Mike Schnoor http://mikeschnoor.com Digital Transformation, Digital Leadership, Kommunikation, Influencer Marketing, Public Relations, Social Media Wed, 28 Mar 2018 15:37:01 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.5 52481512 ​BarCamp Bonn 2017: Warum locken Unkonferenzen die Besucher an? http://mikeschnoor.com/2017/03/24/barcamp-bonn-2017-warum-locken-unkonferenzen-die-besucher-an/ http://mikeschnoor.com/2017/03/24/barcamp-bonn-2017-warum-locken-unkonferenzen-die-besucher-an/#comments Fri, 24 Mar 2017 08:52:01 +0000 http://mikeschnoor.com/?p=8550 „Schreibt über das BarCamp Bonn in euren Blogs!“ Vollmundig habe ich das Mikrofon auf dem 3. BarCamp Bonn alias #bcbn17 ergriffen und den anwesenden Teilnehmern während der Abschlusssession ins Gewissen geredet. Ja, und jetzt? Viel zu selten wird heutzutage noch … Weiterlesen →

Der Beitrag ​BarCamp Bonn 2017: Warum locken Unkonferenzen die Besucher an? erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
„Schreibt über das BarCamp Bonn in euren Blogs!“ Vollmundig habe ich das Mikrofon auf dem 3. BarCamp Bonn alias #bcbn17 ergriffen und den anwesenden Teilnehmern während der Abschlusssession ins Gewissen geredet. Ja, und jetzt?

Viel zu selten wird heutzutage noch das Erlebnis der Teilnehmer zu einem BarCamp im Netz festgehalten. Die lieben Leute bloggen recht wenig, weil ihre Präsenz in anderen Social Networks vermutlich das verfügbare Zeitkontingent aufsaugt. Während vor Ort, also an den aktiven Tagen eines jeden BarCamps, die Informationen und das Wissen aus den Teilnehmern hervorsprudeln, folgt in den Tagen danach meist die Tristesse. Nach zwei Tagen voller intensiven Gezwitschers rund um das Geschehen verstummen die digitalen Kanäle, die sonst nur voller Tweets und Postings zum Hashtag der Veranstaltung die Trending-Charts erklimmen. Vor einigen Jahren war es jedoch vollkommen normal, im eigenen Äther über den Besuch eines BarCamps zu schreiben. Was fand man gut? Welche Sessions gefielen einem? Mit wem konnte man das Gespräch vertiefen?

BarCamp Bonn 2017: Volles Haus zur Eröffnung. Foto: Hakan Cengiz

BarCamp Bonn 2017: Volles Haus zur Eröffnung. Foto: Hakan Cengiz

Doch sobald das BarCamp beendet ist, gehen die meisten Teilnehmer einfach nach Hause. Wenn aber niemand im Nachgang über die Veranstaltung berichtet, bleibt das Lob für die Veranstaltung aus. Nicht nur die Organisatoren, sondern vor allem den vortragenden Sessiongebern sollte gedankt werden. Schließlich gehört es sich so, im Sinne des Feedbacks, welches zu jedem BarCamp dazugehört, auch Lob und Tadel auszusprechen. Offenbar hat mein Appel gefruchtet, denn der „Konferenzband“ füllt sich deutlich besser als bei manch anderen BarCamps. Natürlich muss ich selbst den Finger auf mich zeigen, wenn ich die Nachberichte bei den Teilnehmern einfordere – und so wollte mit gutem Beispiel voran abliefern. Mein Nachbericht nahm mehrere Tage in Anspruch, um hier und dort die Impressionen zusammenzufassen – neben allen anderen Dingen, die einem täglich in Form von Arbeit beschäftigen.

Bonn, ich mag deine Szene

Wenn man im Nachgang auf das 3. BarCamp Bonn blickt, darf man eines nicht außer Acht lassen: Die Teilnahme hat sich in jedem Fall gelohnt. Sowohl als Sessiongeber, Sessionbesucher und BarCamp-Wiederkehrer muss diesem Event Respekt gezollt werden. Die Besucher waren offen für die Themen der Sessions, die Organisation funktionierte hervorragend und die Räumlichkeiten im Konferenzcenter der DHL Group ließen nichts zu wünschen übrig.

BarCamp Bonn 2017: Sessionplanung mit Guts & Glory. Foto: Hakan Cengiz

BarCamp Bonn 2017: Sessionplanung mit Guts & Glory. Foto: Hakan Cengiz

Inhaltliche Höhepunkte gab es genügend, wobei ich persönlich nur wenigen Sessions beiwohnen konnte, zumal ich drei eigene Themen dem Programm beisteuern konnte: einen Vortrag über die Einkaufsmobilität der vernetzten Konsumenten, eine Diskussionsrunde zu den Trends und Anforderungen an die Logistikbranche im Jahr 2025 und einen Workshop zu Public Relations. Dennoch empfand ich die Diskussion zu Chatbots, das Schreiben von Twitterwitzen oder das Identifizieren der eigenen Erziehungsschwerpunkte erfrischend. Wohl geschuldet der Tatsache, dass kein Bühnenkasper sich zur Schau stellte, sondern weil die Teilnehmer eigene Kompetenzen und entsprechendes Wissen vermitteln wollten. Als Veteranen der Branche war das für mich eine Gratwanderung zwischen kinderleichtem Bühnenprogramm und Herausforderung, doch am Ende brachte es mir sehr viel Spaß, den Teilnehmern einige Impulse und Denkanstöße zu vermitteln.

BarCamp Bonn 2017: Der Sessionplan mit inspirierenden Vorträgen. Foto: Hakan Cengiz

BarCamp Bonn 2017: Der Sessionplan mit inspirierenden Vorträgen. Foto: Hakan Cengiz

BarCamp Bonn kommt 2018!

Was häufig außer Acht gelassen wird: BarCamps dienen der Weiterbildung und sollten gerade deswegen durch Arbeitgeber wertgeschätzt werden. Hinzu kommt, dass die Anerkennung des Veranstaltungsformats leider viel zu selten auf Unternehmensseite stattfindet, obwohl BarCamps seit über 10 Jahren eine feste Größe in Deutschland geworden sind. Ja, da kann man sich nicht oft genug wiederholen. Man darf sich umso mehr freuen, wenn das BarCamp Bonn erneut im Jahr 2018 stattfinden wird. Hoffen wir auf gute Bekanntschaften, intensive Gespräche und so manchen Lead, den man auf BarCamps tatsächlich einsammeln kann.

Der Beitrag ​BarCamp Bonn 2017: Warum locken Unkonferenzen die Besucher an? erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
http://mikeschnoor.com/2017/03/24/barcamp-bonn-2017-warum-locken-unkonferenzen-die-besucher-an/feed/ 9 8550
Barcamp: Persönlicher Wissenstransfer zur Digitalisierung in Münster beim #MSCamp17 http://mikeschnoor.com/2017/03/01/barcamp-persoenlicher-wissenstransfer-zur-digitalisierung-in-muenster-beim-mscamp17/ http://mikeschnoor.com/2017/03/01/barcamp-persoenlicher-wissenstransfer-zur-digitalisierung-in-muenster-beim-mscamp17/#comments Wed, 01 Mar 2017 08:08:59 +0000 http://mikeschnoor.com/?p=8535 Seit über 10 Jahren besteht in Deutschland die Barcamp-Bewegung. Mein erstes BarCamp besuchte ich 2006 in Berlin, danach ging ich auf viele weitere dieser Veranstaltungen. Mittlerweile treffen sich die Menschen in zahlreichen Städten zusammen, um auf diesen Unkonferenzen ohne eine … Weiterlesen →

Der Beitrag Barcamp: Persönlicher Wissenstransfer zur Digitalisierung in Münster beim #MSCamp17 erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
Seit über 10 Jahren besteht in Deutschland die Barcamp-Bewegung. Mein erstes BarCamp besuchte ich 2006 in Berlin, danach ging ich auf viele weitere dieser Veranstaltungen. Mittlerweile treffen sich die Menschen in zahlreichen Städten zusammen, um auf diesen Unkonferenzen ohne eine vorgegebene Agenda über genau die Themen zu diskutieren, welche die Teilnehmer tatsächlich interessieren. Warum funktionieren BarCamps im Jahr 2017 immer noch so gut?

Barcamps gehören zur Digitalbranche wie eine dmexco, die re:publica oder die Online-Marketing-Rockstars. Für die Kommunikationswelt rund um Marketing und PR bietet sich mit einem BarCamp eine wunderbare Gelegenheit, um die eigenen Kenntnisse zu testen, sie zu erweitern und das eigene Wissen zu vermitteln. Denn im Unterschied zu den großen Konferenzen und Festivals, eben jene mit einem relativ hohen Aufwand an Zeit und Geld, um letztendlich doch nur ein vorgefertigtes Programm zu betrachten, bringen die Teilnehmer eines Barcamps aktiv die Inhalte mit eigenen Präsentationen, Diskussionen und Interaktion untereinander ein.

Gute Beispiele finden sich viele, angefangen bei freien Barcamps über Städte-Barcamps bis hin zu Branchen- und Themencamps, auf denen als einziger Unterschied nur der Wunsch eines Oberthemas vorgegeben ist. So tauschen die Teilnehmer dieser sogenannten Unkonferenzen ihr Wissen wie eine sprudelnde Quelle an Information und Inspiration aus. Hier kann jeder Erfahrungen über die Dinge sammeln, die einem im beruflichen Kontext weiterhelfen und von denen man andere Sichtweisen abseits des Branchenmainstreams erhalten möchte.

Was als BarCamp aus vielen größeren Städten bekannt ist und bereits in einem regelmäßigen Turnus stattfindet, kann auch als zartes grünes Pflänzchen erwachsen, welches sich am Ende als prächtige Orchidee entfaltet. Genau diesen Effekt konnte man auf dem MünsterCamp 2017 beobachten, auf dem viele Münsteraner und Besucher aus Köln, Bonn, Frankfurt oder Leipzig ein BarCamp mitgestalten durften. Was an nur einem Tag stattfand, eroberte mit Leichtigkeit den digitalen Äther. Wer dem Hashtag #MSCamp17 auf Twitter folgte, konnte das Geschehen leicht mitverfolgen, denn wie bei den meisten BarCamps verlagern sich die Gespräche entsprechend ins Netz.

Social Media Monitoring, Mobile Storytelling, Influencer Marketing, Shitstorm-Management oder Corporate Blogs – was in der digitalen Expertenwelt zum Businessalltag zählt, braucht schließlich immer seine Zeit, um in die Köpfe der vielen Mitarbeiter und damit überhaupt in den Kompetenzbereich von Unternehmen zu gelangen. Diese Themen kamen erwartungsgemäß bei den Besuchern gut an, doch gerade neben diesen sehr gängigen Themen mit Branchenfokus wünschten sich die Teilnehmer vor allem eines: Münster soll seine digitale Kompetenz stärken.

Natürlich gibt es bereits die „Digital Hub münsterLAND“-Initiative, welche über die staatliche Förderung der DWNRW-Hubs als Innovationszentrum im Münsterland gegründet wurde und sich die Förderung der Digitalisierung und Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft, Institutionen, Verbänden und Startups auf die Fahnen geschrieben hat. Für die Teilnehmer des MünsterCamps stellte die Frage, wie sich die Digitalisierung in und um Münster vorantreiben lässt, eine zentrale Herausforderung dar. Kein Wunder, denn digital zu sein als Stadt, Unternehmen oder als Gesellschaft ist zu einem bedeutungsvollen Thema für die Bürger der Stadt geworden. Dies sorgt für Gesprächsstoff bei einem BarCamp – und manchmal ein wenig Zündstoff. Denn durch verschiedene Vorträge und Diskussionsrunden erhielten die Teilnehmer unterschiedlichster Interessengebiete die Chance, endlich zusammen an einem Tisch über ihre Ideen und Wünsche für eine digitale Stadt zu sprechen.

Die Idee der BarCamps funktioniert auch heute noch, über zehn Jahre nach der Gründung dieser „Bewegung“. Unternehmen, Marken, Menschen und Behörden sollten die Gelegenheit nutzen, um sich über relevante Themen auszutauschen. In Münster hat es erfolgreich geklappt, die verschiedenen Akteure zusammenzuführen. Man darf darauf hoffen, dass sich der Austausch untereinander auch nach der Veranstaltung des MünsterCamps weiter fortführen lässt. Als quasi Außenstehender war ich nur Besucher und konnte einige Impulse in den Diskussionen geben, doch gerade diese Art der Teilnahme macht mir persönlich Spaß. Daher freue ich mich auf das nächste Städtebarcamp hier in der Region mit dem BarCamp in Bonn, denn auch in der Nachbarstadt von Köln steht die Digitalisierung auf der Agenda und man lädt über die Stadtgrenze zum Gespräch ein.

Der Beitrag Barcamp: Persönlicher Wissenstransfer zur Digitalisierung in Münster beim #MSCamp17 erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
http://mikeschnoor.com/2017/03/01/barcamp-persoenlicher-wissenstransfer-zur-digitalisierung-in-muenster-beim-mscamp17/feed/ 7 8535
Worauf kommt es beim Influencer Marketing an? http://mikeschnoor.com/2016/12/20/worauf-kommt-es-beim-influencer-marketing-an/ http://mikeschnoor.com/2016/12/20/worauf-kommt-es-beim-influencer-marketing-an/#respond Tue, 20 Dec 2016 16:24:45 +0000 http://mikeschnoor.com/?p=8586 Jeder spricht über die digitalen Meinungsmacher. Kein Tag vergeht, an dem nicht ein weiterer Hintergrundbericht in den Fachmedien erscheint, neue Best-Practise-Beispiele veröffentlicht werden und aktuelle Kampagnen angepriesen werden. Wir möchten die aktuelle Entwicklung einmal kritisch hinterfragen, also den Finger direkt … Weiterlesen →

Der Beitrag Worauf kommt es beim Influencer Marketing an? erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
Jeder spricht über die digitalen Meinungsmacher. Kein Tag vergeht, an dem nicht ein weiterer Hintergrundbericht in den Fachmedien erscheint, neue Best-Practise-Beispiele veröffentlicht werden und aktuelle Kampagnen angepriesen werden. Wir möchten die aktuelle Entwicklung einmal kritisch hinterfragen, also den Finger direkt in die Wunde legen, und euch vorstellen, worauf es bei guten Influencer Marketing ankommt.

