Tina Beuchler, Vorsitzende der OWM. Foto: OWM

Die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) fordert Marktstandards in der digitalen Marketingkommunikation von den Online-Werbern ein. Damit legt der Verband eine Punktlandung zur dmexco hin, die traditionell als der Branchenhöhepunkt von Vermarktern, Mediaplanern und Digitalagenturen gilt. Probleme und gravierenden Handlungsbedarf sieht die OWM zudem in puncto Qualität der Werbung, Transparenz im Programmatic Buying und in der steigenden Akzeptanz von Adblocker-Technologie.

Tina Beuchler, Vorsitzende der OWM. Foto: OWM

Tina Beuchler, Vorsitzende der OWM. Foto: OWM

OWM-Vorsitzende Tina Beuchler erklärt: „Um die Herausforderungen der Digitalisierung erfolgreich meistern zu können, benötigt die Branche dringend Marktstandards, die einen Beitrag zur Lösung der Qualitätsprobleme leisten und für mehr Transparenz in der Marktpartnerbeziehungen sorgen. Außerdem dürfen wir uns nicht durch Werbebeschränkungen, die durch intransparente Geschäftsmodelle Dritter – Stichwort Adblocking – verursacht werden, ausbremsen lassen.“

1. Marktstandards

Werbungtreibende brauchen integrierte Planungsmodelle sowie Leistungs- und Wirkungsnachweise über alle Kanäle, Devices, Anbieter und Werbeformen hinweg. Vieles ist nach Ansicht der OWM bereits auf dem Weg, aber nichts ist fertig. Daher appelliert der Verband eindringlich an die Marktpartner und insbesondere die Vermarkter, in den Gremien von AGF, AGMA und AGOF die nötigen Standards zu entwickeln. Gleichermaßen erwartet die OWM von den Marktforschungsinstituten wie Nielsen und Comscore einen Beitrag, um zügig zu den geforderten Modellen zu kommen.

2. Qualität

In mehreren Bereichen zeigen sich massive Qualitätsprobleme im Online-Werbemarkt. Gegen dramatisch sinkende Sichtbarkeitsraten, den Anstieg von Ad Fraud und das Problem der Brand Safety sei immer noch keine Lösung gefunden. Das vom Online-Vermarkterkreis (OVK) jüngst formulierte Leistungsversprechen bietet demnach eine gute Basis, die Probleme in den Griff zu bekommen. Die OWM fordert jedoch, dass diese Qualitätssicherungsmaßnahmen von den Vermarktern zügig und nachhaltig umgesetzt werden.

3. Transparenz

Die Entwicklungen im Bereich Programmatic Advertising eröffnen Werbungtreibenden neue Möglichkeiten zur Optimierung ihrer Marketingkommunikation. Die hier neu entstehenden Wertschöpfungsketten sind jedoch häufig wenig transparent und lassen zum Teil Zweifel daran aufkommen, ob die neu gewonnen Effizienzvorteile immer zugunsten des Kunden ausgeschöpft werden. Alle Marktpartner sind deshalb aufgefordert, ihre Karten auf den Tisch zu legen und für transparente Modelle zu sorgen. Dazu gehört unter anderem, geeignete Reportings für Real Time Advertising sowie Programmatic Buying aufzusetzen. Laut OWM stehen die Werbungtreibenden gleichermaßen in der Pflicht, besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen, denn die Hoheit über Kunden- und Kampagnendaten liegt beim Kunden. Die Verwendung dieser Daten durch einzelne Dienstleister für andere als die im Kundenauftrag definierten Zwecke oder sogar die Weiterveräußerung sei nicht mehr hinnehmbar.

