euch allen f&#252;r die inspirierenden und lustigen Momente, die zwar gro&#223;teils mit euren Kameras, Smartphones und sonstwie als Fotos und Tweets im Netz dokumentiert worden. Unabh&#228;ngig davon z&#228;hlen nat&#252;rlich alle Follower und Twitterer, mit denen ich regelm&#228;&#223;ig korrespondiere und ihre Tweets lese, jedoch mit denen ich eher selten und teils noch niemals mich im echten Leben treffen konnte. </p>
<p><a href="http://twitter.com/mikeschnoor"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/12/twitterati.png" alt="" title="twitterati" width="660" height="330" class="center" /></a></p>
<h3>Vielen Dank, dass es euch gibt!</h3>
<p>Ich m&#246;chte und muss mich daher f&#252;r viele spannende Zeilen in 140 Zeichen und so manchen Moment der digitalen realen Wirklichkeit bei meinen Followern bedanken. Denn selbst ich empfinde &#228;hnlich wie <a href="http://danielrehn.wordpress.com/2011/12/05/blogparade-how-i-met-my-twitter-oder-warum-ich-meine-timeline-auch-in-3d-und-farbe-lieb-habe/">Daniel Rehn</a> und <a href="http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2011/12/03/how-i-met-my-twitter/">Kerstin Hoffmann</a>, dass ein Mensch, dem man seit langer Zeit folgt und seine geteilten Informationsh&#228;ppchen aufsaugt, immer vertrauter wird: &#8220;<em>Erstmalige Treffen mit Twitterati und Co. sind wie das dritte Date. Man kennt sich, mag sich&#8230;</em>&#8221; das darf auch gerne in harmonisch getriebener Echtzeit von Angesicht zu Angesicht stattfinden. </p>
<p>So sehe ich es wie <a href="http://buecherkinder.wordpress.com/2011/12/10/how-i-met-my-twitter-freundschaft-in-140-zeichen/">Stefanie Leo</a>, denn manchmal kann ich es gar nicht abwarten, den Twitteratis wirklich zu begegnen, und auch wie <a href="http://www.medtermine.at/blog/?p=180">Michaela Endemann</a> m&#246;chte ich die Mischung aus Twitter, Chats und Treffen als Quelle der Inspiration nicht mehr missen. Die wunderbare Entwicklung bei Twitter zeigt sich ebenfalls im Gedanken von <a href="http://isartom.wordpress.com/2011/12/06/twitter-und-wie-es-mir-hilft-mehr-mensch-zu-sein/">Tom Siegmund</a>, denn hier haben wir alle die M&#246;glichkeit Leute zu treffen, welche wir wohl nie kennen lernen w&#252;rden, weil wir in meist g&#228;nzlich unterschiedlichen Freundes- und Kulturkreisen au&#223;erhalb der digitalen Szene verkehren.</p>
<p>S&#228;mtliche Veranstaltungen im realen Leben haben sich f&#252;r mich wie auch f&#252;r <a href="http://www.sinnundverstand.net/allgemein/941/">Wiebke Ladwig</a> vollkommen ver&#228;ndert. Das macht diesen Spa&#223; auch wirklich aus und stimme <a href="http://echtzeitig.com/2011/12/23/how-i-met-my-twitter-einmal-und-immer-wieder-gern/">Michaela Brandl</a> zu, dass kein Nicht-Twitterer je verstehen wird, warum wir alle mit unseren Smartphones herumspielen, uns auch nebenbei Tweets zusenden ohne dabei schr&#228;g angeschaut zu werden, obwohl wir am gleichen Tisch sitzen. </p>
<p>Doch vor allem danke ich auch meiner <a href="http://twitter.com/skykat">Frau Katharina &#8220;@SkyKat&#8221; Schnitzer</a> f&#252;r ihre Geduld und <strong>Akzeptanz meines virtuosen digitalen Faible</strong>. Ohne sie w&#228;re ich dann doch nur ein Schatten meiner selbst. Vielen Dank!</p>
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		<item>
		<title>Facebook und die Social-Media-Dialog-Rookies von der Deutschen Bahn</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 14:16:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[F&#252;r knapp ein halbes Jahr d&#252;rfen die Kunden der Deutschen Bahn zumindest bei Twitter in die Tasten hauen. Der Konzern stellt sich Fragen, W&#252;nschen, Anregungen und so mancher Kritik im individuellen Dialog. Nun soll das Serviceangebot weiter ausgebaut werden, indem bei Facebook eine weitere Anlaufstelle geschaffen wird. Die neue Facebook-Fanpage soll am 8. Dezember live [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r knapp ein halbes Jahr d&#252;rfen die Kunden der Deutschen Bahn zumindest bei Twitter in die Tasten hauen. Der Konzern stellt sich Fragen, W&#252;nschen, Anregungen und so mancher Kritik im individuellen Dialog. Nun soll das Serviceangebot weiter ausgebaut werden, indem bei Facebook eine weitere Anlaufstelle geschaffen wird. Die neue Facebook-Fanpage soll am 8. Dezember live geschaltet werden. Zu diesem Anlass lud die Deutsche Bahn zusammen mit der PR-Agentur <a href="http://www.talkabout.de/">Talkabout</a>  zu ersten Hintergrundgespr&#228;chen nach K&#246;ln ein. Das Ergebnis m&#246;chte ich nat&#252;rlich nicht vorenthalten&#8230;<br />
<span id="more-3975"></span><br />
Ich habe mich bereits als experimentierfreudiger Bahnfan geoutet. Kein Wunder, dass ich als Lokalpatriot in K&#246;ln und vielfahrender Pendler die Informationen gen&#252;sslich aufsauge. Ein komplettes Infopaket in Form einer klassischen (downloadbaren) Pressemappe hielt <a href="http://twitter.com/talkabout">Mirko Lange</a> f&#252;r uns am vergangenen Montag bereit. Gemeinsam mit <a href="http://twitter.com/widget68">Daniel Backhaus</a>, Svea Ra&#223;mus und Jens K&#252;pper trafen wir uns zu dem unverbindlichen Abendessen, an dem neben mir auch <a href="http://twitter.com/hobbbes">Sascha H&#252;sing</a>, <a href="http://twitter.com/karrierebibel">Jochen Mai</a>, <a href="http://twitter.com/basicthinking">J&#252;rgen Vielmeier</a> und <a href="http://twitter.com/pr_doktor">Kerstin Hoffmann</a> teilnahmen.</p>
<p>W&#228;hrend des Gespr&#228;ches erfuhren wir in einem informativen Moment die Neuerungen. Das Projekt <a href="http://twitter.com/db_bahn">@DB_Bahn</a> bei Twitter scheint von Erfolg gekr&#246;nt zu sein. Demnach soll sich f&#252;r den Kundendialog insbesondere bei Facebook und dem gesamten Ausbau des Servicesangebots deutlich mehr tun:</p>
<ul>
<li>Zentrales Element des Facebook-Auftritts ist das Dialogangebot auf der Pinnwand</li>
<li>Die Bahn will damit einen weiteren einfachen und schnellen Kontaktkanal des Personenverkehrs der Deutschen Bahn im Social Web schaffen</li>
<li>Beantwortet werden Fragen zu allen Services und Angeboten des Personenverkehrs</li>
<li>User mit Fragen zu anderen Themen werden an die entsprechenden Ansprechpartner verwiesen</li>
<li>Die Pr&#228;senzen auf Facebook und Twitter werden durch das gleiche Dialogteam betreut</li>
<li><strong>Neue &#214;ffnungszeiten</strong>: Mo – Fr von 06 – 22 Uhr und Sa – So von 10 – 22 Uhr</li>
</ul>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/12/bahn_fb.png" alt="" title="bahn_fb" width="660" height="685" class="alignnone size-full wp-image-3980" /></p>
<h3>Erweitertes Angebot speziell f&#252;r Facebook</h3>
<p>Auch wird es auf der <a href="https://www.facebook.com/dbbahn">Facebook-Seite</a> diverse Ticket-Aktionen geben, die sich vom einstigen Experiment mit dem &#8220;Chefticket&#8221; unterscheiden sollen. Ferner plant die Bahn saisonale Specials und Aktionen anhand von Coupons und Gewinnspielen. F&#252;r Facebook sollen insbesondere Kundeninformation zu aktuellen Bahnthemen inklusive St&#246;rungsmeldungen bereit gestellt werden, wie man es bei Twitter im eigenen Kanal @DB_Info bereits zu gen&#252;ge kennt. Auch konzentriert man die Social Media Aktivit&#228;ten &#252;bersichtlich bei Facebook, um eine zentrale Anlaufstelle zu schaffen. Die Erweiterung der &#214;ffnungszeiten ist meiner Meinung nach die wesentliche Komponente, um das illustre Kommunikationserlebnis mit der Deutschen Bahn weiter zum Erfolg zu f&#252;hren.</p>
<h3>Was lag uns am Herzen?</h3>
<p>Wir wollten mehr erfahren und ein wenig die &#8220;Bahn zum Anfassen&#8221; erleben. Das ist auch sehr gelungen. So hatten wir uns f&#252;r die eigentlichen Mitarbeiter interessiert, die t&#228;glich unsere Anfragen abarbeiten. Der Prozess dahinter hat es in sich: Wie eine Art Fail-Safe-System nimmt ein Mitarbeiter die Anfragen bei Twitter auf und schreibt dazu eine m&#246;glichst passende Antwort, sofern eine Antwort auch von N&#246;ten ist. Daraufhin pr&#252;ft ein &#8220;Empathie&#8221;-Mitarbeiter die Tonalit&#228;t und Antwort, um noch so geringf&#252;gige Fehler zu vermeiden. Dem Kunden soll somit die m&#246;glichst optimale Antwort zuteil werden, doch in manchen F&#228;llen bei dem eingefleischten Pro-User-Kundenstamm k&#246;nnte man auch diesen empathischen Teil weglassen. Das Team hat sich schlie&#223;lich weiter entwickelt.</p>
