Mike Schnoor
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Real Life Twitter

Microblogging

Wie würde es aussehen, wenn wir unser ganzes Getue und Gehabe von Twitter im echten Leben auf der Straße zeigen würden? CollegeHumor zeigt’s uns allen mit Real Life Twitter (via @Ibo)!

30. April 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2009-04-30 09:15:462018-05-21 14:38:39Real Life Twitter

Pessimismusdebatte vs. 1000 Zeichen Hoffnung

Blogkultur, Leben

1000 Zeichen Hoffnung – das verlangt Olaf Kolbrück im Blog der Horizont in seiner jüngsten Blogparade. In Zeiten der Wirtschaftskrise, steigenden Arbeitslosenzahlen, neuen Entlassungen, Einstellungen von Medien sowohl im Netz (medienlese.com) als auch im klassischen Printgeschäft – irgendwie tut es gut zu wissen, dass man sich auch mit dem Positiven des Lebens beschäftigen kann. Beschäftigen wir uns also einmal damit. Für 1000 Zeichen:

Mein Leben verändert sich, es passieren so viele Dinge, dass es mich immer stärker fasziniert, einfach etwas anderes zu unternehmen. Diese Wochen konnte ich kaum Muße finden, in meinem Blog überhaupt etwas zu veröffentlichen. Doch all die Zeit, die ich ohne das Internet und die ganze Thematik rund um Social Media verbringen konnte, wußte ich zu schätzen. Familie, Leben, Natur – ein wenig Freiheit in der gesellschaftlichen Misere, in der sich Deutschland befindet. Ein wenig Natürlichkeit, etwas positivere Gedanken und die nötige Portion Spaß gehören einfach dazu. Seit 2003 blogge ich, während andere erst jetzt ihr Potential im Netz entdecken. Seit über einem Jahr bin ich stolzer Vater und glücklich verheiratet mit meiner lieben Ehefrau, während viele meiner Bekannten keinen blassen Schimmer von diesen Herausforderungen an das Leben haben. Ich genieße es. Ohne darin zu schwelgen und zu schwärmen. Kein Projekt, kein Kunde, kein Erfolg ist so unglaublich wertvoll wie das persönliche Glück.

Das waren sie, meine 1000 Zeichen Hoffnung in Zeiten der weltweiten Krise, in der sich eigentlich jeder von uns befindet. Man sollte nachdenken darüber, was einem wertvoll und wichtig ist. Vielleicht verbreiten meine Leser etwas davon in ihrem Blog, oder machen bei Olaf’s Blogparade mit. Was ist euer „Gute-Laune-Dopamin“?

29. April 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2009-04-29 21:15:362026-06-07 20:05:37Pessimismusdebatte vs. 1000 Zeichen Hoffnung

Inhaftierung von John Ziegler

Medien, Politik

John Ziegler, ein für Freiheitsrechte eintretender US-amerikanischer Autor, wurde von Sicherheitsmännern verhaftet, weil er vor einem Konferenzgebäude ein paar (unangenehme) Fragen stellte. Nahezu die gesamte Handlung wurde aufgezeichnet und dokumentiert eindrucksvoll, dass Journalismus wohl in den USA mittlerweile verpöhnt ist.

John Ziegler went to USC to witness and ask questions about Katie Couric getting the Walter Cronkite journalism award for her interview of Sarah Palin. He intended to also give away copies of his film but was literally prevented from doing so. He did not go there hoping for or expecting any sort of confrontation, especially with law enforcement. He was simply shocked and horrified by what happened there, as should every freedom loving American. He did absolutely nothing wrong and was handcuffed, detained and literally abused by law enforcement at the event. The video speaks for itself, John will have plenty to say about this very disturbing episode. This video was shot and edited by Orange County Films. John Ziegler was not involved the the production or editing of this video in any way.

Das Video Ziegler Arrest ist ein gutes Beispiel dafür, womit die Vertreter der Meinungsfreiheit -und vor allem der Pressefreiheit- in unserer modernen Gesellschaft rechnen müssen: mit starken Einschnitten und Unverständnis. Immerhin durfte John Ziegler kurz danach wieder sich frei bewegen, zumindest weit ab des Konferenzgebäudes.