Liebe Marketing-Welt, wer sich mit Influencer Marketing für die eigenen Marken und Produkte auseinandersetzen möchte, sollte zu allererst ehrlich mit sich selbst sein. Folgen Sie überhaupt echten Influencern? Lesen Sie ihre Blog-Posts und die Inhalte in Facebook und Twitter? Betrachten Sie die Instagram-Fotos der Influencer? Schauen Sie die Videos der Youtube Stars? Haben Sie die letzten Snaps gesehen?

Die meisten Entscheider über Marketingbudgets werden diese Fragen mit Nein beantworten. Gleiches gilt für die Mediaplaner und Vermarkter, sowie den PR-Leuten und den Marketing-Managern. Ihnen allen fehlt in der Regel die Zeit, um sich den lieben langen Tag mit den Inhalten im Netz auseinander zu setzen. Tatsächlich folgen Bloggern und Influencern üblicherweise die Menschen, die sich zu allerletzt mit Marken und Werbung beschäftigen. Denn die neuen Meinungsführer sind keine Stars der klassischen Medien, sondern entstammen aus der Gesellschaft selbst. Die Fans möchten Einblicke in das Leben ihrer digitalen Stars erhaschen und sich primär unterhalten lassen. Werbung jedoch blenden sie innerlich durch eine fast evolutionäre Entwicklung eines geistigen Adblockers aus, ansonsten helfen sie sich mit technischen Mitteln, um den Content in Reinform zu genießen. Die Influencer haben es über die letzten Jahre geschafft, den Nutzern genau solche werbefreien Inhalte zu liefern und damit einen Gegenpol zu den werbedominierten Medien aufzubauen.

Influencer Marketing beginnt zu kränkeln

Werbedominiert bedeutet natürlich monetarisierte Inhalte, auf die die Medienmacher explizit angewiesen sind. Ohne Moos nix los, möchte man über die redaktionellen Umfelder und ihre refinanzierenden Werbeinseln urteilen. Doch die klassischen Online-Medien erzeugen bei vielen Kunden eine satte Reizüberflutung durch immer neue Werbeformen, bei denen die Inhalte deutlich in den Hintergrund treten. Getreu des Mottos „Aufmerksamkeit“, jedoch auf Kosten der Nutzer. Im Fernsehen sorgen überkreative TV-Spots für Glaubwürdigkeitsprobleme durch den Test auf Alltagstauglichkeit der Produkte.

Das Werben über eben jene digitalen Meinungsführer befindet sich somit im Aufschwung. Mit genau diesem Konjunkturplus kommt Gegenwind auf, den die Influencer selbst verursachen. Im Sinne der eigenen Monetarisierung lassen sie sich auf immer mehr Vermarktungsdeals ein. Wer sich früher ziemlich spitz auf Fashion und Beauty positionierte, verbreitet mittlerweile Inhalte im Netz, die von Krankenkassen, Erotik-Shops, Automarken, Medienkonzernen oder Erfrischungsgetränken bezahlt werden.

Im Prinzip ein guter Schachzug, seine eigene Marke als Influencer für andere Markenhersteller als Werbe- und Vertriebskanal zu öffnen. Doch selten werden diese werblichen Inhalte offiziell und rechtlich einwandfrei als Werbung gekennzeichnet. Schleichwerbung auf digitalen Kanälen darf jedoch nicht als salonfähig durchkommen. Die gesamte Entwicklung ist symptomatisch für das ganze Genre der Blogger und Influencer.

Reden wir Tacheles!

Wenn wir den Finger in die Wunde legen, wie eingangs versprochen, entpuppt sich Influencer Marketing als eine ziemliche Schlammschlacht der Marketingwelt. Unlängst findet eine Art Ausverkauf statt, der sich extrem negativ auf die Glaubwürdigkeit der Influencer auswirkt und die Aufmerksamkeit ihrer Gefolgschaft dauerhaft schmälert. Für die werbetreibenden Unternehmen steht dabei nicht nur ihr Budget und Investment in die Influencer auf dem Spiel. Wenn immer mehr der digitalen Meinungsmacher nicht aus echter Überzeugung handeln, sondern nur noch auf die Kohle blicken, sollten Marken ihr Handeln ganz bewusst hinterfragen.

Unternehmen sollten immer mit offenen Karten spielen. Der Einfluss lässt sich in den digitalen Kanälen der Influencer leider nur zum Schein kaufen. Wer wissen möchte, wie Aufmerksamkeit tatsächlich erzeugt und wie Glaubwürdigkeit mit Werbung geschaffen werden kann, sollte nicht mehr auf Views, Reichweite oder Conversions blicken. Es gibt keine bezahlte Authentizität und Influencer Marketing darf gewiss nicht als authentische Kommunikation betrachtet werden. Wir zeigen Ihnen gerne, wie Sie ihre Zielgruppen näher an ihr Unternehmen führen und an ihre Marken binden – egal ob mit Influencern oder ohne.

Wie sollte Influencer Marketing funktionieren?

In Kurzform bedeutet Influencer Marketing für uns: Wir stecken gemeinsam die Zielgruppen anhand der relevanten Personas ab. Diese müssen mit den jeweiligen Communities der Influencer zusammenpassen. Anhand der jeweiligen Zielsetzung einer Kampagne identifizieren wir gemeinsam die möglichen Ergebnisse einer Kampagne mit Influencern und planen mit dedizierten Budgets und Honoraren die Kampagnenkosten. Wir prüfen die Influencer auf echte Kompatibilität mit der jeweiligen Marke des werbetreibenden Unternehmens und wählen die Influencer anhand valider Kennzahlen und des Engagements ihrer Community mit den Inhalten aus. Weil wir die Influencer je nach Kampagne validieren, können wir mit gutem Gewissen auch einmal Nein zu einer Kampagnenidee sagen, denn wir möchten die Glaubwürdigkeit der werbenden Marken und der Influencer schützen.

Als Partner berate ich Markenunternehmen, so dass sie mit einer kreativen Influencer Kampagne nicht nur ein möglichst positives Ergebnis in den Köpfen der Zielgruppen erzeugen können, sondern rechtlich einwandfreies Influencer Marketing betreiben können. Wir liefern dazu eine intelligente Strategie, die alle Faktoren aus Public Relations, Marketing und Media für die Marke berücksichtigt. Ganz ohne Schnick Schnack, sondern authentisch und glaubwürdig, denn darauf kommt es am Ende an.

Der Beitrag Worauf kommt es beim Influencer Marketing an? erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
http://mikeschnoor.com/2016/12/20/worauf-kommt-es-beim-influencer-marketing-an/feed/ 0 8586
Gedanken zum Tag der Deutschen Einheit http://mikeschnoor.com/2016/10/03/gedanken-zur-deutschen-einheit/ http://mikeschnoor.com/2016/10/03/gedanken-zur-deutschen-einheit/#comments Mon, 03 Oct 2016 09:33:39 +0000 http://mikeschnoor.com/?p=8422 Der Tag der Deutschen Einheit ist ein guter, wichtiger Feiertag für die deutschen Mitbürger. Er soll sie nicht nur daran erinnern, dass das einst in Ost und West geteilte Deutschland wiedervereinigt wurde. Nein, an diesem deutschen Nationalfeiertag sollte daran gedacht … Weiterlesen →

Der Beitrag Gedanken zum Tag der Deutschen Einheit erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
Der Tag der Deutschen Einheit ist ein guter, wichtiger Feiertag für die deutschen Mitbürger. Er soll sie nicht nur daran erinnern, dass das einst in Ost und West geteilte Deutschland wiedervereinigt wurde. Nein, an diesem deutschen Nationalfeiertag sollte daran gedacht werden, dass die Freiheit in unserer Gesellschaft nicht selbstverständlich ist, sondern hart verdient sein möchte. Dieser Tag und das Verständnis der Deutschen Einheit bewegt mich aus vielen Gründen, denn in all den Jahren gab es viele Erlebnisse, an die ich mich gerne, auch mit zwinkern im Auge, erinnern möchte.

Ich bin ein Nachfahre von deutschen Kriegsflüchtlingen, die einst auf der Robert Ley, dem Schwesterschiff der Wilhelm Gustloff, ihrem sicheren Tod in Ostpreußen entkamen. Meine Vorfahren bauten nach dem zweiten Weltkrieg ihr kleines Dasein aus dem Schutt wieder auf. Aus Großgrundbesitzern wurden einfache Arbeiter, die von den alteingesessenen Deutschen verachtet wurden. Erst mit den Jahren konnten sie wirklich im neuen Deutschland des Westens wieder Fuß fassen. Die Wirren der Jahre verwickelten meine Vorfahren und ihre Verwandten in die Geschicke von Spionage im Kalten Krieg, was zum Verschwinden, oder treffender gesagt, zum ungeklärten Tod eines Familienmitglieds führte – so zumindest aus Überlieferungen meiner Großmutter.

Irgendwann im Jahr 1979 wurde ich geboren. Trotz meiner meist unbeschwerten Kindheit war der Kalte Krieg, und damit das geteilte Deutschland immer präsent in unseren Köpfen. In den 80er Jahren habe ich nicht nur die Tschernobyl-Verseuchung von Luft, Wasser und Milch mitbekommen. Nein, entgegen unserer heutigem Verständnis von Staat und Gesellschaft habe ich alle paar Wochen die rumpelnden, ratternden und für mich damals sehr beeindruckenden Panzerkolonnen durch unser Städtchen in Schleswig-Holstein herum fahren sehen. Hinzu kamen diverse militärische Patrouillen, denn wo wir lebten, gab es Grund zur Spionage von sowjetischen Truppen.

Bildquelle: Pexels.

Bildquelle: Pexels.

Im Ernstfall lebten wir nahe eines der erklärten Ziele sowjetischer Atombomben, weil das Flottenkommando der deutschen Marine nur wenige Kilometer von meiner Heimat in Flensburg und Glücksburg entfernt lag. Aus einer mir nicht mehr bekannten Quelle, vielleicht der Lokalzeitung oder doch dem Gerede auf der Straße, gab es irgendwann einmal eine wilde Verfolgungsjagd von britischen Besatzern und deutschen Militärs, die über die Landstraßen in unmittelbarer Nähe führte, um sowjetische Spione zu stellen, die jedoch in einem schweren Unfall endete, als sie versuchten, nach einem gescheiterten Spionagefall über den Seeweg zurück nach Ostdeutschland zu gelangen.

Apropos Ostdeutschland, denn es geht hier ja um die Einheit der Deutschen. Anfangs war es nicht ganz klar für uns Kinder, was hinter der Grenze, dem Todesstreifen so passierte. Neben den diversen „Care-Paketen“, die teils monatlich von unserer Familie nach Ostdeutschland geschickt wurden, tauschten sich die verbliebenen Verwandten zumindest mal hier und da mit Briefen aus, sofern dies über die Grenze hinweg möglich war. Ob die dicken Mäntel, die teure Schokolade und der ganze westliche Nippes aus den unzähligen Paketen jemals bei ihnen ankam, bleibt bis heute offen, denn mit großer Wahrscheinlichkeit wurde an der Grenze ein großer Teil von den DDR-Grenzbeamten beschlagnahmt und in eigene Tasche gewirtschaftet, den verbleibenden Rest hatte die Verwandschaft zum besten Preis im Ort verscherbelt.

Eine aus heutiger Sicht extrem nachdenklich stimmende Zeit, die mit dem Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs sehr vielen Menschen Erleichterung und Erkenntnis brachte. Vor allem der Verbleib der teuren Dinge, die als Geschenk und Leihgabe nach Ostdeutschland verschickt wurden, konnte nie geklärt werden. Auf Wiedersehen, ihr schönen Pelzmäntel, ihr exquisiten Avantgarde-Kleider und guten Schuhe. Da musste unsere Familie hart schlucken, als ihnen klar wurde, dass die Verwandschaft im Osten die wertvollen Waren in bare Münze gewandelt hatten. Tja, kurz nach der Wende reisten wir nämlich zu den entfernten Verwandten. Zuerst auf väterlicher Seite, die in Mecklenburg-Vorpommern bei Rastow auf einem Bauernhof lebten.

Das Ergebnis war also eher ernüchternd statt erhellend, weil die verwandschaftlichen Verbindungen einfach viel zu lose waren, als dass man Gemeinsamkeiten hatte. Wir inspizierten die fetten Kartoffelkäfer und das herunter gekommene Anwesen, blickten erstaunt auf den Trecker und Trabbi. Doch einen schrecklichen Muckefuck und einen mit Wespen übersäten Blechkuchen später verabschiedete man sich und ging fortan getrennte Wege. Die anderen entfernten Verwandten mütterlicherseits reisten jedoch zu einem längeren Besuch bei unserer Familie an.

Doch sie lebten mit ihrem Einzug mit Sack und Pack, quasi von einem Tag auf den anderen, leider wie die Mietnomaden im Haus meiner Großmutter. Unsere Familie wollte ihnen die Chance geben, sich etwas Eigenständiges nach der Wende aufzubauen. Doch sie wollten gar nicht arbeiten, sondern nur auf Pump leben und von Großmutter mit Essen, Getränken und Unterkunft versorgt werden. Als Jugendlicher hatte mich diese Faulheit extrem geärgert, denn diese Verwandten waren Mitte Zwanzig und verbrannten quasi das Geld unserer Familie, von dem eh nicht viel zur Verfügung stand. Offenbar fehlte ihnen nicht nur die Lust auf Arbeit. Gerade der Alkohol schmeckte wohl deutlich besser als der selbstgebrannte Schnaps vom Land. Damit alles so mal hier und dort finanziell klappte, lebten sie nicht nur auf zu freier Kost und Logis unter unserem familiären Dach, sondern obendrein machten nicht zu verachtende Schulden – natürlich Spielschulden bei zwielichtigen Personen. All dies lief genau bis zu dem Moment gut, bis die russischen Geldeintreiber eines Tages vor der Tür meiner Großmutter standen, denn schließlich wohnten die Schuldner unter ihrem Dach. Kurze Rede, langer Sinn: Die Verwandten aus dem Osten wurden zu Recht aus dem Haus verwiesen. Wir wissen bis heute nicht, was aus ihnen geworden ist. So schnell wieder verliert sich die verwandtschaftliche Zusammenkunft im Nebel der Zeit, dass hier Krieg und Verdammnis zumindest vergessen, vielleicht auch verdrängt werden konnten.

Bildquelle: Pexels.

Bildquelle: Pexels.

