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	<title>Kommentare zu: T-Home wirbt mit Marcel Reich-Ranicki</title>
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	<description>Social Media, Public Relations, Marketing, Kommunikation und Medien aus Köln</description>
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		<title>Von: Georg Fries</title>
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		<dc:creator>Georg Fries</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 10:07:02 +0000</pubDate>
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		<description>Ich wusste nichts von der Werbung, danke f&#252;r den Hinweis. Reich-Ranickis Auftritt ist zwiesp&#228;ltig - sch&#246;n, dass er solche j&#228;mmerlichen shows nicht ertr&#228;gt. Aber in unseren Zeiten gen&#252;gt ein zu harter Sessel (die damals grade um die 40 Jahre alte Ina Hartwig von der Frankfurter Rundschau hat sich beim Bachmann-Wettlesen in Klagenfurt auch schon &#252;ber die &quot;zu harten St&#252;hle&quot; beschwert - Sorgen haben Leute um 40 heute ;-) bereits zu einer kleinen Br&#252;llerei. Reich-Ranicki hat allerlei andere Preise dieser Art gerne angenommen. 
Das Dilemma ist, dass wir uns alle an ein j&#228;mmerliches postmodernes Mediengebr&#252;ll gew&#246;hnt haben. Es ist f&#252;r &quot;Profis&quot; eben gerade *kein* Widerspruch, gegen das schlechte Niveau von Privatsendern etc. zu schimpfen, und peinliche Werbung zu machen, die dem Zornesausbruch v&#246;llig widerspricht. &quot;Ich inszeniere mich eben t&#228;glich neu&quot;, fl&#246;tet man dann... Und wenn Marcel Reich-Ranicki selbst das nicht sagt - er ist nicht mit diesem Kulturwissenschafts-Unsinn gross geworden, er hatte unbeschreibliche, grauenvolle Jahre erlebt - dann sagen es halt die Kommentatoren in den Feuilletons. Lesen Sie mal... Kleines Beispiel von Harry Nutt, auch er aus der Frankfurter Rundschau: vor Jahren riet er der ARD, mehr unterhaltende Koch-Sendungen oder dergleichen zu machen... Er forderte also Senkung des schon recht &#228;rmlichen Niveaus in seinen &quot;medienkritischen&quot; Beitr&#228;gen. 

Nein, das Niveau in den Feuilletons ist insgesamt nicht h&#246;her als das der Fernsehsendungen (wir haben immer noch herausragende Beitr&#228;ge in den dritten Programmen, beispielsweise.)  Man hat eher den Eindruck, es herrsche eine grosse Langeweile - also nudelt man im Zweiwochentakt die Themen runter, und verliert jedes Gef&#252;hl f&#252;r die Wichtigkeit der Beit&#228;ge. Finanzkrise, oder die Heirat von Hurlefinz mit DJ Brambo-Yo, dann Ackermann/Sodann, dann Kochrezepte der Reichen - alles doch &quot;irgendwie fashion, oder?&quot;. Dieser &quot;ironisch&quot; genannte Stil, (&quot;cool sein heisst - nichts wichtig nehmen&quot;) ist nun schon mindestens 15-20 Jahre alt. Reich-Ranicki ist - zu meinem Bedauern -  nicht als Kritiker dieser n&#228;selnden, gelangweilten Leute aufgefallen. Deshalb bleibt sein Zornesausbruch zwiesp&#228;ltig, und mit der absurden Werbung passt er gradezu ins Bild. 
Trotzdem, wer weiss, vielleicht nehmen einige ihn ja ernst. Gottschalk wiederum stimme ich in seiner Kritik der sogenannten &quot;Edlen&quot; zu. Die selbsternannte Elite der &quot;art-scenes&quot; ist sicher nicht das, was die Welt in irgendetwas besser machen w&#252;rde. Eitelkeit &#252;ber alle Massen bei den &quot;art-scenes&quot; grad so wie im Fernsehbrei, und &#252;berall ab und zu einmal ein paar menschlichere Gesichter.  Auf genau die Personen wird dann vorzugsweise gedroschen, nicht nur, aber oft, von Harald Schmidt. Wer hat nicht drei Millionen mal &quot;Gutmensch&quot; geh&#246;rt, in den letzten Jahren?  
