Achim Himmelreich, Partner bei Mücke, Sturm & Company. Foto: Unternehmen

Die Digitale Transformation kommt immer näher auf den Einzelhandel zu. Das Papierpreisschild hat mittlerweile ausgedient. Die Zukunft hingegen gehört Electronic Shelf Label (ESL), mit denen ähnlich wie im Online-Handel individuelle Preisanpassungen vorgenommen werden können. Die intelligent vernetzten Displays nutzen Real Time Pricing ähnlich wie im Online-Handel, so dass in Echtzeit auf Nachfrageschwankungen reagiert werden kann. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Untersuchung der Managementberatung Mücke, Sturm & Company.

Meist werden Fashion-Artikel in Modegeschäften mit Bändseln ausgestattet, auf denen die Preise kleben. In großen Kaufhäusern prangert die Preisauszeichnung an der Schiene vor dem Regal. Wie ein Blick in die Geschäfte schnell zeigt, finden sich selbst bei Rewe, Penny, Netto, Real oder Edeka nur ausgedruckte Preise. Alles wie gehabt, möchte man meinen. Doch immerhin setzt die Metro als B2B-Großhändler bereits Displays zur Preisauszeichnung ein – und damit als einer der wenigen Händler überhaupt. Der stationäre Einzelhandel könnte den digitalen Wandel sichtbar mit ESL-Displays einleiten und Chancen gegenüber seinen Wettbewerbern ergreifen, die sich zwar nicht adhoc im Ergebnis bemerkbar machen, aber dennoch klare Vorteile für den Warenabsatz schaffen.

„Die Chancen für die Händler sind enorm, denn jede Preisoptimierung führt direkt zu einer Erhöhung der in der Regel bescheidenen Margen“, erklärt Achim Himmelreich, Partner bei Mücke, Sturm & Company. Indem ESL-Displays mit Warenwirtschaftssystemen und Kunden-Devices vernetzt werden, ergeben sich vier völlig neue Optionen für die Verkaufsförderung.

Achim Himmelreich, Partner bei Mücke, Sturm & Company. Foto: Unternehmen

Achim Himmelreich, Partner bei Mücke, Sturm & Company. Foto: Unternehmen

Vier Anwendungsszenarien für Digitale Preisschilder

  1. Kommunikation mit dem Kunden: Als interaktive Kommunikationsschnittstelle mit den Kunden erlaubt die Beacon-Technologie, eine direkte Verbindung zum Endgerät der Kunden aufzunehmen. Die Kunden können dann direkt oder über anderen Navigationssystemen zu Produkten gezielt geführt werden, während ihre digitale Einkaufsliste Stück für Stück abgearbeitet wird. In Kombination mit der intelligenten Speicherung und Nutzung der Daten über den jeweiligen Einkauf können weitere Verkaufsförderungsszenarien angewandt werden.
  2. Steuerung der Preise: Digitale Preisschilder reduzieren den manuellen Zusatzaufwand im Ladengeschäft durch das Verkaufspersonal. Zwar sind diese Spareffekte sehr gering, aber vor allem Real-Time-Pricing und spontane Preisanpassungen gemessen an der Nachfrage können jetzt im stationären Handel umgesetzt werden.
  3. Omni Channeling: Neben der klassischen Infrastruktur von Geschäften entwickeln sich ESL zu einem wichtigen Puzzlestück, das erstmalig das vollintegrierte Omni Channeling, also die Bedienung sämtlicher Absatzkanäle, ermöglicht. Der stationäre Einzelhandel kommt in die Vorzüge des E-Commerce und kann eine maximale Vernetzung des Warenangebots und Abverkaufs erreichen.
  4. Vernetzung mit dem Warenwirtschaftssystem: Die digitale Intelligenz der Preisschilder basiert auf zentralen Warenwirtschaftssystemen, die über eine entsprechende Schnittstelle mit den ESL kommunizieren. Die Datenübertragung erfolgt dabei entweder über LED oder WLAN innerhalb der jeweiligen Geschäfte, so das Preisänderungen nahezu in Echtzeit auf den Displays angezeigt werden können.