In der Schule hingegen entflammte die Diskussion um die Wiedervereinigung von Deutschland. Die Wahrnehmung war etwas anders, denn neue Schüler und Schülerinnen wurden in die Klassen aufgenommen, die aus den neuen Bundesländern zugezogen waren. Ihr Sächsisch war für uns norddeutsche Fischköpfe ebenso unverständlich wie Bayrisch. Ungefähr zu dieser Zeit entstand unser Klassenwitz, dass für uns „Nordisch by Nature“-Kinder ja südlich von Hamburg, also mit der Elbe als Rubikon der Kulturen bereits alles Bayern sei. Gut, so war das bei jungen Leuten – aber wir hatten das auch nie so richtig ernst genommen. Gleichermaßen zu unserer kindlich-kulturellen Dämonlogie dieses aufstachelnden Ost-West-Konflikts unter Jugendlichen, der nur anhand von Sprache, Herkunft und Gebräuchen inszeniert wurde, dominierte das totalitäre Nazi-Regime mahnend den Geschichtsunterricht. Also eine Erdung juveniler Quatschköpfe.

Für mindestens sechs Jahre hieß es mehrfach in der Woche, man lese etwas über Hitler, Himmler, Göbbels und die anderen SS-Schlächter. Übrigens war Geschichte ein gewählter Leistungskurs bei meinem Abitur. Filme wie „Schindlers Liste“ und zum Ende der Schulzeit „Ein Soldat namens James Ryan“, diverse andere Kriegsdokumentationen und Anti-Kriegsfilme brannten inszenierte, aber eindrucksvoll beklemmende Bilder in mein Gedächtnis. Zahlreiche Texte aus unterschiedlichsten Quellen galt es zu analysieren, zu deuten und im richtigen Kontext zu verstehen. Wir wurden daran erinnert, dass die Spaltung Deutschlands in Form der Besatzungszonen und der späteren Unterteilung in Ost- und Westdeutschland nur durch Wahnsinn der Vergangenheit und die Schandtaten eines ganzen Volkes unter ihrem Regime vollzogen wurde.

Alles in allem bin ich ein von der Geschichte bewegter Mensch, der sich seiner Vergangenheit sehr wohl bewusst ist, und die Entwicklung von Deutschland immer wieder beobachtet. Meistens mit Wohlwollen, doch zunehmend mit Soege. Wo stehen wir heute? 26 Jahre lang hält die Einheit der Deutschen. Aber sie baumelt schon wieder an einem seidenen Faden. Schauen wir vor allem nach „Rechts“, sind die braunen Treiber in den letzten Jahren immer lauter geworden. Jetzt treten sie im geschniegelten Anzug auf Bühnen und in den Medien auf, gewinnen parlamentarischen Einfluss, um ihr rechtes Gedankengut in der von ihnen abgelehnten Demokratie wie ein trojanisches Pferd zu platzieren. Ein großer Teil der Bürger steht für dieses traditionelle Wertekonstrukt ein, das keinen grünen Zweig am so fragilen Pflänzchen unserer eigentlich noch jungen Demokratie lassen würde. Politiker mahnen derweil zur Besonnenheit, aber bislang können sie den entzweienden Kräften nichts Standhaftes außer ihre Worte entgegenstellen.

Meine Kinder sind ein Ergebnis des Mauerfalls, der Wiedervereinigung und der Deutschen Einheit. Denn nur durch das Ende des Kalten Krieges fanden meine Frau und ich irgendwie über Umwege zueinander – ohne jetzt weiter auf das Kapitel einzugehen. Ja, ich bin froh, dass es uns gut geht und unsere Kinder unbeschwert aufwachsen können. In der Grundschule spricht leider offenbar niemand das geschichtsträchtige Thema an, obwohl es wünschenswert ist, wie auch Frau Merkel dafür plädiert hat, mehr Geschichte zu erklären und im Unterricht zu integrieren. Ich bin froh darüber, dass sie ein Teil von einer multikulturellen Gesellschaft sind, in der Flüchtlingskinder genau wie sie auf die gleiche Schule gehen und für das Leben lernen. Es gibt keine Flüchtlinge, denn dort sind doch alles nur Kinder. Vielleicht schaffe ich es später am Tage noch, meinen Kindern einige geschichtliche Informationsbrocken kindgerecht zu vermitteln, um ihnen zu zeigen, wie gut es ihnen geht – oder sie lesen irgendwann diesen Text aus meiner Feder und können den Tag der Deutschen Einheit aus meiner Sicht verstehen.

Der Beitrag Gedanken zum Tag der Deutschen Einheit erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
http://mikeschnoor.com/2016/10/03/gedanken-zur-deutschen-einheit/feed/ 2 8422
dmexco 2016: Drei Tage Wach! http://mikeschnoor.com/2016/08/08/dmexco-2016-drei-tage-wach/ http://mikeschnoor.com/2016/08/08/dmexco-2016-drei-tage-wach/#comments Mon, 08 Aug 2016 20:40:56 +0000 http://mikeschnoor.com/?p=8399 Nur noch wenige Wochen verbleiben bis zur dmexco 2016! Die Digitalbranche wird sich in höchster Ekstase feiern. Drei Tage am Stück wird Köln das Mekka für Online-Marketing in jedweder Coleur. Wie jetzt, drei volle Tage? Richtig gelesen, es beginnt nämlich … Weiterlesen →

Der Beitrag dmexco 2016: Drei Tage Wach! erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
Nur noch wenige Wochen verbleiben bis zur dmexco 2016! Die Digitalbranche wird sich in höchster Ekstase feiern. Drei Tage am Stück wird Köln das Mekka für Online-Marketing in jedweder Coleur. Wie jetzt, drei volle Tage?

Auf der dmexco 2016 steppt der Bär! Bildquelle: Pexels.

Auf der dmexco steppt der Bär! Bildquelle: Pexels.

Richtig gelesen, es beginnt nämlich schon seit geraumer Zeit am Dienstag mit der dmexco 2016 in Form der Pre-Events. Einerseits gibt sich die Branche ein kleines Stelldichein auf dem Online-Ad-Summit und auf dem Startup-Forum im Conference Center der Koelnmesse, andererseits laden zahlreiche Unternehmen und Eventveranstaler zu ihren Pre-Parties und Get-Togethers ein. Danach folgen am Mittwoch und Donnerstag die Messe mit den schier endlosen Konferenzinhalten der dmexco, dass manchem Besucher der Kopf dröhnen wird. Information Overflow at best, aber darauf darf die Branche stolz sein, nachdem sie sich zu einem Digitalen Business Festival gemausert hat.

Kurzum, ein Pre-Day mit zwei Messe- und Konferenztagen macht summa summarum: drei Tage. Da freuen wir uns doch drauf! Lasst die Korken knallen, wenn die Deals abgeschlossen sind. Denn danach folgen spätestens die richtig angesagten Standparties und kurz darauf am Mittwochabend die Mega-Parties mit dem OMClub in Halle Tor 2, den Online-Marketing-Rockstars am Rheinufer, dem OSK-Gelage in der Wolkenburg und der offiziellen Party! Bevor es wieder am Donnerstag wieder frisch und fromm an den Start geht, noch einen kurzen Abstecher ins Hotel oder in die nächstbeste Unterkunft ab 1300 Euro und aufwärts pro Nacht, um wieder bei Sinnen die Branche mit digitalen Innovationen zu erhellen.

Zur optimalen Einstimmung auf das Event-Highlight der Digitalen Wirtschaft findet ihr hier meinen persönlichen Favoriten für den Song, der die dmexco in wenigen Worten, aber umso lautstark zusammenfassen kann. Sehen wir uns auf der dmexco 2016 am 13., 14. und 15. September? Vielleicht nicht nur zum Feiern, sondern für gute Gespräche über die Zukunft der Marke im Digitalen Zeitalter, über Influencer Marketing, über Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Digitale Kommunikation, Social Media und viele weitere digitale Trends. In jedem Fall – ich freue mich! :)

Der Beitrag dmexco 2016: Drei Tage Wach! erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
http://mikeschnoor.com/2016/08/08/dmexco-2016-drei-tage-wach/feed/ 2 8399
Invasion der Zombies im Zeitalter der Digitalisierung http://mikeschnoor.com/2016/07/11/invasion-der-zombies-im-zeitalter-der-digitalisierung/ http://mikeschnoor.com/2016/07/11/invasion-der-zombies-im-zeitalter-der-digitalisierung/#comments Mon, 11 Jul 2016 13:23:55 +0000 http://mikeschnoor.com/?p=8389 Wir leben digital und kommunizieren fleißig über das Mobile Internet. Schon heute kommen viele Mitmenschen in unserer digitalisierten Gesellschaft kaum noch ohne ein Smartphone aus. Autonome Fahrzeuge, Carsharing und die virtuelle Realität bestimmen unsere Zukunft. Wir geben einen Teil unserer … Weiterlesen →

Der Beitrag Invasion der Zombies im Zeitalter der Digitalisierung erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
Wir leben digital und kommunizieren fleißig über das Mobile Internet. Schon heute kommen viele Mitmenschen in unserer digitalisierten Gesellschaft kaum noch ohne ein Smartphone aus. Autonome Fahrzeuge, Carsharing und die virtuelle Realität bestimmen unsere Zukunft. Wir geben einen Teil unserer Kontrolle und Aufmerksamkeit an technische Systeme ab, die unseren Alltag erleichtern sollen. Doch gerade darin liegt unser Problem, denn wir sind alle in Gefahr – nicht durch unsere Mitmenschen, sondern durch Beißer und Streuner. Die Zombies aus The Walking Dead und anderen Endzeit-Geschichten hätten mit uns ein leichtes Spiel.

Digitalisierung ebnet den Weg zur Zombie-Apokalypse - oder doch nicht? Bildquelle: Pexels.

Digitalisierung ebnet den Weg zur Zombie-Apokalypse – oder doch nicht? Bildquelle: Pexels.

7 Gründe, warum eine Invasion der Zombies im digitalen Zeitalter maximalen Erfolg hätte

1. Wir erkennen die Gefahr nicht rechtzeitig. Unsere visuelle Reizaufnahme haben wir unlängst auf die Distanz bis zur nächsten Straßenlaterne reduziert. Weil wir nur noch auf unsere Smartphones blicken, sehen wir angreifende Zombies erst viel zu spät. So laufen wir direkt in die Arme der Streuner und machen ihre Bäuche fett.

2. Wir laufen nicht mehr vor einer Gefahr weg. Unser natürlicher Fluchtinstinkt funktioniert nicht mehr, denn wir bleiben lieber stehen, um noch einen Schnappschuss von einem angreifenden Zombie mit unserem Smartphone zu machen. Stattdessen zieht es die Menschen als Schaulustige magisch an, bis sie zu nah am Geschehen sind und ihnen die Aufmerksamkeit der Walker zum Verhängnis wird.

3. Wir sehen die Zombies gar nicht. Mit Oculus Rift, Samsung GALAXY Gear VR und vielen weiteren Virtual Reality Headsets befinden wir uns in einer ganz anderen Welt. Unangenehm wird das nur, wenn wir immer noch in einer heilen Welt umherwandern, während wir von Zombies umzingelt werden. Das berüchtigte „Game Over!“ kommt mit den Beißern schneller als wir es erwarten.

4. Wir verlernen das Autofahren. Fehlende Sicherheitstrainings und gering ausgeprägte Fahrpraxis können für Defizite im Straßenverkehr sorgen. Durch die Nutzung von autonomen Fahrzeugen sinkt das Selbstbewusstein von vielen Autofahrern. Sobald wir uns in diesen autonomen Autos bewegen, werden sie schnell zur Falle. Die intelligenten Erkennungssysteme leiten das Fahrzeug zur Notbremsung an, sobald Zombies den Weg kreuzen. Anstatt diese unerwünschten Verkehrsteilnehmer in hohem Tempo zu überfahren, können die Beißer das Auto belagern und die Insassen fressen.

5. Wir verzichten auf echte Schlüssel. Sobald digitale Türschlösser sich nicht schnell genug öffnen lassen, wird es mit den Beißern im Nacken schnell unangenehm. Dann helfen weder Fingerabdrücke noch Pincodes. Setzt sich überdies der Trend von Carsharing weiter durch, können viele Fahrzeuge nicht mehr der Flucht dienen. Sobald Autos nur noch mit dem Smartphone geöffnet werden können, aber die Infrastruktur über das Mobile Internet versagt, bleiben die Fahrzeugtüren dauerhaft versperrt. Gleiches gilt für das Verschließen der digitalen Türen, so dass Zombies ungehindert in die offenen Räume eindringen können.

6. Wir sind süchtig nach Selfies. Der Geltungsdrang nach Aufmerksamkeit lässt uns schnell das Smartphone zücken. Jedoch wird das lustige Instagram-Foto oder der kleine Snap zusammen mit einem Zombie schnell zur akuten Gefahr. Die unmittelbare Folge, sobald ein Streuner auf kurze Distanz uns erwischt: Der grausame Tod durch Biss in die Schulter. Übrigens wird dieses ruhmreiche Foto aufgrund der Pandemie-Effekte ziemlich wenigen Menschen gefallen.

7. Wir sind Opfer. Wir haben verlernt, uns in einer Welt zurecht zu finden, in der absolutes Chaos regiert und Sicherheit nicht existiert. Hoffen wir einfach, dass Zombies niemals von der Fiktion in die Realität überwechseln können. Die digitale Technologie unterstützt uns im Alltag, aber in gefährlichen Situationen können gewisse Nachteile entstehen. Die Zombies würden es uns nicht übel nehmen, wenn wir in eine digitale Abhängigkeit abgleiten. Ein wenig digitaler Detox kann also helfen, das Leben zu leben – bevor man selbst zu einem digitalen Zombie mutiert. :)

Der Beitrag Invasion der Zombies im Zeitalter der Digitalisierung erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
http://mikeschnoor.com/2016/07/11/invasion-der-zombies-im-zeitalter-der-digitalisierung/feed/ 6 8389
Die ultimative Terminübersicht: Konferenzen, Festivals und Kongresse für die Digitale Wirtschaft mit allen Veranstaltungen 2016 http://mikeschnoor.com/2015/12/10/die-ultimative-terminuebersicht-konferenzen-festivals-und-kongresse-fuer-die-digitale-wirtschaft-mit-allen-veranstaltungen-2016/ http://mikeschnoor.com/2015/12/10/die-ultimative-terminuebersicht-konferenzen-festivals-und-kongresse-fuer-die-digitale-wirtschaft-mit-allen-veranstaltungen-2016/#comments Thu, 10 Dec 2015 19:36:20 +0000 http://mikeschnoor.com/?p=8326 Das Ende eines Geschäftsjahres läutet bekanntlich die Planung des bevorstehenden Jahres ein. Im kommenden Jahr warten viele interessante Veranstaltungen auf wissbegierige Besucher, denen sich die grundlegende Frage stellt: Was passiert im Jahr 2016 und welche Termine darf ich nicht verpassen? … Weiterlesen →

Der Beitrag Die ultimative Terminübersicht: Konferenzen, Festivals und Kongresse für die Digitale Wirtschaft mit allen Veranstaltungen 2016 erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
Das Ende eines Geschäftsjahres läutet bekanntlich die Planung des bevorstehenden Jahres ein. Im kommenden Jahr warten viele interessante Veranstaltungen auf wissbegierige Besucher, denen sich die grundlegende Frage stellt: Was passiert im Jahr 2016 und welche Termine darf ich nicht verpassen?