17. April 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2009-04-17 11:38:342026-06-06 11:42:29Inhaftierung von John Ziegler

Kampagnenmaschinerie #Zensursula

Politik

Ich habe mich bisher nicht zu dem Thema in meinem Blog geäußert. Vielmehr habe ich auf Twitter des öfterenmeine Meinung kund getan, und es ist sicherlich erkenntlich, dass ich durchaus Bedenken gegen die „Internet-Zensur“ und die Bestrebungen von Ursula von der Leyen habe. Dennoch ist es an der Zeit, auf die „#Zensursula“ Kampagne hinzuweisen. Dass die „Zensur“ im Kampf gegen Kinderpornographie im Prinzip nur die Einstiegsbarrieren für die Perverslinge der Gesellschaft erhöht, aber keinen effektiven Schutz gegenüber den betroffenen Opfern darstellt, ist eigentlich jedem klar – nur das ist den ausführenden Organen wiederum egal, wenn es um Propaganda geht. Kein Wunder also, dass Missbrauchsopfer gegen die Internet-Zensur sind. Das sollte man nicht unter dem Schlagwort „Bedenkenträger“ eintüten und kategorisieren. Nun frage ich mich nur noch, wie die Protestaktion bzw. der Besuch bei #Zensursula in Berlin ablief…

17. April 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2009-04-17 11:12:312013-11-20 07:51:29Kampagnenmaschinerie #Zensursula

Kinder an die Macht! Eltern macht Medien!

Leben, Medien

Sehen wir doch mal der Realität ins Auge. Wir bauschen unser Töchterchen nicht in Watte. Ich sehe es vielerorts, wo die Kinder verhätschelt und vertätschelt werden, nahezu keine Freiheiten haben und auch mal ein blauer Fleck oder eine Schramme gleich mit dem Weg in die Notfallklinik belohnt wird. Schon oft haben wir auf dem Kinderspielplatz die kleinen Heulsusen gesehen, die wegen ein bisschen Sand im Schuh zu ihren Eltern rannten. Andere Eltern sind sehr irritiert, wenn unsere Tochter den Sand vom Spielplatz in den Mund nimmt. Klar, das ist dreckig, aber es härtet ab. Wir leben ja nicht in einer „Sagrotan-Gesellschaft“. Wie informieren sich andere Eltern heutzutage über das, was Kinder so treiben? Na klar, sie wälzen ziemlich viele Bücher von Fachautoren oder informieren sich in Zeitschriften. Ein aktuelles Beispiel für Elternmagazine ist Nido.

Nido, das neue Magazin für junge Eltern mit kleinen Kindern. Nido ist ein General-Interest-Magazin, das moderne Eltern mit vielfältigen Themen zeitgemäß anspricht. Das Magazin nimmt die Leserinnen und Leser über die Vater-/Mutterrolle hinaus ernst und beleuchtet die Welt aus einer neuen Perspektive

Thematisch dreht sich bei Nido laut eigener Aussage alles um die Bedürfnisse der Eltern, was komischerweise das Themenspektrum von Pop bis Politik, von Mode, Reise, Inneneinrichtung bis hin zu Psychologie und Sex umfasst. Kurz präzisiert beinhaltet der neue Titel im Portfolio von Gruner+Jahr eine Ladung Artikel zu „Gesellschaft“, „Psychologie“, „Reise & Kochen“, „Wirtschaft & Geld“ sowie „Mode & Produkte“.

Die Frage ist jedoch – brauchen wir das? Redaktionell aufbereitete Texte? Ist das noch in der heutigen Zeit von Social Media noch angebracht? Ich kenne viele junge Väter und Mütter, die großteils als „Urbane Eltern“ durchgehen. Alles in allem vereint uns mittlerweile der Medienkonsum über das Internet. In der Zeit des großen Zeitschriften- und Zeitungssterbens durch die Selbstentwertung der Titel komme ich mir da ein wenig veralbert vor. Man denke nur an alterwürdige Printtitel wie die Rocky Mountain News, Tomorrow, oder die Amica – der Markt konsolidiert sich und man muss Abstriche in der Verlagslandschaft hinnehmen. Wie passt der neue Printtitel da nur ins Schema?