Gewiss bedeuten diese vier Szenarien noch etwas Zukunftsmusik, jedoch sprechen die Vorteile für eine schnelle Adaption in das jeweilige Ladenkonzept. Zudem wirken sich die günstigen Unterhaltskosten nach Ansicht von Mücke, Sturm & Company im Sinne der Amortisierung positiv aus, die digitalen Preisschilder sind schnell und einfach aktualisierbar – und bieten dabei wesentlich individuellere Möglichkeiten in der Gestaltung als einfache Papierpreisschilder. Je größer die Fläche zur Darstellung, desto schneller kommt die Frage nach „lauten“ Gestaltungskonzepten, so dass ein digitales Preisschild schnell zum digitalen Marktschreier aufsteigen kann. Die Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten sowie auf Angebot und Nachfrage gilt es in einem aktuellen Case zu messen – nur wer von den großen oder kleinen Händlern möchte dort als Paradebeispiel und Vorreiter gelten?

E-Book Reader wie der Amazon Kindle oder Tolino von Thalia finden sich in immer mehr Haushalten. Die Leser erfreuen sich an kostenfreien oder günstigen Werken von Self-Publishing-Autoren.

Die Gedanken sind frei, wer kann sie niederschreiben? Den Autoren gehört die Macht, wenn sie digitale Texte und E-Books im Internet selbst veröffentlichen. Diese Form des Publizierens, die ohne einen Verlag im Hintergrund abläuft, ist nach einer Befragung durch den Digitalverband BITKOM bei vielen Lesern sehr beliebt. Fast jeder fünfte E-Book-Nutzer (18 Prozent) haben Inhalte von Self-Publishing-Autoren gelesen. Sogar 11 Prozent von ihnen gibt an, eigene Texte selbst publiziert zu haben.
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Digitale Transformation? Trotz der Forderung betrachten Mittelständler den digitalen Wandel nicht als Chefsache.

Deutschland wird Digitalisierungsland! Für 81 Prozent der deutschen Mittelständler sei die Digitale Transformation in ihren Unternehmen überwiegend umgesetzt. Bei 28 Prozent der Firmen sei das Kerngeschäft vollständig auf digitale Prozesse umgestellt. Leider steht in weniger als der Hälfte der Unternehmen das Thema Digitalisierung auf der Agenda der obersten Führungsebene. Kann der Mittelstand diese Defizite noch aufholen?
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Die Deutschen denken immer stärker: „Nicht ohne mein Smartphone!“ Das fängt direkt beim Verlassen des Hauses an, denn der Griff geht oft nicht nur zur Geldbörse, sondern simultan zum Smartphone in der Hosentasche. Für Verbraucher bieten Smartphones klare Vorteile beim Abruf von Informationsangeboten: Während des Einkaufsbummels nutzen fast zwei Drittel (64 Prozent) ihr Smartphone zum Vergleich von Angeboten und Preisen. Der Point of Sale muss dieses Potenzial nutzen, um sich mit dem eigenen Ladengeschäft gegen die Wettbewerber zu positionieren. Denn 43 Prozent setzen auf Produktbewertungen – und diese könnten ohne den Kaufimpuls zu tätigen wieder aus dem Geschäft abwandern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Fittkau & Maaß Consulting im Auftrag der Internet World Messe unter 7.000 deutschen Internet-Nutzern.