Jedes Unternehmen sollte seine Jahresplanung mit der eigenen Präsenz auf Messen, Konferenzen, Festivals und Kongressen bereichern, damit ein möglichst großes Zielpublikum von dem Unternehmen, seinen Mitarbeitern und den hauseigenen Experten hören kann. Nichts ist schöner, als im Rahmen des jeweiligen Programms als Speaker aufzutreten oder bei den intensiven Gesprächen vor Ort mit vielen, guten Kontakten zu sprechen. Kurzum: Wer keine Präsenz erzeugt, der findet im Geschäftsleben nicht statt. Das darf natürlich nicht sein, sobald es um die digitalen Höhepunkte und Veranstaltungen 2016 geht!

Die dmexco zählt zu den schwergewichtigen Konferenzen und Messen der digitalen Wirtschaft. Foto: dmexco, Köln

Die dmexco zählt zu den schwergewichtigen Konferenzen und Messen der digitalen Wirtschaft. Foto: dmexco, Köln

Die Digitale Wirtschaft zeigt sich erneut facettenreich mit diversen Terminen, die sich allesamt rund um Digitale Transformation, Marketing, Medien, Public Relations und Social Media sowie Digital Commerce, FinTech, Payment und die Digitale Wirtschaft im Allgemeinen drehen. Die folgende Zusammenstellung soll eine Anregung geben, damit sich Menschen aus der Branche und weit darüber hinaus zusammenfinden, treffen und austauschen können. Nach der Terminliste in 2014 und den Primetime-Events in 2015 zählte es für mich zur Pflicht, diese Veranstaltungen in 2016 nach bestem Wissen und Gewissen, aber zugleich mit einer persönlichen Note, aufzubereiten.

Natürlich dürfen einige Zeitgenossen diese Liste für ihre eigene Jahresplanung adaptieren und sich an der Vorselektion erfreuen. Selbstverständlich freue ich mich auf Hinweise in den Kommentaren über aktuelle Terminankündigungen, zumal das letzte Quartal noch etwas dünn bestellt ist. Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Konferenz! Viel Freude und viel Erfolg auf den rund 80 Terminen der Digitalbranche und allen Veranstaltungen 2016!

Finale der re:publica 2015 am 07.05.2015 in der STATION Berlin. Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/re-publica/17407362775/in/album-72157651960898737/">re:publica/Gregor Fischer</a> (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a>)

Finale der re:publica 2015 am 07.05.2015 in der STATION Berlin. Foto: re:publica/Gregor Fischer (CC BY 2.0)

Januar

Next Generation Payment
13.01.2016 bis 14.01.2016, Köln

TourismusCamp
15.01.2016 bis 17.01.2016, Eichstätt

DLD16
17.01.2016 bis 19.01.2016, München

Pioniere
19.01.2016, Frankfurt am Main

Deutscher Medienkongress
20.01.2016 bis 21.01.2016, Frankfurt am Main

Non-Profit Camp
22.01.2016 bis 23.01.2016, Aachen

Online Handel
26.01.2016 bis 27.01.2016, Düsseldorf

Payment World
26.01.2016 bis 27.01.2016, Düsseldorf

NewTV Summit
27.01.2016, Berlin

Februar

LOCA Konferenz
02.02.2016 bis 03.02.2016, München

Transmediale
03.02.2016 bis 07.02.2016, Berlin

POS Masters
04.02.2016 bis 06.02.2016, Stuttgart

Finovate
09.02.2016 bis 10.02.2016, London

Lift16
10.02.2016 bis 12.02.2016, Genf

plentymarkets Online-Händler-Kongress
19.02.2016 bis 20.02.2016, Kassel

eTailment
22.02.2016 bis 24.02.2016, Wien

Google Analytics Konferenz
22.02.2016 bis 24.02.2016, Wien

Social Media Week
22.02.2016 bis 26.02.2016, Hamburg

Big Data Summit
25.02.2016 bis 25.02.2016, Hanau

TVKomm
25.02.2016, Karlsruhe

Online Marketing Rockstars
25.02.2016 bis 26.02.2016, Hamburg

BarCamp Politische Bildung
25.02.2016 bis 27.02.2016, Werneuchen/Berlin

März

Content-Marketing Conference
01.03.2016 bis 02.03.2016, München

Internet World
01.03.2016 bis 02.03.2016, München

Exec I/O Fintech
08.03.2016, Frankfurt am Main

etail
08.03.2016 bis 10.03.2016, Berlin

Tradeworld
08.03.2016 bis 10.03.2016, Stuttgart

Sales Marketing Messe
09.03.2016, München

Native Ads Camp
10.03.2016, Köln

Social Media Management
10.03.2016 bis 11.03.2016, Berlin

Mobile Tech Con
14.03.2016 bis 17.03.2016, München

CeBIT
14.03.2016 bis 18.03.2016, Hannover

d3con
15.03.2016, Hamburg

SMX München
17.03.2016 bis 18.03.2016, München

BarCamp Ruhr
19.03.2016 bis 20.03.2016, Essen

Digital Innovator’s Summit
21.03.2016 bis 22.03.2016, Berlin

April

ECC Forum Handel
05.04.2016, Köln

Self-Publishing-Day
09.04.2016, München

Nürnberg Web Week
11.04.2016 bis 18.04.2016, Nürnberg

e-Marketing Day Rheinland
13.04.2016, Wuppertal

Dialog-Marketing Messe
13.04.2016 bis 14.04.2016, Zürich

Swiss Online Marketing
13.04.2016 bis 14.04.2016, Zürich

PR Report Awards
16.04.2016, Berlin

Digital Commerce Day
21.04.2016 bis 22.04.2016, Hamburg

Affiliate Tactixx
26.04.2016, München

BEVH
26.04.2016 bis 27.04.2016, Hamburg

Deutscher Fundraising Kongress
27.04.2016 bis 29.04.2016, Berlin

Deutscher Digital Award
28.04.2016, Berlin

Hitmeister E-Commerce Day
29.04.2016, Köln

Mai

re:publica
02.05.2016 bis 04.05.2016, Berlin

M2C Conference
09.05.2016 bis 10.05.2016, Hamburg

D2M Summit
10.05.2016 bis 11.05.2016, Hamburg

Juni

DMX Austria
01.06.2016 bis 02.06.2016, Wien

BEEF4BRANDS
02.06.2016, München

European Communication Summit
07.06.2016 bis 08.06.2016, Brüssel

Supermarkt Stars
07.06.2016 bis 08.06.2016, Frankfurt am Main

Anga Com
07.06.2016 bis 09.06.2016, Köln

EHI Omnichannel Days
14.06.2016 bis 15.06.2016, Köln

Enterprise Digital SUMMIT
14.06.2016 bis 15.06.2016, Paris

tools
15.06.2016 bis 16.06.2016, Berlin

Developer Week
20.06.2016 bis 23.06.2016, Nürnberg

Deutscher Nonfood Kongress
27.06.2016 bis 28.06.2016, Berlin

CO-Reach
29.06.2016 bis 30.06.2016, Nürnberg

Juli

Meet Magento
04.07.2016 bis 05.07.2016, Leipzig

Online B2B Conference
04.07.2016 bis 05.07.2016, München

Lokalrundfunktage
05.07.2016 bis 06.07.2016, Nürnberg

Pharma Marketing
06.07.2016, Frankfurt am Main

Digital Marketing Days
12.07.2016 bis 13.07.2016, Frankfurt am Main

August

gamescom
17.08.2016 bis 21.08.2016, Köln

ONE
30.08.2016 bis 31.08.2016, Zürich

Suisse EMEX
30.08.2016 bis 31.08.2016, Zürich

September

IFA
02.09.2016 bis 07.09.2016, Berlin

Pirate Summit
06.09.2016 bis 07.09.2016, Köln

Online Ad Summit
13.09.2016, Köln

Challenge Award
14.09.2016, Köln

dmexco
14.09.2016 bis 15.09.2016, Köln

IOM Summit
20.09.2016 bis 22.09.2016, Köln

markeDINGplus
21.09.2016 bis 22.09.2016, Wels

Reeperbahn Festival
21.09.2016 bis 24.09.2016, Hamburg

ECC Forum Handel
22.09.2016, Köln

NEXT
22.09.2016 bis 23.09.2016, Hamburg

Komunikationskongress
22.09.2016 bis 23.09.2016, Berlin

IAA
22.09.2016 bis 29.09.2016, Hannover

Social Media Conference
26.09.2016 bis 27.09.2016, Hamburg

Oktober

Neocom
12.10.2016 bis 13.10.2016, Düsseldorf

Content World
17.10.2016 bis 18.10.2016, Frankfurt am Main

Zukunft Personal
18.10.2016 bis 20.10.2016, Köln

Medientage München
26.10.2016 bis 28.10.2016, München

November

EHI Marketing Forum
22.11.2016 bis 23.11.2016, Köln

Dezember

tbd…

Der Beitrag Die ultimative Terminübersicht: Konferenzen, Festivals und Kongresse für die Digitale Wirtschaft mit allen Veranstaltungen 2016 erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
http://mikeschnoor.com/2015/12/10/die-ultimative-terminuebersicht-konferenzen-festivals-und-kongresse-fuer-die-digitale-wirtschaft-mit-allen-veranstaltungen-2016/feed/ 33 8326
Influencer Marketing: Wozu taugt das neue Tool „Influma“ wirklich? http://mikeschnoor.com/2015/07/23/influencer-marketing-wozu-taugt-das-neue-tool-influma-wirklich/ http://mikeschnoor.com/2015/07/23/influencer-marketing-wozu-taugt-das-neue-tool-influma-wirklich/#comments Thu, 23 Jul 2015 06:35:39 +0000 http://mikeschnoor.com/?p=8286 Glaubt man einigen Studien, stehen die Influencer in Deutschland an fast jeder Ecke. Bei der Suche nach den digitalen Meinungsmachern tun sich manche Unternehmen immer noch schwer. Abhilfe verspricht das neue Tool „Influma“, über das Influencer durchsuchbar gemacht werden sollen. … Weiterlesen →

Der Beitrag Influencer Marketing: Wozu taugt das neue Tool „Influma“ wirklich? erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
Glaubt man einigen Studien, stehen die Influencer in Deutschland an fast jeder Ecke. Bei der Suche nach den digitalen Meinungsmachern tun sich manche Unternehmen immer noch schwer. Abhilfe verspricht das neue Tool „Influma“, über das Influencer durchsuchbar gemacht werden sollen. Nach einem kurzen Test zeigt sich jedoch: Im Grunde genommen ist „Influma“ nur eine Blog-Suchmaschine, die Shares eines Artikels aggregiert und dann aus der Summe ein Ranking erstellt. In der aktuellen Form ist dieses Tool für Influencer Marketing leider untauglich. Warum ich zu diesem ersten Fazit komme, erläutere ich gerne in diesem Artikel.

Symbolbild: Kann ein Tool den entscheidenden Influencer identifizieren? Quelle: Kaboompics.

Symbolbild: Kann ein Tool den entscheidenden Influencer identifizieren? Quelle: Kaboompics.

Influma“ offenbart seine Schwäche bereits bei der Anzeige der ersten Suchergebnisse. Die Einzelpersonen können nur anhand der Autorennamen im Blog identifiziert werden, jedoch werden keine Metadaten aus verschiedenen Social Networks aggregiert, um eine Person abzubilden. Die Suche funktioniert offenbar nur als Volltext-Brute-Force, so dass jeder gut verbreitete Artikel zu einem bestimmten Suchbegriff ein relativ hohes Ranking erzeugen kann. Zwar können Spammer direkt gemeldet werden, aber das so erzeugte Ergebnis verfälscht und verwässert eine Suche deutlich.

Zudem fehlt eine Sentiment- bzw. Tonalitätsanalyse, mithilfe derer ein Inhalt und die allgemeine Art der Kommunikation eines Influencers eingeschätzt werden kann. Grundlegende Kontaktdaten zum Influencer anhand der Profile in Social Networks oder mithilfe des Impressums fehlen. Ein im Influencer Marketing ganz wichtiger Punkt scheint „Influma“ nicht abzubilden: Nirgends wird angezeigt, wie sich welche andere potenzielle Influencer mit einem einzelnen Content bzw. Artikel eines Blogs auseinander setzen – bis auf die Shares und Likes. Von diesen rudimentären Daten hat sich Influencer Marketing seit geraumer Zeit bereits verabschiedet.

Symbolbild: Die Einstellung der Influencer zu bestimmten Themen und die Tonalität können entscheidend für den Kampagnenerfolg sein. Quelle: Pexels.

Symbolbild: Die Einstellung der Influencer zu bestimmten Themen und die Tonalität können entscheidend für den Kampagnenerfolg sein. Quelle: Pexels.

Influencer Marketing braucht zumindest solche Informationen, um die richtigen Influencer zu identifizieren und passende Kampagnen zu planen. Neben einem Blog haben viele Influencer eine deutlich größere Präsenz im Social Web aufgebaut. Beispielsweise liefert der Suchbegriff „Digitale Transformation“ im Ranking von „Influma“ einige Artikel aus meiner eigenen Feder im Magazin #DigiBuzz oder als Gastautor für das featured-Magazin, die aufgrund ihrer grundlegenden Mentions und Shares auf Twitter, Facebook & Co. etwas Buzz erzeugen konnten.

Natürlich steht „Influma“ erst am Anfang, jedoch gibt gerade der Produktlaunch eine klare Linie vor, an der sich ein Produkt messen lässt. Zum aktuellen Stand taugt „Influma“ leider nur als Suchmaschine für Blogartikel. Für Influencer Marketing liefert ein solches Tool also nur die grobe Basis, deren Daten unbedingt mit anderen Tools kombiniert werden müssen. Ob daraus mehr werden kann, wird nur wohl die Zeit zeigen.