Kinder brauchen Freiheit. Die Eltern brauchen die Freiheit, und wir nutzen sie auch: Wir machen Medien!

Liebe Verleger, bitte geht doch den Weg des Blogs mit innovativen Konzepten. Printtiel ist schön und gut, aber das Blog bietet doch einfach mehr als nur Lesekonsum. Junge, urbane Eltern wie wir sind doch alles andere als daran interessiert, sich eine Zeitschrift in unserer schnellebigen Zeit zu ergattern. Information muss effizient und schnell herüber kommen. Klappt das auch mit euch? Dann, so sei mir gestattet ein wenig Eigeninitiative zu liefern, möchte ich auf das publizistische Angebot meiner Frau hinweisen: In recht regelmäßigen Abständen veröffentlicht sie unter joombee.com diverse Blogartikel zum Thema Kind und Eltern. Schaut rein, bleibt dem Internet treu! Die Social Media Revoluzzer kommen nämlich! Ich glaube, ich bin mit der Meinung auch nicht alleine… :)

16. April 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2009-04-16 20:28:472026-06-07 20:05:45Kinder an die Macht! Eltern macht Medien!

myON-ID: Personalmeldung mal ganz anders!

Public Relations

Personalmeldungen sind was feines, wenn man sich mit neuen Mitarbeitern im Team rühmen kann. Doch wie geht man vor, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt? Es gibt zwei generelle Möglichkeiten: Entweder man trennt sich öffentlich, oder man schweigt sich zu dem Thema aus.

Doch was sich heute im Blog bei myON-ID oder im Twitter-Account des Unternehmens so liest, kann meiner Meinung nach gar keine positive Stimmung verbreiten. Öffentlich trennt sich die Online-Plattform, die ihres Zeichens ein Spezialist für „Online Reputation und Identity Management“ ist, von einem Mitarbeiter – und zwar überhaupt nicht in der Form, wie man es sich von einem Spezialisten für „Online Reputation“ wünscht:

myON-ID beendet mit sofortiger Wirkung jegliche Zusammenarbeit mit Sebastian K***.
Christian S*** führt die Tätigkeiten im Bereich OpenWeb fort.
Die myON-ID Geschäftsführung

Drei Zeilen? Das ist doch nicht PR. Das ist doch nicht öffentlichkeitswirksam. Das ist ziemlicher Bockmist. Personalmeldungen sind nicht dazu da, um jemanden öffentlich zu diskreditieren. Den Namen des Betroffenen habe ich bewusst in meinem Blog geschwärzt. Und das ist genau hier der Fall. Wenn man sich trennt, erfolgt dies einvernehmlich oder aus betriebswirtschaftlichen Gründen. Wie auch immer der Personalabbau erfolgt, ich habe selten solche dreisten Dreizeiler gelesen. Personalmeldungen mal ganz anders. Ja, so kann es auch gehen. Ziemlich daneben.

Die Blogosphäre reagiert entsprechend bei Christoph Salzig, Till Aichinger, Bernhard Jodeleit, Failersuche, Oliver Berger, iForia und Parkrocker – und bei Twitter oder bei Rivva kann man nahezu live mitverfolgen, dass das Social Web zumindest im Moment nicht von dem Vorfall fasziniert ist.

Nachtrag:
Ich habe heute noch mit Mario Grobholz, Geschäftsführer von myON-ID, über das Thema telefoniert. Ich verstehe mittlerweile die Hintergründe des besagten Blogeintrags, möchte jedoch dieses Thema damit beruhen lassen. Kommunikation im Zeitalter von Social Media ist eine Herausforderung für jeden – ob PRler, Geschäftsführer oder Mitarbeiter – wir alle stecken letztendlich in einem Boot. Dieses Beispiel sollte für andere lehrreich sein, die Fehler nicht zu wiederholen.

7. April 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2009-04-07 17:02:372013-11-20 07:49:10myON-ID: Personalmeldung mal ganz anders!