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Martin Meinert, Project Manager bei Mücke, Sturm & Company / Ralf Ockenfelds, Geschäftsführer Produktentwicklung, How2Pay (v.l.n.r.) Quelle: Unternehmen

Mobile Payment entwickelt sich durch die massenhafte Verbreitung von Smartphonese und Tablets zu einem Alltagsthema in Deutschland. Vor allem durch Ankündigungen wie Apple Pay erfährt der Payment-Markt im Mobile Segment einen angenehmen Aufwind. Welche M-Payment-Lösungen ein Zukunftspotenzial in puncto Sicherheit haben, zeigt eine Untersuchung von How2Pay und Mücke, Sturm & Company auf, bei der 17 Anbieter von M-Payment-Services über einen Zeitraum von drei Monaten unter die Lupe genommen wurden. Wie nehmen die Kunden jedoch Mobile Payment wahr?
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Steffen von Blumröder. Quelle: BITKOM

Die Zeiten ändern sich rasant durch die Digitale Evolution in unserer Gesellschaft und aufgrund der Digitalen Transformation in Unternehmen und ganzen Wirtschaftsbranchen. Früher sprach man über Geld nicht, doch heute brechen diese alten Dämme in den Köpfen der Bevölkerung. Laut einer aktuellen Umfrage des BITKOM würde jeder fünfte Internetnutzer in Deutschland (22 Prozent) und damit rund 12 Millionen Bundesbürger auf Finanzdienstleister im Web setzen. Digitale Währungen, E-Commerce, Mobile-Payment, Crowdlending und Crowdinvesting machen dies nicht nur in der Theorie möglich, sondern verdeutlichen fast spielerisch das Potenzial dieser digitalen Anwendungsbereiche.
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Steffen von Blumröder. Quelle: BITKOM

Die Digitalisierung schreitet nicht nur in der Bevölkerung voran, sondern fördert die Gründerkultur in der FinTech-Industrie (Financial Technology). Mittlerweile steht Online-Banking bei vielen deutschen Internetnutzern hoch im Kurs. Zudem freuen sich die Nutzer, sowohl über das stationäre Internet als auch über Mobile Internet von den starren Öffnungszeiten der Banken unabhängig agieren zu dürfen. Das Innovationspotenzial durch die Digitale Transformation von Geschäftsmodellen zeigt eindrucksvoll, dass der Weg zum Geldautomaten bald der Vergangenheit angehören könnte.
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Quelle: Käuferportal Marketing-Studie 2014

Viele Unternehmen konzentrieren sich auf Offline-Werbung, obwohl ihnen sogar bewusst ist, dass ihre Kunden eigentlich nach ihren Produkten und Dienstleistungen zuerst im Internet suchen. Eine Studie von Käuferportal und der HTW Berlin verdeutlicht, wie groß die Aufklärungsarbeit für die Digitalwirtschaft noch ist. Eine aktuelle Teiluntersuchung unter 430 Fachhändlern zeigt auf, dass die Branche „Bauen, Wohnen und Sanieren“ den Sprung ins digitale Zeitalter zwar erkannt hat, jedoch noch sehr viel Hilfe in der Umsetzung benötigt.
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Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG. Quelle ProSiebenSat.1

Die ProSiebenSat.1-Gruppe wächst auch im zweiten Quartal 2014 und steigert steigert seinen Gesamtumsatz um 10,6 Prozent auf 691,1 Millionen Euro. Auf dem deutschen TV-Markt sieht sich der Medienkonzern als Marktführer bei den 14-49jährigen Zuschauern. Während im ersten Halbjahr 2014 die Marktanteile um 0,8 Prozentpunkte auf insgesamt 28 Prozent ausgebaut wurden, lag ProSiebenSat.1 aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 erwartungsgemäß unter der Vergleichsperiode. Interessant wirkt sich die Entwicklung im Bereich „Digital & Adjacent“ auf die Konzernzahlen aus.
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Auf welches Gerät könnten Sie gar nicht verzichten? Quelle: BITKOM

Ein kurzer Blick in Bus und Bahn zeigt: Smartphones zählen für die meisten Nutzer als unverzichtbarer Begleiter im Alltag. Sechs von zehn Smartphone-Besitzern (61 Prozent) wollen gar nicht mehr auf das mobile Endgerät verzichten, bei unter 30-Jährigen sind es sogar drei Viertel (74 Prozent). Ein bemerkenswertes Ergebnis der mobilen Evolution wirkt sich auf die neuen Anforderungen an die Handels- und Finanzbranche aus. Jeder siebte Verbraucher (14 Prozent) kann sich vorstellen, auf sein Portemonnaie komplett zu verzichten – zugunsten eines Mobile Wallet auf dem Smartphone.