Influma.com möchte Influencer auffindbar machen. Quelle: Unternehmen.

Influma.com möchte Influencer auffindbar machen. Quelle: Unternehmen.

Bei aller Liebe zu Blogger Relations und Influencern muss erwähnt werden: Ein Tool alleine kann nicht den Menschen als Schnittstelle zwischen Unternehmen und dem Meinungsmacher ersetzen. Deshalb gesellt sich beim Influencer Marketing eine nicht zu unterschätzende Portion Erfahrung derjenigen Kommunikatoren auf Agentur- und Unternehmensseite im Umgang mit diesen Influencern, die nicht nur Blogartikel verfassen, sondern auf Twitter, Facebook, Instagram, YouTube oder Pinterest aktiv sind.

Warum wiederum die Empathie und persönlichen Beziehungen für die Kommunikation mit digitalen Meinungsmachern so wichtig sind, habe ich in meinem Vortrag zu Influencer Marketing aufgezeigt, der bei Slideshare verfügbar ist.

Weitere Tools für Influencer Marketing

Wer jetzt weitere Tools sucht, um Influencer Marketing zu betreiben, dem helfe ich gerne mit dieser subjektiven und unsortierten Auswahl: Brandwatch, Talkwalker, Klout, Klear, Kred, Topsy, Buzz Sumo, Influencer DB, Scoopio (private Beta), Follower Wonk, Cision, Newsaktuell, Zimpel, Hashtag Love und Rankseller. Die Mischung der Datenbanken und Tools macht es am Ende aus.

Sollte jemand mehr über Influencer Marketing und den richtigen Umgang mit digitalen Meinungsmachern erfahren wollen, freue ich mich über euren Kontakt. ;)

Der Beitrag Influencer Marketing: Wozu taugt das neue Tool „Influma“ wirklich? erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
http://mikeschnoor.com/2015/07/23/influencer-marketing-wozu-taugt-das-neue-tool-influma-wirklich/feed/ 20 8286
Lachnummer oder PR-Schrott: Die Pressemitteilung zum Chevrolet Cruze (General Motors) http://mikeschnoor.com/2015/06/24/lachnummer-oder-pr-schrott-die-pressemitteilung-zum-chevrolet-cruze-general-motors/ http://mikeschnoor.com/2015/06/24/lachnummer-oder-pr-schrott-die-pressemitteilung-zum-chevrolet-cruze-general-motors/#comments Wed, 24 Jun 2015 13:48:48 +0000 http://mikeschnoor.com/?p=8255 Die Automarke Chevrolet des General Motors Konzerns möchte offenbar den Olymp der Aufmerksamkeit besteigen und hat dazu eine „Pressemitteilung“ veröffentlicht, die nur aus einer Anreihung von Emojis besteht. Die über die kleinen Bildchen kodierte Nachricht sollte wenige Stunden nach der … Weiterlesen →

Der Beitrag Lachnummer oder PR-Schrott: Die Pressemitteilung zum Chevrolet Cruze (General Motors) erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
Die Automarke Chevrolet des General Motors Konzerns möchte offenbar den Olymp der Aufmerksamkeit besteigen und hat dazu eine „Pressemitteilung“ veröffentlicht, die nur aus einer Anreihung von Emojis besteht. Die über die kleinen Bildchen kodierte Nachricht sollte wenige Stunden nach der Veröffentlichung entschlüsselt werden, damit die Journalisten reichlich Zeit haben, um über dieses sinnfreie Kunststück der Marketing-PR nachzudenken.

Die "Pressemitteilung" von Chevrolet - zum Vergrößern klicken.

Die „Pressemitteilung“ von Chevrolet – zum Vergrößern klicken.

Einige der Journalisten sind definitiv empfänglich dafür und ließen sich auf das Spielchen ein. In Zeiten der informativen Reizüberflutung kommt die klassische Pressemitteilung in vielen Fällen bei den Medien gar nicht mehr so gut an. Content gilt in der PR-Branche als der heiße Scheiß, mit dem man an den Gatekeepern manchmal viel leichter vorbei kommt und die Nutzer im Zweifelsfall direkt erreicht.

Ja, man muss über seinen Schatten springen und mehr anbieten als nur schnöden Text. Das entpuppt sich aber für viele PR-Leute als kleine Herausforderung, denn ihr gelerntes Handwerk wird tagtäglich von Infografiken, Bildern und Videos und den ganzen kleinen Textfetzen in sozialen Netzwerken überschattet. Pressemitteilung ist out, die Kombination mit vielen zusätzlichen Inhalten macht einen langweiligen Produkttext zu einer teilbaren Klickgranate. Wenn es um die jungen Nutzerschaft geht, muss es ein Artikel ein wenig dem Zeitgeist entsprechen. Emojis kommen dafür gerade recht, wenn sich eine bekannte Marke damit inszenieren möchte.

Offenbar hat dies der Autohersteller Chevrolet erkannt. Anstatt auf die bekannte Kommunikation zu setzen, wird nun ein „Bilderrätsel“ aus Emojis ins Netz gestellt. Dabei gibt sich Chevrolet fest davon überzeugt, dass seine Marke es wirklich notwendig hat, mit Meinungsmachern und Journalisten ein wenig zu spielen.

Ein spontaner Übersetzungsversuch…

Nein, auf den ersten Blick versteht wohl niemand, was wirklich hinter dem Text steckt. Eine Übersetzung davon kann nur die Intentionen eines Textes erahnen lassen.


Wir lieben über Autos zu lachen! (Oder: „Freude am Fahren“ von BMW?)
chevy-1

In der Stadt fahren Autos mit viel Musik, aber sie müssen anhalten. Am Tag, in der Nacht, wieder am Tag, wieder in der Nacht. Selbst um 11 Uhr. Da drehen die Emotionen durch. Ein neues Auto, das schlüpft wie ein Küken aus dem Ei, macht Liebe.

chevy-2

Spurwechsel für das Smartphone, Bowling und Geometrie, hinzu kommen Tanksäulen und die rechte Fahrbahn, im Gepäck finden wir Basketball, Football, Fußball, Baseball, Tennisball und ein Fahrrad.
chevy-3

Super, es gibt Brot, Kleider, Schuhe Lippenstift und tanzende Zwillinge auf dem Smartphone – das sagen auch die männlichen und weiblichen Kunden.

chevy-4

Ein Typ vom Autohersteller mit Krawatte und Schnurrbart sagt: „Die Idee für das neue Auto waren weiße Dreiecke in der ganzen Welt.“
chevy-5

An dieser Stelle reicht es mit dem spontanen, Übersetzungsversuch, denn den Rest der Meldung kann man sich schenken. Schließlich wurde die offizielle Übersetzung schon veröffentlicht. Dabei wirkt sie genauso wie zu erwarten war: Langweilige Produkt-PR.

Was bleibt von dieser Kampagne?

Die gesamte Art und Weise, wie hier kommuniziert wird, wirkt extrem befremdlich. Aber Chevrolet möchte eben nicht die kaufkräftigen Zielgruppen ansprechen, sondern vor allem junge Leute, die ein kleineres Fahrzeug erstehen wollen. Whatsapp, Facebook und Co. sei also geschuldet, dass die potenziellen Jungkäufer mit dieser Lachnummer angelockt werden sollen.

Wer sich ein paar Minuten mit dem Machwerk beschäftigt, erkennt aber schnell, dass Chevrolet offenbar nicht mit dieser jungen Zielgruppe kommunizieren kann. Schließlich kommunizieren die jungen Leute äußerst gerne über ihre Smartphones mit Emojis, aber sie lesen eher weniger irgendwelche Pressemitteilungen, die mit Emojis kodiert wurden. So versucht der Autohersteller Chevrolet jämmerlich eine erhoffte Zielgruppe mit dieser Werbemaßnahme anzulocken, die im Grunde genommen die berichtenden Medien nur selten beachtet.

Übrigens lebt die Zielgruppe dieser Kampagne nicht in Deutschland. Denn voraussichtlich wird es das zu bewerbende Auto „Cruze“ hierzulande nicht im Handel geben. Chevrolet hat bekanntlich seine Aktivitäten in Europa eingestellt und bietet nur noch Service über Opel-Werkstätten an, die zum General Motors konzern gehören. Was am Ende von dieser Kampagne bleibt ist also eine schräge Lachnummer mit ganz viel PR-Schrott. Eine ungesunde Mischung, die für ein kurzes Aufflackern reicht. Für mehr aber auch nicht.

Der Beitrag Lachnummer oder PR-Schrott: Die Pressemitteilung zum Chevrolet Cruze (General Motors) erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
http://mikeschnoor.com/2015/06/24/lachnummer-oder-pr-schrott-die-pressemitteilung-zum-chevrolet-cruze-general-motors/feed/ 8 8255
dmexco mit Besucher-Paywall: Eintrittspreise für das Schaulaufen der Digitalbranche? http://mikeschnoor.com/2015/06/03/dmexco-mit-besucher-paywall-eintrittspreise-fuer-das-schaulaufen-der-digitalbranche/ http://mikeschnoor.com/2015/06/03/dmexco-mit-besucher-paywall-eintrittspreise-fuer-das-schaulaufen-der-digitalbranche/#comments Wed, 03 Jun 2015 09:02:34 +0000 http://mikeschnoor.com/?p=8250 Im September lockt die dmexco wieder unzählige Marketeers und Digitalexperten in die Rheinmetropole Köln. Wer sich zeigen kann und gesehen werden möchte, wird vor Ort die digitale Produktpalette und die Marketing-Dienstleistungen des Unternehmens präsentieren. Egal ob mit einem Stand oder … Weiterlesen →

Der Beitrag dmexco mit Besucher-Paywall: Eintrittspreise für das Schaulaufen der Digitalbranche? erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
Im September lockt die dmexco wieder unzählige Marketeers und Digitalexperten in die Rheinmetropole Köln. Wer sich zeigen kann und gesehen werden möchte, wird vor Ort die digitale Produktpalette und die Marketing-Dienstleistungen des Unternehmens präsentieren. Egal ob mit einem Stand oder ohne – beim digitales Marketingmekka trifft man sich, jeder kennt sich, alle Welt spricht miteinander und netzwerkt untereinander. Doch die Zeiten haben sich ein wenig geändert: Die dmexco erhebt in diesem Jahr erstmals ein Eintrittsgeld. Steht damit das People Business der Digitalbranche vor dem Aus?

Die Einführung der neuen Eintrittspreise zur dmexco darf als Marketing-Schachzug mit gewissem Beigeschmack betrachtet werden. Einige Fachbesucher haben sich in der Vergangenheit relativ kurzfristig für ein Messebesuch entschieden – und werden für die Unentschlossenheit ab sofort dafür tief in die Tasche greifen müssen. Als der BVDW in Funktion des Markeninhabers die Informationen über die Ticketpreise punktgenau am 1. April verkündete, dachten viele Branchenkenner an einen offenkundigen Aprilscherz. Wohl deswegen griffen die meisten Fachmedien bis auf wenige Ausnahmen diese Botschaft gar nicht auf. Sowohl bei Ausstellern als auch Fachbesuchern konnte sich also gar kein Bewusstsein für die Dringlichkeit des Ticketerwerbs entwickeln.

Können Fachbesucher bald ohne Einsatz ihrer Ellenbogen frei und ungezwungen durch die Messehalle gehen? Quelle: dmexco, Köln

Können Fachbesucher bald ohne Einsatz ihrer Ellenbogen frei und ungezwungen durch die Messehalle gehen? Quelle: dmexco, Köln

Das mehrstufige Ticketpreis-Modell soll zwar den Ausstellern nach offizieller Aussage sogar mehrwertige Informationen über die dmexco Besucher und frühzeitige Terminabsprachen liefern. Aber bringen wir Butter bei die Fische: Der gesamte Terminzirkus rund um die dmexco hat schon in den letzten Jahren nie wirklich optimal geklappt, vor allem wenn man im geschäftigen Digitalbusiness schon drei Monate im Voraus die Messeplanung terminlich verdichten möchte.

Gewiss werden die bekannten Branchendickschiffe in Halle 8 mit einer preislich gesteuerte Verknappung der Besucherströme keine Probleme haben. Einige der kleineren Aussteller in den Hallen 6 und 7 hingegen müssen auf die potenziell interessierten Fachbesucher setzen, die als Laufkunden mit ihnen spontan an ihren Ständen in Kontakt kommen.

Wird die Conference Hall der dmexco künftig gefüllt sein? Quelle: dmexco, Köln

Wird die Conference Hall der dmexco künftig gefüllt sein? Quelle: dmexco, Köln

Legt die dmexco also künftig darauf wert, dass die Einnahmen nun weiter in die Höhe schnellen sollen? Ticketpreise werden bei Veranstaltungen gerne erhoben, wenn die „No-Show“-Quote extrem hoch ist – wie eine Schutzgebühr zur Basisrefinanzierung. Das braucht aber eine dmexco bei weitem nicht, denn bislang spricht man von Erfolgen ohne Ende und mit sehr viel Wachstumspotenzial nach oben. Neben den bekanntlich horrenden Standgebühren für über 800 Aussteller und trotz der jährlichen Vergrößerung der Standfläche sollen also jetzt die Fachbesucher ihren Teil besteuern, damit sie im grellen Scheinwerferlicht die Online-Marketers auf 66.000 Quadratmetern bestaunen können.

Sollen die Besucherzahlen also künstlich verringert werden, damit weniger Studenten, Startup-Gründer, Nachwuchskräfte und Junioren durch die Hallen ziehen? Gerade diese Teilnehmer werden von dem Preismodell abgeschreckt werden und von einem Besuch der Messe absehen. Durchaus gut für den Business-Gedanken, schlecht für das Netzwerken und den Branchentreff. Ob dann wirklich die knapp 32.000 Fachbesucher, von denen ein guter Teil mit mehreren Tickets als Aussteller, Fachbesucher, Speaker oder Pressevertreter herumläuft, wirklich von dem Preis von 99 bis 399 Euro begeistert sein werden?

Leider wird sich erst am Ende der Messeveranstaltung zeigen, ob die neuen Ticketpreise für die Aussteller und das Netzwerken wirklich Vorteile bringen. Auf jeden Fall werden viele Szenegesichter und Branchenkenner auch in diesem Jahr in den Messehallen der dmexco herumlaufen. Sofern sie ihre kostenfreien Tickets natürlich frühzeitig bis zum 17. August vor Beginn der zahlungspflichtigen Anmeldephase sichern.