Wie w&#252;rden die Kritiker &#252;brigens Schmidt, diesen ehrgeizzerfressenen Zyniker, einordnen? Wurde der von Reich-Ranicki mitkritisiert, als Fernsehgrinser?  Oder geh&#246;rt der zu der &#228;dlen Kultur, die angeblich fehlt, zum selbsternannten &quot;ironischen dazwischen&quot;? In Schmidt haben ganze Kultursparten ihren Hass und Geifer &#252;ber Jahre ausgelebt, und gl&#228;ubig bei Sat1 und in der ARD - Fernsehen geschaut. Aber - wir inszenieren uns ja auch immer mal wieder neu :-).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wusste nichts von der Werbung, danke f&#252;r den Hinweis. Reich-Ranickis Auftritt ist zwiesp&#228;ltig &#8211; sch&#246;n, dass er solche j&#228;mmerlichen shows nicht ertr&#228;gt. Aber in unseren Zeiten gen&#252;gt ein zu harter Sessel (die damals grade um die 40 Jahre alte Ina Hartwig von der Frankfurter Rundschau hat sich beim Bachmann-Wettlesen in Klagenfurt auch schon &#252;ber die &#8220;zu harten St&#252;hle&#8221; beschwert &#8211; Sorgen haben Leute um 40 heute ;-) bereits zu einer kleinen Br&#252;llerei. Reich-Ranicki hat allerlei andere Preise dieser Art gerne angenommen.<br />
Das Dilemma ist, dass wir uns alle an ein j&#228;mmerliches postmodernes Mediengebr&#252;ll gew&#246;hnt haben. Es ist f&#252;r &#8220;Profis&#8221; eben gerade *kein* Widerspruch, gegen das schlechte Niveau von Privatsendern etc. zu schimpfen, und peinliche Werbung zu machen, die dem Zornesausbruch v&#246;llig widerspricht. &#8220;Ich inszeniere mich eben t&#228;glich neu&#8221;, fl&#246;tet man dann&#8230; Und wenn Marcel Reich-Ranicki selbst das nicht sagt &#8211; er ist nicht mit diesem Kulturwissenschafts-Unsinn gross geworden, er hatte unbeschreibliche, grauenvolle Jahre erlebt &#8211; dann sagen es halt die Kommentatoren in den Feuilletons. Lesen Sie mal&#8230; Kleines Beispiel von Harry Nutt, auch er aus der Frankfurter Rundschau: vor Jahren riet er der ARD, mehr unterhaltende Koch-Sendungen oder dergleichen zu machen&#8230; Er forderte also Senkung des schon recht &#228;rmlichen Niveaus in seinen &#8220;medienkritischen&#8221; Beitr&#228;gen. </p>
<p>Nein, das Niveau in den Feuilletons ist insgesamt nicht h&#246;her als das der Fernsehsendungen (wir haben immer noch herausragende Beitr&#228;ge in den dritten Programmen, beispielsweise.)  Man hat eher den Eindruck, es herrsche eine grosse Langeweile &#8211; also nudelt man im Zweiwochentakt die Themen runter, und verliert jedes Gef&#252;hl f&#252;r die Wichtigkeit der Beit&#228;ge. Finanzkrise, oder die Heirat von Hurlefinz mit DJ Brambo-Yo, dann Ackermann/Sodann, dann Kochrezepte der Reichen &#8211; alles doch &#8220;irgendwie fashion, oder?&#8221;. Dieser &#8220;ironisch&#8221; genannte Stil, (&#8220;cool sein heisst &#8211; nichts wichtig nehmen&#8221;) ist nun schon mindestens 15-20 Jahre alt. Reich-Ranicki ist &#8211; zu meinem Bedauern &#8211;  nicht als Kritiker dieser n&#228;selnden, gelangweilten Leute aufgefallen. Deshalb bleibt sein Zornesausbruch zwiesp&#228;ltig, und mit der absurden Werbung passt er gradezu ins Bild.<br />
Trotzdem, wer weiss, vielleicht nehmen einige ihn ja ernst. Gottschalk wiederum stimme ich in seiner Kritik der sogenannten &#8220;Edlen&#8221; zu. Die selbsternannte Elite der &#8220;art-scenes&#8221; ist sicher nicht das, was die Welt in irgendetwas besser machen w&#252;rde. Eitelkeit &#252;ber alle Massen bei den &#8220;art-scenes&#8221; grad so wie im Fernsehbrei, und &#252;berall ab und zu einmal ein paar menschlichere Gesichter.  Auf genau die Personen wird dann vorzugsweise gedroschen, nicht nur, aber oft, von Harald Schmidt. Wer hat nicht drei Millionen mal &#8220;Gutmensch&#8221; geh&#246;rt, in den letzten Jahren?<br />
Wie w&#252;rden die Kritiker &#252;brigens Schmidt, diesen ehrgeizzerfressenen Zyniker, einordnen? Wurde der von Reich-Ranicki mitkritisiert, als Fernsehgrinser?  Oder geh&#246;rt der zu der &#228;dlen Kultur, die angeblich fehlt, zum selbsternannten &#8220;ironischen dazwischen&#8221;? In Schmidt haben ganze Kultursparten ihren Hass und Geifer &#252;ber Jahre ausgelebt, und gl&#228;ubig bei Sat1 und in der ARD &#8211; Fernsehen geschaut. Aber &#8211; wir inszenieren uns ja auch immer mal wieder neu :-).</p>
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		<title>Von: ilikestretching</title>
		<link>http://mikeschnoor.com/2008/10/20/t-home-wirbt-mit-marcel-reich-ranicki/comment-page-1/#comment-171017</link>
		<dc:creator>ilikestretching</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 09:47:07 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Ranicki schaut jetzt fern...&lt;/strong&gt;

Einen Welt brach zusammen als der kleine Marcel erfuhr, dass er drei strategisch gut platzierte &quot;R&quot; in seinem Name trug
Und zwar mit den intellektuellen netten Menschen von RTL. Verwurschtet Gesendet wurde das Interview als H&#246;hepunkt der ext...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ranicki schaut jetzt fern&#8230;</strong></p>
<p>Einen Welt brach zusammen als der kleine Marcel erfuhr, dass er drei strategisch gut platzierte &quot;R&quot; in seinem Name trug<br />
Und zwar mit den intellektuellen netten Menschen von RTL. Verwurschtet Gesendet wurde das Interview als H&#246;hepunkt der ext&#8230;</p>
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