Invasion der Zombies im Zeitalter der Digitalisierung

Wir leben digital und kommunizieren fleißig über das Mobile Internet. Schon heute kommen viele Mitmenschen in unserer digitalisierten Gesellschaft kaum noch ohne ein Smartphone aus. Autonome Fahrzeuge, Carsharing und die virtuelle Realität bestimmen unsere Zukunft. Wir geben einen Teil unserer Kontrolle und Aufmerksamkeit an technische Systeme ab, die unseren Alltag erleichtern sollen. Doch gerade darin liegt unser Problem, denn wir sind alle in Gefahr – nicht durch unsere Mitmenschen, sondern durch Beißer und Streuner. Die Zombies aus The Walking Dead und anderen Endzeit-Geschichten hätten mit uns ein leichtes Spiel.

Digitalisierung ebnet den Weg zur Zombie-Apokalypse - oder doch nicht? Bildquelle: Pexels.

Digitalisierung ebnet den Weg zur Zombie-Apokalypse – oder doch nicht? Bildquelle: Pexels.

7 Gründe, warum eine Invasion der Zombies im digitalen Zeitalter maximalen Erfolg hätte

1. Wir erkennen die Gefahr nicht rechtzeitig. Unsere visuelle Reizaufnahme haben wir unlängst auf die Distanz bis zur nächsten Straßenlaterne reduziert. Weil wir nur noch auf unsere Smartphones blicken, sehen wir angreifende Zombies erst viel zu spät. So laufen wir direkt in die Arme der Streuner und machen ihre Bäuche fett.

2. Wir laufen nicht mehr vor einer Gefahr weg. Unser natürlicher Fluchtinstinkt funktioniert nicht mehr, denn wir bleiben lieber stehen, um noch einen Schnappschuss von einem angreifenden Zombie mit unserem Smartphone zu machen. Stattdessen zieht es die Menschen als Schaulustige magisch an, bis sie zu nah am Geschehen sind und ihnen die Aufmerksamkeit der Walker zum Verhängnis wird.

3. Wir sehen die Zombies gar nicht. Mit Oculus Rift, Samsung GALAXY Gear VR und vielen weiteren Virtual Reality Headsets befinden wir uns in einer ganz anderen Welt. Unangenehm wird das nur, wenn wir immer noch in einer heilen Welt umherwandern, während wir von Zombies umzingelt werden. Das berüchtigte „Game Over!“ kommt mit den Beißern schneller als wir es erwarten.

4. Wir verlernen das Autofahren. Fehlende Sicherheitstrainings und gering ausgeprägte Fahrpraxis können für Defizite im Straßenverkehr sorgen. Durch die Nutzung von autonomen Fahrzeugen sinkt das Selbstbewusstein von vielen Autofahrern. Sobald wir uns in diesen autonomen Autos bewegen, werden sie schnell zur Falle. Die intelligenten Erkennungssysteme leiten das Fahrzeug zur Notbremsung an, sobald Zombies den Weg kreuzen. Anstatt diese unerwünschten Verkehrsteilnehmer in hohem Tempo zu überfahren, können die Beißer das Auto belagern und die Insassen fressen.

5. Wir verzichten auf echte Schlüssel. Sobald digitale Türschlösser sich nicht schnell genug öffnen lassen, wird es mit den Beißern im Nacken schnell unangenehm. Dann helfen weder Fingerabdrücke noch Pincodes. Setzt sich überdies der Trend von Carsharing weiter durch, können viele Fahrzeuge nicht mehr der Flucht dienen. Sobald Autos nur noch mit dem Smartphone geöffnet werden können, aber die Infrastruktur über das Mobile Internet versagt, bleiben die Fahrzeugtüren dauerhaft versperrt. Gleiches gilt für das Verschließen der digitalen Türen, so dass Zombies ungehindert in die offenen Räume eindringen können.

6. Wir sind süchtig nach Selfies. Der Geltungsdrang nach Aufmerksamkeit lässt uns schnell das Smartphone zücken. Jedoch wird das lustige Instagram-Foto oder der kleine Snap zusammen mit einem Zombie schnell zur akuten Gefahr. Die unmittelbare Folge, sobald ein Streuner auf kurze Distanz uns erwischt: Der grausame Tod durch Biss in die Schulter. Übrigens wird dieses ruhmreiche Foto aufgrund der Pandemie-Effekte ziemlich wenigen Menschen gefallen.

7. Wir sind Opfer. Wir haben verlernt, uns in einer Welt zurecht zu finden, in der absolutes Chaos regiert und Sicherheit nicht existiert. Hoffen wir einfach, dass Zombies niemals von der Fiktion in die Realität überwechseln können. Die digitale Technologie unterstützt uns im Alltag, aber in gefährlichen Situationen können gewisse Nachteile entstehen. Die Zombies würden es uns nicht übel nehmen, wenn wir in eine digitale Abhängigkeit abgleiten. Ein wenig digitaler Detox kann also helfen, das Leben zu leben – bevor man selbst zu einem digitalen Zombie mutiert. :)

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Mike Schnoor ist Senior Partner von Guts & Glory, der Manufaktur für die Digitalisierung von Marken, Unternehmen und Institutionen. Als Berater sorgt er dafür, dass Unternehmen sich im digitalen Wettbewerb hinsichtlich Kommunikation, Prozesse, Kreation und Social Media richtig positionieren können. Seine beruflichen Schwerpunkte liegen in der Digitalen Transformation, Kommunikation, Digital Strategy, Marketing, Public Relations und Social Media. Auf seinem persönlichen Blog mikeschnoor.com und im Magazin #DigiBuzz veröffentlicht er verschiedene Fachartikel zu seinem Themenportfolio. Folge @MikeSchnoor bei Twitter!

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