Der Beitrag dmexco mit Besucher-Paywall: Eintrittspreise für das Schaulaufen der Digitalbranche? erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
http://mikeschnoor.com/2015/06/03/dmexco-mit-besucher-paywall-eintrittspreise-fuer-das-schaulaufen-der-digitalbranche/feed/ 21 8250
Haribo Phantasia: Suggeriert die neue TV-Werbung eine psychotische Wirkung? http://mikeschnoor.com/2015/05/19/haribo-phantasia-suggeriert-die-neue-tv-werbung-eine-psychotische-wirkung/ http://mikeschnoor.com/2015/05/19/haribo-phantasia-suggeriert-die-neue-tv-werbung-eine-psychotische-wirkung/#comments Tue, 19 May 2015 08:32:40 +0000 http://mikeschnoor.com/?p=8202 Werbung soll beeinflussen. Werbung soll Emotionen wecken. Werbung soll auffallen. Werbung soll eine Marke bekannt machen. Die aktuelle Werbung von Haribo erfüllt definitiv die klassischen Ansätze der Marketinglehre, zahlt jedoch bei weitem nicht auf die Positivierung der Marke ein. Schnell … Weiterlesen →

Der Beitrag Haribo Phantasia: Suggeriert die neue TV-Werbung eine psychotische Wirkung? erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
Werbung soll beeinflussen. Werbung soll Emotionen wecken. Werbung soll auffallen. Werbung soll eine Marke bekannt machen. Die aktuelle Werbung von Haribo erfüllt definitiv die klassischen Ansätze der Marketinglehre, zahlt jedoch bei weitem nicht auf die Positivierung der Marke ein. Schnell kann eine traditionsreiche Marke durch eine extrem überzogene Werbung das Gegenteil erzielen. Die neue TV-Kampagne für „Haribo Phantasia“ wirkt auf manche Betrachter gänzlich anders als gewünscht. Warum wird hier mit bizarren Bildern ein Rausch und damit eine psychotische Wirkung für die Zielgruppe der Kinder und Erwachsenen suggeriert?

Am gestrigen Abend erleuchtete die neue TV-Werbung für „Haribo Phantasia“ das heimische Wohnzimmer in wilden Farben. In einem klassischen Werbeblock im Abendprogramm rauschte der 30-Sekünder über den Smart-TV. Dabei erregte diese Werbung nicht aufgrund der Marke, des Brandings und der zu erwartenden klassischen Botschaften rund um „Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso!“ meine Aufmerksamkeit. Nein, nach einem ruhigen Start entfachte die Marke ein wahres Feuerwerk an Emotionen gepaart mit einer klaren Ablehnung und blanken Verwunderung.

Alles fängt ganz harmlos an…

Der TV-Spot beginnt in einer Ruhephase. Einige Damen und Herren besuchen eine Ausstellung. Die übliche Monotonie der Kunstgalerie paart sich mit gelangweilten Blicken. Bis Protagonist Michael „Bully“ Herbig, seines Zeichens das neue Testimonial der Haribo-Markenwelt, nahezu unbedarft eine Tüte mit „Haribo Phantasia“ hervorzieht und eines der kleinen Gummitierchen in seinen Mund führt. Mit der Ruhe ist es vorbei, denn jetzt kommt der Sturm.

Ohne Haribo zeigt sich nur biedere Tristesse? Ausschnitt aus dem offiziellen TV-Spot von Haribo. Quelle: Unternehmen.

Ohne Haribo zeigt sich nur biedere Tristesse? Ausschnitt aus dem offiziellen TV-Spot von Haribo. Quelle: Unternehmen.

360-Grad Wende: Möge der Wahnsinn beginnen!

Jetzt dreht sich die Welt viel schneller. Das Gummi belebt seinen Geist. Für das Testimonial Herbig verwandelt sich die weiße Galerie in eine farbenfrohe Discothek. Die Party kann beginnen und schon schreien und kreischen alle Besucher wie von der Tarantel gestochen, also mit einem Gummidrops im Mund, und laufen von einer Seite auf die andere. Welch wunderbar groteske Szenen spielen sich auf dem Bildschirm ab mit dem verwirrt wirkenden Testimonial als Anpeitscher für eine Horde willenloser Phantasten.

Der Trip beginnt im farbenfrohen Spektakel. Ausschnitt aus dem offiziellen TV-Spot von Haribo. Quelle: Unternehmen.

Der Trip beginnt im farbenfrohen Spektakel. Ausschnitt aus dem offiziellen TV-Spot von Haribo. Quelle: Unternehmen.

Von dem Trip in die Realität

Die Ausstellung eskaliert in eine Party. Sie bewegen sich homogen und haben ein glitzerndes Funkeln im Auge, während sie unter harten Beats und wilden Schreien als eine aufgepeitschte Meute durch die Galerie stürmen. Von einem Bild zum anderen wechseln die Besucher die Seiten und freuen sich frenetisch mit einem neuen Gummitier von „Haribo Phantasia“. Bis die Wirkung der bunten Tierchen offenbar sehr schnell verblasst. Herbig wird schlagartig zurück in die Realität geführt und vom Galeristen mit der suggerierenden Frage konfrontiert: „Und, was sehen Sie?“

Die Antwort folgt prompt, als Testimonial Herbig die Tüte mit den Gummitieren mit einem süffisanten Grinsen dem Galeristen in die Hand drückt. Der Einspieler des bekannten Jingle-Slogans „Haribo macht Kinder froh, und Erwachsene ebenso!“ folgt den gleichen harten Beats, während der Galerist in die Tüte greift, um sich selbst diesem Trip hinzugeben.

Der Galerist kostet von der bizarren Szenerie. Ausschnitt aus dem offiziellen TV-Spot von Haribo. Quelle: Unternehmen.

Der Galerist kostet von der bizarren Szenerie. Ausschnitt aus dem offiziellen TV-Spot von Haribo. Quelle: Unternehmen.

Marke auf Speed

Der Rauschzustand des Galeristen erscheint umso intensiver, denn in kürzester Zeit flashen ihn die Eindrücke in Form der bizarren Gummitiere, die im TV-Spot in wenigen Sekundenbruchteilen eingeblendet werden. Bunte und grelle Farben gepaart mit einer schnellen Schnitttechnik. Zuerst sehen die Zuschauer ein Teufelstierchen, dann einen Dinosaurier und zuletzt einen Babylutscher in kräftiger Farbpracht. Surreale Momente, in denen man noch auf den rettenden Goldbären hoffte, damit am Ende doch wieder alles gut wird, bis der Galerist erleichtert mit einem „Ahhh!“ aufstöhnt. Ende.

Das Teufelstierchen als Sinnbild für Fantasie? Ausschnitt aus dem offiziellen TV-Spot von Haribo. Quelle: Unternehmen.

Das Teufelstierchen als Sinnbild für Fantasie? Ausschnitt aus dem offiziellen TV-Spot von Haribo. Quelle: Unternehmen.

Wie zahlt der TV-Spot auf die Marke ein?

Die einhergehende Frage, ob die TV-Werbung eine psychotische Wirkung suggeriert, lässt sich leider nicht eindeutig beantworten. Werbung jedoch darf den schmalen Grat zwischen Realität und Illusion wandern. Natürlich müssen Marken in der heutigen Zeit bewusst klassische Regeln brechen, um anders zu sein. Schließlich möchten Unternehmen ihrem Wettbewerb einen Schritt voraus sein, indem sie differenzieren, schockieren und unberechenbar bleiben.

In der heutigen Zeit steht es für viele Marketeers an oberster Stelle, statt gelebten Werten einen „geilen Content“ zu kommunizieren. Damit jedoch verspielt die traditionsreiche Marke ihren geliebten Charme, um sich hipper, moderner und erwachsener zu präsentieren. Passt dieses offenkundig von Haribo erwirkte Vorgehen zur uns aus Kindheitstagen bekannten Marke?

Ja und nein. Die klare Zielgruppe der neuen Markenkampagne sind Erwachsene, denn von Kindern sieht man bei diesem Spot zum Glück nichts. Dennoch haben wir Erwachsenen die Marke Haribo aus unserer Kindheit erlebt, kennen und schätzen gelernt.

Ist ein Bruch mit der Tradition aufgrund der alternden Generationen notwendig? Wenn es nach der neuen Markenpositionierung von Haribo gehen soll, würden Kinder eh fehl am Platze sein, denn von der alten Harmoniewelle eines blondgelockten Thomas Gottschalk findet sich beim rasanten Auftritt des Nachfolgers Michael Herbig definitiv nichts mehr.

Für Haribo kann gewiss ein zusätzlicher Abverkauf des Produktes „Haribo Phantasia“ erzeugt werden. Und ganz gewiss sollte man dem Unternehmen niemals unterstellen, dass die Produkte solche psychotischen Wirkungen entfachen. Viel eher erzeugen Sie unter Naschfreunden einen eher fruchtigen und süßen Geschmack, bei dem ein kleines Risiko eher im Hüftgold durch der Goldbären liegt. Nein, mit einem wilden Rauschzustand haben diese Produkte eigentlich nichts zu tun. Beim Schreiben dieses Artikels konsumierte ich mehrere Gummitiere und kann bestätigen, dass die Produkte ziemlich harmlos sind – und das ist auch gut so.

Einzig und allein sollte immer bei Süßigkeiten berücksichtigt werden, dass Zucker im Gehirn die gleichen Reaktionen wie Nikotin und Kokain auslösen kann. Dazu gibt es die eindrucksvolle Dokumentation „Unter Verdacht: Macht Zucker süchtig?“ von Quarks & Co aus dem Jahr 2011.

Aber sollten Marken und ihre Produkte dann so inszeniert werden, als würden sie pseudohalluzinogene Wirkungen entfachen? Darauf liefert der Werbespot zwar eine klare Antwort, aber die Verpackungshinweise über die Zutaten bestätigen jeden Käufer, dass die süße Leckerei eben doch nur Naschkram ist. Wer Werbung aufgrund der Werbung betrachtet, dem kann eine solche Wahrnehmung mit einem Blick über den Tellerrand und unter einer gewissen Ratio im Hinterkopf hängen bleiben.

Wer sich übrigens selbst von diesem Werbespot inspirieren lassen möchte, findet das Machwerk der Agentur Thjnk direkt auf YouTube im offiziellen Kanal von Haribo – oder wie folgt eingebunden. Ja, der TV-Spot von „Haribo Phantasia“ beeinflusst Kunden, er weckt Emotionen, fällt extrem auf und macht die Marke bekannt – nur ist das wirklich geglückt? Andere Meinungen sind in den Kommentaren herzlich willkommen!

Der Beitrag Haribo Phantasia: Suggeriert die neue TV-Werbung eine psychotische Wirkung? erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
http://mikeschnoor.com/2015/05/19/haribo-phantasia-suggeriert-die-neue-tv-werbung-eine-psychotische-wirkung/feed/ 2 8202
Influencer Marketing: 4,6 Millionen Deutsche gelten als Zielgruppe? http://mikeschnoor.com/2015/05/18/influencer-marketing-46-millionen-deutsche-gelten-als-zielgruppe/ http://mikeschnoor.com/2015/05/18/influencer-marketing-46-millionen-deutsche-gelten-als-zielgruppe/#comments Mon, 18 May 2015 09:20:31 +0000 http://mikeschnoor.com/?p=8200 Die deutschen Internetnutzer sehen sich an vorderster Front, sobald es um Empfehlungen von Marken, Produkten und Dienstleistungen geht. Aber warum empfehlen Konsumenten überhaupt Marken in Social Media? Was für Aktivitäten gehen sie dazu nach? Welche Rolle spielen sogenannte „Influencer“ dabei … Weiterlesen →

Der Beitrag Influencer Marketing: 4,6 Millionen Deutsche gelten als Zielgruppe? erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
Die deutschen Internetnutzer sehen sich an vorderster Front, sobald es um Empfehlungen von Marken, Produkten und Dienstleistungen geht. Aber warum empfehlen Konsumenten überhaupt Marken in Social Media? Was für Aktivitäten gehen sie dazu nach? Welche Rolle spielen sogenannte „Influencer“ dabei und wie lassen sich diese eingrenzen? An diesen Fragen hat sich die Hochschule Macromedia für die Agentur webguerillas mit der Studie „Markenempfehlungen in sozialen Medien“ versucht, für die 2.000 Internetnutzer zwischen 18 und 65 Jahren in Deutschland und den USA über ihr Empfehlungsverhalten in sozialen Netzwerken befragt wurden. Jeder dritte Deutsche soll in den vergangenen sechs Monaten mindestens einmal eine Markenempfehlung oder eine negative Markenäußerung im Social Web getätigt haben und bei 4,6 Millionen Internetnutzern soll es sich um die sagenhaften „Influencer“ handeln.

Influencer identifizieren sich mit Marken in Social Media, nutzen täglich soziale Netzwerke und gelten untereinander als besonders stark vernetzt. Der Studie zufolge berichten rund 78 Prozent der Influencer sowohl positiv als auch negativ über Marken und Produkte. Dabei seien rein negative Äußerungen mit nur zwei Prozent die absolute Ausnahme. Über die Hälfte der Influencer (54 Prozent) schreibt dazu jede Woche Beiträge in Blogs und Foren. Weitere 64 Prozent kommentieren diese Inhalte mindestens einmal pro Woche. Nahezu alle Influencer (99 Prozent) folgen ihren Lieblingsmarken auf Facebook, 89 Prozent auf Twitter und weitere 75 Prozent auf YouTube.

Drei Typen im Influencer Marketing

Bei den Influencern gibt es laut der Analyse deutliche Unterschiede: Die „Brand Lovers“ (27 Prozent) zeigen an Produkten ein sehr hohes Interesse und pflegen eine starke persönliche Bindung zur Marke. Durch ihre Erfahrung helfen sie anderen Nutzern und wollen ihre bevorzugten Unternehmen unterstützten. Die „Brand Critics“ (24 Prozent) üben Kritik an Marken und wollen die Unternehmen zu einer Reaktion bewegen oder suchen so nach einem Ventil für ihren Ärger über ein bestimmtes Produkt. Zwischen diesen beiden Klassen befinden sich die „Brand Mavens“ (23 Prozent), die aufgrund der Verknüpfung ihrer grundsätzlich positiven Einstellung zur Marke und ihrer Grundhaltung als kritische Konsumenten besonders starken Einfluss ausüben können.