4. Werbebeschränkungen

Die zunehmende Verbreitung von Adblockern schränkt Werbungtreibende in ihren Werbemöglichkeiten ein und schadet dem gesamten Markt: Medien und ihren Vermarktern, Werbungtreibenden und Konsumenten. Deshalb muss das Thema gemeinsam angegangen werden. Medien müssen ihren Nutzern klar machen, dass ihre Angebote werbefinanziert sind und die Nutzer wiederum müssen diese Tatsache akzeptieren, wenn sie die Angebote weiter kostenfrei nutzen wollen. Vermarkter müssen ihr Inventar so einsetzen, dass die Seiten nicht mit Werbung überfrachtet sind. Und Werbungtreibende müssen ihren Beitrag leisten zu akzeptierter Digitalwerbung, die informativ, relevant und kreativ ist. Weitere wichtige Bausteine für mehr Qualität sind zum Beispiel Native Adertising, optimiertes Targeting sowie Frequency Capping.

Fernsehen sei ein Ankerpunkt unserer Gesellschaft. Doch durch digitale Services und Kommunikationsangebote verliert der gemeinsame Flimmerabend immer mehr an Bedeutung. Über das Koblenzer Startup „Viewple“ sollen sich die Zuschauer mit anderen Nutzern über das TV-Geschehen in Echtzeit oder zeitversetzt beim Konsum von Video on Demand austauschen. Beginnt jetzt endlich doch die Ära von Social TV und wie können die generierten Daten verwendet werden?

Natürlich definiert das Wunschdenken vieler Medienmenschen das Fernsehen als eine unterhaltende, emotionalisierende und vor allem soziale Aktivität. Freunde und Familie treffen sich zu gemeinsamen Fernsehabenden auf dem heimischen Sofa. Doch diese gute alte Zeit hat sich drastisch verändert, denn immer seltener finden sich Menschen überhaupt zusammen, um gemeinsam eine TV-Sendung zu sehen. Diese gesellschaftliche Veränderung spiegelt sich in der wachsenden Kommunikation im Internet wieder.

Viewple möchte Interaktionen der Nutzer visualisieren und auswertbar machen. Quelle: Unternehmen.

Viewple möchte Interaktionen der Nutzer visualisieren und auswertbar machen. Quelle: Unternehmen.

Blicken wir dazu einige Jahre zurück. Irgendwann im Jahr 2007, vielleicht erst 2008, wurde kurz nach dem Markteintritt von Twitter und dem Erwachen vieler Online-Videoportale wie YouTube, sevenload, Clipfish und MyVideo in Deutschland das Modewort „Social TV“ eingeführt. Über die sozialen Netzwerke konnten Fernsehzuschauer gemeinsam eine Sendung oder einzelne Videostreams kommentieren. Über die Zeit fanden sich immer mehr Interessierte, so dass Social TV in der Mitte der Gesellschaft ankommen durfte. Heutzutage erfolgt Social TV durchaus einfach: Die Nutzer kommentieren das Geschehen einer Sendung über einen bestimmten Hashtag, der meist gleichnamig wie die Sendung, z.B. #Tatort oder #DSDS, genannt wird. Jetzt möchte „Viewple“ als Social-TV-App in dieser Marktlücke durchstarten und die Kommunikation der Zuschauer vereinen.

Viewple ist eine Ausgliederung von der Koblenzer Agentur 247Grad, die nicht nur beim linearen Fernsehen, sondern auch beim Betrachten von Video on Demand für Interaktion sorgen soll. Kommentare und Tweets werden auf der Smartphone-App so eingeblendet, als würde der Nutzer das jeweilige Programm live mitverfolgen. Jeder Kommentar der Nutzer besitzt eine Zeitmarke, die über einen direkten Vergleich mit der aktuellen Sendungsdauer zugewiesen wird. So lassen sich ebenfalls Online-Mediatheken oder Video-on-Demand als Social TV definieren, obwohl keine Interaktion in Echtzeit, sondern als „aus der Konserve“ abgespeicherten Version dem Nutzer vorgetäuscht wird.

Kann Video on Demand im Sinne von Social TV  wirklich funktionieren? Quelle: Unternehmen.

Kann Video on Demand im Sinne von Social TV wirklich funktionieren? Quelle: Unternehmen.