Blogs – Das Guckloch auf dunkle Machenschaften

Blogkultur

Weblogs sind seit gut fünf Jahren das Traumthema der Prosumenten. Wir lieben es zu publizieren, in voller Länge unseren Senf in die Welt zu streuen, über ein Thema oder gar manche Persönlichkeit abzulästern und hoffentlich ungeschoren davon zu kommen. Sehen wir von den Abmahnungen ab, mit denen sich manche Blogger konfrontiert sehen, ist die Blogosphäre in Deutschland ziemlich gut aufgestellt in Sachen „Schwatzverhalten„. Klatsch und Tratsch treffen auf sich selbst, Expertise und Fachwissen buhlen um die Gunst der wenigen tausend interessierten Leser. Doch lassen wir zweiteres lieber außen vor und fühlen uns wie eine Klatschbase. Was macht man dann? Na klar, man ist auf der Suche nach einem Thema. Me2, ich auch. Alle Welt liest mit!

Woher stammen die Themen, die Blogger des öfteren aufgreifen? Nahezu regelmäßig stammt das Besprochene aus den Themengebieten Medien, Kommunikation und Marketing, Internet und Technologie, Start-ups und Web 2.0, mittlerweile auch Social Media, Wirtschaft, Leben und Netzkultur, Recht, Wissen und natürlich auch Politik. Eigentlich braucht man ja nur bei Rivva vorbeischauen und man erkennt sofort, was Deutschlands Blogger beschäftigt. Heute dreht sich alles um Anwaltsgebahren rund um eine Atomgegner-Aktion, eine wundervolle Mitarbeiterkontrolle bei Lidl, die vielleicht der Gema den Tod bringende Kultur-Flatrate, die Poken-Dinger zum drahtlosen Kontakt-Striptease, eine Bloggeranalyse (manche Blogger tragen wirklich Unterhosen), die „shit happens“ (so liest sich das nämlich auf den Bannern) Blogger-Konferenz namens re:publica und natürlich der bevorstehende Relaunch vom BILDBlog.

Hurra – Deutschland’s Blogger gehen auf wie Hefeklöße in der Virtualität des Lebens. Wer die Themen liefert ist ganz klar definiert: Wiederum Medien und natürlich andere Blogs, schließlich berichten wir Blogger über uns selbst am liebsten, wir kleinen vernarrten Blogger. Selbstverliebtheit ist unser aller Trumpf. Doch vorrangig kommen die Themen aus der Medienlandschaft oder zumindest etwas, worüber man ablästern kann. Da sind wir wieder groß, als gewollte fünfte Macht im Staate allen vorzugeben, was wirklich Sache ist. Alles in allem sind Blogs doch nur dunkle Machenschaften. Ein Guckloch in das Leben eines anderen Menschen. Die freie Wahloption der blasphemischen Kritik.

Mittlerweile nutze ich Blogs nur noch, um längere Artikel zu schreiben, wenn mir danach Lust ist. Einen Zwang, wie manche Zeitgenossen denken möchten, sehe ich im Bloggen kaum noch. Früher war ich Feuer und Flamme, ein kleines Thema groß rauszubringen oder mit den Medien um die Wette zu buhlen. Doch was bringt es? Nichts – nur ein paar neue Seiten für die Indizierung in Google sowie eine extra Werbefläche durch die einzelne Artikelansicht. Gewürzt mit etwas egomanischer Natur kommt am Ende das heraus, was man hier liest. Amüsante Anekdoten des Lebens. Mehr auch nicht. Klatsch und Tratsch ist schließlich des Bloggers liebstes Ziehkind. Und das haben wir doch alle gern, nicht wahr? Ach, damit wir uns klar verstehen: Wer ganz oben etwas von „Schwanzverhalten“ las, sollte sich lieber an die eigene Nase fassen. Pfui! :)

5. April 2009/von Mike Schnoor
https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp 0 0 Mike Schnoor https://mikeschnoor.com/upload/2026/06/mikeschnoor-logo.webp Mike Schnoor2009-04-05 19:51:412013-11-20 07:51:47Blogs – Das Guckloch auf dunkle Machenschaften

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Mike Schnoor ist Head of Marketing bei kernpunkt und arbeitet seit über 25 Jahren in der Digitalbranche. Dieses Blogarchiv bündelt ältere Beiträge zu Digitalisierung, Marketing, Kommunikation und Digitalwirtschaft. Aktuelle Inhalte erscheinen vor allem auf LinkedIn und im kernpunkt Magazin.

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