Die kleinen digitalen Helferlein in der Hosentasche entpuppen sich als weit wichtiger für die Verbraucher als viele andere Hightech-Geräte. Zwar besitzen Tablets eine ähnlich hohe Bedeutung, aber gegenüber PC, Laptop oder einem Uralt-Handy haben Smartphones von den Deutschen Besitz ergriffen. Das ergab eine aktuelle Umfrage im Auftrag des BITKOM.

Erste Verbraucher würden ihr Portemonnaie sogar ein Mobile Wallet, die digitale Geldbörse auf dem Smartphone, ersetzen. Der morgendliche Kaffee, der Supermarkteinkauf und Konzerttickets – die Verbraucher können ihre modernen Smartphones bequem einem Terminal oder Kassenscanner vorbeiziehen, um ihre Einkäufe abzurechnen oder sich als Inhaber eines Tickets zu verifizieren. Spannend wird die Nutzung eines Mobile Wallet als mobilen Geldautomat, um sich kein Bargeld auszuzahlen, sondern das Smartphone mit einem monetären Gegenwert aufzuladen.

Insbesondere im Bereich der Digitalen Währungen, wie Bitcoin, Ripple & Co. zeigen diese Szenarien sehr komfortable Möglichkeiten für digitales Bezahlen. Laut der BITKOM-Studie kann sich jeder Siebte (14 Prozent) Deutsche vorstellen, auf sein Portemonnaie zu verzichten und nur noch mit dem Smartphone zu bezahlen.

Deutlich stärker zeigt sich das generelle Interesse anhand einer ähnlichen Studie von PriceWaterhouseCoopers. Mehr als vier von zehn Befragten (45 Prozent) hätte demzufolge Interesse, finanzielle Transaktionen über ein Mobile Wallet zu tätigen. Ebenso viele Nutzer (43 Prozent) könnten sich damit anfreunden, ein Mobile Wallet als Kreditkartenersatz zu nutzen. Für 17 Prozent der Befragten eignet sich ein Mobile Wallet bereits jetzt schon als Bargeldspeicher, um bargeldlose Zahlungen und Transaktionen vornehmen zu können.

Zwar liegen die Werte von BITKOM (14 Prozent) und PWC (17 Prozent) noch relativ niedrig, jedoch wird die fortschreitende Entwicklung im Handel und insbesondere am Point of Sales in den Kassenbereichen dafür sorgen, dass Verbraucher mit den neuen Bezahlmöglichkeiten immer stärker konfrontiert werden.

Natürlich kann ein klassisches Portemonnaie genauso schnell verloren werden wie ein Smartphone und das damit verbundene Mobile Wallet, aber die deutsche Angst vor neuen Technologien darf sich nicht negativ auf die digitalen Möglichkeit auswirken. Die Verbraucher müssen in den Fragen rund um Sicherheit und Vertrauen einerseits mehr aufgeklärt werden. Andererseits müssen Händler und Finanzdienstleister stärker zusammenarbeiten, um mehr „Usability und Convenience“ anzubieten. Das aufkeimende Interesse an digitalen Währungen spricht zudem für mehr verbraucherfreundliche Lösungsansätze, die sowohl von modernen Kassenbereichen als auch durch neue Geldautomaten und Online-Handelsplattformen angetrieben werden.

Auf welches Gerät könnten Sie gar nicht verzichten? Quelle: BITKOM

Auf welches Gerät könnten Sie gar nicht verzichten? Quelle: BITKOM