<h3>Rookies zu echten Profis</h3>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/12/daniel_backhaus_224_168.jpg" alt="" title="daniel_backhaus_224_168" width="224" height="168" class="alignright" />&#8220;<em>Damals waren das &#8216;Social-Media-Dialog-Rookies&#8217; – und zumindest was die 140 Zeichen angeht, haben die sich zu echten Profis gemausert</em>&#8220;, deutet Daniel Backhaus, Mitinitiator des Social Media Managements bei DB Vertrieb, die Lernkurve der Mitarbeiter. Das kann ich pers&#246;nlich auch anhand meines t&#228;glichen Kommunikationsbedarfs mit @DB_Bahn best&#228;tigen. Auch Svea Ra&#223;mus, ihres Zeichens neue Teamleiterin Social Media Management bei DB Vertrieb, betont, dass  Service und Dialog bei Facebook im Prinzip wie auf Twitter als ganz klassischer Kundendialog wie im Callcenter oder im Reisezentrum stattfinden soll.</p>
<h3>Krisenfester Launchtermin?</h3>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/12/svea_rassmus_224_168.jpg" title="Svea Rassmus" width="224" height="168" class="alignleft" />Dennoch machte die Wahl des Launchtermins f&#252;r die Facebook Website w&#228;hrend des Gespr&#228;chs mehrfach die Runde. W&#228;hrend zum Start des Twitter-Kanals der offene und direkte Dialog gew&#228;hlt wurde, wird es nur wenige Tage nach dem Start bei Facebook g&#228;nzlich schwierigere Fragen zu den neuen Preisen geben. Die Preis&#228;nderung sorgte bereits im Vorfeld zur Einf&#252;hrung ab 10. Dezember zu sehr deutlicher Kritik seitens der Kunden. Ob und wie die Deutsche Bahn, dessen Team von acht auf zw&#246;lf Mitarbeiter im Bereich Social Media aufgestockt wurde, hierbei Pluspunkte sammeln kann, wird am offenen Herzen in aller &#214;ffentlichkeit bei Facebook ausdiskutiert werden.</p>
<h3>Die k&#252;mmern sich um mich</h3>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/12/maik_schwelm_224_168.jpg" title="Maik Schwelm" width="224" height="168" class="alignright" />Immerhin sieht Maik Schwelm, einer der Social Media Agents, wie die Bahn ihre speziellen Kundenkontakter und Seelenhelfer bei Twitter und k&#252;nftig bei Facebook bezeichnet, den Dialog mit uns Kunden als positives Momentum. Schwelm ist es wichtig, &#8220;<em>dass wir einen guten Draht zu unseren Kunden haben. Dass die Leute verstehen: Da sind welche, die k&#252;mmern sich um mich, mit denen kann ich ganz locker reden, und von denen bekomme ich verl&#228;ssliche Antworten.</em>&#8221; </p>
<h3>Warum auch nicht?</h3>
<p>Ich w&#228;re zutiefst entt&#228;uscht, wenn man den zahlenden Kunden nicht ernst nehmen w&#252;rde. Ich danke f&#252;r meinen Teil f&#252;r das kontinuierliche und k&#252;nftig erweiterte digitale Serviceangebot und die Insights zum Kundendialog der Deutschen Bahn. Dennoch glaube ich, dass ich eher nicht zur Zielgruppe der Bahnfans bei Facebook geh&#246;ren werde. Daf&#252;r nutze ich doch lieber Twitter, zumal mir nicht jeder in meinen Pro-Diskussion dort so einfach wie bei einer Fanpage per Kommentar mitmischen kann. Daher viel Erfolg f&#252;r den morgigen Launch! Und wer mehr wissen m&#246;chte, wird <a href="http://www.bahn.de/dbbahn/view/hintergrundinfos-facebook.shtml">hier bestens</a> bedient&#8230; :)</p>
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		<title>Social Media f&#252;r Profis: Weinverkostung von METRO f&#252;hrt in den Genusshimmel</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 19:01:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weinliebhaber finden sich im Internet relativ schnell. Sie lesen einschl&#228;gige Blogs und Foren, beteiligten sich in Communities und bewerten die eine oder andere Geschmacksnote in Online-Shops. W&#252;rden diese Weinkenner und vielleicht auch nicht ganz hundertprozentige Experten sich zu einer Weinverkostung &#252;berreden lassen, wenn diese vor der Kamera live und in Farbe via Google+ Hangout durchgef&#252;hrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weinliebhaber finden sich im Internet relativ schnell. Sie lesen einschl&#228;gige Blogs und Foren, beteiligten sich in Communities und bewerten die eine oder andere Geschmacksnote in Online-Shops. W&#252;rden diese Weinkenner und vielleicht auch nicht ganz hundertprozentige Experten sich zu einer Weinverkostung &#252;berreden lassen, wenn diese vor der Kamera live und in Farbe via Google+ Hangout durchgef&#252;hrt wird? Ich nahm vor wenigen Tagen an genau diesem Experiment der <a href="http://www.metro24.de/">METRO Cash &#038; Carry Deutschland</a> teil. Mit teils wildfremden, aber vertrauten Bekannten aus der digitalen Szene erlebte ich die Weinprobe der ganz anderen Art.<br />
<span id="more-3905"></span></p>
<h3>Wein in Gesellschaft und Wirtschaft</h3>
<p>Doch einen Moment noch. Warum schreibe ich neuerdings &#252;ber Wein? Die Antwort begr&#252;nde ich zweifach. Einerseits habe ich ein ganz pers&#246;nliches Interesse an dem Thema. Nat&#252;rlich z&#228;hle ich zu den Menschen, die einen guten Tropfen, gerne einen Schluck und manches Mal nicht nur ein Glas, sondern sehr gerne eine Flasche von gutem Wein zum gemeinsamen Abendessen oder zur Verkostung genie&#223;en. Andererseits bestehen berechtigte <a href="http://www.vinexpo.com/">wirtschaftliche Interessen</a> am veredelten Traubensaft. Trotz einer &#228;u&#223;erst schlechten Ernte liegt Deutschland mit 6,9 Millionen Hektolitern im Jahr 2010 auf dem zehnten Platz der weltweit gr&#246;&#223;ten Weinerzeuger. Im Jahr 2008 konsumierten die Bundesb&#252;rger pro Kopf durchschnittlich 24,14 Liter Wein. Nach den letzten Sch&#228;tzungen soll sich allein der Umsatz der <a href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/73350/umfrage/wein-umsatz-im-deutschen-weinexport/">deutschen Weinexport</a> in 2010 auf rund 355 Millionen Euro belaufen haben. Die Deutschen sind ihren heimischen Weinen <a href="http://www.forium.de/redaktion/nur-jeder-zehnte-bundesbuerger-mag-deutschen-wein/">nicht treu</a> und nur jeder zehnte Bundesb&#252;rger mag deutschen Wein, dennoch achten die <a href="http://www.financial.de/news/wirtschaftsnachrichten/weinkonsumenten-kaufen-gunstiger-ein/">deutschen Verbraucher</a> sehr stark auf den Preis. Wein ist ein gesellschaftlicher Trend, insbesondere f&#252;r den Mittelstand ein relevanter Wirtschaftsfaktor und nicht nur wegen des Geschmacks erfreut sich Wein einer eingeschworenen Fangemeinde. </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/12/IMG_0073_660.jpg" alt="Weinverkostung mit METRO" title="Weinverkostung mit METRO" width="660" height="660" /></p>
<h3>Aufruf zur Weinverkostung per Blog</h3>
<p>Diese Liebhaber, Kenner, Experten und auch so manche Amateure gilt es im Sinne der Markenf&#252;hrung f&#252;r sich zu erobern. Ein ganz normaler Prozess, wie er jeden Tag rund um die Uhr stattfindet &#8211; durch Werbung und &#228;hnliche Aktionen. Daher empfinde ich das Social Web Experiment von der METRO ziemlich genial: Die Grundidee, einfach wildfremde Menschen zu einer Weinverkostung per Google+ Hangout einzuladen, hat definitiv Potenzial zur absoluten Fanbindung mit Kultfaktor. Im Vorfeld durften sich interessierte Teilnehmer &#252;ber das <a href="http://www.metro-genussblog.de/networks/items/show.25409">METRO Genussblog</a> f&#252;r die Weinverkostung anmelden. Dem Aufruf folgten verschiedene Akteure, indem sie einen freischaffenden Kommentar hinterlie&#223;en. Die meisten der sich dort anmeldenden Teilnehmer waren zudem  auch im Social Web und teils im Leben au&#223;erhalb der digitalen Welt untereinander bekannt, was letztendlich das Zusammengeh&#246;rigkeitsgef&#252;hl w&#228;hrend der sp&#228;teren Weinverkostung im Google+ Hangout verst&#228;rken sollte. So erhielten wir Teilnehmer ein sch&#246;nes Paket mit vier verschiedenen Weinen, jeweils zwei Rotweine und zwei Wei&#223;weine, die am darauffolgenden Montag live vor der Webcam probiert werden sollten. Als Teilnehmer und damit plakative Protagonisten erhielten wir diese Pakete nat&#252;rlich kostenfrei, und wer m&#246;chte, kann sich diese auch selbst bei <a href="http://www.metro-wein.de/">METRO-Wein.de</a> nachbestellen.</p>
<h3>Weinverkostung im Internet &#8211; geht das?</h3>
<p>Funktioniert das &#252;berhaupt, die typische Weindegustation aus k&#252;hlen Kellerr&#228;umen im kuscheligen Ambiente direkt ins Wohnzimmer von rund zwanzig verschiedenen Menschen zu projizieren? Social Web wie kann im echten Leben wirken &#8211; vielf&#228;ltig und bunt, schrill und laut, aber auch trist, &#246;de und langweilig. Gl&#252;cklicherweise entpuppte sich der Abend eher als heiteres Beisammensein mit so mancher Expertise und ungeahnten Fragen. Den Auftakt machte die Weinprobe des <strong>Riva Leone Gavi 2010</strong> gefolgt von einem <strong>Five Climates Sauvignon Blanc 2011</strong>. Der Sieger der Runde war dabei der Sauvignon Blanc aufgrund der Leichtigkeit im Geschmack und der damit verbundenen Vielseitigkeit f&#252;r den Einsatz zu diversen Gerichten. Zum Einsatz kamen Weingl&#228;ser verschiedenster Sorten, aber so manche Kuriosit&#228;t offenbarte sich dank Wassergl&#228;ser und Longdrinkgl&#228;ser, in denen degustiert wurde. Nach der ersten Verkostung dieser beiden Wei&#223;weine kamen die Roten ins Spiel. Der <strong>Pinotage von Five Climates 2011</strong> hatte das intensivste Geschmackserlebnis f&#252;r die meisten Teilnehmer, der abschlie&#223;ende <strong>Cianti Classico von Villa Brotini 2008</strong> konnte die Teilnehmer nur m&#228;&#223;ig &#252;berzeugen.</p>