Interessant dabei wird die Funktion der sogenannten „Social Voice“. Hiermit möchte Viewple ein Instrument anbieten, das die gemeinsame Stimme der Zuschauerschaft visualisiert. Ein zeitbasierter Graph zeigt durch die Stärke seines Ausschlags an, wann es während einer bestimmten Sendung in den sozialen Medien besonders heiß herging. Interaktion bedeutet schließlich, dass die Zuschauer sich mit dem jeweiligen Inhalt auseinander setzen. Als Ergänzung zur bekannten Einschaltquote könnte diese Datenanalyse helfen, die verloren gegangenen Zuschauer für die werbetreibende Industrie wieder messbar zu machen. Sollte dieser Weg durch Viewple eingeschlagen und am Markt angenommen werden, zeigen sich erwartungsgemäß nur wenige Wochen später die ersten Copycat-Anbieter.

In Deutschland soll die App Anfang September für iOS und Android veröffentlicht werden. Ein achtköpfiges Team arbeitete rund ein Jahr an der Entwicklung. Die Finanzierung stemmte die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB). Nach dem Deutschlandstart möchte das Koblenzer Startup in die internationale Expansion investieren. Ob der durch Viewple verfolgte Ansatz von Social TV für die Nutzer das Momentum bedeutet, sich von ihrer mittlerweile gewohnten Umgebung in Twitter auf eine weitere Mobile App zu fokussieren, darf mit gewisser Spannung verfolgt werden. Sollte sich jedoch keine breite Nutzerschaft für Viewple innerhalb kürzester Zeit finden, ist das Projekt schnell zum Scheitern verurteilt. Helfen kann eine große Mediakampagne, die senderübergreifend die Viewple-App bewirbt. Bislang erfreuen sich die Sender jedoch daran, ausschließlich ihre Hashtags zu den verschiedenen Sendungen einzublenden. Sollte hier ein Konsenz gefunden werden, hat Viewple durchaus Potenzial in den typischen werberelevanten Zielgruppensegmenten für Begeisterung zu sorgen. Wir dürfen gespannt sein!

Ausschnitt aus dem offiziellen TV-Spot von Haribo. Quelle: Unternehmen.

Werbung soll beeinflussen. Werbung soll Emotionen wecken. Werbung soll auffallen. Werbung soll eine Marke bekannt machen. Die aktuelle Werbung von Haribo erfüllt definitiv die klassischen Ansätze der Marketinglehre, zahlt jedoch bei weitem nicht auf die Positivierung der Marke ein. Schnell kann eine traditionsreiche Marke durch eine extrem überzogene Werbung das Gegenteil erzielen. Die neue TV-Kampagne für „Haribo Phantasia“ wirkt auf manche Betrachter gänzlich anders als gewünscht. Warum wird hier mit bizarren Bildern ein Rausch und damit eine psychotische Wirkung für die Zielgruppe der Kinder und Erwachsenen suggeriert?
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Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Land NRW / O. Tjaden

Das Medienforum NRW 2015 diskutiert die Transformation von Fernsehen und Radio, Entertainment und Journalismus unter dem Vorzeichen der digitalen Transformation. Vom 9. Juni bis 11. Juni 2015 finden sich in Köln das Who-is-Who der Medienbranche ein, um innovative Formate, Plattformen und Technologien vorzustellen und herauszufinden, was die fortschreitende Transformation der Medien für Inhalteanbieter, Nutzer und Content-Produzenten bedeutet.

Medienforum NRW zeigt digitale Transformation aus Nutzerperspektive

Seit seiner Neuausrichtung im Jubiläumsjahr 2013 versteht sich das Medienforum NRW als Diskussionsforum für die Herausforderungen der Informationsgesellschaft, als Treffpunkt der Medien- und Digitalbranchen und zentrale Plattform für den medien- und netzpolitischen Diskurs. Gemeinsam mit ANGA COM und Interactive Cologne und in der einmaligen Verbindung von Messe, Medienkongressen und junger digitaler Plattform entsteht ein neuartiges Branchentreffen – ein Next Level Forum für Debatte, Austausch und Vernetzung der konvergenten Medienwelt. 2015 öffnet sich das Medienforum noch stärker den Internet- und Digitalbranchen, jungen Gründern und Kreativen und vor allem auch den Fragen der digitalen Transformation des Alltags aus der Nutzerperspektive.

Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Land NRW / O. Tjaden

Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Land NRW / O. Tjaden

Konferenzprogramm und Networking in Köln

Die Eröffnungsrede hält die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft. Im Anschluss setzen Keynotes, Talks und Diskussionen, Screenings und Think Tanks neue Impulse für die Diskussion der Herausforderungen in der digitalen Moderne. Zahlreiche hochkarätige Events und Abendveranstaltungen mit Vertretern und Vertreterinnen aus Politik, Medien und Gesellschaft bieten während der gesamten Woche Gelegenheit zu Austausch und Kontaktpflege.

#DigiBuzz – Das Magazin für das Digital Business ist offizieller Medienpartner vom Medienforum NRW 2015. Das Medienforum NRW wird durchgeführt vom Mediencluster NRW in der Federführung der Film- und Medienstiftung NRW und in enger Kooperation mit dem Land NRW. Veranstaltungsorte sind die KoelnMesse (Congress Centrum Ost) sowie die IHK Köln.

Symbolbild: AGF, YouTube und OWM gehen gemeinsame Wege. Quelle: Unternehmen

In den Reichweiten der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) fließen künftig die Ergebnisse von YouTube ein. Dieser längst überfällige Schritt in der Digitalisierung einer alten Medienwelt soll konvergente Netto-Reichweiten für TV und Online-Video unter Einbeziehung von YouTube und anderen Online-Bewegtbild-Anbietern ausweisen.

Seit Jahren haben sich Videoportale darum bemüht, die Aufmerksamkeit der AGF zu erhaschen. Lange Zeit wurde gemauert und abgeblockt, damit die klassischen Geschäftsmodelle rund um die Einschaltquote ihr Silodenken für die digitale Infrastruktur von reinen Online-Services öffnen. Nach fast einer Dekade wächst der Druck auf die Gremiensitzer, denn die Werbebranche investiert fleißig in Bewegtbildwerbung. Zudem steigt die Relevanz von Online-Video in der Mediennutzung aufgrund der weiteren Verbreitung von verschiedenen Screens und mobilen Endgeräten deutlich. Hinzu diversifiziert sich der Bewegtbildmarkt zunehmend, weil neben den Contentangeboten der linearen TV-Anbieter immer mehr Videoportale und Streaming-Kanäle in den Markt eintreten. Angesichts dieser ständig wachsenden Vielfalt drängte die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) auf einen einheitlichen crossmedialen Standard zur Leistungsbemessung.

Uwe Storch, Vertreter der OWM im AGF-Vorstand, sei die Integration der Bewegtbildmessung in das AGF-System für die Werbetreibenden in der heutigen Kampagnenplanung unumgänglich. Strukturen, Partner und Methoden müssen sich ändern, „damit es so bleibt, wie es ist, also die AGF als JIC, Joint Industry Committee, einen gemeinsamen Bewegtbild-Standard gewährleistet. Über diese wegweisende Zusammenarbeit konnte hiermit die notwendige Grundlage geschaffen werden.“

„Ein wesentlicher Pfeiler der Integration von YouTube ist, dass das Forschungssystem, das im bewährten Konsens unter einem gemeinsamen Dach der Marktpartner aus Medien und Werbewirtschaft weiterentwickelt wird, damit auch im Segment der Online-Bewegtbildnutzung eine breite Marktabdeckung für unsere Datennutzer liefert“, betont die AGF-Vorstandsvorsitzende Karin Hollerbach-Zenz.

