Mike Schnoor
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Eklatanter Deutscher Fernsehpreis

Medien

Am Wochenende war es soweit. Neben der erstklassigen Cologne Conference in Köln fand die davon losgelöste Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2008 statt. Das Schaulaufen der Szene wurde mit medialer Begeisterung gefeiert. Dutzende Preise wurden ihren Preisträgern überreicht. Nur einer wollte seinen Ehrenpreis nicht annehmen.

Ist es denn wirklich ein Eklat, wenn Marcel Reich-Ranicki seine Meinung offenkundig vor dem „Fachpublikum“ verkündet? Die gebotene Programmvielfalt der vergangenen Jahre ist derartig verkommen, dass man nur einige wenige positive Beispiele auszeichnen kann. Schlechte Kopien von brillianten Vorlagen des US-Fernsehens werden in deutschen TV-Produktionen verramscht. Ein abstrus gestalteter Sendeplan, der die guten US-Serienoriginale in das Nachtprogramm schickt, verhöhnt den Zuschauer. Beim Zappen findet man illustre Persönchen, die sich für Geld vor laufender Kamera entkleiden. Da kommt einem die Frage nach Hollywood in Köln-Ossendorf durchaus berechtigt vor. Zu schade, dass ich mich gegen eine eigene Live-Blogging-Session parallel zur Ausstrahlung geweigert habe. Da wären mir bestimmt so einige süffisante Sprüche eingefallen, die sich hier im Blog ausgelebt hätten… :)

13. Oktober 2008/von Mike Schnoor
Schlagworte: Deutscher Fernsehpreis, Fernsehen, Köln, TV, TV
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2008-10-13 11:26:522008-10-13 11:26:52Eklatanter Deutscher Fernsehpreis
8 Kommentare
  1. Rob Vegas sagte:
    13. Oktober 2008 um 20:59

    wobei man ja schon froh über „uralte“ filme ist, denn da gibts wenigstens noch nen bisserl qualität!

    generell gibt es aber uch noch gutes imtv zu sehen.mich fesselt seit wochen „komissarin lund“ bei der ard an den fernseher. leider ist das nur wieder eine produktion aus dem hohen norden und nicht aus deutschland.

    die deutschen müssen es einfach mal hinbekommen berlin,köln,hamburg und münchen „cool“ aussehen zu lassen. jede krimiserie aus deutschland wirkt wie nachmittags-fernsehen.

    und obwohl ich frau ferres nicht mehr sehen kann, so war „die frau vom checkpoint charlie“ ein wirklich guter film!

  2. Frank sagte:
    13. Oktober 2008 um 23:42

    Ich bin mir nur nicht so sicher, wie MRR reagieren würde, käme z.B. irgendein Zusammenschluss aus Web2.0-Angeboten auf die Idee ihm einen Preis zu verleihen.

  3. MacTV sagte:
    14. Oktober 2008 um 08:18

    @Rob
    Klar war „checkpoint charlie“ ein guter Film. Nur … es gibt anscheind
    in Deutschland nur noch die „Ferres“ …

Trackbacks & Pingbacks

  1. Respekt, Herr Reich-Ranicki! | Reality-Check sagt:
    17. Oktober 2008 um 15:31 Uhr

    […] Eklatanter Deutscher Fernsehpreis […]

  2. woobby.com - Der Blog zur Ranking Community» Blogarchiv » Startup Lesson 10: Marcel Reich-Ranicki heute unter den Top Ten bei Youtube - weltweit! sagt:
    14. Oktober 2008 um 00:15 Uhr

    […] Mio Deutsche haben gestern den Eklat beim Deutschen Fernsehpreis gesehen, den Marcel Reich-Ranicki mit seiner Brandrede gegen das […]

  3. quotenblogger.de » Blog Archive » Aus gegebenem Anlass sagt:
    13. Oktober 2008 um 20:26 Uhr

    […] nicht weiß worum es geht, findet hier und hier sehr gute Rezensionen und Reaktionen. Tags: Deutscher Fernsehpreis, Marcel Reich-Ranicki, Thomas […]

  4. Mr. MacTVs Blog sagt:
    13. Oktober 2008 um 13:36 Uhr

    Fernsehen nerft wie Sau…

    Fernsehen nerft wie Sau, besonders am Wochenende.
    Freitags kommt generell nur Schrott:
    “Wer wird Millionär?” – “Hit Giganten” – “Uralte Filme” – und beschissene Comedy. “Die dreisten Dicken Dinger” o…

  5. Entertainment-Life.de » Archiv » Der Deutsche Fernsehpreis 2008: Alle Gewinner im Überblick! sagt:
    13. Oktober 2008 um 12:42 Uhr

    […] habe ich einmal eine kleine Liste mit allen Preisträgern des diesjährigen Deutschen Fernsehpreises […]

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Über mich

Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

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