<p>Doch neben der alkoholischen und geschmacklichen Vertiefung auf Zunge und Gaumen frohlockten die von METRO bereitgestellten Experten <del datetime="2011-12-07T12:10:18+00:00">Matthias Schwunk</del> <strong>Sébastien Philippe</strong> und <strong>Nils Rathjen</strong> im Videochat &#252;ber die jeweiligen Geschmacksausrichtungen und Unterschiede, die sich in klaren Linien nachempfinden lie&#223;en und dank feiner Nuancen zu einem eindeutigen Unterhaltungserlebnis entwickelten. Die Zur&#252;ckverkostung der Weine brachte g&#228;nzlich andere Gedanken in den geschmacklichen Einklang, so dass viele der Teilnehmer g&#228;nzlich unterschiedliche Empfindungen sp&#252;ren durften. Beim Blick in die Runde auf die &#252;bertragenen Bilder der anderen Teilnehmer best&#228;tigte sich dies sowohl vor der Kamera als auch auf dem Gaumen. Wer h&#228;tte auch gedacht, dass der Sommelier behaupten w&#252;rde, dass zuviel Tanninen sich so auswirken w&#252;rden &#8220;als wenn man in einen Hamster bei&#223;e&#8221;? Das direkte und <strong>unvermittelte Kommunikationserlebnis</strong> genoss ich w&#228;hrend der Weinverkostung und meine Fragen wurden prompt und zuverl&#228;ssig beantwortet, so dass ich mich als potenzieller Kunde bei METRO wohlf&#252;hlte.</p>
<h3>Unternehmen sollen die Kunden befl&#252;gelt</h3>
<p>Zwar mag der <strong>PR-Effekt dieser Aktion relativ gering ausfallen</strong>, jedoch spielt hier die pers&#246;nliche Empfindung aller Teilnehmer in ihren Berichten (wie auch in diesem Text) eine entscheidende Rolle. Nicht im Sinne einer massenhaften Breitenwirkung haben die Medien berichtet, sondern einzelne Menschen, die auch teils gut im Social Web vernetzt sind, haben die Aktion aus Leidenschaft heraus beworben. Diese <strong>hohe Authentizit&#228;t und die einhergehende Transparenz</strong> von METRO im Umgang mit noch so kleinen Zielgruppen in Social Media scheint ein herausragendes Beispiel f&#252;r intelligente Kommunikation und den ber&#252;hmten Kundendialog auf Augenh&#246;he zu sein. Davon kann sich jeder wirklich mehr Beispiele in Deutschland w&#252;nschen.</p>
<p><strong>Mein Fazit</strong>: Genau aus diesem Bauchgef&#252;hl des Wohlf&#252;hlens heraus war diese Weinverkostung eine gelungene Aktion, die einige Leser vom METRO Genussblog wohl nicht so schnell vergessen werden. Lachend, heiter und zugleich professionell entwickelte sich <strong>diese Stunde zu einem charmanten Erlebnis</strong>, von dem sich manch andere Unternehmen mehr als eine Scheibe abschneiden k&#246;nnten. Die Tatsache, dass die Teilnehmerrunde ein bekundetes Interesse an der neuen <a href="http://www.metro-genussblog.de/networks/items/show.25511">Liquor Lounge</a> im D&#252;sseldorfer METRO und auch an einem &#8220;Meet the Genie&#223;er&#8221;-Treffen mit Weinverkostung auch im wahren Leben hatten, spricht f&#252;r den positiven Effekt dieser <a href="http://www.metro-genussblog.de/networks/items/show.25536">neuen Idee einer Weinverkostung</a>. Vielen Dank!</p>
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		<title>Bewegende Zeiten: Social Media im Prozess der Umbr&#252;che</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 08:35:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit kurzem wei&#223; mindestens die halbe Social Media Szene in Deutschland: Nico Lumma verl&#228;sst Scholz &#038; Friends. Laut der offiziellen Pressemeldung sei der Job erf&#252;llt. Die Agentur h&#228;tte nunmehr eigenst&#228;ndige Teams aufgebaut, welche mit den anderen Bereichen verzahnt sind und damit keiner zentralen F&#252;hrung mehr bed&#252;rfen. Scholz &#038; Friends dankt Nico f&#252;r seinen Eifer und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit kurzem wei&#223; mindestens die halbe Social Media Szene in Deutschland: <strong>Nico Lumma</strong> verl&#228;sst Scholz &#038; Friends. Laut der <a href="http://www.s-f.com/group/de/press/releases/2154/">offiziellen Pressemeldung</a> sei der Job erf&#252;llt. Die Agentur h&#228;tte nunmehr eigenst&#228;ndige Teams aufgebaut, welche mit den anderen Bereichen verzahnt sind und damit keiner zentralen F&#252;hrung mehr bed&#252;rfen. Scholz &#038; Friends dankt Nico f&#252;r seinen Eifer und wohl manchen &#220;bermut im Kundendialog. Ganz untypisch folgt auf diese Position auch keine Neubesetzung, also brauchen sich bitte keine weiteren Bewerber in der Agentur vorstellen. Im Prinzip scheint ja alles in bester Ordnung zu sein&#8230; doch wie wirkt sich solch ein Schritt f&#252;r die anderen Pers&#246;nlichkeiten mit Social Media in ihrem Titel aus?<br />
<span id="more-3884"></span></p>
<h3>Markt f&#252;r Social Media wird sich konsolidieren</h3>
<p>Zum Ende des Jahres schwelgt alle Welt in Harmonie, schlie&#223;lich boomt Social Media wie kein anderer Bereich der digitalen Wirtschaft. &#8220;<em>Wer in diesem Feld Fu&#223; fassen will, sollte es jetzt tun</em>&#8220;, so <a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/immer-in-kontakt-social-media-manager-wissen-wie-sich-firmen-auf-facebook-twitter-und-co-etablieren-und-sind-zur-zeit-aeusserst-gefragt/5889802.html">kommentierte ich k&#252;rzlich</a> die aktuellen Jobaussichten in diesem Segment. Und damit d&#252;rfte ich nicht so ganz Unrecht haben. Wegen der aktuell hohen Nachfrage am Markt finden auf Social Media spezialisierte Berater und die etablierten Agenturen derzeit einen gesunden N&#228;hrboden: Viele Kunden fordern immer st&#228;rker das Fachwissen von Social Media ein. </p>
<p>W&#228;hrend vor wenigen Jahren noch Wissensl&#252;cken im Bereich Social Media herrschen mochten, verst&#228;rken sich aber jetzt immer mehr <strong>Interaktiv- und Kreativagenturen mit frischem Humankapital und bauen so ihre eigenen Social-Media-Kompetenzen auf</strong>. Auch die meisten PR-Agenturen ziehen mit kreativen Neuzug&#228;ngen und Spezialisten nach. Schlie&#223;lich verwischt Social Media nicht nur in der Au&#223;enbetrachtung, sondern innerhalb einer Organisation die klassischen Grenzen von &#214;ffentlichkeitsarbeit, Marketing, Vertrieb, CRM oder Personalmarketing. Nicht ohne Grund schicken die Unternehmen ihre Mitarbeiter zu konkreten Weiterbildungsma&#223;nahmen, wie den Fachwirt Social Media an der <a href="http://www.dda-online.de/">Dialog Akademie (DDA)</a>, an der ich selbst auch als Dozent t&#228;tig bin, um die Organisation mit dem neu erworbenen Fachwissen direkt zu st&#228;rken. Ihr ganzheitlich strategischer Ansatz &#252;ber diese internen Schl&#252;sselpersonen f&#252;hrt letztlich zu einer Kompetenzverdichtung, indem gemeinsam mit externen Beratern und etablierten Agenturen gew&#252;nschte Strategie entwickelt und zum Erfolg gef&#252;hrt wird. </p>
<p>Dies ist jedoch nur einer von vielen m&#246;glichen Wegen, um eine Strategie f&#252;r Social Media umzusetzen. Fest steht, dass sich der Markt f&#252;r Social Media konsolidieren wird. Im kommenden Jahr erfahren wir eine Marktbereinigung um zahlreiche Individuen, die heute noch als meist selbsternannte Social Media Experten die Trommel f&#252;r ihre Beratungst&#228;tigkeit schlagen. Dies wird sich auch quer durch die Bank ziehen und selbst in den Unternehmen die Funktionalit&#228;t einer ausschlie&#223;lich auf Social Media spezialisierten F&#252;hrungsposition hinterfragen. </p>
<h3>Social Media wird zur Normalit&#228;t im Agenturgesch&#228;ft</h3>
<p>Die fetten Jahre f&#252;r Einzelk&#228;mpfer und Vorreiter sind langsam aber sicher vorbei. Zahlreiche Agenturen besch&#228;ftigen nicht nur einen Social Media Experten, sondern zehren von verschiedenen kreativen K&#246;pfen, die Praxis und Theorie miteinander kombinieren. Die Unternehmen erkennen darin klare Vorteile. Zugleich wird durch die medial plakativ inszenierte Ver&#228;nderung bei Scholz &#038; Friends und auch im Unterton des gesamten Marktes ein klares Signal deutlich: Social Media wird zur Normalit&#228;t im Agenturgesch&#228;ft. &#8220;<em>Nicht alle etablierten Agenturen setzen auf eigene Social-Media-Teams, aber fast alle Interaktiv-Agenturen. Daher kann man nicht sagen, dass prinzipiell alle Social-Media-Spezialagenturen vom Markt verschwinden werden &#8211; aber die meisten werden von den etablierten Interaktiv-Agenturen mit ihren eigenen Teams verdr&#228;ngt</em>&#8220;, betonte <strong>Marco Zingler</strong>, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer von denkwerk, gegen&#252;ber der <a href="http://www.wuv.de/nachrichten/digital/die_meisten_social_media_agenturen_werden_verdraengt/social_media_markt_wer_macht_das_geschaeft/marco_zingler_geschaeftsfuehrer_denkwerk">Werben &#038; Verkaufen</a>.</p>