Symbolfoto: Influencer kommunizieren mit Marken im Social Web. Foto: Kaboompics

Symbolfoto: Influencer kommunizieren mit Marken im Social Web. Foto: Kaboompics

YouTuber gelten offenbar nicht als Influencer

Ohne wenn und aber besitzen Influencer für das Digital Marketing den Status einer Eierlegendenwollmilchsau. Nach der Studie sollen Influencer überdurchschnittlich jung, männlich und berufstätig sein und tendenziell über einen höheren formalen Bildungsabschluss verfügen. Nun mögen sich die Geister scheiden, aber damit zählen viele YouTube-Stars offenkundig nicht zu den eigentlichen Influencern, weil sie nahezu ausschließlich zwecks eingekaufter Produktpromotion sich mit Marken auseinander setzen und dies nicht aus rein originärem Antrieb betreiben. Nur selten werden die Kernaspekte des Influencer-Daseins von YouTubern verkörpert, da die Werbe- und Marketingmaschinerie sich bereits voll und ganz auf die Vermarktung der Bewegtbildinhalte gestürzt hat.

Stimmen die Zahlen?

Ob wirklich 4,6 Millionen Internetnutzer zu den Influencern zählen oder aufgrund der reinen Online-Befragung die Aussage der Stichprobe sehr verwässert ist, wird am Ende nur die eigene Erfahrung von Marken im Umgang mit diesen Influencern zeigen. Ganz persönlich halte ich diese Hochrechnung für zu intensiv, weil Influencer sich letztendlich auch durch PR und Marketing beeinflussen lassen können – was jedoch auf den Großteil der Mitbürger nicht zutrifft. Vor allem der tatsächliche Grad der Einflussnahme von Influencern auf Marken ist wiederum sehr breit gefächert. Deshalb gilt es für Marken, sich um persönliche Beziehungen zu Influencern zu kümmern und diese langfristig zu pflegen – entweder gemeinsam oder zusammen mit einem spezialisierten Dienstleister. Viele Agenturen versuchen auf Augenhöhe mit Bloggern und Twitterern, Facebookern und Youtubern zu sprechen. Was ihnen jedoch oftmals fehlt ist der persönliche Draht in Form der Relations. Wie das funktionieren kann, worauf man achten sollte und wer mehr über Influencer Management und Blogger Relations wissen möchte, findet 67 spannende Beiträge von 2013 und in einer weiteren Blogparade aus 2014 mit 38 Artikeln.

Der Beitrag Influencer Marketing: 4,6 Millionen Deutsche gelten als Zielgruppe? erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
http://mikeschnoor.com/2015/05/18/influencer-marketing-46-millionen-deutsche-gelten-als-zielgruppe/feed/ 17 8200
Infografiken in der PR: 10 Tipps für den Erfolg mit dem richtigen Bildmaterial http://mikeschnoor.com/2015/02/09/infografiken-der-pr-10-tipps-fuer-den-erfolg-mit-dem-richtigen-bildmaterial/ http://mikeschnoor.com/2015/02/09/infografiken-der-pr-10-tipps-fuer-den-erfolg-mit-dem-richtigen-bildmaterial/#comments Mon, 09 Feb 2015 09:12:21 +0000 http://mikeschnoor.com/?p=8135 Infografiken zählen zum PR-Alltag dazu wie das geschriebene Wort. Zumindest möchte man davon ausgehen, weil sich unser Informationskonsum immer stärker in Richtung Bild und Video verlagert. Ohne Text geht natürlich kaum etwas. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit steht vor der Herausforderung, … Weiterlesen →

Der Beitrag Infografiken in der PR: 10 Tipps für den Erfolg mit dem richtigen Bildmaterial erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
Infografiken zählen zum PR-Alltag dazu wie das geschriebene Wort. Zumindest möchte man davon ausgehen, weil sich unser Informationskonsum immer stärker in Richtung Bild und Video verlagert. Ohne Text geht natürlich kaum etwas. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit steht vor der Herausforderung, nicht mehr ausschließlich für Journalisten, sondern direkt für Endkunden bzw. Endnutzer den Content zu erstellen. Doch worauf kommt es dabei wirklich an?

Bereits in 2011 sorgte die „Infographic of Infographics“ für Zündstoff in der Kommunikationsbranche, denn diese Datenvisualisierung der Datenvisualisierung zeigte auf einfache Weise, dass Unternehmen und ihre PR-Abteilungen noch viel zu wenig mit guten, aufschlussreichen Grafiken arbeiten. Seitdem hat sich zumindest im Ansatz einiges getan, doch die Praxis sieht leider anders aus. Bildmaterial wird nur äußerst selten eingesetzt. Die Pressestellen werden augenscheinlich mit den Kosten und dem rechtlichen Umfeld der Nutzungs- und Verwertungsrechte überfordert.

Quelle: Ivan Cash

Quelle: Ivan Cash

Schon vor rund einem halben Jahr machte ich mir einige Gedanken zu der Verwendung von Fotos und Grafiken in der alltäglichen Pressearbeit. Wie meine Erfahrung aus den vielen Gesprächen mit Journalisten, Bloggern und Influencern bestätigt, ist der Grat zwischen redaktioneller Arbeit und der PR im Grunde genommen sehr knapp bemessen. Klar, das weiß jeder Praktiker, denn die eine Seite sollte sich als Dienstleister für die andere verstehen. Jedoch muss die PR mittlerweile zweierlei Gedankengut besser denn je zuvor verinnerlichen: Aus eigenem Antrieb den Neuigkeitswert und die Kernbotschaften hervorheben und zugleich den direkten Vorteil für die Leser, Hörer und Zuschauer erkennbar darstellen.

„Multimediale Kommunikation sollte Standard im digitalen Zeitalter sein – und eine Pressemeldung ohne zumindest weiterführende Downloadlinks auf das notwendige Pressefoto und Bildmaterial gehören einfach verboten.“

Diese einstige Kritik von mir bewahrheitet sich immer wieder auf ein Neues, denn unzählige Kommunikatoren sprechen zwar Klartext, aber kommen nur äußerst selten auf die Idee, eine entsprechende Bebilderung für ihre Botschaften anzubieten. Immerhin hat newsaktuell als Anbieter für PR-Dienstleistungen den Bedarf erkannt und gibt mit „Was Infografiken sexy macht – Die 10 wichtigsten Erfolgsfaktoren“ einige Praxistipps und eine passende Infografik heraus.

10 Tipps für den Erfolg mit Infografiken in der PR

  1. Starke Bilder: Sprich nicht nur den Verstand an, sondern auch den Bauch. Das gilt für Fotos und Infografiken gleichermaßen.
  2. Keep it simple! Reduziere komplexe Dinge auf das Wesentliche. Vermeide jede Art von Informationsballast.
  3. Überraschendes Design: Grafiken in Excel-Optik öden jeden Redakteur an. Gehe kreative Wege. Produziere echte Hingucker.
  4. Branding vermeiden: Redakteure scheuen Branding wie der Teufel das Weihwasser. Verwende Dein Corporate Design so wenig wie möglich.
  5. Großformatige Zahlen: Kein Redakteur will eine Lupe verwenden. Und der Leser auch nicht.
  6. Hoch-, Quer- und Scrollgrafiken anbieten: Medienformate unterliegen unterschiedlichen Anforderungen. Mache Print, Online und mobile gleichermaßen glücklich.
  7. Story nicht vergessen: Verschweige nicht, warum Deine Infografik wichtig ist. Erzähle Deine Geschichte.
  8. Kluge Suchmaschinenoptimierung: Dateiname, Dateiinfos und Tagging entscheiden über Deinen Erfolg bei Google.
  9. Effektives Seeding: Platziere Deine Grafik an stark frequentierten Plätzen im Web. Nutze Social Media sinnvoll.
  10. Kontinuität: Ein Mal ist kein Mal. Besetze Dein Thema visuell. Setze immer wieder starke Zeichen.

Diese Praxistipps passen wie die Faust auf’s Auge. Drüben in den USA werden Infografiken weitaus stärker eingesetzt als in Deutschland. Bei passenden Kernbotschaften und vor allem bei attraktivem Zahlenmaterial lohnt sich die Prüfung, ob ein Thema mit einer Infografik kommuniziert werden sollte. Gegenüber dem eigenen Unternehmen und gegenüber seinen Kunden zeigen Infografiken zumindest, dass man selbst das Thema etwas besser verstanden hat, anstatt nur platte Zahlen im Text herunterzubeten. Die Journalisten freut es, ihre Leser mit einfacher Kost zu versorgen, sie mit einem Eyecatcher anzulocken, während es im Text um das Eingemachte geht. Selbst die PR-Beratung profitiert, indem ihre Mandanten mit zusätzlichen Inhalten von der Leistung des Retainers auf ein Neues überzeugt werden können.

Wer mit Infografiken Aufmerksamkeit und Relevanz erzielen will, der muss zehn wichtige Regeln befolgen. news aktuell und Faktenkontor haben deshalb eine Infografik erstellt, die erklärt, worauf es bei der Produktion der beliebten Schaubilder ankommt. Quelle: obs/news aktuell GmbH/Sebastian Könnicke

Quelle: obs/news aktuell GmbH/Sebastian Könnicke

Der Beitrag Infografiken in der PR: 10 Tipps für den Erfolg mit dem richtigen Bildmaterial erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
http://mikeschnoor.com/2015/02/09/infografiken-der-pr-10-tipps-fuer-den-erfolg-mit-dem-richtigen-bildmaterial/feed/ 20 8135
Veranstaltungen 2015: Primetime-Events für die Digitale Wirtschaft, PR, Social Media, Marketing, Medien, Digital Commerce, FinTech & Payment http://mikeschnoor.com/2014/11/18/veranstaltungen-2015-primetime-events-digitale-wirtschaft/ http://mikeschnoor.com/2014/11/18/veranstaltungen-2015-primetime-events-digitale-wirtschaft/#comments Tue, 18 Nov 2014 10:16:15 +0000 http://mikeschnoor.com/?p=8054 Was passiert in 2015? Welche Veranstaltungen müssen unbedingt auf den Kalender? Wie kann ich mein Marketingbudget in die richtigen Veranstaltungen stecken und als Sponsor auftreten? Wann muss ich ein Hotel buchen? Welche Züge fahren oder sollte ich doch lieber per … Weiterlesen →

Der Beitrag Veranstaltungen 2015: Primetime-Events für die Digitale Wirtschaft, PR, Social Media, Marketing, Medien, Digital Commerce, FinTech & Payment erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
Was passiert in 2015? Welche Veranstaltungen müssen unbedingt auf den Kalender? Wie kann ich mein Marketingbudget in die richtigen Veranstaltungen stecken und als Sponsor auftreten? Wann muss ich ein Hotel buchen? Welche Züge fahren oder sollte ich doch lieber per Flugzeug anreisen? Wen treffe ich eigentlich auf dem Kongress? Die Digitale Wirtschaft glänzt im kommenden Jahr mit unzähligen attraktiven Konferenzen, die für Branchenkenner das Klassentreffen, für Einsteiger und sogar manche Fortgeschrittene das proklamierte Neuland zum haptisch greifbaren Happening werden lassen.

95 Konferenzen in 2015

Jede Jahresplanung braucht eine ausgewogene Mischung aus Messen, Kongressen und Fachveranstaltungen. Nach meiner ersten umfangreichen Liste für das noch laufende Jahr soll die folgende Übersicht die meiner Meinung nach wichtigsten Veranstaltungsformate rund um Digital Communication, Marketing, Medien, Public Relations und Social Media sowie Digital Commerce, FinTech, Payment und die Digitale Wirtschaft darstellen. Bis jetzt konnte ich 81 Konferenzen 98 passende Primetime-Events finden, aber die Liste darf gerne ergänzt werden. Viel Spaß – und wenn’s gefällt, einfach teilen!

Januar (9)

TourismusCamp
Themen: Digital Communication, Digital Marketing, Social Media, PR
16. – 18. Januar 2015, Eichstätt-Ingolstadt

DLD15
Themen: Digital Business, Medien, Management
18. – 20. Januar 2015, München

Deutscher Medienkongress
Themen: Bewegtbild, Content Marketing, Medien
20. – 21. Januar 2015, Frankfurt am Main

Online Handel
Themen: Digital Commerce, FinTech, Payment
21. – 22. Januar 2015, Bonn

Next Generation Payment Kongress
Themen: Digital Commerce, FinTech, Payment
27. – 28. Januar 2015, Köln

Transmediale
Themen: Digital Culture, Digital Life
28. Januar – 1. Februar 2015, Berlin

P2P Financial Systems
Themen: Digital Commerce, FinTech, Payment
29. – 30. Januar 2015, Frankfurt am Main

NewTV Summit
Themen: Bewegtbild, Digital Business, Medien
29. Januar 2015, Berlin

Non Profit Camp
Themen: Digital Communication, Digital Marketing, Social Media, PR
30. – 31. Januar 2015, Aachen

Februar (15)

Enterprise 2.0 Summit
3. – 5. Februar 2015, Paris

LIFT Conference
4. – 6. Februar 2015, Genf

TEDxFSUJena
10. Februar 2015, Jena

Finovate Europe 2015
10. – 11. Februar 2015, London

BarCamp Politische Bildung
19. – 21. Februar 2015

TEDxAtosEssen
20. Februar 2015, Essen

Social Media Week
23. – 27. Februar 2015, Hamburg

Analytics Konferenz
23. – 25. Februar 2015, Wien

Etailment Wien
23. – 25. Februar 2015, Wien

Big Data Summit
25. Februar 2015, Berlin

TV-Komm
25. Februar 2015, Karlsruhe

Sales-Marketing-Messe
26. Februar 2015, München

HR BarCamp
26. – 27. Februar 2015, Berlin

Online Marketing Rockstars
26. – 27. Februar 2015, Hamburg

Online-Händler-Kongress
28. Februar 2015, Kassel

März (15)

Content Marketing Conference
4. – 5. März 2015, Köln

Strategiegipfel Corporate Publishing / Cross Media / Content Marketing
9. – 10. März 2015, Berlin

Aufschwung
10. März 2015, Frankfurt am Main

d3con
10. März 2015, Hamburg

CeBIT
16. – 20. März 2015, Hannover

Search Marketing Expo – SMX München
17. – 18. März 2015, München

Deutscher Dialog Summit
19. – 20. März 2015, Frankfurt am Main

BarCamp Ruhr
21. – 22. März 2015, Essen

Digital Innovators‘ Summit
21. – 24. März 2015, Berlin

Affiliate TactixX
24. März 2015, München

Internet World
24. – 25. März 2015, München

MAFO
24. – 25. März 2015, Wiesbaden

Versicherungsmarketing im #Neuland & Konferenz 2015
26. März 2015, Köln

OpenUpCamp
26. – 28. März 2015, Nürnberg

TEDxMainz
28. März 2015, Mainz

April (15)

