Wir lieben es, wir hassen es, wir machen es doch 24-7 am Tag: Twittern! Nahezu jeder Blogger, fast jeder Gründer der Web 2.0 Szene, aber auch viele andere unbescholtene Internetnutzer haben ihren Spaß an Twitter. Kurze knappe 140 Zeichen im Browser oder über verschiedene API-Clients ins Netz geschickt, den Social Chat mit anderen zelebriert – so lässt es sich leben.

Nicht aber auf der re:publica 2008, die in knapp zwei Wochen an den Start gehen wird. Wie bereits Ute bloggt, muss man scheinbar bei der re:publica auf das Twittern verzichten. Stattdessen ist eine kostenpflichtige SMS Nummer zu verwenden, damit man auf der old-school Videowand mit dabei sein darf. Sind wir hier bei einer „Call-In-Show“ oder einer Messe, die durch entsprechend hochpreisige Sponsorengelder sowie finanzielle Unterstützung durch diverse staatliche Organisationen einen kulturellen Anspruch erhält? Das muss doch nicht sein, dass man bereits zahlende Besucher vom öffentlichen Twittern abhält, dafür jedoch Zahlemann&Löhne einführt… :)

Nachtrag: Die re:publica 2007 hatte ja die SMS Wand – nice, gut, ok. Nur wie es in dem oben verlinkten Blogeintrag sich las, ist eine kostenpflichtige SMS Nummer eine Mehrwertdienstnummer, die nicht zu den üblichen Telefontarifen oder Freikontingenten „einfach so“ zu nutzen ist… als Zusatzeinnahme der Veranstaltung. Mir ist es auch recht schnurz, ob die Leute SMS verfeuern oder nicht – nur gar keine „Twitterwand“ zu machen halte ich einfach für falsch. Twitter ist Web 2.0. Aber wenn der CCC sowieso den Netzwerkverkehr wie im letzten Jahr mitsnifft, hilft nur noch die WLAN Abstinenz und eine UMTS Karte. :)

7 Kommentare
  1. Fritz sagte:

    Ich finds gut so. Twitter ist Kommunikationsmüll, dein Feed ist dafür ein gutes Beispiel. Da darfst Du gerne für jeden Beitrag bezahlen.

  2. Daniel Peters sagte:

    Naja… war auf der letzten re:publica auch schon. Es war trotz kostenpflichtiger Nummer ziemlich lustig. Zumal ein Haufen Leute ja auch Free-SMS-Pakete haben. Aber hast schon recht, das könnte man ziemlich einfach und schnell auch per Twitter lösen. Aber (und da hat Fritz dann wieder Recht), kommt dann ne Menge unrelevater Müll auf die Wand.

    Kann man sehen wie man will. In jedem Fall ist es ne lustige Kommunikationslösung. Hat letztes Jahr für ne Menge Spaß während der Sessions gesorgt.

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] ganz normal, dass sowas im Mitmachweb diskutiert wird. Aber dabei bleibt es nicht. Hier und da werden Behauptungen aufgestellt bzw. zitiert und mit einigen falschen Tatsachen argumentiert, z.B. […]

  2. Die Mär von den Wänden » alltagskakophonie sagt:

    […] dass es auch dieses Jahr wieder eine SMS- und eben keine Twitter-Wand sein wird, wurden hier und da schon Bedenken angemeldet (gelinde formuliert). Die Argumentation kann ich in fast allen […]

  3. Die re:publica-Kommentarwand sagt:

    […] auch der Sichelputzer stimmt Ute in ihrem Ärger zu: Wie bereits Ute bloggt, muss man scheinbar bei der re:publica auf […]

  4. […] Mike und Ute, kann auch ich hierzu nur mit dem Kopf schütteln. Technorati tags: sms, re:publica, […]

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