<p>Die k&#252;nftigen <strong>L&#246;sungsans&#228;tze im Bereich Social Media</strong> bestechen nicht durch innovative Neuerungen oder die Einf&#252;hrung von Social Media, sondern durch <strong>kreative Umwege und genau die Denkweisen f&#252;r die Markenf&#252;hrung</strong>, die in den meisten deutschen Unternehmen sich bislang nie in ihren alten Strukturen durch- und umsetzen konnten. Damit meine ich nicht die klassisch verstaubte One-Voice-Policy in der PR, sondern insgesamt die teilweise nicht existente Online-Pr&#228;senz und Dialogf&#228;higkeit von Marken, Produkten und Dienstleistungen. Ob man wie <a href="http://lumma.de/2011/11/23/gute-freunde-sind-nie-allein/">Nico Lumma schrieb</a> das Wissen &#252;ber Markenf&#252;hrung durch drei Jahre bei einer Agentur und aus vier Staffeln Mad Men lernen kann, m&#246;chte ich nicht beurteilen. Jedoch hilft Social Media hier sehr viel, um eine attraktive Wahrnehmung nahe der Zielgruppe auszul&#246;sen. Die Agenturen mussten in den letzten Jahren mit Positionen wie Head of Social Media oder Director Social Media die Mangelerscheinung und damit die L&#252;cke in ihren Strukturen f&#252;llen. Doch der Wissensvorsprung der einzelnen Vorreiter sollte sp&#228;testens im kommenden Jahr von den meisten Dienstleistern und ihren Mitarbeiterst&#228;mmen aufgeholt sein. Braucht ein Unternehmen dann noch den einzelnen Denker, der zentral Social Media steuert und verwaltet?</p>
<h3>Social Media Experten als Individualisten</h3>
<p>Ich glaube schon, dass Social Media in einer Organisation fest verankert werden muss. Daher auch mein Appell: <strong>Der Bedarf f&#252;r Social Media Manager besteht definitiv</strong>. Entweder als eine klare F&#252;hrungsposition im Unternehmen oder in einer der Gesch&#228;ftsf&#252;hrung unterstellten Stabsstelle, alternativ in einer fachbereichs&#252;bergreifenden Konstellation oder Teil einzelner Teams und Fachbereiche. Wer m&#246;chte nicht einer der 20.000 gesuchten Fachkr&#228;fte sein, die wir in der digitalen Wirtschaft suchen, aber teils noch nicht gefunden haben? </p>
<p>Die ersten beiden Varianten werden vielmehr in Unternehmen ihren Zuspruch finden, die letztere Form kann sich insbesondere in Agenturen sehen lassen. Der Social Media Manager kann im Unternehmen als Schnittstelle die verschiedenen Aufgaben von Public Relations oder Marketing &#252;ber vertriebsorientierten und kundendialogf&#246;rdernden Ma&#223;nahmen bis zu Human Resources erf&#252;llen. Viele Unternehmen und Organisationen erwarten dies, in Agenturen hingegen arbeiten einzelne Teams gemeinsam an den Auftr&#228;gen ihrer Kunden. Ob dort der Social Media Experte als &#252;bergreifendes Organ k&#252;nftig eine sinnvolle Strategie ist, zeigt sich an den Ver&#228;nderungen bei Scholz &#038; Friends. Man muss sich nur noch jetzt daf&#252;r oder auch dagegen entscheiden, Social Media durch eine F&#252;hrungsposition zu besetzen oder nicht, aber lange abzuwarten w&#228;re ein klarer Fehlschritt. Scholz &#038; Friends hat das Kapitel der Einzelk&#228;mpfer nach dem Aufbau der einzelnen Teams und dem Erleben und Ausleben von Social Media in der gesamten Agentur scheinbar f&#252;r sich abgeschlossen.</p>
<p>Aber auch der einzelne Protagonist steht pers&#246;nlich und f&#252;r seinen Arbeitgeber durch seine Bezeichnung und Position sehr stark im Rampenlicht. Agenturkunden k&#246;nnten explizit eine Betreuung von dieser Person w&#252;nschen, obwohl die personelle Resource bereits anderweitig allokiert ist. Das Auftreten in Expertenfunktion nach Au&#223;en hin mag sowohl f&#252;r Agenturen als auch Unternehmen von Interesse sein, schlie&#223;lich erhofft man sich einen Strahlkrafteffekt von der Kompetenz des Social Media Experten. Doch selbst wenn ein Social Media Experte sich selbst inszeniert, bleiben sie als mittlerweile schon fast ehemalige Early Adopter von Social Media ihrer Seele treu. Auf Twitter schrieb <strong>Raphael Brinkert</strong>, seines Zeichens als Managing Director at Jung von Matt/Fleet t&#228;tig, folgende bestechende Worte: <em>&#8220;Die wichtigsten tweets aus 3 Jahren @nico bei @scholzfriends: &#8220;Uff&#8221;, &#8220;tja&#8221;, &#8220;hach&#8221;, &#8220;hmpf&#8221;, &#8220;nur der hsv&#8221;. ;)&#8221;</em> </p>
<p><a href="http://mikeschnoor.com/upload/2011/11/lumma.png"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/11/lumma.png" alt="" title="lumma" width="660" height="260" class="alignnone size-full wp-image-3885" /></a></p>
<p>Zugegeben, das brachte auch mich zum Schmunzeln, denn wer Nico kennt, wei&#223; genau, dass sein Auftreten bei Twitter genau wie auch selbst meine eigene Pr&#228;senz sehr durch pers&#246;nliche individuelle Themen gepr&#228;gt ist. Fragt sich halt nur, was unterm Strich &#252;brig bleibt. Und damit &#252;be ich auch an mir pers&#246;nlich ein wenig Selbstkritik. Schlie&#223;lich sind Social Media Experten eindeutig eine Gruppe von Individualisten, die dem <strong>Zwang einer Titelschlacht</strong> unterliegen m&#246;gen. Da kommt der ber&#252;hmte &#8220;Schwanzl&#228;ngenvergleich&#8221; der digitalen Szene sehr schnell wieder aus der Ecke&#8230;  ;)</p>
<h3>Neue Perspektiven f&#252;r Social Media</h3>
<p><strong>Meiner Meinung nach befindet sich Social Media in einem f&#252;r den Markt sehr wichtigen Prozess voller Umbr&#252;che.</strong> Das typische &#8220;Trial and Error&#8221;-Prinzip wird auch weiterhin auf professioneller Weise von Unternehmen und Agenturen ausgelebt, um die f&#252;r sie bestm&#246;gliche Konstellation und Besetzung des Themas Social Media zu finden. Am Beispiel von Scholz &#038; Friends sieht man, dass eine solcher Prozess mehrere Jahre andauern kann. Dies schafft neue Perspektiven und Herausforderungen f&#252;r Social Media, aber auch gravierende Ver&#228;nderungen, von denen wir in 2012 noch viele weitere sehen und so manche &#220;berraschungen erleben werden.</p>
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		<title>Mit einem Super-Mega-Derby-Symbolfoto zur Bilderklickstrecke bei 1LIVE</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 17:56:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Symbolfoto]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Fotos schaffen Anreize, selbst wenn das Foto nicht immer zum Inhalt eines Textes passt. Konsequent und durchg&#228;ngig nutzen Journalisten ihr eigenes, bereitgestelltes oder recherchiertes Bildmaterial, um manch lange Texte mit einem attraktiven Blickfang auszustatten. Wer kennt sie bitte nicht, die Symbolfotos? Sie pflastern unseren medialen Alltag und sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Fotos schaffen Anreize, selbst wenn das Foto nicht immer zum Inhalt eines Textes passt. Konsequent und durchg&#228;ngig nutzen Journalisten ihr eigenes, bereitgestelltes oder recherchiertes Bildmaterial, um manch lange Texte mit einem attraktiven Blickfang auszustatten. Wer kennt sie bitte nicht, die Symbolfotos? Sie pflastern unseren medialen Alltag und sind kaum wegzudenken. Heute prangert(e) auf der <a href="http://www.einslive.de/">Startseite von 1LIVE</a> ein Aufmacher mit dem Titel &#8220;<em>Rivalen unter sich</em>&#8221; mit einem Untertitel, der auf das aktuelle Geschehen beim Fu&#223;ball deutet. Was zeigt jedoch das verwendete Bildmaterial? Ganz klar eine der bekanntesten Filmszenen aus  &#8220;<strong>Star Wars &#8211; Episode V: The Empire Strikes Back</strong>&#8220;.<br />
<span id="more-3889"></span><br />
So offenbarte Darth Vader im besagten Kultfilm seinem Sohn die uneheliche Vaterschaft, als er Luke Skywalker seine metallische Hand am Abgrund reicht. Doch bitte was hat dieser emotionale Moment der Filmgeschichte, der durchaus eine hohe Symbolkraft besitzt, mit den aktuellen Geschicken der Fu&#223;ballvereine zu tun? Ja, Fu&#223;ball und Darth Vader &#8211; so mancher Verein h&#228;tte gerne etwas mehr Macht. Das Symbolfoto wirkt, zieht aber derbe am Derby vorbei. Die Online-Redaktion von 1LIVE hat zumindest im Kontext der sich hinter dem Aufmacher findenden Bilderstrecke die inhaltliche Wahrheit gerade ger&#252;ckt. Der Aufmacher leitet nicht zu einem Artikel &#252;ber ein Fu&#223;ball-Derby, sondern stellt bekannte Gegens&#228;tze in den Vordergrund &#8211; Alpha und Omega, Schwarz und Wei&#223;, Gut und B&#246;se. Aber wird das dem Leser sofort klar, wenn es dort so sch&#246;n im Aufmacher hei&#223;t: &#8220;Derby-Zeit in der Bundesliga &#8211; aber auch fernab der Fu&#223;ballstadien gibt es Rivalen, die in einem besonderen Konkurrenzkampf stehen&#8221;? Ich finde irgendwie kommt man nicht sofort zu dem (Trug-)Schluss, dass sich hinter dem Link eine ziemlich dr&#246;ge Bilderstrecke versteckt.</p>
