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McDonalds wird grün – nur nicht ganz grün?

Marketing, Public Relations

Blutig, saftig, fleischig, lecker – und umweltbewusst? Niemand geringeres als die Fastfood-Kette „McDonalds“ kündigt heute die Veränderung seiner Farbgebung an. Die so genannten „Golden Archers“ bleiben erhalten. Doch zukünftig verabschiedet man sich von dem prägnanten Rot, dafür soll Grün eine dominante Farbe für die Fastfood-Restaurants werden. Diese Meldung machte heute schon sehr früh die Runde, als die Financial Times einen Artikel dazu veröffentlichte.

Schnell kam das Lauffeuer bei Twitter auf. Der Burgerriese McDonalds wird grün. Das Logo wird verändert? Ein solcher Sprungwechsel, ein Bekenntnis für die Umwelt und ein wenig mehr Nachhaltigkeit, irritiert die Massen und beflügelt sie zugleich. Doch es ist nicht das eigentliche Logo, das im Zuge der Neupositionierung der Marke verändert wird, sondern das äußere Erscheinungsbild der Fastfood-Restaurants. Einzig und allein deutet die Überschrift des FTD-Artikels auf ein neues Logo, inhaltlich dreht sich aber im Text alles um die Gebäudefassade. Anstatt das Logo auf einem quietschgrünen Hintergrund einzusetzen, wie Michael Friedrichs es für seinen Artikel Green Fastfood eigenhändisch entworfen hat, wird die Restaurantkette McDonalds also nur den Anstrich anpassen – und ein wenig mehr grüne Farbe und vielleicht noch ein paar Pflanzen im Innenraum platzieren. Oder vielleicht doch eine grundlegende Veränderung? Der Fotobeweis kommt von @heiko – was für ein Spiel mit den Nerven, der Burgerriese wirkt so grün!

mcd green

Wer also hofft, dass sich das Traditionsunternehmen aus USA gänzlich vom Rot verabschieden wird, muss vielleicht doch nicht enttäuscht werden. Aber das McDonalds-Logo selbst ist seit geraumer Zeit freigestellt und nicht mehr an einen roten Hintergrund gebunden. Ob sich die grüne Optik der Restaurants auf die Markentreue der Kunden auswirkt, bleibt wirklich abzuwarten. Immerhin hat die alte Weisheit hier noch bestand: Wenn eine Marke sich von einem Logo verabschiedet oder gravierende Änderungen an seinem Markenauftritt vornimmt, kommt über kurz oder lang in die Presse. Bei globalen Marken ist dieser Weg der PR immer ein sicheres Mittel, um genügend öffentlichkeitswirksame Aufmerksamkeit zu generieren.

Wichtig zu guter Letzt ist aber immer noch der gesunde Menschenverstand. Trotz aller Völlerei, auch vor der Weihnachtszeit, sollte der Konsum von Fastfood nur eingeschränkt stattfinden und nicht den Hauptbestandteil der täglichen Ernährung bilden. Darauf einen Burger!? :)

23. November 2009/von Mike Schnoor
Schlagworte: Fastfood, Kommunikation, Marken, Markentreue, McDonalds, PR, Unternehmen
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo-1.webp Mike Schnoor2009-11-23 13:21:332013-11-20 07:52:28McDonalds wird grün – nur nicht ganz grün?
10 Kommentare
  1. Mike M Pohle sagte:
    23. November 2009 um 13:32

    Das finde ich ja mal eine richtige Schnappsidee… Ich wette, in späteastens einem Jahr gibt’s dann wieder „Classic McDonalds“ in Rot. Man erinnert sich evtl. noch an die Rezepuränderung bei Coca Cola in den 80ern…

  2. Drachenpost sagte:
    24. November 2009 um 14:23

    Ja und aus Raider wurde Twix, womit ich in etwa mein Alter oute… eine Generation nach mir, weiß kein Mensch mehr was Raider war, von daher könnte der Fastfootriese sogar damit durchkommen und werbewirksam ist so etwas allemal.

    Herr Schnoor, ich bin dabei @ darauf einen Burger…aber bitte nicht in schwarz/rot/ grün ;)

  3. Vervoort M. sagte:
    24. November 2009 um 18:16

    Greenwashing nennt man das. In der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsvolles Image vorgaukeln.
    Wers glaubt…. Niedriglöhne und Massenproduktion ohne Rücksicht auf Natur und Umwelt das ist leider die realität!
    Guten Apetit!……

  4. Kulalu sagte:
    29. November 2009 um 17:37

    Egal welche Unternehmensfarbe McD auch hat, für mich ist McD Sinnbild für Burger und Fastfood ob nun Grün, Rot oder Lila den Hintergrund des goldenen M ziert.

  5. Frank sagte:
    30. November 2009 um 17:43

    Erstmal abwarten, was sich dann tatsächlich ändert. Dass die roten Verpackungen grün werden, glaube ich nicht. Dass McDo dem Clown einen grünen Mund schminkt, glaube ich auch nicht. Und dass das gelbe M künftig auf einem grünen Hintergrund werben wird, glaube ich auch nicht; dafür ist das grün einfach nicht signalig genug, da würden die Merchants der Zentrale einfach die Bude einrennen…

  6. Andre sagte:
    2. Dezember 2009 um 14:33

    Das neue Logo erinnert mich irgendwie an BP :)

  7. Lisa sagte:
    12. Januar 2010 um 10:00

    Bin auch sehr gespannt, ob Mc Donalds die Farbe grün auf Dauer halten wird. Auch wenn der Gedanke der dahinter steckt kein schlechter ist, aber die „alten“ Farben sind doch irgendwie ein Wiedererkennungswert für Mc Donalds. Aber ich lasse mich gerne einmal überraschen.

  8. Fritz S. sagte:
    23. Januar 2010 um 16:44

    Finde am besten, dass McDonalds mit gutem und gesundem Essen Werbung macht. Meiner Meinung nach sollte man diesen Konzern nicht unterstützen. Ich denke mir jedesmal beim shoppen, wie können bitte Leute mit Gewichtproblemen noch zum McDonalds gehen und sich da satt essen.

Trackbacks & Pingbacks

  1. McDonald’s wird grün | naturgetr.eu sagt:
    23. November 2009 um 15:41 Uhr

    […] will zugleich mit dieser nurmehr farblichen Veränderung auch gleich eine Neuorientierung hin zum Umweltschutz ausdrücken, bzw, wie es die Financial Times […]

  2. McDonalds wird grün sagt:
    23. November 2009 um 13:48 Uhr

    […] Die “Golden Archers” bleiben der liebsten Restaurantkette der Deutschen erhalten aber das prägnante Rot muss einem saftigen, umweltbewussten und gesunden Grün weichen, prognostiziert der Sichelputzer… […]

Kommentare sind deaktiviert.

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