TEDxRWTHAachen
1. April 2015, Aachen

bevh 2015
15. April 2015, Hamburg

e-Marketingday Rheinland
15. April 2015, Düsseldorf

Dialog-Marketing-Messe
15. – 16. April 2015, Zürich

Swiss Online Marketing
15. – 16. April 2015, Zürich

PR Report Awards
16. April 2015, Berlin

Resonate
16. – 18. April 2015, Belgrad

e-Commerce Day
17. April 2015, Köln

TEDxYouth
18. April 2015, Bonn

Deutscher Fundraising Kongress
19. – 20. April 2015, Berlin

ECC Forum
21. April 2015, Köln

The Next Web Conference
23. – 24. April 2015, Amsterdam

Self-Publishing-Day
25. April 2015, Münster

Strategiegipfel Corporate Finance
28. – 29. April 2015, Berlin

Exec I/O FinTech
29. April 2015, Frankfurt am Main

Mai (7)

re:publica / #rp15
5. – 7. Mai 2015, Berlin

Online Marketing Forum
5. Mai 2015, Hamburg
12. Mai 2015, Frankfurt
19. Mai 2015, Düsseldorf
21. Mai 2015, München

Best of Mobile Awards
11. Mai 2015, Frankfurt am Main

M2C – Marketing 2.0 Conference
11. – 12. Mai 2015, Hamburg

mobikon
11. – 12. Mai 2015, Frankfurt

Email-Expo
13. – 14. Mai 2015, Frankfurt

European FinTech Camp
29. – 30. Mai 2015, Köln

Juni (11)

Pharma Marketing
8. – 9. Juni 2015, Frankfurt am Main

Angacom
9. – 11. Juni 2015, Köln

Interactive Cologne
9. – 11. Juni 2015, Köln
Developer Week
15. – 18. Juni 2015, München

tools
16. – 17. Juni 2015, Berlin

TEDxHamburg
22. Juni 2015, Hamburg

Strategiegipfel Marketing & Digital Marketing
23. – 24. Juni 2015, Berlin

CO-REACH
24. – 25. Juni 2015, Nürnberg

Digital Marketing & Media Summit
24. – 25. Juni 2015, Hamburg

EHI Multichannel Management Kongress
24. – 25. Juni 2015, Köln

TEDxMünster
26. Juni 2015, Münster

Lokalrundfunktage
30. Juni – 1. Juli 2015, Nürnberg

Juli (3)

Werbeplanung.at Summit
1. – 2. Juli 2015, Wien

Marketing Symposium
3. Juli 2015, Mannheim

European Communication Summit
25. – 26. Juni 2015, Brüssel

August (3)

gamescom
5. – 9. August 2015, Köln

ONE – World of Digital Business
25. – 26. August 2015, Zürich

Suisse EMEX
25. – 26. August 2015, Zürich

September (8)

IFA
4. – 9. September 2015, Berlin

marke[ding]plus
9. – 10. September 2015, Wels

Zukunft Personal / HRM Expo
15. – 17. September 2015, Köln

dmexco
16. – 17. September 2015, Köln

Kommunikationskongress
17. – 18. September 2015, Berlin

Österreichischen Medientage
22. – 23. September 2015, Wien

Reeperbahn Festival
23. – 26. September 2015, Hamburg

IOM Summit
29. September – 1. Oktober 2015, Köln

Oktober (5)

Social Media Conference
12. – 13. Oktober 2015, Hamburg

Medientage München
21. – 23. Oktober 2015, München

Research & Results
28. – 29. Oktober 2015, München

Neocom
28. – 29. Oktober 2015, Düsseldorf

November (6)

IT2Industry
10. – 13. November 2015, München

Webcon
14. November 2015, Aachen

ecommerce conference
9. November 2015, München
17. November 2015, Hamburg
23. November 2015, Frankfurt am Main

Marketing4Banks
17. – 18. November 2015, Köln

OMX – Konferenz für Onlinemarketing
19. November 2015, Salzburg

SEOkomm – Konferenz für Suchmaschinenoptimierung
20. November 2015, Salzburg

Dezember (1)

2. PR-Tag „Verbandskommunikation“
9. Dezember 2015, Berlin


Diese Termine aus 2014 fehlen noch als Veranstaltungen 2015!

Zum Zeitpunkt der Zusammenstellung dieser Übersicht lagen viele Termine von BarCamps und kleineren Veranstaltungen noch nicht fest. Daher bitte ich die etwaige Unvollständigkeit der Liste zu entschuldigen, die ich selbstverständlich gerne ergänzen möchte. Auch etablierte Konferenzen zählen dazu, denn tatsächlich standen bis zum Redaktionsschluss für diesen Artikel noch kein Primetime-Termin für viele Veranstaltungen aus 2014 fest. Natürlich finden einige der hier gezeigten Termine erst noch im November und Dezember 2014 statt und werden gewiss im nächsten Jahr wieder stattfinden. Kurzum: Die gesamte Liste aller Events soll regelmäßig aktualisiert werden, so dass sich hoffentlich diese große Zahl an guten Events auch in 2015 wiederholen wird.

  • 4sqCamp
  • Analytics Camp
  • Audiovisual Media Days
  • BarCamp Bodensee
  • BarCamp Düsseldorf
  • BarCamp Hamburg
  • BarCamp Köln
  • BarCamp Stuttgart
  • blogst
  • Bitcoin Conference
  • CommunityCamp
  • Communication World
  • Content Strategy Forum
  • CRMCamp
  • Deutscher Cross-Channel-Kongress
  • Deutscher Direktmarketing Kongress
  • DGPuK – Jahrestagung
  • ePublish
  • Fachtagung Social Media
  • FinTech Forum
  • FB Camp
  • FOM Kongress der Medienwirtschaft
  • Govermedia
  • KrisenPRCamp (geplant)
  • LeWeb
  • Local Web Conference
  • i2 Summit
  • Marken-Gipfel
  • Marketing 2.0 Conference
  • Mobile Business Conference
  • Mobile National Days
  • MonitoringCamp
  • Monitoring Forum
  • mUXCamp
  • NEXT Berlin
  • Next Corporate Communication
  • Online B2B Conference
  • Online Communication Conference
  • Pirate Camp
  • Pirate Summit
  • Social Community Day
  • Social Media Marketing Conference
  • stARTcamp
  • SEO CAMPIXX
  • The Retail (R)Evolution
  • The Search Conference
  • The Social Conference
  • Videocamp
  • WebChance
  • Web Experience Management Forum
  • Webkongress Erlangen
  • WebX Forum
  • Webvideopreis
  • wpday

Habe ich einen Termin vergessen?

Klar, es gibt definitiv noch viele andere Termine zu Konferenzen und Events der Digitalbranche, die hier noch nicht berücksichtigt sind. Zum Einen die unzähligen Meetups, Tweetups, Webmontage und Online-Stammtische sowie viele weitere im monatlichen Rhythmus stattfindende Veranstaltungen. Zum Anderen viele Neuschöpfungen der Eventbranche und ganz viele BarCamps, die sich zwar zur Digitalszene bekennen, jedoch sehr spezifisch auf der inhaltlichen Ebene aufgestellt sind, jedoch nur wenige Anknüpfungspunkte zur Digitalen Wirtschaft besitzen. Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Daher freue ich mich auf eure intensiven Hinweise zu thematisch passenden Events direkt hier in den Kommentaren. Die Grundvoraussetzung lautet: Die Veranstaltung muss sich primär in die obige Liste einreihen und thematisch anknüpfen. Wer an dieser Liste Gefallen hat, der darf sie gerne weiter empfehlen und verbreiten. Vielen Dank!

Der Beitrag Veranstaltungen 2015: Primetime-Events für die Digitale Wirtschaft, PR, Social Media, Marketing, Medien, Digital Commerce, FinTech & Payment erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
http://mikeschnoor.com/2014/11/18/veranstaltungen-2015-primetime-events-digitale-wirtschaft/feed/ 69 8054
Totschlagargument Pressefoto: Ohne gutes Bildmaterial ist die PR nichts wert! http://mikeschnoor.com/2014/08/28/todschlagsargument-pressefoto-ohne-gutes-bildmaterial-ist-die-pr-nichts-wert/ http://mikeschnoor.com/2014/08/28/todschlagsargument-pressefoto-ohne-gutes-bildmaterial-ist-die-pr-nichts-wert/#comments Thu, 28 Aug 2014 05:49:15 +0000 http://mikeschnoor.com/?p=8018 Jeden Tag trudeln verschiedene Pressemitteilungen und PR-Pitches in mein Postfach. Viele davon kann ich direkt ignorieren, aber manche erwecken meine Aufmerksamkeit. Vom Thema und der Kernbotschaft überzeugt, juckt es mir in den Fingern. Doch dann kommt auf einen Schlag die … Weiterlesen →

Der Beitrag Totschlagargument Pressefoto: Ohne gutes Bildmaterial ist die PR nichts wert! erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
Jeden Tag trudeln verschiedene Pressemitteilungen und PR-Pitches in mein Postfach. Viele davon kann ich direkt ignorieren, aber manche erwecken meine Aufmerksamkeit. Vom Thema und der Kernbotschaft überzeugt, juckt es mir in den Fingern. Doch dann kommt auf einen Schlag die Ernüchterung: Ich stehe vor einem Haufen Text, für den kein Bildmaterial bereitgestellt wird. In der heutigen Zeit ist der Mangel von Pressefotos und adäquaten Grafiken das sofortige Aus für jede Berichterstattung.

Richtig gelesen. Wer Public Relations macht, sollte sich heute nicht mehr nur auf die Wirkung eines Textes verlassen. Sehen wir von einigen wenigen Printtiteln ab, setzt nahezu jedes Medium ein Bild ein, um einen Text lebendig wirken zu lassen. Schließlich geht es um jeden Preis um die Aufmerksamkeit der Leser. Die Boulevardmedien wie die BILD-Zeitung, der Express, die Bunte oder die Gala fabrizieren seitdem ich zurückdenken kann immer größere Bildanteile als Texte. Tageszeitungen springen auf den Zug seit Jahren auf und illustrieren die Inhalte mit Fotos, zumal dies den Textanteil deutlich reduziert und den zu zahlenden Zeilenpreis an die Autoren noch weiter kürzt. Und was machen die Online-Medien? Richtig gut aufgemachte Titel geben keinen Artikel raus, bei dem ein Bild fehlt.

Von den interessanten PR-Themen, die ich wie eingangs erwähnt selbst erhalte, hat nur ein Bruchteil das Wirkungsprinzip von Bildern verstanden. Natürlich spreche ich nicht von meinem eigenen Blog, denn hier finden nur eigene Meinungsbeiträge nahezu frei von irgendwelchen Einflussnehmern statt. Mir geht es um die Entwicklung eines redaktionellen Angebots, das auf der digitalen Ebene immer als Online-Magazin das Bilderlebnis benötigt. Von den guten Geschichten, den interessanten Studienergebnissen und manch steilen Thesen bringen es jedoch nur rund 10 Prozent in die Berichterstattung auf #DigiBuzz – Das Magazin für das Digital Business, ein noch relativ junges Projekt, dem ich seit Juli einen Teil meiner Zeit widme. Bei wirklich spannenden Themen greife ich selbst in die Trickkiste und entwickle einen Chart mit den jeweiligen Prozentwerten einer Studie. Jedoch sollte dies nicht der redaktionelle Aufwand, sondern seitens guter und gelungener PR bereits ein gelieferter Service sein.

Gewiss kann man aus redaktioneller Sicht zur Not die Stockfotografie einsetzen, jedoch hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass selbst bei rechtlich einwandfreien Konstellationen manche Fotografen einen Weg finden, um einzelnen Autoren, kleineren Magazinen und manchen Verlagen das Leben zur Hölle zu machen. Daher verzichte ich explizit auf die lizenzierbaren Fotos aus den großen Archiven und setze ausschließlich auf das offiziell bereitgestellte Pressematerial.

Eine Grafik zur Illustration der Zahlen, eine Infografik für die Darstellung eines Prozesses, das Pressefoto des jeweiligen Zitatgebers oder im schlimmsten Fall das Logo des Unternehmens oder ein Screenshot der Website – all dies sind einfache Beispiele, mit denen die PR eine mögliche Punktlandung optimieren kann. Die meisten Startups schicken sofort zu einer Pressemitteilung bzw. dem PR-Pitch für ein Thema die optionalen Links zu weiterführenden Downloads gleich mit. Gleiches gilt für viele digital aufgestellte Unternehmen, die diese Notwendigkeit im Kommunikationsverhalten erkannt haben. Und dabei geht es keinesfalls um irgendwelche sinnbefreiten Social Media Releases, die vor einigen Jahren hochkochten, aber für kaum einen Autoren sinnvoll nutzbar sind. Viele große Unternehmen und manche Konzerne, aber gerade öffentliche Institutionen und Behörden sowie die meisten Verbände setzen ausschließlich auf Texte. Keine Gruppenfotos bei der Zusammenstellung eines Beirats, keine guten Pressefotos der Zitatgeber, die eben nicht nur in Hochformat, sondern idealerweise als Querformat angeboten werden. Selten werden Studienzahlen und aktuelle Untersuchungen mit Schaubildern und Diagrammen versehen, um die Relevanz der Zahlen zu unterstreichen. Sie alle haben nicht erkannt, dass digitale Medien mehr brauchen als nur Text.

Geprägt durch die alten Ängste, dass jedes Bild (und manches Mal beim Versand sogar jedes einzelne Wort) zu neuen Kosten führen kann, verzichten die Kommunikatoren auf das kleine Quäntchen der Illustration, um ihre PR-Geschichte mehr wirken zu lassen als die von der Konkurrenz. Wer heute digitale Kommunikation und Public Relations wirklich verstanden hat, ist mit der Zeit gegangen und hat sich von der alten Textdenke verabschiedet. Multimediale Kommunikation sollte Standard im digitalen Zeitalter sein – und eine Pressemeldung ohne zumindest weiterführende Downloadlinks auf das notwendige Pressefoto und Bildmaterial gehören einfach verboten.

Der Beitrag Totschlagargument Pressefoto: Ohne gutes Bildmaterial ist die PR nichts wert! erschien zuerst auf Mike Schnoor.

]]>
http://mikeschnoor.com/2014/08/28/todschlagsargument-pressefoto-ohne-gutes-bildmaterial-ist-die-pr-nichts-wert/feed/ 48 8018