<p><a href="http://mikeschnoor.com/upload/2011/11/symbolfoto.jpg"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/11/symbolfoto.jpg" alt="" title="symbolfoto" width="660" height="573" class="alignnone size-full wp-image-3891" /></a></p>
<h3>Symbolfotos im Einklang mit dem Artikel</h3>
<p>Wer sich noch keinen Reim daraus machen kann, wie ein Symbolfoto sich in seiner Wirkung rein faktisch entfalten kann, findet eine plakativ einfache Erkl&#228;rung &#252;ber Symbolfotos in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Symbolfoto">Wikipedia</a>:</p>
<blockquote><p><em>Als Symbolfotos bezeichnet man in Printmedien und im Fernsehen zu Texten bzw. Gesprochenem dargebotene Fotografien, die nicht den tats&#228;chlich dokumentierten Sachverhalt darstellen, sondern aus einem davon unabh&#228;ngigen Zusammenhang stammen.</em></p></blockquote>
<p>Bilderstrecken und Symbolfotos &#8211; eine Gretchenfrage im Journalismus. Muss diese ber&#252;hmte Szene aus Star Wars als plumpes Lockmittel dienen? Ganz interessant ist dabei die wichtige Anforderung des <a href="http://www.presserat.info/inhalt/der-pressekodex/einfuehrung.html">Pressekodex</a> gem&#228;&#223; des <a href="http://www.presserat.info/">Deutschen Presserats</a> unter Ziffer 2:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Symbolfotos m&#252;ssen als solche kenntlich sein oder erkennbar gemacht werden. [...] Kann eine Illustration, insbesondere eine Fotografie, beim fl&#252;chtigen Lesen als dokumentarische Abbildung aufgefasst werden, obwohl es sich um ein Symbolfoto handelt, so ist eine entsprechende Klarstellung geboten. So sind [...] deutlich wahrnehmbar in Bildlegende bzw. Bezugstext als solche erkennbar zu machen.&#8221;</em></p></blockquote>
<h3>Erwartungshaltung der Nutzer vs. krude Online-Mechanismen</h3>
<p>Derby und Rivalen? Na klar, ich habe explizit einen Sportartikel erwartet, aber keine Bilderstrecke zur Steigerung der Zugriffsraten und damit zur Besch&#246;nigung mancher Verkaufsstatistiken und Rankings hinsichtlich der Verweildauer der Seitenbesucher. Zwar ist dies <strong>kein optimales Aush&#228;ngeschild f&#252;r Journalismus</strong>, doch ein immer gerne genutztes Mittel von Medienh&#228;usern, um sich reichweitenstark im Konkurrenzvergleich bei den &#8220;<a href="http://www.agof.de">AGOF internet facts</a>&#8221; aufzustellen. Jedoch ist der Aufmacher in genau diesem textlichen Zusammenhang zu einem Fu&#223;ball-Derby definitiv nicht das richtige Mittel &#8211; oder umgekehrt. </p>
<p>Schade, dass auch bei einem Angebot der <strong>&#246;ffentlich-rechtlichen Sender genau diese Denkweise besticht</strong>, wie sie in manchen Online-Redaktionen der privaten Wirtschaft ausgelebt wird. Das geht auch ohne Symbolfoto oder zumindest mit einer passenden textlichen Aufmachung. Vielleicht mag dies jedoch zu viel verlangt sein f&#252;r einen ganz normalen Freitag.</p>
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		<title>Macht Ross Antony neuerdings Werbung f&#252;r easyJet?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 14:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<category><![CDATA[Testimonial]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor etwas mehr als einem Jahr k&#252;ndigte der deutsche PR-Rat an, st&#228;rker gegen Schleichwerbung im Internet vorzugehen. Insbesondere richtete sich die Forderung an Blogger, den Absender der kommunikativen und werblichen Ma&#223;nahmen offenzulegen. Aus aktuellem Anlass kann man bei Facebook, Twitter und MySpace oder per Video sehr gut beobachten, wie Ross Antony, zugleich Prominenter und auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor etwas mehr als einem Jahr k&#252;ndigte der deutsche PR-Rat an, st&#228;rker <a href="http://www.wuv.de/nachrichten/digital/pr_rat_will_regeln_gegen_schleichwerbung_im_internet">gegen Schleichwerbung</a> im Internet vorzugehen. Insbesondere richtete sich die Forderung an Blogger, den Absender der kommunikativen und werblichen Ma&#223;nahmen offenzulegen. Aus aktuellem Anlass kann man bei <a href="https://www.facebook.com/easyJet.Deutschland?sk=wall">Facebook</a>, Twitter und MySpace oder per <a href="https://www.facebook.com/video/video.php?v=2389850519057">Video</a> sehr gut beobachten, wie Ross Antony, zugleich Prominenter und auch Blogger, sehr aussagekr&#228;ftig f&#252;r die Fluglinie &#8220;easyJet&#8221;  als Testimonial auftritt. Darf man das? Ich fragte nach&#8230;<br />
<span id="more-3853"></span></p>
<p>Wenn jemand offiziell als Testimonial f&#252;r ein Unternehmen auftritt, spricht nichts dagegen, aber was, wenn keine offizielle Absenderkennung ersichtlich ist? Die verschiedenen Mini-Pr&#228;senzen von easyJet zeigen das Testimonial &#252;ber selbige Social Networks sehr deutlich in einem direktem Bezug zum Unternehmen, wie sich an den verschiedenen Screenshots leicht nachvollziehen l&#228;sst. Gleiches gilt auch f&#252;r das Unternehmen, welches in den einzelnen Online-Pr&#228;senzen von Ross Antony mehr oder weniger effektvoll eingebunden wird.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/easyJet.Deutschland/posts/192815460800958"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/11/screenshot_easyjet_facebook.png" alt="" title="screenshot_easyjet_facebook" width="600" height="722" class="alignnone size-medium wp-image-3866" /></a></p>
<p><a href="https://twitter.com/#!/rossantonycom/status/75863220400816128"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/11/screenshot_twitter_ross.png" alt="" title="screenshot_twitter_ross" class="alignnone size-medium wp-image-3861" /></a></p>
<p><a href="http://www.myspace.com/rossantony/blog/544137940"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/11/screenshot_ross_myspace.png" alt="" title="screenshot_ross_myspace"  class="alignnone size-medium wp-image-3862" /></a></p>
<p>Auf eine erste Frage in der offiziellen Facebook Fanpage, ob das Unternehmen mit einem Testimonial werbe oder eben nicht, wurde leicht ausweichend geantwortet. Aber als jemand, der den sehr offenen und transparenten Dialog zwischen Kunden und Unternehmen sch&#228;tzt und lebt, lies mich diese Antwort aufhorchen, so dass ich gestern freundlich um Stellungnahme bis heute Vormittag bat.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Liebes easyJet Deutschland Team, eine ganz einfache Frage wie diese l&#228;sst sich wohl beantworten. Also, ich bitte Sie freundlich bis 10.00 Uhr zum 15. November 2011 um eine offizielle Stellungnahme, warum Sie es nicht best&#228;tigen m&#246;chten, dass Ross Antony ihr offensichtliches Testimonial und scheinbar kein einfacher Fan ist. Danke.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Meine einfache Bitte, bei Facebook konkret zu antworten, wurde jedoch bisher nicht beantwortet. Obwohl Facebook der Kommunikation mit den Nutzern dient, wie sie auch vom Unternehmen bereits in der Fanpage ausgelebt wird, m&#246;chte man sich hier lieber scheinbar ausschweigen? Auf andere Kommentare in Facebook reagiert easyJet und/oder deren betreuende PR-Agentur gem&#228;&#223; der unverbindlichen &#8220;<a href="https://www.facebook.com/easyJet.Deutschland?sk=app_190435500990432">Hausregeln</a>&#8220;. Werden bewusst einzelne Anfragen zur Stellungnahme ignoriert?</p>
<p>Ich finde das h&#246;chst seltsam. Transparenz, Dialog und Authentizit&#228;t gelten als oberstes Credo der Kommunikationsbranche. Das ganze Spiel mit den Fotos des Testimonials und kleinen Hinweisen zum Unternehmen quer &#252;ber die verschiedenen Portale wirkt in der Konstellation leider wie Schleichwerbung. Geregelt wird Schleichwerbung im Wettbewerbsrecht (§§ 6 Abs.1 Nr.1 TMG, 4 Nr. 3 UWG) sowie in einzelnen Regelwerken der jeweils eingesetzten Onlineportale und Social Networks. Auch in den Nutzungsbedingungen von Facebook werden wahre Angaben gefordert und die Verschleierung von kommerzieller T&#228;tigkeit untersagt, wie ziemlich gut bei <a href="http://spreerecht.de/abmahnung/2011-01/verschleiert-viral-und-illegal-zur-rechtswidrigkeit-von-schleichwerbung">Spreerecht.de</a> insbesondere zum Bereich Social Media nachzulesen ist. Ersetzen wir alleine das Wort &#8220;Blog&#8221;, k&#246;nnte man dies analog (oder digital) f&#252;r jede &#196;u&#223;erung bei Facebook, Twitter oder MySpace werten:</p>