Symbolbild: AGF, YouTube und OWM gehen gemeinsame Wege. Quelle: Unternehmen

Symbolbild: AGF, YouTube und OWM gehen gemeinsame Wege. Quelle: Unternehmen

Für den geplanten einheitlichen Bewegtbildstandard beabsichtigt die AGF die wichtigsten Messelemente aus diesem Bereich zusammenzuführen:

  • Das AGF-Fernsehpanel erfasst in der bewährten Qualität die lineare TV-Nutzung, live sowie zeitversetzt.
  • Für Online-Video wird die AGF ein virtuelles “Mega-Panel” installieren, das aus Daten des von Nielsen betriebenen Online-Panels sowie des Cross Media Panels der GfK besteht. Die Zusammenführung wird durch einen weiteren Dienstleister erfolgen. Mit diesem Mega-Panel stehen wichtige Informationen zu den Nutzungsüberschneidungen von TV und Online auf Computern und Mobilgeräten zur Verfügung. Das Modell ist so konzipiert, dass die künftige Einbindung weiterer externer Datenquellen, z.B. Paneldaten, möglich ist.
  • Darüber hinaus werden alle Nutzungsvorgänge der im AGF-Standard abgebildeten Angebote im Rahmen einer Vollerhebung (Zensusmessung) erfasst.

Lars Lehne, Country Director Agency bei Google Deutschland, zeigt sich zuversichtlich: „Online-Inhalte und klassisches TV werden von den Nutzern schon lange und selbstverständlich ergänzend oder parallel genutzt. Uns ist es wichtig, eine Beurteilungsgrundlage für Werbetreibende zu schaffen, die dem massiven Anstieg der Nutzung von Online-Bewegtbildinhalten gerecht wird. Und das über alle Screens hinweg.“

„Nur mit der Einbeziehung von Marktteilnehmern jenseits der TV-Sender können wir einen crossmedialen Standard schaffen, der auch zukünftig der Komplexität unseres Marktes gerecht wird, die Werbetransparenz weiter erhöht und unseren hohen forscherischen Ansprüchen genügt“, erklärt Hollerbach-Zenz. Mit der Zusammenführung aller Datenquellen soll sich nach Ansicht der AGF eine neue Qualität in der Messung crossmedialer Leistungswerte eröffnen. Bereits zum heutigen Stand seien die konkreten Maßnahmen zur technischen und methodischen Realisierung bereits eingeleitet und die formalen Beschlüsse sollen zeitnah gefasst werden.

Weil nicht nur YouTube, sondern auch andere Online-Videoportale und Streaming-Kanäle in die AGF-Reichweitenmessung einfließen sollen, endet die Durststrecke für kleinere Videoportale, die sich immer wieder mit zwei Metriken konfrontiert sahen. Einerseits die traditionellen Einschaltquoten der AGF, andererseits die AdImpressions von der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF). Dennoch wird das kräftezehrende Ringen um Aufmerksamkeit immer weitergeführt werden. Denn auch hier gilt, dass Zugeständnisse die Fronten erweichen, nachdem sie eine längere Zeit erhärtet waren.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis originäre digitale Bewegtbildinhalte eine Bühne erhalten. Die Anerkennung für die Youtube-Videos findet nicht nur in Form von Zugriffszahlen und Views statt, sondern mittlerweile fünf Jahren durch die Preisverleihung und Gala des DEUTSCHE WEBVIDEOPREIS.

Am 13. Juni 2015 ehrt die European Web Video Academy (EWVA) in Düsseldorf wieder die herausragendsten Internetstars mit der begehrten Auszeichnung. Die Gala, die von Christian Ulmen moderiert wird, ist erstmals auch im Fernsehen zu sehen. NDR Fernsehen, WDR Fernsehen, Bayerisches Fernsehen, SWR Fernsehen und Schweizer Fernsehen übertragen die Preisverleihung live auf ihren Internetseiten und zeigen am Folgetag jeweils im Fernseh-Abendprogramm ein Best-of des Top-Events. EinsPlus überträgt die Gala der Webvideo-Stars zusätzlich live. Mit dem Preis werden die besten Clips in Kategorien wie „Gaming“, „Comedy“ und „Best Video of the Year“ gekürt.

Der DEUTSCHE WEBVIDEOPREIS möchte zusammen mit den ARD-Sendern 2015 die „alte“, lineare TV-Welt und die „neue“, digitale Internet-Welt in einer großen Show miteinander vernetzen und eine Verbindung von Fernseh- und Webstars schaffen, die es in dieser Form zuvor noch nicht gegeben hat. Die Fernsehzuschauerinnen und -zuschauer sollen verstehen, welche Talente sich bei YouTube, Vimeo & Co. bewegen. Schließlich begeistern die Youtube-Talente bereits eine ganze Generation von „Digital Natives“, gehören zu ihrem Alltag und unterhalten Millionen von Fans und Abonnenten. Aber nicht nur über die Preisverleihung selbst, sondern auch über die Nominierten sowie das Voting wird in Programmen der beteiligten ARD-Sender und SRF berichtet.

