Mike Schnoor
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Twitpocalypse am 15. Juni 2009?

Marketing, Public Relations

Nur noch wenige Stunden und wir alle stehen vor einer Wiederholung des berühmten Y2K-Bugs. Die mysteriöse „Twitpocalypse“ deutet darauf hin, dass die individuelle Identifikation für jeden einzelnen Tweet, der bei Twitter rausgejagt wird, sich bei 2,147,483,647 Tweets maximiert. Hilfe, wir werden alle untergehen, wenn unser geliebtes Nummer Eins Tool für Microblogging (oder wie ich es gerne als Social Chat Programm bezeichne) den Geist aufgibt.

Aber alles halb so wild. Sehen wir es aus technischer Sicht, ist dies meiner Meinung nach absoluter Blödsinn. Das klassisch verwendete Integer-Maß ist doch mittlerweile für solche unglaublich datenlastigen Anwendungen wie Twitter einfach out-of-date. Schon der Int64 bringt es auf 9.223.372.036.854.775.807 maximale Werte im „signed“-Bereich, und im „unsigned“-Bereich sogar 18.446.744.073.709.551.615 – der Int128 bringt es sogar auf einen Wertebereich von stolzen 1,70141*1038, falls eine 128-Bit Technologie im Einsatz wäre, was wiederum sehr teuer ist. Bis wir das aber alles durchtweeten, ist Twitter schon verkauft und nicht mehr gehyped – so in zwei oder drei Jahren mit exponentiellem Wachstum und dem wilden Treiben von Social Media Spammern. :)

Mir scheint, das diese Twitpocalypse nur eine ziemlich clevere Werbeaktion für die iPhone Applikation von wherecloud namens „Reportage“ ist – aber mehr auch nicht.

11. Juni 2009/von Mike Schnoor
Schlagworte: Applikation, iPhone, Microblogging, Twitpocalypse, Twitter, wherecloud
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2009-06-11 09:57:202013-11-20 07:56:26Twitpocalypse am 15. Juni 2009?
3 Kommentare
  1. Johannes Müller sagte:
    12. Juni 2009 um 09:24

    Sie scheinen deinen Blog zu lesen. Die Werbung ist weg ;)

  2. Diablo sagte:
    15. Juni 2009 um 00:15

    Einfach unsinnig … selbst wenn nur 1/3 der maximalen Zahl erwartet wird, nutzt man schon mehr als nur Integer.

    Es steht doch eh alles in Datenbanken …

  3. Mo sagte:
    25. Juni 2009 um 07:05

    Würde ich so nicht unterschreiben. Gibt einige Systeme wo die Länge eines Integers sich nicht automatisch ändert. Betroffen ist zum Beispiel Java. Hier müsste man schon explizit einen neuen Datentyp verwenden, um 64bit Integer zu bekommen. Auch gewisse Skriptsprachen, wie PHP haben hier Probleme. In dem Fall allerdings erst ab der doppelten Größe. Normalerweise kann man in Skriptsprachen aber unendlich große Integer verwalten. (So in Ruby, Python, …)

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Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

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