<blockquote><p><em>Tarnung von Werbung als objektive wissenschaftliche, journalistische oder fachliche &#196;u&#223;erung:<br />
Rechtswidrig handelt, wessen Blog [Anmerkung - hier: "<strong>Post</strong>"] den Anschein erweckt, es handelt sich um einen objektiven und unabh&#228;ngigen Beitrag, obwohl dieser tats&#228;chlich gesponsert ist und dazu dient f&#252;r ein bestimmtes Unternehmen zu werben. In diesem Fall muss ein Hinweis auf dieses Sponsoring erfolgen. Das besagt das so genannte “Trennungsgebot”, nach dem redaktionelle Inhalte klar von gesponserten und Werbeinhalten getrennt sein m&#252;ssen.&#8221;</p>
<p>[...]</p>
<p>Verschleierung beim Absatz von Waren oder Dienstleistungen:<br />
T&#228;uscht ein Unternehmer &#252;ber seine Unternehmereigenschaft und gibt vor als Privatperson zu verkaufen, so ist dies rechtswidrig. Dies kann auch unfreiwillig passieren: Selbst wenn eine Privatperson seine Auktionen als “privat” bezeichnet, kann es schnell passieren, dass der Handel [bei eBay] als gewerblich einstuft wird.</em></p></blockquote>
<p>Schon ein starkes St&#252;ck, dass Nutzern die Illusion vorgespielt wird, das betreffende Testimonial w&#252;rde als ganz normaler Fan so intensiv mit den Logos und Produkten des Unternehmens freiwillig sich in Szene setzen lassen. Wenn ein Testimonial in einer klassischen Werbung auftaucht, die als Print-Anzeige, TV-Spot oder Radio-Spot umgesetzt wird, kann beim Bundesb&#252;rger davon ausgegangen werden, dass der werbliche Charakter bewusst ist. Doch die Art und Weise, wie hier bei Facebook, wo insbesondere jugendliche Nutzer den &#8220;Star&#8221; als Testimonial erkennen, sollte unbedingt darauf hingewiesen werden, dass das Testimonial nicht einfach als Fan auftritt, sondern daf&#252;r wom&#246;glich bezahlt wird. Zudem sollten durch monet&#228;re Zuwendungen abgegoltene T&#228;tigkeiten auch angegeben werden &#8211; nicht ohne Grund wird von Bloggern, zu denen Ross Antony ja dank seines namentlich gekennzeichneten Blogs bei MySpace z&#228;hlt, vom Deutschen Rat f&#252;r Public Relations genau diese Offenlegung gefordert.</p>
<p>Unabh&#228;ngig davon hat der Deutsche PR-Rat als Zusammenschluss von DPRG, GPRA, BdP und de&#8217;ge&#8217;pol speziell f&#252;r Verst&#246;&#223;e gegen die PR-Kodizes der Branche eine eigene &#8220;<a href="http://www.drpr-online.de/statische/itemshowone.php4?id=1">Beschwerdekammer V: Internet</a>&#8221; unter dem Vorsitz von Ulrich Nies in Zusammenarbeit mit Dr. Alexander G&#252;ttler und Helmut von Stackelberg eingerichtet. Vielleicht w&#228;re dies zur Anregung mal ein Fall, mit dem man sich auseinander setzen k&#246;nnte&#8230;?</p>
<p>Der neue Artikel zum Thema seitens <a href="http://spreerecht.de/social-media-2/2011-11/schleichwerbung-auf-easyjets-facebook-fanpage-rechtliche-voraussetzungen-fuer-testimonials">RA Thomas Schwenke</a>  von Spreerecht analysiert fachlich die rechtlichen Herausforderungen zum Thema Schleichwerbung im Internet. Nat&#252;rlich bin ich kein Rechtsexperte, aber ich w&#252;nsche mir als Kommunikator deutlich mehr Transparenz von Unternehmen und/oder ihren Kommunikationsagenturen &#8211; egal ob deutsch oder international. Wenn Werbung, dann bitte richtig und ehrlich. Man kann schlie&#223;lich auch geile, ziemlich geniale Werbung machen, die im Internet wie eine Bombe einschl&#228;gt. Vielen Dank!</p>
<p><center><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/kwM8bQ7Sk-A" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center></p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Etwas mehr als einen Tag nach der Anfrage, wenige Stunden nach dem Blogpost und dem Aufspringen von zwei Journalisten aus f&#252;hrenden Fach- und Branchenmedien &#228;u&#223;erte sich easyJet Deutschland und/oder ihre PR-Agentur auf unsere Kommentare mit folgendem Statement:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Zwischen easyJet und Ross gibt es eine Kooperation, siehe auch den Link zu seiner MySpace-Seite. Ross wird von uns mit Fl&#252;gen unterst&#252;tzt, weil er ein echter Fan und Vielflieger ist. Schon vor unserer Zusammenarbeit ist Ross oft mit easyJet geflogen, da seine Pension &#252;ber Gatwick so gut zu erreichen ist. Wir entschuldigen uns, wenn die Kooperation zwischen Ross und uns bislang nicht deutlich wurde.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Wie sch&#246;n, dass der Dialog endlich funktioniert. An anderer Stelle wurde bereits offenkundig bei Facebook in den Kommentaren gefragt, ob Ross Antony ein Testimonial w&#228;re, und diese Anfrage wollte bislang offensichtlich niemand best&#228;tigen. M&#252;ssen erst Meinungsf&#252;hrer im Social Web und Journalisten direkt bei dem Unternehmen anfragen, damit Nutzer mehr wissen? Wie hatte sich easyJet denn bitte gedacht, bei Facebook transparent, authentisch und glaubw&#252;rdig aufzutreten?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Bericht: Der mit der Bahn twittert&#8230;</title>
		<link>http://mikeschnoor.com/2011/08/31/ein-bericht-der-mit-der-bahn-twittert/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 07:18:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hoffentlich hat jeder meiner recht rege kommenden und gehenden Follower bei Twitter mitbekommen, dass ich jeden Tag im Land unterwegs bin. Von Montag bis Freitag sitze ich t&#228;glich gut eine Stunde in einem der Z&#252;ge zwischen K&#246;ln und D&#252;sseldorf sowie den jeweiligen Stadtbahnen. Besonders in der Fr&#252;h oder zur Sto&#223;zeit gegen Feierabend erlebe ich dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hoffentlich hat jeder meiner recht rege kommenden und gehenden Follower bei Twitter mitbekommen, dass ich jeden Tag im Land unterwegs bin. Von Montag bis Freitag sitze ich t&#228;glich gut eine Stunde in einem der Z&#252;ge zwischen K&#246;ln und D&#252;sseldorf sowie den jeweiligen Stadtbahnen. Besonders in der Fr&#252;h oder zur Sto&#223;zeit gegen Feierabend erlebe ich dabei viele Dinge, finde aber kaum Zeit, um sie vollumf&#228;nglich aufzuschreiben. Anstatt Zeit zu verschwenden, schreibe ich in nur 140 Zeichen ganz direkt &#252;ber nahezu alles, was mich bei den Fahrten bewegt. Das Sch&#246;ne ist: Ich habe Mut zur L&#252;cke und lasse jeden daran teilhaben &#8211; ganz simpel und einfach bei Twitter.<br />
<span id="more-3818"></span></p>
<h3>Wie es dazu kam&#8230;</h3>
<p>Eigentlich bin ich kein Bahnfahrer, sondern ein ausgesprochen aktiver Autofahrer. Doch mit der neuen beruflichen Herausforderung in D&#252;sseldorf kam die logistische Komponente mit ins Spiel. Nach einer einfachen Berechnung aller Vor und Nachteile war das Auto im Weg und verursachte viel zu hohe Kosten. </p>
<p>Ich entschied mich, die t&#228;gliche Reiseroute direkt mit dem Schienenverkehr anzugehen. Mehr Zeit f&#252;r mich, ein wenig zur&#252;cklehnen und entspannen am fr&#252;hen Morgen, bevor es professionell ans Werk geht. Die R&#252;ckfahrt endet nicht im Stau, sondern ebenso geschmeidig mit der Bahn und den Stadtbahnen in K&#246;ln bis kurz vor die Haust&#252;r. Was ergab sich mehr, als &#252;ber das Mobiltelefon im Kontakt mit der lebendigen Au&#223;enwelt zu stehen und mich mit den Followern <a href="http://twitter.com/mikeschnoor">in meiner Timeline</a> zu unterhalten? Die ersten Tage, Wochen und Monate waren gepr&#228;gt von dem Ritual der Kommunikation, sich mit den Followern auszutauschen oder einfach nur die Timeline mitzulesen. Was soll man sonst gro&#223;artiges als Pendler machen? </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahncover.png" class="center"></p>
<h3>Ein Twitter-Experiment?</h3>
<p>Doch vor wenigen Monaten erhielt ich eine Einladung, dass ich an einem ersten Experiment der Deutschen Bahn bei Twitter teilnehmen durfte. Im Sinne des Zielgruppenmatchings hatte ich wohl die notwendigen Voraussetzungen &#8211; zugleich als digitaler Influencer im Social Web und als Vielfahrer der Bahn. Die PR-Info war insgesamt ganz gut und lockte mich an, aber brachte mich nicht dazu, die Pressemeldung im Blog zu ver&#246;ffentlichen oder mehr als nur einmal mein Lob f&#252;r den Service der Deutschen Bahn auszusprechen. Ich wollte einfach mehr erleben und ein wenig die Grenzen austesten, die der Gro&#223;konzern mit diesem Schritt in die digitalen Sph&#228;ren mit seinen Kunden wagen wollte. <strong>Nein, austesten passt nicht, vielmehr wollte ich etwas ausreizen und vorantreiben.</strong></p>
<h3>Langfristiges Engagement als wahre Herausforderung</h3>
