Profilneurose beim StudiVZ

Gewisse Schritte mache ich höchst ungern, doch einige Sachen sind mir nicht ganz geheuer. So ist es auch beim StudiVZ durch die langwierige Geschichte letztendlich nur noch eine Frage der Zeit, bis ich meinen Account lösche und die Daten mit einem Klick terminiere. Doch was muss ich auf der Seite lesen?

Muss ich noch eine E-Mail schreiben, um mich abzumelden?
Nein, einfach auf „Meinen Account löschen“ klicken, es ist dann keine weitere Aktion mehr deinerseits notwendig. Bitte beachte, dass es aus technischen Gründen bis zu 48 Stunden dauern kann, bis alle Daten gelöscht sind.

Welcher technische Grund hält von einem ganz normalen “DELETE FROM table WHERE used_id = abcdef” – inklusive sämtlicher Tabellenverweise- und dem Löschen von irgendwelchen Bild- oder Textmaterial auf Dateiebene ab? Sorry, aber braucht man die 48 Stunden, damit meine sensiblen Kontaktdaten noch in einer Exceltabelle gesichert werden und schleunigst an ein windiges Marketingunternehmen geschickt werden? Schämt euch. Ich kann dem nichts mehr abgewinnen.

Kategorien: Blogkultur

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7 Antworten

  1. du kannst ja auch einfach deine daten durch nonsense daten ersetzen. das fangen die sicherlich nicht ab!

  2. Aber gewiss doch. Doch die kurze Form der “Exklamation” in obigem Post sei mir gestattet ;)

  3. nic:

    Warum plötzlich so eine hohe Datenschutz Affinität?

    Du gibst eigentlich alles über Dich, dein Leben und deine Freunde in diesem blog preis. Zusätzlich noch etliche Photos und persönliche Infos über Vorlieben etc. Da verstehe ich nicht, wieso du plötzlich so viel Wert auf Datenschutz legst?!

  4. @nic – Es geht dabei nicht um mich als Person, sondern um das verwendete System. Falls der Eindruck enstanden sein sollte, bitte ich dies zu entschuldigen.

  5. [...] Was bleibt? Für mich, einen Menschen, dem Privatsphäre, Datenschutz nicht unwichtig sind, ein desaströses Verhalten der StudiVZ-Führung. Kritiker werden angegriffen, statt ihnen für die vielen Hinweise zu danken. Scripte um die eigene Software auszuhebeln, werden auf dem eigenen Blog veröffentlicht. Ein Datenschutzbeauftragter der mit seinem ersten Artikel zeigt, dass das Thema nicht wirklich im Hause StudiVz ernst genommen wird. Zudem die Gerüchte um den Verkauf an die noch größere Datenkrake Facebook. Wirklich erschreckend das alles. Wenn wirklich schon so ein begeisterter Web 2.0-Anhänger wie Mike anfängt, sich unwohl zu fühlen… [...]

  6. Du gibst eigentlich alles über Dich, dein Leben und deine Freunde in diesem blog preis.

    Der Unterschied liegt in dem kleinen, aber entscheidendem Wort “sein”. Seine Daten, sein Blog. Er hat die Kontrolle darüber, was hier damit geschieht. Und nicht jemand, dem scheinbar Datenschutz am Arsch vorbeigeht und derjenige nicht einmal Selbigen hat, um diesen zu schreiben. Aber k(gr)uschelt ruhig weiter…

  7. [...] im Web 2.0 vertreten sind? Nein? Dann schaut euch doch mal die Profile auf Seiten wie Xing, oder StudiVZ usw. an… Die meisten dort scheinen ja wirklich alles zu können und alles besorgen zu können! [...]