Ab dem 27. April können Zuschauer und Fans im Internet für ihre Favoriten abstimmen. Der DEUTSCHE WEBVIDEOPREIS kam allein im vergangenen Jahr über die eigene Internet-Plattform und Social-Media-Kanäle auf 60 Millionen Bruttokontakte (gemessen im Zeitraum des Votings und der Veranstaltung), die Website wurde 9,3 Millionen Mal aufgerufen und rund 1,6 Millionen Nutzer beteiligten sich über Facebook, Twitter und Google+ an der Abstimmung. Der Preis wird zum insgesamt 5. Mal verliehen.

Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer Astra Deutschland. Quelle: Astra.

Immer mehr deutsche Haushalte empfangen ihr Fernsehprogramm in High Definition. Neue TV-Geräte in Kombination mit dem digitalen Empfang über Kabel und Satellit machen es für die Verbraucher mehr als einfach. Kein Wunder, dass rund 17,6 Millionen TV-Haushalte und damit 24 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr (2013: 14,2 Mio.) auf HD-Empfang setzen. Gemessen an allen Fernsehhaushalten in Deutschland (38,8 Mio.) liegt der Anteil der HD-Haushalte bei insgesamt 45 Prozent. Mit 10 Millionen TV-Haushalten entfällt ein großer Anteil auf den Satellitenempfang, rund 6,6 Millionen HD-Haushalte nutzen versorgen sich mit Kabelfernsehen und 1 Million über das lineare Internetfernsehen IPTV.

Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle TV-Monitor 2014, für den das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag von Astra insgesamt 6.000 Haushalte in Deutschland über den Erstempfangsweg bzw. die Hauptempfangsgeräte der Haushalte befragte.

Das Satellitenfernsehen erreicht 25 Jahre nach dem Start in Deutschland mit 18,2 Millionen so viele TV-Haushalte wie nie zuvor (2013: 18,1 Mio.). Das entspricht einem Marktanteil von 47 Prozent. Dahinter folgt der Fernsehempfang via Kabel, der nach einem leichten Zuwachs jetzt 16,9 Millionen Haushalte (Marktanteil 44 Prozent) versorgt (2013: 16,85 Mio.). Das digitale Antennenfernsehen DVB-T kommt auf 2,2 Millionen Haushalte (Marktanteil 6 Prozent), das lineare Internetfernsehen IPTV auf 1,5 Millionen Haushalte (Marktanteil 4 Prozent).

Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer Astra Deutschland. Quelle: Astra.

Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer Astra Deutschland. Quelle: Astra.

„Der Satellit gewinnt weiter leicht hinzu und bleibt der führende Empfangsweg in Deutschland. Erstmals sieht die Mehrheit der TV-Haushalte mit Satellitenempfang ihre Programme in HD-Qualität. Wir sind davon überzeugt, dass der Trend hin zu besserer Bildqualität anhält“, sagt Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer Astra Deutschland.

Mit Ultra HD stehe sogar der nächste Qualitätssprung vor der Tür. Die neue Technik bietet im Vergleich zu „herkömmlichen“ HDTV eine vierfach höhere Auflösung. Während in vielen Haushalten ein HD-fähiger Fernseher vorhanden ist, muss Ultra HD erst noch in Deutschland Fuß fassen. Im letzten Jahr wurden erst 220.000 kompatible TV-Geräte verkauft. Die Verkaufszahlen sollen in 2015 auf rund 750.000 Ultra-HD-Geräte ansteigen. Laut Astra TV Monitor wissen bereits knapp 17 Millionen TV-Haushalte in Deutschland, was Ultra HD ist.