<p>Nach den &#252;blichen Zuginfos zu fragen oder im gegens&#228;tzlichen Verhaltenskodex die typischen Verbalgr&#228;tschen unter der G&#252;rtellinie zu verteilen, so wie manche Reisende es gerne machen, schloss ich grunds&#228;tzlich f&#252;r mein kleines Experiment aus. Schlie&#223;lich wollte und will ich mehr als nur ein Verhalten an den Tag legen, das wie eine Eintagsfliege ein &#228;u&#223;erst kurzes Dasein in der Belanglosigkeit fristet. </p>
<p>Mich sachlich zu verhalten und gleichzeitig herausfordernd, aber auch als Kunde provozierend genug aufzutreten &#8211; das war mir von Anfang an wichtig, sobald ich mit den Mitarbeitern der Bahn kommunizierte und von meinen Problemen und kleinen Sorgen berichtete. Diese Menschen leisten wertvolle Arbeit und bem&#252;hen sich, die Probleme ihrer Kunden in nur wenigen Zeichen zu l&#246;sen. Ich bedanke mich f&#252;r den nimmerm&#252;den Aktionismus von Torsten, Norman, Kai, Janice, Maik, Melanie, Jana und Christian im Twitter-Serviceteam von <a href="http://twitter.com/db_bahn">@DB_Bahn</a>. </p>
<p>Echte Menschen &#8211; also wagte ich doch ein wenig mehr, lehnte mich aus dem Fenster und beschloss insgeheim: <strong>Ich betreibe ein unnachgiebiges Experiment.</strong> Quasi eine Langzeitstudie im stillen K&#228;mmerlein, sprich Bahnabteil oder Gro&#223;raumwagen. Schlie&#223;lich betreibt die @DB_Bahn einen Servicekanal &#252;ber Twitter, den ich nahezu restlos, manchmal schamlos, aber immer respektvoll anschreiben kann, wenn mir irgendetwas bei meiner Pendlerreise auff&#228;llt. Was sollte mich also davon abhalten, einfach Gas zu geben und das Twitter-Serviceteam zu fordern?</p>
<h3>Spa&#223; an der Kommunikation</h3>
<p>Dieses kleine Experiment, wie ich es gerne bezeichnen m&#246;chte, besitzt f&#252;r mich sogar ein wenig mehr Tragweite, als nur rein oberfl&#228;chlich der Bahn ein paar Hinweise auf Probleme zu liefern und um L&#246;sungen zu bitten sowie den Servicecharakter des Konzerns herauszufordern. Nein, dem regen Treiben liegt auch keine statistischen Empirie zugrunde, vielmehr jedoch der emotionale Drang zu beweisen, dass zu viel Kommunikation f&#252;r ein Unternehmen nicht immer die optimale L&#246;sung darstellen muss, aber auf der anderen Seite den einzelnen Kunden gl&#252;cklich machen kann. Zweischneidiges Schwert und so.</p>
<p>Ja, ich provoziere mit Nichtigkeiten und erwarte als zahlender Kunde das <strong>Feedback, das mir schlie&#223;lich jeder Social Media Berater vom blauen Himmel quer &#252;ber den gr&#252;nen Klee lobt</strong>: hohe Aufmerksamkeit, ausgesprochene Dialogf&#228;higkeit, aktive Kommunikation und &#228;u&#223;erste Transparenz. Anfangs vereinzelt, sp&#228;ter etwas mehr, und mittlerweile im Dauertakt. Warum? Weil es mir als Kunde unglaublich Spa&#223; macht, als Premium-Bahnfan mit der Bahn zu kommunizieren. Und weil ein hoher Nutzungsgrad diese neuen Jobs von einem Twitter-Serviceteam sichern kann und das Unternehmen und die verantwortlichen Mitarbeiter in ihrem Handeln sowie ihren Entscheidungen durchaus best&#228;tigen kann. Da muss man auch fair sein und die Leistung anerkennen und die Grundnahrung liefern, um die Legitimation des geplanten Twitter-Experiments zu untermauern.</p>
<h3>Was mir gef&#228;llt, gef&#228;llt aber nicht allen&#8230;</h3>
<p>Ich kann nicht in die K&#246;pfe der Bahnmitarbeiter denken, aber manche Zeitgenossen bei Twitter, denen ich bisher und auch teils immer noch gerne folgte und folge, legten ungeahnte Reaktionen an den Tag. <strong>Nicht jeden konnte ich von meinem Vorhaben begeistern. Aber so spielt das Leben.</strong> Gemessen an meinen Followern beobachte ich teils pure Ablehnung, blankes Entsetzen oder leichten Hohn. Manchmal auch volle Zustimmung und anscheinend unterhalte ich dank meiner Diskussionen mit der Deutschen Bahn auch den einen oder anderen Follower. Hier einige Beispiele quer durch die Reihen und per Zufall auserw&#228;hlt, quasi als reaktion&#228;res Potpourri:</p>
<p><a href="http://twitter.com/#!/Pendlomator/status/106971429534318593"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_01.png" class="center"></a><br />
<a href="http://twitter.com/#!/sinnundverstand/status/108429142160187392"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_02.png" class="center"></a><br />
<a href="http://twitter.com/#!/RalphPfister/status/108454032670068737"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_03.png" class="center"></a><br />
<a href="http://twitter.com/#!/senorf/status/108446504636784640"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_04.png" class="center"></a><br />
<a href="http://twitter.com/#!/berufspolemiker/status/108480898114125824"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_05.png" class="center"></a><br />
<a href="http://twitter.com/#!/pramesan/status/108427105964015616"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/08/bahn_06.png" class="center"></a></p>
<h3>Experiment der Sinne</h3>
<p>Schon lustig, wie sich viele belustigen k&#246;nnen und einzelne Zeitgenossen eine leichte Feindseeligkeit entgegen bringen. Nat&#252;rlich teste ich die Schmerzgrenze derer, die mir zuh&#246;ren wollen. Keine tollen Links und wichtige Infos hole ich ans Tageslicht, die rund um PR oder Social Media anzusiedeln sind. Nein, ich nutze Social Media bei Twitter und die gesamte Kommunikation so, wie jeder wichtige Experte es verlangt: <strong>Social Media wie es mir als Kunde gef&#228;llt &#8211; ja, ich bin dabei ein Risikofaktor.</strong> </p>
<p>Mir unverst&#228;ndlich sind ablehnende Reaktionen auf mein Vorgehen seitens mancher Social Media Experten, Social Media Berater oder Social Media Manager, die wie erw&#228;hnt den gr&#252;nen Klee &#228;hnlich der G&#228;nse zur Produktion von Foie gras in sich hineinpumpen m&#252;ssen, um ihr eigenes Unternehmen oder ihre individualisierte Strategie zu inszenieren, jedoch alles andere scheinbar nicht akzeptieren k&#246;nnen oder wollen. Nun gut, es gibt Zeitgenossen, die sind einfach noch nicht reif, den Titel eines Social Media Verantwortlichen zu tragen und gleichzeitig dem Titel gerecht zu werden, aber so spielt das Leben</p>
<p>Ich finde es pers&#246;nlich nur prickelnd, dass manche wichtige Leute, die kritischen Stimmen, sich &#252;ber so banale Dinge wie die Kommunikation eines anderen, also damit w&#228;re ich gemeint, aufregen m&#252;ssen. Ich nutze Twitter f&#252;r mich, nicht f&#252;r andere. Wer mir folgt, der muss halt damit leben und zurechtkommen, wie ich twittere. Dazu z&#228;hlt auch mein Kommunikationsverhalten mit der Bahn &#8211; Social Media im Expertenmodus als Experiment der Sinne.</p>
<h3>Kommunikation im Social Web braucht viel Verst&#228;ndnis</h3>
<p>Die illustre Runde an Followern, die mich daf&#252;r kritisierte, dass ich mit der Bahn kommuniziere wie es mir gef&#228;llt, zeigt einfach nur, dass dieser Kreis allesamt nicht verstanden hat, was die Bahn wohl nahezu perfekt verstanden hat. Durch meine pers&#246;nliches Experiment, um auszutesten, ob Social Media wirklich so funktioniert, wie es immer funktionieren sollte und mir ein wenig Spa&#223; bringt, kann ich mit Fug und Recht behaupten: <strong>Die Deutsche Bahn macht bei Twitter alles richtig!</strong> </p>
<p>Die Mitarbeiter zeigen sehr gut, wie sehr sie es verstanden haben, dass ich der Kunde bin &#8211; und damit im Sinne der ganz klassischen Lehre der wahre K&#246;nig im Lande. Die ber&#252;chtigte Servicew&#252;ste in Deutschland zeigt leider viel zu oft, dass der Klassiker in der Kundenbeziehung bei weitem nicht erlebbar gemacht wird, wie man es als Kunde erwartet. Der Kunde ist K&#246;nig. So soll es sein. Bei der Deutschen Bahn bin ich trotz 140 Minuten Versp&#228;tung immer noch ein gesch&#228;tzter Kunde, der sich dann auch gerne mal aufregen darf und in den meisten F&#228;llen auch Geh&#246;r findet. </p>
<p>Kommunikation im Social Web braucht von Unternehmen her so unglaublich viel Verst&#228;ndnis, was die Bahn scheinbar mit Leichtigkeit im Twitter-Serviceteam aufbringt, aber einzelne Personen wie so manche eigenst&#228;ndig agierende Social Media Manager selbst &#252;berhaupt nicht leisten k&#246;nnen. Vielen Dank daf&#252;r und auf bald, bis ich wieder im ICE sitze, aber die Klimaanlage ausf&#228;llt, oder wenn ich den Regionalexpress nehmen muss, weil der ICE einfach nicht kommt, oder wie gestern, wenn der ICE nicht mehr so f&#228;hrt, wie ich es gewohnt bin, oder wenn der IC so &#252;berp&#252;nktlich abf&#228;hrt, dass ich selbst &#252;berrascht bin&#8230; :)</p>
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		<title>Mobile Internet als Boom bei den Nutzern &#8211; und wo bleiben die Anbieter?</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 07:51:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Schnoor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Deutschen erkennen den Mehrwert der digitalen Informationskultur und sehnen sich nach dem mobilen Internet. Gem&#228;&#223; der aktuellen Ergebnisse unserer repr&#228;sentativen Umfrage beim BVDW m&#246;chte jeder dritte Bundesb&#252;rger mit einem Mobiltelefon im Netz surfen. Ganz vorne liegt nach meiner pers&#246;nlichen Einsch&#228;tzung die Nutzungsszenarien von Social Media, verst&#228;rkt Twitter, Facebook oder LinkedIn und ganz neu im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutschen erkennen den Mehrwert der digitalen Informationskultur und sehnen sich nach dem mobilen Internet. Gem&#228;&#223; der aktuellen Ergebnisse unserer <a href="http://www.bvdw.org/medien/bvdw-interesse-am-mobilen-internet-waechst-stetig-in-2011?media=3128">repr&#228;sentativen Umfrage beim BVDW</a> m&#246;chte jeder dritte Bundesb&#252;rger mit einem Mobiltelefon im Netz surfen. Ganz vorne liegt nach meiner pers&#246;nlichen Einsch&#228;tzung die Nutzungsszenarien von Social Media, verst&#228;rkt Twitter, Facebook oder LinkedIn und ganz neu im diesem Bunde findet sich auch Google+.<br />
<span id="more-3790"></span></p>
<h3>Mobile Bed&#252;rfnisse der Nutzer: Kommunikation, Service und Shopping</h3>
<p><a href="http://m.bahn.de"><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/07/bahn-login.png" class="alignright"></a>Die Anbieter von Social Media haben beim Start gleich auf das Potenzial des Mobile Internet gesetzt und bieten alternative Varianten ihrer Netzwerke an, die oftmals um wesentliche Funktionen reduziert sind, jedoch die Kernelemente der Services auf einfachste Art bereitstellen. Die Kommunikation steht hier im Vordergrund und unterh&#228;lt ungemein. Auch wichtige Services, die mobil zu erreichen sein m&#252;ssen, setzen auf genau diese Funktionalit&#228;t. Das von mir jeden Tag besuchte mobile Angebot der Deutschen Bahn trifft genau auf den Nerv und harmonisiert meiner Meinung nach perfekt f&#252;r simple Mobiltelefone. Diesem Bed&#252;rfnis nach mobiler Unterhaltung und Informationen folgt auch der Bereich Shopping: Aus dem klassischen E-Commerce bildet sich sowohl der Social Commerce (S-Commerce) und der Mobile Commerce (M-Commerce) stark weiter. Dabei verschwimmen die Grenzen von S- und M-Commerce sehr intensiv, doch die Nutzer werden Empfehlungen der Crowd mit location-based Produktofferten zusammen genie&#223;en. </p>
<p>Ich selbst beobachte mich st&#228;ndig dabei, w&#228;hrend des haptischen Einkaufserlebnisses in Media Markt oder Saturn direkt zum Handy zu greifen und das gew&#252;nschte Produkt bei Amazon zu recherchieren, <strong>um es dann f&#252;r sogar nur einen Euro weniger im Internet zu bestellen und am Point of Sale direkt wieder ins Regal zu legen</strong>. Zugegeben habe ich mich f&#252;r Amazon Prime entschieden, um als ausgesprochener Vielk&#228;ufer keine Versandgeb&#252;hren bezahlen zu m&#252;ssen. Auch interessieren mich die Produktbewertungen und Empfehlungen, welche in keinster Weise im Gesch&#228;ft jemals ausgedruckt herumliegen w&#252;rden. Wer w&#252;rde denn noch einen Fernseher direkt im Laden kaufen, wenn nur einer von f&#252;nf Sternen auf dem Ger&#228;t klebt oder unz&#228;hlige negative Berichte daneben liegen? </p>
<h3>Mobiles Marktpotenzial auch neben iOS und Android</h3>
<p>Von der Bev&#246;lkerung wird zurecht erwartet, dass sie ihr Informationsbed&#252;rfnis anhand der vielf&#228;ltigen Angebote decken. Ich glaube fest daran, dass neben den Apps und hochgradig f&#252;r moderne Smartphones mir Betriebssystemen wie iOS oder Android optimierte Mobile-Services ein weitaus gr&#246;&#223;eres Marktpotenzial in sauber entwickelten, gut durchdachten und einfach zu bedienenden Angeboten f&#252;r einfache internetf&#228;hige Mobiltelefone liegt, als von mancher Stelle bei den Portalbetreibern erwartet wird. Gewiss ist die Vermarktung vieler mobilen Online-Pr&#228;senzen sehr herausfordernd, weil die Anforderungen an in diesem Fall Display-Werbung durchaus h&#246;her sind, als die simplen Seiten in vielen F&#228;llen ein passables Ergebnis f&#252;r Portalanbieter, Vermarkter, Werbungtreibende und nat&#252;rlich den Nutzer liefern k&#246;nnen. Auch Paid-Content au&#223;erhalb der Welt von Apps gestaltet sich als schwierig, zumal ein bezahltes Angebot wirklich &#8220;state-of-the-art&#8221;-Status hinsichtlich optischer Reize und der Funktionalit&#228;t vorweisen muss. Wenn hierbei jedoch nur der rein informative Gedanke &#252;berwiegt und wir die Paid-Content- und Vermarktungsaspekte von mobilen Angeboten au&#223;er Acht lassen, kann selbst mit einem einfach gestalteten Mobile-Portal viel f&#252;r die Nutzer getan werden. </p>
<h3>Aus Fehlern der Vergangenheit lernen</h3>
<p>Den Interessen und W&#252;nschen der Nutzer scheinen nat&#252;rlich viele Anbieter sehr gelungen Folge zu leisten. Wo man nur hinblickt, finden sich Apps f&#252;r alles und jeden. W&#228;hrend von vielen Anbietern und ihren Marken dieses Segment f&#252;r moderne Smartphones oder Tablets bedient wird, verkommt das Angebot f&#252;r Verbraucher mit ganz ordin&#228;ren internetf&#228;higen Mobiltelefonen. Allen voran liegen so manche deutsche Verlage zur&#252;ck &#8211; <strong>mit teils noch ganz grotesken WAP-m&#228;&#223;igen Mobilangeboten</strong>, nicht &#252;ber den Browser im Mobiltelefon nutzbaren ganz normalen Webseiten, oder mit Fehlerkennung mobiler Endger&#228;te und der damit einhergehenden Nicht-Nutzbarkeit der Portale. Zu viel Pflegeaufwand der explizit f&#252;r normale Mobiltelefone optimierten Seite wird gerne als Argument mit den tats&#228;chlich gemessenen Besuchern f&#252;r die Begr&#252;ndung gegen eine Notwendigkeit mobiler Services aufgebracht. Aus diesen Fehlern der Vergangenheit m&#252;ssen die Portalanbieter lernen &#8211; einige der gr&#246;&#223;eren Anbieter wie <a href="http://www.spiegel.de/dienste/0,1518,675525,00.html">Spiegel</a> sind an vorderster Front dabei. Viele kleine regionale Printtitel hinken dagegen wie auch bei ihren normalen Online-Auftritten leider zu oft hinterher.</p>
<h3>Content sollte in voller Bandbreite f&#252;r mobile Endger&#228;ten verf&#252;gbar sein</h3>
<p>Wenn bereits rund 12 Millionen Deutsche und damit 18 Prozent der gesamten Bev&#246;lkerung <a href="http://www.bvdw.org/medien/mobile-studien-von-bvdw-und-google-deutschlands-online-marketer-verschenken-marktpotenzial-im-mobile-web-?media=3036">bereits Mobile Internet nutzen</a>, sich insgesamt schon 33 Prozent aller Bundesb&#252;rger danach sehnen, und es wohl nur wegen Ermangelung eines neuen Smartphones oder tariflicher Optionen vielleicht auch nur nicht nutzen k&#246;nnen, genau dann ist das <strong>Potenzial f&#252;r Mobile Internet und attraktive Inhaltsangebote l&#228;ngst gegeben</strong>. </p>
<p><img src="http://mikeschnoor.com/upload/2011/07/bvdw-mobile.png" class="center"><br />
Die j&#252;ngeren Nutzer sind im Netz und wollen verst&#228;rkt ins mobile Internet gelangen. Viele Verlage bieten ihren Content nicht in voller Bandbreite f&#252;r mobile Nutzer an, sondern liefern nur eine rudiment&#228;re Grundversorgung mit einigen Artikelstrecken. Auch ist das mobile Angebot inhaltlich nicht identisch mit dem &#252;ber den normalen Webbrowser erreichbare Spektrum an abrufbaren Informationen. Wenn in den vergangenen Jahren genau dieser Aspekt, der Bereitstellung aller Inhalte f&#252;r mobile Nutzer auch auf simplen mobilen Angeboten ohne App-Schnickschnack oder HighFidelity-Umgebungen, von den Portalbetreibern gef&#246;rdert worden w&#228;re, h&#228;tte Deutschland noch wesentlich deutlicher die Nase vorne bei der Verbreitung und Nutzung von Mobile Internet.</p>
<p>Nach meiner rein privaten Einsch&#228;tzung haben <strong>viele traditionelle Medien das mobile Potenzial schlichtweg untersch&#228;tzt</strong>, was einst mit ganz grausigen WAP-Portalen anfing und heute sich mit Apps &#252;bertrumpft, so dass gepaart mit den bekannten Limitationen von zweij&#228;hrig laufenden Mobilfunkvertr&#228;gen die Verbraucher erst jetzt ein steigendes Interesse am mobilen Internet bekunden. <strong>Wie sehen das die Leser? Diskutiert mit!</strong></p>
<p><small><em><strong>Hinweis:</strong> Nat&#252;rlich wird der geneigte Leser eindeutig erkennen, dass ich aufgrund meiner beruflichen T&#228;tigkeit f&#252;r den BVDW gewisse Zahlen und Daten in diesem Artikel einflie&#223;en lies. Dennoch stellt dieser Artikel ausschlie&#223;lich meine private Meinung vor allem aus der Sicht eines aktiven Nutzers von Mobile Internet dar.</em></small></p>
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