Obwohl die Nachfrage in diesem Jahr spürbar anziehen soll und der Bekanntheitsgradgrad der jungen TV-Technologie bereits relativ hoch ist, lohnt sich die Anschaffung der neuen Endgeräte erst dann, sobald die TV-Sender ein entsprechendes Ultra-HD-Programm ausstrahlen. Zwar haben einzelne Ausstrahlungen von Sportereignissen in Kooperation mit Sky bereits den Vorteil von Ultra HD auf großflächigen Fernsehbildschirmen demonstrieren können. Jedoch erfordert eine neue Technologie unbedingt die Kompabilität mit der Masse. Der Umbruch von analogem TV zu HDTV dauerte bereits einige Jahre, und noch sind die Zuschauer nicht dafür bereit, alle zwei Jahre ein neues TV-Gerät anzuschaffen, um dem neuesten Trend hinterher zu laufen. Was bei Smartphones durch das Anlernen über Mobilfunkverträge bereits gang und gäbe ist, wird sich nicht so schnell bei dem Firstscreen-Szenario wiederholen.

Im vergangenen Sommer hatten sich bereits 1.543.404 Kunden (Haushalte) sich dazu entschieden, neben den kostenfreien HD-Inhalten der öffentlich-rechtlichen Sender die kostenpflichtigen HD-Programme der Privatsender zu abonnieren. Weniger als 10 Prozent aller HD-Haushalte zeigen sich demnach zahlungsbereit für das Fernsehbild in High Definition.

Wer mit Infografiken Aufmerksamkeit und Relevanz erzielen will, der muss zehn wichtige Regeln befolgen. news aktuell und Faktenkontor haben deshalb eine Infografik erstellt, die erklärt, worauf es bei der Produktion der beliebten Schaubilder ankommt. Quelle: obs/news aktuell GmbH/Sebastian Könnicke

Infografiken zählen zum PR-Alltag dazu wie das geschriebene Wort. Zumindest möchte man davon ausgehen, weil sich unser Informationskonsum immer stärker in Richtung Bild und Video verlagert. Ohne Text geht natürlich kaum etwas. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit steht vor der Herausforderung, nicht mehr ausschließlich für Journalisten, sondern direkt für Endkunden bzw. Endnutzer den Content zu erstellen. Doch worauf kommt es dabei wirklich an?
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E-Book Reader wie der Amazon Kindle oder Tolino von Thalia finden sich in immer mehr Haushalten. Die Leser erfreuen sich an kostenfreien oder günstigen Werken von Self-Publishing-Autoren.

Die Gedanken sind frei, wer kann sie niederschreiben? Den Autoren gehört die Macht, wenn sie digitale Texte und E-Books im Internet selbst veröffentlichen. Diese Form des Publizierens, die ohne einen Verlag im Hintergrund abläuft, ist nach einer Befragung durch den Digitalverband BITKOM bei vielen Lesern sehr beliebt. Fast jeder fünfte E-Book-Nutzer (18 Prozent) haben Inhalte von Self-Publishing-Autoren gelesen. Sogar 11 Prozent von ihnen gibt an, eigene Texte selbst publiziert zu haben.
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Das Geld sitzt bei vielen Deutschen nicht so locker, dass sie sich für Musikstreaming begeistern.

Musik liegt uns Menschen im Blut: Fast jeder Deutsche (98 Prozent) hört gerne Musik. Dabei gewinnt nach wie vor das Radio (73 Prozent), gefolgt von CDs (64 Prozent) und digitalen Musikdateien und MP3s (55 Prozent). Nur jeder Achte hingegen nutzt kostenpflichtige Musikstreaming-Angebote (12 Prozent). Immerhin gibt sich jeder Vierte (26 Prozent) mit den kostenlosen Kontingenten von Spotify & Co. zufrieden. Damit liegen die kostenpflichtigen Musikdienste nur knapp vor den altgedienten Kassetten (9 Prozent) und sogar hinter der wieder an Beliebtheit gewinnenden Schallplatte (16 Prozent). Ist das Musikstreaming für die Deutschen offenbar zu teuer und fehlen konkrete Anreize, die zur Nutzung überzeugen?
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